mi 17° s
- " In einem Lazarett an der Ostfront wurde der Soldat Heinrich Böll im Dezember 1943 von Kolonialphantasien übermannt. Oft denke er, heißt es in ..." 11.9.07 FAZ . Bereits aus Frankreich schrieb der junge Böll blödes Zeug über "die Franzosen"; daß er zeitlebens recht ungebildet blieb, erklärt nicht, daß ein junger Mann aus rheinisch-katholischem Milieu nationalistisch dachte. Der Katholizismus blieb auf Distanz zum nationalen Sozialismus. Der katholische Hintergrund unterscheidet ihn von Grass. Die spätere Konversion mit ihrem Eifer hat er dagegen gemein mit ihm.
- Übrigens wird immer Friedrichs Bruder Heinrich vergessen, der sein bester General gewesen sein soll. Militärisch defensiv, drängte Heinrich bei der ersten Polnischen Teilung den zurückhaltenden, eineinhalb Jahre zögernden Fritz. Bei dieser ersten Teilung besetzte übrigens nur Österreich rein polnisch besiedelte Gebiete. (Sebastian Haffner / W. Venohr, Preußische Profile)
- Öl WTI über 80 $
Donnerstag, 13. September 2007
Mittwoch, 12. September 2007
Simplizität, € > 1,39 $
mi 17° s
- Der Mensch strebe nach Simplizität, meinte Roald Hoffmann, Chemie-Nobelpreisträger von 1981 in einem Vortrag in Betrachtung zweier verschieden komplexer Moleküle. Eben. Nicht nur bei Molekülen.
- - Devisenmarkt
Euro erreicht neues Rekordhoch: Erstmals teurer als 1,39 Dollar
- Der Mensch strebe nach Simplizität, meinte Roald Hoffmann, Chemie-Nobelpreisträger von 1981 in einem Vortrag in Betrachtung zweier verschieden komplexer Moleküle. Eben. Nicht nur bei Molekülen.
- - Devisenmarkt
Euro erreicht neues Rekordhoch: Erstmals teurer als 1,39 Dollar
Dienstag, 11. September 2007
Bowlby, Dawkins
mi 15°
- Kollektiverziehung im Säuglingsalter
Der Autor Ihrer Leitglosse "Verdrängt" (F.A.Z. vom 23. August) irrt, wenn er meint, dass es keine Untersuchungen bezüglich der Kollektiverziehung im Säuglingsalter und vermehrter Kriminalität im späteren Leben gibt. Bereits in dem klassischen Buch des Pädiaters John Bowlby "Maternal Care and Mental Health", dessen Publikation auf einen Beschluss der Sozialkommission der Vereinten Nationen zurückging und fast 160 Literaturstellen angelsächsischer psychologischer Literatur enthält, führte Bowlby die Schäden der Säuglinge in der Massenpflege auf den Mangel an mütterlicher Zuwendung zurück und prägte deshalb den Begriff "Maternal Deprivation".
Auch in der Krippe gab es Bindungsverhalten, aber nur für einzelne Kinder, die sehr hübsch waren oder sich durch aktives Benehmen gegenüber ihren Betreuerinnen auszeichneten. Die eigentliche Ursache liegt aber darin, dass wir lernen müssen, dass das Säuglingsalter eine für das ganze Leben prägende Phase ist und dass dabei das Bindungsverhalten zwischen Mutter und Kind eine überragende Bedeutung hat.
Gemeinsam mit Herrn Privatdozent Dr. Brisch veranstalte ich seit Jahren Anfang Dezember ein Symposion in München, in dem die verschiedenen Probleme des Bindungsverhaltens international dargestellt werden. Ich selbst hatte zu dieser Frage Doktoranden beauftragt, im Jugendamt einmal nachzuschauen, ob Zusammenhänge zwischen frühkindlicher Betreuung und Kriminalität und anderen pathologischen Auffälligkeiten bestehen. Die Durchsicht von Zehntausenden von Akten hat aber ergeben, dass die Eintragungen in den Akten an dem Tag beginnen, an dem der Jugendliche auffällig wird. Es ist also auch Fachleuten offenbar zu wenig bekannt, dass Zusammenhänge bestehen zwischen dem Bindungsverhalten in der frühen Kindheit und späterer Kriminalität.
Ich selbst habe bereits 1964 in meinem Buch über "Kindliche Entwicklung und Sozialumwelt" geschrieben, dass es dringend notwendig sei, der persönlichen Pflege des jungen Säuglings mehr Beachtung zu schenken. Dies setzt aber voraus, dass die zunehmende außerhäusliche Arbeit der Mutter - gemeint ist hier ausschließlich Mütter-, nicht etwa Frauenarbeit - eingeschränkt wird. Wörtlich habe ich festgehalten: "In allen Menschheitsgenerationen hat das mutterlose Kind ein besonderes Mitgefühl in der Gesellschaft gefunden. Erst dem Jahrhundert des Kindes blieb es vorbehalten, dass viele Kleinkinder, auch wenn sie Eltern haben, das Leben von Waisenkindern führen müssen. Ein solcher Missstand lässt sich meines Erachtens entsprechend den Spielregeln unserer Wirtschaft nur beheben, wenn die innerhäusliche Arbeit der Mutter etwa wie in Österreich oder Frankreich entlohnt wird. Andernfalls zahlt die Gesellschaft in Fürsorge und Strafvollzug nach, was sie durch die Erwerbstätigkeit der Mütter zu verdienen glaubt."
Prof. Dr. Theodor Hellbrügge, München Briefe an die Herausgeber FAZ, 10.09.2007, Nr. 210, S. 15
- Gut, daß es nicht nur Ratzinger gibt: Neue Sachbücher : 10.09.07 FAZ: Ein Hypothesengott ist schnell erledigt
Richard Dawkins schwingt das Schwert des Naturalismus und missioniert für die atheistische Sache
Wie wir seit der Erstveröffentlichung dieses Buches im Amerikanischen wissen, hält Richard Dawkins es nicht mit der Religion. Er ist, im Gegenteil, ... "
- Kollektiverziehung im Säuglingsalter
Der Autor Ihrer Leitglosse "Verdrängt" (F.A.Z. vom 23. August) irrt, wenn er meint, dass es keine Untersuchungen bezüglich der Kollektiverziehung im Säuglingsalter und vermehrter Kriminalität im späteren Leben gibt. Bereits in dem klassischen Buch des Pädiaters John Bowlby "Maternal Care and Mental Health", dessen Publikation auf einen Beschluss der Sozialkommission der Vereinten Nationen zurückging und fast 160 Literaturstellen angelsächsischer psychologischer Literatur enthält, führte Bowlby die Schäden der Säuglinge in der Massenpflege auf den Mangel an mütterlicher Zuwendung zurück und prägte deshalb den Begriff "Maternal Deprivation".
Auch in der Krippe gab es Bindungsverhalten, aber nur für einzelne Kinder, die sehr hübsch waren oder sich durch aktives Benehmen gegenüber ihren Betreuerinnen auszeichneten. Die eigentliche Ursache liegt aber darin, dass wir lernen müssen, dass das Säuglingsalter eine für das ganze Leben prägende Phase ist und dass dabei das Bindungsverhalten zwischen Mutter und Kind eine überragende Bedeutung hat.
Gemeinsam mit Herrn Privatdozent Dr. Brisch veranstalte ich seit Jahren Anfang Dezember ein Symposion in München, in dem die verschiedenen Probleme des Bindungsverhaltens international dargestellt werden. Ich selbst hatte zu dieser Frage Doktoranden beauftragt, im Jugendamt einmal nachzuschauen, ob Zusammenhänge zwischen frühkindlicher Betreuung und Kriminalität und anderen pathologischen Auffälligkeiten bestehen. Die Durchsicht von Zehntausenden von Akten hat aber ergeben, dass die Eintragungen in den Akten an dem Tag beginnen, an dem der Jugendliche auffällig wird. Es ist also auch Fachleuten offenbar zu wenig bekannt, dass Zusammenhänge bestehen zwischen dem Bindungsverhalten in der frühen Kindheit und späterer Kriminalität.
Ich selbst habe bereits 1964 in meinem Buch über "Kindliche Entwicklung und Sozialumwelt" geschrieben, dass es dringend notwendig sei, der persönlichen Pflege des jungen Säuglings mehr Beachtung zu schenken. Dies setzt aber voraus, dass die zunehmende außerhäusliche Arbeit der Mutter - gemeint ist hier ausschließlich Mütter-, nicht etwa Frauenarbeit - eingeschränkt wird. Wörtlich habe ich festgehalten: "In allen Menschheitsgenerationen hat das mutterlose Kind ein besonderes Mitgefühl in der Gesellschaft gefunden. Erst dem Jahrhundert des Kindes blieb es vorbehalten, dass viele Kleinkinder, auch wenn sie Eltern haben, das Leben von Waisenkindern führen müssen. Ein solcher Missstand lässt sich meines Erachtens entsprechend den Spielregeln unserer Wirtschaft nur beheben, wenn die innerhäusliche Arbeit der Mutter etwa wie in Österreich oder Frankreich entlohnt wird. Andernfalls zahlt die Gesellschaft in Fürsorge und Strafvollzug nach, was sie durch die Erwerbstätigkeit der Mütter zu verdienen glaubt."
Prof. Dr. Theodor Hellbrügge, München Briefe an die Herausgeber FAZ, 10.09.2007, Nr. 210, S. 15
- Gut, daß es nicht nur Ratzinger gibt: Neue Sachbücher : 10.09.07 FAZ: Ein Hypothesengott ist schnell erledigt
Richard Dawkins schwingt das Schwert des Naturalismus und missioniert für die atheistische Sache
Wie wir seit der Erstveröffentlichung dieses Buches im Amerikanischen wissen, hält Richard Dawkins es nicht mit der Religion. Er ist, im Gegenteil, ... "
Montag, 10. September 2007
Schröder, Mangini
mi 14° b
- Schröder kritisiert Verhalten der Europäer gegenüber russischen Staatsfirmen, seinerzeit zeigte er viel Verständnis für die Zerschlagung des von einem Putinkritiker geführten Yukos-Konzerns durch den Kreml: es passiert sicher nicht alle Tage, daß ein ehemaliger Staatschef Einflußagent einer fremden, halbdiktatorischen Macht wird.
- "Die Behauptung, dass die jetzt stattfindende Erwärmung des Klimas nur mit der Erwärmung vor 120000 Jahren vergleichbar ist, stimmt einfach nicht. Wir verfügen über Daten, die zeigen, dass es während der letzten zehntausend Jahre Perioden gab, die ähnlich warm oder sogar noch wärmer waren als heute. Ebenso ist es falsch zu behaupten, dass die jetzige Erwärmung sehr viel schneller abläuft als frühere Erwärmungen. Tatsache ist, dass es während der letzten zehntausend Jahre erhebliche globale und vor allem genauso schnelle Klimawechsel gegeben hat, die die Menschen sehr stark beeinflussten. ..." (Ihr kennt die wahren Gründe nicht - Warum ich Einspruch erhebe / Von Augusto Mangini, Paläoklimatologe Heidelberg, F.A.Z. 5.04.2007)
- Schröder kritisiert Verhalten der Europäer gegenüber russischen Staatsfirmen, seinerzeit zeigte er viel Verständnis für die Zerschlagung des von einem Putinkritiker geführten Yukos-Konzerns durch den Kreml: es passiert sicher nicht alle Tage, daß ein ehemaliger Staatschef Einflußagent einer fremden, halbdiktatorischen Macht wird.
- "Die Behauptung, dass die jetzt stattfindende Erwärmung des Klimas nur mit der Erwärmung vor 120000 Jahren vergleichbar ist, stimmt einfach nicht. Wir verfügen über Daten, die zeigen, dass es während der letzten zehntausend Jahre Perioden gab, die ähnlich warm oder sogar noch wärmer waren als heute. Ebenso ist es falsch zu behaupten, dass die jetzige Erwärmung sehr viel schneller abläuft als frühere Erwärmungen. Tatsache ist, dass es während der letzten zehntausend Jahre erhebliche globale und vor allem genauso schnelle Klimawechsel gegeben hat, die die Menschen sehr stark beeinflussten. ..." (Ihr kennt die wahren Gründe nicht - Warum ich Einspruch erhebe / Von Augusto Mangini, Paläoklimatologe Heidelberg, F.A.Z. 5.04.2007)
Sonntag, 9. September 2007
Demokratietheorie, Stadt-Temperatur, 4,6%-US-Arbeitslosenrate
mi 15° b
- Petrus läßt Papst im Regen stehen - eine Offenbarung?
- "Ernsthaften Politikern sollten Verträge mit dem Volk gelegen kommen.
Neue Demokratieformen für komplexere Gesellschaften und neue Herausforderungen
NZZ 25.8.07
Politiker, die vor den Wahlen viel versprechen und nachher wenig halten und wenig Verantwortung übernehmen, sind eine bekannte Erscheinung. Der Autor des folgenden Beitrags skizziert die Brisanz dieses Problems für freiheitliche Demokratien, und er schlägt vor, die Spielregeln durch Verträge zwischen Politikern und Volk zu ergänzen. (Red.) ...
Von Hans Gersbach
Lässt sich die Demokratie verbessern? Ihre Schwachstellen sind offensichtlich: Eine globalisierte Welt und zunehmend komplexere Gesellschaften rufen nach langfristigen Lösungen, doch die Politiker denken oft nur an die nächsten Wahlen. Vor der Wahl machen sie dann Versprechungen, die sie nach der Wahl nicht halten. Müssen wir mit diesen Nachteilen leben? Oder sind politische Modelle vorstellbar, die über die vielfältigen Formen der repräsentativen oder direkten Demokratie hinausgehen, wie wir sie heute kennen? Hier wird beschrieben, wie eine liberale Demokratie grundlegend verändert werden könnte, so dass sich deren Schwachstellen mildern lassen, ohne dass die Substanz in Frage gestellt wird." (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ernsthaften_politikern_sollten_vertraege_mit_dem_volk_gelegen_kommen_1.545590.html)
- NYC: Temperaturdifferenz Central Park - Bebauung bis 8° C (Focus 36/07 S. 86). Ob mal einer von den Klimaclevernesshäkchen in Potsdam ausrechnet, welchen Temperatureffekt Rodungen, insbesondere Regenwaldrodungen und die globale Verstädterung ausmachen? Werden Merkel und ihr Erzengel bald den Antrag stellen, alle Siedlungen über 10.000 Einwohner aufzulösen?
- US-Arbeitslosenrate bleibt unverändert bei 4,6% .
- Petrus läßt Papst im Regen stehen - eine Offenbarung?
- "Ernsthaften Politikern sollten Verträge mit dem Volk gelegen kommen.
Neue Demokratieformen für komplexere Gesellschaften und neue Herausforderungen
NZZ 25.8.07
Politiker, die vor den Wahlen viel versprechen und nachher wenig halten und wenig Verantwortung übernehmen, sind eine bekannte Erscheinung. Der Autor des folgenden Beitrags skizziert die Brisanz dieses Problems für freiheitliche Demokratien, und er schlägt vor, die Spielregeln durch Verträge zwischen Politikern und Volk zu ergänzen. (Red.) ...
Von Hans Gersbach
Lässt sich die Demokratie verbessern? Ihre Schwachstellen sind offensichtlich: Eine globalisierte Welt und zunehmend komplexere Gesellschaften rufen nach langfristigen Lösungen, doch die Politiker denken oft nur an die nächsten Wahlen. Vor der Wahl machen sie dann Versprechungen, die sie nach der Wahl nicht halten. Müssen wir mit diesen Nachteilen leben? Oder sind politische Modelle vorstellbar, die über die vielfältigen Formen der repräsentativen oder direkten Demokratie hinausgehen, wie wir sie heute kennen? Hier wird beschrieben, wie eine liberale Demokratie grundlegend verändert werden könnte, so dass sich deren Schwachstellen mildern lassen, ohne dass die Substanz in Frage gestellt wird." (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ernsthaften_politikern_sollten_vertraege_mit_dem_volk_gelegen_kommen_1.545590.html)
- NYC: Temperaturdifferenz Central Park - Bebauung bis 8° C (Focus 36/07 S. 86). Ob mal einer von den Klimaclevernesshäkchen in Potsdam ausrechnet, welchen Temperatureffekt Rodungen, insbesondere Regenwaldrodungen und die globale Verstädterung ausmachen? Werden Merkel und ihr Erzengel bald den Antrag stellen, alle Siedlungen über 10.000 Einwohner aufzulösen?
- US-Arbeitslosenrate bleibt unverändert bei 4,6% .
Abonnieren
Posts (Atom)