Donnerstag, 4. September 2008

EZB, Novartis, Ehe, WDR 3, motorische Intelligenz


Strizz, Reiche, FAZ

- "Islamkritiker getötet. Anschlag auf Reporter in Dagestan. In der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus ist ein islamkritischer Journalist erschossen worden. Abdullah Alischajew sei in einem Krankenhaus der Hauptstadt Machatschkala seinen schweren Schussverletzungen erlegen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums von Dagestan. Der in der Region bekannte Journalist war am Dienstag in seinem Auto von Schüssen am Kopf getroffen worden. Ein dringend Tatverdächtiger sei zur Fahndung ausgeschrieben. Alischajew hatte immer wieder vor dem islamistischen Fundamentalismus gewarnt. ..." FAZ

- "Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. in Judäa ... und endete im Jahr 70 mit der Zerstörung des Tempels (bzw. im Jahr 74 mit dem Fall von Masada). Es war der erste der drei großen jüdischen Aufstände gegen die Römer im ersten und zweiten Jahrhundert n. Chr. – der zweite war der Diasporaufstand um 116, der dritte der Bar-Kochba-Aufstand von 132-135 –, die schließlich zur Zerstörung der letzten Reste eines größeren geschlossenen jüdischen Siedlungsgebiets in der römischen Provinz Judäa führten und die Diaspora-Situation des Judentums bis ins 20. Jahrhundert begründeten."(Wiki)

- EZB lässt Zinsen unverändert bei 4,25%. Kritische Stimmen zur Zentralbank mehren sich."

- Riskante Forschung: Novartis schreibt 235 Mio. ab für das erfolglose Medikament Aurograb, NZZ

- Da staunt man: "Livingstone berät Chávez. Siegertypen unter sich „Wie alte Kumpel“ sollen sie sich in den Armen gelegen haben: Ken Livingstone, abgewählter Bürgermeister von London, will fortan als offizieller Berater für den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez arbeiten. Der Venezuela-Deal wird verlängert. ..." FAZ 29.8.

- "Ehe verliert weiter an Bedeutung. 25. August 2008 Die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland rund 2,4 Millionen nichtehelichen Lebensgemeinschaften zwischen Mann und Frau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Seit 1996 ist ihre Anzahl um rund ein Drittel (+34 Prozent) gestiegen. Damals lebten 1,8 Millionen Paare ohne Trauschein gemeinsam in einem Haushalt.
2007 betrug das Durchschnittsalter nichtehelicher Lebenspartnerinnen 37,7 Jahre, das der Männer 40,3 Jahre. Es lag damit deutlich niedriger als bei Ehefrauen (52,1 Jahre) und Ehemännern (54,9 Jahre). ..." FAZ

- Dem halbierten Abiturniveau seit Willy Brandt Rechnung tragen: "Kulturradio WDR 3. Ein netter Begleitsender soll es sein. Von Matthias Hannemann. 21. August 2008 Es wird ernst. Oder zumindest ganz anders. Die gerade auch intern lange kontrovers diskutierte Reform des Kulturradios WDR 3 tritt zum 1. September in Kraft - dann wird sich herausstellen, wie es um die Bekenntnisse zur musikalischen und journalistischen Qualität bestellt ist, die im Frühjahr auf die Kritik des Vorhabens durch den Rundfunkrat und einige Redakteure folgten. So viel steht fest: Herausgefordert werden vor allem die Hörgewohnheiten der sogenannten „klassisch bildungsorientierten Hörer“, jener Spezies also, die bislang gleichermaßen für die sinkenden Hörerzahlen wie das steigende Durchschnittsalter unter den WDR3-Fans verantwortlich gewesen sein soll. ..." FAZ

- " Vom Sinn der Sinne . Zum Tode des Physiologen Gerhard Neuweiler. ... skizzierte er eine Theorie der motorischen Intelligenz, welche die Bedeutung neuronaler Motorik für Sprache, Musik und menschliche Kultur herausarbeitet. Ohne die Feinsteuerung von Hand- und Mundwerkzeugen wäre der Mensch nicht in der Lage, seine Gedanken und Vorstellungen und Gefühle zu äußern, zu fixieren und zu überliefern. Das scheint ein wesentliches UNterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Primaten zu sein ..." FAZ 21.8.

Mittwoch, 3. September 2008

Schweiz, Putin, Sokal, Prozeß der Zivilisation

Strizz, Reiche, FAZ
Generationenunterschied

13°-12°, schwere Klimaerwärmung mit Regen (Vorhersage: freundlich; so gut läßt sich das Wetter für ein kleines Gebiet berechnen)

- Erfolgsrezept Schweiz: "Rezepte aus Schuldenbremse, direkter Demokratie und dezentralen Strukturen" Lars P. Feld, Heidelberg u. Christoph A. Schaltegger in NZZ 30.8.08

- Putin & Pudel : "Nach dem Kaukasus-Sondergipfel. Moskau: „Die EU hat Vernunft bewiesen“. Nach dem EU-Sondergipfel zum Kaukasus findet der Kreml lobende Worte für die EU: Der gesunde Menschenverstand habe gesiegt, so Putin. Erfreut zeigte man sich darüber, dass keine Sanktionen gegen Russland beschlossen wurden. Den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili bezeichnete Medwedew in einem Interview als eine „politische Leiche“. FAZ

- " Beck-Office. Eleganter Unsinn . Es war ein wissenschaftlicher Skandal der Sonderklasse: Die Physiker Alan Sokal und Jean Bricmont waren genervt von der Beobachtung, dass zahlreiche Geisteswissenschaftler ..." FAZ 30.8. // Man kann gar nicht oft genug an diese Geschichte erinnern, allerdings haben manche Physiker das Klima zu Prophetenstoff erkoren und man kann vermuten, daß wir uns in zehn Jahren an Schellnhuber und das IPCC als großen Klimascharlatane erinnern werden.
- - Neue Kapitel im Prozeß der Zivilisation:
- Zuhältermode? Mann trägt Großuhr am Handgelenk, auch ernsthafte Leute wie Kleinfeld (Ex-Siemens), der sie dann vom öfftl. Bild wegretuschieren läßt.
- Bauhelfermode: Wir tranken damals, Ferienarbeit im Tiefbau, aus der Flasche, aus der Bierflasche; das findet heute in jeder Lebenlage statt: auf der Straße, im Bus, Rolltreppe usw.
- "Botellon": Massenbesäufnis von 700 Jugendlichen in Zürich, NZZ 30.8.

Dienstag, 2. September 2008

Amerika wächst stärker als erwartet, Dresdner an Cobank


Strizz, Reiche, FAZ

15-19° Nr/tr, schöner, lauer Spätsommerabend mit der Rosen Du.

- Nichts Neues aus der Mottenkiste: SPD-Linke mit Milliarden-Wunschliste

Q 2: Konjunktur: Amerika wächst stärker als erwartet . Die amerikanische Wirtschaft ist auch im zweiten Quartal des Jahres nicht geschrumpft. Mit einer Wachstumsrate von 3,3 Prozent wurden alle Erwartungen übertroffen.

- Dresdner an Cobank: Ende eines Trauerspiels mit Verlust - mehr als die Hälfte aller Übernahmen scheitert, weil auch vergleichsweise einfache Dinge das Hirn des Menschen überfordern.

- Porträt Schellnhuber:
Wer es in meinem Geschäft zu etwas bringen will, der ... "sollte viel Talent und ein bißchen Fleiß besitzen - oder wenig Talent und krankhaften Ehrgeiz." Schreibt Schellnhuber im FAZ-Fragebogen 30.8.08. So extrovertiert, wie Schellnhuber mit der dubiosen Mann'schen Hockeyschlägerjahresringekurve bei seinen Vorträgen aufgetreten ist, würde man leicht auf "krankhaften Ehrgeiz" schließen. Wenn man ihn etwa mit dem Klimaforscher Mangini ('Ihr kennt die wahren Gründe nicht, Am Freitag erscheint der zweite Teil des Weltklimaberichts - Warum ich Einspruch erhebe' / Von Augusto Mangini, Paläoklimatologe Heidelberg, FAZ 05. April 2007) vergleicht, dann könnte man auch sein Talent in Zweifel ziehen. Aus dem Mangini-Text: "Die Behauptung, dass die jetzt stattfindende Erwärmung des Klimas nur mit der Erwärmung vor 120.000 Jahren vergleichbar ist, stimmt einfach nicht. Wir verfügen über Daten, die zeigen, dass es während der letzten zehntausend Jahre Perioden gab, die ähnlich warm oder sogar noch wärmer waren als heute. Ebenso ist es falsch zu behaupten, dass die jetzige Erwärmung sehr viel schneller abläuft als frühere Erwärmungen. Tatsache ist, dass es während der letzten zehntausend Jahre erhebliche globale und vor allem genauso schnelle Klimawechsel gegeben hat, die die Menschen sehr stark beeinflussten. ... Die Paläoklimatologie in Heidelberg versucht seit vielen Jahren, die natürliche Variabilität des Klimas anhand von Stalagmiten zu rekonstruieren. Stalagmiten sind ein sehr gutes Archiv, weil sie exakt datiert werden können und weil sie in ihrer isotopischen Zusammensetzung eine Information mit sehr guter Auflösung über den Niederschlag und die durchschnittliche Temperatur beinhalten. Anders als bei Baumjahresringen, die das IPCC hauptsächlich zum Maßstab nimmt und die jene aus anderen Archiven gewonnenen Daten statistisch quasi erschlagen, kann die Variation der Isotope und somit der Zusammenhang mit der Temperatur mit unseren Daten physikalisch beschrieben werden. ..."

Montag, 1. September 2008

Soziale Anlage

FAZ, 60 Jahre Nordkorea. Fünfundzwanzigtausend Kinder formen Bilder mit Klapptafeln: das Arirang-Festival in Pjöngjang, das größte Massensynchronspektakel der Welt.

29. August 2008 FAZ . Gerecht teilen will gelernt sein. Doch ein Gutteil dieses altruistischen Wesenszuges dürfte dem Menschen quasi schon in die Wiege gelegt und erst im Laufe der Kindheit, im Alter zwischen sieben und acht Jahren, "aktiviert" werden. Das ist im Kern das Ergebnis von Versuchen, die eine Gruppe Schweizer Experimentalökonomen um Ernst Fehr von der Universität Zürich mit 229 nicht miteinander verwandten Drei- bis Achtjährigen vorgenommen hat.
Die 127 Mädchen und 102 Jungen hatten in verschiedenen Versuchen die Möglichkeit, Süßigkeiten entweder selbst zu behalten oder mit anderen zu teilen. Dabei saß der oder die andere nicht persönlich gegenüber, sondern es wurde lediglich ein Foto gezeigt. Zudem wurde den Kindern klargemacht, dass sie jeweils nur einmal mitmachen. Damit sollte verhindert werden, dass sie auf eine "Gegenleistung" spekulieren.
Einzelkinder tun sich damit leichter
Wie die Forscher in der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Nature" (Bd. 454, S. 1079) schreiben, war eine eindeutige Entwicklung zu erkennen: Von den Drei- bis Vierjährigen waren weniger als zehn Prozent zum Teilen bereit, gleich, ob sie sich aus einer Kindergartengruppe kannten oder nicht. Bei den Fünf- bis Sechsjährigen waren knapp zwanzig Prozent, bei den sieben- bis achtjährigen Schulkindern aber schon fast die Hälfte und sogar annähernd achtzig Prozent zum Teilen bereit, sofern der potentielle Partner aus derselben sozialen Gruppe kam. Vor allem Jungen neigten offenbar dazu, ihre Süßigkeiten mit Mitgliedern aus der eigenen Gruppe - weniger mit fremden - zu teilen. Einzelkinder übrigens legten eine deutlich größere Bereitschaft zum Teilen an den Tag als Geschwisterkinder.
Für die Leipziger Primatenforscher Michael Tomasello und Felix Warneken ist damit bestätigt, dass Menschen früh einen "Sinn für Gerechtigkeit" entwickeln, der teilweise angeboren ist und der auch den außergewöhnlichen Gemeinschaftssinn des Menschen zu erklären vermag. Bei Schimpansen jedenfalls hat man diesen kooperationsfördernden Zug noch nicht gefunden. Grundsätzlich sei altruistisches Verhalten, etwa einem en beim Erreichen eines Objekts zu helfen, schon bei wesentlich jüngeren, vierzehn bis achtzehn Monate alten Kindern, beobachtet worden.
LB: "Wie aus der Beschreibung des Expirementes anzusehen war, handelte es sich nicht um Kinder, die auf einer Insel nur unter ihresgleichen aufgewachsen und dabei von dem Studierenden ohne Interaktion beobachtet wurden. Vielmehr hatten die Achtjährigen Kinder eben schon 8 Jahre Indoktrination "Teilen ist gut" hinter sich. Man kann also lediglich den Schluss ziehen, daß in dieser Gesellschaft aufgewachsene Kinder ab einem gewissen Alter zum Teilen neigen, zu der Schlussfolgerung, es sei "angeboren" langt es jedoch nicht." Klassischer Sampleship Bias, Carsten Maybach
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Daß gesellig lebende Tiere eine entsprechende Sozialausstattung besitzen, vermag nicht zu verwundern, man denke nur an das verschiedene Verhalten von Katze und Hund. Menschen sind supersoziabel, sie bilden vielerlei Gruppen und Gesellschaften und haben eine weltweite Arbeitsteilung entwickelt. Die starke Sozialanlage altruistisch zu nennen, moralisiert sentimental. Zumal diese Veranlagung nicht nur die bekannten großen Vorteile für alle aufweist, sondern auch Schattenseiten besitzt wie Herdendenken und -verhalten (da teilt man gemeinsame Ziele), die undifferenzierte und opferbereite Hingabe an Führer jeglicher Art und die ausgeprägte Trittbrettfahrermentalität, tüchtige Individuen und auch die eigene Gruppe auszubeuten. Die Gesinnung des Teilens ist zum Beispiel in Afrika ein großes Problem, wo fleißige und tüchtige Familienmitglieder durch faule enteignet werden und so die ganze Familie in Armut verharrt. Die Teilungsgesinnung zum "Sinn für Gerechtigkeit" zu verklären, erscheint in diesem Zusammenhang als eine unfruchtbare Ideologie.

EU rügt Putin

Gut so! (STRIZZ, Reiche, FAZ )

15-21° windig, aber trocken

- "01. September 2008 Die EU will ihre Verhandlungen über ein Partnerschaftsabkommen mit Russland erst nach einem Abzug der russischen Truppen aus dem georgischen Kernland fortsetzen. „Die Verhandlungen über das Partnerschaftsabkommen werden verschoben, bis Russland das Waffenstillstandsabkommen umgesetzt hat“, sagte EU-Kommissionspräsident Barroso am Montagabend auf einem Sondertreffen der EU-Staats- und -Regierungschefs in Brüssel. ..." FAZ

- Weg in die Armut: " Venezuela verstaatlicht . Venezuelas Staatschef Hugo Chávez plant die Verstaatlichung des Treibstoffhandels. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der dem fast vollständig von Chavez-Anhängern beherrschten Parlament ..." 29.8. FAZ

- Tonnenideologie: WDR 3 ist Teil der vierten Kölner Musiknacht, bei der am 20. September mehr als 300 Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Genres bei 100 Veranstaltungen an 25 Veranstaltungsorten auftreten - für nur eine Eintrittskarte.

- "Konstituierung des Parlamentarischen Rates. Im Grunde wollten die Väter und Mütter des Grundgesetzes diese Verfassung gar nicht. Viel lieber wäre ihnen eine Verfassung für ganz Deutschland gewesen. Doch daran war im Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion nicht zu denken. Also blieb keine andere Wahl als das Bonner Provisorium. Die Verfassung hieß wegen der Bedenken auch nicht Verfassung, sondern Grundgesetz. Ausgearbeitet wurde es nicht von einer gewählten Nationalversammlung, sondern von Abgesandten der westdeutschen Länderparlamente. Der Parlamentarischen Rat schuf eine stabile und funktionsfähige Verfassung, mit der Westdeutschland über 40 Jahre und das vereinte Deutschland nun fast schon 20 Jahre lang gut leben können." Zz Heiner Wember