Donnerstag, 6. November 2008

Luhmann, EZB: 3,25% (-0,5%), Erbschaftsteuerreform, staatl. Totenabzocke, Max Weber

Schöner Herbsttag! 8-12° s

- 'Salzburger Nachtstudio. "Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien." Mit diesem Satz beginnt der Soziologe Niklas Luhmann seinen Vortrag "Die Realität der Massenmedien" aus dem Jahr 1994.
Die Funktion der Massenmedien ist seiner Meinung nach die Irritation, sie wollen überraschen und nicht Erkenntnis vermehren. Was meinen Medienwissenschafter heute zu diesem Befund? Luhmann prägte mit seiner "Systemtheorie" die Kommunikationswissenschaften, die Soziologie, aber auch Managementtheorien. ..." (http://oe1.orf.at/programm/200811059201.html) 5.11.
- "Niklas Luhmann (* 8. Dezember 1927 in Lüneburg; † 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld) war ein deutscher Soziologe und Gesellschaftstheoretiker. Als einer der Begründer der soziologischen Systemtheorie gilt Luhmann als transdisziplinärer Sozialwissenschaftler. Seine zahlreichen Publikationen thematisieren philosophische, linguistische, literatur- und medienwissenschaftliche, juristische, ökonomische, biologische, theologische und pädagogische Probleme. ..." Wiki.

1,2801 Dax 4814 (-7%) Altana 12,90 (+37%, Klatten will ganz übernehmen) Gute Zahlen Telekom, Wal-Mart; BASF und Fuchs verhaltener Ausblick, aber D-konstant
Rezessionsängste(nach der Lektüre von Obamas Energiepolitikverlautbarungen?)(Das wäre ein Knüller: O. übernimmt das Marketing von GE) : Dow 8696 (-5%) WTI 60,81

- EZB: 3,25% (-0,5%) Schweiz: 2% (-0,5%) GB: 3% (-1,5%)

- DIW Berlin, Chr. Dreger (www.diw.de/deutsch) : Deutschland braucht kein Konjunkturprogramm; das billigere Öl sei das Konjunkturprogramm. Lohnpolitik: höhere Löhne bedeuten weniger Beschäftigte; fraglich, ob erhöhte Steuerabzugsfähigkeit bei Handwerker-Aufträgen zusätzliche Nachfrage schafft; die Senkung der Lohnnebenkosten sei wichtig; das KfZ.-Steuer-Programm bewirke, daß dieses Jahr keine Auto mehr gekauft werden. // Was da von Merkelmünte geplant wird, DAS IST DAS BUNDESTAGSWAHLPROGRAMM für 2009! Nachfrage in das nächste Jahr schieben. Die Politbürokraten denken an sich selbst zuerst. Dazu paßt: "Sonderrecht für Polit-Waisen." Ein Minister/Abgeordneter hinterläßt erworbene Pensionsansprüche von rd. 1 Mio., davon zahlt die Witwe 0 € Erbschaftssteuer; die Witwe eines Selbständigen zahlt dafür 151.500 € Erbschaftssteuer. Focus 44/2008
- DIW Berlin : "Erbschaftsteuerreform: Was lange währt, wird endlich schlecht. Aktueller Kommentar von Stefan Bach im Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 45/2008

- "Standpunkt: Hermann Otto Solms. Gelegenheit macht Freiheitsdiebe . Die Finanzkrise nährt ein in Deutschland weitverbreitetes Unbehagen an der Marktwirtschaft und damit an einem tragenden Pfeiler unserer Gesellschaftsordnung. ..." FAZ 3.11. // Und an dem Fundament des deutschen Wohlstands!

- Vom Aufräumer zum Strategen . Der Schweizer Paul Voser steht als gekürter Vorstandschef für die "neue Shell". Die Entscheidung für Paul Voser ist nur auf den ersten Blick überraschend gekommen. Die Kür des Finanzvorstands zum neuen Vorstandsvorsitzenden ..." 31.10.08 FAZ

- Schöne Bluesgitarre: The Berkeley Connection. Großformationen von Peter Apfelbaum und Steven Bernstein, WDR3 4.11.

- Begrabt mein Herz unter dem Großen Brockhaus oder: Die Politbürokraten denken an sich selbst zuerst: " Die Kommunen als Trittbrettfahrer im Trauerfall . Es war gut, Ihren Artikel "Beerdigung kostet mehrere tausend Euro" (F.A.Z.-Wirtschaftsteil vom 15. Oktober) zu lesen, zweifelte man doch selber aufgrund eines eigenen Trauerfalles ..." LB FAZ 3.11.08

- Feith, Douglas: US-Sicherheitspolitik : Rez. FAZ 1.11.08 ' ... Feith ging es auch um den "Kampf der Ideen". In Ermangelung von Aktivitäten des eigentlich zuständigen Außenministeriums habe sich die Pentagon-Führung seit Oktober 2001 häufig und ausführlich mit dem Entwurf einer Gesamtstrategie zur Eindämmung des Islamismus befasst, die vor allem nichtmilitärische Elemente wie Bildungsprogramme und die Unterstützung moderater Imame enthalten sollte. Feith ist überzeugt, dass es einen Ansatz gibt, der dazu führt, dass die Menschheit eines Tages mit denselben Gefühlen auf Selbstmordattentäter zurückblicken werde wie heute auf diejenigen, die im neunzehnten Jahrhundert Duellen zum Opfer fielen - und bedauert, dass der diesbezügliche Ansatz unter Bush zu keinem Abschluss gebracht wurde. Die Gründe, die das Pentagon davon abhielten, hier Akzente zu setzen, benennt er allerdings nicht.
Man muss nicht mit jedem Argument des ehemaligen Staatssekretärs übereinstimmen, um die Denkanstöße zu schätzen, die der ungewohnte Blickwinkel von Feith auf die Politik von Präsident Bush ermöglicht. ' TASSILO WANNER
Douglas Feith: War and Decision. Inside the Pentagon at the Dawn of the War on Terrorism. Regan Books, New York 2008. 688 S., 27,95 $.
- Max Weber: »Gesinnungsethik« versus »Verantwortungsethik«.
' ... Da liegt der entscheidende Punkt. Wir müssen uns klarmachen, dass alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann »gesinnungsethisch« oder »verantwortungsethisch« orientiert sein. Nicht dass Gesinnungsethik mit Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsethik mit Gesinnungslosigkeit identisch wäre. Davon ist natürlich keine Rede. Aber es ist ein abgrundtiefer Gegensatz, ob man unter der gesinnungsethischen Maxime handelt – religiös geredet: »Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim« –, oder unter der verantwortungsethischen: dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat. Sie mögen einem überzeugten gesinnungsethischen Syndikalisten noch so überzeugend darlegen: dass die Folgen seines Tuns die Steigerung der Chancen der Reaktion, gesteigerte Bedrückung seiner Klasse, Hemmung ihres Aufstiegs sein werden, – und es wird auf ihn gar keinen Eindruck machen. Wenn die Folgen einer aus reiner Gesinnung fließenden Handlung üble sind, so gilt ihm nicht der Handelnde, sondern die Welt dafür verantwortlich, die Dummheit der anderen Menschen oder – der Wille des Gottes, der sie so schuf. Der Verantwortungsethiker dagegen rechnet mit eben jenen durchschnittlichen Defekten der Menschen, – er hat, wie FICHTE richtig gesagt hat, gar kein Recht, ihre Güte und Vollkommenheit vorauszusetzen, er fühlt sich nicht in der Lage, die Folgen eigenen Tuns, soweit er sie voraussehen konnte, auf andere abzuwälzen. Er wird sagen: diese Folgen werden meinem Tun zugerechnet. »Verantwortlich« fühlt sich der Gesinnungsethiker nur dafür, dass die Flamme der reinen Gesinnung, die Flamme z.B. des Protestes gegen die Ungerechtigkeit der sozialen Ordnung, nicht erlischt. Sie stets neu anzufachen, ist der Zweck seiner, vom möglichen Erfolg her beurteilt, ganz irrationalen Taten, die nur exemplarischen Wert haben können und sollen.
Aber auch damit ist das Problem noch nicht zu Ende. Keine Ethik der Welt kommt um die Tatsache herum, dass die Erreichung »guter« Zwecke in zahlreichen Fällen daran gebunden ist, dass man sittlich bedenkliche oder mindestens gefährliche Mittel und die Möglichkeit oder auch die Wahrscheinlichkeit übler Nebenerfolge mit in den Kauf nimmt, und keine Ethik der Welt kann ergeben: wann und in welchem Umfang der ethisch gute Zweck die ethisch gefährlichen Mittel und Nebenerfolge »heiligt«. ...'
Max Weber, Politik als Beruf, Vortrag (1919)(s. http://www.textlog.de/2296.html)

Mittwoch, 5. November 2008

OBAMAs Energiepolitik, Magnetschwebebahn, BBC u.a.

Strizz, Reiche, FAZ

CCNet 160/2008 - 5 November 2008 -- Audiatur et altera pars

BARAK OBAMA AND THE FUTURE OF CLIMATE AND ENERGY POLITICS
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Many congratulations to President-elect Barak Obama. May you be a wise and competent leader of the United States of America facing difficult times.
--Benny Peiser, Editor CCNet

Over a two-year campaign, Barack Obama laid out a vision for the nation's future in soaring speeches that enthralled his audiences. With his victory in the presidential election on Tuesday, those goals will collide with daunting realities.
--Jim Drinkard, AP, 5 November 2008

- SGL Carbon gute Zahlen, Ausblick verhalten, Vossloh erhöht Prognose. BMW ruft größte Krise der Unternehmensgeschichte aus.

- " Wir brauchen die Magnetschwebebahn . Zu Ihrer Meldung "Starke Behinderungen im Bahnverkehr" (F.A.Z. vom 22. Oktober): Bei vielen technischen Systemen werden Risikoanalysen für deren Einzelkomponenten durchgeführt ..." 3.11.

- Medienentwicklung oder: wie das Prekariat incl. seiner Kinder immer prekärer wird: "
29. Oktober 2008 FAZ. Elf lange Tage hat es gedauert, bis die Führung der nicht immer zu Recht als ehrwürdig geltenden BBC auf einen unappetitlichen Skandal im eigenen Hause reagierte. Während die Zahl der Einzelbeschwerden bei der öffentlich-rechtlichen Anstalt auf rekordverdächtige 18.000 wuchs, die Medienaufsichtsbehörde Ofcom eine Untersuchung ankündigte, Boulevard- und Qualitätspresse in seltener Eintracht nach Konsequenzen riefen, Premierminister Gordon Brown und der konservative Oppositionsführer David Cameron von „inakzeptablem Verhalten“ sprachen, beschränkte sich der Sender noch am Mittwochmorgen auf den lapidaren Hinweis, der Vorfall werde weiter untersucht.
Da war der Imageschaden längst angerichtet. Bevor der Skandal am Nachmittag das Parlament erreichte und der BBC endgültig über den Kopf zu wachsen drohte, zog der urlaubende Generaldirektor Mark Thompson in letzter Minute doch noch die Reißleine: mit einer „persönlichen und uneingeschränkten Entschuldigung gegenüber Andrew Sachs, seiner Familie und den Gebührenzahlern“ sowie der Suspendierung der Moderatoren Russell Brand und Jonathan Ross. Beide stehen für eine international selten wahrgenommene Seite der BBC: Auf der Jagd nach den Quoten insbesondere unter jüngeren Zuschauern steuert sie ihre Unterhaltungsprogramme immer ungehemmter ins Vulgäre. Russell Brand hat sich inzwischen entschuldigt, er habe sich in die Anrufe und die Situation hineingesteigert („caught up in the moment“), Jonathan Ross hat in einer öffentlichen Erklärung sein „pubertäres und gedankenloses Verhalten“ bedauert.
Geschmacklosigkeiten auf dem Anrufbeantworter
Im Zentrum des Skandals stehen unappetitliche „Telefonscherze“, mit denen Brand und Ross den 78 Jahre alten Andrew Sachs traktierten, einen Schauspieler, der in der Rolle des begriffsstutzigen spanischen Hoteldieners „Manuel“ aus der unübertroffenen Hotelsatire „Fawlty Towers“ von John Cleese in den siebziger Jahren zur nationalen Berühmtheit wurde. Weniger bekannt ist, dass Sachs, Sohn deutscher Juden, sich 1938 als Achtjähriger mit seiner Familie gerade noch aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Großbritannien retten konnte.
In der von Brand moderierten Radioshow, die am 16. Oktober aufgenommen und zwei Tage später auf dem populär ausgerichteten BBC Radio 2 zwischen 21 und 23 Uhr gesendet wurde, hinterließen Brand und Ross vier Nachrichten auf dem Anrufbeantworter von Sachs, der eigentlich als Gast vorgesehen war. Zu den vielen Geschmacklosigkeiten, die beide auf Band sprachen, gehörte der mit ordinärsten Formulierungen gespickte Ausruf von Ross, Brand habe mit Sachs' Enkelin geschlafen.
Mit Usama-Bin-Ladin-Kostüm zur Arbeit
In immer neuen Anrufen, die vorgeblich der Entschuldigung dienten, vergrößerten die Unterhalter genüsslich den Skandal, der bemerkenswerterweise danach eine Woche lang fast unbemerkt blieb. Erst als das Massenblatt „Mail on Sunday“ am vergangenen Wochenende berichtete, der BBC könne eine polizeiliche Untersuchung wegen Obszönität ins Haus stehen, wurde die Öffentlichkeit dann hellhörig.
Allerdings ist der Skandal weder ein Ausrutscher - in den vergangenen Jahren musste die bisweilen auch unfair angegriffene BBC einige peinliche Enthüllungen überstehen - noch sind Brand und Ross unbeschriebene Blätter. Der 33 Jahre alte Brand, der seine Heroin- und Sexsucht jüngst in einer peinlichen, indes prächtig verkauften Autobiographie ausbreitete, verlor seinen ersten Fernsehjob beim Musiksender MTV, als er am 12. September 2001 mit Usama-Bin-Ladin-Kostüm zur Arbeit erschien.
Der beim Publikum populäre, 48 Jahre alte Fernsehmoderator Ross fiel immer durch ordinäre Pointen auf. 2006 etwa fragte er den gerade gewählten Oppositionsführer Cameron, ob dieser sich als Heranwachsender in Gedanken an die damalige Regierungschefin Margaret Thatcher selbst befriedigt habe. Gleichwohl stockte die BBC, die parallel dazu kräftig Stellen abbaute, sein Jahresgehalt auf 7,5 Millionen Euro auf: Er sei „tausend BBC-Journalisten wert“, rühmte sich Ross sogleich. ' FAZ 30.10.08

Dienstag, 4. November 2008

RWE, Reinhard




Nur 6% Umsatzanstieg, das ist hart, Raphael (Strizz) sollte eine Boss-Hose kaufen lassen: " Hugo Boss sieht für die Luxusbranche schwarz
Modekonzern senkt Umsatzprognose / Sonderdividende für Permira senkt Gewinn
axa. STUTTGART, 30. Oktober. Der Modehersteller Hugo Boss AG aus dem schwäbischen Metzingen rechnet mit einem schlechten Geschäftsjahr 2009. ..." FAZ 31.10.08

Im Gespräch: RWE-Chef Jürgen Großmann
„Bleibt der Ölpreis niedrig, wird Gas 2009 billiger“
Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG
FAZ 31. Oktober 2008 In der wachsenden Sorge vor einer Rezession propagiert der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann vertrauensbildende Maßnahmen - und will die Politik mit einem großen Investitionsprogramm zu Zugeständnissen gegenüber der Branche bewegen. Es winken bis zu 30 Milliarden Euro. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann und sein Chefstratege im Vorstand, Leonhard Birnbaum im Gespräch.
Herr Großmann, wie stark beunruhigt Sie die Finanzmarktkrise?
Großmann: Finanzmarkt? Die Krise hat längst die Realwirtschaft erreicht. Schon trifft es unsere Volkswirtschaft, dass beispielsweise Amerikaner weniger Autos aus Deutschland kaufen und auch immer stärker als Nachfrager für chinesische Produkte ausfallen. Deshalb werden die Chinesen jetzt versuchen, mehr Produkte nach Europa zu exportieren. In China selbst ist der konjunkturelle Schub der Olympischen Spiele vorbei. Der Motor der Weltkonjunktur erlahmt. Da kommt noch einiges auf uns zu.
Was heißt das für RWE?
Birnbaum: Wir sehen zuerst einmal die Schwierigkeiten unserer Kunden. Aber: Es gibt für uns auch Vorteile, zum Beispiel bei den Investitionen. Projekte werden billiger, Preise für Kraftwerkskomponenten fallen zum Teil wieder.
Großmann: Natürlich wird aus der Industrie weniger Strom nachgefragt. Aber trotz der stetigen Effizienzsteigerung der vergangenen Jahre ist der Verbrauch in Deutschland weiter gewachsen. Den Strom trifft es also aller Voraussicht nach zuletzt. Selbst bei einem nicht völlig unwahrscheinlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 können wir von einem konstanten oder sogar leicht steigenden Stromverbrauch ausgehen.

Ihren Kunden würde es vor allem dann bessergehen, wenn die Strom- und Gaspreise sänken .
Großmann: Das wird geprüft. Aber die Preise hängen vom Markt ab. Da gibt es unterschiedliche und zum Teil auch gegenläufige Einflüsse. Wenn der Ölpreis weiter niedrig bleibt, wird Gas 2009 billiger, aber mit einer Verzögerung von mehr als einem halben Jahr. Und bis ins zweite Halbjahr hinein waren die Ölpreise noch hoch. Beim Strom haben wir nun zwar fallende Preise an den Terminmärkten. Doch vorher gab es eine länger andauernde Phase steigender Preise für Lieferungen 2009 und 2010.

Was raten Sie der Politik, um den bevorstehenden konjunkturellen Einbruch so klein wie möglich zu halten?

Großmann: Notwendig sind vertrauensbildende Maßnahmen. Wir bei RWE bieten ein gewaltiges Investitionsprogramm auf: neue Kraftwerke und Infrastruktur für 20 bis 30 Milliarden Euro, den größten Teil davon in Deutschland. Dies würde der Konjunktur guttun. Geld und Bedarf sind da – nicht allein bei RWE, sondern in der gesamten Energiebranche.

Sie haben das Geld? Sind in diesem Umfeld nicht doch Schwierigkeiten mit der Finanzierung zu erwarten?

Großmann: Unser Refinanzierungsbedarf ist in den nächsten Jahren sehr gering. Er liegt bis einschließlich 2011 nur leicht über 1 Milliarde Euro. Auch danach ist die Fälligkeitsstruktur unserer Anleihen sehr ausbalanciert. Damit sind wir gut in der Lage, die anstehenden Investitionen auch solide zu finanzieren.
Das Investitionsprogramm haben Sie aber eigentlich doch schon vor einem Jahr kurz nach Antritt im RWE-Vorstand angekündigt.

Großmann: RWE hat das Investitionsprogramm unter meiner Führung deutlich aufgestockt. Bis 2012 sind es 32 Milliarden Euro, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Etwa 10 Milliarden Euro betreffen Kraftwerks-Neubauprojekte, die schon angelaufen sind oder kurz bevorstehen. Dabei sind wir durchaus noch flexibel. So würde RWE gern zwei weitere Braunkohleblöcke im Rheinischen Revier errichten. Die Braunkohle ist Deutschlands einziger wirtschaftlicher, also keine Subventionen benötigender Energieträger.
Umweltminister Sigmar Gabriel hat gesagt, dass die Krise kein Grund ist, an den Kohlendioxidzielen zu rütteln. Eine Vollauktionierung der Emissionszertifikate träfe die Braunkohle am härtesten.
Großmann: Entscheidend für die Kohlendioxidminderung ist nicht die Frage der Auktionierung, sondern die Gesamtzahl der zugeteilten Zertifikate. Länder, die auf Kohlekraftwerke angewiesen sind, müssen die Chance und die Zeit bekommen, das Verfahren der Kohlendioxidabspaltung zu realisieren. Andere Mitgliedstaaten sehen das genauso. In dieser Frage sind Länder wie Polen oder Italien Verbündete.

Brüssel und Berlin lassen die Kohlendioxidpläne schleifen, und RWE hilft Deutschlands Wirtschaft mit einem Investitionsprogramm auf die Beine?
Großmann: Die Klimaziele werden natürlich langfristig bestehen bleiben. Doch erstens sind wir es nicht allein, die in Deutschland neue Kohlekraftwerke bauen wollen, aber wegen der verschärften Emissionshandelspläne und des Widerstands in Teilen der Bevölkerung erst einmal haltmachen. Zweitens sollte die Politik erkennen: Es geht um ein gewaltiges Konjunkturprogramm in der Krise und um Arbeitsplätze in Deutschland. Drittens brauchen wir neue Kraftwerke – für mehr Klimaschutz und mehr Wettbewerb.

Der deutschen Wirtschaft würde es aber keine Freude bereiten, wenn die Stromproduzenten weiterhin kostenlose Emissionszertifikate erhalten und in den Strompreis einpreisen.

Großmann: Auch ich finde es nicht richtig, was gegenwärtig mit der sektoralen Differenzierung geplant ist. Große Konzerne aus den Grundstoffindustrien sollen bei den Emissionskosten geschont werden. Aber die vielen und gerade für die deutsche Volkswirtschaft sehr wichtigen mittelständischen Betriebe, für die Elektrizität ebenfalls ein schwerer Kostenblock ist, haben das Nachsehen. Da muss man gerechtere Lösungen finden.

Zum Beispiel gedeckelte Industriestrompreise wie in Frankreich, Spanien oder Italien?
Großmann: Das ist nicht zulässig im Wettbewerbsrecht der Europäischen Union. In Ländern, die Kohlestrom erzeugen, müssen Übergangslösungen gefunden werden, bis neue Technologien wie die Abscheidung von Kohlendioxid technisch entwickelt sind. Wenn jedoch die knappen Emissionszertifikate für sämtliche Kraftwerke ausschließlich über Auktionen erhältlich sind, wird die Volatilität dieser Handelszertifikate erheblich zunehmen. Das kann den Strompreis zusätzlich treiben.

Was bedeutet die Krise für den RWE-Konzern?

Großmann: Mit Blick auf unsere Aktie bekommt das Wort vom „Witwen-und-Waisen-Papier“ wieder einen ganz neuen – positiven – Klang. Wir bieten Stabilität und eine hohe Dividendenrendite.

Und wie wirken sich die Geschehnisse auf Ihre bisherigen Investitionsplanungen aus?
Birnbaum: Bei Projekten im Bereich der regenerativen Energien haben sich viele Finanzinvestoren zurückgezogen. Das verbilligt manche Projekte, löst spekulative Preisblasen in diesem Segment und macht sie für strategische Investoren wie uns wieder interessant.

Freie Bahn für RWE in der Nordsee, wo man große Pläne, aber noch keine Lizenz hat?

Birnbaum: Ja und nein. Wir sind eng an verschiedenen großen Vorhaben dran. Aber wir wollen unsere Investitionen streuen. Das Budget steht: Wir investieren pro Jahr mehr als 1 Milliarde Euro und bauen bis 2012 unsere installierte Leistung im Bereich der erneuerbaren Energien auf 4500 Megawatt aus. Wir gehen auch an ausländische Standorte, wo die Windfarmen näher an der Küste stehen und mit weniger Aufwand errichtet werden können.
Großmann: Wir wollen auch europäischer werden und müssen dazu den Kraftwerkspark im Ausland ausbauen.
Birnbaum: Dafür sehe ich trotz der aktuellen Situation zunehmend Chancen in Mittel- und Südosteuropa. Angefangen in Polen, wo die Regierung die Privatisierung der Versorgungswirtschaft nicht länger verzögern kann, bis nach Bulgarien, wo wir möglichst bis 2016 ein Kernkraftwerk bauen wollen.
Rechnen Sie auf der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 2. November mit Widerständen zum Bau dieses Atommeilers?
Großmann: Was spricht gegen RWE-Investitionen in solchen Ländern, wenn unsere Konkurrenten denselben Weg gehen? Auch in Großbritannien haben wir Pläne zum Bau von Kernkraftwerken. Warten Sie mal ab, wie schnell dort erste Neubauten konkret werden. Die britische Regierung sieht Kernkraftinvestitionen auch als Mittel gegen die Wirtschaftskrise.
Das Gespräch führten Carsten Knop und Werner Sturbeck.
KOMMENTARE dazu:
WD: Groß, flexibel und fruchtbringend ist der Opportunismus. Es ist interessant zu sehen, wie sich die beiden Superopportunisten, Schröder-Freund Großmann (wie die Genetik spielt: der Mann mißt 2 m!) und Birnbaum (gerade noch McKinsey-Angestellter) gefunden haben. Eine schöne Bestätigung für Luhmanns systemisches Denken und für die Bedeutung politischer Rahmensetzungen, die in der Regel zweifelhaft sind und falsch orientieren. Ich würde Großmann zum Finanzminister vorschlagen und Steinbrück in den Kongo exportieren mit Ypsi. als Sekretärin. Großmann hat bei der Georgsmarienhütte seine gestalterischen Fähigkeiten gezeigt. WD

Horst Trummler: RWE baut in Laendern die umweltfreundlichen, preiswerten Strom haben wollen wie in England oder Bulgarien Kernkraftwerke. Windmuehlen deren Elektrizitaet hoch subventioniert* wird, jedoch weitgehend nutzlos* sind und grosse Probleme im Netz verursachen baut RWE lieber in Laendern die Gesetze ahnlich dem EEG* haben und RWE keine eigenen Netze hat. In Deutschland wird die umweltfreundliche und preiswerte Kernkraft nicht verteidigt sondern Kohlekraftwerke zur Bedarfsdeckung gebaut. Eine perfekte Anpassung an die Politik!!!!!! Vandale EEG und aehnliche Gesetze erlauben es den Strom aus unpraktikablen Energiequellen wie Sonne und Wind zu einem Vielfachen des Ueblichen Preises in das Netz einzuspeisen. Windstrom ist weitgehend nutzlos da dieser als Flackereinspeisung nicht bedarfsgerecht erzeugt wird. Die Einspeisung kann in D innerhalb von 2h von 13000 MW auf nahe 0 zurueckgehen und andersherum. Deshalb laufen Kohlekraftwerke befeuert als Reserve mit um bei Flauten den Strombedarf zu decken.

Mehr Arktiseis; Halevy, DIE ÄRA DER TYRANNEIEN; Charles Andler, Raymond Aron


Fast ein Septembertag!

Die Zunahme des schwimmenden Arktiseises hält an (http://wattsupwiththat.com/)Sea Ice Area - red line is current value, shaded area represents 1 standard deviation.

5-15° s

Beiersdorf u. FMC best. Prognosen; Ende deutscher Computer: Siemens zieht sich aus der Computerproduktion zurück und verkauft an den Partner Fujitsu.

- Originelles Programm, sehr überzeugend, der Mann hat Jura studiert: "Obama’s energy plan: bankrupt coal power plants, skyrocketing electricity rates (http://wattsupwiththat.com/)

- Wolfgang Reinhard. Gut so: " Endlich mal ein Symposion ohne Pfeifen und trübe Tassen.
So eine Werkdiskussion lobe ich mir: Der Historiker Wolfgang Reinhard hat zur Würdigung seiner Lebensleistung das Aufgebot bestellt. ..." FAZ 3.11.08, Rez. Hans Joas, Die Anthropologie von Macht und Glauben. Das Werk Wolfgang Reinhards in der Diskussion, Wallstein 08 (www.buecher.de/shop/Buecher/Die-Anthropologie-von-Macht-und-Glauben/Joas-Hans-Hrsg-/products_products/content/prod_id/23322880/)
- Klappentext: " Spätestens seit der Veröffentlichung von Wolfgang Reinhards meisterlicher "Geschichte der Staatsgewalt" von 1999, einer vergleichenden Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, wird das umfangreiche wissenschaftliche Werk des Historikers immer mehr in seiner überragenden Bedeutung für die moderne Geschichtswissenschaft und die Gesamtheit historisch orientierter Sozialwissenschaften erkannt. Reinhards Analyse der sogenannten Gegenreformation als katholischer Modernisierung, seine Geschichte der europäischen Expansion und des Kolonialismus, seine Netzwerkanalysen zu Nepotismus und Klientelpolitik im Papsttum, seine umfangreichen Beiträge zu einer historischen Anthropologie - all dies wird immer mehr in seinen Zusammenhängen durchschaubar."

- Afrikanisch-islamische Kultur: Somalia: 13-Jährige in Somalia gesteinigt .

Drei Männer hatten das Mädchen vergewaltigt. Es wollte die Täter anzeigen, doch die islamistische Justiz in der Hafenstadt Kismayo sah den Fall anders und sprach die Todesstrafe aus. Bei der Hinrichtung brach ein Tumult aus.

Kismayo/Düsseldorf. Aisha Ibrahim Dhuhulow ist tot. Sie wurde 13 Jahre alt, sagt ihr Vater. Das Mädchen war nicht unheilbar krank. Es hatte auch keinen Unfall, der seinem Leben ein abruptes Ende setzte. Aisha wurde im Stadion der südsomalischen Hafenstadt Kismayo von Dutzenden Männern gesteinigt. Das drastische Urteil hatte eine islamistische Miliz gefällt. Das Mädchen hatte angegeben, von drei Männern vergewaltigt worden zu sein. Es wollte seine Peiniger anzeigen. Die Miliz sah das anders und wertete das Verhalten als Sex außerhalb der Ehe, worauf nach der Scharia der Tod stehen kann.

Die französische Agentur AFP berichtete, Radio- und Zeitungsjournalisten hätten die Steinigung verfolgen können. Der örtliche Islamistenführer Scheich Hayakallah habe vor der versammelten Menge behauptet, dass die Verurteilte das „Verbrechen“ zugegeben habe und selber nach dem Scharia-Recht bestraft werden wollte. Die Schwester der Getöteten bestreitet das und sagte, die Hinrichtung sei unreligiös und unlogisch. Nach islamischem Recht dürfe eine Ehebrecherin nur dann hingerichtet werden, wenn vier männliche Augenzeugen ihre Schuld bestätigen. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Die Steinigung sei am 27. Oktober vollstreckt worden, hieß es in Berichten. Rund 1000 Zuschauer sollen bei der Hinrichtung anwesend gewesen sein. Die Verurteilte sei 23 Jahre alt gewesen. Gegenüber der Menschenrechtsorganisation amnesty international sagte der Vater, seine Tochter sei aber 13 gewesen.

Augenzeugen berichteten später, die Verurteilte habe geschrieen, als sie an Armen und Beinen gefesselt und eingegraben worden sei. Ein Verwandter habe versucht, noch zu ihr zu gelangen. Daraufhin hätten Wachen um sich geschossen und dabei ein Kind getötet. Islamistische Milizführer hätten sich nach der Hinrichtung für die Tötung des erschossenen Kindes entschuldigt und versprochen, den dafür Verantwortlichen zu bestrafen.

Die öffentliche Steinigung war die erste seit zwei Jahren. Die Islamisten hatten 2006 über weite Teile Somalias die Herrschaft errungen und während dieser Zeit mehrfach Menschen unter Berufung auf die Scharia hingerichtet.

Das ostafrikanische Somalia befindet sich seit dem Sturz der diktatorischen Regierung unter Siad Barre 1991 praktisch im Bürgerkrieg. Im Jahr 2000 wurde zwar eine international anerkannte Übergangsregierung geschaffen, doch sie konnte ihre Autorität nie bis in alle Landesteile durchsetzen. Im Norden ist das Gebiet Somaliland praktisch seit 1991 unabhängig. In anderen Teilen – wie Puntland – herrschen Warlords und Clans, die auch für die zahlreichen Schiffskaperungen und das Erpressen von Lösegeld verantwortlich sind.

Die Union islamischer Gerichte (politische und militärische Dachorganisation der Gerichte) urteilt in ihrem Einflussgebiet nach der Scharia, wenngleich in unterschiedlich strenger Auslegung. Teile dieser Union werden verdächtigt, Verbindungen zum internationalen islamistischen Terrorismus und besonders zum Terrornetzwerk al Qaida zu pflegen. Sicherheitsexperten behaupten, dass al Qaida im weitgehend staatsfreien Raum in Somalia versucht, Fuß zu fassen und Ausbildungslager aufzubauen. Mitte 2006 hatte die Union islamischer Gerichte die Hauptstadt Mogadischu und große Teile Somalias von den bis dahin herrschenden Warlords erobert. Es wurde die Scharia eingeführt, die Kämpfe gegen die Übergangsregierung, die in Baidoa regierte, wurden fortgeführt.

Die Lage eskalierte, weil sich das benachbarte Äthiopien bedroht sah. Es fürchtete, seine eigene muslimische Bevölkerung könnte von der Union zum Dschihad gegen den zu Äthiopien gehörenden, aber mehrheitlich von Somalis bewohnten Ogaden aufrufen. Am 24. Dezember 2006 erklärte dann die Regierung Äthiopiens den Islamisten den Krieg. In wenigen Tagen waren sie von der Macht in Somalia weitgehend vertrieben. Die Milizen zogen sich zurück in Richtung Süden und bildeten Brückenköpfe, wie in der Hafenstadt Kismayo.
Die somalische Übergangsregierung versucht, ihre staatliche Autorität durchzusetzen. Immer wieder kommt es zu schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und islamistischen Milizen, die Hunderttausende in die Flucht trieben.
Quelle: Rheinische Post 3.11.08

- ERDMAGNETFELD ALS KLIMAFAKTOR? : Pazur, Alexander, and
Michael Winklhofer (2008), Magnetic effect on CO2
solubility in seawater: a possible link between geomagnetic field
variations and climate, Geophys. Res. Lett., 35, L16710,
doi:10.1029/2008GL034288. "... I was surprised that such tiny magnetic fields cause such strong
effects. Now, Winklhofer has pointed out to me that the effect does not
occur in fresh water without electrolytes. Also, it seems important that
the experiments were carried out at 4 Celsius, where the air or CO2
solubility is much larger than at room temperature or even above.

My main argument is: Fields of 1 Tesla and above are used in magnetic
resonance tomography, which practically every hospital has available.
Blood, which also is an electrolyte (0.9 % salt vs. 3.5 % of sea water)
should also show a similar increase of solubility of air (or CO2).
Patients are exposed to magnetic Tesla fields for 10 minutes and more.
The increase of solubiltiy would be tremendous, having fields 20000
times stronger than the earth magnetic field. Side effects on patients
should exist, but have not been reported. Also, no increased solubility
during exposure seems to be been reported.
At the moment, my best guess is: the paper may report correct
measurements, seeing an effect which is related to salt water close to
freezing. At higher temperatures this effect should vanish, as nothing
is seen in blood near 100 Fahrenheit. If so, solubility in tropical and
subtropical surface waters should be unaffected by the magnetic field,
which would further reduce the signifance of its climate impact. ..." Werner Weber, Physiker

- Väter und Söhne, Lehrer und Schüler: Charles Andler, Les origines du socialisme d'etat, 1897; Elie Halevy, L'ere des tyrannies, 1938; Raymond Aron, Demokratie und Totalitarismus, 1966/1970 . Halevys DIE ÄRA DER TYRANNEIEN wurde noch 1938 von der Dresdner Landesbibliothek angeschafft.

Montag, 3. November 2008

Hessische Helden des Tages, ARKTIS


Die Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion (v. l. n. r.) Silke Tesch, Jürgen Walter, Carmen Everts and Dagmar Metzger stellen sich gemeinsam gegen die rot-grüne Minderheitenregierung. Bravo!

8-13° b/s

- ALTANA: "“Das Chemiegeschäft zeichnet sich – Dank der hervorragenden Position unserer Geschäftsbereiche in anspruchsvollen, wachsenden und globalen Märkten – durch ein ausgesprochen dynamisches Wachstum bei gleichbleibend hoher Ertragskraft aus. ..." (Vv. Wolfgruber)
METRO G +7%, bestätigt Jahresprognose.

- ARKTIS: "Vor etwa 1 Jahr sagte die AWI-Chefin zur Arktiseisschmelze, "dass natürliche Prozesse die Hälfte der derzeitigen Klimaveränderungen ausmachen. Wir wissen nicht, ob wir in 5 Jahren wieder mehr Eis haben" (FAZ,16.11.07). Solange Eisdicke u.-Struktur unzureichend bekannt sind,sagt die Ausdehnung allein nicht viel. NASA Marshall Sp.Fl.Ctr. berichtet, dass 2008 die Eisbedeckung etwa wie 2002, 2005 und 2006 ist. Gegenüber dem Rekordjahr 2007 also ein Eiszuwachs, der etwa 400.000km2 beträgt.! Sogar die 46 Verfasser des Panikberichtes sagen, dass nach dem 2007-Rekord nun eine geringere Eisschmelze für 2008 erwartet wird. Wo ist da der rasante Anstiegstrend? Das "gewaltige" Volumen des geschmolzenen Grönlandeises von 101km3 sind ca. 0,0046% des vorhandenen. Wenn es mit diesem Tempo weitergeht, ist es morgen o. in 20000 Jahren weg. Prof. Schönwiese, nicht gerade ein Klimaskeptiker, sprach einmal in seinem Buch "Klima im Wandel "von längst überholtem oder nie ernsthaft diskutiertem Unsinn wie dem "Abschmelzen der Polkappen"". Wenn man bedenkt, dass "Klima" 30-jährige Zeitperioden o.mehr repräsentiert, ist die Aussage "Oktober um 5K zu hoch"ohne jeden Wert. Die "politische Klimawissenschaft" ist leider weder seriös noch Wissenschaft." faz.net LB Detlef Symietz

- Todestag der Schriftstellerin Olympe de Gouges am 3. November 1793 . Geköpft von dem Tugendbold und Topterroristen Robespierre.