Mittwoch, 6. Mai 2009

Kalt u. keine Sonnenflecken, Bonner Islamisten



Links mit Sonnenflecken 19.7.2000 - rechts 18.3.09 ohne

- NatGeo: Sun Oddly Quiet - Hints at Next “Little Ice Age”? 4.5.09 http://wattsupwiththat.com/2009/05/04/natgeo-sun-oddly-quiet-hints-at-next-little-ice-age/
// So fühlt's sich an: 9-11°C ! Nichts zu sehen von der Sonne.

- Pfeiffer sieht Tiefpunkt erreicht, Quiagen wächst stark

- Bonner Islamisten : " ... Inzwischen wartet die Werbeabteilung für den Heiligen Krieg allerdings mit neuen Stars auf: Abu Adam und Abu Ibraheem. Sei Januar flimmerte das Duo schon dreimal bei YouTube über den Netz-Bildschirm.
Bei den Protagonisten handelt es sich um Brüder aus Bonn, Yassin, 24, und Mounir Chouka, 27. Zwei Deutsch-marokkaner – begabte Schüler, integriert, intelligent, sportlich, beliebt im Freundeskreis, die dennoch langsam ins Radikalenmilieu abdrifteten. Ein Geschwisterpaar mit bürgerlicher Biografie, das sich Schritt für Schritt gegen westliche Normalität entscheidet und dafür den möglichen Märtyrertod vorzieht.
Bonn-Kessenich: Hier produziert der Süßwarenhersteller Haribo Gummibärchen und Lakritze, hier wuchsen die Choukas in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Sie besuchten einen katholischen Kindergarten, die katholische Grundschule und das Gymnasium, spielten leidenschaftlich gern Fuß- und Basketball bei Fortuna Bonn und Blau-Weiß Oedekoven. „Die waren eigentlich immer gut drauf, hatten immer einen lockeren Spruch drauf“, erzählt ein ehemaliger Klassenkamerad von Yassin. Keine Spur von hetzerischen Tiraden – im Gegenteil, beide tranken auch mal ein Bier, trugen modische Klamotten. Als Yassin 2004 sein Abitur absolvierte, wählte ihn die Jahrgangsstufe zum Top-Kandidaten für den Titel „Superstar“. Danach begann er ein Studium der Elektrotechnik in Koblenz.
Sein älterer Bruder Mounir geriet als Jugendlicher mit der Polizei aneinander, weil er des Öfteren beim Schwarzfahren erwischt worden war. Einmal ermittelte die Bonner Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen eines Drogendelikts. Das Verfahren wurde eingestellt.
Ein Leben im Gleichschritt. Beide leisteten ihren Grundwehrdienst als Sanitäter ab. 2003 begann der Ältere eine Lehre als Fachangestellter für Bürokommunikation in der Bonner Nebenstelle des Bundesamts für Statistik.
Im zweiten Lehrjahr veränderte sich der junge Mann zunehmend. Mounir Chouka ließ sich einen Bart wachsen, trug plötzlich eine Häkelmütze und erschien in einem Gewand im Büro, das nur strenggläubige Muslime tragen. Er wurde ernster, verschlossener, mutierte zum Einzelgänger, studierte im Koran, betete fünfmal am Tag. Der Wandel hing offenbar mit der Pilgerreise nach Mekka zusammen, die Chouka wohl 2005 absolvierte. „Er war plötzlich wie ausgewechselt“, erzählt ein ehemaliger Kollege. Der junge Frömmler besuchte nun häufig eine Moschee im rechtsrheinischen Bonn-Beuel, die bei den Verfassungsschützern als Radikalentreff bekannt ist. In deutschen Islamseminaren verinnerlichten Mounir und Yassin die Worte salafistischer Prediger, einer erzkonservativen Strömung des Islam, die alles Weltliche ablehnt.
Freiwillig nahm Azubi Mounir in der Berufsschule am evangelischen Religionsunterricht des Pfarrers Gerd Ka-minski teil. „Mounir war intelligent und sehr beredt. Er konnte trefflich argumentieren“, erinnert sich der Geistliche. Im Abschlussjahr 2006 zeigte Kaminiski den mit dem Oscar gekrönten Hollywood-Film „American Beauty“. Im Anschluss an die Diskussion über den Streifen bat Chouka den Lehrer, in den kommenden zwei Unterrichtsstunden einen Vortrag über den Islam halten zu dürfen. „Bei seinem Referat ließ er mit sanfter Arroganz durchblicken, dass er die vermeintlich bessere Religion lebte“, erzählt der Pfarrer. Selbst hitzige Debatten mit Klassenkameradinnen über die angeblich „notwendige Unterordnung der Frau“ habe er in einer geradezu aufreizenden Ruhe geführt. „Er wirkte dabei sehr überzeugend“, sagt Kaminski. Am Ende des Kurses verabschiedete sich Chouka von seinem Lehrer. Er werde nun abreisen, um besser Arabisch zu lernen und den Koran zu verstehen. Tatsächlich aber soll er sich im Jemen einer Gruppe von Kämpfern angeschlossen haben.
Nach seiner Rückkehr soll es zu heftigen Konflikten mit dem Vater gekommen sein. Nach Verfassungsschutz-erkenntnissen habe dieser Mounir daraufhin verstoßen. Der Sohn zog in ein Apartment, heiratete und setzte sich 2008 endgültig mit seiner Frau Nele in die afghanisch-pakistanische Grenzregion ab. Aus Solidarität mit seinem Bruder folgt Yassin ihm wohl ins Terrorlager. Anfang Dezember sollen die „Gotteskrieger“ Ermittlern zufolge an einem Angriff auf einen Nachschubtransport für die Nato-Truppen im pakistanischen Peschawar beteiligt gewesen sein. Hundert Lastwagen gingen in Flammen auf.
Es wird nicht die letzte Attacke gewesen sein: Im Video vom Karfreitag kündigt Yassin Chouka alias Abu Ibraheem an: „Nicht nur zum Töten bin ich nach Afghanistan gekommen, sondern auch um getötet zu werden.“ ' TERROR: Plötzlich wie ausgewechselt. Sie galten als die netten Jungs von nebenan, nun rufen die Brüder Yassin und Mounir Chouka aus dem Rheinland zum Heiligen Krieg auf. Aus FOCUS Nr. 17 (2009) // Wie meint Geert Wilders? Einwanderung aus islamischen Ländern beenden.

- "Ohne Vorbild kein Aufbruch", hieß die Überschrift eines größeren Artikels in der ZEIT v. 26.3.1993 zum "Zustand unserer Gesellschaft". Tja. Unter dem Bild der Leserbriefe dazu am 2.4.93 stand die Frage: "hilft Zucht und Ordnung?". Die Biographie des Wolfgang Neuss (Todestag gestern) gibt eine Antwort.

Dienstag, 5. Mai 2009

Europa und die Brüsselkraten




Strizz, Reiche, FAZ

Lech Walesa und Declan Ganley in Rom, LIBERTAS-Konferenz

5-10° ! Da hat die Klimaerwärmung wieder zugeschlagen. Dazu Dauerregen - heiteres Licht, wo bist Du?

- Europa und die Brüsselkraten: 'Over a thousand citizens from across Europe, representing the 27 member states of the European Union, gathered today in Rome for the first convention of brand new pan-European movement Libertas.
Supporters and candidates alike were treated to a special appearance from legendary political figure Lech Walesa: the electrician from Gdansk who spearheaded the people’s campaign in Poland which delivered a mortal blow to the Soviet Union.
He spoke just before lunch in front of a packed room of fellow supporters at the Auditorium Parca Della Musica. Many more were able to view his speech online at www.libertas.eu
Walesa said, “Declan Ganley and Libertas have the potential to change Europe for the better. This European Project has all the ingredients to become a historic force for good in the world, and grow into so much more than it is today, but for the to happen, we need to heed the Libertas message and put the people back at the heart of the project.” '

- Krisenanalyse: "... In seiner Analyse der Großen Depression lenkt James den Blick jedoch zurück nach Europa, genauer nach Deutschland. Zwar werde der Börsenkrach von 1929 zu Recht als amerikanisches Ereignis wahrgenommen. Aber dessen unmittelbare Folge sei zunächst nur eine Abschwächung der Wirtschaft gewesen. Zur Großen Depression, so James' provokante These, sei es erst gekommen, als sich die europäische Misere nach dem Kollaps europäischer Großbanken auf die Vereinigten Staaten ausgeweitet habe. Zwischen den - erfolglosen - Bemühungen der Regierung Heinrich Brüning zur Bewältigung der Bankenkrise 1931 und den Anstrengungen der Regierung Obama sieht der Wirtschaftshistoriker "frappierende" Parallelen. Es sei "faszinierend", wie die Krisensitzung im Sommer 1931, auf der die Regierung Brüning vergeblich die Pleite deutscher Banken abzuwenden versuchte, den Ereignissen im vergangenen September gleiche, als die amerikanische Regierung damit gescheitert sei, andere amerikanische Banken für die Rettung der Investmentbank Lehman Brothers zu gewinnen.
Wie damals, als die Existenz deutscher Kreditinstitute auf dem Spiel stand, habe man in der Lehman-Krise nicht den fatalen Dominoeffekt vorhergesehen, den der Zusammenbruch der Investmentbank haben würde. Von dem Tag an, da Lehmans Untergang besiegelt war, so Harold James, sei seine Antwort auf die Frage, ob es nochmals passieren könne, ein Ja gewesen. KATJA GELINSKY " Text: F.A.Z., 05.05.2009, Nr. 103 / Seite 33
// Der Lehman-Dominoeffekt ist ja nicht unwidersprochen, die Zinsreaktionen erfolgten nicht am gleichen Tag, sondern ganze ( ! ) zwei Tage später, als Paulson vor die Presse trat. Harold James hat vielleicht nur die Brille nicht aufgehabt, als er die Kurven betrachtete.- Ich vermute, daß wir auch noch in zehn Jahren über dieses Thema diskutieren werden, allerdings dann schon im Windschatten der nächsten Krise. Summers und Bernanke haben natürlich recht, daß es einen großen Unterschied macht, ob die Zentralbanken Geld einsammeln oder in die Märkte geben, dazu kommen aber noch viele andere Details, die damals völlig anders aussahen - die große Kriegskatastrophe etwa war noch nicht bewältigt. Der Masse der Menschen ging es nicht halb so gut wie einem Hartz-IV-Empfänger heute. Und die Marktwirtschaft war noch gefesselt durch Kartelldenken (s. Th. Eschenburgs Autobiographie), sie hatte nicht die ungeheure Produktivität der heutigen Wettbewerbswirtschaft, die erst über eine Vermögenspreisinflation mit staatlicher zügelloser Geldversorgung die großen Buchgeldverluste der jetzigen Krise ermöglicht hat. Wenn 1930 das Wirtschaftswachstum um 6% zurückging, dann gab es Hungereffekte. 6% heute bewirken, daß das dritte Frühstück kleiner ausfällt und die Urlaubsreise nur nach Mallorca geht. Das müßte der professorale Wichtigtuer Harold James eigentlich wissen.

- Merkelmüntes Mist mit Steuergeld : "Neuzulassungen weiter gestiegen. Abwrackprämie drückt Autopreis.
Der deutsche Automarkt hat im April kräftig angezogen. Mit fast 380.000 Neuzulassungen wurde der Wert des Vorjahresmonats um 19,4 Prozent übertroffen. Die deutschen Hersteller leiden trotzdem: Denn die Preise fallen und die Käufer wollen vor allem Kleinwagen aus Japan." FAZ

- Friedrich II.: "Zukunft braucht Herkunft." Keine falschen Lobgesänge.
Diesem Zitat Marquardts, das Leser Otto-Erhardt Schultz in seinem Leserbrief zu Friedrich II. (F.A.Z., 05.05.2009) zitiert, mag man zustimmen. Auch seine Kritik an der allzu einseitigen Ausrichtung der Präsentation der Preußischen Schlösserstiftung zur Konzeption der Würdigung des dreihundertjährigen Geburtstags von Friedrich II. im Jahr 2012 ist verständlich. Aber er verfällt zu sehr in das Gegenteil. Friedrich ist kein Großer - dazu hat zu viele zweifelhafte Kriege geführt im Stile eines völlig verantwortungslosen und unklugen Hasardeurs. Das entsprach den Gewohnheiten der Zeit und verdient kein Lob. Mit den Jahren kam ihm aber der Verstand und er versuchte, sein schlimmes Abenteurertum durch Wiederaufbau des verwüsteten Landes und der Verwaltung sowie durch Hebung von Handel und Gewerbe ("Retablissement") vergessen zu machen. Das ist ihm gelungen, groß war es keinesfalls. Dazu hätte mindestens die Bauernbefreiung gehört, ein allgemeiner Rückbau seines Autokratismus, ein Vorgriff auf die Stein-Hardenbergischen Reformen vielleicht, ein Parlament und dergleichen mehr. Zu einer halbwegs akzeptablen Beherrschung des Deutschen hat er es nie gebracht, er verachtete die deutsche Sprache und Kultur und schrieb auch sein Testament noch auf Französisch. Immerhin machte er Preußen durch Reformen zu einem vergleichsweise modernen und wohl zum tolerantesten Gemeinwesen des damaligen Europa. Allerdings blieb er ein menschenverachtender Autokrat. Golo Mann zieht ein bedenkenswertes Friedrich II.-Fazit:
"Seine Legende hat uns nicht wohlgetan. Sie hat, zum ersten Mal, die Deutschen mit jener Haltung vertraut gemacht, welche von dem großen Mann große Taten erwartet, den Zauberer gewähren läßt und sich nicht um seine Mittel kümmert, solange er nur, wieder und wieder, Erfolg bringt.
Die Teilung Polens, auf die sich Friedrich in den siebziger Jahren einließ, war kein deutsches Ereignis mehr. Sie war eine kühne, schamlose Transaktion der osteuropäischen Politik, ein Raubgeschäft zwischen drei selbständigen Mächten. Übrigens gefiel sie der linken Intelligenz, dem Herrn von Voltaire, dem Grafen Mirabeau. Denn die polnischen Bauern hatten es unter ihren eigenen Herren schlecht genug gehabt und würden von dem aufgeklärten König von Preußen viel besser regiert werden. ..." (Golo Mann, Dt. Geschichte, 1958) So kam es auch: Im preußischen Teil des annektierten Polens (690 Quadrat-Meilen, Rußland 1700, Österreich 1500) wurden die Bauern befreit, Religionsfreiheit gewährt, die Schulpflicht eingeführt und die Lehrer mußten Polnisch lernen.- Friedrich bleibt eine gemischte Figur.

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Montag, 4. Mai 2009

Otto Intze, Bonner Dschihad-Brüder




Wonnig wärmer muß er noch werden, der Wonnemonat! 9-13° Brr.

- Rußland plant 26 neue Kernkraftreaktoren
- Petrobras stößt wieder auf Erdöl: Das Feld mit dem Namen IGUACU liege im Santos-Becken im Atlantik.
- Roßmann merkt keine Krise
- Apple verkauft das teure iPhone sehr gut.
- Intel investiert Milliarden in neu Produkte.
- ' "Keine politischen Eingriffe in die Rechnungslegung"
In turbulenten Zeiten sollte die Politik die Finger vom Bilanzrecht lassen, sagt Jeremy Newman, der Vorstandschef von BDO International, einer ... 'wir haben eine Finanzkrise, weil zu viel Geld ausgeliehen wurde ..." 16.4. FAZ

- Otto Intze, ein großer Name: Pionier deutscher Talsperren war Otto Intze, Professor an der TH Aachen, Ingenieur und Politiker. Baute die Eschbachtalsperre, Deutschlands erste Trinkwassertalsperre (Grundsteinlegung 4. Mai 1889).

- Macchiavelli (3.5.1469-1527): Mehr als Aristoteles Begründer der Politikwissenschaft. "Machiavellis politisches Vermächtnis findet sich in seinen vier Hauptwerken. Das wichtigste sind dabei die Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio (Abhandlungen über die ersten zehn Bücher des Titus Livius), die er von 1513 bis 1517 schrieb. Dieses 1531 posthum veröffentlichte Werk wurde jedoch bis heute durch das bekanntere 1532 veröffentlichte Buch Il Principe (Der Fürst) von 1513 verdrängt. Des Weiteren verfasste er die Istorie fiorentine (Geschichte von Florenz) (1521) und Dell’Arte della guerra (Von der Kriegskunst) (1521). ... Niccolò Machiavelli ersetzte in seinen Schriften das tradierte Bild des humanistischen Menschen. Er individualisierte die Menschen, indem er feststellte, dass jeder Mensch spezielle Bedürfnisse und Verlangen (ambizione) hat." (Wiki.) Was für einen ungeheuren geistigen Rückschritt Marx repräsentiert, läßt sich allein daran ermessen, daß Marx den einzelnen Menschen nicht mehr kennt, nur noch die ideologische Horde.

- Töten ist ein männlicher Spaß, davon leben abertausend Krimi-Autoren und -Filmer, Variation Dschihad: ' | ... die Bonner Brüder Yassin und Mounir Chouka. Die zwei Deutsch-Marokkaner waren völlig integriert, begabte Schüler, intelligent, sportlich, beliebt im Freundeskreis. ... Die beiden Brüder haben als Abu Adam und Abu Ibraheem in drei Terrorvideos zum bewaffneten Kampf gegen „Ungläubige“ aufgerufen. ... Die Kamera schwenkt auf seinen Gefährten Abu Adam, der in kämpferischer Pose den Krieg gegen „Ungläubige“ propagiert. „Bittet Allah aufrichtig, dass er euch den Weg zum Dschihad ebnet.“ Abu Ibraheem assistiert: „Der Märtyrertod ist das Ziel der Gläubigen.“ Der aktuelle Clip soll „auf dem deutschen Markt junge Leute für den Dschihad rekrutieren“, sagt Hartwig Möller, Chef des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen. Vermutlich haben bereits 120 bis 140 militante Islamisten aus Deutschland am Hindukusch ein Kampftraining absolviert, mehr als die Hälfte soll sich den Angaben zufolge wieder in der Heimat befinden. ' Focus 18.04.2009 // Die Sozialisation in Bonn war offenbar recht erfolgreich, doch sind die sozialen Impulse den vitalen Impulsen unterlegen. Der Krimi im Fernsehen ist aufregend, aber echtes Blutvergießen ist für aggressive junge Männer weit aufregender.
- - 1. Mai-Kriminalität: Sie hätten auch lieber echte Kalaschnikoffs gehabt: "Angriffe früher und heftiger als sonst.
In Berlin wurden 273 Polizisten verletzt
, doppelt so viele wie 2008. 289 Personen wurden festgenommen. Drei Beamte in Kreuzberg waren mit einer brennbaren Flüssigkeit begossen worden; ihre Kleidung fing kurzzeitig Feuer, die Polizisten blieben aber unverletzt. Die Staatsanwaltschaft erwirkte Haftbefehle wegen Mordversuchs gegen vier Personen, weil sie Brandsätze auf Polizisten geworfen hatten. Insgesamt war die Polizei in Berlin mit 5800 Beamten im Einsatz, davon 1700 von der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern. ..." FAZ // Den unfähigen Berliner Innensenator Körting (SPD) kann man aufgrund seiner ekelhaften, durch und durch dümmlichen Vergleiche nur schnellstens entlassen. Aber es amtiert der Party-Bürgermeister Wowereit.- "Die „Bild“- Zeitung hatte Körting mit der Aussage über die Randalierer „Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen“ zitiert. CDU-Generalsekretär Pofalla forderte deshalb eine öffentliche Entschuldigung Körtings. Der Vergleich sei abstoßend und ein Skandal. FDP-Generalsekretär Nebel sagte, Körting habe Sexual- und Gewaltstraftaten bagatellisiert. CSU-Generalsekretär Dobrindt forderte den Rücktritt Körtings. „Solche perversen und unverschämten Parolen sind eines Berliner Senators unwürdig“, sagte Dobrindt der Zeitung „Bild am Sonntag“.
Körting nahm seine Aussage am Sonntag zurück: „Der Vergleich ist schief. Ich möchte ihn so nicht aufrechterhalten.“ Dies sei jedoch nicht als Entschuldigung zu verstehen." //

- Wenn die Sprache nicht stimmt, dann ist alles, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist ... Konfuzius


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Sonntag, 3. Mai 2009

Vergesellungen, kooperative Systeme




Strizz, Reiche, FAZ

- Vergesellungen, kooperative Systeme: Ich denke, es ist sinnvoll, drei Ordnungen kooperativer Systeme anzunehmen:
VITALSYSTEME : Lebende Systeme aller Art (Menschen, Tiere, Pflanzen) und ihre Subsysteme (Gewebe, Nervensysteme etc.)
SOZIALE SYSTEME 1. ORDNUNG : Familien, Familienverbände, Stämme, persönlich geprägte Arbeitsgemeinschaften und Gruppen
SOZIALE SYSTEME 2. ORDNUNG : Unpersönliche Großgruppen, Organisationen

Wenn man den Menschen in modernen Gesellschaften betrachtet, so ist er allen drei System-Ordnungen verbunden, wobei das Vitalsystem Körper mit seinen Bedürfnissen und Trieben (Nahrung, Wohnung, Sexualität, Sicherheit, Unterhaltung) die stärksten Impulse setzt, die auch in die unpersönlichen Bereiche hineinreichen und dort dominieren können. Sie haben eine Vorrangschaltung, die nur durch den langwierigen Aufbau und die Übung von Disziplin beherrscht werden kann. In sozialen Ausnahmesituationen, in denen die Disziplin zusammenbricht oder sogar durch andere Imperative ersetzt wird ("Mänadenzug" als Stichwort), können jederzeit primitive, körperlich bestimmte Verhaltensweisen Platz greifen. Die ständige Vielzahl von Unterhaltungsangeboten mit den Themen Tod / Tötung sowie Erotik / Sexualität in modernen Gesellschaften (in vormodernen Gesellschaften wird es ausgelebt), die einer einschlägigen Nachfrage antwortet, legt nahe, eine solche soziobiologische Vorrangschaltung anzunehmen, da eine Vorstellung wie die "Interpenetration" zwischen den sozialen Systemen zu schwach erscheint, um viele menschliche Verhaltensweisen zu erklären. Im Bereich der sekundären Bedürfnisse und Moden aller Art, die recht fluid und austauschbar sind, etwa: ob man gerade existenzialistisch denkt oder strukturalistisch, in diesen beliebigen Bereichen läßt sich gut mit Luhmann analysieren.

- Es ging ihnen hundertfach besser als dort, woher sie kamen und sie genossen das bestialische Quälen und Töten drei unglaublich lange Wochen lang :
"Frankreich. Foltermord: Youssouf Fofana fand problemlos Helfer.
Von Michaela Wiegel, Paris, FAZ. 27 Menschen folterten einen Juden, weil er Jude war. In Paris stehen sie nun vor Gericht.
29. April 2009 FAZ. Youssouf Fofana hat sich einen Bart wachsen lassen, trägt einen weißen Trainingsanzug und begrüßt den Gerichtssaal mit einem lauten „Allahu Akbar“. Am Mittwoch ist der Prozess gegen den in der Elfenbeinküste geborenen 28 Jahre alten Franzosen eröffnet worden, drei Jahre nach der Entführung und dem Foltermord, die das Land erschütterten. Fofana nannte sich damals „the brain of the barbarians“ (das Hirn der Barbaren), auf Englisch, als sei er einem Computerspiel entstiegen. Das Verbrechen, das er mit seiner „Bande der Barbaren“ in einem Pariser Vorort beging, war freilich alles andere als ein Spiel. Sein Opfer, Ilan Halimi, wurde in der Nähe eines Bahndamms gefunden, halbnackt und blutend, übersät mit Brand- und Schlagwunden. Ilan Halimi starb noch im Krankenwagen.
Wegen „Entführung, Folter und Mord“ vor dem Pariser Schwurgericht.
Jetzt müssen sich Fofana und 26 mutmaßliche Mittäter wegen „Entführung, Folter und Mord“ vor dem Pariser Schwurgericht verantworten. Bei der Prozesseröffnung weigerte sich Fofana, seinen Namen zu nennen. Er heiße „afrikanische barbarische Armee der salafistischen Revolution“, sagte er. Als Geburtsdatum nannte er den 13. Februar 2006, jenen Tag, an dem Ilan Halimi den Tod fand. In die Anklage gegen Fofana wurde als erschwerender Umstand Antisemitismus aufgenommen. Denn das damals 23 Jahre alte Opfer Fofanas war Jude. Musste Ilan Halimi sterben, weil er Jude war?
Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte das zunächst bezweifelt und den Tätern einen „Nullpunkt des Denkens“ unterstellt. „Hätte man denen gesagt, dass Marsmenschen reich seien, dann hätten sie versucht, einen Marsmenschen zu entführen“, formulierte ein Untersuchungsrichter seine Eindrücke nach den ersten Vernehmungen. Aber schließlich setzte sich auch in der Staatsanwaltschaft die vorherrschende öffentliche Wahrnehmung durch, dass antisemitische Motive bei dieser Erpressung im Spiel waren. Fofana hatte ausgesagt, Halimi sei entführt worden, weil „Juden reich sind“. Als sie später brennende Zigaretten auf den Unterarmen ihres gefesselten Opfers ausdrückten, sagten Halimis Folterer: „Wir mögen keine Juden.“ Das gab einer der Angeklagten im Polizeiverhör zu Protokoll.
Auch in Bagneux macht sich ein neuer Rassismus bemerkbar.
Der Prozess, das glauben nicht nur jüdische Interessenverbände, wird ein Schlaglicht auf die allgemeine Verrohung in der Einwanderungsgesellschaft richten, von der besonders die verarmten Vororte betroffen sind. Bagneux im Süden von Paris, wo Halimi drei Wochen lang in einer Wohnung, später in einem Kellerverlies gefoltert wurde, zählt nicht zu den schlimmsten Problemvierteln. Bei den Vorstadtkrawallen im November 2005 brannten dort nur drei Autos. Aber auch in Bagneux macht sich ein neuer Rassismus bemerkbar, der das Spiegelbild der gewohnten Erscheinungsform ist. So fiel es Fofana offenbar leicht, Helfer für seinen Plan zu finden, Halimi in die Falle zu locken und Geld von seiner Familie zu erpressen. Die 17 Jahre alte Emma etwa, ein hübsches, aus Iran stammendes Mädchen, war sofort bereit, Halimi mit einer Scheinverabredung in die Gewalt der „Bande der Barbaren“ zu locken. Sie konnte sich nicht durchringen, die Polizei zu benachrichtigen, was sie jetzt zu bereuen angibt.
Ruth Halimi, die Mutter des Opfers, fordert eine öffentliche Gerichtsverhandlung, um eine „pädagogische Wirkung“ zu erzielen. Doch weil einige der Angeklagten zum Tatzeitpunkt minderjährig waren, hält das Gericht bislang daran fest, die Öffentlichkeit auszuschließen. In einem Buch „24 Tage, die Wahrheit über den Tod von Ilan Halimi“ hat Ruth Halimi eine Debatte über Ermittlungspannen und angebliche Justizfehler herbeigeführt. Weitere Aufmerksamkeit zieht der Prozess wegen Fofanas Anwälten auf sich: der Ehefrau des Terroristen „Carlos“, Isabelle Coutant-Peyre, und Saddam Husseins Verteidigers Emmanuel Ludot. Der Prozess soll am 10. Juli enden. " FAZ 30.4.09 //
Wer aus einer vormodernen Gesellschaft wie der der Elfenbeinküste kommt, kann eine moderne Gesellschaft nicht verstehen, es gibt keine kommunikative Anschlußfähigkeit, es kann im günstigsten Fall nur eine verständnislose Anpassung geben. Bei jungen Männern mit hohem Testosteronspiegel liegt das nicht sehr nahe. Im vorliegenden Fall der 27 Foltermörder schlägt die männliche Lust an Gewalt, Folter und Mord über die soziobiologische Vorrangschaltung alle zivilisierten Gebote und Muster der modernen französischen Gesellschaft aus dem Feld. Und zwar so nachhaltig, daß der Mordanführer vor Gericht sein Verbrechertum lautstark bekräftigt und in eine konsequent vormoderne Religion einkleidet. - Auf der gleichen, primitiven Geschlechtshormonebene funktionierte die Die 17 Jahre alte Emma, ein hübsches, aus Iran stammendes Mädchen, das wahrscheinlich / vielleicht ohne den geringsten Verstandesfunken seine archaische Verführerrolle lustvoll zelebrierte, auf die das Mordopfer auf das gleiche, primitive Erotikschema einklinkte / hereinfiel. - Mit Luhmann (von Pappnasen wie Habermas nicht zu reden) kann man ein solches Geschehen nicht recht verstehen, weil alle sozialen Kommunikationen über Systemgrenzen hinweg sich gleich mächtig auf gleicher Ebene begegnen. - Das ist jedoch nicht der Fall, die 'soziale Vernunft' hätte das Mord- und Folteropfer bei einer persischen / orientalischen Physiognomie alarmieren müssen, stattdessen hat ihn die 'hormonelle Vernunft' in unsägliche, endlose, wochenlange Schmerzen und dann in den Tod gelockt.- So etwas hominidenhaft entsetzlich Normales konnte sich der brave Bielefelder Bildungsbürger Luhmann wahrscheinlich gar nicht vorstellen.- In diesen islamischen Parallelgesellschaften mit dem in Grausamkeit verliebten Koran (wenn es um die "Ungläubigen" und die Unbotmäßigen geht) ist das aber gar nicht unvorstellbar, es ist anschlußfähig. Allerdings widerspiegelt der Koran in seinen kriegerischen Teilen nur das männliche, stammesgeschichtliche Erbe. Bei dem Hauptverbrecher handelt es sich aber ganz offenbar um einen ganz extremen Sadisten, für den der Koran oder der jüdische Status des Mordopfers nur völlig austauschbare Bezüge sind.

- BASF : "in den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert des Unternehmens durchschnittlich um mehr als 9 Prozent. Im Jahr 2008, das am Ende bereits stark von der Krise gezeichnet war, hat der Konzern eine Eigenkapitalrendite von 22,4 Prozent erzielt - nach Steuern! Das stellt übrigens das Ziel von "25 Prozent vor Steuern" für die Deutsche Bank in den Schatten. ..." Krisenchemie, FAZ 3.5.09

- Trivial, muß aber im Mutterland der Primitivsozialismen stets wiederholt werden: "Wer Wohlstand für alle will, wird das ohne unternehmerischen Geist nicht hinbekommen." Im Gespräch: Martin Kannegiesser: „Gewerkschaften haben in der DDR nur Ferienplätze verteilt“, FAZ 1.5. // Natürlich haben die sog. Gewerkschaften in der DDR noch mehr getan: sie haben in den Betrieben alle ans Messer von SED und Stasi geliefert, die nicht die richtige Knechtsgesinnung gezeigt haben. Sie waren nicht nur Wohlstandsvernichter, sondern auch Henker.

Samstag, 2. Mai 2009

Jürgen Stark beim FRANZ-BÖHM-KOLLEG




"Gewalt am 1. Mai 09
Straßenschlachten in Berlin und Hamburg
Schon am frühen Abend des 1. Mai kam es - anders als in den Vorjahren - in Berlin-Kreuzberg zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei. Es gab Verletzte auf beiden Seiten. Auch in Hamburg flogen Steine und Flaschen." (In Frankreich werden Hartgummigeschosse eingesetzt.)

"Eat the Bankers!" G20 Anarchist Protesters at the Bank of England., on Wednesday 1st April 2009.

- Mob-Zeichen: AIG-Rohstoffe-Chef Jake DeSantis kündigt fühlt sich nicht nur vom Mob bedroht, sondern auch vom öffentlichen Hetzgeschwätz des Generalstaatsanwalts von NYC und kündigt bei AIG.- Zornige junge Männer lassen sich an jeder Ecke für jede Lumperei rekrutieren, das ist nichts Neues; wenn Amtsjuristen rechtlich nicht mehr differenzieren, dann ist das besorgniserregend. (Offener Brief an die NY-Times www.nytimes.com/2009/03/25/opinion/25desantis.html?_r=1&ref=opinion / FAZ 27.3.09)
- - In der Urhorde gab es stets Konkurrenten, die jede Gelegenheit für Raub, Mord und Totschlag wahrnahmen. Früher, als noch nicht rote Gartenzwerge wie Günter Grass in der Literatur dominierten, gab es gelegentlich kluge Romane wie William Goldings "Herr der Fliegen" (1954), in denen z.B. der dünne Firnis der Zivilisation thematisiert wurde.

-Chrysler beantragt (mal wieder!) Gläubigerschutz und will nun mit FIAT zusammengehen.

- "No signs of accelerated sea-level rise in recent years are detectable from the available data for the Central Aegean region. The estimate of sea-level rise in the Aegean Sea for 2100 AD, on the basis of the Attico–Cycladic curve and presuming that the present trend will persist, is approximately 9 cm, which is significantly lower than the 49 cm, predicted by the IPCC (2001)."
-- S. E. Poulos et al., Geomorphology, June 2009 / CCNet 68/2009 – 1 May 2009

- Es gibt sie noch, die schönen alten Dinge: Das FRANZ-BÖHM-KOLLEG Bodo Gempers gehört dazu. Längst emeritiert organisiert und gestaltet er immer noch ordnungsökonomische Vorträge mit Musik, diesmal war es eine Harfinistin, die Vortrag und Diskussion einrahmte. Und was für ein Hauptvortrag hier in der Siegener Provinz ein kaum glaublich großes Publikum in der Siegerlandhalle fand! EZB-Direktor Jürgen Stark, der Nachfolger Ottmar Issings sprach über KRISENBEWÄLTIGUNG: MARKT VERSUS STAAT . Es war ein großer Vortrag. Stark bestätigte die Zwei-Säulen-Strategie, die er gegenüber der Doppelaufgabe der Banque de France, der Fed und der Bank of England eindeutig bestätigt sah. Die amerikanische Zentralbank habe jahrelang zu viel Geld in den Markt gegeben. Er warnte vor politischem Aktionismus und der Belastung der Zukunft durch Verschuldung. Großer Beifall.

- Haydn und Mozart: der väterliche Freund: was für ein Geschenk.

10-20°C, blauer 2. Mai, sehr erfreulich.
Hz.öl 48,20 (50,45)