Donnerstag, 22. Oktober 2009

Stoizismus modern, Vorsicht mit dem Denken, Solarstrahlung




Zenon von Kition, Begründer der Stoa (um 300 vuZ)

Weltklimaanzeigefenster gratis bei: http://wattsupwiththat.com/

- Stoizismus modern: "Lust an der Entfremdung
Ein neuer Blick auf die antike Philosophie: Entspricht die Vergleichgültigung, wie die Stoiker sie lehrten, unserer Coolness? Andreas Urs Sommer hat eine Anleitung zum stoischen Denken verfasst.
Moral sei etwas Nebensächliches. Wir brauchen sie, wenn es darum geht, einer älteren Dame im ICE einen Sitzplatz zu verschaffen. Aber das genau funktioniere ganz gut. Normalerweise herrscht kein Moralmangel. Was wir dagegen bestimmt nicht brauchen, ist die Moralphilosophie. Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Drohnen der Gesellschaft nennt Andreas Urs Sommer sie. Moral gewinne nichts durch Begründung. In Wahrheit gehe es den Moralisierern darum, Priestermacht über die Gewissen der anderen zu erlangen, sie unter das Joch des Sollens zu spannen. Wenn er in dem Beckschen Bändchen "Die Kunst der Seelenruhe" den Stoizismus als Option für die zeitgenössische praktische Philosophie empfiehlt, so tut er das mit entschiedener Ausklammerung der moralischen Dimension. Nicht seines Moralismus, sondern seiner Illusionslosigkeit wegen sei der Stoizismus interessant. Denn unsere Lage sei immer die, als bestimmte, unverwechselbare Individuen in historisch zufälligen ("kontingenten") Situationen zu stehen. ..." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2009

- Vorsicht mit dem Denken: Mit Vollgas durch die großen Ideologien
Der französische Schriftsteller Pierre Drieu La Rochelle oszillierte zwischen den ideologischen Polen. FAZ 21.10.09
Vgl. Muriel Spark.

- Solarstrahlung als Wärmequelle der Erde, Ulrich Wolff, 10/2009 :
"Die Wirkung der Solarstrahlung als Wärmequelle der Erde
Ulrich Wolff
Oktober 2009
"Eine Berechnung der Temperaturen auf der Erde aus der Einstrahlung der Sonne ist
unmöglich. Selbst die Anwendung optimaler mathematischer Modelle erlaubt lediglich
Vorhersagen wahrscheinlicher Veränderungen von Temperaturen und anderen Wetterdaten,
die höchstens 14 Tage in die Zukunft reichen. Auch das gelingt nur mit Hilfe von Messungen
an einer Vielzahl von Stationen und Satelliten, die den jeweilige Ausgangszustand für die
Erstellung solcher Prognosen kontinuierlich aktualisieren. Daher muss es verwundern, wenn
das IPCC, das „Intergovernmental Panel on Climate Change”, einen Klimawandel mit einer
katastrophalen Erwärmung der Erde vorhersagt, wenn nicht unverzüglich die industrielle
Freisetzung von Kohlendioxid eingestellt oder zumindest drastisch reduziert würde (1).
Obwohl zu dieser Behauptung keine Beweise vorgelegt werden, finden die Vermutungen bei
Politikern und Opportunisten im Bereich der Wirtschaft Resonanz. Gegenbeweise sind per se
unmöglich, da originär keine Beweise vorgelegt werden. Kritik an den Vermutungen des
IPCC findet keine Beachtung. Im Folgenden soll daher untersucht werden, ob mit einer
Anwendung der bekannten Gesetze der Naturwissenschaft im Verständnis der Beobachtungen
Raum für die Vermutungen des IPCC offen bleibt. Ausgehend von der Strahlungsbilanz der
Erde und der Durchlässigkeit der Atmosphäre für Solarstrahlung wird dazu die Wirkung ihrer
Absorption auf die Temperaturen betrachtet, die sich auf der Erde einstellen."
Weiter: http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_914d7pjpbhq

- Mao oder wie das Gescherr so der Herr?: - Das Weiße Haus und seine Kommunikationsdirektorin Anita Dunn: "This last June, at a high-school commencement exercise, Dunn had this to say: ... the third lesson and tip actually comes from two of my favorite political philosophers Mao Tse-tung and Mother Teresa, not often coupled with each other, but the two people that I turn to most to basically deliver a simple point which is you're going to make choices, you're going to challenge, you're going to say why not…. In 1947, when Mao Tse-tung was being challenged within his own party on his plan to basically take China over, Chiang Kai-Shek and the nationalist Chinese held the cities, they had the army, they had the air force, they had everything on their side and people said, "How can you win, how can you do this, how can you do this, how can you do this against all of the odds against you?" And Mao Tze Tung said, "You fight your war and I'll fight mine." (mises.org 20.10.09)
/// Für die neuen Highschool-Anfänger die richtige Einstimmung zum Lernen. Wahrscheinlich hat sie auch die schönen Mao-Bilder Warhols an der Wand; da würde Stalin noch gut dazupassen: er hat nicht nur das ganze Politbüro liquidiert, sondern noch Abermillionen Russen dazu, Freunde wie Feinde.

- Credit Suisse: 2,4 Milliarden Franken Quartalsgewinn, Novartis hebt Umsatzprognose an, Amgen hebt Gewinnprognose an, Hyundai mit Rekordgewinn

- WTI wieder bei knapp 80$

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Stallhasenstaat, Steuern




Dann doch lieber den hübschen Philosophen Sloterdijk (Bilder: FAZ)

- Stallhasenstaat oder : Er hat gebohrt
und wurde schon nach Nanometern fündig: Den ordentlich bestallten Meinungsverwaltern und Wahrheitsüberwachern Honneth und Menke geht es "um nichts anderes als die Verteidigung des allmählich verkommenden Sozialstaats", befindet Bohrer (s. FAZ 21.10.09). Nun konstruiert jeder Beobachter seine eigene Realität, aber die Zahl der Indizien ist im Laufe vieler Jahre angeschwollen. Prototypisch: Die alleinerziehende Mutter bekommt mehr Hilfsgelder, was (oft) für beide Eltern ein guter Grund ist, für die Abwesenheit des Vaters zu sorgen, was die Arbeit der Sozialarbeiter erhöht, was wiederum die Zahl der Sozialarbeiter vermehrt, wodurch die Unmündigkeit der Klientel befördert wird, die den Sozialarbeitern weitere Arbeit beschert, was die Sozialkosten treibt, die aus steigenden Steuern bestritten werden müssen usw. usf., und das geht so seinen Gang auf vielen Gebieten. Man betrachte auch die Arbeitslosenzahlen: Massenarbeitslosigkeit von 7,5 bis 10% seit Jahrzehnten im "sozialen" Deutschland, derzeit 8%, in der bürgerlicheren Schweiz aber nur 3,9% (also praktisch Vollbeschäftigung, wenn man die Wechselarbeitslosigkeit abzieht).
Geht die Entwicklung hin zu einem großen Wohlfahrtsausschuß, der alles fürsorglich überwacht und alles regelt? Am Ende eines solchen Stallhasenstaates steht der Kollaps mangels Produktivität. Bohrer hat hier zur Kritik der Wohlfahrtsideologie saftig und mit schönen Querverweisen beigetragen.

- "Steuern abschaffen .
Herr Bohrer trifft mit seiner Kritik ganz gut die Art und Weise der Debatte.
Das Augenmerk sollte aber noch einmal auf die Sache selbst gelenkt werden, wenn auch er die Abschaffung von Steuern als Utopie abtut. Denn Steuern sind keineswegs natürlich, solche "im Namen des Volkes" schon gar nicht. Und woher soll das Recht des einen kommen, den anderen zu besteuern? Woher das Recht der "Allgemeinheit" dem Einzelnen Steuern mit Gewalt aufzuerlegen? Die Fragen bitte so verstehen, nicht im Sinne von Macht, Moral oder Opportunität.
Daß freiwillige Steuern keine Utopie sind, zeigt darüberhinaus die Geschichte, denn es gab sie bereits: Es sei verwiesen auf den Steuersonntag in Irland, bei dem sich die unterdrückten katholischen Iren ihren Steuerbeitrag sogar vom hungrigen Mund absparte, um den "Katholischen Verein" in seinen Bemühungen gegen die englischen Zwangsgesetze zu unterstützen. Sicher es ist ein Unikum in der Steuergeschichte (Pirnat: Dämon Steuer, Wien 1956), mithin aber eine von Menschen lebbare Wirklichkeit.
Und noch etwas: Zwang führt gesetzmäßig zu Fehlhandlungen. Gelungene Antizipation für andere ist die seltene Ausnahme von der Regel. Mit der Umstellung auf Freiwilligkeit gewinnen wir also mehr als die Zivilgesellschaft."
Komm. auf faz.net von Stefan Sedlaczek

Dienstag, 20. Oktober 2009

Raus mit den Steuergeldern, Menschlichkeit



Drachensteigewetter, 2-9°C

- Raus mit den Steuergeldern: "Mit jedem Projektschritt steigen die Kosten
Der Steuerzahlerbund listet in seinem neuen Schwarzbuch 128 Fälle von Steuergeldverschwendung auf. Darunter 180 000 Euro für eine Skateranlage in Schleswig.
15. Oktober 2009 mas. BERLIN, 15. Oktober. Luxusklos in Lübeck, Abgeordnete auf Dienstreise in Sachen Kamelmilch und eine Nutztiermodenschau in Sachsen-Anhalt - das sind nur drei von insgesamt 128 Fällen, die der Bund der Steuerzahler als krasse Beispiele für den allzu sorglosen Umgang mit Steuergeld aufgelistet hat.
Der Steuerzahlerbund schätzte früher, dass auf diese Weise etwa 30 Milliarden Euro im Jahr verschwendet werden. "Wir gehen in diesem Jahr davon aus, dass die Summe größer ist", sagte Präsident Karl Heinz Däke am Donnerstag in Berlin. "Um die Steuerzahler vor dem sorglosen Umgang mit Steuergeld zu schützen, ist die Einführung eines Amtsanklägers zwingend notwendig", meinte er. Die Verfolgung von Pflichtverletzungen und Verstößen der Beamten dürfe nicht allein dem Ministerium obliegen, in dem die Beamten arbeiteten. Sonst blühe eine "kameradschaftliche Bürokratie" zu Lasten der Steuerzahler. Im Schwarzbuch des Interessenverbands finden sich unter anderem folgende Fälle:
- Schon im vergangenen Jahr berichtete der Steuerzahlerbund über den Kostenanstieg bei der Planung einer Skateranlage in Schleswig. Nachdem diese ursprünglich 8000 Euro kosten sollte, waren die Kosten im Laufe der weiteren Projektentwicklung auf 73 000 Euro gestiegen. Aktuell plane man den Bau für 180 000 Euro.
- Die Entsorgungsbetriebe Lübeck zahlen 130 000 Euro im Jahr für die Anmietung von zwei Toiletten in japanischem Design am Marktplatz. Hinzu kommen Reinigungs- und Wartungskosten. Der Steuerzahlerbund vergleicht dies mit einer modernen Toilettenanlage, die bei der Neugestaltung der Obertrave für 270 000 Euro errichtet wurde. "Mit zwei Jahresmieten hätte man also bereits einen kompletten Neubau, angelehnt an die historische Architektur, finanzieren können", heißt es.
- Dresden wartet seit mehr als fünf Jahren auf die Bebauung eines riesigen Grundstücks am Hauptbahnhof. Die Erschließung des Baugrundstücks kostete die Stadt nach den Erkenntnissen des Steuerzahlerbunds bisher 151 Millionen Euro, davon 87 Millionen Euro eigene Mittel und 64 Millionen Euro Fördermittel. Dennoch sei bisher kein Investor gefunden worden. Allein die Sicherung der Baugrube verschlinge jeden Monat etwa 30 000 Euro. "Nun plant die Stadt, die Baugrube zuzuschütten - für weitere 2 Millionen Euro."
- Sachsen-Anhalt nutzte EU-Mittel, mit denen Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft betrieben werden soll, für ein spezielles Projekt. Wie der Steuerzahlerbund berichtet, wurde im Rahmen des Programms für Nutztiere musiziert und eine Nutztiermodenschau veranstaltet.
- Neubrandenburg baute für rund 9 Millionen Euro eine Tiefgarage unter dem zentralen Marktplatz. Die steilen Zugänge schreckten Familien mit Kinderwagen, Senioren und viele andere Besucher ab, heißt es in dem Bericht. Die 200 Stellplätze würden, wenn überhaupt, nur an Wochenenden und Feiertagen frequentiert.
- Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket hat sich nach Angaben des Steuerzahlerbundes das Bildungsministerium in Bonn einen neuen Küchenboden geleistet - für 250 000 Euro. Und beim nur zwei Jahre alten Neubau des Bundesgesundheitsministeriums in Bonn solle der Eingangsbereich für 900 000 Euro neu gestaltet werden.' FAZ
- Eine Delegation des Bundestags-Umweltausschusses besuchte Kenia und Tansania. Wie es im Schwarzbuch heißt, informierten sich die Abgeordneten unter anderem über die Anzucht von Passionsfruchtsetzlingen sowie die Produktion von Kamelmilch. Der Steuerzahlerbund verweist nicht nur auf die Reisekosten von 35 000 Euro, sondern auch darauf, dass eine Abgeordnete teilnahm, obwohl sie nicht mehr für den Bundestag kandidiert hat." FAZ

- Menschlichkeit : Bewirkt mehr als Kapitalismus, meinte Reinhard Mohn im Porträtfilm; da steckt ihm die "Volksgemeinschaft" der Sozialisten aber noch in den Neuronen. MENSCHLICHKEIT ist eine Eigenschaft empathiefähiger Menschen (es gibt auch andere, das hat einen genetischen Hintergrund), und diese Eigenschaft ist in allen Wirtschaftsordnungen möglich und erstrebens- und lernenswert (soweit die Genetik mitspielt). Lenin kannte keine Menschlichkeit, als er die gesamte Zarenfamilie, Kinder und Dienerschaft inbegriffen, ermorden ließ. Der skrupellose Putschist begründete eine brutale Parteidiktatur, in der nur ähnliche Mördernaturen wie er selbst Karriere machen konnten: Dscherschinski, Trotzki, Stalin etc. . Stalin perfektionierte den grenzenlosen Terror, dem jeder, außer Stalin selbst, zum Opfer fallen konnte. Deswegen starb aber in der russischen Bevölkerung die Menschlichkeit nicht aus. Natürlich läßt eine politökonomische Ordnung, die den Einzelnen und sein Eigentum achtet, mehr Menschlichkeit zu, und das gilt vor allem für Wohlstand schaffende Ordnungen, in dem die Bürger den materiellen Spielraum für alle nicht lebensnotwendigen, aber schönen Dinge erhalten, statt ihre Lebenszeit eingemauert mit Mangelkompensation zwischen HO-Schlange und zeitraubender Ersatzteiljagd für den Trabant verbringen zu müssen. Mehr differenzieren, bitte, Herr Mohn, Sie haben doch selbst bei Bertelsmann einen konstruktiven Beitrag zum Kapitalismus geleistet (RTL zähle ich allerdings nicht dazu).

- Apple mit starkem Quartalsgewinn (Krisenzeichen?)
- Krisenzeichen: Die Gebäudereinigergewerkschaft verlangt 8,7% mehr Lohn.
- Die Opelpartie ist weiter offen: Opel baut gute Autos, aber die sind teurer als Toyota oder Kia, zB; warum? Zu hohe Löhne; durch hohen Lohnverzicht könnte Opel seine Arbeitsplätze sichern.
- Quelle vor der Schließung. Bedauerlich. Möglicherweise ist der Versandhandel von Textilien aber seit langem ein Auslaufmodell, weswegen ja die Quelle-Filialen bzw. -Agenturen eingerichtet wurden. Für das Land war das sicher nicht schlecht, doch waren die Agenturinhaber noch viel schlechtere Verkäufer als das Personal von Karstadt. Der Einzelhandel in großen Passagen ist viel attraktiver. Der niedrigere Preis muß also das Attraktivitätsdefizit ausgleichen, und das gelang, wegen steigender Löhne und höherer Kundenansprüche, immer weniger. Auch der Kaufhof, bei dem die Textilien anprobiert werden können, hat ein Personalattraktivitätsproblem. Die größere Einkaufsmacht zusammen mit Karstadt und gemeinsame Logistik konnten nicht so viele Einsparungen bewirken, wie das bei den Preisen offenbar erforderlich gewesen wäre. Insofern erscheint die Entwicklung durchaus folgerichtig.

Montag, 19. Oktober 2009

EU/Türkei, Verfassungsfragen, Finanzkrisen historisch



Lange Schatten
Sonnig und kalt: 3-9°C

- Türkei: "Im Gespräch: Der Europaabgeordnete Manfred Weber (CSU)
"Die FDP sieht die Realität nicht"
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Christlichen Demokraten (EVP) fordert, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen. / ..." FAZ 17.10.
/// Für den Abbruch gibt es hundert gute Gründe, die Kulturen sind nicht vereinbar.

- Die Homosexuellen Wowereit und Beust hätten gern eine Grundgesetzerwähnung. Das ist aus ihrer Interessensicht verständlich, aber es steht schon zuviel in der Verfassung. Eine gute Verfassung gibt es gar nicht, deswegen sind die Briten ohne seit langem sehr gut gefahren; die zweitbeste Verfassung läßt fast alles offen für den Wechsel der Zeiten, daher kann die US-Verfassung ganz gut bestehen; problematisch sind Verfassungen, die eine gute, neue Zeit begründen wollen, ohne auf einem Fundament zu gründen: Hugo Preuß versuchte das mit der Weimarer Verfassung, es scheiterte gräßlich; man kann allein durch Verfassungsrecht offenbar keinen großen, landesweiten Konsens begründen. Lange gewachsene Traditionen, die die Bürger verbinden, können aber durchaus Eingang in eine Verfassung finden. Die Weimarer Verfassung aus der Retorte scheiterte leider, weil zu weit entfernt von dem Denken weiter Teile der Bevölkerung, aber auch, weil sie eine sehr starke Zentralisierung vorsah, aus besten "volkserzieherischen" Gründen zwar, doch bewirkte dies die Möglichkeit für Putschisten, sich als "legitim" darzustellen und diktatorisch zu Werke zu gehen.-
Die Homosexuellen Wowereit und Beust führen natürlich nichts Böses im Schilde, sie wollen nur ihre privaten Lustinteressen, ihre spezielle sexuelle Orientierung aufwerten. Wer in deutschen Großstadtparks zufällig in die Ecke männlicher Homosexuellen-Primitivität gerät (lesbische Aktivitäten haben mit aggressiver männlicher Homosexualität offenbar nichts zu tun), den wird das Ansinnen der beiden regierenden Homosexuellen aber befremden. Diese unfruchtbare Sexualorientierung, für das die Betreffenden nichts können, gehört aber in keiner Verfassung erwähnt.

- - "Acht Jahrhunderte voller Finanzkrisen.

14. Oktober 2009 FRANKFURT, 13. Oktober. Über gut zwei Jahrzehnte war es leicht, einem Ratsuchenden ein Standardwerk über Finanzkrisen zu empfehlen: Kaum ein Weg führte an "Manias, Panics and Crashes" des mittlerweile verstorbenen amerikanischen Wirtschaftshistorikers Charles P. Kindleberger vorbei. Das Buch liest sich recht flüssig und besticht durch einen reichen Inhalt, leidet aber an einer Schwäche: Es fehlt eine Systematisierung von Finanzkrisen.
Nun liegt ein grundlegendes Werk über Finanzkrisen der vergangenen 800 Jahre vor, das die von Kindleberger hinterlassene Lücke schließt. Die amerikanischen Ökonomen Carmen Reinhart und Ken Rogoff hatten im vergangenen Jahr ein hochgelobtes Arbeitspapier über Krisen veröffentlicht, das als Nukleus für ein hochinteressantes Buch diente. Ihr Werk setzt nicht nur Maßstäbe; es verdeutlicht dem Laien auch, dass moderne Ökonomen nicht nur für den Elfenbeinturm arbeiten, sondern relevante und spannende Themen verständlich präsentieren können. Ein Verlag für eine deutsche Übersetzung sollte sich finden lassen.
Der Spruch "Dieses Mal ist es anders" (This time is different) kennzeichnet nicht nur den Titel des Buches, sondern auch eine Lebenseinstellung, die sich glänzend zur Vernichtung von Vermögen eignet und zudem erklärt, warum sich Finanzkrisen wiederholen und keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden. In Zeiten stark steigender Vermögenspreise - seien es Aktienkurse oder Immobilienpreise - finden sich stets Vertreter der Ansicht, dass es sich bei der Hausse dieses Mal nicht um den Vorboten eines Zusammenbruchs handele, sondern um eine wirtschaftlich völlig gesunde Entwicklung. Diesen Vertretern des "Dieses Mal ist alles anders" wird gerne geglaubt - bis der Crash dann doch kommt und sich das Publikum völlig erstaunt fragt, wie es nur dazu kommen konnte und warum es nicht gewarnt wurde.
Reinhart und Rogoff gehen davon aus, dass keine ökonomische Theorie existiert, mit deren Hilfe sich der Eintritt einer Krise zuverlässig prognostizieren lässt. " FAZ
/// Da werden noch einmal 800 Jahre dazukommen, nur Sozialismus und Tod kennen keine Krise.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Psychotizismus, Sonne steuert unser Klima, Blohm + Voss



Oktoberhochnebelmorgen
oder:

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Mörike, Eduard (1804-1875)


- "1. EIKE Forscher findet sensationellen neuen Beweis: Die Sonne steuert unser Klima! Solarindex!
Der EIKE Forscher und Physiker Dr. H. Borchert hat einen neuen sensationellen Beweis für den dominierenden Einfluss der Sonne auf unser Klima gefunden. In einer in Kürze zur Veröffentlichung anstehenden Arbeit verglich er die Langzeitdaten des Solarwindindex (SOWI) mit der Zeitreihe der mittleren Globaltemperatur. Wir veröffentlichen vorab das Ergebnis: Anders als bei der nicht korrelierenden CO2 Konzentration, findet man hier eine extrem enge Korrelation. Und das seit 129 Jahren!. Dr. Borchert schreibt dazu u.a. "Wichtig hierbei ist, dass dieser SOWI – Index, ein geomagnetisches Phänomen, zur Beurteilung des Einflusses der Sonnenwinde auf die globale Temperatur seit etwa 150 Jahren herangezogen werden kann: Die seit langem bekannte Verformung des Erdmagnetfeldes durch Sonnenwinde erscheint mir nach meinen Bearbeitungen der entsprechenden Daten von der NOAA/NASA als sehr geeignet, insbesondere die letzte, dem CO2 zugeschriebene globale Temperaturerhöhung und Ihre aktuelle Beendigung als solares Phänomen verstärkt zu bestätigen. Ich habe in der Literatur dazu Vergleichbares noch nicht gefunden nur die Vermutung, dass der Sonnenwindindex und die globale Temperatur in Zusammenhang stehen könnten ..." Den ganzen Text lesen Sie hier:

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/eike-forscher-findet-sensationellen-neuen-beweis-die-sonne-steuert-unser-klima-solarindex/

- ThyssenKrupp, Blohm + Voss : "15. Oktober 2009 Der von der Wirtschaftskrise schwer gebeutelte ThyssenKrupp-Konzern will weite Teile der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss an ein arabisches Schiffbauunternehmen verkaufen. Die mehrheitlich staatliche Abu Dhabi MAR Group übernehme jeweils 80 Prozent an den Bereichen Mega-Yachten, Reparatur und Schiffskomponenten. Für den Bau von Militärschiffen wollen die Partner ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Anteil von je 50 Prozent gründen." FAZ

- Warzenschwein aus Singapur: "Ein Warzenschwein soll die Nato überzeugen .
Bei seinem ersten Rüstungsauftrag aus dem Westen will Singapur nichts dem Zufall überlassen. Die früheren britischen Kolonialherren kaufen im tropischen Stadtstaat einen kleinen, wendigen Ketten-Panzer für Afghanistan ..." 8.10. FAZ
/// Schiffsbau, Panzerbau - die entwickelte Industrietechnik wandert aus den Hochlohn-, Hochsteuer-, Wahnsinnspreisenergie- und Hochbürokratieland Deutschland ab.

- Jeder dritte € aus dem Bundeshaushalt für "Soziales" - damit die Faulen faul bleiben und ihre Kinder noch fauler werden.

- Infosys spürt neue Nachfrage, PC-Markt legt weltweit 0,5% zu, Goldman und Citigroup übertreffen Quartalsprognosen.

- Psychotizismus: "Impulsiv - aber gewalttätig?"

Die Mutter eines Littleton-Täters äußert sich ratlos

gel. WASHINGTON, 15. Oktober. Zehn Jahre nach dem Massaker an der Columbine High School hat sich die Mutter des einen Attentäters, Dylan Klebold, erstmals ausführlich zu der verheerendsten Schulschießerei in der amerikanischen Geschichte geäußert. In der Zeitschrift "O - The Oprah Magazine" schreibt Susan Klebold über ihren Sohn Dylan, den Tag des Amoklaufs und ihre Reaktionen auf die Tat, auf die sich auch die Amokläufer in Erfurt und Winnenden bezogen. Dylan Klebold und Eric Harris töteten damals in der Nähe von Littleton(Colorado) zwölf Mitschüler und einen Lehrer und verletzten 24 Opfer, bevor sie sich selbst das Leben nahmen.

Der knapp vier Seiten lange Essay ist ein Zeugnis von Trauer und Gram, Hilf- und Ratlosigkeit. "Für den Rest meines Lebens werden mich das Entsetzen und der Kummer verfolgen, den Dylan angerichtet hat", schreibt Klebold. Es sei ihr immer noch "nahezu unbegreiflich", "dass ich die Tragödie nie kommen sah". Sie habe nicht "die leiseste Ahnung" von den Kämpfen gehabt, die Dylan vor der Tat in seinem Kopf ausgetragen habe.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass die beiden Schüler den Amoklauf mindestens ein Jahr lang vorbereitet hatten. Schulaufsätze, Gedichte, Tagebucheinträge und Einkaufslisten gaben Einblicke in die Gefühlswelt der Attentäter, die sich in Hass, Selbstmitleid, Größenwahn und Gewaltphantasien hineingesteigert hatten. "Wir haben diese Tagebücher nie gesehen", schreibt Klebold. Auch die anderen Aufzeichnungen ihres Sohnes hätten sie und ihr Mann erst gesehen, als die Polizei ihnen das Material später präsentierte. Da erst erfuhren die Eltern aus einem Gedicht von Dylan, dass er schon mindestens zwei Jahre vor dem Amoklauf Selbstmordgedanken hatte. Niemand habe bemerkt, dass er depressiv gewesen sei, schreibt die Mutter. Jahrelang habe sie nach einem Schlüsselerlebnis gesucht, das Dylan zu der Tat bewogen haben könnte. Ohne Ergebnis. Gewiss habe er sich in der Pubertät verändert. Der wissbegierige Grundschüler entwickelte sich zu einem zurückgezogenen Teenager, der viel Zeit mit Computerspielen verbrachte und keine Lust mehr auf Schule hatte. Außerdem war da der Autoeinbruch, den er ein Jahr vor dem Attentat mit Eric begangen hatte. "Unter gegenseitigem Einfluss konnten sie impulsiv und rücksichtslos sein", schreibt Klebold. "Aber gewalttätig?"

Niemand in ihrer Familie habe jemals eine Waffe besessen. Sie werde nie erklären können, was er getan hat. Anfangs habe die Familie die Augen davor verschlossen, dass Dylan seinen Tod und den Tod seiner Mitschüler gewollt habe. Er müsse versehentlich in die Sache hineingeraten oder dazu gezwungen worden sein, glaubten die Eltern, bis sie die Aufzeichnungen sahen. "Ich habe nichts getan, für das mir vergeben werden müsste", sagte Klebold 2004 in einem Interview. Nun erkennt sie an, die Tat impliziere, dass Dylan "nie die Grundsätze von Gut und Böse beigebracht wurden".

Die Reaktionen auf Klebolds Aufsatz sind gemischt. Während einige Opferfamilien sich anerkennend äußerten, argwöhnen andere, die Mutter wisse mehr, als sie preisgeben oder sich eingestehen wolle. Immerhin, so behauptet der Autor Jeff Kass, hätten die Klebolds damals bei der Polizei zu Protokoll gegeben, ihr Sohn sei ein Waffennarr gewesen." FAZ

/// Tja, Menschenkenntnis sollte man erwerben, kann man auch erwerben, aber schon in der Schule wird der neomarxistische Reich-Wittfogel-Marcuse-Horkheimer-Adorno-Habermas-Unsinn gelehrt (In einer Umfrage unter amerikanischen Wirtschaftssoziologen Anfang der achtziger Jahre gab die überwältigende Mehrzahl von diesen an, mit marxistischen oder neomarxistischen Ansätzen zu arbeiten (vgl. Makler et al. 1982). Charakteristisch für die deutschsprachige Renaissance von Marx in der Wirtschaftssoziologie ist die Darstellung in den Lehrbüchern (vgl. z. B. Türk 1987).Stefan Kühl, Handbuch der Wirtschaftssoziologie, 2008). Schwierig, diesen Hirnkleister wieder loszuwerden.