Freitag, 8. Januar 2010

Medien und Inhalte, Abitur ist nicht gleich Abitur



-5 bis -3°C, die Aussicht bleibt weiß

- Medien und Inhalte: " Es hatte die Würkung, die gemeiniglich gute Bücher haben. Es machte die Einfältigen einfältiger, die Klugen klüger und die übrigen Tausende blieben unverändert. " Lichtenberg, Sudelbücher Heft E 128
Schirrmacher hat mal wieder ein wichtiges Faß aufgemacht, wie er sicher meint, er fragt danach, wie das Internet unser Denken verändert habe. Mit Lichtenbergs Ausspruch könnte es sein Bewenden haben, aber das Weltnetz verdient doch ein besonderes Lob: Es erspart uns viele Wege und viele Kosten und läßt uns überall ein, wo wir sonst nie hinkämen; in Bücher, für die uns der Gang zu Buchhandlung und Bibliothek sonst zu aufwendig wäre, zu Satellitenaufnahmen, die uns sonst verschlossen blieben, Verschwörungstheorien, die unbekannt geblieben wären, die aber gut den fragilen mentalen Status der Gattung veranschaulichen, etc. Die Liste ist fast endlos. Und natürlich sind die Kommunikationsmöglichkeiten ins Grenzenlose gestiegen. Ein wunderbares Medium!

- " Schule. Abitur ist nicht gleich Abitur
Deutliche Bewertungsunterschiede zwischen den Ländern ziehen die Aussagefähigkeit der Abiturnoten für die Zulassung zum Studium in Zweifel. In einem Vergleichstest lagen Abiturienten in Hamburg weit hinter denen aus Baden-Württemberg. ..." FAZ 7.1. / " Ihre Noten und Ihre Praktika interessieren uns nicht!
Wer an der Zeppelin University in Friedrichshafen studieren will, muss selbst jemand sein und eine bewusste Entscheidung getroffen haben ...
Das wünschten sich die meisten staatlichen Hochschulen auch: ihre Studenten in allen Fächern selbst aussuchen zu können. Einige haben es in ..." FAZ 7.1.10
/// Als ob das nicht jeder seit jeher wußte! Nur ein Zentralabitur könnte eine gewisse Vergleichbarkeit erbringen. Allerdings hat das den großen Nachteil, daß der Einfluß der Schulbürokratie wüchse. Bereits Seneca beklagte, daß die Schulen lebensfremdes Wissen vermitteln : " Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir! " (Briefe an Lucilius Buch XVII, Brief 106, 12) Den Schulplunder, das tote Katalogwissen gilt es zurückzudrängen durch konkurrierende private Schulprojekte. Und private Hochschulprojekte wie die Zeppelin University, die ein Verhaltensbeurteilungsprogramm einsetzt, das sehr viel aussagekräftiger ist als es untransparente Noten sein könnten. Das alles Beurteilen seine Grenzen besitzt, was sowohl an den Beobachtern liegt als auch an den Probandentypen (Extrovertierte agieren und lernen anders als Introvertierte, s. Eysenck u.a.), muß immer mitgedacht werden.

- Menschiks Kalendarium 7.1.10: Zwei eindringliche Datenbilder: die in Hiroshima 12jährig an Leukämie verstorbene Sadako Sasaki und die Schädel der kambodschanischen Todesfelder. Im Zentrum leider der langlebige Diktator Castro, der durch Sozialismus und Verfolgung Kuba ruinierte. Die Schädel der Todesfelder sind erschütternd gezeichnet; der Krebstod eines jungen Mädchens berührt auch, wird aber graphisch nur durch das Faltkranich-Motiv umgesetzt. Es wird vermutet, daß die Leukämie der japanischen Schülerin durch den Atombombenabwurf verursacht wurde, was die Tragik des Abwurfs enthüllen würde. Nach den langen, verlustreichen und überaus grausamen Kämpfen im Pazifik, bei denen die japanische Armee kein sinnloses Opfer scheute, griffen die USA zur Atomwaffe, die den Krieg schlagartig beendete, aber auch viele Zivilisten tötete. Das ist klassische Tragik: es gab keine Lösung ohne Opfer. Truman war in der Pflicht für amerikanische Leben, der japanische Militarismus lehnte jede Kapitulation ab (noch weit über das Kriegsende hinaus gab es japanische Soldaten auf den Pazifikinseln, die nicht aufgaben).

Donnerstag, 7. Januar 2010

Testosterongeschichten, Afghanistan-Diskussion



Waldblick auf Odenthal

- Testosterongeschichten. Der Filmemacher Wicki berichtete aus seiner Kinderzeit, er habe eines Tages mit einem Hämmerchen die Scheiben des Wohnzimmerschranks seiner Tante eingeschlagen. Ein 15 Jahre alter, bereits vorher auffälliger Junge schlägt die neun Jahre alte Kassandra nieder und wirft sie in einen Kanalschacht, den er mit einem schweren Deckel verschließt. Schumacher kehrt in die Formel 1 zurück, weil es ihm zuhause zu langweilig ist. In Nordwestpakistan nimmt die Polizei fünf junge Amerikaner auf dem Weg zu Al Kaida fest. Ganz großer Kick: die im Afghanistan der Taliban terroristisch ausgebildeten Mohammed Atta-Leute fliegen mit voll besetzten Großflugzeugen in die Hochhaus-Türme des WTC.- Man muß wohl darauf dringen, daß die männliche Gewaltlust unter strikter Kontrolle bleibt. Wickis Vater ohrfeigte den Jungen, die Tante sagte ihm: der Berni darf das. Daraus lassen sich auch einige erziehungswissenschaftliche Rückschlüsse ziehen, zusätzlich zur Lektüre von Bernhard Hassenstein (Verhaltensbiologie des Kindes).

- Afghanistan-Diskussion auf faz.net: Meine Beispiele der Frauenknechtung zielen auf Herrn Tod., der das Phänomen des Islamismus nicht begreift, obwohl ihm Bassam Tibi u.a. dazu viel Literatur in die Hand gegeben haben. Frauen massakrieren die Taliban nebenbei. Mehr Spaß haben sie, wenn sie aus ihren Trainingslagern Massenmörder losschicken können, die ihnen Bilder einstürzender Hochhäuser liefern. Des Gewaltexports wegen ist die Nato in Afghanistan. Dabei geht es nicht nur um die Taliban selbst, sondern ebenso um die Gewaltabenteurer, die sie anlocken und ausbilden. Und die auch die Seiten wechseln, wenn Hekmatyar das Kriegsglück verläßt oder Dostum mehr Gewalt bietet. Das Gebilde Afghanistan ist eine frühmittelalterlich segregierte Gesellschaft aus vielen Volksgruppen, Stämmen und Clans, die stets nach eigenen Interessen handelten und stets Krieg gegeneinander führten, unterbrochen nur von kriegslosen Zeiten, die manchmal 2 Jahre, manchmal 20 Jahre dauerten. Stabilität gab es nur vorübergehend bis zum nächsten Putsch, meist mit Ermordung des Emirs, Königs etc. Der Genosse Nadschibullah aus dem Moskauer Exil hatte nie die geringste Chance auf eine längere Herrschaft, er stand bei allen Mudschahedin-Gruppen, die sich gegenseitig bekriegten, ganz oben auf der Todesliste. Er wurde aber gegen Konkurrenzgruppen benutzt, um sie zu schwächen und um dann selbst gegen den geschwächten Nadschibullah zu siegen.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Islamistische Paschtunen, Afghanischer Bürgerkrieg 1989-1996-2002



Winterlicher Wasserweg - an der Dhünn


- ISLAMismus im paschtunischen Pakistan

Verprügelt, verschleppt, vergewaltigt
Es nur ein Kindergeburtstag, zu dem die christliche Familie eingeladen hatte. Doch eine Gruppe wütender bärtiger Männer stürmte vor wenigen Wochen das Haus unweit der Universität von Peshawar. Sie prügelten auf die Gäste ein, zwangen 17 von ihnen in ihre Fahrzeuge und rasten in Richtung Khyber-Pass davon. Einen halben Tag später kamen sie wieder frei. Dabei hatten sie noch Glück: Als ein "Missverständnis" bedauerte die Islamistengruppe Lashkar-e-Islam die Entführung; man habe geglaubt, es habe sich um eine "vulgäre" Veranstaltung von Muslimen gehandelt. Stammesführer und die Regierung in Islamabad hatten sich für die Freilassung der Christen eingesetzt.
In der pakistanischen Northwest Frontier Province (NWFP) unweit der Grenze zu Afghanistan führen sich die militanten Muslime wie die wahren Herrscher auf. Auch mit einer weiteren Militäroffensive gelingt es der pakistanischen Regierung nicht, sie in die Schranken zu weisen. In Peshawar trifft der Zorn radikaler Muslime die dort lebenden mehr als 300 christlichen Familien genauso wie Sikhs und säkulare Muslime, deren Frauen sich nicht verschleiern oder gern DVDs kaufen.
Aber auch aus vielen anderen Teilen der Islamischen Republik Pakistan, wo die Bevölkerung zu 96 Prozent aus Muslimen besteht, werden Übergriffe gemeldet: Im Juni auf Hindus aus der Hafenstadt Karachi und zuvor auf mehrere Christen in der Provinz Punjab. In Faisalabad vertrieben Sunniten vor kurzem mehr als 20 Studenten, die der Ahmadiyya-Minderheit angehören, von der medizinischen Hochschule; dieser vom offiziellen Islam ausgegrenzten muslimischen Gruppe gehören zwischen zwei und vier Millionen Menschen an. Die größten Verluste mussten in den vergangenen Jahren jedoch die Schiiten hinnehmen. Sie stellen zwischen zehn und zwanzig Prozent der Bevölkerung. Sunnitische Terroristen griffen sie immer wieder während des Aschura-Fests an. Hindus und Christen klagen zudem darüber, dass sie oft mit brutaler Gewalt gezwungen würden, zum Islam überzutreten: Allein in Sindh berichten Hindu-Organisationen, dass jedes Jahr 15 bis 20 Familien gezwungen würden zu konvertieren - oft aus einer finanziellen Notlage heraus, weil sie hoch verschuldet sind.
Zu sexueller Gewalt kommt es, wenn Mädchen und Frauen zum Übertritt zum Islam gezwungen werden. "Die Jüngsten sind 13 Jahre alt, sie werden entführt, oft vergewaltigt und gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Dann werden sie verheiratet", berichtet Joseph Francis, der Gründer der pakistanischen Menschenrechtsorganisation Claas. In einem geheimen Schutzhaus in Lahore versuchen er und seine Mitarbeiter besonders christlichen Mädchen und Frauen zu helfen. "Christen sind die wichtigsten Ziele der Fundamentalisten und der religiösen Parteien", beobachtet Francis, der selbst Christ ist. Ihre Lage habe sich in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. Seit den Terroranschlägen vom "11. September" bekomme die kleine christliche Minderheit die tiefe Abneigung der meisten Pakistaner gegen Amerika zu spüren. Kurz nach den Attentaten hatten amerikanisch geführte Truppen im Nachbarland Afghanistan die Taliban vertrieben; eng arbeitet Washington mit dem pakistanischen Präsidenten Musharraf zusammen. Die Christen sehen viele Pakistaner als die Vorhut des Westens. Aber es kam auch schon zu Angriffen auf sie, wenn Israel gegen Palästinenser vorging oder Mohammed-Karikaturen in Dänemark erschienen.
Bei ihren Angriffen auf Nichtmuslime fühlen sich radikale Muslime noch durch das pakistanische Recht gerechtfertigt. "Wer durch geschriebene oder gesprochene Worte, durch sichtbare Zeichen, eine mittelbare oder unmittelbare Unterstellung, versteckte Anspielung oder Andeutung den geheiligten Namen des heiligen Propheten Mohammed besudelt, ist mit dem Tod oder einer lebenslangen Freiheitsstrafe sowie gegebenenfalls auch durch Verhängung einer Geldbuße zu bestrafen", steht im pakistanischen Blasphemiegesetz. Seit das Gesetz 1986 in Kraft trat, seien mehr als 900 Pakistaner wegen Gotteslästerung angeklagt worden, darunter deutlich mehr Christen, als es ihrem Bevölkerungsanteil von rund zwei Prozent entspreche, heißt es bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt: Obwohl bisher kein Todesurteil vollstreckt worden sei, hätten militante Islamisten mindestens 25 Personen gezielt getötet. Es kam schon vor, dass Mithäftlinge und Gefängniswärter wegen Blasphemievorwürfen Angeklagte umbrachten.
Oft wagen Sicherheitskräfte nicht einzugreifen, und Anwälte wie Richter fürchten selbst Repressionen. Das zeigt zum Beispiel das Schicksal des Christen Younis Masih: Er hatte 2005 in Lahore Muslime, die ein religiöses Fest feierten, zu später Stunde gebeten, leiser zu singen, weil seine Familie um einen Verwandten trauerte. Am nächsten Tag wurde er von einer Gruppe Muslimen überfallen und so lange geschlagen, bis die Angreifer glaubten, er sei tot. Als er die Täter anzeigte, beschuldigten diese ihn, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Ein Gericht schenkte diesem Vorwurf Glauben und verurteilte ihn zum Tod; dazu zu einer Geldstrafe von mehr als 1000 Euro. Nach Angaben von Amnesty International wurde er seitdem mehrfach im Gefängnis zusammengeschlagen, sein Anwalt überlebte nur knapp einen Anschlag.
Immer wieder sind die Blasphemievorwürfe und die vagen Formulierungen des Paragraphen jedoch nur ein Vorwand für weltliche Motive. Sie würden vorgeschoben, um religiöse Minderheiten zu drangsalieren und politisch zu verfolgen, berichtet etwa Amnesty International. In Chack Chattah in der Provinz Punjab lehnte etwa Ende 2007 der Arzt Robin Sardar Bahin den Wunsch eines Schuhhändlers ab, vor dem von ihm geleiteten Krankenhaus einen Verkaufsstand einzurichten. Dieser warf dem christlichen Leiter der Klinik daraufhin vor, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Der Arzt ist nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte weiter in Haft.
Die neue Regierung unter Ministerpräsident Gilani hat wie zuvor schon Präsident Musharraf zwar versprochen, mehr für die Minderheiten zu tun, aber es ist kaum etwas geschehen. "Stattdessen verhandelt die Regierung mit Fanatikern, die Christen und andere angreifen", beklagt Menschenrechtler Francis. Erst vor wenigen Tagen schlossen die regionalen Behörden eine Art Stillhalteabkommen mit der Islamistengruppe Lashkar-e-Islam, die im Juni die Christen entführt hatte. In der pakistanischen Presse wurde danach darüber diskutiert, wohin sich das Land entwickelt hat - zum Unguten, wie etwa der Leitartikler in der Tageszeitung "The News" schreibt: "Wenn in Pakistan die dynamische Gesellschaft wieder entstehen soll, die hier einst existierte und in der alle religiösen Gruppen ihre Rolle spielen können, muss die Regierung alles tun, um die diskriminierenden Gesetze zu beseitigen, und Nichtmuslime zu wirklich gleichberechtigten Staatsbürgern machen."
Faz 25. Juli 2008
/// Wie hier im paschtunischen Pakistan geht es auch in Afghanistan zu. Zu Zeiten der Taliban-Diktatur war das aber sehr viel schlimmer, die Taliban führten einen täglichen mörderischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung und bildeten in militärischen Trainingslagern Kämpfer für den weltweiten "Heiligen Krieg" aus, siehe New Yorker Anschlag 2001.

- Afghanischer Bürgerkrieg 1989-1996-2002
"Ende und Folgen des Konflikts:
Die Folgen des Bürgerkrieges waren über eine Million Tote und ein nicht enden wollender Flüchtlingsstrom, der bis zum heutigen Zeitpunkt 2002 anhält. Damit war dies einer der blutigsten Bürgerkriege der Welt. Ein Ende war aufgrund der äußeren Interessen nicht abzusehen, im Gegenteil, die Instabilität der gesamten Region hatte sogar noch weiter zugenommen und das Risiko zusätzlicher Konflikte stieg.
Eine weitere Folge waren die ständigen Menschenrechtsverletzungen im großen Stil. Die Frauen waren durch Gesetze der Taliban völlig entrechtet. Berufsausübung und Schulbesuch waren verboten, völlige Verschleierung und Ausgang nur in männlicher Begleitung waren vorgeschrieben. Da Männer nach den Gesetzen der Taliban weibliche Körper nicht ansehen durften, konnten Frauen in Krankenhäusern mit ausschließlich männlichem Personal nicht behandelt und auch nicht entbunden werden. Den Männern wurde bei Gefängnisstrafe befohlen, sich lange Bärte wachsen zu lassen. Tanz und Musik waren verboten. Hungertod aufgrund der Erwerbslosigkeit oder Tod durch ausbleibende ärztliche Hilfe waren die Folgen.
Nach jahrelangem Krieg lag Afghanistan dann wirtschaftlich völlig am Boden. Straßen und Produktionsstätten, Schulen und Krankenhäuser, Dörfer und Städte waren zerstört.
Die unterschiedlichen Auffasssungen für ein geordnetes Zusammenleben, die unter dem Taliban-Regime und vor allem durch das Taliban-Regime ins Extreme auseinanderdrifteten, führten dazu, dass eine selbstständige Konfliktbeilegung der Afghanen nicht möglich war. Durch den Amerikanisch-Afghanischen Konflikt wurde aber das Taliban-Regime gestürtzt und eine langsame Normalisierung der Lebenslage in Afghanistan setzt nun im Jahre 2002 ein. " ( sibilla-egen-schule.de/konflikt/afghanis/afghan1.htm )

- Lit.: Mostafa Danesch, Die Leiden Afghanistans
Rez. FAZ 21. Februar 2003 , Mostafa Danesch: Wer Allahs Wort mißbraucht. Krisenherd islamische Welt. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2002. 317 Seiten, 21,90 [Euro].

- Neue Chance für die Zivilisation
Max Weber, der bedeutende Soziologe, formuliert es sehr prägnant in seinem Vortrag 'Politik als Beruf': "Es ist durchaus wahr und eine ... Grundtatsache aller Geschichte, daß das schließliche Resultat politischen Handelns oft: nein, geradezu regelmäßig, in völlig unadäquatem, oft in geradezu paradoxem Verhältnis zu seinem ursprünglichen Sinn steht." (S. 64f.)- Das gilt stets und überall. Was beim Schachspiel gelingt, ist bei politischem Handeln schwer kalkulierbar. In den zwanziger Jahren blühte Kabul, die deutsche Schule wurde gegründet und erwarb sich einen guten Ruf, der, verbunden mit akademischem Austausch, bis heute nachwirkt. 1996, nach so vielen Putschen, dem sowjetischen Einmarsch und dem alles verheerenden Bürgerkrieg, war Kabul nicht mehr wiederzuerkennen. Die Reislamisierung durch einander in Fanatismus überbietende Gruppen, die sich in mörderische Banden verwandelten und die alles zerschossen und zerbombten, brachte Afghanistan zurück in die Steinzeit. Seit dem Eingreifen der Nato hat sich das Blatt zum Besseren gewendet, die Zivilisation eine neue Chance bekommen. Die Regierung des Genossen Nadschibullah war, man muß angesichts der späteren Bürgerkriegsgreuel sagen: leider, nicht stabil; Nadschibullah wurde gräßlich gemetzelt, seine Leiche verstümmelt und in den Wind gehängt. Das hatte viel mit ausländischer Beeinflussung zu tun, noch mehr aber mit autochthoner Grausamkeit. Auch die Hekmatyar-Banden hätten siegen können. Eine Befriedung des geschundenen Afghanistans ist sehr schwierig, ohne entschlossenen, massiven Einsatz von Waffen aber völlig ausgeschlossen. Nicht nur Hekmatyar wartet auf einen neuen Bürgerkrieg. Komm. auf faz.net
(Todenhöfer)

- Wir reden mal drüber: Alles wäre doch so einfach gewesen: Bevor die Mudschaheddin-Gruppen sich im mehrjährigen Bürgerkrieg 1989-1996 gegenseitig massakrierten und das Land in Schutt und Asche legten, hätte man doch Habermas in das zerstörte Kabul schicken können. Der hätte die sieben verfeindeten Milizen an einen Tisch gesetzt und ihnen seine Diskursethik vorgestellt, praktische Übungen mit Rollenspiel eingeschlossen. Alles wäre gut geworden: die Milizen hätten Habermas ihre MPs in die Hand gedrückt und wären arbeiten gegangen, kein Mitglied eines anderen Stammes wäre mehr erschossen, kein Schiit mehr geköpft, keine Frau mehr gesteinigt worden. Heute ist es ja noch einfacher geworden, weil nur noch die Taliban da sind. Und Habermas könnte Todenhöfer mitnehmen. Komm. auf faz.net (Todenhöfer)

Dienstag, 5. Januar 2010

Remo H. Largo: "Schülerjahre", Marc Aurel



Über die Wiese und Abgründe

- LARGO . "Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst." Mit diesem Wörterklamauk beginnt Bloch seine "Tübinger Einleitung in die Philosophie". Largo weiß das besser. Alle Säugetiere sind von Anfang an eigenständige Systeme, so hilflos sie auch zunächst bei der Geburt sind. Und sie fühlen sich anfangs genauso wohl oder unwohl wie dreißig Jahre später, wenn sie über viel mehr Fähigkeiten verfügen und gereift sind. Sie werden nicht erst, sie sind von Beginn an und entwickeln sich hauptsächlich nach eigenen Systemeigenschaften. Bei Goethe heißt es:

Urworte, orphisch
ΔΑΙΜΩΝ, Dämon

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

Die Sterne muß man hier natürlich austauschen gegen den ganz besonderen LebensStoff Desoxyribonukleinsäure (DNS), die uns lebenslang formt. Sie zieht die Grenzen, innerhalb derer viele Variationen möglich sind, aber eben nicht alle. Das Außen, die Familie, die Schule, die "Verhältnisse" können eine positive oder negative Rolle spielen, aber in Bezug auf die hauptsächlichen Systemeigenschaften immer nur eine Nebenrolle. Auch auf dem höchsten Thron säßen wir nur auf unserem Hintern, meint Montaigne. Ob wir da richtig oder falsch sitzen, am richtigen Platze sind, das entscheidet unsere Persönlichkeit. Und viele sitzen nicht am richtigen Platz, weil sie mangels Selbsterkenntnis etwas Falsches angestrebt haben. Werde der, der du bist, empfiehlt Nietzsche, werde nicht etwas, was nicht zu dir paßt, wo du dich unglücklich fühlst, wo du unter- oder überfordert bist. Laß dir nichts einreden von Schwatzlappen wie Bloch und Weizsäcker etc. . Sich nichts einreden zu lassen fällt Kindern, die sich und die Welt noch nicht so genau kennen, besonders schwer. Das ist Largos Gebiet:
"Im Jahr 1993 veröffentlichte Largo sein erstes Buch „Babyjahre“ (Carlsen Verlag, Hamburg 1993), das sich, ebenso wie später der Folgeband „Kinderjahre“ (Piper Verlag, München/Zürich 1999), zum „Longseller“ entwickelte und in viele Sprachen übersetzt wurde. Largo warnte darin besonders vor dem Förderwahn innerhalb der Familie und der Schule und stellte fest: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Er will damit bei Eltern und Erziehern Verständnis für die biologischen Gegebenheiten wecken und für die Vielfalt kindlichen Verhaltens. Weitere Bücher folgten seitdem." (Wiki.)
Dieses liegt jetzt vor:

' Schule als Traum - nicht Trauma!
Das sollten Eltern und Lehrer gelesen haben: Remo Largo klärt die Frage, wie Kinder besser lernen können.
Von Dorothea Sihler, FAZ 14.10.2009
Remo Largo hat sich mit seinem neuen Buch "Schülerjahre" in die Erziehungs- und Schuldebatte eingeschaltet. Nach seinen Erziehungsklassikern "Babyjahre" und "Kinderjahre" versucht er hier zusammen mit dem Journalisten Martin Beglinger seine Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie auf die Schule zu übertragen. In einer Art Frageund Antwort-Spiel stellt das Buch "Schülerjahre" sehr anschaulich dar, wie sich Kinder entwickeln, was sie kompetent macht und wie eine kindgerechte Schule aussehen könnte. Was die Entwicklung von Kindern betrifft, ist Remo Largo, emeritierter Professor für Kinderheilkunde in Zürich, Spezialist. Er sagt, Kinder müssen nicht gefördert werden, weil sie sich aus sich selbst heraus entwickeln. Das Anregungspotential des Elternhauses, der Schule und der Umwelt spielt dabei eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle. Das genetische Potential, das ein Kind mit auf die Welt bringt, kann durch günstige Umstände im besten Falle ausgeschöpft werden, verändert werden kann es nicht mehr.

In dieser Deutlichkeit ist das Buch fast ein Anschlag auf alle Eltern, die sich seit Jahren bemühen, das Beste aus ihren Kindern zu machen. Selbst verunsichert und von Abstiegsängsten geplagt, setzen sie ihre Kinder einem Fördertherapie-und Nachhilfe-Marathon aus. Nichts bleibt unversucht, um aus dem Wunschkind, das heute meist ein Einzelkind ist, das Juwel zu machen, auf das die Eltern glauben Anspruch zu haben. Eine glanzvolle Schul- und Berufskarriere gehört da selbstverständlich dazu. Das wird schwierig werden. Ein Blick auf eines der im Anhang des Buches vorgestellten Diagramme erklärt warum.

Es zeigt nämlich, dass die Wahrscheinlichkeit einer Mutter, deren IQ bei 130 und darüber liegt, ebenso intelligente Töchter zu bekommen, nur bei sechzehn Prozent liegt. Je stärker Vater und Mutter in puncto Körpergröße, Intelligenz und anderen Begabungsmerkmalen von der Mitte abweichen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder wieder zum Durchschnitt tendieren. Das mag enttäuschend für alle Bilderbucheltern sein, die auf einen Klon ihrer selbst gehofft hatten und sich ihren verbissenen Ehrgeiz hätten schenken können. Hoffnung dürfen dafür all jene haben, die auf Grund ihrer Armut auch für dumm gehalten werden.

Allen rät Remo Largo ganz altmodisch, sich wieder mehr ihren Kindern zuzuwenden, ihnen emotionalen Halt zu geben und Geborgenheit zu vermitteln. Das ist das eine. Das andere ist die Tatsache, dass Kinder einfach sehr verschieden sind und sich, je älter sie werden, umso unterschiedlicher entwickeln. Selbst innerhalb einer Altersstufe sind Begabungen in aller Regel nicht gleich stark ausgeprägt. Für die Schule bedeutet das, dass sie sich stärker auf Kinder einstellen muss, die sehr unterschiedlich entwickelt sind, obwohl sie gleich alt sind. So kann es vorkommen, dass Kinder im gleichen Alter in ihrer Lesekompetenz um etliche Jahre auseinanderliegen und wahrscheinlich nie ein einheitliches Leseniveau erreichen werden. Die Aufgaben dürfen für jedes Kind immer nur gerade so leicht oder schwer sein, dass es weder unter- noch überfordert wird. Denn sonst sind Kinder schnell gestresst, enttäuscht und demotiviert. Lernbereitschaft und Neugierde auf Seiten des Kindes dürfen aber vorausgesetzt werden.

Viele Lehrer haben sich längst auf einen individualisierten Unterricht eingestellt, der jedes Kind da abholt, wo es in seiner sprachlichen, logisch-mathematischen, figural-räumlichen, sozialen, motorischen, musikalischen und kompetenzübergreifenden Entwicklung steht. Ohne eine stabile emotionale Lehrer-Schüler-Beziehung geht hier nichts. Erst dann, wenn ein Kind sich angenommen fühlt, mag es lernen und sich beurteilen lassen.

Erfreulich ausführlich beschäftigt sich das Duo Largo/Beglinger mit der Frage, wann ein Lehrer ein guter Lehrer ist. Denn er und nicht die Bildungspolitik und ihre Strukturen sind der Dreh- und Angelpunkt einer Schule. Ein guter Lehrer mag nicht nur die starken, sondern auch die schwachen Schüler. Er ist firm in Entwicklungspsychologie, arbeitet eng mit seinen Lehrerkollegen und den Eltern zusammen und toleriert, dass auch seine Arbeit im Klassenzimmer bewertet wird. Kollektive Lernpläne und Noten müssen abgeschafft werden, denn im Zentrum soll das einzelne Kind stehen.

Kompetenzraster können besser als Noten den Entwicklungsstand eines Kindes beschreiben und die nächsten Entwicklungsschritte ins Auge fassen. Jeder Lehrer sollte dabei die Stärken seiner Schüler entdecken und fördern wollen, anstatt auf ihren Schwächen herumzuhacken. Das zerstört nur die Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls und den Glauben an sich selbst. So kann es einem guten Lehrer gelingen, ein Kind mit einer ungünstigen Lernprognose zu besten Ergebnissen zu führen. Kleinere Klassen, starke Klassenlehrer, nicht ständig wechselnde Unterrichtsräume sind allerdings wichtige Voraussetzungen dafür, dass ein Lehrer seine Schüler so gut kennenlernen kann, dass er weiß, wie er sie am besten fördern kann.

Das Buch stellt viele gute Fragen. Zum Beispiel, warum immer mehr Mädchen in der Schule erfolgreicher sind als Jungs. Oder warum uns ein Phänomen wie ADHD heute so beschäftigt, das früher kaum einer kannte. Und was machen mit all den Legasthenie- und Dyskalkulie-Kindern? Wie werden die Lehrer mit diesem erzieherischen Anspruch an sie fertig?

Die Antworten sind differenziert, klug und immer getragen von einer großen Gelassenheit und Geduld. In einem tieferen Sinn ist das Buch so etwas wie eine Gesellschaftskritik, die uns und vor allem das Kind von der Vorstellung befreien möchte, es zu "unserem" Produkt machen zu wollen, denn "das Kind gehört nicht den Eltern, sondern nur sich selbst".

Remo H. Largo/Martin Beglinger: "Schülerjahre". Wie Kinder besser lernen. Piper Verlag, München/Zürich 2009. 336 S., geb., 19,95 [Euro].
Bildunterschrift: Lasst sie nur machen: Kinder entwickeln sich aus eigener Kraft, die Anregungen der Umwelt spielen nicht die entscheidende Rolle.


- Marc Aurels Wort zur öffentlichen Schule:
" Von meinem Urgroßvater stammte der Brauch, nicht in die öffentlichen Schulen zu gehen, sondern zu Hause bei guten Lehrern etwas Rechtes zu lernen, sowie die Erkenntnis, daß man für solche Zwecke nicht genug Geld ausgeben kann. " Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 1. Buch

Montag, 4. Januar 2010

Cherokee liest Epikur, Jerusalems Zivilisation



Schneedämmerung in O.

- Bloch, Weizsäcker und die Cherokee.
Ein alter Cherokee-Häutling erzählt eines Abends seinem Enkel eine Legende. Er sagt: "Mein Sohn, der Kampf zwischen zwei Wölfen tobt in jedem von uns. Einer ist böse. Er ist Reizbarkeit, Neid, Eifersucht, Sorge, Ängstlichkeit, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Disziplinlosigkeit, Mißgunst, Faulheit, Vergnügungssucht, falscher Stolz und Eitelkeit. Der andere ist gut. Er ist Genußfreundlichkeit, Friedfertigkeit, Hoffnung, Gelassenheit, Offenheit, Güte, Wohlwollen, Mitgefühl, Großzügigkeit, Selbstbeherrschung, Zähigkeit und Wißbegier." Der Enkel dachte eine Minute darüber nach und fragte seinen Großvater dann: "Und welcher Wolf gewinnt?" Der alte Cherokee antwortete: "Der, den du fütterst."
Ob die Quellenlage hier so eindeutig ist, mag dahingestellt sein; ich vermute, da hat der alte Häuptling vorher den Epikur studiert; aber kluge Menschen gibt es überall, kluge Kulturen nicht. Den Kern der Legende, die Selbstbeherrschung und die Selbststeuerung durch rationales Denken, haben die Philosophen der STOA von Zenon bis Seneca vielfältig bedacht und ihre Schriften sind bis heute unüberholt und fester Bestandteil aller Klugheitslehren und der praktischen Philosophie (die nicht die Kathederphilosophie ist).
"Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja, alles und jedes steht noch vor der Erschaffung der Welt, als einer rechten." (Bloch, Prinzip, Ende) Solchen bramarbasierenden Unsinn, der den Menschen nach außen orientiert, statt ihn Daseinsgenuß, Lebenskunst und Selbstlenkung zu lehren, hat Bloch sein Leben lang abgesondert, eine schillernde Glibberspur hinterlassend. Einen solchen Verwirrgeist einen "großen Philosophen" zu nennen, bezeichnet die weitgehende Unklugheit des Richard von W. (s. Eintrag v. 3.1.10)

- Jerusalem: Der erste von fünf Nahostkriegen des 20. Jahrhunderts war gerade vorbei, da erklärte Ben Gurion, Premierminister des jungen Staates Israel, am 4. Januar 1950 Jerusalem zur Hauptstadt. Fast 3000 Jahre nachdem König David die Stadt erobert haben soll, schloss sich damit für die Juden der Kreis.-
Nun ja. Welcher Kreis? Welche Juden? Reinhard Inbar, deutsch-israelischer Siedler der ersten Stunde, Atheist und Kibbuz-Sozialist, Flieger im ersten Krieg gegen die angreifenden Araber, beklagte in einem Vortrag über Israels Geschichte (bei den ODENTHALER GESPRÄCHEN), daß sich die Bevölkerungszusammensetzung Israels stark gewandelt habe: die frühere Hauptgruppe der europäischen und amerikanischen Juden sei heute in der Minderheit gegenüber den orientalischen Juden, die stärker dem jüdischen Glauben verhaftet und viel kriegerischer seien. Beides hat natürlich Gründe: die traditionelle und noch stark gewachsene religiöse Intoleranz in den arabischen Ländern, die Gewaltangriffe gegen Christen und Juden haben viele Juden nach Israel getrieben, wo sie natürlich die erlebte Rechtlosigkeit nicht vergessen haben und ihre politische Haltung beeinflußt. Für sie bedeutet der Mythos "Jerusalem" noch viel mehr als für die vielfach säkular eingestellten Juden der Ben-Gurion-Zeit und zudem wollen sie vor dem nächsten Krieg, auf den die HAMAS, die HIZBOLLAH und IRAN zusteuern, so viele Fakten wie möglich schaffen.
Natürlich ist es Unsinn, sich auf alte Glaubensgeschichten zu berufen, daß irgendwann irgendein Landstrich einmal von irgendwelchen alten Vorfahren besiedelt worden sei - die bisherige Geschichte ist überall eine Geschichte der vielfältigen und vielfachen Eroberungen und Rückeroberungen, und jeweils fälschten die Sieger die Geschichte in ihrem Sinne, ausnahmslos.
Viel sinnvoller ist es, nach der Wirkung zu fragen, nach der Funktion, nach dem Wohlstandsgewinn, danach streben alle, und nach der individuellen Freiheit, danach streben die Unternehmer und Wissenschaftler, die Wohlstands- und Zivilisationsmehrer im weitesten Sinne. Und da haben denn die Israelis mehr zu bieten: ein blühendes Land inmitten der arabischen Barbarei. In Jerusalem wird nicht öffentlich geköpft wie in Saudi-Arabien, nicht dem Dieb die Hand abgeschlagen wie im Sudan, nicht öffentlich gesteinigt wie überall zwischen Kabul und Nigeria. Als zivilisierter Araber, der Wert auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit legt, und das gilt um das Tausendfache mehr für arabische Frauen, kann man sich also nur über die jüdische Expansion freuen, so, wie viele Palästinenser sehr viel lieber in Israel leben als in Ägypten.

- CimateGate Update 12, CRU Jones gibt zu: Nur 10 bis 20 % der Weltfläche zeigten Erwärmung!
Ex CRU Direktor Jo­nes schreibt dazu in einer der Cli­ma­te­Ga­te Mails "Even with the in­stru­men­tal re­cord, the ear­ly and late 20th cen­tu­ry war­ming pe­ri­ods are only sig­ni­fi­cant lo­cal­ly at bet­we­en 10-20% of grid bo­xes." Der Klimawandel auch und gerade der achtziger und neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts ist also keineswegs global, sondern regional begrenzt, und lokale gegenläufige Trends werden nur durch die globale Mittelung verdeckt. Der vermeintliche globale Trend ist daher nichts anderes als ein bloßer Methoden-Artefakt....Oder anders ausgedrückt: 80-90 % der Erde zeigten keinerlei Erwärmung. Aus diesen E-Mails von Phil Jones an sein Apokalyptiker-Kartell geht auch hervor, wie klar sich Jones dieses Sachverhalts bewußt war, dass er ihn als problematisch ansah, und dass er sich auch wegen dieses Sachverhalts um eine Beeinflussung von peer reviews bemüht hat.
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/cimategate-update-12-cru-jones-gibt-zu-nur-10-bis-20-der-weltflaeche-zeigten-erwaermung/