Mittwoch, 17. Februar 2010

Montesquieu und die Vernunft


Schneewald
-7°C/+3°

- Montesquieu starb am 10. Februar 1755 in Paris.

Ein Aphorismus aus seinen „Gedanken“ : „Einzigartige Sache: Fast nie ist es die Vernunft, wodurch die Dinge vernünftig werden, und fast nie kommt der Mensch aus Vernunft zur Vernunft."


- m4gw: "We're A Hit In Vermont!
By Elmer on February 16, 2010 12:37 PM | 1 Comment | No TrackBacks
by Elmer Beauregard

Paul Beaudry is a host of 2 radio shows that expose global warming as a hoax, the Comment Show and True North radiowhich air in Vermont and surrounding areas. Lately he's been playing a lot of our music and it seems to be pretty well received. Like Minnesota, Vermont is having a record breaking winter and some people are thinking of starting a sister organization "Vermontians For Global Warming"
Paul had me on as a guest a couple of weeks ago here is that interview."

Dienstag, 16. Februar 2010

Von Litauen bis Amen



Unter Rußlandkennern im Jahr 2000 : Hélène Carrère d’Encausse (geb. Zourabichvili) lädt sich gerne mal einen Ex-KGBler nach Paris ein
(Bild: www.kremlin.ru)


- Litauen begeht am 16. Februar einen seiner beiden Nationalfeiertage. Nach so langer russischer Besetzung mag das angehen. Um so mehr, als die Historikerin und Politologin Hélène Carrère d’Encausse, derzeit Chefin der Académie française, in ihrem Buch "Risse im Roten Imperium. Das Nationalitätenproblem in der Sowjetunion." 1978 (dt.1986) den baltischen Staaten aufgrund der demographischen Entwicklung die "physische Auslöschung" vorhergesagt hatte. Die geburtsstarken mohammedanischen Nationalitäten in der SU sah sie erstarken. So ist das eben mit dem menschlichen Denken, insbesondere, wenn es um die Zukunft geht.
Ludwig von Mises hatte schon 1922 in seiner "Gemeinwirtschaft" den Sozialismus als undurchführbar analysiert, da in ihm wegen des Fehlens von realen Marktpreisen keine realitätstüchtige Wirtschaftsrechnung möglich sei. Die Mehrheit hat das nicht geglaubt, die Mehrheit liegt bekanntlich fast immer falsch, und es mußte erst zu Massenarmut, Diktatur und Kollaps kommen, bis Mises furchtbar recht bekam. Talcott Parsons, Hayek und einige wenige andere ebenfalls, das sei nicht unterschlagen.
Das war ein Schock für die Linke, scharenweise gingen wir schon in den 70ern von der neomarxistischen Fahne, als etwa durch Solschenizyn das rote Konzentrationlagersystem selbst in der linken Presse nicht mehr geleugnet werden konnte.
Dann kam die grüne Phase, wenn die Zukunft nicht mehr rot sein sollte, na gut, dann eben grün. Wie bei religiösen Konversionen lassen sich Ideologien ziemlich einfach austauschen. Vom roten Sponti Joschka zum grünen Außenminister Fischer braucht es nicht so lange, bei Mussolini war das ganz ähnlich, bei Sorel.
Schon in Platons "Politeia" steht die Diktatur der Vernunft als Ziel, werden die Tüchtigen gezüchtet, die Kinder den Müttern nach der Geburt weggenommen und sozialisiert, die Unbrauchbaren getötet. Rechts und links kann man hier nicht auseinanderhalten. Jandl fand das auch noch später, daher seine schöne Formulierung: Rinks und lechts kann man leicht verwechseln. Beide Richtungen versuchen, den Staatsapparat in ihre Hände zu bekommen und auf diese Weise allen anderen ihre Ziele aufzuzwingen. Das hat Platon in Sizilien auch versucht. Er wollte der Vernunft, seiner Vernunft, zur Herrschaft verhelfen. Grenzenlos. Grün will die grenzenlose grüne Vernunft weltweit verbreiten wie früher die sozialistische Solidarität, den sozialistischen Internationalismus. Die Natur soll herrschen, sie wird zum Heiligtum erklärt, lat. Fanum, begeistert, lat. fanaticus, soll alles Unnatürliche beseitigt werden, Autos, Abgas, CO2 etc. Dafür kämpfen die Grünen; wenn bei den Kommunisten die Partei immer recht hatte, so ist es jetzt die Natur. Oder das, was sich Stadtmenschen wie Fischer, Künast, Schellnhuber, Collins und das IPCC unter Natur vorstellen. Wachte früher die Partei über die reine Lehre, so machen das jetzt die Propheten des Ökologismus. Häretiker wie Richard Linzen und Anthony Watts verunreinigen die reine Wissenschaft und werden deswegen ausgesperrt von den sauberen Zeitungen und Zeitschriften. Häretiker dienen dem Schmutz und der Industrie, den Profiten der Autobauer und Luftverschmutzer. Der Luft, der ganzen Atmosphäre rund um den Globus wird jetzt ein grünes Reinheitsgebot diktiert: 0,03% CO2 . Mehr ist von höllischem Übel. Da sei der grüne Gott vor. Der internationale Klimakampf. Das IPCC. Amen.

Montag, 15. Februar 2010

Prof. Phil Jones: Klimadödel oder Datenfälscher?



Dieser aggressive Bursche mit den scharfen Krallen (Mäusebussard) wartet auf ein argloses Täubchen - auf eine fette Ringeltaube, genauer gesagt, die im Laub unter dem Schnee nach Bucheckern sucht (dieser Wald hat übrigens das "Waldsterben"-Geschwätz gut überlebt)











Klimadödel oder Datenfälscher?
- Prof. Phil Jones, Zentralfigur der IPCC-Welterwärmungsphantasten, macht eine überraschende Kehrtwende:
1. Die Quelldaten der berüchtigten „Hockeyschlägerkurve“ sind verschollen
2. Es gab seit 1995 keine globale Erwärmung
3. Erwärmungsperioden gab es bereits früher – ohne menschliches Zutun

Mehr: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1250872/Climategate-U-turn-Astonishment-scientist-centre-global-warming-email-row-admits-data-organised.html?ITO=1490#ixzz0fbMGo6nN

Diese Meldung der Sonntagsausgabe der DAILY MAIL v. 14.2.10 (vgl. wattsupwiththat.com/ 14.2.) ist eine angenehme Überraschung!

- BBC 13.2.90 : Phil Jones, der Professor hinter der „Klimagate-Affaire“ gab zu, einige seiner Jahrzehnte alten Wetterdaten seien nicht ordentlich genug archiviert.
Das habe zu seiner Weigerung beigetragen, seine Rohdaten den Kritikern offenzulegen – eine Entscheidung, die er bedauere.
Wortlaut:
„ Phil Jones, the professor behind the "Climategate" affair, has admitted some of his decades-old weather data was not well enough organised.
He said this contributed to his refusal to share raw data with critics - a decision he says he regretted.
But Professor Jones said he had not cheated over the data, or unfairly influenced the scientific process.
He said he stood by the view that recent climate warming was most likely predominantly man-made.
But he agreed that two periods in recent times had experienced similar warming. And he agreed that the debate had not been settled over whether the Medieval Warm Period was warmer than the current period.
These statements are likely to be welcomed by people sceptical of man-made climate change who have felt insulted to be labelled by government ministers as flat-earthers and deniers. ...“
Mehr: news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8511701.stm

- Sehr merkwürdig, daß die FAZ dazu nichts bringt; hat Müller-Jung das abgefangen?

- Mr. Jones und seine Emails:
- Climate scientists shut out sceptics by turning down data requests
Hacked emails reveal systematic attempts to block FoI (Freedom of Information Act) requests from sceptics — and deep frustration at anti-warming agenda GUARDIAN 3.2.10 The emails reveal repeated and systematic attempts by him and his colleagues to block FoI requests from climate sceptics who wanted access to emails, documents and data. These moves were not only contrary to the spirit of scientific openness, but according to the government body that administers the FoI act were "not dealt with as they should have been under the legislation". ... Jones was laying out his uncompromising views on protecting "his" data. In a note to the prominent US climate scientist Michael Mann in February that year, he noted that "the two MMs", McIntyre and his co-author the Canadian environmental economist Ross McKitrick, "have been after the CRU station data for years. If they ever hear there is a Freedom of Information Act now in the UK, I think I'll delete the file rather than send to anyone." ... By 2008, the scientists had become used to dealing with, and usually rebuffing, requests for their data. But this demand for their emails heightened their alarm. Days after receiving the request, Jones sent one of the most damaging emails to emerge from the leak. He asked Mann: "Can you delete any emails you may have had with Keith [Briffa] re AR4? Keith will do likewise. Can you also email Gene [Eugene Wahl, a paleoclimatologist at the National Centre for Atmospheric Research in Boulder, Colorado] and get him to do the same ... We will be getting Caspar [Ammann also from NCAR] to do the same." ... ' WUWT / m4gw / Climategate: The CRUtape Letters (Volume 1) (Paperback) Steven Mosher (Author), Thomas W. Fuller (Author)

Sonntag, 14. Februar 2010

Die Griechen und der Euro, Moderne: Mein Wille will nicht so, wie ich es will



Bernhardin von Siena - hat er die Zinseszinsrechnung entwickelt? Verbirgt er in diesem Folianten die Quellformel?
(Bild: Wiki.)

- Die Griechen und der Euro
„Ein Austritt wäre langfristig besser“
Es sei ein gravierender Konstruktionsfehler der Währungsunion, dass sie zu unterschiedliche Mitglieder zusammenspannt: Wirtschaftsprofessor Dirk Meyer von der Bundeswehruniversität in Hamburg rät zu einem Austritt oder Ausschluss der Griechen - dies sei besser als immer neue Finanzhilfen ..." FAZ 12.2.
- Euro Symposion:
"Robert Mundell hatte in einem wichtigen Artikel in der "American Economic Review" 1961 dargelegt, was einen solchen ausmache: Da in einer Währungsunion die Möglichkeit von Wechselkursänderungen wegfalle, müssten notwendige Anpassungen anders vonstattengehen - durch flexible Preise auf den Gütermärkten, flexible Arbeitsmärkte und eine hohe Mobilität der Arbeitnehmer, die dorthin ziehen, wo sie Arbeit finden. All das schien in Europa zu wenig gegeben, warnten amerikanische Ökonomen wie Barry Eichengreen. Wie könne man da auf unabhängige Geldpolitiken verzichten? ..."Der Euro ist eine schlechte Idee FAZ 1.2.10 /Rez.:
Lars Jonung und Eoin Drea: Euro Symposion: It Can't Happen, It's a Bad Idea, It Won't Last: U.S. Economists on the EMU and the Euro, 1989-2002. Econ Journal Watch, Januar 2010

/// Es war eine lange Diskussion gewesen, aber nachdem der € über 1,20 gestiegen war, hatte ich das Gefühl, daß die größten Probleme überwunden seien. Das war offenbar falsch.

- "Mein Wille will nicht so, wie ich es will . Muntere Kopfarbeit: Ludger Honnefelder fahndet nach unseren Ursprüngen im Denken des Mittelalters
Das herkömmliche Bild von der Philosophie des Mittelalters hatte eine klare Kontur. Der Zenit lag bei Thomas von Aquin, der durch seine produktive ..." FAZ 28.11.08

/// Unter dieser modernen Überschrift, die sicher nicht von ihm stammt, bespricht Böckenförde Honnefelders "Woher kommen wir? Ursprünge der Moderne im Denken des Mittelalters", Berlin University Press 2008. Honnefelder sieht wesentliche Impulse für rationales Denken in der Scholastik und ihren Verfahren, bei Duns Scotus und Ockham. Für die rationale Selbstaufklärung der im Glauben verdunkelten Brüder gilt das sicher, auch wenn es bis zur Zivilisierung und Befriedung der christlichen Dunkelmänner noch Jahrhunderte gebraucht hat. Aber bis heute sind sie, wie die Anhänger des kriegerischen Mohammedanismus, Freunde der kindlichen Indoktrination geblieben. Sozusagen ein geistig-geistlicher Kindermißbrauch. Die scholastische Methode hat die Rationalität geschärft, aber sind das wirklich die Ursprünge unserer Moderne? " Mein Wille will nicht so, wie ich es will ", dabei ist es auch bei den modernen Menschen geblieben, bei den jesuitischen Zeitgenossen auch. Wie sollte es anders sein bei Menschen, deren Gehirn mit Serotonin, Acetylcholin, Östrogen und Testosteron etc. operiert. Die keine Erfindung eines Gottes sind, sondern haarige Vettern haben. Ein wesentlicher Teil unserer Moderne ist die Entdeckung der Leiblichkeit des Menschen, die Erforschung seines Leibes, die erst im 19. Jahrhundert die moderne Medizin mit ihren himmlischen Segnungen hervorgebracht hat, und die Technik, die im antik-maritimen Athen ihren wesentlichen Ausgangspunkt besitzt und mit dem Räderpflug u.a. neue Ernährungsproduktivität und die technische Zivilisation der Städte hat wachsen lassen und die sich aufs Innigste mit der leiblichen Medizin umarmt. Neben diesen beiden großen Torpfeilern der Moderne sitzt auch ein sinnierender Mönch, halb drinnen, halb draußen. Er hat sich angelehnt an die Technik-Säule, der er immer noch mißtraut. Aber er zieht sie der Leiblichkeitssäule doch entschieden vor.

- STRIZZ: Die STRIZZ-Website ist renoviert. Vielleicht mal reinschauen. www.strizz.de
Schöne Grüße! Volker Reiche
- Köstlich: Omi als Biene Maja (faz.net/s/homepage.html)

Samstag, 13. Februar 2010

"Saugut": John Stuart Mill, Kernkraft in Georgia




Ansicht aus der Kleinen Eiszeit: "Winterszene" von Hendrick Avercamp, ca. 1609 (noch bis 15.2. im Reichsmuseum Amsterdam)(da schaufelt ja gar niemand Schnee!?)

John Stuart Mill (*1806 London - 1873 Avignon)(Jawohl, die Stirn trägt man besser offen und frei!)


- Saugut: " Mill sieht sich in der von Epikur bis Bentham reichenden hedonistischen Tradition, der gemäss Lust (im Sinne des ganzen Spektrums schöner Gefühle) den einzigen Endzweck menschlichen Handelns darstellt. Sein Zeitgenosse Thomas Carlyle hatte den Hedonismus mit dem Etikett der Schweinephilosophie versehen (was – nebenbei gesagt – Anlass gab zu dem Kalauer, der Hedonismus sei keine Theorie des Guten, sondern eine Theorie des Sauguten). ...
Ein liberaler Mensch, wie Mill ihn sich vorstellt, nimmt nicht die Freiheit der anderen nolens volens hin und toleriert sie, so wie er von ihnen toleriert werden will. Seine Haltung ist offener, neugieriger und affirmativer. Ohne Normabweichung, ohne das Probieren des anderen würde die Menschheit nie erfahren, welche Möglichkeiten der Steigerung in ihr liegen – und wenn Mill von Steigerung spricht, so denkt er nicht an freudlose Höchstleistungen, sondern an die Vollendung der Fähigkeit, ein freudvolles Leben zu führen – in qualitativer und quantitativer Hinsicht. Ohne Variation und Abweichung würde sich das gesellschaftliche Leben bald in toten Zeremonien erschöpfen.
Konformitätsdruck und Versuche der Einschränkung der Individualität führen somit nach Mill zu einer Verarmung des kulturellen Wissens über das Menschenmögliche; und daran kann niemand ein vernünftiges Interesse haben. Schon gar nicht ein Utilitarist." (Der Nutzen der Freiheit. Ein Versuch über John Stuart Mill, über Liberalismus, Utilitarismus und die Toleranz, Michael Schefczyk, NZZ 16.1.10)
///
Der präfaschistische Heldentenor Carlyle bezog sich bei seinem Urteil auf fromme Autoren wie Eusebius Hieronymus; Horaz nahm diese christliche Verzerrung ironisch auf, indem er sich selbst einmal als „Epicuri de grege porcus“ („Schwein aus der Herde Epikurs“, Episteln 1, 4, 16) bezeichnet hatte.-
Schefczyks Aufsatz gelingt der schwierige Versuch, aus Mill'scher Perspektive das Glück der großen Zahl mit der individuellen Freiheit zu versöhnen. Es ergeben sich aber delikate Weiterungen. Variation und Abweichung dürfen nicht auf (Steuer-) Kosten anderer gehen. Wer HartzIV-Säufer oder Kommune I/II, Otto-Muehl-Kommune oder Ashram spielen will, soll das selbst bezahlen. Und im Falle der bei allen Guru-Sekten vertretenen sexuellen Übergriffe auf Kinder muß ein gesetzlicher Schutz gelten, der sich nur aus einer konservativen Wurzel herleiten kann, denn Gurus verkünden gerne mit Wilhelm Reich und Otto Muehl: „Die Familie ist die Brutstätte aller Geisteskrankheiten“.
Durch den utilitaristischen Bezug entgeht Mill auch dem "Zarathustra-Syndrom" Nietzsches und dessen "übermenschlichen" Verspanntheiten.

- Kernkraft in Georgia: Southern Co. / Obama baut Atomkraftwerke

- Vom Geist des Feuilletons: seit Tagen wird das (Plagiats-)Geschreibsel von 17jährigen verhandelt. Daß der Pubertätsblödsinn gut verkauft wird, verweist darüber hinaus auf den geistigen Zustand eines größeren Publikums.

- Vom Geist der Merkel und Schavan: noch einmal 2.000.000.000 € mehr sollen die schneeräumenden Steuerzahler für Klimadödlwissenschaft bezahlen - der Himmel falle ihnen auf den Kopf.

- Apropos Schneeräumen bei -3°C/-1°C: es schneit schon wieder; auch auf Mallorca; Philadelphia mißt 1,75cm Schnee.