Dienstag, 16. April 2013

So was macht man nicht!





Star an Narzissen, die endlich blühen. Der andere Teil des Pärchens hat sich abgeduckt; die beiden brüten zum ersten Mal hier.







Twittern ist ja nicht ausgesprochen islamisch. Sich über die Jungfrauen im Koran-Paradies lustig zu machen, auch nicht. Fazil Say, türkischer Pianist und Komponist, bekam für seine unislamische Twitterei jetzt in Istanbul 10 Monate Gefängnis auf Bewährung. Prima, Türkei.

Was so ein roher Bursche wie Abraham alles auf den Weg gebracht hat. Jahwe-gläubige Frauen dürfen an der Jerusalemer Klage-Mauer nur ohne Schal, Riemen, Thora und dergleichen Gedöns und nur still ihren religiösen Phantasien frönen, sie werden sonst polizeilich abgeführt. Dies geschieht regelmäßig. (FAZ 15.4.13)

Montag, 15. April 2013

Da fällt was ab




Jeder, sieht man ihn einzeln, ist leidlich klug und verständig;
Sind sie in corpore, gleich wird euch ein Dummkopf daraus.
Schiller, Epigramme






Dieses frühe Schillerwort zur Gruppendynamik ist bekannt. Bezieht es sich auch auf die Familiengruppe? Ja und nein. Es trifft überall zu, wo das Dialogische nicht im Vordergrund steht, das Reflexive, Nachdenkliche. Bei Familienfesten hat es wenig Platz, wenn nicht gerade eine arrivierte Familie etwas feiert und das zu gestalten weiß.
Im Zusammenleben von Eltern und Kindergeneration kann es eine ungemein große Rolle spielen. Wer könnte den Einfluß von Abertausenden von Gesprächen in der Familie überschätzen? Was dort an Klugem und Ratendem oder Unklugem und Geistärmlichen zur Sprache kommt, wirkt sich vielfältig fruchtbar oder behindernd und hemmend aus.

Der jüngst verstorbene französische Soziologe Raymond Boudon, ein Gegenspieler des närrischen Bourdieus, unterschied primäre und sekundäre Herkunftseffekte in den Schulkarrieren. In jeder Hinsicht primär, neben der Genetik, ist die Sozialisation im Elternhaus. Was Kinder in einem kultivierten Elternhaus über die Jahre hinweg lernen können - nicht unbedingt müssen, denn Berufstätigkeit der Eltern, Drogenprobleme etc. bedrohen diese Sozialisation - das bleibt primär und kann von der Schule nicht ausgeglichen werden. Gegen engstirnige Lehrer, die ja meist nur Schulen besucht haben und nur Schulen kennen, ist dieses Fundament und der Familienrückhalt sogar von besonderer Bedeutung.
Die Familiengruppe fällt also nur bedingt unter Schillers Diktum - den Familienfesten läßt sich, wenn Sauf- und Fußball-Niveau droht und endloses Tantengerede, durchaus entkommen.

Und “freilich ist Einsamkeit einer langweiligen und unbedarften Gesellschaft immer noch vorzuziehen”, meint Montaigne in seinen ESSAIS (“Über die Eitelkeit”), wie er überhaupt anregt, sich seine Verwandschaft in den reifen Jahren selbst auszuwählen. Das kann dann reichen von Epikur bis zu Montaigne, von Epiktet bis zu Lichtenberg. Eine gute Gesellschaft.

Sonntag, 14. April 2013

Eingequetscht





Nein, der Schraubstock ist nicht von Peter Behrens entworfen worden, der heute Geburtstag hat. 
Er fand seine Form früh, um 1500 tauchte er erstmalig in Nürnberg auf. Ungemein hilfreich erleichterte er die Werkstattarbeit. Zupackend. 
Die rotgrünschwarzen Backen hier haben D wie Deutschland fest eingespannt. Da tut Bewegung not. Alternative. Eine Alternative für Deutschland. Eine AfD.

Samstag, 13. April 2013

Kluger Ratschlag



Ein bißchen blinkt es schon gelb, aber die Narzissen blühen immer noch nicht








"Wenn ich Deutsche wäre, würde ich die DM und die Bundesbank auf alle Fälle behalten. Die Bundesbank ist die beste Zentralbank Europas....Das deutsche Volk und die Bundesbank wissen, wie man Inflation bekämpft. Dies ist Teil ihrer geschichtlichen Entwicklung."
Margret Thatcher im Spiegel-Interview 1993.  

Leider haben die Deutschen nur einen Kohl gehabt, der zwar Geschichte studiert, aber wenig davon verstanden hat. Nach Kohl kam es mit Schröder noch schlimmer. Er verstieß mit seiner Schuldenmacherei gegen die Maastricht-Kriterien. Und dann kam Merkel, eine unter Honecker beschulte, zweitklassige Physikerin, die beschloß, Politikerin zu werden und die die Eigenhaftung der Staaten (Maastricht-Gebot) aufhob und Deutschland für andere Länder haften läßt.  

Freitag, 12. April 2013

Golden wehn die Töne nieder






Nichts ist schwerer zu ertragen als ein Reihe von guten Tagen, meinte Goe., gilt auch für Hendrix, hier Ende 1969





Die Branche ist nicht ungefährlich, Mafiosi leben länger. Eric Burdon gibt es aber immer noch. Das ist auch insofern erfreulich, weil die meisten Rocksänger gar nicht richtig singen können. Auf seiner neuen CD gedenkt Burdon mit “27 forever” der toten Rock-Musiker, die mit 27 starben. Brian Jones von den frühen Stones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und zuletzt noch Amy Winehouse. Syd Barrett von den Pink Floyd nicht zu vergessen, der zwar erst später starb, aber doch durch den Drogenkonsum ins psychotische Dunkel glitt. Alle recht begabt und erfolgreich.

Dem Musikfreund Hegel verdanken wir die Einsicht: " Die Musik z. B., welche es sich nur mit der ganz unbestimmten Bewegung des geistigen Innern, mit dem Tönen gleichsam der gedankenlosen Empfindung zu thun macht, hat wenigen oder keinen geistigen Stoff im Bewußtsein von Nöthen. Das musikalische Talent kündigt sich darum auch am meisten in sehr früher Jugend, bei noch leerem Kopfe und noch wenig bewegtem Gemüthe an; ... wie wir denn auch oft genug eine sehr große Virtuosität in musikalischer Composition und Vortrage neben bedeutender Dürftigkeit des Geistes und Charakters bestehen sehen.-" Hegel, Aesthetik I, S. 54 (Hotho) 

Ja, so ist das. Lebenserfahrung hat Burdon inzwischen erworben. Und musikalisch hat er seinen Status gehalten. Das ist doch etwas, after the days of drug and roll.