Mittwoch, 2. Oktober 2013

Eure Etüden





Was hält die Flügeldame denn da in der Hand? Was steht da drauf?





“Malu Dreyer schickt Brief voller Fehler an Merkel

Ein Schreiben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin an die Bundeskanzlerin bringt die Mainzer Staatskanzlei in Erklärungsnot. In dem Dokument wimmelt es nur so von Rechtschreibfehlern.” WELT online 2.10.13  
Bei der Dreyerin und ihrer SPD stand das Wort jedenfalls nicht am Anfang. Auch sonst sind da Zweifel angebracht. Die Viren und Bakterien standen mutmaßlich am Anfang. Aber das Wort und die Wörter kamen dann, als es richtig spannend wurde, nämlich bei Erscheinen des Menschen. Der nämlich ist kein zoon politikon, sondern ein Schwatlapp. Und beim Schwätzen verfertigt er auch Kultur aller Art. Das ist doch was, wenn man das auch nicht überschätzen sollte. Denn: “Die Kultur vermag nichts und niemanden zu erretten, sie rechtfertigt auch nicht. Aber sie ist ein Erzeugnis des Menschen, worin er sich projiziert und wiedererkennt; allein dieser kritische Spiegel gibt ihm sein eigenes Bild.” Meint der Sartre in seinen “Wörtern” (S.144), und da hat der Sartre mal recht, was ja nicht alle Tage vorkam. Allerdings muß man das noch in den Plural setzen und mit einem Zusatz versehen:
Allein diese Spiegel der Wörter verhelfen den Menschen zu genaueren Bildern von sich selbst, auch wenn die meisten davon ziemlich falsch sind.
Die Arbeit an der Sprache, an den Wörtern, am präzisen Ausdruck ist daher verdienstvoll und wichtig. Sonst bleibt nur der dümmliche Sprachbrei der meisten Journalisten und Fernsehleute.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Wenn der Papa mit der Tochter









Das Fagott mit Rie Koyama - paßt!

(Foto: www.rie-koyama.com/rk/wb/pages/de/willkommen.php)




Wer spielt das tiefe Fagott? Im Zweifelsfall Gottvater. Auf eine junge Japanerin würde man nicht auf Anhieb kommen. Aber auch das gibt es. Rie Koyama spielt Fagott. Und wurde im schwäbischen Trossingen geboren. Nicht gerade von einer Fagottistin, aber doch von einem japanischen Fagottisten gezeugt. Ob er dabei Fagott gespielt hat? Wahrscheinlich nicht. Aber anschließend immer wieder und nicht zu knapp. Offenbar. Das hat gewirkt. Und dann studiert sie auch noch bei ihrem Papa an der Trossinger Musikhochschule. Da kann man nur gratulieren. Wem? Papa oder Tochter? Wohl beiden.  

Montag, 30. September 2013

Dem Schwadroneur is nix zu blör










Die Kraniche ziehen wieder, hier der erste Keil. Deutet das auf einen frühen Winter hin?



Zitat von Prof. Dr. Mojib Latif aus dem Jahr 2000:

“Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.”

Die Temperaturen von gestern kennen wir alle. Und warum es morgen anders kommt als gedacht, können wir erst übermorgen sagen.

Sonntag, 29. September 2013

Rotklee und Pilze




Sonnig, kühl (15°C), windig, Pilze - der Herbst ist da.

Samstag, 28. September 2013

Die Sonne macht's

















"Kalte" Sonne will heißen, sie stößt weniger heiße, gigantische Gaswolken aus, die die kosmische Strahlung auf der Erde reduzieren. Das bewirkt eine Abkühlung.



Je ruhiger die Sonne, desto mehr Wolken

Oder: Mehr Sonnenaktivität (“Sonnenflecken”), weniger kosmische Strahlung und weniger Aerosole, die die Wolkenbildung verstärken  



“Da die Zahl der von der kosmischen Strahlung gebildeten Aerosole um so größer sein müßte, je weniger aktiv die Sonne ist, wäre also zu vermuten, daß dann weniger Sonnenstrahlung bis zum Erdboden gelangt. Das wollte ich anhand der SAO-Daten überprüfen.  …  So geht in alle Klimamodelle ein, daß die Sonne während der Aktivitätszyklen in ihrer Strahlungsintensität nur um 0,1% schwankt. Auf der Erdoberfläche betragen die Schwankungen der Einstrahlung bei blauem Himmel aber ein Prozent. Es muß also einen weiteren atmosphärischen Verstärkermechanismus geben, der von der aktiven Sonne gesteuert wird. Einen Verstärker, der zusätzlich zu dem von Svensmark vorgeschlagenen Mechanismus besteht, der ja über die Variation der Wolkenbedeckung wirkt.  … produziert die kosmische Strahlung Ionen von Sauerstoffmolekülen, um die sich mehrere Schalen von Wassermolekülen lagern und so Aerosole bilden. … In solchen Häufungszonen könnte dann wegen der erhöhten Anzahl von Aerosolen auch die Wolkenbildung verstärkt auftreten. So wäre die Brücke zu den Beobachtungen von Svensmark geschlagen.”

Prof. Werner Weber, TU Dortmund, Ein unerwarteter atmosphärischer Verstärker, in: Vahrenholt, Lüning, Weber, Svensmark, Shaviv, DIE KALTE SONNE, 20012, S. 266ff.


SOA-Daten: Das Smithonian Astrophysical Observatory (SOA) umfaßte zwei Meßstationen, eine in der Atacama-Wüste auf 2700m Höhe, eine in Kalifornien auf 2200m. Die Messungen dauerten von 1923 bis Ende 1954.