Montag, 26. Oktober 2015

Wahlbeteiligung


Die Beteiligung bei den gerade stattgehabten Bürgermeisterwahlen in NRW lag vielfach bei 40%. Selbst bei der Stichwahl, wo sie stattfand. Besonders trat das hervor in Köln, wo die bei einer schlimmen Messerattacke verletzte Kandidatin zwar, wie zu erwarten war, einen großen Mitleid-Bonus bekam, aber trotzdem keinen Wähler zusätzlich an die Urne brachte. Das lag mutmaßlich an der Ununterscheidbarkeit der Kandidaten. Beide standen sie für den alten Bürgermeister Roters und die alte Verwaltung Roters. Deren schlechte Leistungen waren hinlänglich bekannt. 

Anderswo war es ganz ähnlich. Ich habe vor der Wahl die Kandidaten angeschrieben und um Auskunft zur Scheinasylantenproblematik gefragt, denn bei den anderen Punkten war in deren Programmaussagen kein nennenswerter Unterschied feststellbar. Immerhin antworteten 3 Kandidaten von vieren, doch nur der SPD-Kandidat äußerte sich klar, indem er für die weitere Flutung Europas mit Scheinasylanten eintrat. Die anderen beiden Kandidaten hielten sich bedeckt und murmelten Undeutliches. Originell war die Antwort des FDP-Kandidaten, er habe dazu eine private Meinung. Na, prima. 

Da die Einbrüche zunehmen, was nicht nur, aber doch in starkem Maße mit reisenden Kriminellen zu tun hat, war der SPD-Kandidat für mich keine erste Wahl, der nicht antwortende Kandidat ebenfalls nicht. Wie zwischen den verbliebenen 2 Bewerbern differenzieren? Trübe Frage. Ich habe dann den Stimmzettel mit einem großen Strich quer durch versehen. So kommen niedrige Wahlbeteiligungen zustande. 











Freitag, 23. Oktober 2015

Sublim, wie sie's machen





Im Westjordanland ist erneut ein Palästinenser nach einer Messerattacke auf einen israelischen Soldaten angeschossen worden.“ DLF, Nachrichten, 23.10.15

Da die Handlung von dem Araber ausgeht, muß der Satz ihn als Akteur im Aktiv an den Anfang, in den Mittelpunkt stellen:

Erneut hat ein Araber im Westjordanland einen israelischen Soldaten mit einem Messer angegriffen. Er wurde mit der Waffe abgewehrt und angeschossen.

Daß der Araber passivisch als Opfer im Satz erscheint, verharmlost den Messerstecher. Da es sich zudem um eine Messerstecher-Terror-Kampagne handelt, zu der von arabischen Banden aufgerufen wurde, handelt es insgesamt um eine sprachliche Verharmlosung.
Wem dient sie? Den arabischen Terroristen, die bereits 18 Israelis ermordeten. Was verrät das über die Redakteure? Ihre anti-israelische Gesinnung. Ihr Werkzeug ist die ständige, hinterhältige Propaganda, die sich erst auf den zweiten Blick entdeckt.


















Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kommunikationen sind das "Wesen"



Ja, Religionen unterscheiden sich. Man braucht nur den Zivilisationsstand rund um die Welt zu betrachten. Wie sich zB Usbekistan von Japan unterscheidet. Aber auch im Christentum gibt es Unterschiede. Karl-Heinz Menke hat sich damit beschäftigt in seinem Buch “Das unterscheidend Christliche”.

Der sog. Altprotestantismus vertraue auf die Verbalinspiration, daher stehe das Wort im Mittelpunkt. Am Anfang stand bekanntlich das Wort. Der Katholizismus hingegen identifiziere sich mit der “Wahrheit” des Jesus Christus. Deswegen trägt das Vorgängerbuch des Bonner Theologen Menke auch den Titel “Die Wahrheit ist Person”.
Der Neuprotestantismus ist archäologisch geartet: Was steckt unter der historischen Larve? Adolf von Harnack bemüht sich um das Abtragen der geschichtlichen Dogmen, um zum “Wesen des Christentums” vorzustoßen. Dies war 1841 der Titel der Feuerbach’schen Religionskritik.
Je mehr die Bibelforschung herausfand, desto stärker empfanden vor allem die protestantischen Theologen die Aufgabe, das Überzeitliche zu identifizieren. Zu nennen sind hier speziell Ernst Troeltsch, dem die innere Berührung mit Gott die Hauptsache des Christentums ausmacht, und der ‘Entmythologisierer’ Rudolf Bultmann. Insgesamt sind diese Denkbemühungen der christlichen Theologen recht eindrucksvoll, und sie reichen mit Küng, H.Urs v. Balthasar und Ratzinger bis in die Gegenwart.

Damit unterscheidet sich das Christentum insgesamt hinsichtlich intellektueller Produktivität von allen anderen Religionen der Welt, mit teilweiser Ausnahme vielleicht des Judentums. Dieses beschränkt sich fast gänzlich - Jude ist, wer eine jüdische Mutter besitzt - auf das eigene Volkstum, während das Christentum die ganze Welt eingemeindet. Ihm droht damit die Gefahr der Grenzenlosigkeit.


http://www.deutschlandfunk.de/das-religionsverstaendnis-von-rudolf-bultmann.886.de.html?dram:article_id=239309