Sonntag, 31. Januar 2016
Mia san mia
Tradition scheint das A und O der japanischen Kultur zu sein, und spezifisches Symbol für Traditionsbewahrung und japanische Identität scheint der Umstand der ununterbrochenen Herrschaftslinie der kaiserlichen Familie zu sein. Das ist natürlich ein Konstrukt, aber eines, das in mythische Zeiten zurückkonstruiert. Gibt es keine kritische Historiographie in Japan?
1945 bat der Tenno seine Japaner, ihn nicht mehr als göttliches Wesen zu betrachten. Dem folgte die neue Verfassung und machte den Tenno zum Symbol des staatlichen Japans. Die heutige Regierung will ihn wieder zum Souverän machen.
Samstag, 30. Januar 2016
Kein Schuldkult in Japan
Prof. Yamaguchi (rechts) sah mit seinen langen Haaren und seinem Ziegenbart aus, als käme er aus Berkely und würde einen Vortrag a la Gumbrecht halten. Weit gefehlt. Er las eine staubtrockene Seminararbeit vor und verzichtete völlig auf eine politische und soziologische Einordnung der Jahre nach 1945 in Japan.
Frappierend war, daß es offenbar keine Schuld-Debatte in Japan gab, obwohl die japanische Armee in den eroberten Ländern entsetzlich wütete (s. John Rabe u.a.) Bis heute machten die japanischen Regierungen nur kleine Einräumungen.
Ganz anders in Deutschland, wo die Linke zur Ablenkung von ihrem Stalin-Engagement und zur Entwicklung einer politischen Dauerwaffe den Schuldkult entwickelte.
Die "Willkommenskultur" ist die Rückseite des Schuldkults. Der Schuldkult dient der Linken gegen alles Nichtlinke. "Laßt uns nicht mit diesen Deutschen allein" wird bei entsprechenden linken Demos vorangetragen und beinhaltet die Behauptung einer Erbschuld (wie bei den Christen) und einer Erbaggressivität sowie eine vorgestellte Erlösung durch Multikulti. Dieses Syndrom ist in der studentischen Jugend weit verbreitet.
Freitag, 29. Januar 2016
Lidl lohnt sich
Differenzieren tut not: Die deutsche 4-Jahre-Blankoscheck-Demokratie ist eine Schwundform der Demokratie. Ihr Axiom ist: die Wähler sind fast alle Deppen. Diese Schwundform erzieht die Masse der Wähler zu einer passiven Haltung. Daher sind heute die Berliner Charaktermasken austauschbar, KinderPornoFreund Edathy und Chrystal-Meth-Konsument Michael Hartmann einmal ausgenommen. Der Unterschied zwischen Gabriel und Merkel ist so gering, daß CDU oder SPD mit Lindner und/oder Hofreiter in fließendem Wechsel sofort die gleiche Politik weitermachen können. Daher sind viele Wähler beim Wahltermin überfordert, bzw. erachten den Wahlaufwand für zu groß für minimale Kandidatenunterschiede. Es ist sogar so absurd geworden, daß die Kanzlerin unter dem Kürzel CDU firmiert, tatsächlich aber eine Grünrote ist!
Nur die Schweiz besitzt mit den Volksabstimmungen in Europa eine Demokratieform, die keine Schwundform darstellt.
Fazit: Lidl lohnt sich, aber nicht jeder Gang zur Wahl. Jedoch sollte man natürlich immer darauf achten, ob es nicht eine Alternative gibt. Kurs mehr direkte Demokratie, um die Parteibonzen zu deckeln!Und tu' nicht mehr jahrelang bei Dogmatikern graben
' " Von Natur sind jedenfalls Frau und Sklave unterschieden; denn die Natur geht nicht sparsam vor und stellt nichts von der Art her wie die Schmiede das (vielfältig verwendbare) Delphische Messer, sondern jeweils einen Gegenstand für jeweils einen Zweck. ... Deswegen sagen die Dichter: " Es ist wohlbegründet, daß Hellenen über Barbaren herrschen", da Barbar und Sklave von Natur dasselbe ist. '
Aristoteles , 1. Buch der Politik, Schütrumpf 9 I, S. 12
Das ist so eine typische Stelle in der POLITIK des Makedonieres Aristoteles. Er lebte 384-322 u.a. in Athen. Lange her. Wer will ihm heute vorwerfen, daß er ein mieser Dogmatiker war, der dann später von anderen miesen Dogmatikern abgeschrieben, kommentiert und hochgeschätzt wurde? Schwamm drüber! Das dunkle Mittelalter ist vorbei. Aber wenn akademische Herren von heute ihr hölzernes Steckenpferd reiten und den alten Dogmatiker mit Vernunft und Aufklärung in Verbindung bringen wollen - und damit auch den Dogmatiker und Aristoteles-Freund Averroës - dann muß man doch ein Wörtchen dazu sagen. Herr Speer.
Vergl. http://www.deutschlandfunk.de/averroes-vordenker-einer-islamischen-aufklaerung-glaube-und.886.de.html?dram:article_id=343591
Aristoteles , 1. Buch der Politik, Schütrumpf 9 I, S. 12
Das ist so eine typische Stelle in der POLITIK des Makedonieres Aristoteles. Er lebte 384-322 u.a. in Athen. Lange her. Wer will ihm heute vorwerfen, daß er ein mieser Dogmatiker war, der dann später von anderen miesen Dogmatikern abgeschrieben, kommentiert und hochgeschätzt wurde? Schwamm drüber! Das dunkle Mittelalter ist vorbei. Aber wenn akademische Herren von heute ihr hölzernes Steckenpferd reiten und den alten Dogmatiker mit Vernunft und Aufklärung in Verbindung bringen wollen - und damit auch den Dogmatiker und Aristoteles-Freund Averroës - dann muß man doch ein Wörtchen dazu sagen. Herr Speer.
Vergl. http://www.deutschlandfunk.de/averroes-vordenker-einer-islamischen-aufklaerung-glaube-und.886.de.html?dram:article_id=343591
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