Mittwoch, 14. September 2016

Miles Davis - Nuit Sur Les Champs-Elysees

Wie die Schwangere, so die Kinder


Die Entwicklung vor der Geburt verläuft eigenständig und braucht keinerlei zusätzliche Einwirkung von außen. Allerdings werden offenbar "Normalzustände" im Kind eingestellt, die sich ungünstig auswirken können. Schädigend wirken sich Drogen während der Schwangerschaft aus: "Als „Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen“ werden alle alkoholbedingten Schädigungen auf die Entwicklung des Babys im Mutterleib bezeichnet. Alkohol ist ein giftig wirkender Stoff für das Kind, der die Plazenta ungehindert passiert, weshalb schon kleine Mengen bleibende Schäden verursachen können. Ein gestörtes Wachstum, Schädigungen des Gehörs, des Sehsystems sowie des Herzens können beispielsweise die Folgen sein. Im Januar 2016 listete das kanadische Center for Addiction and Mental Health in Ontario 428 einzelne Entwicklungsdefizite auf, die durch Alkohol verursacht werden. Lana Popova, die Hauptautorin der in Lancet erschienen Übersichtsarbeit betont, dass es keine Menge und keine Phase in der Schwangerschaft gäbe, in der Alkohol nicht schade. Auch könnten Schädigungen in jedem Organ des Körpers auftreten. In erster Linie sind es nur die Gene und der individuelle Stoffwechsel, sprich: wie schnell der Stoff im Körper abgebaut wird, die das Ausmaß der Effekte beeinflussen."

Siehe https://www.dasgehirn.info/entdecken/kindliches-gehirn/wie-die-schwangere-so-die-kinder-3368?searchterm=pr%C3%A4natal














Wes Montgomery "'Round Midnight"

Dienstag, 13. September 2016

Mal Karl Philipp Moritz nach seiner Kindheit fragen


Kinderarmut gibt es. Ich war selbst davon betroffen. Viele waren davon betroffen in der Nachkriegszeit. Aber das hatte nichts mit der heutigen, sog. Kinderarmut zu tun. Arme Kinder heute sind zB von Scheidung betroffen. ZB, wenn die Mutter, weil die Sozialtransfers das erlauben, die Familie mit den Kindern verläßt, berufstätig ist und darauf vertraut, daß die Erziehung schon ganz alleine läuft. Und die Kinder dann vernachlässigt werden. Und zB in Drogencliquen geraten. Dann in die Gosse. Und dort vielleicht nicht mehr herauskommen. Solche Geschichten sind bekannt aus nah und fern, es gibt sogar Bücher darüber, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ zB, und die Tendenz ist leider, daß es immer mehr Wohlstandsverwahrlosung gibt, und daß sich die Unterschicht verfestigt und ihren Status „vererbt“. Es gibt sogar immer mehr Kinder, die bereits im Mutterleib von der Drogensucht der Mutter geschädigt werden.

Von alldem ist in der DLF-Presseschau nicht die Rede, sondern von mehr Sozialhilfe für zB Mütter, die die Familie verlassen haben und ihre Kinder allein“erziehend“ vernachlässigen. Mit und ohne Drogen.