12°-15° s
Frühstück mit dem Fürsten des Friedens
Das Bild des Westens vom Dalai Lama könnte Risse bekommen / Von Reinhard Bingener
FRANKFURT, 19. Mai 08. Der Besuch in Deutschland hat es bestätigt: Der 14. Dalai Lama bewegt sich auf dem Humus allgemeinen Wohlwollens, nicht auf dem harten Parkett kühler Realpolitik. Auch wenn die Begeisterung gegenüber Tenzin Gyatso, dem jetzigen Dalai Lama, in den letzten Jahren nachgelassen hat, kann er weiter auf das Wohlwollen der westlichen Öffentlichkeit setzen. Das ist sein größtes politisches Kapital - und es beeinflusst die Handlungen von Politikern. Ein Frühstück mit dem Dalai Lama lässt Machtpolitiker als Gewissensmenschen erscheinen. Die Weigerung, ihn zu empfangen, gilt dagegen als rechtfertigungsbedürftig.
Auffällig ist, dass der Dalai Lama im Westen, wo Religionen auf politischem Terrain mit Skepsis begegnet wird, anders wahrgenommen wird als andere Religionsführer. Gegenüber den östlichen Religionen scheinen geringere Vorbehalte zu bestehen.
Warum kann ein vergleichsweise abseitiger Regionalkonflikt in Fernost über so lange Zeit die Emotionen der westlichen Beobachter auf sich ziehen? Im Dalai Lama vermuten viele die authentische Personifikation östlicher Religiosität. Und die gilt im Vergleich zu den monotheistischen Religionen als pluralistisch und tolerant. Diese Vermutung wurde in jüngerer Zeit etwa durch Arbeiten des Kulturwissenschaftlers Jan Assmann befördert. Ihm zufolge verstrickt sich der Gott des Monotheismus durch die dem Eingottglauben zugrundeliegende "mosaische Unterscheidung", also die strikte Ablehnung anderer Götter, in die Sprache von Intoleranz und Gewalt. Polytheistische oder nicht-theistische Religionen haben dagegen mit dem Gewaltpotential der Unterscheidung zwischen falschen Göttern und wahrem Gott nicht zu kämpfen.
Andere Religionswissenschaftler schlagen einen gänzlich anderen Weg ein. Der Wesensschau von Religionen stehen sie skeptisch gegenüber, da diese sich gegenüber empirischen Überprüfungen als zu abstrakt erweist. Stattdessen suchen sie den Grund westlichen Wohlwollens für Buddhisten oder den Hinduismus Mahatma Gandhis nicht im vermeintlich friedfertigen Wesen dieser Religionen, sondern untersuchen die Geschichte der westlichen Sympathie für diese Religionen.
Als Vorbild für diesen Zugang dient das 1978 erschienene Buch "Orientalism" Edward Saids. Der Literaturwissenschaftler führte darin die westliche Repräsentation des Orients auf das Bedürfnis des Westens nach einem kulturellen Gegenüber zurück. Nach Said imaginierten Bildungsbürger des Westens den Orient als schwachen, weiblichen und unpolitischen Kontrast zur eigenen Kultur und Religion.
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Blick auf die westliche Wahrnehmung von Buddhismus und Hinduismus. Die Konstruktion der östlichen Religionen als der rationaleren, friedfertigeren und spirituelleren hat ihren Vorläufer im Religionskritiker David Hume, der zuerst den Monotheismen eine strukturelle Intoleranz zuschrieb - dem Polytheismus dagegen Toleranz. Die idealistischen Denker an der Wende zum 19. Jahrhundert schätzten die Sanftheit und Langmut der östlichen Religionen. Sie etablierten das Stereotyp des sanften Buddhismus. Hegel lobte die "einfache und milde" Politik buddhistischer Gesellschaften, deren Mönche "in stiller Beschauung des Ewigen leben, ohne an weltlichen Interessen teilzunehmen". Seinen Höhepunkt erreichte der Enthusiasmus für die "erfundene" Friedfertigkeit der östlichen Religionen um 1900 in den theosophischen Netzwerken.
Durch widersprechende Befunde lässt sich die westliche Begeisterung kaum irritieren: Weder die gewaltsame Unterdrückung des mongolischen Schamanismus in der Zeit der ersten Dalai Lamas noch religiös motivierte Morde an Vertretern konkurrierender buddhistischer Strömungen veränderten die ungleiche Verteilung der Sympathien. Die Vermischung von Religion und Politik in der Person des Dalai Lamas oder seine Reden vor indischen Hindu-Nationalisten, die zur Zerstörung von Moscheen aufrufen, werden kaum notiert.
Erstaunlich ist, wie das westliche Bild von den östlichen Religionen auf deren eigene Selbstdarstellung zurückwirkt. Ein Briefwechsel zwischen Mahatma Gandhi von 1931 belegt, dass noch der Vorgänger des jetzigen Dalai Lamas mit der von Gandhi ihm gegenüber als Grundsatz der Gewaltlosigkeit des Buddhismus erwähnten Ahimsa-Lehre nichts anzufangen wusste. Auch lehnte der 13. Dalai Lama bewaffneten Kampf nicht grundsätzlich ab. Der jetzige Dalai Lama, der zwar schon an einen "Weg der Gewaltlosigkeit" glaubte, schrieb 1962, er könne Widerstandskämpfern "nicht mehr ehrlichen Herzens raten, Gewalt zu vermeiden". Solche Äußerungen sucht man in der Autobiographie von 1990 vergeblich. Immer stärker rückte Tenzin Gyatso die Gewaltlosigkeit in die Mitte des Buddhismus und passte damit seinen Buddhismus der Erwartungshaltung des Westens an.
Kratzer könnte dieses Bild durch die lautstarken, auch innertibetischen Proteste gegen den Dalai Lama bekommen, die beim Besuch in Deutschland unüberhörbar waren. Sie kamen von einer Minderheit tibetischer Buddhisten, welche der Gottheit Shugden anhängt. Shugden ist der umstrittene Schutzgott der mächtigsten Gruppierung im tibetischen Buddhismus, aus der auch die Dalai Lamas hervorgehen. Dieser kriegerischen Gottheit werden bis heute Tieropfer gebracht. Seit den siebziger Jahren versucht der jetzige Dalai Lama, der anfänglich selbst diesen Kult praktizierte, Shugden zu beseitigen. Er betreibt die Entfernung seiner Statuen, weil der Kult seiner Vorstellung des Buddhismus nicht entspricht." FAZ
- Ausschreitungen in Südafrika
Armee soll Polizei zu Hilfe eilen.
20. Mai 2008 In der südafrikanischen Metropole Johannesburg wird angesichts der anhaltenden rassistische Gewalt der Ruf nach Eingreifen des Militärs immer lauter. Am Dienstag schlossen sich Vertreter von Hilfsorganisationen und Experten sozialwissenschaftlicher Institute einer Forderung der Opposition an. Auch der Ministerpräsident der Johannesburg und Pretoria umfassenden Provinz Gauteng sprach sich indirekt dafür aus.
Die Gewalt hatte am Dienstagmorgen erstmals auch den Südwesten der Stadt erfasst. Im Joe Slovo-Armenviertel wurden mindestens ein Mensch getötet und zwei weitere bei Plünderungen schwer verletzt.
Dutzende Festnahmen
Marodierende Banden hatten systematisch ganze Viertel durchsucht, Ausländer verjagt und die Behausungen angezündet. Die Polizei nahm Dutzende Menschen wegen Raubes, Vergewaltigungen und anderer Delikte fest. Bei der außerhalb Johannesburgs gelegenen Stadt Springs kam es im Gugulethu-Everest-Armenviertel zu rassistischer Gewalt.
Am Montag im Reiger Park in Johannesburg Ein Mann rettet sein Hab und Gut am Montag am Ostrand von Johannesburg Südafrikanische Polizisten verhandeln mit Bewohnern von Ramaphosa Ramaphosa am Montag Bewaffnete Männer am Dienstag am Rande von Johannesburg
„Die Leute dort wurden angegriffen - obwohl es aber nicht so schlimm war wie in anderen Gebieten. Viele flohen zur Polizeiwache“, sagte ein Sprecher. Nicht bestätigen konnte er einen Bericht der Zeitung „The Mercury“, wonach es auch in der Provinz KwaZulu-Natal an der Ostküste zu ausländerfeindlichen Attacken auf Mosambikaner gekommen ist.
Die Ausschreitungen sind ein Signal für den wachsenden Zorn derjenigen, die sich von der wirtschaftsfreundlichen Politik des Präsidenten Thabo Mbeki vernachlässigt fühlen. Die aus anderen afrikanischen Staaten eingewanderten Ausländer werden vor allem in den armen Schichten Südafrikas immer mehr abgelehnt.
Vor allem Zimbabwer Ziel der Angriffe
Unter den Einwanderern sind schätzungsweise drei Millionen Zimbabwer, die vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch in ihrer Heimat geflüchtet sind. Sie wurden ebenso wie andere Immigranten durch eine sehr liberale Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik ins Land gelockt. Sie arbeiten vor allem in Bergwerken, auf Feldern und in Haushalten.
Die Flucht hunderter Ausländer in Polizeiwachen, Kirchen und Gemeindesäle hielt unvermindert an. Dort drängen sich rund 11.000 verängstigte Menschen, die vom Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen notdürftig versorgt werden. Seit dem Ausbruch der Gewalt vor rund einer Woche im Township Alexandra sind mehr als zwei Dutzend Menschen getötet und mehrere hundert verletzt worden. Die Kapazität der Krankenhäuser reichte nach Angaben der Zeitung „The Star“ nicht mehr für die Aufnahme der Verletzten aus.
Die Tageszeitung „The Sowetan“ berichtete am Dienstag, dass ein wütender Mob das Haus eines Unternehmers aus dem Johannesburger Vorort Actonville in Brand gesetzt hat. Der Bauunternehmer habe im Verdacht gestanden, ausländische Arbeiter zu beschäftigen. Er sei am Montag in den Flammen ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers kamen die Täter aus nahe gelegenen Armenvierteln.
Polizei fordert Verstärkung von Eliteeinheiten an
Unterdessen hat die Polizei - die von sich selbst behauptet, die Lage unter Kontrolle zu haben - Verstärkung von Eliteeinheiten angefordert. Die Ausschreitungen richten sich gegen Zuwanderer aus Nachbarländern. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki hatte am Montag in einem dringenden Appell zur Einstellung der Gewalt aufgerufen.
In einer Erklärung sprach er von einer nicht zu akzeptierenden Anarchie und betonte: „Bürger anderer Staaten des afrikanischen Kontinents und darüber hinaus sind Menschen wie wir und verdienen es, von uns mit Respekt und Würde behandelt zu werden.“ Umweltminister Marthinus van Schalkwyk warnte in Kapstadt vor nachhaltigen Schäden für die Tourismusindustrie.
Dienstag, 20. Mai 2008
Montag, 19. Mai 2008
CO2, Inflation, Religion

STRIZZ, Reiche, FAZ
mo 12° w , mi 13° h
- Wie wunderbar diskret sind gelegentliche Chemiegerüche von Bayer im Vergleich zur Wiesendüngung des Bauern mit Schweinemist.
- Montags diese übergroßen Fußballervisagen in der Zeitung - die ganze Primitivität des Berufssports scheint darin auf.
- Ob denn der Philosoph Konersmann ("Atmosphären, Gefühle, Seelenstimmung", NZZ 12.4.08), Kind eines eindimensionalen Bildungssystems, das die Hauptfächer Biologie und Ökonomie meist nur vorkommen läßt, weiß, was
- "Es droht eine Inflationswelle. Von Thorsten Polleit
Die westlichen Volkswirtschaften stehen vermutlich vor dem größten Inflationsschub seit Anfang der siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Doch nicht die fulminanten Preissteigerungen für Rohstoffe werden die Inflation in die Höhe treiben. Viel-mehr werden die Geldpolitiker dafür sorgen, dass aus einem bloßen Kostenschub eine fortgesetzte Geldentwertung wird - ganz ähnlich wie in den siebziger und achtziger Jahren. Während jedoch damals die Keynesianische Irrlehre die Saat für die Inflation legte, ebnet heute das eigenmächtig auferlegte Ziel der Geldpolitiker, die Folgen der Kreditkrise für den Bankensektor abzumildern, den Weg in die Geldentwertung.
Die aktuelle Finanzmarktkrise ist im Wesentlichen das Ergebnis einer jahrelangen Niedrigzinspolitik, die knappe Ressourcen in die falsche Verwendung gelenkt und die Verschuldung der Volkswirtschaften in die Höhe getrieben hat. Um den angerichteten Schaden so gering wie möglich erscheinen zu lassen, nehmen die Zentralbanken den Geschäftsbanken jetzt auch noch risikobehaftete Wertpapiere im Tausch gegen frisches Geld oder Staatsanleihen ab.
Auf diese Weise soll ihre Bereitschaft und Fähigkeit aufrechterhalten werden, das Kredit- und Geldmengenangebot auszuweiten. Doch der Versuch, die unerwünschten Politikfolgen von zu viel Kredit und Geld mit noch mehr Kredit und Geld lösen zu wollen, verspricht nichts Gutes für den Geldwert. Schließlich offenbart die Kreditkrise, dass einem erheblichen Teil des Geldes, das im Zuge des geplatzten Kreditbooms in Umlauf gebracht wurde, kein Produktivitätskapital gegenübersteht. Dieser Inflationsimpuls trifft auf steigende Rohstoffpreise und verschärft den allgemeinen Preisauftrieb. Dabei entsteht der Eindruck, dass nicht etwa die Geldpolitik, sondern die Energie- und Nahrungsmittelpreise verantwortlich sind für die Inflation. Es wird sogar die Meinung vertreten, die Zentralbanken seien machtlos gegenüber der Inflation.
Doch das ist eine irreführende Schlussfolgerung. Inflation hat nur eine Ursache: Es ist zu viel Geld im Umlauf. Ohne das übermäßige Anwachsen der Geldmengen, für das die Notenbanken die Verantwortung tragen, ist Inflation nicht denkbar. Die erhebliche Ausweitung der Kredit- und Geldmengen hat nicht nur die Solidität des Bankenapparates erschüttert, sondern es führt nun auch zu einer steigenden Geldentwertung.
Die drohende Inflation scheint sich noch nicht in den Langfristzinsen niedergeschlagen zu haben. Nach wie vor sind die Inflationserwartungen sehr gering. Doch unter den herrschenden Bedingungen - rasches Anwachsen der Überschussgeldmengen, der Rohstoffpreisschub und die steigenden Nominallöhne - deuten die Inflationsaussichten in den kommenden Jahren eher auf eine Bandbreite von 5 bis 10 Prozent als von 0 bis 5 Prozent. Die langfristigen Zinsen werden früher oder später drastisch ansteigen.
Der Autor ist Chefvolkswirt bei Barclays Capital.
Text: F.A.Z., 19.05.2008, Nr. 115 / Seite 24
- "Amerikanische Verhältnisse bei Siemens. Die Summe ist gigantisch. 650 Millionen Euro hat Siemens bisher an das Heer der Anwälte und Wirtschaftsprüfer überwiesen, die intern wegen der Korruptionsaffäre des Münchner Konzerns ermitteln. Das übertrifft sogar die Geldbuße von ..."
F.A.Z.18. Mai 2008
- "Träge afrikanische Union in Darfur. Die AU hat zwar Truppen in Darfur stationiert. Aber sie werden nicht effizient eingesetzt, wie das Massaker in Khor Abeche vom 7.4.05 zeigt. ..." NZZ 28.5.2005 // Das ist 2008 nicht anders. Afrikaner interessieren sich nicht für Afrikaner. Das zeigt auch das Beispiel Mugabe.
- Walter Gropius, 1883-1969: Wie sich auch im Bauhaus / Der Stijl Ideologeme der Weltbeglückung hineinmischten. (Behrens-Schüler, Kulturelle Einheit, bourgeois/non-bourgeois : Doesburg, Wandervogel, Indienkult, Dammerstock: total gut für alle.
- Religion, Blockade: Wieczorek-Zeul trifft Dalai Lama: Die Wirtschaftsverachtung besonders des tibetischen Buddhismus als eines esoterischen Lamaismus ist die schlimmste Entwicklungsblockade für Tibet.
"Die, welche Zins verzehren, sollen nicht anders dastehen als einer, den der Satan erfaßt und niedergeschlagen hat." Sure 2, 275
Sonntag, 18. Mai 2008
Hz.öl 92,55; das Gute, Westliche Lebensweise als Tatmotiv
mo 13°, mi 16° b : Sonne hinter dicker Bewölkung, Nordwind = lausig kühl (ob die Spezialphysiker wie Schellnhuber und Latif schon einmal darüber nachgedacht haben? Politfunktionäre wie Gore und Merkel haben dazu ja keine Zeit.)
7157 12987 1,5587 WTI 126,6 Hz.öl 92,55 / D 93,15
- "Gemeinhin wünscht der psychisch etwas entwickelte Mensch nicht das Gute, sondern eine Karriere oder eine attraktive Frau", meinte Karl Heinz Bohrer 2002 im Merkur 643. ( Bohrer, Karl Heinz, Auf deutschen Wegen, Merkur S. 1042 - 1046, 11/02) Na, na na!
- "Mord an Schwester
Westliche Lebensweise als Tatmotiv. 18. Mai 2008 Der 23 Jahre alte Mann, der in der Nacht zu Freitag in Hamburg seine sechzehn Jahre alte Schwester mit zwanzig Messerstichen getötet hat, sitzt inzwischen mit Haftbefehl in Untersuchungshaft. Dem aus Afghanistan stammenden Mann, der einen deutschen Pass hat, wird Mord vorgeworfen. Er hat die Tat gestanden und nannte auch das Motiv: Die Schwester habe sich von der Familie und deren traditionellen Vorstellungen abgewandt. Sie habe eine westliche Lebensweise bevorzugt.
Schon macht das Wort vom Ehrenmord in Hamburg die Runde. Allerdings ermittelt die Polizei derzeit noch, ob die Familie von den Plänen des Bruders wusste und sie gar gebilligt hat. Die Eltern des Mädchens jedenfalls waren beim Anblick der Leiche zusammengebrochen. Der Bruder hatte seine Schwester per Telefon zu einem Parkplatz im Hamburger Stadtteil St. Georg bestellt und dort umgebracht. Auf die verzweifelten Schreie des Mädchens hin hatten Passanten die Polizei gerufen. Alle Versuche des Notarztes, das Mädchen zu retten, blieben ohne Erfolg.
Bruder galt als „Intensivtäter“
Der Bruder und ein Freund, der Zeuge der Tat geworden war, flohen. Der Freund jedoch stellte sich kurze Zeit später der Polizei, so dass bald auch der Bruder durch Zivilfahnder der Polizei in einer Wohnung festgenommen werden konnte. Er leistete keinen Widerstand. Der Polizei war der Mann durch verschiedene Schlägereien bekannt. Er galt als „Intensivtäter“ und hätte, so berichtete die „Hamburger Morgenpost“, eigentlich sogar im Gefängnis sein sollen. Anfang des Monats war ihm mitgeteilt worden, dass er eine Strafe von anderthalb Jahren wegen schwerer Körperverletzung jetzt absitzen sollte.
Er hatte aber um Aufschub gebeten, der Antrag wurde abgelehnt - kurz vor der Tat. Im vergangenen Jahr hatte er auch schon einmal seine Schwester angegriffen und brutal zusammengeschlagen. Das Mädchen erstattete Anzeige. Auf eigenen Wunsch zog das Mädchen daraufhin in ein Jugendhaus in der Feuerbergstraße. Es hatte zuvor auch schon in anderen Einrichtungen gelebt, war von dort aber immer wieder geflohen.
Vor anderthalb Jahren erhielt es einen Preis der Toepfer-Stiftung für Toleranz und respektvolles Miteinander. Das Mädchen fühlte sich als Deutsche und war dies auch seit fünf Jahren. Der vollständige Bruch mit ihrer Familie, die seit zwölf Jahren in Deutschland lebt, gelang ihr jedoch offenbar nicht. Bei „Ehrenmorden“ oder vergleichbaren Fällen sind in den vergangenen zwölf Jahren in Deutschland mehr als vierzig Frauen getötet worden." FAZnet // Wer läßt diese Leute einreisen? Wer schiebt sie nicht ab? Wer verleiht ihnen die Staatsbürgerschaft?
- Dalai Lama: "Die Plage der Gurus ist im diamantenen tibetischen Lamaismus noch gesteigert zu einem abstoßenden Führerkult. Ich erinnere mich an eine Szene aus einer arte-Dokumentation, in der sich der 11jährige tibetische Knabe, den seine Familie aus Armut ins Kloster schickt, sich vor dem Ober-Lama so lange zu Boden wirft, etwa zehnmal, bis dieser ihm sagt, er solle sich setzen.
7157 12987 1,5587 WTI 126,6 Hz.öl 92,55 / D 93,15
- "Gemeinhin wünscht der psychisch etwas entwickelte Mensch nicht das Gute, sondern eine Karriere oder eine attraktive Frau", meinte Karl Heinz Bohrer 2002 im Merkur 643. ( Bohrer, Karl Heinz, Auf deutschen Wegen, Merkur S. 1042 - 1046, 11/02) Na, na na!
- "Mord an Schwester
Westliche Lebensweise als Tatmotiv. 18. Mai 2008 Der 23 Jahre alte Mann, der in der Nacht zu Freitag in Hamburg seine sechzehn Jahre alte Schwester mit zwanzig Messerstichen getötet hat, sitzt inzwischen mit Haftbefehl in Untersuchungshaft. Dem aus Afghanistan stammenden Mann, der einen deutschen Pass hat, wird Mord vorgeworfen. Er hat die Tat gestanden und nannte auch das Motiv: Die Schwester habe sich von der Familie und deren traditionellen Vorstellungen abgewandt. Sie habe eine westliche Lebensweise bevorzugt.
Schon macht das Wort vom Ehrenmord in Hamburg die Runde. Allerdings ermittelt die Polizei derzeit noch, ob die Familie von den Plänen des Bruders wusste und sie gar gebilligt hat. Die Eltern des Mädchens jedenfalls waren beim Anblick der Leiche zusammengebrochen. Der Bruder hatte seine Schwester per Telefon zu einem Parkplatz im Hamburger Stadtteil St. Georg bestellt und dort umgebracht. Auf die verzweifelten Schreie des Mädchens hin hatten Passanten die Polizei gerufen. Alle Versuche des Notarztes, das Mädchen zu retten, blieben ohne Erfolg.
Bruder galt als „Intensivtäter“
Der Bruder und ein Freund, der Zeuge der Tat geworden war, flohen. Der Freund jedoch stellte sich kurze Zeit später der Polizei, so dass bald auch der Bruder durch Zivilfahnder der Polizei in einer Wohnung festgenommen werden konnte. Er leistete keinen Widerstand. Der Polizei war der Mann durch verschiedene Schlägereien bekannt. Er galt als „Intensivtäter“ und hätte, so berichtete die „Hamburger Morgenpost“, eigentlich sogar im Gefängnis sein sollen. Anfang des Monats war ihm mitgeteilt worden, dass er eine Strafe von anderthalb Jahren wegen schwerer Körperverletzung jetzt absitzen sollte.
Er hatte aber um Aufschub gebeten, der Antrag wurde abgelehnt - kurz vor der Tat. Im vergangenen Jahr hatte er auch schon einmal seine Schwester angegriffen und brutal zusammengeschlagen. Das Mädchen erstattete Anzeige. Auf eigenen Wunsch zog das Mädchen daraufhin in ein Jugendhaus in der Feuerbergstraße. Es hatte zuvor auch schon in anderen Einrichtungen gelebt, war von dort aber immer wieder geflohen.
Vor anderthalb Jahren erhielt es einen Preis der Toepfer-Stiftung für Toleranz und respektvolles Miteinander. Das Mädchen fühlte sich als Deutsche und war dies auch seit fünf Jahren. Der vollständige Bruch mit ihrer Familie, die seit zwölf Jahren in Deutschland lebt, gelang ihr jedoch offenbar nicht. Bei „Ehrenmorden“ oder vergleichbaren Fällen sind in den vergangenen zwölf Jahren in Deutschland mehr als vierzig Frauen getötet worden." FAZnet // Wer läßt diese Leute einreisen? Wer schiebt sie nicht ab? Wer verleiht ihnen die Staatsbürgerschaft?
- Dalai Lama: "Die Plage der Gurus ist im diamantenen tibetischen Lamaismus noch gesteigert zu einem abstoßenden Führerkult. Ich erinnere mich an eine Szene aus einer arte-Dokumentation, in der sich der 11jährige tibetische Knabe, den seine Familie aus Armut ins Kloster schickt, sich vor dem Ober-Lama so lange zu Boden wirft, etwa zehnmal, bis dieser ihm sagt, er solle sich setzen.
Freitag, 16. Mai 2008
Sartre, Religion, Biokraftstoffe

STRIZZ, Reiche, FAZ
... und wenn es köstlich gewesen ist, so war es Mühe und Arbeit.
mo 14°, mi 20° b
- Gemeingefährliche Spinner-Riege von 68: "Der Tote der Maoisten. Wen Sartre und andere auf dem Gewissen haben.
PARIS, 13. Mai / / Den ersten Toten gab es erst vier Jahre danach. Die Autos brannten, von den Barrikaden flogen die Pflastersteine ... war July Maoist wie Sartre, Foucault, Courtois ... Dutzende von mißbrauchten Mitstreitern, die sie in die ideologische Irre führten und die sich im normalen Leben nicht mehr zurechtgefunden hätten. ... " Morgan Sportes, SIE HABEN PIERRE OVERNEY UMGEBRACHT, 2008 / FAZ
- " Viele meiner Patienten leiden unter Höhenkrankheit und Arthrose. Sie haben in 5000m Höhe den heiligen Berg Kailash umrundet. Manchmal ist Religion auch nicht so gut." Sagt die junge tibetische Ärztin, die in China westliche Medizin studiert hat und jetzt in ihrer Heimat als ambulante Ärztin von der chinesischen Verwaltung bezahlt wird. (Tibet-Doku Teil 1, 3sat 15.5.08) // So etwas interessiert den DL natürlich nicht.
- " Standpunkt: Horst Siebert. Die verfehlte Subvention der Biokraftstoffe. Nur wenige Jahre ist es her, da wurden Biosprit und Biodiesel als umweltpolitische Lösungsansätze auf das Wärmste begrüßt. Ihre steuerliche Vorzugsbehandlung und der Beimischungszwang - so war die Erwartung - sollte die Industrieländer von den Erdölimporten unabhängiger machen, Kohlendioxidemissionen vermeiden helfen und damit einen wichtigen Beitrag zur Abschwächung der Klimaerwärmung leisten. Es schien so, als ließen sich mit diesem gut gemeinten Eingriff zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Inzwischen stellt sich heraus, dass erhebliche Folgewirkungen eintreten, und zwar äußerst unerwünschte. Die steuerliche Vorzugsbehandlung, bei der der Finanzminister auf Steuereinnahmen verzichtet, und der Beimischungszwang, bei dem der Autofahrer die Kosten trägt, stellen einen kräftigen Produktionsanreiz für die Landwirte dar, der eine Umwidmung der Anbauflächen zur Folge hat. Biokraftstoffe verdrängen die Erzeugung von Nahrungsmitteln. In den OECD-Ländern werden die Subventionen für Biosprit und Biodiesel im Jahr 2006 auf mindestens 11 Milliarden Dollar veranschlagt, davon knapp 6 Milliarden in den Vereinigten Staaten und 4,5 Milliarden Dollar in der EU. ..." FAZ (http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_437f3krs8c3)
- - "Südafrika. Einheimische gegen Fremde.
16. Mai 2008 Der ganze Besitz von Busisiwe besteht aus zwei billigen Koffern. Das ist alles, was die junge Frau hatte retten können, als in dem Johannesburger Slum Alexandra Schwarze begannen, Jagd auf Schwarze zu machen, die nicht Südafrikaner sind. Als gebürtige Zimbabwerin war Busisiwe eines der ersten Opfer. „Die Zulus haben mir alles abgenommen, meine Möbel und mein Geld, und dann haben sie mich zur Tür meiner eigenen Wohnung hinausgejagt“, erzählt sie, während das fünf Monate alte Mädchen, das sie sich mit einem Handtuch auf den Rücken gebunden hat, unaufhörlich schreit. „Was wollen die eigentlich von mir?“
Seit vergangenem Montag toben in dem Armenviertel in der Nähe des von reicheren Südafrikanern bewohnten Stadtteils Sandton Straßenschlachten zwischen Einheimischen und Fremden. Die London Road ist ein Schlachtfeld, die Vasco da Gama Road übersät von zerfleddertem Hausrat, faustgroßen Steinen und den Überresten verbrannter Reifen. Was genau die Ursache der Unruhen war, vermag niemand zu sagen. Die Südafrikaner sagen, die Fremden nehmen ihnen die Arbeit weg, deshalb müssen sie gehen. Vier Menschen kamen bislang ums Leben, vielleicht auch zehn. Genau weiß das keiner. Die Zahl der Vergewaltigungen geht in die Dutzende. Die Polizei tat zwar ihr Bestes und rückte in Bataillonsstärke an. Aber wenn es Nacht wird, traut sie sich nur noch mit gepanzerten Fahrzeugen auf die Straßen.
Südafrikanische Regierung versucht Gewalt herunterzuspielen
Busisiwe gehört zu den drei Millionen zimbabwischen Flüchtlingen, die sich mittlerweile in Südafrika aufhalten; diese Zahl ist jedoch nur eine Schätzung. Fünf Jahre ist es her, dass sie durch den Grenzfluss Limpopo geschwommen ist, um dem Hunger in ihrem Land zu entgehen. Sie hatte Arbeit als Hausangestellte gefunden und ein Kind zur Welt gebracht. Sie dachte, ihr Leben werde nun besser sein. Seit Montag aber hockt sie mit 2000 anderen Ausländern aus Zimbabwe, Malawi und Moçambique in einer hastig errichteten Notunterkunft auf dem Gelände der Polizeistation von Alexandra und weiß nicht mehr weiter. Das Rote Kreuz bringt zwar Lebensmittel, es gibt ausreichend Wasser und sogar ärztliche Versorgung. Aber der Blick über den Zaun der festungsartigen Polizeistation hinaus lehrt sie, dass es kein Zurück gibt: Die Sicherheitskräfte mussten gleich Dutzende der „Hippos“ genannten gepanzerten Truppentransporter aufbieten, um zu verhindern, dass die Polizeistation gestürmt wird. ... Genaugenommen rächt sich in Alexandra gerade der fahrlässige Umgang der südafrikanischen Regierung mit den Flüchtlingsmassen aus Zimbabwe. Drei Millionen Menschen sollen es sein, die aus schierer Not nach Südafrika geflohen sind. Gleichwohl weigert sich die Regierung von Präsident Thabo Mbeki hartnäckig, Flüchtlingslager etwa auf Militärstützpunkten einzurichten. Denn die Existenz solcher Lager wäre das Eingeständnis, dass Zimbabwe unter einer schweren Krise leidet. Genau das will Mbeki verhindern, weil er ansonsten gezwungen wäre, den zimbabwischen Präsidenten Robert Mugabe öffentlich zu kritisieren. Daher überließ man das Problem der Flüchtlinge der eigenen Bevölkerung in der Hoffnung, dass die drei Millionen Zimbabwer in der Masse unsichtbar werden." FAZ 16.5.
Donnerstag, 15. Mai 2008
CO2, Kiefern, Stickoxid, Schnabeltier, Das realexistierende Monster

STRIZZ, Reiche, FAZ
Mehr Gas ins Blut!
Schauer u. Gewitter, mo 22°, na 14°. Die Kiefern stauben heuer stark. Keine Maikäfer.
- "... Kohlendioxid als entscheidender Faktor?
Wie die beiden Forscher jetzt in der Zeitschrift „Geosphere“ (Bd. 4, S. 401) schreiben, sinkt die globale Durchschnittstemperatur, wenn man bei den Rechnungen eine vollständige Vereisung unterstellt, auf unter minus 68 Grad. Selbst in Äquatornähe herrschen noch Temperaturen von unter minus 40 Grad. Die beiden Forscher halten diese Werte nicht für realistisch. Sie meinen, dass damals auf der Erde weniger extreme Bedingungen geherrscht haben müssten, die nicht zu einer vollständigen Vereisung des Planeten geführt hätten. In dem Fall wäre den Modellrechnungen zufolge zumindest ein enges Band um den Äquator eisfrei geblieben.
Überraschend ist noch ein anderes Ergebnis. In den verschiedenen im Computer berechneten Szenarien setzte die weitgehende Vereisung nämlich unabhängig von der Konzentration des Kohlendioxids in der Atmosphäre ein. Sowohl unter dem vorindustriellen Wert von 280 ppm (Teilen pro Million) als auch mit einer hohen Kohlendioxid-Konzentration von 510 ppm führten die Modellrechnungen stets zu einer weitgehend vereisten Erde. Ob daraus geschlossen werden kann, dass der Anteil an Kohlendioxid in der Luft möglicherweise doch nicht der entscheidende Faktor im Klimawandel ist, lassen die Forscher offen." Erdklima: Die Erde ist wohl nie ein Schneeball gewesen, Horst Rademacher, FAZ 14.5. (http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_435hh5fvrhj)
- Hätten die Brüsselkraten 50 Jahre geprüft und dann doppelt nicht zugelassen: "Erbgut des Schnabeltiers analysiert. Ein recht verrücktes Tier.
Das Schnabeltier ist ein Säugetier, zeigt aber auch Eigenschaften der Reptilien und Vögel. Mit der Analyse seines Erbguts ist einer internationalen Forschergruppe nun ein wichtiger Schritt für das Verständnis der Säugetier-Evolution gelungen." FAZ 14.5.
- Mehr Gas ins Blut. Sport unterstützt Stickoxid und schützt so die Gefäße
Ein schlichtes Gas, Stickmonoxid, gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Botenstoffe im Körper. Ein Gas mit Heilungspotential. Inzwischen ist klar, dass es sogar noch wirksamer vor der Gefäßverkalkung - Arteriosklerose - schützen kann als lange vermutet. Das schließen japanische Wissenschaftler aus neueren Beobachtungen an Mäusen. Sie haben Hinweise darauf erhalten, dass ein Mangel an diesem die Blutgefäße erweiternden Signalmolekül nicht nur zu arteriosklerotischen Veränderungen und deren Folgen wie Herzinfarkt und Nierenversagen führt, sondern darüber hinaus auch ein sogenanntes metabolisches Syndrom hervorruft.
Das metabolische Syndrom hängt eng mit einem ungesunden Lebensstil zusammen. Der Begriff beschreibt eine immer weiter verbreitete Stoffwechselstörung, bei der mehrere Risikofaktoren zusammenkommen und so die Arteriosklerose fördern. Hierzu zählen hoher Blutdruck, ein vermindertes Ansprechen der Zellen auf Insulin - eine Insulinresistenz -, zu viel Bauchspeck und übermäßige Mengen an Blutfetten, den Triglyzeriden. Die Kombination dieser vier Risikofaktoren gilt als besonders bedrohlich. Sie mündet häufig in einen auch als "Alterszucker" bezeichneten Typ-2-Diabetes und bereitet Herzinfarkten und anderen arteriosklerotisch bedingten Leiden den Weg.
Für ihre Untersuchungen griffen die Forscher um Sei Nakata und Masato Tsutsui von der Universität für Arbeitsmedizin in Kitakyushu auf Mäuse zurück, deren Organismus genetisch bedingt nur wenig oder gar kein Stickoxid herstellt. Wie die Autoren in der Zeitschrift "Circulation" (Bd. 117, S. 2211) berichten, erkrankten die Tiere mit vollständig brachliegender Stickoxid-Produktion innerhalb weniger Monate. In der Folge kam es zu Herzinfarkten und Nierenschäden. Jene Mäuse, die noch über kleine Mengen des flüchtigen Signalmoleküls verfügten, erlitten weniger starke Störungen. Untersuchungen der Körpergewebe förderten ausgeprägte Ablagerungen und Zellwucherungen in den Gefäßwänden zutage.
In einem nächsten Schritt gingen die Forscher der Frage nach, welche Ursachen den Stoffwechselentgleisungen und den arteriosklerotischen Erkrankungen zugrunde liegen könnten. Bei ihrer Suche stießen sie auf Angiotensin, ein unter anderem an der Entstehung von hohem Blutdruck und dem Fortschreiten einer Herzschwäche beteiligtes Hormon. Dieser die Gefäße verengende Botenstoff lag in umso höheren Konzentration vor, je weniger Stickoxid die Nager zu erzeugen vermochten. In weiteren Versuchen erhielten die Forscher dann Belege für die Mittäterschaft des von ihnen verdächtigten Kreislaufhormons. Behandelten sie Nager nämlich frühzeitig mit einem die Aktivität von Angiotensin unterdrückenden Medikament, konnten sie den Beginn der Erkrankung hinauszögern und deren Fortschreiten verlangsamen. Abwenden ließen sich die Störungen allerdings nicht. Unklar blieb, auf welche Weise der Mangel an Stickoxid die Aktivität von Angiotensin erhöht.
Auch die Erkenntnisse anderer Forscher legen den Schluss nahe, dass Stickoxid ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Schutz gegen arteriosklerotische Einflüsse ist. So scheint körperliche Bewegung unter anderem deshalb einem metabolischen Syndrom und anderen die Gefäßverkalkung beschleunigenden Risikofaktoren entgegenzuwirken, weil sie die Ausschüttung von Stickoxid anregt. Umgekehrt sprechen etliche Beobachtungen dafür, dass das Fortschreiten der Arteriosklerose mit dem Alter auf einem zunehmenden Mangel an Stickoxid beruht.
Wie deutsche Wissenschaftler kürzlich nachgewiesen haben, führt körperliche Aktivität - ein starker Stimulus für die Bereitstellung von Stickoxid in den Gefäßen - bei älteren Personen zu einer weniger starken Freisetzung des schützenden Signalmoleküls als bei jüngeren ("Basic Research in Cardiology", Bd. 103, S. 291). Daher wäre für ältere Menschen ein regelmäßiges körperliches Training besonders angeraten.
NICOLA VON LUTTEROTTI
- - Das realexistierende Monster: "Das fatale Gesetz stetig steigender Staatsausgaben. Die Steuereinnahmen des Staates sollen bis 2012 jedes Jahr um 20 bis 25 Milliarden Euro steigen. Was macht der Staat mit dem Geld? Das fragt ..." 14.5. FAZ
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