Sonntag, 30. November 2008

Hz.öl 0,60; BIBLIA SLAVICA, Januskopf des Papstes


- BIBLIA SLAVICA: 40 Übersetzungen zwischen 1370 u. 1755 haben die Slawisten der Akademie d. W. entdeckt und bereits ca. 20 slawische Bibeln im Facsimile herausgebracht, weitere 20 sind in Arbeit. Erstaunlich, daß schottische Mönche Südslawen missioniert haben und daß es im polnischen Bereich calvinistische, lutherische und arianische Übersetzungen gibt.

- Januskopf des Papstes: Die fehlende Geburtenkontrolle in weiten Teilen der armen Welt führt zu einer Abwertung des individuellen Menschen, läßt Eltern ihre Kinder, speziell die Mädchen, in alle Arten der Sklaverei verkaufen. (Diese Janusköpfigkeit betrifft natürlich den Islam in noch viel größerem Maße, weil dort die Minderwertigkeit der Frau im Koran festgeschrieben ist.)

- Hz.öl 0,60 D-Durchschn. 4661 8829 WTI 54,40
1° Schneeregen, trübe

Samstag, 29. November 2008

Terror in Bombay, www.europeana.eu

Hotel Taj Mahal

"Terror in Bombay.
Indiens „11. September“. Von Richard Wagner.
FAZ 29. November 2008. Um die Welt aus den Fugen zu heben, braucht es nicht viel. In der indischen Finanzmetropole Bombay, einem kaum zu beherrschenden Moloch mit bis zu 25 Millionen Einwohnern, genügten ein paar junge Männer, die Angaben schwanken zwischen 10 und 40, um die Stadt und ihre Menschen sechzig Stunden lang in Angst und Schrecken zu versetzen. Bewaffnet mit Maschinenpistolen, Handgranaten und Sprengstoff, überfielen die militärisch offenbar gut ausgebildeten Männer die Stadt und verwandelten sie in ein Schlachtfeld.
Erst nach wilden Feuergefechten gelang es Polizei und Streitkräften schließlich, die Oberhand zu gewinnen. Als die Kämpfe um die Luxushotels „Oberoi Trident“ und „Taj Mahal“ sowie das jüdische Gemeindezentrum am Samstag endeten, waren fast 200 Tote und dreihundert Verletzte zu beklagen. Unter den Toten befanden sich 18 Ausländer, unter ihnen drei Deutsche sowie acht Israelis oder amerikanische Juden; mindestens 11 Terroristen seien getötet worden, hieß es. ..." // Nur ein ganz kleiner, winziger 11. September, gar kein Vergleich zu dem MegaMord in NYC 2001. Aber doch schlimm genug für die, die Opfer wurden, Opfer von destruktiven jungen Männern wie Christian Klar, die man ohne jede Humanitätsduselei sicher ausschalten muß. Daß die Mottenkistenpartei SPD das Schäublegesetz gestern scheitern ließ, spricht eine deutliche Sprache. Unglaublich, daß die FDP in die gleiche Sicherheitsleine schlug.

- - Schön: "Digitale Bibliothek Europeana. Erfolg ist, wenn man zusammenbricht. Das europäische Prestigeprojekt „Europeana“, die gemeinsame Online-Bibliothek, ist dem Besucheransturm nicht gewachsen. Weil Europeana mit wesentlich weniger Besuchern gerechnet hatte, brach die Seite am Tag der Eröffnung zusammen. Nun muss nachgerüstet werden. ... Abbilder nach Hause, und in Frieden ruht das Original.
Seit Monaten - auch in diesem Sinne - betrommelt wurde jüngst das Großprojekt „Europeana“, die erste gemeinsame Online-Bibliothek der Europäischen Union (www.europeana.eu). Dokumente, Bücher, Gemälde, Filme und Fotografien aus mehr als tausend Sammlungen aus siebenundzwanzig europäischen Mitgliedsstaaten macht diese kostenlos im Internet zugänglich. Die bislang etwa drei Millionen gespeicherten Objekte sollen bis zum Jahr 2010 auf zehn Millionen anwachsen. ... " FAZ ALLERDINGS EU-Qualität: " Erhebliche inhaltliche Mängel, Klaus Graf. Bereits etliche Tage vor der offiziellen Eröffnung war es möglich, nach Registrierung sich umzusehen. Ich habe die gesammelten Eindrücke in meinem Weblog zusammengefasst: http://archiv.twoday.net/stories/5322885/ Bereits damals war der Server quälend langsam und die kurze Zeit, die ich am 20. November nach Eröffnung hatte, um meine Ergebnisse zu überprüfen, genügte, um festzustellen, dass die offizielle Version die gleichen Mängel hatte: http://archiv.twoday.net/stories/5335447/ Das, was man in Europeana zu sehen bekam, konnte man fast immer bereits vorher in den einzelnen Angeboten betrachten. Wer auf vollständige Ergebnisse Wert legt, muss dann doch wieder die einzelnen Angebote abgrasen, denn Europeana findet teilweise erheblich weniger als die Suche in den Angeboten selbst. Europeana erfasst nur einen sehr kleinen Teil des im Netz verfügbaren digitalisierten Kulturerbes. Suchte man nach Goethe im Bereich Texte mit der Einschränkung deutschsprachig erhielt man nur sechs Veröffentlichungen, die alle auf Ungarisch waren! Dabei sind von der HAAB Weimar etliche Goethe-Werke digitalisiert und ins Netz gestellt worden. " "Ingo Lange: "Europäische Bürokratenklasse: Bei Google wäre das nicht passiert ! Fazit: Idee gut und längst überfällig - Ausführung, wie bei der "krummen Gurke", mangelhaft ! Es lebe Europa !"

- 3 bis -1° heiter; in geschützter Lage schieben sich sachte die ersten Schneeglöckchenkuppen durch die Erde.
Dax 4661 (Wochenplus 13%) Dow 8829 (+1,2%)

Freitag, 28. November 2008

Januskopf des Monotheismus: Die Füße im Feuer


Conrad Ferdinand Meyer

Die Füße im Feuer

Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm
Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß
Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saust
Im Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest.
Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell
Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann ...

- "Ich bin ein Knecht des Königs, als Kurier geschickt
Nach Nîmes. Herbergt mich! Ihr kennt des Königs Rock!"
- "Es stürmt. Mein Gast bist du. Dein Kleid, was kümmerts mich?
Tritt ein und wärme dich! Ich sorge für dein Tier!"
Der Reiter tritt in einen dunkeln Ahnensaal,
Von eines weiten Herdes Feuer schwach erhellt,
Und je nach seines Flackerns launenhaftem Licht
Droht hier ein Hugenott im Harnisch, dort ein Weib,
Ein stolzes Edelweib aus braunem Ahnenbild ...
Der Reiter wirft sich in den Sessel vor dem Herd
Und starrt in den lebendgen Brand. Er brütet, gafft ...
Leis sträubt sich ihm das Haar. Er kennt den Herd, den Saal ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
Den Abendtisch bestellt die greise Schaffnerin
Mit Linnen blendend weiß. Das Edelmägdlein hilft.
Ein Knabe trug den Krug mit Wein. Der Kinder Blick
Hangt schreckensstarr am Gast und hangt am Herd entsetzt ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.

- "Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal!
Drei Jahre sinds ... Auf einer Hugenottenjagd ...
Ein fein, halsstarrig Weib ... 'Wo steckt der Junker? Sprich!'
Sie schweigt. 'Bekenn!' Sie schweigt. 'Gib ihn heraus!' Sie schweigt.
Ich werde wild. Der Stolz! Ich zerre das Geschöpf ...
Die nackten Füße pack ich ihr und strecke sie
Tief mitten in die Glut ... 'Gib ihn heraus!' ... Sie schweigt ...
Sie windet sich ... Sahst du das Wappen nicht am Tor?
Wer hieß dich hier zu Gaste gehen, dummer Narr?
Hat er nur einen Tropfen Bluts, erwürgt er dich." -
Eintritt der Edelmann. "Du träumst! Zu Tische, Gast ..."

Da sitzen sie. Die drei in ihrer schwarzen Tracht
Und er. Doch keins der Kinder spricht das Tischgebet.
Ihn starren sie mit aufgerissnen Augen an -
Den Becher füllt und übergießt er, stürzt den Trunk,
Springt auf: "Herr, gebet jetzt mir meine Lagerstatt!
Müd bin ich wie ein Hund!" Ein Diener leuchtet ihm,
Doch auf der Schwelle wirft er einen Blick zurück
Und sieht den Knaben flüstern in des Vaters Ohr ...
Dem Diener folgt er taumelnd in das Turmgemach.

Fest riegelt er die Tür. Er prüft Pistol und Schwert.
Gell pfeift der Sturm. Die Diele bebt. Die Decke stöhnt.
Die Treppe kracht ... Dröhnt hier ein Tritt? Schleicht dort ein Schritt? ...
Ihn täuscht das Ohr. Vorüberwandelt Mitternacht.
Auf seinen Lidern lastet Blei, und schlummernd sinkt
Er auf das Lager. Draußen plätschert Regenflut.

Er träumt. "Gesteh!" Sie schweigt. "Gib ihn heraus!" Sie schweigt.
Er zerrt das Weib. Zwei Füße zucken in der Glut.
Aufsprüht und zischt ein Feuermeer, das ihn verschlingt ...
- "Erwach! Du solltest längst von hinnen sein! Es tagt!"
Durch die Tapetentür in das Gemach gelangt,
Vor seinem Lager steht des Schlosses Herr - ergraut,
Dem gestern dunkelbraun sich noch gekraust das Haar.

Sie reiten durch den Wald. Kein Lüftchen regt sich heut.
Zersplittert liegen Ästetrümmer quer im Pfad,
Die frühsten Vöglein zwitschern, halb im Traume noch.
Friedselge Wolken schwimmen durch die klare Luft,
Als kehrten Engel heim von einer nächtgen Wacht.
Die dunkeln Schollen atmen kräftgen Erdgeruch,
Die Ebne öffnet sich. Im Felde geht ein Pflug,
Der Reiter lauert aus den Augenwinkeln: "Herr,
Ihr seid ein kluger Mann und voll Besonnenheit
Und wißt, daß ich dem größten König eigen bin.
Lebt wohl! Auf Nimmerwiedersehn!" Der andre spricht:
"Du sagsts! Dem größten König eigen! Heute ward
Sein Dienst mir schwer ... Gemordet hast du teuflisch mir
Mein Weib! Und lebst ... Mein ist die Rache, redet Gott."

Berlin, Ukraine: Stalins Hunger-Terror, Dürrenmatt, C.F. Meyer

Russische Panzer in Berlin

- 27. November 1958 : Auch Stalins Nachfolger läßt nichts unversucht, die Kriegsbeute zu sichern: Die UdSSR kündigt den Vier-Mächte-Status Berlins. Eine normale Lage sollte geschaffen werden. Nach den Vorstellungen der Sowjetunion bedeutete dies, dass die Westalliierten aus West-Berlin abziehen, damit eine freie Stadt entstehen könne. Der Westteil Berlins sollte sowohl von der Bundesrepublik als auch von der DDR unabhängig sein. Die politische Verantwortung für den sowjetisch besetzten Teil Berlins sollte an die DDR übertragen werden.
Die USA, Großbritannien und Frankreich blieben jedoch entschlossen, ihre Rechte in Berlin zu wahren. Auch die NATO erklärte eindeutig, dass West-Berlin zum Schutzbereich des Bündnisses gehöre. Das eigentliche Ziel, das die Sowjetunion mit der Kündigung des Vier-Mächte-Status verfolgte, war beide Teile Berlins zu vereinigen und in die DDR einzugliedern.
Das Kräftemessen der einstigen Alliierten um die Existenz und den Status West-Berlins dauerte bis zum Jahr 1972, in dem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs das Vier-Mächte Abkommen unterzeichneten." Zz, Autor: Wolfram Stahl

- Ukraine, Stalins Hunger-Terror: "Holodomor (Ukrainisch Голодомор; russisch Golodomor), früher teilweise auch „Hungerholocaust“ genannt, ist der Name einer großen Hungersnot der Jahre 1932/33 in vielen Teilen der Sowjetunion, wobei die Bevölkerung der damaligen Ukrainischen SSR die meisten Toten zu beklagen hatte und dieser Teil der Hungersnot heute besonders bekannt ist. Laut neuesten Berechnungen der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, die im November 2008 veröffentlicht wurden, betrugen die Opferzahlen in der Ukraine ca. 3,5 Millionen Menschen.[1] Andere betroffene Regionen waren unter anderem Südrussland, Gebiete an der mittleren und unteren Wolga, Südural, Nordkasachstan und Westsibirien. Hauptsächlich betroffen waren landwirtschaftliche Räume, die eigentlich zur Produktion eines Überschusses an Getreide in der Lage waren. Andere Quellen sprechen von gut 10.000.000 Toten innerhalb von 2 Jahren. Auf Basis sowjetischer Volkszählungen kommt man, indem man die Hungertoten und Toten infolge von Kollektivierung und Kulakenverfolgung zusammenfasst, auf eine Opferzahl von bis zu 14,5 Millionen Menschen[2]"

- Dürrenmatt geht zur KP-Party: " Unser aller Feind, das Atom . Autor Seltsam oder Wie sie lernten, mit der Bombe zu leben: Eine Marbacher Ausstellung zeigt, wie Hiroshima die Literatur beeinflusst hat. / / ..." 20.11. FAZ // Dürrenmatt besuchte noch 1987 einen "Friedenskongreß" der Moskauer Diktatoren - ein alter Esel, der offenbar seit Stalin nichts mehr recht wahrgenommen, geschweige denn dazugelernt hat.

- - 28. November 1898: Todestag des Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer.
- "Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal!
Drei Jahre sinds ... Auf einer Hugenottenjagd ...
Ein fein, halsstarrig Weib ... 'Wo steckt der Junker? Sprich!'
Sie schweigt. 'Bekenn!' Sie schweigt. 'Gib ihn heraus!' Sie schweigt.
Ich werde wild. Der Stolz! Ich zerre das Geschöpf ...
Die nackten Füße pack ich ihr und strecke sie
Tief mitten in die Glut ... 'Gib ihn heraus!' ... Sie schweigt ...
Sie windet sich ...

Donnerstag, 27. November 2008

Ausgabenprogramme auf Pump, Antarktis


Heike Göbel (FAZ)
Strizz, Reiche, FAZ

3°, regnerisch

- Noch einmal gute Arbeitsmarktzahlen für November, die Zahl der Arbeitslosen nahm nochmals leicht ab und bewegte sich knapp unter der Marke von drei Millionen (7,5%), nicht so gut wie in USA (7,1%).

- Ausgabenprogramme auf Pump: "Bedacht und unbedacht. Von Heike Göbel. Die These, die Lage sei so ausweglos, dass der Staat als Großinvestor auftreten müsse, um einen schweren Absturz zu verhindern, teilen immer mehr Ratgeber der Kanzlerin. Die Überlegungen sollten sich aber eher auf Steuersenkungen konzentrieren als auf eilig aufgelegte Bau- und Bildungsprogramme ..." FAZ

- " IT-Dienstleister beurteilen ihre Geschäftslage so optimistisch wie im Boomjahr 2000. November 26, 2008. Die Einschätzung der Geschäftslage der IT-Dienstleister ist nach einer Umfrage des DIHK zur Zeit genauso gut wie im Boomjahr 2000. Im Vergleich Mit einem Lagesaldo von 38 Prozentpunkten reduziert die IT-Branche zwar ihre Lageeinschätzung um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Frühjahr 2008. Nach wie vor verspüren die Serviceanbieter den Nachfragesog vor allem durch Unternehmen und Behörden, die ihre Abläufe weiter digitalisieren.46 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage als „gut” ein, ebenfalls 46 Prozent bewerten die Lage als „befriedigend” und acht Prozent bekunden eine Lageverschlechterung. Im Frühjahr schätzte mehr als jeder zweite IT-Dienstleister seine Geschäftslage als „gut” ein – eine Verschlechterung gaben zu diesem Zeitpunkt sechs Prozent zu Protokoll. ..." http://gunnarsohn.wordpress.com/2008/11/26/it-dienstleister-beurteilen-ihre-geschaftslage-so-optimistisch-wie-im-boomjahr-2000/

- Einzelhandelsverband: optimistisch für Weihnachtsgeschäft (+1%), Soli abschaffen (13 Mrd.), Steuern u. Abgaben senken, die Erhöhung der Gewerbesteuer lasse für 2009 ein Ansteigen der Insolvenzen auf etwa 5000 erwarten.

- Der Entrepreneurs Club präsentiert auf dem "Karrieretag" die mittelständischen Mitgliedsunternehmen - haben die Leute Angst vor dem Wort UNTERNEHMER?

- Antarktis-Vortrag 26.11.2008 19:00 Uhr: PD Dr. Frank LISKER, Universität Bremen, Mit Eisaxt und Geologenhammer: u.a. sollen 70% der weltweiten Süßwasserreserven in dem bis zu 4 km dicken Eispanzer dieses riesigen Kontinents gebunden sein; da die Antarktis wenig erforscht ist und auch Unklarheit über die Größe der Fläche besteht, insbesondere über die Schelfeisflächen; der Kontinent Antarktika ist mit etwa 13 Millionen km² etwa 2,7 Millionen km² größer als Europa. Vor 180 Mio. Jahren war der Kontinent eisfrei mit Baumbestand, fossile Stammfunde belegen das. Satellitenbilder hätten 2008 die größte Ausdehnung der Eisdecke gezeigt, die je im antarktischen Sommer gemessen wurde (A.-Wegener-I.). (Publikumszusammensetzung typisch für kognitive Vorträge nach den Willy-Brandt-Reformen: drei Studentinnen, Lücke bis 60 Jahre, fast alle 60-80 Jahre)