Freitag, 5. Dezember 2008

Erbschaftsteuerreform, Althistoriker Fritz Gschnitzer


- " Bundesrat, bitte hilf! . Zu den Berichten über die Erbschaftsteuerreform: Die künftige Erbschaftsteuer wird immer irrationaler. Da soll der überlebende Ehegatte bezüglich ... Der Überlebende von uns muß also mit Sicherheit während der Zehn-Jahres-Frist ins Altersheim ... " LB Marcus Lutter, Bonn, FAZ // In diesem Lichte eines der schändlichsten Gesetze seit 1948 .

- Es sterben meist die Falschen zu früh: " Geschichte ist universal . Zum Tode des Heidelberger Althistorikers Fritz Gschnitzer
Einen Monat vor Vollendung seines achtzigsten Lebensjahres ist der Heidelberger Althistoriker Fritz Gschnitzer gestorben. ..." FAZ
- Auch ein Clown sagt manchmal etwas Gescheites: " Verordnetes Gedenken führt zu nichts . Der kritische Marxist ist ein Kritiker der Geschichtspolitik: Eric Hobsbawm nimmt den Bochumer Historikerpreis entgegen. ..." FAZ 2.12. Im Meer der geisteswissenschaftlichen Spinnereien plätschernd sagte Hob. bei der Preisverleihung (Wer zahlt das!?), daß "das Ende des unkontrollierten Marktes eingetreten" sei. Als ob nicht das Finanzwesen der am stärksten regulierte Bereich ist! Am besten schwätzt es sich über Dinge, von denen man am wenigsten weiß. (Alte geisteswissenschaftliche Weisheit)

- Altana senkt die Ziele für das laufende Jahr. Alsthom Dtl. gut beschäftigt.
US-Arbeitslosigkeit steigt im Nov. von 6,5 auf 6,7% (Vergleich Deutschland: 7,5% , obwohl die sich Arbeitsamtmaßnahmen Befindlichen damals von Schröder aus der Statistik gestrichen wurden.)
WTI 41 Dax 4381 -4% Dow 8.635,42 +3,1%

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Kalt trotz Klimaerwärmung, EZB, FU, Boat people


Kalt trotz Klimaerwärmung - was es alles gibt! Oder: Irgendwann wird auch dem dümmsten
auffallen, daß die Temperatur wieder fällt. Globaler Temperaturverlauf 1979 - 2008 (University of Alabama Huntsville /
(www.eike-klima-energie.eu/?WCMSGroup_4_3=6&WCMSGroup_6_3=1247&WCMSArticle_3_1247=441)

- EZB: -0,75% auf 2,5%: "Größte Zinssenkung seit Euro-Einführung. Auch die EZB rechnet jetzt offiziell mit einem Einbruch der Konjunktur im kommenden Jahr: Die Wirtschaft soll real um ein halbes Prozent schrumpfen. Am Donnerstag reagierte die Notenbank und senkte die Leitzinsen so stark wie noch nie in ihrer Geschichte. An den Börsen half der Schritt wenig. " FAZweiter

- FU: 4. Dezember 1948 : Eröffnung der Freien Universität Berlin als Antwort auf die kommuninistischen Schikanen und Repressalien an der Ostberliner SED-Universität. Die roten Sturm-Abteilungen des SDS setzten dann ab etwa 1965 das Werk der SED fort und schikanierten durch Brüllattacken, Seminar- und Vorlesungssprengungen, Rektorats- und Konferenzbesetzungen etc. alle Hochschullehrer an der FU, die sich dem roten Wahn nicht anschlossen.
- Die FU-Dutschke-Schreihälse hatten jahrelang für die grauenhafte Invasion der nordvietnamesischen Kommunisten und für die Metzeleien der Vietcong gebrüllt; nach dem Abzug der Amerikaner aus Südvietnam tauchten die Kommunisten das Land in Ströme von Blut und so flohen Abertausende vor den Henkern Ho Chi Minhs und den Schlächtern der Vietcong und der grausamen Diktatur auf kleinen Booten hinaus aufs Meer und so kamen " Vor 30 Jahren ... in Hannover die ersten der "Boat people" an, die vor den Vietcong flohen. ..." FAZ 2.12.

- China könnte von Japan lernen - Demokratisierung, unabhängiges Rechtssystem, starke Alltagstraditionen, Eigentumssicherung - aber jeder findet selbst den Weg, den er geht (Juvenal?).

- "CCNet 177/2008 - 3 December 2008 -- Audiatur et altera pars
RISING ANGER: 10,000 METAL WORKERS PROTEST AGAINST EU CLIMATE BILL
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Workers of the world, unite. You have nothing to lose but your jobs!
-- Gaucho Marx's Anti-Green Manifesto

- 3° regnerisch Dax 4.564 +-0 Dow 8.376 -2,5% WTI 43,70 -6,5%

Mittwoch, 3. Dezember 2008

David Signer, Ökonomie der Hexerei



Schneefallgrenze bei 150 ü.M.

- AFRIKA: Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt. David Signer, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2004, Broschiert, 456 Seiten, 22,00 EUR.
Klappentext: David Signer ist dem Treiben der Hexerei in Jahren der Feldforschung in Westafrika sehr nahe gekommen; in engem Kontakt mit Heilern ist er zu der Einsicht gekommen, dass die Hexerei im sozialen, ökonomischen und politischen System eine höchst normative, konservative Funktion übernimmt. Aus Angst vor den Folgen der Zauberei verzichtet der potenzielle Aufsteiger zugunsten der Unauffälligkeit auf seine Ambitionen. Er verteilt das Erworbene unaufhörlich und bringt es so zu keinem ökonomischen Wachstum. Oder er verlässt seine Heimat und schützt sich gegen die Neider durch Feticheure und Opfer. Eine Entwicklung der Gesellschaft in Westafrika wird so effektiv verhindert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2004
Ein "Schlüsselbuch über Schwarzafrika" nennt der "ach." zeichnende Rezensent dieses Buch von David Signer, das die schwarzafrikanische Kultur oder jedenfalls einen Aspekt dieser Kultur, die Hexerei, einer genauen Analyse unterzieht. Signer zeige nicht nur, dass Hexerei in Schwarzafrika als Ensemble von Vorstellungen und Praktiken das schwarzafrikanisches Sozialleben durchdringt und auch Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Religion prägt. Er zeige auch den Zusammenhang zwischen afrikanischem Kommunalismus und Hexerei auf. In der Politik äußere sich dies etwa in der Etablierung von persönlichen Patron-Klienten-Verhältnissen, in der Wirtschaft in der Ablehnung jeglichen Strebens nach individuellem Erfolg und jeglicher Eigeninitiative, im wissenschaftlichen Leben in der Verteufelung von Skepsis und Widerspruch bei der Wahrheitssuche. Insgesamt gelingt es Singer, die Hexerei als ein entscheidendes Hindernis für die Entwicklung Afrikas nachzuweisen, resümiert der Rezensent.
(s. www.perlentaucher.de/buch/19889.html )

- 4567 +0,8% 8592 +2% WTI 46,75 -1,3% 1,27

Dienstag, 2. Dezember 2008

Max Weber, Kohl, Schäuble, Merz, Bierdeckelsteuererklärung


Reiche, Spiegelman, Breakdowns
Alles Müller - tüchtiger Theo

3° R, verdammt kalte Klimaerwärmung!

- Auto-Wahnsinn: "Grenzwerte für Neuwagen. EU schwächt Klimaziele ab.
Die Autobranche leidet heftig unter der Finanzkrise. Prompt werden jetzt die heftig umstrittenen Klimaziele für die europäischen Hersteller stark abgeschwächt. Darauf haben sich Vertreter der EU-Staaten und des EU-Parlaments am Montagabend geeinigt. ..." FAZ


- Max Weber in seinem Vortrag 'Politik als Beruf': "Es ist durchaus wahr und eine ... Grundtatsache aller Geschichte, daß das schließliche Resultat politischen Handelns oft: nein, geradezu regelmäßig, in völlig unadäquatem, oft in geradezu paradoxem Verhältnis zu seinem ursprünglichen Sinn steht."(S. 64f.)
- CDU: Schäuble tritt Februar 2000 vom Partei- und Fraktionsvorsitz zurück wegen einer unbedeutenden Spendengeschichte Kohls ("Ehrenwort"-Million), die der tiefrote Thierse als Parlamentspräsident mit den Medien zu Großformat aufgeblasen hat und zu hoher Geldstrafe von 41 Mio. DM nutzt. Es gelingt der hemmungslos opportunistischen Merkel, einer bis heute blassen Bürokratin, auf dem Frauenfahrschein fähige Kandidaten wie Merz zu verdrängen. Den gigantischen Schaden haben die Steuerbürger bis heute.
Der Bierdeckelsteuererklärung müssen wir vorerst adieu sagen - das große Ziel bleibt.

- Callas: singen konnte sie himmlisch, aber die Operntexte verwirrten sie.
- Mitch Mitchell starb neulich mit 60, da war sein Chef Hendrix schon lange tot.

- Reiche, Spiegelman, Breakdowns: Die Verwandtschaft mit Reimut Reiche ("Sexualität und Klassenkampf") scheint bestätigt; interessant auch die Kogon-Lektüre ("SS-Staat"), habe ich damals im SPIEGEL gelesen, glaube ich. Golding, Herr der Fliegen. Aber da fehlt der Sex-Aberglauben. (Mit Reimut Reiche und Wilhelm Reich seinerzeit in Kempen Schülerseminare. Abbitte.)
- Graffiti, auch ein 68er-Übel: "Sprühst du, klau ich", Focus 48/08, Verhaltensforscher Uni Groningen: "Wenn ein Regelverstoß zur Gewohnheit wird, sinkt die Hemmschwelle, andere Regeln oder soz. Normen zu brechen". Auch mehr Müll wurde vor Graffiti-Häusern auf die Straße geworfen.

- Schön: Neues WTI-Tief: 47,36 $ 4500 +2,4% 8420 +3,3%

Montag, 1. Dezember 2008

Steuererklärung auf Bierdeckel: Merz auf dem CDU-Parteitag


Radikale Abrechnung
Merz schmerzt Merkel. Von Andreas Mihm, Stuttgart, FAZ.
01. Dezember 2008 Das wäre sein Thema: Wie meistern wir die internationale Wirtschaftskrise. Doch der Finanzfachmann geht. Friedrich Merz verlässt den Bundestag, nach langem Streit mit seiner Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden. Und so nutzte er den wohl letzten Auftritt auf einem CDU-Bundesparteitag am Montag noch einmal für eine klare Ansprache. Merz will Steuersenkungen jetzt, Merkel erst in der nächsten Wahlperiode. Merz weiß, dass seine wenn auch mit viel Applaus bedachte Rede die Parteitagsmehrheit nicht mehr erreichen wird. Merkel hatte den Kurs, den die Partei am Abend in einem Leitantrag „Die Mitte. Deutschlands Stärke“ einstimmig verabschiedet hat, im Bundesvorstand durchgesetzt.
Merz ficht das nicht an. Er lobt und tadelt. Er schreckt nicht vor Generalkritik zurück. Beispiel Krisenbranche Landesbanken: Die gebe es nur noch in Ländern, in denen die CDU oder die CSU regiere, ruft März: „Das Landesbankenproblem ist ein Unionsproblem“. Im Saal sitzen Ministerpräsidenten wie Jürgen Rüttgers aus Nordrhein-Westfalen mit seiner angeschlagenen West LB. CSU-Chef Horst Seehofer hat seinen Auftritt bei der Schwesterpartei gar mit der Krise seiner Bayern LB ganz abgesagt.
Lob an Kohl und Schäuble
Merz schmerzt auch an anderer Stelle. Er lobt Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble dafür, dass sie gegen alle Widerstände den Euro eingeführt hätten. Ohne den wäre die Krise heute noch viel größer. Der Verweis auf die Vorgänger Merkels im Amt des Parteivorsitzenden soll den Unterschied zur Parteichefin besonders augenfällig machen. Ihr pflichtet Merz nur zum Schein zu, als er betont, für Steuergeschenke sei kein Geld da. Aber nachdem die Arbeitnehmer sich lange tarifpolitisch beschieden hätten, gehe es nicht an, dass der Staat nun, da sie mehr Geld in der Tasche hätten, sich mittels „kalter Progression“ daran bereichere. „Mit diesem Einkommensteuertarif ist der Staat der steuerpolitische Trittbrettfahrer“, schimpft Merz. Die Partei müsse raus aus der kalten Progression, sofort.
Merkel hat schon vorher klargestellt, dass sie davon nichts hält. In dieser Legislaturperiode gebe es keine „strukturelle Steuerreform“ mehr, hatte sie den 1100 Delegierten am Morgen zugerufen. Die finden das prima: 95 Prozent wählen sie am Nachmittag wieder.
Großen Widerspruch gibt es nicht
Merz Vorstoß geht ins Leere, auch wenn sich in der Aussprache der eine oder andere Sympathisant zu Wort meldet. Großen Widerspruch von denen, die hohe Ämter bekleiden, gibt es nicht. Schließlich folgen Wahlen zum Vorstand und Präsidium auf dem Fuße. Da könnte es Abstrafungen geben.
Zuvor hatte Rüttgers, der dem Sozialflügel zugeneigte Landeschef aus Nordrhein-Westfalen, die Union vor verderblichem „Flügelschlagen“ der Parteiströmungen gewarnt; Hessens eher zum Wirtschaftsflügel tendierender Landeschef Roland Koch plädiert für „Besonnenheit“. Koch ist jetzt einer der wenigen verbliebenen CDU-Wirtschaftsfachleute. Merz weiß das natürlich. Zum Schluss gibt der Finanzpolitiker, der die 2003 von der CDU beschlossenen „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“ erfand, der Parteiführung noch einen mit: Sie möge die „finanzpolitische Kompetenz nicht allein den Sozialdemokraten überlassen.“