Sonntag, 6. September 2009

Alphonse de Lamartine, Sudan








Es fruchtet sehr: Taxus, Schneeball und hinten der Götterbaum (Ailanthus altissima)

Alphonse de Lamartine (1790-1869)

Nacht, die den Sommer endet: Vollmond mit Jupiter und sehr kühlen 7°C ;

- Die Friedensmarseillaise (Marseillaise de la Paix) von Alphonse de Lamartine:

"Nationen! Pomphaft Wort, um Barbarei zu sagen!
Macht denn die Liebe an dem Grenzpfahl halt?
Zerreißt die Fahnen! Folgt der besseren Stimme:
Ichsucht und Haß nur hat ein Vaterland ..."

(1841, ganzer Text: www.lyrikwelt.de/gedichte/delamartineg1.htm)

Napoléon III. (1808-1873) hat intensiv darüber nachgedacht, was Lamartine wohl gemeint haben mochte, nur "Pomp" verstand er und dieses Wort gefiel ihm gut (wie den meisten französischen Politikern bis heute), sein Nachdenken führte ihn aber nicht recht weiter, und so putschte er erst einmal, nein, er putschte dreimal, und im Juli 1870 erklärte er, inzwischen Kaiser der Franzosen, Preußen den Krieg.

- - Der Diktator und Kaiser Napoléon III. ließ sich per Plebiszit bestätigen: 7.824.000 Franzosen stimmten für, 253.000 gegen ihn; man kann daran abschätzen, wieviel Unterstützung der liberale Alphonse de Lamartine in Frankreich besaß.

- Mutig, sehr mutig: "Sudan braucht einen Wandel
Die sudanesische Journalistin Lubna Hussein ist angeklagt, weil sie „unzüchtige“ Kleidung in der Öffentlichkeit getragen haben soll. Dafür drohen ihr 40 Peitschenhiebe. Sie klagt in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. die Zustände in Sudan an." 4.9.

- "Schaukelwetter statt Verwöhnprogramm.
Der Sommer 2009 kam in Deutschland nur langsam in Fahrt, machte seinem Namen dann aber doch noch alle Ehre
bad. FRANKFURT, 3. September. Nach dem Kalender endet er erst in knapp drei Wochen - aber die Meteorologen haben mit dem Sommer schon abgeschlossen. ...17,2°C . O,9° mehr als der langjährige Normalwert von 16,3° . " 4.9. FAZ

Samstag, 5. September 2009

Poincaré, Briand




Poincaré links, Briand rechts

- Wie man Kriege ideologisch vorbereitet und Nationalhaß schürt, Beispiel Raymond Poincaré: "Raymond Poincaré war in folgenden Zeitperioden Ministerpräsident Frankreichs:
14. Januar 1912 – 21. Januar 1913 (gleichzeitig war er Außenminister)
15. Januar 1922 – 9. Juni 1924 (gleichzeitig war er Außenminister)
23. Juli 1926 – 11. November 1928 (gleichzeitig war er Finanzminister)
11. November 1928 – 29. Juli 1929 (ohne zusätzliche Aufgaben)
Nach dem Ende seiner Amtszeit als Staatspräsident leitete Poincaré die französische Reparationskommission. Dabei verfolgte er eine strikte antideutsche Politik. Poincaré gilt als die treibende Kraft hinter der französischen Besetzung des Ruhrgebiets 1923 bis 1924. Die mit der Besatzung verbundenen Belastungen der Staatskasse führten für ihn zur Niederlage bei den Wahlen 1924. Zudem stellte sich Frankreich mit seiner unnachgiebigen Deutschlandpolitik in Widerspruch zu den übrigen Siegermächten. Die Rückkehr im Jahr 1926 verdankte er einer kurz nach dem Machtverlust erfolgten Finanzkrise. Nach ihm wurde der 1928 eingeführte Franc Poincaré benannt. Im Jahr 1929 trat er aus Krankheitsgründen zurück." (Wiki.) Das ist recht freundlich dargestellt. Tatsächlich war Poincaré ein übler Hetzer, den die Revanche für 1870/71 trieb; er wollte Rheinland und Saarland annektieren, ganz in der Tradition Ludwig IV. Ohne die langjährige Haßpolitik Poincarés hätte es keinen Aufstieg Hitlers gegeben, den wiederum trieb die Revanche für die Niederlage von 1918 und den Diktatfrieden von Versailles.
- - Gegenspieler des Revanchisten Poincaré war Aristide Briand. " 'Wenn Sie noch weiterreden, werden wir alle anfangen zu weinen', hatte er einmal in einer Vollsitzung zu Luther gesagt, als dieser über die schwierigen Verhältnisse in Deutschland berichtete." So zitiert der deutsche Dolmetscher Paul Schmidt Briand in seinem Buch "Statist auf diplomatischer Bühne 1923-45 (Bonn 1949, S. 80), als er über die Konferenz von Locarno im Oktober 1925 berichtet. Nun gab es in der Tat für Reichskanzler Hans Luther viel Grund, über die Not in Deutschland zu berichten, und Briand hätte gut daran getan, gut zuzuhören und sich dabei in die innenpolitische Situation Deutschlands einzudenken und zu überlegen, ob er die moderaten demokratischen deutschen Republikaner Luther und Stresemann unterstützen wolle oder ob er weiterhin wie sein Vorgänger Poincaré die deutschen Revanchekräfte stärken wolle. (Für Stresemann hatten diese die Parole: Stresemann, verwese man.) Briand entschied sich für einen Mittelweg, und es kam so, wie das Sprichwort sagt: in der Not ist der Mittelweg der Tod. Schmidt stellt heraus, welchen Fortschritt der Wechsel vom Extremisten Poincaré zum gemäßigten Briand bedeutete, seine überwiegend konstruktive Rolle. Aber Briand war zu dumm, Nägel mit Köpfen zu machen. Vielleicht hat er das später insgeheim eingesehen, als er am 5. September 1929 seine vorwärtsweisende Rede vor dem Völkerbund für ein geeintes Europa hielt. Leider hat er nicht tatkräftig die konkreten Schritte dafür 1925 in Locarno eingeleitet. Bei den Amerikanern wäre Unterstützung zu erwarten gewesen. Er hätte die europäische Geschichte so stark beeinflussen können, und in diesem Falle positiv, wie seinerzeit der Krieger Napoleon ganz Europa verändert hatte.

- Paul Schmidt ist übrigens eine interessante Quelle. Ich habe ihn vor Jahren während des Studiums zum Deutschunterricht für einen japanischen Bankkaufmann benutzt, auf dessen Vorschlag!

- Schimpansen sind Fleischfresser, Rohfleischfresser: "Gorilla-Expertin. „Weibchen können ein wahrer Albtraum sein“.
2009 ist das Jahr des Gorillas. Diese Tiere möchte Angelique Todd schützen und versucht, sie in Afrika an Menschen zu gewöhnen. Im F.A.Z.-Interview spricht sie über ihre Angst vor Affen, kommerzielle Wilderer und Tourismus als Chance für den Artenschutz." 10.6. /// Ihren Daumen biß ein Schimpanse ab, knabberte am ganzen Unterarm; just im Juni passierte das auch dem Frankfurter Zoodirektor Bl.

- Wenn man so anfängt, die Zellen zu zählen: von den Hautzellen zu den Leberzellen zu den Hirnzellen: woher dieser völlig unüberschaubare Aufbau von Komplexität?

Freitag, 4. September 2009

Medienverdummung (?), Villeroy & Boch droht mit Umzug




Schauerwetter, die Temperaturen kommen seit Tagen kaum noch über 20°C, heute 13-15° C.

- Medienverdummung (?): "Drei Bücher zur Kultur der medialen Verdummung. Wer nur zuschaut, will nicht schimpfen.
Von Jörg Thomann. FAZ 03. September 2009 Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?“, „Die verblödete Republik“, „Verblöden unsere Kinder?“: Die Blüte der Blödheitsbücher ist nicht zu übersehen. Die Diagnose, dass es mit unserer Zivilisation den Bach runtergeht, scheint glaubwürdig und marktgängig, mancher Autor dürfte sich dank ihr dumm und dämlich verdient haben. Als ursächlich für die Verblödung gelten Schule, Unis, Politik. Sowie, an erster Stelle, die Medien. Nun sind wieder drei neue Verblödungsbücher erschienen, die trotz erkennbarer Unterschiede in Herangehensweise und Niveau manches gemeinsam haben. Ihre Autoren bezichtigen jeweils ein Medium der Blödmacherei, allerdings nicht jenes, für das sie selbst beruflich arbeiten. ..." FAZ 3.9.09
/// Da gab es doch schon: 1963 VIERZEHN MUTMASSUNGEN ÜBER DAS FERNSEHEN, ed. Anne R. Katz, darin Adorno: " Die Millionen Menschen, welche die auf sie zugeschnittene Massenkultur konsumieren, die sie eigentlich erst zu Massen macht, haben kein in sich einheitliches Bewußtsein. Sie ahnen, vorbewußt, unterhalb einer dünnen ideologischen Schicht, daß sie vom Titelblatt jeder illustrierten Zeitung, von jedem zellophanverpackten Schlager betrogen werden. ..." Ja, ja, der Herr Adorno; hat er nicht mehr verblödet als irgendeine Container-Schau bei RTL? Er hat den Studenten, die etwas Gescheiteres verstanden hätten, seinen Kulturindustrieblödsinn ins Ohr geblasen incl. Veränderungsappelle.
Dann gab's von Postman 1988 WIR AMÜSIEREN UNS ZU TODE. Ja, sicher, seit der Plebs der römischen Kaiserzeit, die Gladiatoren amüsierten sich sterbend nicht so sehr. Tod macht der Plebs Spaß, ob in Roms Arena oder beim "Tatort" oder den anderen zwanzig Krimis jeden Abend. Wer den Blödsinn sieht, wird jedenfalls nicht neomarxistisch verblödet wie bei Adorno und seinen Schülern beim WDR, HR oder wo immer. Problematischer scheint die subtile Ausdünnung der Nachrichten bei fast allen Sendern und die Anreicherung mit Katastrophen-, Lotto-, Sport- und sonstigen Unterhaltungsnachrichten. Junge Menschen werden so daran gewöhnt, daß politische und wirtschaftliche (diese kommen kaum noch vor) Nachrichten den gleichen Status haben wie die Unterhaltungsnachrichten. Ähnlich verhält es sich bei den gedruckten Medien. Bei meiner Korrespondenz mit den Kommunalkandidaten läßt sich das Fazit ziehen, daß der Kenntnisstand hinsichtlich der den Gymnasiasten propagierten Photovoltaik bei den allermeisten denkbar gering ist, daß sie praktisch keine konkreten Zahlen kennen und über den mittleren Technikstatus der Photovoltaik nicht informiert sind, geschweige denn, daß sie in Käseblättchen wie dem Kölner Stadtanzeiger etwas über die starken chinesischen Solarfirmen gelesen hätten.
Es fehlen in Deutschland private Spitzengymnasien, wie es sie in England und den USA und anderswo gibt, die landesweite Impulse für einen Leistungswettbewerb geben, der dem Unterhaltungsbedürfnis fordernd gegenüber steht.

- Roter Galgenstrick Lafontaine vor dem Tor: "Saarland. Villeroy & Boch droht mit Umzug.
Der Keramikhersteller Villeroy & Boch ist eine Institution im Saarland. Nun droht Aufsichtsratchef Wendelin von Boch mit einem Umzug nach Luxemburg, falls es im Saarland zu einer rot-rot-grünen Machtübernahme kommt ..." 4.9. FAZ
- Wal-Mart will in 09 22.000 neue Arbeitsplätze schaffen, Bernanke spricht vom Ende der Krise, US-Häuserverkäufe haben zum dritten Mal hintereinander zugelegt; Pfaff macht wieder Gewinn!

Donnerstag, 3. September 2009

Nationalismus



Militärdiktator Napoleon hat sich gerade edel und groß zum Kaiser gekrönt und eröffnet das Zeitalter des Nationalismus

- Nationalismus
- - ' Niemand will zum Osten gehören.
Eine windige Geschichte: Vergeblich fahnden Historiker auf einer Londoner Tagung nach deutschen Bildern des Westens vor 1914
Der Husarengeneral Bamme weiß, woher der Wind weht. Fontane lässt ihn in "Vor dem Sturm" das Aufkommen bürgerlicher Offiziere erklären. "Und woher das alles? Sie wissen es. Von drüben. Westwind." ...' FAZ 2.9.09 ///
Es handelt sich aber um eine spezifische, nicht verallgemeinerbare Stelle. Ernst Fraenkel verwendet ab 1960 den Begriff 'westliche Demokratie'; mir scheint, in Abdifferenzierung zu dem der 'Volksdemokratie' der östlichen Diktaturen. In Thomas Manns "Betrachtungen eines Unpolitischen" läßt sich zumindest inhaltlich ein französischer Westen auffinden, und dem Osten wird mehr 'Tiefe' zugeschrieben. Er hat das in seinem Bekenntnis zur Weimarer Republik in der Rede "Von deutscher Republik" revidiert. Während die Weimarer Republik aber eher eine Berliner Republik war und Berlin eine Weltstadt, in der viele Amerikanismen sichtbar waren (Werbung, Jazz, Tänze etc.), so setzte der Versailler Diktatfrieden doch 'östliche' Akzente. Die deutsche Regierung wurde insbesondere von der französischen Regierung mit vielen Schikanen bedacht, die in der Ruhrbesetzung gipfelten. Das Verbot einer angemessenen Armee mit entsprechender Bewaffnung führte nach Rapallo 1922 zu einer Zusammenarbeit, insbesondere der Wehrmacht, mit Rußland, dem anderen Paria. Hier knüpfte der Hitler-Stalin-Pakt an. Die politische und kulturelle Atmosphäre wurde davon wenig berührt, und je mehr sich die Amerikaner gegenüber den Franzosen durchsetzten, desto mehr wuchsen die deutsch-amerikanischen Kontakte (Handel, Investitionen, Young- u. Dawes-Plan).

- - Das OPFER ist eine Kategorie, das Kollektivisten seit der Steinzeit schätzen und Nationalisten stets pflegten:
"Werner Hegemann: Spätaufklärung in der Weimarer Republik .
Aus Goethes "Iphigenie" und Hofmannsthals "Alkestis" gewann der deutsche Essay ist eine Kritik der Opferidee, die zur modernen Gewaltideologie geworden war. ..." FAZ 2.9.

- - Und erst die GRÖSSE: Großes Gefühl, großes Opfer, großer Sieg, große Kultur, große Nation etc. Nietzsche hat diesem Affen auch Zucker gegeben, aber mit doppelter Perspektive: "Nietzsche über Größe. Scheinriese .
Das Denken auf den Weg der Größe zu führen war für Nietzsche die letzte Zuflucht, nachdem er die idealistische Metaphysik zerstört und die Diagnose des Nihilismus gestellt hatte. ... Was er verachtet, ist nicht das Kleine, sondern das geistig Kleine, die erlogene Größe idealistischer Begriffe. ... daß man sich von Nietzsche zwar noch inspirieren, aber nicht mehr infizieren lassen will." FAZ 2.9. Tagungsbericht /// Gut so! Aber mancher geistig Kleine hat sich an den großen Sprüchen berauscht oder sie gar mißbraucht. Am besten hält man es vielleicht mit Epikur: "Ich spucke auf das Edle und auf jene, die es in nichtiger Weise anstaunen, wenn es keine Lust erzeugt. (Fragmente, Ethik) Das ging wohl an Platon, den Edlen. Hier könnte man sicher für das EDLE auch GRÖSSE einsetzen, aber die beiden treten auch gerne zusammen auf.

- - Bertolt Brecht: Vaterlandsliebe, der Haß gegen Vaterländer (Geschichten vom Herrn Keuner) :
Herr K. hielt es nicht für nötig, in einem bestimmten Lande zu leben. Er sagte: "Ich kann überall hungern." Eines Tages aber ging er durch eine Stadt, die vom Feind des Landes besetzt war, in dem er lebte. Da kam ihm entgegen ein Offizier dieses Feindes und zwang ihn, vom Bürgersteig herunterzugehen.
Herr K. ging herunter und nahm an sich wahr, daß er gegen diesen Mann empört war, und zwar nicht nur gegen diesen Mann, sondern besonders gegen das Land, dem der Mann angehörte, also daß erwünschte, es möchte vom Erdboden vertilgt werden.
"Wodurch", fragte Herr K., "bin ich für diese Minute ein Nationalist geworden? Dadurch, daß ich einem Nationalisten begegnete. Aber darum muß man die Dummheit ja ausrotten, weil sie dumm macht, die ihr begegnen."

/// Die Dummheit läßt sich bekanntlich nicht ausrotten, auch Brecht selbst demonstriert das mit seiner Grunddummheit, seiner Verfangenheit in marxistischem Denken; erst spät dämmert ihm, welchen Kasper er für Ulbricht gegeben hat. Nationalismus zeugt Nationalismus, das aber ist eine gültige Einsicht, und auch für diese schöne Keuner-Geschichte muß man ihm dankbar sein. Kann man den Nationalismus ausrotten? In China herrscht ein extremer Nationalismus, in Rußland wird er neu belebt, und es ließen sich, allein in Osteuropa, noch viele Namen nennen. Man kann ihn vielleicht aufweichen durch Wohlstand und durch internationale Verflechtung, durch Nationalstaatskonstruktionen wie die Schweiz und die USA, durch europäische Gemeinsamkeiten wie die gemeinsame Währung. Das ist schon recht viel. Brecht hat auch gesehen, daß man denen, die ein einfach gestricktes Angebot brauchen, auch ein solches machen muß:

Kinderhymne

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.

Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.

Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir's.
Und das liebste mag's uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.

(Bert Brecht)

Auf zweifelhafte Begriffe könnte man hier sicher verzichten, auf das Gummiwort "verbessern" etwa, das der Erziehungsdiktatur den Weg ebnet, oder das Nebelwort "Volk" und "Völker", das eine Einheit suggeriert, die es nirgendwo gibt, schon gar nicht in Europa, und das den Pluralismus der Lebensformen als weitaus wichtigste Errungenschaft der Zivilisation nicht in den Blick geraten läßt.
Noch wichtiger als ein moderates nationales Identifikationsangebot (darunter fallen alberne Fußballspiele mit ihrer ekelhaften Sauferei bei angeschlossener Schlägerei vorher, nachher und am Rande aber nicht!) scheint mir aber das landschaftliche Heimatangebot mit regionaler Traditionspflege. Das macht etwa den internationalen Reiz Bayerns aus.

- - Viele Reden werden gehalten, um den eigenen Nationalismus zu schützen. Wenn Stalin in Rußland wieder verstärkt gezeigt wird, dann nicht, um den originalen Stalinismus erneut hervorzuholen, sondern um den russischen Nationalismus zu pflegen und ihn geschichtlich zu unterfüttern; daher auch der Befehl des MP Medwedjew, russische Historiker auszuschalten, die die russische Geschichte kritisch untersuchen.

Mittwoch, 2. September 2009

Der solare Einfluss auf den Klimawandel



Prof. Dr. Horst Malberg (1970 Ernennung zum Professor für Meteorologie und Klimatologie an der Freien Universität Berlin, Lehrbuch: Meteorologie und Klimatologie“ (5. Auflage))

- Der solare Einfluss auf den Klimawandel: Die Astronomische Vereinigung Elbe-Weser

u n d die Burggesellschaft Bederkesa laden gemeinsam ein :

V o r t r a g

“Der solare Einfluss auf den Klimawandel –

Kritische Anmerkungen zur Klimadebatte“

Prof. Dr. Horst Malberg

Donnerstag, den 10. September 2009

19 Uhr im Vortragssaal der Burg Bederkesa

Die präsentierten neuen Forschungs-Ergebnisse zeigen:

o

Die Veränderungen unseres Klimas werden seit Millionen Jahren maßgeblich durch die natürlichen Veränderungen der auf die Erde auftreffenden Sonnen-Strahlung bestimmt.

o

Die verschiedenen Zyklen der Sonnenflecken-Aktivität erklären auch sehr weitgehend die Klima-Schwankungen der letzten Jahrhunderte - bis heute.

o

Dem solaren Einfluss wird in den Klimamodellen nur noch eine Statistenrolle zuerkannt, obwohl der anthropogene CO2-Treibhaus-Einfluss empirisch nicht nachgewiesen ist.

è weitere Anlagen: Vita

- Sachsen: CDU 40,2% (41,1%), Linke 20,6 (23,6), SPD 10,4 (9,8), FDP 10 (5,9), Grü. 6,4 (5,1), NPD 5,6 (9,2), Sonst. 6,8 (5,3); der Sorbe Stanislaw Tillich gehört in der CDU zu den wenigen, die keine Sozialdemokraten sind, hat das mit seinem Wahlerfolg zu tun?

- Thüringen: CDU 31,2% (43 ! ) verlor vor allem an die SPD 18,5% (14,5), Linke 27,4% (26,1), FDP 7,6% (3,6), Grü. 6,2 (4,5), Sonst. 9,1 (8,3). Neostalinist Ramelow hat das Ergebnis der Linksradikalen und SED-Nachfolger gehalten, SPD-Matschie bleibt unter 20%, bei CDU-MP-Althaus spielt vielleicht der Ski-Unfall eine Rolle für den Absturz.
- - Flucht aus der Diktatur: Wird die Linksradikalen SED-Abkömmlinge nicht gewählt haben: " Vor 40 Jahren, in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1969, schwamm Mitbauer, 19 Jahre alt und DDR-Meister über 400 Meter Freistil, 25 Kilometer vom Ostseebad Boltenhagen in die Lübecker Bucht. " FAZ 1.9.

- Japan: LDP nach 50 Jahren abgewählt; DJP will die Binnenkonjunktur ankurbeln (aber wie?) und die Macht der Staatsbürokratie beschneiden.

- Bedingungen der Zufriedenheit, Peter Robert Hofstätter, veröffentlicht 1986, Edition Interfrom (Zürich)