Montag, 7. Dezember 2009

31,000 scientists have signed a petition saying that they don't believe in global warming




Die Klima-Scharlatane Mann und Jones amüsieren sich bei der Vernichtung der Rohdaten, aus denen sie ihren Klima-Hokuspokus destilliert haben ( http://wattsupwiththat.com/ 5.12. )

Using their own numbers, the warmmongers keep saying that there are 2,500 scientists who still believe in global warming. On the other hand 31,000 scientists have signed a petition saying that they don't believe in global warming. So there may be a Consensus, just not the one you were told. If this were a toothpaste commercial there would be some kind of graphic saying "12 out of 13 scientists agree, global warming is a hoax!" ( www.minnesotansforglobalwarming.com/m4gw/ 4.12.)

- Die Klagen der Skeptiker
In Kopenhagen stützt sich die Politik auf die Erkenntnisse, die der UN-Klimarat bündelt. Eine Minderheit der Forscher hält dessen Modellrechnungen aber für unzulänglich. Viele von ihnen wollen es gar nicht besser wissen. Sie legen aber Wert darauf, dass es keiner so genau wissen könne. Von Siegfried Thielbeer
KOPENHAGEN, 6. Dezember. Der moderne Mensch produziert "Treibhausgase". Sie verursachen einen "Treibhauseffekt". Das Erdklima wird wärmer. Dadurch steuert die Welt in eine Klimakatastrophe. So sehen es viele Forscher aus vielen Staaten. So sieht es der Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC). So sehen es die meisten Politiker, die von diesem Montag an in Kopenhagen über Gegenmaßnahmen beraten.
Wer es anders sieht, heißt "Klimaskeptiker". Einen UN-Klimaskeptikerrat gibt es nicht. Aber auch die Forscher, die von der Mehrheitsmeinung abweichen (und den sie vertretenden Kollegen teils unterstellen, ihnen gehe es eher um Drittmittel als um die Wahrheit), nutzen das politische Großereignis in Kopenhagen, um ihre Positionen zu bekräftigen.
Einigermaßen einig sind sich die Forscher, dass der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre gestiegen ist. Betrug die CO2-Konzentration im Mittel der vergangenen 100 000 Jahre zwischen 180 und 280 ppm (Teile pro Millionen Teilen Luft), liegt sie derzeit bei 385 ppm.

Doch schon die Feststellung, dass es in den vergangenen 150 Jahren eine leichte globale Temperatursteigerung um gemittelt 0,6 Grad gegeben habe, stellen einzelne Klimaskeptiker in Frage. Diese Erwärmung ist nach den vorhandenen Angaben auf der Nordhälfte des Globus stärker ausgeprägt und zeigt sich besonders signifikant in der Arktis. Dort werden Temperatursteigerungen von gut zwei Grad beobachtet. Diese Werte wurden von Thermometern abgelesen - und doch gibt es methodische Zweifel. Werden die Ergebnisse nicht unvergleichlich, weil sich viele Messstationen inzwischen in verstädterten Lagen befinden?

Es gibt, etwa in ländlichen Gegenden Großbritanniens, Irlands oder auch Kaliforniens, Wetterstationen, deren Messungen zum Teil bis ins Jahr 1659 zurückgehen und die dennoch keine langfristige Temperatursteigerung ausweisen, sondern - abgesehen von leicht wärmeren Wintermonaten - nur Schwankungen um einen konstanten Mittelwert. Alles ein "Urbanisierungseffekt"? Eine globale Standardstation gibt es nicht. Klima-Großinstitute erhalten die Daten der Wetterstationen rund um den Globus und setzen sie miteinander in Beziehung. Anders als in der Dritten Welt gibt es im Westen wenigstens schon lange ein dichtes Netz von Wetterstationen. Allerdings wurden viele geschlossen, weil Satellitenmessungen möglich wurden. Das, sagen die Skeptiker, beeinträchtige die Vergleichbarkeit mit früheren Daten. Die von den Großinstituten ausgewerteten Bodenstationen befinden sich oft auf Flughäfen, sind also dem Urbanisierungseffekt besonders ausgesetzt.

Ballon- und Satellitenmessungen der Temperatur in der mittleren und niederen Troposphäre liegen wiederum erst seit den siebziger Jahren vor. Hier zeigen sich, mit leichten Differenzen zwischen den verschiedenen Institutsserien, "Temperaturanomalien" von plus 0,18 bis 0,28 Grad. Unstrittig ist, dass das Jahr 1998 ein extrem warmes Jahr war. Dies wird fast einhellig auf einen El-Niño-Effekt zurückgeführt, eine Veränderung von Meeresströmungen. Aber manche Skeptiker bemängeln, dass 1998 ein Ausreißer gewesen sei, der nun die statistische Mitteltemperatur über Gebühr erhöhe.

Warum die Temperaturen in der Arktis so viel schneller steigen, ist unklar. Das Abschmelzen des Inlandeises von Grönland soll dazu führen können, dass der Meeresspiegel um bis zu sieben Meter steigt - was katastrophale Folgen für manche auch dicht besiedelte Küstenregionen hätte. Doch selbst Dorthe Dahl-Jensen, Dänemarks führende Glazialforscherin vom Niels Bohr Institut, die sich keineswegs den "Klima(wandel)skeptikern" zurechnet, wiegelt ab: Ein völliges Abschmelzen des Inlandeises würde tausend Jahre dauern, sagt sie. Zwar schmilzt im Sommer der Gletscher, aber im Winter nimmt er durch Niederschläge mehr zu als er durch Schmelze verliert. Die Gletscher schrumpfen trotzdem, weil Eisberge kalben und immer rascher in den Ozean gleiten.

In der viel größeren Antarktis nimmt die Eismenge wegen höherer Niederschläge dagegen zu. Nur im kleinen Westteil der Antarktis wurde eine Verringerung des Eises gemessen. Der UN-Klimarat hält sich mit Abschmelzszenarien denn auch zurück, auch wenn diese in der öffentlichen Debatte oft im Vordergrund stehen. Der IPCC sagt zwar auch einen höheren Meeresspiegel voraus, begründet das aber mit der höheren Wassertemperatur. Schlimmstenfalls, so die maßgeblichen Forscher, steige die Wasserhöhe vermutlich um 26 bis 59 Zentimeter; günstigstenfalls um 18 bis 38 Zentimeter. Geologen sagen, seit dem Ende der vorigen Eiszeit habe sich der Meeresspiegel um durchschnittlich ein bis zwei Millimeter pro Jahr erhöht.

Die vielleicht größten Kontroversen zwischen IPCC und "Skeptikern" aber beziehen sich auf den angenommenen Kausalzusammenhang der höheren Kohlendioxidkonzentration und der Erderwärmung. Das CO2 entsteht nicht nur durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern in unzähligen biologischen Kreisläufen. Ozeane, Carbonat-Verwitterung, Atmung von Lebewesen, Verwesung, Vulkanismus - für rund 97 Prozent der Kohlendioxidproduktion ist die Natur verantwortlich. Nur rund drei Prozent werden dem Menschen (seiner Industrie, seiner Land- und Viehwirtschaft, der Brandrodung und so weiter) angelastet.

Die Skeptiker rechnen auch gern vor, wie winzig der Anteil dieses anthropogenen Kohlendioxids an der Atmosphäre ist. Sie kommen auf 0,0011 Prozent am Volumen der sogenannten reinen Atmosphäre (also ohne Wasserdampf). Sie wenden sich gegen die graphischen Darstellungen, auf denen die Temperaturkurve und die der Kohlendioxidkonzentration meist parallel verläuft. Doch sei es häufig so, dass die CO2-Kurve der Temperaturkurve folge, oft mit hunderten Jahren Verzögerung.

Geologen jedenfalls sind sich sicher, dass selbst in Zeiten des Erdaltertums die CO2-Konzentration höher gewesen sein müsse als heute. Demnach hätte über die letzten 570 Millionen Jahre nicht die Kohlendioxid-Konzentration die Lufttemperatur gesteuert, sondern beide wären (wie auch gravierende Meeresspiegelschwankungen) durch tektonische Großereignisse, die Auffaltung von Gebirgen und das Auseinanderbrechen von Kontinenten, beeinflusst worden.

Der Klimaforscher Richard Lindzen vom Massachusetts Institute of Technology beklagt, die Treibhausgase gälten nur deshalb als Ursache der Erwärmung, weil man keine andere plausible Erklärung habe. Die Modelle könnten aber weder die hochmittelalterliche Erwärmung erklären noch die kurzfristigen Variationen des El Niño. Solche Phänomene illustrierten aber gerade, wie die Klimasysteme signifikanten Wandlungen unterworfen seien, ohne dass es externe Ursachen gebe.

Für Lindzen und viele andere steht fest, dass die von ihnen als "Alarmisten" kritisierten Forscher nicht ergebnisoffen gearbeitet hätten. Vielmehr hätten sie die Wirkung kaum erforschter Phänomene so quantifiziert, dass die erwünschten Ergebnisse herauskamen. Dabei geht es vor allem um Modelle zur sogenannten Klimaempfindlichkeit. Berechnet werden "Strahlungshaushalte" - wie viel Sonnenlicht durch die Atmosphäre dringt und von der Erde abgestrahlt wird. Nun hätten, so Lindzen, die Klimaforscher das Problem gehabt, dass nach ihren Modellen für die langfristige Temperaturberechnung die Erwärmung der Erde in den vergangenen 150 Jahren nicht, wie tatsächlich gemessen, 0,6 Grad, sondern 1,5 bis 4,5 Grad hätte betragen müssen.

Darauf hätten die Wissenschaftler reagiert, indem sie die Rolle von Aerosolen - winzigen festen Teilchen in der Atmosphäre, die etwa auf Luftverschmutzung zurückzuführen sind - hervorgehoben hätten. Demnach wäre die Erderwärmung längst viel drastischer ausgefallen, wenn es nicht die abkühlende Wirkung der Aerosole gäbe, welche die Strahlungshaushalte beeinflussen sollen. Die Behauptung, unter Berücksichtigung der Aerosole hätten die für die Vergangenheit benutzten Klimamodelle auch die gegenwärtige Temperatur korrekt berechnet, sei ein Trick, sagt Lindzen. Tatsächlich wisse man über die Effekte der Aerosole so gut wie nichts.
" FAZ 7.12.09

Sonntag, 6. Dezember 2009

Glück, Schwefeldioxid, jahrelang brennende Tagebauflöze, Abbrennen des indo. Regenwalds; Polis, Republik, Staat und Bürger



Zugspitze -5 bis -7°C, 125 cm Pulverschnee

Am Rande des Bergischen Landes naß und kalt bis 8°C

" Sankt Nikolaus und die Städte Europas
Ein Schutzpatron der Kaufleute und der frühen Handelsstädte: Landesgeschichtliche Forschungen zu einem Festtag, dessen Hintergründe verblasst ... Er wurde zum Schutzpatron der jetzt eben als Berufsstand aufkommenden Fernhändler,die ihm in ihren neuen Kaufmannssiedlungen ihre Kirchen widmeten ... Pegau bei Leipzig 1092 ... " FAZ 2.12.

- Schwefeldioxid, jahrelang brennende Tagebauflöze, Abbrennen des indonesischen Regenwalds: China hat große Luftprobleme durch SMOG (eine Wortkreuzung aus dem engl.: smoke + fog): Giftig ist Schwefeldioxid, das bei der Kohleverbrennung frei wird, insbesondere bei schlechter, schwefelreicher Kohle. Davor müssen die Chinesen sich fürchten, denn Schwefeldioxid wirkt auf die Atemwege; es genügt ein Milligramm Schwefeldioxid in einem Kubikmeter Luft, um einen Menschen zu töten. 1952, als alle Haushalte noch mit Kohle heizten, starben in London bei einem starken Dauersmog 4000 Menschen. Vom Schwefeldioxid und den in China jahrelang brennenden Tagebauflözen erwähnt der Autor leider nichts. Ganz Südostsien liegt unter einer dauerhaften Aerosol-Glocke, zu der auch das Abbrennen des indonesischen Regenwaldes beiträgt. Kohlendioxid aber ist ein farb- und geruchloses Gas; es ist schwerer als Luft und mit 0,035 % deren Bestandteil (früher 15%). Man kann Kohlendioxid also nicht sehen, es ist wunderbar transparent. Mit dem Klima hat es auch (praktisch) nichts zu tun, das hängt vor allem mit der Sonne, aber auch noch mit vielen anderen Faktoren zusammen (siehe Klimageschichte, Wechsel zwischen Warm- u. Kaltzeiten seit Millionen Jahren). Das "Klima" war noch nie dauerhaft stabil. Die nächste Eiszeit kommt bestimmt! Komm. auf faz.net

- Polis, Republik, Staat und Bürger : Cicero, ein rechter Eklektizist in Sachen (griechischer) Philosophie, vermutete nicht zu Unrecht, daß die Grundlage für die Bildung von Gemeinwesen der Herdentrieb (Congregatio) sei (De re publica ) . Allerdings kommen die Führergestalten noch dazu, die es, aus vielerlei Gründen, zur Macht und zur Machtübernahme drängt und die der Art des Gemeinwesens und des Staates ihren Stempel aufdrücken. Da spielen die Zahlen natürlich eine Rolle: wie viel Fläche, wie viele Bürger, wie viele Kommunikationsmedien mit welcher Reichweite? Gemeindeformate lassen sich schlecht mit Gesellschaftsformaten vergleichen. Wie änderte sich Athen 478/77 vuZ mit dem Attischen Seebund alias Attisches Imperium? Aristoteles spricht von den Hellenen, so wie Hugo Capet von den Franzosen sprach, aber das hellenische, frühkommunistische und frühnationalsozialistische Sparta besiegte Athen und beendete das ath. "Wunder".
Zur Geschichte der Staatsgewalt hat der Historiker Wolfgang Reinhard sein imposantes, gleichnamiges Buch vorgelegt, man kann sagen, nicht in Verlängerung der Hegelschen Staatsvergötterung, die die Deutschen zur Staatsgläubigkeit ermunterte und die ihnen schlecht bekam. Reinhard resümiert: „Wer weiß, wie der Staat funktioniert, hört auf, an ihn zu glauben.“ Komm. auf faz.net ("Nichts geht mehr")

- Südafrika: " Hoffnung am Kap. Von Thomas Scheen, Johannesburg
Mit der Weltmeisterschaft verknüpft Südafrika große Hoffnungen. Eine WM ohne Rendite wäre für das Land mit einer Arbeitslosenquote von inoffiziell 43 Prozent eine Katastrophe. In den Townships gärt es landauf, landab. Seit fünfzehn Jahren warten die Menschen dort auf bessere Häuser und menschenwürdigeArbeit. ..." FAZ 5.12.09
/// Wenn die sozialistische Mißwirtschaft Mandelas und Mbekis fortgesetzt wird, werden die Menschen dort weitere 15 Jahre so schlecht weiterleben wie unter Mandela.

- Glück: "
Michael Hampe: Das vollkommene Leben
. Lob der standpunktlosen Weltteilhabe.
Von Michael Pawlik, FAZ
02. Dezember 2009 Hier haben wir es mit einem Exemplar der Massenware „Glücksbuch“ zu tun, das die Aufmerksamkeit verdient. Seine Protagonisten, der Philosoph Stanley Low und der Gärtner Gabriel Kolk, sind ebenso wie die von Low versammelten vier Meditationen über das Glück Geschöpfe des Zürcher Philosophen Michael Hampe. In seinem Nachwort bekennt sich Hampe zu einer „deskriptiven Philosophie der Verschiedenheiten“, die sich auf ein „anerkennendes Zeigen von Unterschieden“ beschränkt und sich von den Verlockungen einer „vereindeutigenden Philosophie, die immer, auch zwischen grundlegenden Standpunkten oder verschiedenen Registern des Lebens, zu entscheiden versucht“, fernhält.
Nur solange man glaube, eine bestimmte theoretische Erkenntnis erreichen zu müssen, um glücklich zu werden oder einen Lebenssinn zu finden, könne man auch meinen, man könne mit Behauptungen darüber Auskunft geben, worin das Glück oder der Sinn bestehe. Aber nicht irgendwelche Überzeugungen machten glücklich, „sondern nur die Fähigkeit, in der Welt neben den anderen, fremden Wesen vorzukommen, so dass man die Welt nicht lediglich von außen betrachtet oder das Fremde in ihr wegerklärt und wegbewertet, indem man sich mit einer Beurteilungsskala von ihr distanziert und zum Richter ihrer Individuen aufspielt“.
Wer empfindet nicht eine spontane Sympathie für so viel Takt und Bescheidenheit? Dennoch steht Hampes neoromantische Feier der standpunktlosen Weltteilhabe philosophisch auf einigermaßen schwachen Füßen. Wir Menschen kommen nicht einfach in der Welt vor, sondern wir sehen uns in ihr vorkommen, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, mit einem begrenzten Sehfeld. Deshalb sind wir, Segen und Fluch des Bewusstseins, zur Einsicht in die Unhintergehbarkeit des Perspektivismus verurteilt. Mögen wir glücklich oder unglücklich sein, wir sind es stets als Wesen, die einerseits nicht nur standpunktgebunden sind, sondern prinzipiell auch um ihre Standpunktgebundenheit wissen, denen es aber andererseits verwehrt ist, den von ihnen eingenommenen Standpunkt lediglich als Ausdruck einer ästhetisch interessanten Möglichkeit zu behandeln.
Die Endlichkeit des Lebens
Dem steht schon die Endlichkeit des Lebens entgegen. Sie gibt allem, was wir tun, einen Ernst, der sich zwar zeitweilig verdrängen, aber nicht dauerhaft abschütteln lässt. Gegen die gläubige Inhalation irgendwelcher Ratgeberformeln ist leicht polemisieren, desgleichen gegen die selbstgefällige Überhöhung des eigenen Lebensentwurfs zum Inbegriff der Weltvernunft. Bei der Bewältigung der Aufgabe, die genealogische Kontingenz unserer Standpunkte mit deren Anspruch auf existentielle Verbindlichkeit zu versöhnen, hilft uns Hampes Rat, das blasse Theoretisieren über das Glück gegen ein theorieloses Vorkommen in der Welt einzutauschen, nicht weiter. Dass Hampe, nachdem er das Personal seines philosophischen Romans zuvor viel Kluges über Voraussetzungen und Grenzen menschlichen Glücks hat sagen lassen, am Ende sein Heil in einem begrifflich unterkomplexen Eskapismus sucht, ist ebenso überraschend wie enttäuschend. Aber vielleicht wäre ein perfektes Buch über das Glück ja auch einfach zu viel des Glücks.
Michael Hampe: „Das vollkommene Leben“. Vier Meditationen über das Glück. Carl Hanser Verlag, München 2009. 303 S., geb., 21,50 €.
/// Man kann bezweifeln, ob zu diesem Thema noch etwas Neues gesagt werden kann - nach dem, was von Epikur bis Schopenhauer dazu bereits geschrieben wurde - vielleicht darf ich noch anmerken: Wörter wie GLÜCK und VOLLKOMMEN wecken falsche Erwartungen. Stets geht es um Zufriedenheit und Klugheit und um die gewissen Albernheiten, die Horaz anspricht:

Vita brevis
Fluchtpunkte zur flexiblen Lebensorientierung
Prinzipien sind zu starr für die vielen verschiedenen, oft überraschenden Situationen des Lebens
Fluchtpunkte sind nötig, um kostbare Lebenszeit nicht mit Unsinn zu verschwenden (aber: Mische kleine Torheiten in dein kluges Planen:
Eine Wonne ist es, unvernünftig zu sein, wo es am Platze ist. Horaz, 4. Ode)

Wie kommt der Einzelne in Gemeinschaft und Gesellschaft zu einem angemessenen Platz, auf dem er zufrieden ist, auf dem er sich wohlfühlt?

1. Selbstfindung (Worin unterscheide ich mich wie stark von den anderen? Stärken? Schwächen?)

2. Weltkenntnis (Ökonomie, Biologie, dreitausend Jahre europäische Geschichte vom Klima bis zur Politik, Berufsfertigkeiten; Kunst, Kino, Literatur, Oper und Theater sind weitgehend Zeitverschwendung und bergen durch exotische Perspektiven ein großes Verwirrpotential (ganz wenige bedeutende Ausnahmen gibt es: Goethes Faust I u. II, Seneca, Epiktet); die bildende Kunst taugt immerhin für Begabte zur Geschmacksbildung und ein bißchen Unterhaltung). Schulen sollte man ganz schnell durchlaufen, um zur Lebenserfahrung zu kommen.

3. Selbstformung und Entspannung durch täglichen leichten Sport (Gymnastik, Dauersportarten), Yoga, Tai-Chi, Musik (möglichst aktiv).

4. Lebensplanung (Wo will ich hin? Wo ist es einigermaßen komfortabel? Mit welchem Beruf und welchen Hobbies kann ich es lange aushalten? Will ich mich vermehren? Welche Eigenschaften muß ein eventueller Partner haben? Vor einer Partnerwahl an die Scheidung denken.)

Samstag, 5. Dezember 2009

Klima im Kambrium war weltweit sehr heiß



Die Erde sah vor einiger Zeit irgendwie anders aus

Heute 2-5°C, R, Schneefallgrenze 400-500 m

- Kambrium vor 600-500 Mio. J., Kambrische 'Revolution', Urtiere, Gliederfüßler, Weichtiere. In der Kambrium-Zeit (600 Millionen Jahre) bestand die erdoberflächennahe Atmosphäre aus 84 Volumenprozent Stickstoff (N2), 15 Prozent CO2 und etwa einem Prozent freiem Sauerstoff (02). Die Pflanzenentwicklung sorgte mit Hilfe der Photosynthese für die Bildung der Atmosphäre mit der jetzigen Zusammensetzung CO2 = 0,035 Prozent, 02 =20,95 Prozent, N2= 78 Prozent und rund einem Prozent Spuren- und Edelgase.
Das Klima im Kambrium war weltweit sehr heiß, die Pole waren ganzjährig eisfrei. Auf allen Kontinenten gab es ausgedehnte Wüsten (Trockenzonen). Großräumige Meeresüberflutungen mit einem Höhepunkt im Mittel-Kambrium. Klima feucht und zunehmend wärmer. (Vgl. u.a. www.lothar-beckmann.de/Globalklima/seite12.htm )
Nach der Logik von Klimascharlatanen wie Schellnhuber, Merkel, Edenhofer etc. könnte man das Klima dieser Zeit zum "Normalklima" erklären. Es wäre also heute viel zu kalt. Nun wissen aber alle ehrlichen und halbwegs gebildeten Menschen, daß sich seit dieser Zeit das Klima vielfach geändert hat, auch in der jetzigen Periode des Holozän. Das Klima wird sich mutmaßlich auch in Zukunft so schwankungsaktiv verhalten wie in der ältesten und in der jüngsten Vergangenheit. Das Klima war nie stabil, so etwas zu behaupten ist verlogen. Daraus politische Maßnahmen und Belastungen abzuleiten, ist völlig unverantwortlich.

- Popper zu Darwinismus, Selektion und Präferenz:
" ... Popper: Die Darwinsche Theorie ist sehr schwer zu überprüfen. Es ist klar, daß die natürliche Selektion, selbst wenn sie manchmal eine starke Überzeugungskraft hat, nicht immer allein jede Entwicklungsstufe erklären kann. Darwin hat selbst erkannt, daß das Auftauchen z.B. des Hirschgeweihs oder der Pfauenfedern nicht das Ergebnis der natürlichen Selektion, sondern einer Vorliebe des Weibchens für diese männlichen Attribute ist. Das ist sehr interessant, denn so wird klar, daß Präferenzen sich gegenüber der natürlichen Selektion durchsetzen können. Nun geht aber die Präferenz eher vom Tier aus als von der Selektion, bei der die Umwelt des Tieres über die Auswahl entscheidet.
L�Express: Ziehen Sie die natürliche Selektion als Entwicklungskraft in der Evolution in Zweifel?
Popper: Das Experiment zeigt zweifelsfrei die große Kraft der natürlichen Selektion. Aber es ist mehr als zweifelhaft, daß sie das einzige Entwicklungselement der Evolution ist. Ich persönlich glaube, daß die Präferenzen hier eine große Rolle spielen. Die Schwierigkeit rührt daher, daß die Präferenzen ihrerseits durch die natürliche Selektion erklärt werden können. Durch natürliche Selektion taucht ein Tier mit Präferenzen auf, die auf die Wahl seiner Umwelt Einfluß nehmen können, man nennt das die ökologische Nische, und diese Umwelt modifiziert ihrerseits die genetische Struktur des Tieres. Es ist möglich, daß es so ist. Und ich vermute, daß es so ist.
L�Express: Ist das Ihre eigene Hypothese?
Popper: Zum Teil. Sie kennen diesen langen und lästigen Streit über den Einfluß von Natur und Umwelt, Vererbung und Milieu, der die Biologen entzweit. Was ist das wichtigste für die Evolution? Ist es die natürliche Selektion auf dem Weg über die Umwelt, was auch den Wettbewerb umschließt, der ein Element dieser Umwelt ist? Oder sind es die Präferenzen, die Entscheidungen, die individuellen Handlungen des Tieres? Ich würde darauf antworten � und das ist vielleicht neu �, daß beides wahrscheinlich einen gleich starken und vielleicht inkommensurablen Einfluß hat.
L�Express: Sie präsentieren damit die Begriffe des alten Streites Vererbung - Milieu auf neue Art und Weise.
Popper: Damit Präferenzen zum Ausdruck gebracht werden können, muß eine genetische Struktur vorher schon existieren. Die Präferenzen sind Eigenheiten, die ein Tier nur ausnutzen kann, wenn es über ausreichende Wahlmöglichkeiten in einer gegebenen Situation verfügt. Diese Wahlmöglichkeit existiert nur, wenn die genetische Struktur des Tieres ihm eine solche einräumt. Wenn diese zu eng ist, gibt es keine Auswahl. Diese Struktur, die die Auswahl erlaubt, kann von der natürlichen Selektion herrühren. Aber von dem Augenblick an, wo das Tier eine Wahl und Präferenzen hat, bedeutet das, daß es eine bestimmte Umwelt im Hinblick auf seine Präferenzen wählt und daß jede Präferenz in diesem Sinne die Wahl einer Umwelt ist. Wenn das Tier eine Umwelt mit einer gewissen Temperatur bevorzugt, wird die Temperatur eine neue Rolle in seinem Leben und infolgedessen in seiner ökologischen Nische spielen. Deshalb ist es dumm, sich zu fragen, ob Vererbung oder Umwelt das wichtigste ist, weil ganz offensichtlich beide wichtig sind und man ihren jeweiligen Anteil nicht vergleichen kann. Ebensowenig kann man den Selektionsdruck und den, der von den Präferenzen des Tieres ausgeht, vergleichen; man muß sie als die beiden Hälften der Erklärung der Evolution ansehen. Das ist ganz und gar vereinbar mit der Darwinschen Theorie, obgleich es bedeutet, daß die Evolution abläuft, als ob sie es im Lamarckschen Sinne täte.
L�Express: Indem sie die Theorie von Lamarck simuliert?
Popper: Diese Idee hatten mehrere Gelehrte, von denen der Amerikaner Baldwin der bekannteste ist. Ich habe sie ein wenig weiterentwickelt, indem ich die Existenz von Präferenz-Genen, insbesondere von Genen für Neugier und Forschungsdrang hervorgehoben habe. Diese scheinen mir "Leitgene" zu sein, die zu neuen Präferenzen hinführen, also zur Wahl einer neuen Umwelt, die wiederum die spätere Evolution des Tieres prägt. So stellen wir zumindest eine Simulation der Lamarckschen Theorie fest, obgleich es wahrscheinlich keine Vererbung erworbener Charaktereigenschaften gibt. Jede Neuerung im Verhalten eines einzelnen Organismus verändert die Beziehung zwischen diesem Organismus und seiner Umwelt. Sie kann also den Verlauf, den die Evolution nehmen wird, stark beeinflussen.
L�Express: Wie würden Sie diesen Dualismus: Vererbung - Umwelt formulieren?
Popper: Kennen Sie den folgenden Vers des Gedichtes "In memoriam" von Tennyson: "Die Natur mit ihren Fängen und blutigen Haken..." Diese Beschwörung einer feindlichen Natur voller Blut ist die Beschreibung des Darwinismus. Er gibt nur eine Hälfte der Wahrheit wieder, denn der Evolutionsprozeß hat zwei Aspekte: auf der einen Seite tatsächlich den der feindlichen Umwelt, der natürlichen Selektion, die ausrottet, aber auf der anderen Seite gibt es auch die günstige Umwelt, die wir suchen und für die wir eine Präferenz zeigen. Wenn es bis heute Leben gibt, so deshalb, weil die günstige Umwelt viel wichtiger war als die feindliche.
L�Express: Veranlaßt Sie das zu sagen, daß die Organismen Problemlöser sind?
Popper: Es ist vielleicht ein neuer Gedanke. Die Tiere sind nicht passiv, sie sind nicht geschaffen worden, um das zu tun, was sie tun � ganz im Gegensatz zu dem, was der Darwinismus scheinbar zeigt, der so viel deterministischer auftritt als der Lamarckismus. Für mich ist der Determinismus ein völlig falscher Gedanke, vor allem in Bezug auf Organismen. Für jedes Problem, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen, gibt es immer viele Lösungen. Diese werden in die zahlreichen Formen, die das Leben annehmen kann, übertragen. Ich glaube, daß der Darwinismus der Idee breiten Raum zugestehen kann, daß in fast allen Lebensabschnitten ein ganzes Repertoire möglicher Reaktionen auf eine Situation existiert.
L�Express: Kann diese Idee auf den Menschen und auf die Lösung seiner Probleme angewendet werden?
Popper: Natürlich. Diese Idee wird sehr klar, wenn es sich um den Menschen handelt. Eine Theorie ist der Versuch einer Problemlösung. Dem Lösungsversuch eines Tieres � selbst ganz unten auf der Skala des Lebendigen, bei den Amöben oder den Bakterien � entspricht beim Menschen die Aufstellung einer Theorie. Unsere Theorien entwickeln sich durch Versuch und Irrtum, ganz wie das Verhalten der Tiere. Wenn unsere Theorien falsch sind, werden sie widerlegt, aber wenn das Verhalten des Tieres unangepaßt ist, wird es ausgerottet. Darin besteht der große Unterschied. Die Sprache erlaubt es, eine Theorie zu formulieren und zu widerlegen, ohne denjenigen zu töten, der sie aufgestellt hat. In Ermangelung der Sprache bedeutet die Widerlegung einer Theorie beim Tier die Ausrottung desjenigen, der Träger dieser Theorie ist. " Interview mit L'Express 1982 / Erneuter Abdruck anläßlich Poppers Tod bei Aufklärung und Kritik 2/1994 (S. 38 ff.)

- - " Gute Arbeitsmarktzahlen schieben den Dax ins Plus
Spezial Dank überraschend positiver Konjunkturdaten aus Amerika hat sich der Dax mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Er beendete den Handel 0,8 Prozent höher bei 5817,65 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er damit 2,3 Prozent. ... FAZ 5.12.

- Klamaukbrüderchen: Noch immer gibt es Störungen des Hochschulbetriebs durch Hörsaalbesetzungen, "Streik" etc. - es ist unglaublich bzw. unverantwortlich, daß studentische Idioten ihre Kommilitonen beim Studium stören! Diese pubertären Geister mögen vertreten, was sie wollen, aber auf eine Weise, die andersdenkende Studenten nicht von dem abhält, was allein Inhalt des Studiums ist: Studieren .

- Studentischer Mob, das eigentliche Hochschulproblem: " AStA soll Schaden ersetzen
Uni-Präsident will Dialog / Dozenten kritisieren Räumung
Das Studentenwerk Frankfurt will vom AStA der Universität Schadenersatz für die Zerstörungen und Umsatzausfälle fordern, die während der Besetzung des Casinos auf dem Westend-Campus entstanden sind. In einem Schreiben an die AStA-Vorsitzenden Nadia Sergan und Jonas Erkel heißt es, man sei "empört und zugleich irritiert, dass nach den Übergriffen im vergangenen Jahr gegen die Mitarbeiter unseres Cafés im House of Finance sich die Aktionen des AStA abermals gegen das Studentenwerk Frankfurt am Main richten". Die Besetzer des Casinos hätten Werte vernichtet, die auch von Studierenden erwirtschaftet worden seien und diesen nun nicht mehr zur Verfügung stünden.
Nach Schätzungen der Universität summieren sich allein die Umsatzausfälle, die das Studentenwerk durch die Teilschließung der Casino-Mensa erlitten hat, auf bisher 50 000 Euro. Sergan und Erkel waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Universitätspräsident Werner Müller-Esterl hat gestern Morgen eigenen Angaben zufolge das Gespräch mit Studenten gesucht, die an einer Protestversammlung im IG-Farben-Haus teilnehmen wollten. Im Foyer des Gebäudes habe er Fragen beantwortet, zu der Zusammenkunft selbst sei ihm jedoch der Zutritt verwehrt worden. "Wir lehnen derzeit eine offizielle Diskussion mit dem Präsidenten ab", teilten die Organisatoren des "Protestplenums" hierzu mit. Müller-Esterl habe seine Funktion als Ansprechpartner der Studierenden verwirkt und mit der "gewaltsamen Räumung" und der "öffentlichen Lüge" über den Polizeieinsatz sowie das Ausmaß der Schäden im Casino jede Gesprächsgrundlage zerstört.
Die Universität verwies unterdessen darauf, dass viele Studenten in Zuschriften ihre Empörung über die Zerstörungen im Casino ausgedrückt hätten. In einem Flugblatt, das nach Angaben der Uni-Pressestelle auch über das Internet verbreitet wird, heißt es: "Das ist kein Streik, das ist keine Meinungsäußerung, das ist Vandalismus, das ist kriminell, das ist nicht zu tolerieren." Aus dem Aufruf ist nicht zu erkennen, wer ihn verfasst hat. Neun Fachschaften und Fachgruppen aus Natur-, Rechts- und Geisteswissenschaften distanzierten sich von "Vandalismus und Sachbeschädigung" während der Casino-Besetzung. "Das Verhalten des AStA in diesem Zusammenhang können wir nicht nachvollziehen."
Mehrere Dozenten haben dagegen in einer Erklärung die Entscheidung des Präsidenten kritisiert, das Casino räumen zu lassen. Es habe sich hierbei um einen "nicht akzeptablen Eingriff in die Freiheit von Forschung und Lehre" gehandelt. Während der Besetzung hätten sich Studenten in mehr als 70 Workshops mit Hochschulreformen und Studienbedingungen auseinandergesetzt. "Die ausschließliche Fokussierung auf ,Vandalismus' dient einzig der Delegitimierung und Kriminalisierung des Protests." Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehört Frank Nonnenmacher, ehemaliger Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften.
Bei der Studentendemonstration am Donnerstagabend, die sich gegen die Casino-Räumung richtete, sind nach Angaben der Polizei mehrere Polizisten durch Knallkörper verletzt worden. zos
Text: F.A.Z., 05.12.2009

- "Landdegration in Afrika: Menschen gefährden Menschen", Vortrag Paul L.G. Vlek, Uni Bonn. Der Titel spricht für sich; neu: eine Begrünung südlich der Sahel-Zone, Vlek begründete sie mit dem Ende einer Dürreperiode seit 1984 .

Freitag, 4. Dezember 2009

Die gegenwärtige Klimahysterie ist unbegründet



4-5°C

- Klima-Gate
Von Jochen Stahnke und Matthias Wyssuwa, FAZ
Klimabericht "The Copenhagen Diagnosis": Hat man sich "Tricks" bedient?
04. Dezember 2009 Kopenhagen hat sein „Climategate“: Der Watergate-Skandal brachte Richard Nixon zu Fall, Monica-Gate zerstörte die Glaubwürdigkeit Bill Clintons, und jetzt also Klima-Gate - der Verdacht, dass der menschengemachte Klimawandel nicht mehr ist als nur eine Verschwörung unter Klimaforschern. Das zumindest legen aus Sicht von Leugnern des Klimawandels E-Mails zwischen prominenten Forschern nahe. ...
Manns „Trick“

Erst drei Tage nach dem Hackerangriff, am 20. November, meldete die „New York Times“, dass E-Mails von Klimaforschern gestohlen wurden, und zitierte aus ihnen. So heißt es in einer E-Mail, alle Skeptiker des Klimawandels seien „Idioten“. Besonders brisant aber ist eine Mail vom November 1999, in der Jones einem Kollegen anvertraut, wie er in einer Klimastatistik einen ihm nicht genehmen Temperaturrückgang versteckt. Er habe sich des „Tricks“ Michael Manns bedient. Mann ist Mitautor des erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Klimaberichts „The Copenhagen Diagnosis“, der als legitime Fortschreibung des IPCC-Weltklimaberichtes angesehen wird und in dem ein weit schnellerer Klimawandel vorhergesagt wird als bislang bekannt. Jones' Trick bezog sich, wie er schrieb, auf ein Klimamodell, in dem Klimaveränderungen über die Jahrhunderte mit Hilfe von Baumringen bestimmt werden. Nun begab es sich aber, dass das Modell für die jüngst vergangenen Jahrzehnte einen Rückgang der Temperatur verzeichnet. Das passte ihm nicht.

Also verwendete Mann für die Darstellung der unliebsamen Jahre simple, mit Thermometer gemessene Temperaturen - die eine Klimaerwärmung erkennen lassen. Ob Manns Baumrinden-Modell nun also auch für weiter zurückliegende Jahrhunderte korrekt sein kann, ist schwer zu überprüfen. Echt sind zumindest die E-Mails. Bereits am 23. November bestätigte die Universität East Anglia, dass die Daten und E-Mails echt seien und die Polizei eingeschaltet wurde. ...
Sowohl die Universität East Anglia als auch die Universität Pennsylvania State, an der Michael Mann lehrt und forscht, haben unterdessen eine Untersuchung angekündigt, ob sich die Forscher auch an wissenschaftliche Regeln gehalten haben. Das Ergebnis der Universität East Anglia könnte schon am Freitag vorliegen. ... " FAZ 4.12.

- " Die gegenwärtige Klimahysterie ist unbegründet

Den Ausführungen von Leser Dr. Hermann ("Was in der Klimadebatte untergeht", F.A.Z. vom 11. November) stimme ich aus umweltgeologischer Sicht zu. Es gibt nach wie vor keinen ausreichenden wissenschaftlich fundierten Beweis für eine globale Klimaeinwirkung des Kohlendioxids in der jüngeren Erdgeschichte. Kohlendioxid (CO2) ist lediglich ein Spurengas und mit 0,035 Volumenprozent in der erdoberflächennahen Atmosphäre enthalten. Deshalb ist es aus quantitativen Gründen kein Treibhausgas. Es ist 1,4 mal schwerer als Luft und hat in der stets turbulenten Atmosphäre keine für ein Treibhausgas erforderliche Molekulardichte. Dagegen spielten der Wasserdampf und Wasser in den 4,5 Milliarden Jahren seit Bildung der festen Erdkruste und der Atmosphäre/Hydrosphäre bis heute die entscheidende Rolle als Treibhausgas mit globaler Klimawirkung. Diese Ausnahmesituation des Planeten Erde in unserem Sonnensystem ermöglicht seit rund drei Milliarden Jahren die Entwicklung von Leben.

In der Kambrium-Zeit (600 Millionen Jahre) bestand die erdoberflächennahe Atmosphäre aus 84 Volumenprozent Stickstoff (N2), 15 Prozent CO2 und etwa einem Prozent freiem Sauerstoff (02). Die Pflanzenentwicklung sorgte mit Hilfe der Photosynthese für die Bildung der Atmosphäre mit der jetzigen Zusammensetzung CO2 = 0,035 Prozent, 02 =20,95 Prozent, N2= 78 Prozent und rund einem Prozent Spuren- und Edelgase. Bei 16 Prozent 02 wären bereits günstige Bedingungen für die Entwicklung der Lungenatmer, also der Säugetiere, gegeben (vor 200 Millionen Jahren) und damit später auch für den Menschen. Das C02 ging zu diesem Zeitpunkt (etwa fünf Millionen Jahre) bereits auf etwa 0,1 Prozent zurück. Eine Kurve zu dieser Entwicklung gibt es bereits seit 25 Jahren. Dabei stammten zwei Drittel der Sauerstoff-produktion aus dem Phytoplankton der Ozeane und ein Drittel von Landpflanzen. Dieses Verhältnis besteht noch heute und ist seit etwa 25 Millionen Jahren stabil geblieben. In Zeiten starker Akkumulation von Landpflanzen (Karbon- und Tertiärmoore) wurde der Atmosphäre besonders viel C02 entzogen, während die Sauerstoff-Produktion stark anstieg. Gegenwärtig herrscht trotz anthropogener C02-Produktion ein Gleichgewicht, obwohl es vorher Kalt- und Warmperioden gab. Die vielzitierte Hawaii-Kurve ist wenig aussagefähig, da sie von Messungen aus einem aktiven Vulkangebiet mit reichlich C02-Austritten stammt. Auch die Forderung nach einer Erwärmungsgrenze bis zwei Prozent ist aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten nicht machbar.

Klimawandel gab es in der Erdgeschichte immer. Er ist ein normaler Vorgang und wird von Faktoren außerhalb der Erde (Sonne, Mond, Erdbahnelemente) und erdweiten Faktoren wie Erdplattenbewegungen, dem Erdmagnetfeld, Vulkanismus, der Land-Meer-Verteilung, der Wolkenbildung, den Kreisläufen in der Lithosphäre, der Hydrosphäre und der Atmosphäre bestimmt. Auf diese Vorgänge hat der Mensch global keinen Einfluss. Er muss sich deshalb auf das Machbare beschränken, vor allem in regionalen Bereichen. Ich denke da unter anderem an eine Wiederaufforstung und an die Erhaltung von Mooren, an die Reduzierung der Verschmutzung von Meeren und Flüssen, an die Reduzierung der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen, an die Nutzung alternativer Energiequellen, an Energieeinsparungen sowie an realistischere interdisziplinäre Modellrechnungen zur globalen Klimaentwicklung. Die gegenwärtige C02-Hysterie ist völlig unnötig und sachlich unbegründet. Sie verschleiert die Fakten. Besser wäre eine wahrheitsgemäße Information der Öffentlichkeit, verbunden mit der Aufforderung, wirklich Machbares zum Umweltschutz zu leisten.

PROFESSOR DR. WERNER KASIG, AACHEN, FAZ LB 2.12.09

- Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Climatic_Research_Unit_e-mail_hacking_incident

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mensch und kulturelle Gruppe, Ayn Rand



Ayn Rand 1962 in NYC

- Ayn Rand: " ... Doch es sollte weit schlimmer kommen. Als 1917 der russische Zar gestürzt war, griff Lenin gewaltsam nach der Macht und initiierte unter anderem einen Klassenkampf gegen die Mittelschicht. Die Apotheke von Rands Vater wurde von den Bolschewiken geschlossen, die Familie enteignet. Rand, ihre Eltern und ihre zwei Schwestern flohen vor den Revolutionären auf die Halbinsel Krim. Doch schon bald war auch diese in der Hand der Bolschewiken, und die Rosenbaums kehrten zurück ins entvölkerte Sankt Petersburg. Dort bewohnten sie ein kleines Zimmer ihrer einstigen Wohnung, litten Hunger und waren als Juden und einstige Besitzende doppelt benachteiligt. Dass Rand überhaupt studieren konnte - Geschichte und Philosophie -, verdankte sie einigen Glücksfällen. ..." Das wilde Leben einer Freiheitsfanatikerin (FAS 29.11.09)

- Mensch und kulturelle Gruppe, Karl-Heinz Kohl bespricht Antweiler, Heimat Mensch: " ... Ein starkes Wir-Gefühl
Müsste sich dies aber nicht auch auf die Aneignung von Werten, Normen, Verhaltensweisen und anderer kultureller Besonderheiten im Zuge der individuellen Sozialisation übertragen lassen? Haben die radikalen Kulturrelativisten also doch recht? Stellt jede Kultur das Ergebnis einer Wahl aus dem großen Bogen der Möglichkeiten dar, die - sobald sie historisch einmal getroffen worden ist - den Zugang zu allen übrigen Alternativen versperrt? Spätestens an diesem Beispiel wird die grundsätzliche Problematik des ethnologischen Universalismus deutlich. Sie besteht darin, dass es in den meisten Fällen mehr als schwierig ist, zwischen anthropologischen Konstanten und kulturellen Errungenschaften zu unterscheiden.
Alle sozialen Gruppen neigen dazu, ein starkes Wir-Gefühl herauszubilden. Dies geschieht vor allem dadurch, dass sie sich von anderen Gruppen abgrenzen. Da die Unterschiede zwischen benachbarten Gruppen meist gering sind, können auch sehr kleine Differenzen in den Rang zentraler Unterscheidungsmerkmale erhoben werden. Das ist in der Auseinandersetzung zwischen Relativisten und Universalisten sicher der Fall, ließe sich aber auch auf das Neben- und Gegeneinander von Kulturen überhaupt anwenden. Bezieht man die Theorie der wechselseitigen Abgrenzung auf das Phänomen der multikulturellen Gesellschaft, so gelangt man zu einem paradoxen Befund. Je stärker die Interaktion zwischen den Angehörigen einzelner Kulturen ist, desto mehr werden sie sich dabei auch auf ihre jeweils eigenen Werte, Überlieferungen und Gebräuche beziehen, Unterschiede betonen und Gemeinsamkeiten ausblenden.
Identität in der Fremde
Genau diese Entwicklung lässt sich in kulturellen Diasporagemeinden beobachten. Als Symbole kultureller Identität spielen der karibische Karneval, das indische Hochzeitsfest, die Koranschule und der Schleier in der Fremde oft eine viel größere Bedeutung als in der eigenen Heimat. Werden sie zu ostentativ hervorgekehrt, bleibt die Reaktion von Seiten der Mehrheitsgesellschaft nicht aus, die nun ihrerseits ihre kulturellen Besonderheiten hervorkehrt. Als gleichwertig im Sinne des Kulturrelativismus werden sich die nebeneinander bestehenden kulturellen Systeme aber umso weniger wahrnehmen, je weiter der Prozess der Abgrenzung voranschreitet.
Von hier aus gesehen erhält Christoph Antweilers Lehrstück über den ethnologischen Universalismus durchaus eine politische Dimension. Der Verweis auf das Vorhandensein zahlreicher Gemeinsamkeiten wird die Errichtung neuer kultureller Grenzen zwar nicht verhindern. Doch kann er heute weit besser als der Kulturrelativismus dazu beitragen, deren Bedeutung zu relativieren. "
Christoph Antweiler: „Heimat Mensch“. Was uns alle verbindet. Murmann Verlag, Hamburg 2009. 268 S., geb., 18,- €.
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Brav, Herr Antweiler! Ist ja gar nicht falsch, die vielen Gemeinsamkeiten von Sexualität bis zur Sprachfähigkeit bilden das Fundament. Kommunikationen aber finden in einer bestimmten Sprache statt, der Muttersprache, die stets auch mit ihrem Wörterbuch die Kommunikation in anderen, nach der Muttersprache erlernte Sprachen dominiert. Hinzu tritt der familiäre und gesellschaftliche, kulturelle Kontext der Muttersprachenwörter, wie er in Kindheit und Jugend das Sprachlernen erzeugte und begleitete, und weiterhin, alles noch einmal einfärbend, die individuelle Rezeption des Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen. Daher sind Verständnisprobleme innerhalb einer Familie normal, ebenso wie in allen anderen Gruppen. Mit wachsender Unterschiedlichkeit der Sozialisation wachsen auch die Verständnisprobleme, sie erreichen ein Maximum zwischen orientalischen und okzidentalen Gruppen. Zwar leben auch Nord- und Süditaliener in verschiedenen Kulturen und gegeneinander abgegrenzt, auch im Ausland, etwa in den USA, aber sie können sich über die gemeinsame Sprache Italienisch halbwegs verständigen. Zwischen Anatoliern, Kurden, Ägyptern etc. und Europäern aber ist die kulturelle Mauer kaum übersteigbar. Im harmlosen Fall bleibt man einfach einander völlig fremd, im schlimmsten jedoch kommt es zum "Schüleraustausch" wie im Falle des Ägypters Sayyid Qutb, der vom Bildungsministerium zum Studium des amerikanischen Bildungssystems zwei Jahre in die USA geschickt wurde. Er erlebte Amerika mit der Folie seiner ägyptischen Sozialisation und wurde radikal religiös und zum Ideologen der Muslimbruderschaft (von Nasser 1966 exekutiert).- „Heimat Mensch“ ist also ein gänzlich unsinniger Titel des Buches, denn die Heimat, die in der Kindheit erlebt wird, und nur dort!, ist eine sehr spezifische, sinnliche Erfahrung über Jahre hinweg, während die sehr allgemeinen Eigenschaften der Stammesgeschichte HOMO nur untergründig eingeschrieben sind und nur selten bewußt werden.
- - Lost in translation: auch die Geschlechter, die Generationen.