Montag, 4. Januar 2010

Cherokee liest Epikur, Jerusalems Zivilisation



Schneedämmerung in O.

- Bloch, Weizsäcker und die Cherokee.
Ein alter Cherokee-Häutling erzählt eines Abends seinem Enkel eine Legende. Er sagt: "Mein Sohn, der Kampf zwischen zwei Wölfen tobt in jedem von uns. Einer ist böse. Er ist Reizbarkeit, Neid, Eifersucht, Sorge, Ängstlichkeit, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Disziplinlosigkeit, Mißgunst, Faulheit, Vergnügungssucht, falscher Stolz und Eitelkeit. Der andere ist gut. Er ist Genußfreundlichkeit, Friedfertigkeit, Hoffnung, Gelassenheit, Offenheit, Güte, Wohlwollen, Mitgefühl, Großzügigkeit, Selbstbeherrschung, Zähigkeit und Wißbegier." Der Enkel dachte eine Minute darüber nach und fragte seinen Großvater dann: "Und welcher Wolf gewinnt?" Der alte Cherokee antwortete: "Der, den du fütterst."
Ob die Quellenlage hier so eindeutig ist, mag dahingestellt sein; ich vermute, da hat der alte Häuptling vorher den Epikur studiert; aber kluge Menschen gibt es überall, kluge Kulturen nicht. Den Kern der Legende, die Selbstbeherrschung und die Selbststeuerung durch rationales Denken, haben die Philosophen der STOA von Zenon bis Seneca vielfältig bedacht und ihre Schriften sind bis heute unüberholt und fester Bestandteil aller Klugheitslehren und der praktischen Philosophie (die nicht die Kathederphilosophie ist).
"Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja, alles und jedes steht noch vor der Erschaffung der Welt, als einer rechten." (Bloch, Prinzip, Ende) Solchen bramarbasierenden Unsinn, der den Menschen nach außen orientiert, statt ihn Daseinsgenuß, Lebenskunst und Selbstlenkung zu lehren, hat Bloch sein Leben lang abgesondert, eine schillernde Glibberspur hinterlassend. Einen solchen Verwirrgeist einen "großen Philosophen" zu nennen, bezeichnet die weitgehende Unklugheit des Richard von W. (s. Eintrag v. 3.1.10)

- Jerusalem: Der erste von fünf Nahostkriegen des 20. Jahrhunderts war gerade vorbei, da erklärte Ben Gurion, Premierminister des jungen Staates Israel, am 4. Januar 1950 Jerusalem zur Hauptstadt. Fast 3000 Jahre nachdem König David die Stadt erobert haben soll, schloss sich damit für die Juden der Kreis.-
Nun ja. Welcher Kreis? Welche Juden? Reinhard Inbar, deutsch-israelischer Siedler der ersten Stunde, Atheist und Kibbuz-Sozialist, Flieger im ersten Krieg gegen die angreifenden Araber, beklagte in einem Vortrag über Israels Geschichte (bei den ODENTHALER GESPRÄCHEN), daß sich die Bevölkerungszusammensetzung Israels stark gewandelt habe: die frühere Hauptgruppe der europäischen und amerikanischen Juden sei heute in der Minderheit gegenüber den orientalischen Juden, die stärker dem jüdischen Glauben verhaftet und viel kriegerischer seien. Beides hat natürlich Gründe: die traditionelle und noch stark gewachsene religiöse Intoleranz in den arabischen Ländern, die Gewaltangriffe gegen Christen und Juden haben viele Juden nach Israel getrieben, wo sie natürlich die erlebte Rechtlosigkeit nicht vergessen haben und ihre politische Haltung beeinflußt. Für sie bedeutet der Mythos "Jerusalem" noch viel mehr als für die vielfach säkular eingestellten Juden der Ben-Gurion-Zeit und zudem wollen sie vor dem nächsten Krieg, auf den die HAMAS, die HIZBOLLAH und IRAN zusteuern, so viele Fakten wie möglich schaffen.
Natürlich ist es Unsinn, sich auf alte Glaubensgeschichten zu berufen, daß irgendwann irgendein Landstrich einmal von irgendwelchen alten Vorfahren besiedelt worden sei - die bisherige Geschichte ist überall eine Geschichte der vielfältigen und vielfachen Eroberungen und Rückeroberungen, und jeweils fälschten die Sieger die Geschichte in ihrem Sinne, ausnahmslos.
Viel sinnvoller ist es, nach der Wirkung zu fragen, nach der Funktion, nach dem Wohlstandsgewinn, danach streben alle, und nach der individuellen Freiheit, danach streben die Unternehmer und Wissenschaftler, die Wohlstands- und Zivilisationsmehrer im weitesten Sinne. Und da haben denn die Israelis mehr zu bieten: ein blühendes Land inmitten der arabischen Barbarei. In Jerusalem wird nicht öffentlich geköpft wie in Saudi-Arabien, nicht dem Dieb die Hand abgeschlagen wie im Sudan, nicht öffentlich gesteinigt wie überall zwischen Kabul und Nigeria. Als zivilisierter Araber, der Wert auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit legt, und das gilt um das Tausendfache mehr für arabische Frauen, kann man sich also nur über die jüdische Expansion freuen, so, wie viele Palästinenser sehr viel lieber in Israel leben als in Ägypten.

- CimateGate Update 12, CRU Jones gibt zu: Nur 10 bis 20 % der Weltfläche zeigten Erwärmung!
Ex CRU Direktor Jo­nes schreibt dazu in einer der Cli­ma­te­Ga­te Mails "Even with the in­stru­men­tal re­cord, the ear­ly and late 20th cen­tu­ry war­ming pe­ri­ods are only sig­ni­fi­cant lo­cal­ly at bet­we­en 10-20% of grid bo­xes." Der Klimawandel auch und gerade der achtziger und neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts ist also keineswegs global, sondern regional begrenzt, und lokale gegenläufige Trends werden nur durch die globale Mittelung verdeckt. Der vermeintliche globale Trend ist daher nichts anderes als ein bloßer Methoden-Artefakt....Oder anders ausgedrückt: 80-90 % der Erde zeigten keinerlei Erwärmung. Aus diesen E-Mails von Phil Jones an sein Apokalyptiker-Kartell geht auch hervor, wie klar sich Jones dieses Sachverhalts bewußt war, dass er ihn als problematisch ansah, und dass er sich auch wegen dieses Sachverhalts um eine Beeinflussung von peer reviews bemüht hat.
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/cimategate-update-12-cru-jones-gibt-zu-nur-10-bis-20-der-weltflaeche-zeigten-erwaermung/

Sonntag, 3. Januar 2010

Adenauers Menschenkenntnis, Messfehler, Menschiks Kalendarium, Filzhüte



Es hat geschneit - -3°C/-5°C
- 1960 und der Herr Weizsäcker: < ...In der Literatur waren oder wurden allmählich Wolfgang Koeppen, Heinrich Böll und der junge Günter Grass profilierte alternative Stimmen zur Ära Adenauer. Andere Autoren wandten sich dagegen stärker der neuen Gesellschaft im Ganzen zu. 1960 erschien Martin Walsers Roman "Halbzeit", mit dem er die Figur des Anselm Kristlein schuf, den er nutzte, wie auch in späteren Werken, um den Hang zum Aufsteiger- und Anpassertum zu behandeln. Wolfgang Weyrauch fragte nach moralischer Gesinnung und Erneuerung: "Wir essen statt zu denken." In seiner 1960 herausgegebenen Anthologie "Ich lebe in Deutschland" beklagte er auch die Haltung von Schriftstellerkollegen, die sich kritisch zur Politik stellten und sich zugleich von der Gesellschaft absonderten.
Über die politischen und westdeutschen Grenzen hinaus sei für das Jahr 1960 auf geistigem, kulturellem und politischem Gebiet an Ereignisse erinnert, die lebhafte Aufmerksamkeit auslösten. Es war zunächst der Tod von Boris Pasternak. Mit seinem Roman "Dr. Schiwago", den er in der Sowjetunion nicht hatte herausbringen dürfen, gab er ein unvergessliches Beispiel für den Mut zur künstlerischen Freiheit. In der DDR geriet der große Philosoph Ernst Bloch mit seinem Hauptwerk "Das Prinzip Hoffnung" in massive Kritik. Bloch war nach seinem Exil einem Lehrauftrag an die Universität Leipzig gefolgt, wurde dort alsbald aber wieder zwangsemeritiert. Der SED-Chefideologe Kurt Hager warf ihm vor, die "Arbeiter- und Bauernkinder zu verseuchen". ...> Der Verfasser war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin (CDU) und von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.Text: F.A.Z., 02.01.2010

/// Bloch kontaminierte dann die Tübinger Studenten. Wenn ich mich da selbst zitieren darf: "... Der Utopist Bloch hat diesem Zusammenhang schöne Wörter gegeben: "etwas" werde entstehen, "das allen in die Kindheit scheint und worin noch keiner war: Heimat." Nur scheint eben umgekehrt das Licht aus der Kindheit in die Welt des Erwachsenen, die dem unsensiblen Realitätsprinzip unterliegt und in der "no such thing as a free lunch" (Friedmans Kurzformel der Volkswirtschaft) existiert.
Indem sich der erwachsene Mensch latent nach einem Zustand der leistungslosen Bedürfnisbefriedigung in warmer und schützender Kleingruppe zurücksehnt, bleibt er wohl auch prinzipiell offen für Utopien. ..." (Wolf Doleys, Enfant perdu, 1994, S. 25) Das Zitat bezieht sich auf die letzten Zeilen des "Prinzips Hoffnung", jener den naiven Jüngling mitreißenden Suada, die ihm den Kopf besetzt und den Verstand raubt. Jahren harter Denkarbeit erst gelingt die Entdeckung der magischen und primitiven Denkvoraussetzungen Blochs und ihre Überwindung. Und da kommt ein ausgedienter Politfunktionär daher und nennt 2010 den Beschwörer marxistischen Unsinns einen "großen Philosophen". Es zeugt von Adenauers Menschenkenntnis, Weizsäcker seinerzeit empfohlen zu haben: "Gründen Sie jetzt Ihre Familie. Fördern Sie Ihre berufliche Erfahrung. Im Übrigen aber: In der Politik brauchen wir Sie nicht."

- Temperaturen-PostSkriptum: Prozentrechnen auf eine Skala? Muß das sein? Nein. Schlitzohr Giss-Hansen mißt mit passend ausgewählten Mittelwerten mehr Erhöhung: +0,52°C, UAH-Spencer nur +0,28°C . Auf 30 Jahre. Aber diese geringen Abweichungen liegen wahrscheinlich ohnehin in der Fehlertoleranz, auch wenn die UAH-Alabama-Satelliten genauer messen:
"Wie viel wärmer?
Ozeanwerte durch Messfehler zu hoch

Die Erwärmung der Weltmeere in den vergangenen fünfzig Jahren um einige zehntel Grad ist zwar unbestritten, aber die vielfach publizierten Werte sind möglicherweise zu hoch. Das hat eine Überprüfung von Viktor Gouretski vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und Klaus Peter Koltermann von der Ozeanographischen Kommission der Unesco ergeben. Ausschlaggebend für die Messfehler sind die seit den sechziger Jahren mehrheitlich genutzten XBT - dehnbare Bathythermographen -, die von fahrenden Schiffen und von Helikoptern ins Meer geworfen werden und die die Temperaturen bis in große Tiefen registrieren. Wie die Forscher in der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" berichten, hat der Vergleich von sieben Millionen Temperaturprofilen mit Daten verschiedener Temperatursonden gezeigt, dass die XBT-Werte im Schnitt um 0,2 bis 0,4 Grad zu hoch liegen. Mit den korrigierten Daten hätten die Weltmeere etwa ein Drittel weniger Wärme aufgenommen als bisher angenommen. " Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2007, S. 32

- Britischer Wetterdienst: “The cold weather comes despite the Met Office’s long range forecast, published in October, of a mild winter. That followed it’s earlier inaccurate prediction of a “barbecue summer”, which then saw heavy rainfall and the wettest July for almost 100 years.” (WUWT)

- "Kat Menschik, Das variable Kalendarium (FAZ 31.12.09)
Tagesaktuelle Geschehnisse, in der Geschichte gefunden: In ihrem Comic „Das variable Kalendarium“ lässt Kat Menschik großartige wie erschreckende Ereignisse als grafisches Feuerwerk erstrahlen ..." FAZ

/// Shine a light on him. Mir gefallen die grafischen Inszenierungen gut! Sie passen hervorragend zwischen zwei Bildergeschichten. Sie übertreffen diese in ihrem Hinweischarakter auf Vergangenes, dem nach-gedacht werden kann, privat und allgemein. Wann liefen einem denn die AC/DC über den Weg, da mußte man zum Wörterbuch greifen, denn der Englischunterricht war literarisch verbildet. Und Edison. Wie hat der Glühfaden den Lebensstil verändert, die Arbeitsbedingungen verbessert. Ohne Edison ständen die AC/DC im Dunkeln, keine Scheinwerfer strahlten sie an. Daher hätte der Glühbirne ein monumentales Denkmal gebührt, ein Doppeldenkmal mit Edison im Zentrum! Stattdessen rutschte Edison in die linke untere Ecke, während der Rocker erstrahlt. Diese beliebige inhaltliche Wichtung fand sich bisher in allen Sequenzen, damit ganz dem Zeitgeist entsprechend, aber doch leider nicht dem Geist. Pardon, Kognition.

- Ja, der Geist. "Keine Bilder für die Revolution
Eine Ausstellung in der Kunsthalle Wien fragt, wie die Kunst auf die Umbrüche von 1989 reagierte - und warum sie die Wende am Ende narzisstisch verschlief ..." Schümer 31.12.09
/// "Narzisstisch verschlief"? So kann man die gesteigerte Geistlosigkeit auch nennen.

- Wie meinte Beuys 1975? "Die Orte sollen alle so gut wie möglich genutzt werden, damit das große Ziel einer veränderten Gesellschaft erreicht wird." (Beuys ausstellen?, M. Ackermann, Kunstsammlung NRW)
/// Der Mann hatte einfach keine Zeit, seine Zeit zu erfassen.

Samstag, 2. Januar 2010

+0,28°C in 30 Jahren, Jehovah bis Klimaschutz; Schrödinger, Was ist Leben?




Dieser Bursche muß einen naturwarmen Hintern haben - bei -3°C/-1°C - sympathisch ist, daß man ihn nur auf der Mäuselauer sieht, die er mit stoischer Ruhe betreibt - ob er dabei über Schrödingers Katze nachdenkt?


Sind so bunte Kurven: Oben Hansen/Giss (Goddard Institute for Space Studies), unten UAH/Spencer (University of Alabama Huntsville)


- Gore hätte ja noch ein paar Grad draufgelegt: " Gisstemp versus UAH – 87,5% mehr Erwärmung nach 30 Jahren
Die Globaltemparatur 1979-2008, das ist ein Jubiläum: 30 Jahre Aufzeichnungen von Temperaturen der Atmosphäre via Satelliten. Seitdem die World Meteorological Organization “Klima” als “das durchschnittliche Wetter während einer Periode von 30 Jahren” definiert, haben wir nun erstmals eine Berichterstattung über einen kompletten Klima-Zeitraum, was die Satellitenmessung von oberflächennahen Temperaturen betrifft. Dies ist besonders interessant, weil Aufzeichnungen von Oberflächen-Thermometern immer wieder in der Kritik stehen, dem Wärmeinsel-Effekt einer wachsenden Bevölkerung rund um die Wetterstation nicht richtig Rechnung zu tragen.

Werfen wir einen Blick auf die obige Abbildung. Auf den ersten Blick, folgen die fünf Datensätze mehr oder weniger dem gleichen Trend. Doch was passiert, wenn wir die Basis jeder der fünf Temperaturreihen auf “1979 = 0″ stellen:
Die Temperaturreihe der MSU-Satelliten der Universität von Alabama endet 2008 mit einer Jahrestemperatur, die +0,28°C über 1979 zu stehen kommt.

Der weltumspannende Land-Ozean-Index von Giss Nasa stieg aber in derselben Zeit um +0,52°C. Dies bedeutet in der Tat 85,7% mehr Erwärmung bei Giss im Vergleich zu UAH-MSU nach 30 Jahren Satellitenmessungen der Temperatur der unteren Troposphäre. Die langfristige Trendlinie zeigt eine Steigung von +0,127°C resp. +0,162°C pro Dekade. Dies ergibt noch +27,6% mehr Erwärmung bei Giss Nasa gegenüber UAH. Es fällt also auf, dass der Unterschied der Langfrist-Trends (+27,6%) , welche sich nach der vollständigen Glättung von kurzfristigen Schwankungen ergeben, so sehr hinter der Differenz am Schlussjahr 2008 (+85,7% seit 1979) hinten nachhinkt. Dies ist teilweise auf den Super-El Nino 1997-1998 zurückzuführen, welcher die Satelliten-Temperaturen (UAH and RSS) entgegen dem Trend so bedeutend über die Oberflächentemperaturen schiessen liess und damit deren relative Kühlung zum Teil wettmachte. Zudem gibt es da noch “böse Zungen”, die behaupten, dass die Giss-Nasa-Temperatur handkorrigiert wurde. Tatsächlich stellt sich die Frage, warum diese von den Katastrophen-Alarmisten am häufigsten genannte Temperaturreihe in den frühen achtziger Jahren so kräftig anstieg, ( was eben die Satelliten nicht bestätigten), und warum Giss in den letzten Jahren noch auf eine leichte Erwärmung kam, während andere Messungen gleichzeitig eine leichte Abkühlung anzeigten, wodurch die Schere noch mehr aufging.

Die stärkere Erwärmung der Erdoberfläche gegenüber der Troposphäre ist besonders beunruhigend, denn
Klima-Modelle gehen davon aus, dass wenn sich die Oberfläche erwärmt, dies auch die Troposphäre tun sollte. Global gesehen sollte sich die Troposphäre (gemäss Satelliten) etwa 1,2 mal mehr als die Oberfläche erwärmen, wenn es nach den Klimamodellen geht. In den Tropen müsste die Troposphäre sogar 1,5 mal so schnell warm werden wie der Boden.
Quelle: The Air Vent.

Das Gegenteil von dem, was die Klimamodelle voraussagen, ist der Fall. Da nützt es nichts, wenn Giss bei der Temperatur noch etwas nachhilft (Oktober +0,73, dann +0,55, dann wieder +0,58). Gut dass es zwischen den mehr oder weniger unterschiedlichen Datensätzen und Netzwerken einen Wettbewerb gibt. Giss-Nasa-Boss und Klimatrompeter James Hansen führt den Temperaturindex mit der größten Erwärmung während Klima-Skeptiker Roy Spencer dem Satellitennetz mit dem Resultat der geringsten Erwärmung vorsteht. Kann dies Zufall sein?"
This entry was posted on Sunday, February 1st, 2009 at 8:52 pm and is filed under Deutsche Themen, Globale Temperatur. " http://climatepatrol.net/2009/02/01/gisstemp-versus-uah-875-mehr-erwarmung-nach-30-jahren/

- Für ein paar Grad mehr: Jim Steele (auf WUWT zu Goddard Institute for Space Studies-Chef James Hansen) :
I like the Hansen trick where 5 or 8 year averages hide the recent decline. Also a nice trick is to show global temperatures over a 120 year period and then compare it to sun spot cycles over just the past 30 years. The 2 different graphs not hide the recent declines in both temps and solar activity. The carefully chosen time scales also hide a previous graph produced by NOAA showing solar and SST are highly correlated.
http://www.oar.noaa.gov/spotlite/archive/images/sunclimate_3b.gif

- Jehovah bis Klimaschutz. Alles Unglück dieser Welt stamme daher, meinte Pascal, daß der Mensch nicht verstünde, ruhig auf seiner Stube zu bleiben.
Die neueste Variante der extrovertierten Wichtigtuerei findet sich bei den Weltrettern, denen es nicht mehr genügt, nützliche Dinge wie den Seeweg nach Indien zu finden. Ihre Aufplusterei hat Weltformat, und immer schamloser werden dafür Kinder instrumentalisiert, das jüngste Beispiel präsentiert die FAZ, oder vielmehr hat ein weltrettender Vater es geschafft, seinen weltrettenden Dreikäsehoch in die FAZ zu schieben.
In der Kommunikation reicht für die Anschlußfähigkeit irgendein Schlagwort, es mag inhaltlich bestimmt sein oder nicht, das spielt keine Rolle. Ein beliebiger Autor beginnt damit und es wird durchgehechelt, bis es alle langweilt oder ein neuer Schwätzer daherkommt.

- Schrödinger, Was ist Leben? „Leider ist Schrödingers Dilemma etwas, das im akademischen Leben weit verbreitet ist, wenn auch meist unter weniger prominenten Bedingungen. Professoren aus nahezu jedem Fach können ein Lied davon singen, daß das eine oder andere nebulöse Ideengebäude jeglichen Erkenntnisfortschritt verhindert und dennoch von allen, die ernsthaft mitreden wollen, Ehrerbietung fordert. Damit müssen wir leben – so wie mit dem Tod oder den Steuern. Es kann jedoch keinen Zweifel daran geben, daß dies beschämend im Hinblick auf all das ist, wofür Universitäten stehen wollen. Ist man mit einem solchen Dilemma konfrontiert, so ist die moralisch einzig richtige Reaktion nicht , sich zu fügen und sich nüchtern damit abzufinden, sondern wie Schrödinger aufs äußerste dagegenzuhalten.“ (Robert B. Laughlin: „Schrödingers Problem“, Oder: Was bei der Erfindung der Quantenmechanik nicht logisch zu Ende gedacht wurde. In: „Geist und Materie – Was ist Leben?“, Zur Aktualität von Erwin Schrödinger; Edition Unseld 13, Suhrkamp (2008), Seite 55f.)
Schrödingers Buch endet übrigens mit dem Epilog "Über Determinismus und Willensfreiheit".

- Licht bricht aus der Druckerschwärze. Heike Göbel ( "Die Kosten des Wurstelns: ... der Wirtschaftsfreiheit durch kluge Regeln Raum zu geben.")
zugeeignet:
Im Lärm des Jahresendgeschnatters
Welch holder Ton,
Welch klare Kraft !

Freitag, 1. Januar 2010

Der Weg der Selbsterkenntnis




Der Frost ist zurück, -3°C, vereiste Oberleitungen im Norden

Noch ein paar Sderne - ordentlich weit weg - da könnten doch Schellnhuber und Konsorten mal ein paar neue Energiebilanzen aufstellen und Mittelwerte ohne Schummeln ausrechnen; in der Mitte von M51 domiziliert ein Schwarzes Loch - wäre doch ein aufregend neuer Ort für die Potsdam-Alarmisten?! (http://farawayworlds.wordpress.com/2009/12/31/whirlpool-galaxie-m-51-neujahrsgrus/)




- Selbstachtung

Früher, da ich unerfahren
und bescheidner war als heute.
hatten meine höchste Achtung
andre Leute.
Später traf ich auf der Weide
außer mir noch mehre Kälber,
und nun schätz ich sozusagen
erst mich selber.

Wilhelm Busch (1832 - 1908)

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Karlspreis für den Zweiten Senat, Kernkraft oder der Niedergang von Siemens




Ja, was war das?


Das war jedenfalls richtig:
- " ISENSEE SCHLÄGT VOR:
Karlspreis für den Zweiten Senat
Manchen mag es nicht überraschen, was Josef Isensee zum Lissabon-Urteil des Bundesverfassungsgerichts denkt. Doch wie der Bonner Staatsrechtslehrer ..." 17.12.09

Das war falsch, Pierer gegen diesen österreichischen Saubermann auszutauschen:

- Kernkraft oder der Niedergang von Siemens: Die Emirate bauen ein Kernkraftwerk und haben den Auftrag an ein südkoreanisches Konsortium gegeben. Früher hat Siemens auch (gute) Kernkraftwerke gebaut - heute wirbt der Moralistendoofi Löscher für grünen Quatsch wie teuren Windblödsinn und völlig überteuerten Solarunsinn.

Bart ab?
Erst ich, dann Reiche, kann das richtig sein? Mein Gott, wie soll das weitergehen 41 Jahre nach 1968? So alt sind wir schon? Und nicht im Stasi-Knast krepiert, nicht von Ulbricht an der Mauer erschossen, nicht einmal das sozialistische Bitterfelder Schwefeldioxyd in der Lunge! Alles glatt gegangen, cum grano salis, mit ein paar Balken im Weg und akademischen Habermashinterhalten, alles glatt, jetzt sogar gesichtsglatt. Na dann.