Prof. Susanne Crewell, Institut für Geophysik und Meteorologie Uni Köln, spricht zu:
Aerosol-Wolken-Niederschlag-Klima-Wechselwirkung: Schlüsselprozesse im Klimasystem
"Bereits seit vielen Jahren ist die Rolle von Wolken als größter Unsicherheitsfaktor in Klimamodellen weit bekannt. Wechselwirkungen zwischen Aerosol, Wolken und Niederschlag sind maßgebliche Prozesse im Klimasystem. Der durch Aerosolpartikel, und insbesondere ihre Interaktion mit Wolken, hervorgerufene Strahlungsantrieb stellt die größte Unsicherheit unter allen Antrieben des Klimawandels dar. Wolken-Klima-Rückkopplungen sind die hauptschliche Quelle für bezüglich der Klimasensitivität. Niederschlag ist eine wesentliche Klima-Variable, trotzdem sind sowohl seine geographische Verteilung als auch seine Entstehungsprozesse unzureichend bestimmt. Die Ursache des Problems liegt in der Kopplung verschiedenster Prozesse von der Mikrometerskala bis zur großskaligen Dynamik der Atmosphäre (>10.000km). Der Vortrag erläutert den derzeitigen Wissenstand und beschreibt, wie neuartige Beobachtungen und detaillierte Prozeßmodelle in Zukunft zu verbesserten Klimamodellen führen könnten."
Dienstag, 13. Juli 2010
Montag, 12. Juli 2010
Schweigt der Menschen laute Lust; Schuldenstaat und Bürgerdynamik
Meine angejahrte Eichendorff-Ausgabe
Gilt besonders in warmen Sommernächten:
Abend
Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust.
Eichendorff
(1788 Schloß Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien - 1857 Neisse/Schlesien
- Schuldenstaat und Bürgerdynamik:
Schulden werden vererbt, wie alles andere auch vererbt wird; beim Gläubiger sind die Schulden Vermögenstitel. Daher können Staatsschulden endlos immer neu aufgenommen werden. Es gibt leider kein feststehendes Maß für Staatsschulden. Fest steht nur, daß eine solide Sparpolitik, wie sie der brave Ökonom und Reichskanzler Heinrich Brüning um 1930 verfocht, grundfalsch war und ist. Deswegen muß man im Hinblick auf die griechische Sparpolitik außerordentlich skeptisch sein.
Fest steht auch, daß Kredite für den Konsum Grenzen haben müssen, daß der Sozialstaat, für den vor allem die Staatsschulden aufgenommen werden (die Banken zahlen ihre Stützungsleistungen zurück, wenn es keine maroden Landesbanken sind), Grenzen haben muß. Aber welche? Zum Beispiel wäre eine (von noch anderen) Grenze die Höhe der Arbeitslosigkeit, speziell die der besonders wichtigen Jugendarbeitslosigkeit. Ob diese Grenze jetzt bei 1% anzusiedeln wäre oder bei 2%, darüber ließe sich trefflich streiten. Mehr jedenfalls bringt soziale Verwilderung hervor, wie sie in allen deutschen und europäischen Großstädten bereits etabliert ist.
Wie kann man Arbeitslosigkeit in Europa niedrig halten? Recht einfach: durch sinkende Löhne für Geringqualifizierte. Durch Abschaffung von Mindestlöhnen. Durch Aufhebung des völlig überzogenen Kündigungsrechts. Durch Wiederzulassung von Aussperrungen bei Streiks. Etc. Das würde gute europäische Produkte gegenüber Fernost wieder wettbewerbsfähig machen, Beispiel OPEL. Der Opel ist gut, aber zu teuer gegeüber Toyota und Kia. Daimler, BMW und zunehmend auch VW setzen daher auf Spitzentechnik in Mittel- und Oberklasse. Wahrscheinlich wird in Europa und den USA wegen der zu hohen Löhne nur die automobile Oberklasse überleben. General Motors ist zwar wieder in der Gewinnzone, mußte aber selbst die erstklassige Marke Hummer aufgeben. Nur der Marke CADILLAC kann man eine langfristige Perspektive zutrauen. Allerdings sind die Löhne in Amerika flexibler, und die chinesischen Arbeiter haben schon einige Lohnerhöhungen durchgesetzt, so daß die Situation für "alte" Industrien in den USA nicht so hoffnungslos aussieht wie in Deutschland, das zudem regierungsamtlich die Energiepreise treibt.
Warum sinken die Löhne für Geringqualifizierte nicht? Warum werden sogar immer neue Mindestlöhne eingeführt? Gibt es die langjährige Massenarbeitslosigkeit von 8-9% bzw. um die 4 Millionen gar nicht? Doch, die gibt es, aber weite Teile der Bevölkerung und der Politik drücken sich um klare Einsichten herum und reden sich ein, daß es irgendwie auch anders gehe. Die Politik nimmt für die Beibehaltung und Finanzierung der Massenarbeitslosigkeit lieber immer neue Kredite auf (zwischendurch verschuldet sie sich auch gerne mit 40 Mio. für Museumsrenovierungen wie das K20 und K21 in Düsseldorf).
Diese Art von Schuldenverwendung jedenfalls ist unproduktiv, das steht fest. Eine Subventionierung von unberechenbaren und teuren Wind- und Solaranlagen durch Schulden ist ebenfalls sehr übel, das belastet zusätzlich Haushalte und Betriebe. Die Schuldenfinanzierung eines neuen Kernkraftwerks wäre dagegen hinnehmbar, weil es die Stromkosten für alle senken und die Abwanderung von energieintensiven Betrieben (6000 Arbeitsplätze fielen allein bei der Aluhütte in Stade weg) aufhalten würde.
Da die Versorger das selbst besser könnten, wäre hierfür eine Staatsverschuldung allerdings gar nicht nötig und nur die zweitbeste Lösung. Schulden für Investitionen sind jedenfalls anders zu beurteilen als Schulden für den Konsum.
Das allerbeste wäre allerdings, den Bürgern weniger wegzunehmen und alle Subventionen ohne Ausnahme zu kürzen. Der Staat ist immer ein schlechter Unternehmer, man sieht es an den Landesbanken, von denen keine ohne Staatshilfe auskam, obwohl sie durch die Gewährsträgerhaftung bereits bevorteilt waren.
Insgesamt kann nur ein Bündel von Maßnahmen den schleichenden Niedergang insbesondere Deutschlands zum Stillstand bringen: Eine Besinnung auf eine Wettbewerbskultur, die die Besten bereits im Kindergarten auszeichnet, insbesondere in Naturwissenschaft und Technik, auf denen der Wohlstand beruht; eine Zurücknahme der Staatstätigkeit und der moralistischen Regulierung (Beispiel Klima-Politik und grüne Technik); die Befreiung der starren Arbeitsmärkte und der Rückbau des Wohlfahrtsstaates, was auch die Staatsverschuldung wesentlich senken würde; und schließlich der Umbau der Rentenversorgung mit zunehmender privater Vorsorgeverantwortung und freier Wahl des Renteneintrittsalters.
Sonntag, 11. Juli 2010
Haribo macht Schüler froh
Bild: hans-riegel-stiftung.de
- Der spaßige Thomas Gottschalk beschwerte sich in Markworts Stammtisch, daß bei einer Fachpreis-Verleihung an gute Schüler, die er im Auftrag seines Bonner Gummibärchen-Fabrikanten Hans Riegel (hans-riegel-stiftung.de/core/deDE/engagement/fachpreis.php) vornahm, keine Medienvertreter erschienen seien, obwohl sonst bei jeder Afferei die Kameras anrollten.
Recht hat er. Das ist eines der Hauptprobleme der Spaßgesellschaft Deutschland. Den Schülern werden pausenlos Fußball-Analphabeten als Vorbilder präsentiert.
SPD, Grüne und die Linksextremisten wollen jetzt in Düsseldorf antreten, um die Dummen, Faulen und Unverschämten besonders zu fördern.
- Rösler will eine Rechnung für jeden Patienten: das wäre ein gewaltiger Gesundheitsfortschritt. Eine praktische Ärztin berichtete, daß in ihrer Praxis bestimmte Patienten jeden Tag erschienen - die könne sie nicht hinauswerfen, für die sei eine Gebühr bei jedem Praxis-Besuch nötig. Auch könne sie schlecht Verschreibungswünsche abschlagen, die sie zwar für überflüssig halte, denen sie aber nachkommen müsse, wolle sie die Patienten nicht vor den Kopf stoßen; auch hier helfe nur eine Gebührenbeteiligung. Dann überlege der Patient, ob er bestimmte Medikamente wirklich brauche.
Samstag, 10. Juli 2010
Die Wolken sind's!

- New book from Prof. Dr. Roy Spencer, University of Alabama Huntsville (UAH):
DER GROSSE KLIMAERWÄRMUNGSIRRTUM: Wie Mutter Natur die Spitzenklimaforscher an der Nase herumführte
Von Dr. Roy Spencer
" Etwa die Hälfte des Buchs enthält eine nicht-technische Beschreibung unserer Forschung (erscheint demnächst kollegial überprüft), die die Ansicht unterfüttert, wie sie die meisten Amerikaner bereits vertreten: daß nämlich die Erwärmung der zurückliegenden Dekaden einem natürlichen zyklischen Schwanken im Klimasystem entspringt - und nicht verursacht wurde von einer Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre durch Verbrennung fossiler Energieträger.
Kaum glaublich ist, daß diese mögliche natürliche Erklärung bisher nicht von Klimaforschern untersucht wurde. Der Grund für dieses Versäumnis liegt in einer Ratlosigkeit, was diese natürliche Schwankung bewirkt haben könnte. ... Wolken sind der Sonnenrolladen der Erde, und wenn sich aus irgendeinem Grund die Wolkenbedeckung ändert - dann stellt sich eine Erwärmung ein - oder eine globale Abkühlung. ..." (Übersetzung WD)
Siehe den ganzen Beitrag im Wissenschafts-Blog bei dem Meteorologen Anthony Watts : http://wattsupwiththat.com/2010/04/23/new-book-from-dr-roy-spencer/
- By Dr. Roy Spencer: Today (April 20, 2010) is the official release date of my new book entitled: “The Great Global Warming Blunder: How Mother Nature Fooled the World’s Top Climate Scientists“, published by Encounter Books.
About one-half of Blunder is a non-technical description of our new peer reviewed and soon-to-be-published research which supports the opinion that a majority of Americans already hold: that warming in recent decades is mostly due to a natural cycle in the climate system — not to an increase in atmospheric carbon dioxide from fossil fuel burning.
Believe it or not, this potential natural explanation for recent warming has never been seriously researched by climate scientists. The main reason they have ignored this possibility is that they cannot think of what might have caused it. ... NATURE’S SUNSHADE: CLOUDS
The most obvious way for warming to be caused naturally is for small, natural fluctuations in the circulation patterns of the atmosphere and ocean to result in a 1% or 2% decrease in global cloud cover. Clouds are the Earth’s sunshade, and if cloud cover changes for any reason, you have global warming — or global cooling. ..." Siehe den ganzen Beitrag im Wissenschafts-Blog bei Anthony Watts : http://wattsupwiththat.com/2010/04/23/new-book-from-dr-roy-spencer/
- Schwitzen in Deutschland, frieren in Colorado, das Klima ist lokal und regional, nicht global: "Earlier, Anthony reported on a Stanford University report which forecast very hot summers for the four corner states. I found this particularly amusing, because we are having our second cold, rainy July in a row. ..."
Colorado Summer Trends
Posted on July 9, 2010 by Anthony Watts / wattsupwiththat.com
- EU-Parlamentarier Holger Krahmer: "Unbequeme Wahrheiten über die Klimapolitik und ihre wissenschaftlichen Grundlagen.
Kaum eine Debatte hat die politischen Diskussionen der letzten Jahre derart stark beeinflusst wie die über den Umgang mit dem Klimawandel. Eine rationale Debatte war kaum möglich. Es wurden Dogmen geschaffen und Weltuntergangsängste geschürt. Zweifel und kritische Argumente über die Frage, wie gesichert die vom IPCC-Panel (‘Weltklimarat’) verbreiteten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursachen klimatischer Veränderungen sind, waren einer beispiellosen Stigmatisierung ausgesetzt. In der Folge wurde die Verhältnismäßigkeit vieler politischer Entscheidungen zum Klimaschutz nicht ausreichend diskutiert. ..." http://www.holger-krahmer.de/2010/07/06/unbequeme-wahrheiten-uber-die-klimapolitik-und-ihre-wissenschaftlichen-grundlagen/
- Die Bienen besuchen den Klee in der prallen Sonne - wie kühlen die ihren Körper?
Noch verwunderlicher ist, daß sich die Amseln, die bereits eine höhere Körpertemperatur als Säuger erzeugen, sich mit abgespreizten Flügeln in die Sonne legen.
Freitag, 9. Juli 2010
Gute Sache für fleißige Studenten
Gabelweihe (Rotmilan) im blauen, warmen (17-35°C) Himmel; sie zog vor ein paar Jahren zu und bleibt.
- Den Teufel aber auch: Teufel tot.
Aus gutem Steuerberaterhaus ging der pubertierende Galgenstrick Fritz nach Westberlin, schrieb sich für Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaften ein, studierte aber nicht, sondern machte Polit-Theater, bezahlte keine Studiengebühren, ließ sich von Mama aushalten. STERN, SPIEGEL, ZEIT etc. fanden das ganz toll, so daß man als Schüler seinerzeit mit Teufel, Kommune 1, Dutschke und Kumpanen sozialisiert wurde, auch wenn man nicht aus einer wohlhabenden Familie kam.
Man übernahm einfach die Journalistenperspektive, und pubertär war man sowieso. So funktionierte die Apo (sog. Außerparlamentarische Opposition): Mamas Lieblinge aus wohlhabender Familie + Pubertät + geisteswissenschaftliche Einschreibung + Massenmedien.
So funktioniert Gesellschaft, so Politik. Wohlstand kann ein sehr destruktiver Faktor sein.
- Gute Sache für fleißige Studenten, die nicht den Teufel als Vorbild haben: Das Nationale Stipendiengesetz zahlt 300,- Euro monatlich für die Leistung im Studium. Erfreulich. Das hätte mich damals als Abiturient über den Zweiten Bildungsweg vermutlich positiv beeinflußt.
- Man hört gelegentlich, das deutsche Reich sei tausend Jahre stabil gewesen. Aber das deutsche Reich war eher tausend Jahre ein Etikettenreich, das immer mehr zum Etikettenschwindel wurde. Während sich in Westeuropa Flächenherrschaftsstaaten entwickelten, blieb das deutsche Reich, das im 11. Jahrhundert als Reich der Deutschen begann, ein schwacher Personenverband von über 1800 Herrschaften, der im Laufe der Jahre auf gut 300 abnahm. Dieses machtlose deutsche Reich war mit dem Dreißigjährigen Krieg faktisch am Ende, mit der Eroberung durch Napoleon legte der habsburgische Kaiser Franz II. 1806 die Kaiserkrone nieder: das Ende des Reiches. Goethe notiert es lakonisch mit einer Nebenbemerkung in seinem Tagebuch.
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