Samstag, 6. August 2011

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte trampelt ein bißchen auf den Nerven von Nichtmördern herum - EuGH-Geistesverwirrung





Gemäht ist





- 3000 € für einen besonders brutalen Verbrecher: " Entschädigung für Kindsmörder Gäfgen
Ist Straßburg schuld?
Der Kindsmörder Magnus Gäfgen erhält nach F.A.Z.-Informationen vor allem deshalb eine Entschädigung, weil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Deutschland für sein Verhalten in diesem Fall gerügt hat.
Warum erhält der verurteilte Kindesmörder Magnus Gäfgen eine Entschädigung von 3000 Euro? Weil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg so entschieden hat. Auf die Entscheidung der Straßburger Richter vom Juni des vergangenen Jahres stützt sich nämlich das Urteil des Frankfurt Landgerichts vom Donnerstag in maßgeblicher Weise. „Ohne die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wäre das Urteil wohl anders ausgefallen“, heißt es im Landgericht.
Der Menschenrechtsgerichtshof hatte nämlich ausdrücklich gerügt, dass Deutschland Gäfgen keine angemessene Wiedergutmachung geleistet habe. Der Gerichtshof nahm damals „zur Kenntnis“, dass die beiden Polizeibeamten, die Gäfgen Schmerzen angedroht hatten, um das von ihm entführte Kind zu retten, „für diesen Verstoß lediglich zu sehr milden und zur Bewährung ausgesetzten Geldstrafen verurteilt wurden“. … Prozesskostenhilfe hat Gäfgen auch im jetzigen Amtshaftungsprozess erhalten. Die Gerichtskosten und die Kosten für seinen Anwalt zahlt der Staat. Gäfgen muss letztlich vier Fünftel der Anwaltskosten des Landes Hessen tragen. Die betrugen laut Gericht etwa 1700 Euro. " FAZ 6.8.11


- Die Unwürdigkeit des Gäfgen: " Es sollte eine Definition des Begriffs Würde versucht werden. Es sollte stärker über "abgestufte Würde" nachgedacht werden, über konkurrierende Würde. Der Begriff Leben (auch abgestuftes Recht auf Leben) sollte von dem Begriff Würde als eigenständiges und übergeordnetes (höherrangiges) Rechtsgut getrennt werden. Dies hätte auch die Diskussion im Fall Gäfgen/Daschner versachlicht, da unterschiedliche und verschiedenwertige Rechtsgüter betroffen gewesen wären.

Es sollte auch diskutiert werden, ob der Mensch sich seiner Würde "freiwillig" entäußern kann. Kann die Würde des Mörders Gäfgen identisch sein mit der Würde der Verwandten seines Opfers? Oder hat nicht Gäfgen sich seiner "menschlichen Würde" begeben durch seine Tat, durch die irreversible Zerstörung der "Würde" und des Lebens eines Kindes, das ihm vertraut hat? In früheren Zeiten wurden den Kriminellen die bürgerlichen Ehrenrechte wenigstens auf Zeit abgesprochen. Verbrecher wie Gäfgen behalten heute nicht nur ihre Ehrenrechte, sondern auch ihre unantastbare Würde. "

PROF. DR. MED. HARALD FÖRSTER, FRANKFURT AM MAIN, LB FAZ 19.3.08

- Kant als Rechtsdenker: “ Hat er aber gemordet, so muß er sterben. Es gibt hier kein Surrogat zur Befriedigung der Gerechtigkeit. “ Kant, Metaphysik der Sitten, Rechtslehre, Vom Straf- und Begnadigungsrecht (Weischedel VIII, 455)

Freitag, 5. August 2011

Das Geheimnis der Wolken - arte heute 21.45h - 22.40h






Sehr passend - eine Grille sitzt vorn auf der Stoßstange des Grillo (it. "Grille")





- Ein arte-Mitarbeiter hat diesen Film offenbar durch die Klima-Alarmistenzensur geschmuggelt:
Der dänische Physiker Henrik Svensmark erforscht mit seiner Gruppe die Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung.
Wolken und Wolken-Halos haben entscheidenden Einfluß auf die Erdtemperaturen, wie jeder aus dem Alltag weiß.

- - Man braucht zu der Erkenntnis, daß Homosexualität keine Krankheit ist, gar keine wissenschaftlichen Studien, die Erfahrung reicht, aber sie können helfen. Das Zusammenspiel von Genen, Hormonen, Hirnentwicklung und Verhalten ist jedenfalls ein faszinierendes Forschungsfeld.
Wahrscheinlich wird hier aber zu wenig mit dem Zufall gerechnet, Wissenschaftler wollen Kausalitäten entdecken. Aber wie sich Nervenzellen vernetzen, ob der Wachstumskegel eines Axons einen Millimeter abweichend von der Vorgabe wächst, das kann sich auswirken wie eine zu starke oder zu schwache Sekretion. Der Körperraum mit seinen Milliarden Neuronen und Billionen Zellen ist ein unendlicher Ereignisraum mit vielen Zufällen. Auch daraus resultiert die große Ungleichheit der Menschen.
Abweichungen vom Durchschnitt sind für das Individuum problematisch, weil sich überall die Mehrheit gern auf Kosten abweichender Individuen breitmacht oder sogar verfolgerisch wird. Totalitäre Systeme machen ihre Borniertheit sogar zur gesellschaftlichen Maxime. Daher ist es geboten, Abweichungen aller Art mit Toleranz zu begegnen, insbesondere im privaten Raum, solange die Rechte anderer nicht verletzt werden.
Da in Flora und Fauna die Geschlechterdifferenzierung ein außerordentlich dominantes genetisches Merkmal ist, braucht sich niemand Sorgen um die Heterosexualität zu machen, auch wenn dreiste Schwulenlobbyverbände ekelhaften Krakeel inszenieren. Homosexualität bleibt eine Abweichung am Rande, selbst wenn Intellektuelle, wie im antiken Athen, daraus einen Kult formen.
Wieviel Schutz Ehe und Familie brauchen, darüber kann man disputieren. Vielleicht lohnt da auch der Blick auf die Mann-Familie. Seinen artistischen, unfruchtbaren und destruktiven Neigungen begegnete Thomas Mann mit Selbstdisziplin und Regelhaftigkeit, worin ihn seine Frau Katja konstruktiv unterstützte. Golo Mann sah das seinem Vater offenbar weitgehend ab, während der Sohn Klaus Mann scheinbar weder seine Homosexualität noch seinen Drogenkonsum noch sein sonstiges Leben zu disziplinieren vermochte.
Wo die innere Stärke dem Individuum fehlt, dort kann ein Institut von außen helfen, wie es Artikel 6 GG darstellt. Ein solcher Schutz für Ehe und Familie läßt sich gut begründen und gegen andere Ansprüche verteidigen. Kinderaufzucht braucht Stabilität und Alltagsvorbild. Homosexuellengemeinschaften scheinen gewöhnlich nicht sehr stabil zu sein, noch wichtiger aber ist das fehlende Alltagsvorbild und die Alltagsübung. Man kann Homosexuelle als Historiker oder Schauspieler sehr schätzen, als gesellschaftliche Maxime kann ihr Vorbild nicht fruchtbar dienen. Eine Gesellschaft braucht eine stetige Erneuerung, ein Miteinander der Altersklassen, und verlangt sinnvoll eine Arbeitsteilung bei der Reproduktion, wie es die tiefgründende Geschlechterdifferenzierung darstellt, sie ist eben kein kleiner Unterschied, sondern ein sehr großer. An die Geschlechterdifferenz schließen wichtige, auch hormonbasierte Kompetenzen an, die nicht beliebig erlernbar sind. Die Schwangerschaft selbst stellt nicht nur eine geschlechtsspezifische Fähigkeit dar, sie bereitet diesen Elternteil auch psychobiologisch auf die Elternschaft vor. Eine Adoption ohne vorbereitende Schwangerschaft stellt daher besondere Anforderungen an die Eltern, insbesondere an die Adoptivmutter. Leicht stellt sich der anthropologisch ermittelte Stiefmütter-Befund ein: die höhere Sterblichkeitsrate von Kindern, die bei einer Stiefmutter aufwachsen.
Für ein Adoptivrecht von homosexuellen Paaren mag nur eintreten, wer so ideologisiert ist wie die Justizministerin oder wer die Praxis der Odenwaldschule, möglichst viele Schüler sexuell zu mißbrauchen, für prima hält. Das Beispiel des homosexuellen Schulleiters und Sexserientäters Gerold Becker stützt die Berechtigung des Artikels 6 GG in besonderer Weise. Damit müssen sich die Homosexuellenlobbyisten abfinden.

Alle anderen lassen sich nicht erschüttern und wählen Frau Leutheuser-Schnarrenberger & Co. nicht.

Donnerstag, 4. August 2011

Keine Sünde





Hier muß aber mal gemäht werden!




- Eine Anmerkung kam in Sachen Homosexualität:
“ Sie schreiben: „Die katholische Kirche sieht in ihrem Glauben die Homosexualität als sündhaft an, …“
Das ist sehr vereinfacht dargestellt.
Die Kirche Christi sieht die Homosexualität nicht als Sünde, sondern als Krankheit an. Krankheit ist keine Sünde.
Sündhaft ist außerehelicher Geschlechtsverkehr; da es keine gleichgeschlechtliche Ehe gibt, ist der sodomitsche Geschlechtsverkehr sündhaft. Und nur der! “

Gut zu wissen! Präzision hilft.
Günter Dörners Arbeiten haben dazu geführt, daß die WHO die Homosexualität aus ihrer Krankheitenliste gestrichen hat. Das ist nur konsequent. Zahlreiche Biographien haben bereits vorher vermittelt, daß Homosexualität eine Abweichung darstellt, mit der sich gesund leben läßt, oder ungesund, je nach Talent und Fähigkeit. So, wie das bei Heterosexuellen auch zu sein pflegt.
Man kann sein Leben wie Wowereit führen oder wie Golo Mann, wie Hugh Hefner oder Roman Herzog, und auch zölibatär geht es gut, wie Benedikt Ratzinger zeigt. Im Garten des Menschlichen ist viel Platz, da wächst so allerhand, Schönes und Unschönes, Nützliches und Unützliches und noch viel mehr.

Mittwoch, 3. August 2011

Der wohltemperierte Mensch?







An Landauer

Sei froh! Du hast das gute Los erkoren,
Denn tief und treu ward eine Seele dir;
Der Freunde Freund zu sein, bist du geboren,
Dies zeugen dir am Feste wir.

Und selig, wer im eignen Hause Frieden,
Wie du, und Lieb und Fülle sieht und Ruh;
Manch Leben ist, wie Licht und Nacht, verschieden,
In goldner Mitte wohnest du.

Dir glänzt die Sonn in wohlgebauter Halle,
Am Berge reift die Sonne dir den Wein,
Und immer glücklich führt die Güter alle
Der kluge Gott dir aus und ein.

Und Kind gedeiht, und Mutter um den Gatten,
Und wie den Wald die goldne Wolke krönt,
So seid auch ihr um ihn, geliebte Schatten!
Ihr Seligen, an ihn gewöhnt!

O seid mit ihm! denn Wolk und Winde ziehen
Unruhig öfters über Land und Haus,
Doch ruht das Herz bei allen Lebensmühen
Im heilgen Angedenken aus.

Und sieh! aus Freude sagen wir von Sorgen;
Wie dunkler Wein, erfreut auch ernster Sang;
Das Fest verhallt, und jedes gehet morgen
Auf schmaler Erde seinen Gang.

Friedrich Hölderlin (1770-1843, geistiger Zusammenbruch 3.8.1806)

"Manch Leben ist, wie Licht und Nacht, verschieden,
In goldner Mitte wohnest du."


Mehr idealisieren und hymnischer dichten konnte keiner. Die Mitte und gar die goldene Mitte sind alte Vorstellungen. Die Realität kennt keine Mitten, höchstens einen modus vivendi. Hölderlin selbst war keine Lebenskunst beschieden, und wem wurde sie schon in die Wiege gelegt? Aber wer sie besitzt, wer über ein "glückliches Naturell" verfügt, das ihm die Selbstlenkung glücken läßt, der besitzt die Anlage dazu sicher seit Wiegentagen. Das muß sich dann entwickeln und festigen und so leicht ist das nicht.

Wer homosexuell veranlagt ist, bekam damit keinen Glücksvorschuß. Man mißt sich immer an der Mehrheit, und jede andere Artung, gleich welcher Art, muß sich dazu in Beziehung setzen, was ohne Mühe nicht gelingt.

Der Mediziner und Endokrinologe Günter Dörner "meint, bei Ratten wie bei Menschen sei Homosexualität Ausdruck einer anomalen Verhaltensdifferenzierung und gehe auf eine unzureichende Testosteronsekretion bei Föten und Neugeborenen zurück, deren Mütter dem Einfluß von Streß ausgesetzt gewesen seien. " (G. Dörner, B. Schenk, B. Schmiedel, L. Ahrens: Stressful Events in prenatal Life of bi- and homosexual Men, 1983; Zitat bei Jean-Didier Vincent, Biologie des Begehrens, 1990, S. 343)

Es mögen weitere Gründe hinzutreten, stabil scheint diese Orientierung jedenfalls zu sein, und der betroffene Mensch muß sich damit arrangieren, anders zu sein als die Mehrheit, und er muß eine entsprechende Geschlechtsidentität ausbilden. Die Erinnerung an den homoerotischen Kult bei den antiken Griechen mag dabei hilfreich sein.
So wird es Golo Mann gehalten haben. Wenn Leute wie Adorno und Horkheimer Golo Manns Homosexualität intrigant gegen ihn eingesetzt haben, um seinen Ruf an die Frankfurter Universität zu vereiteln, dann war das eine Bösartigkeit. Dergleichen dürfte heute ausgestanden sein, wenn man einmal von katholischen Einrichtungen absieht. Die katholische Kirche sieht in ihrem Glauben die Homosexualität als sündhaft an, weswegen gerade ein Münsteraner Weihbischof dem schwulen Münsteraner Schützenkönig, der seinen Freund zur "Schützenkönigin" machen will, einen Korb gegeben hat.

Von dergleichen Albernheiten hätte sich Golo Mann vermutlich mit Grausen abgewendet.

Dienstag, 2. August 2011

Am besten dem Säugling auch gleich die Steuernummer eintätowieren

Beamte vermehren sich geschlechtlich und ungeschlechtlich. Vor allem ungeschlechtlich, wie das Wachstum der Arnsberger Bezirksregierung augenfällig macht. Der Beginn im Kaiserreich war bescheiden. Die 1930er Jahre verdoppelten den Regierungspräsidentenbau. Die dritte bauliche Erweiterung übertrifft die Größe der beiden älteren Gebäude zusammengenommen noch einmal. Cyril Northcote Parkinson stellte diese Tendenz zur Verwaltungsvermehrung zuerst bei der englischen Marine fest: je weniger Marineschiffe fuhren, desto stärker wuchsen die Marineministeriumsbeamten. Er fand die gleiche Entwicklung im Kolonialministerium und anderswo. Man könnte über die Vermehrung nutzloser Arbeit lächeln. Mit der Zunahme der Verwaltung gehen jedoch Steuererhöhungen einher, und, noch schlimmer, Freiheitsverluste des verwalteten Bürgers. Und dies beginnt schon früh. Am besten wird schon ganz frühzeitig damit begonnen, den Bürger zum Gegenstand des Öffentlichen Dienstes zu machen: in der Kinderkrippe als Nummer xy in der Gruppe nach geregeltem Ablauf. Dann Kindergarten, dann Schule. Bedauerlicherweise läßt sich vorgeburtlich nichts drehen. Aber danach können die Zwangsschulzeiten wachsen: von vier Jahren auf das Doppelte, dann zehn Jahre. Dem folgten auch die Gymnasialzeiten. Die Schulbeamten, ständig auf ihre Vermehrung bedacht, dehnten die Oberschulzeiten auf neun Jahre. Überflüssigen, toten Schulstoff gibt es genug, um dieses Spielchen des Lebenszeitraubs beliebig auszudehnen. Nun gibt es gelegentlich Überraschungen. Vor zehn Jahren wurde unter dem Ostimpuls der achtjährigen Oberschule im Saarland erstmals im Westen das achtjährige Gymnasium eingeführt. Seitdem kämpft eine besonders üble Lobbyistentruppe, die GEW ("Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft") gegen diesen kleinen Freiheitsgewinn für Schüler in einigen Ländern. Das Problem ist alt, aber das Zwinggehäuse der Staatsbeamten war nie stählerner als heute. Sozusagen ein Soft-Soft-Stalinismus. "Selbst wenn noch eine lange Lebensdauer übrigbliebe, müßte man sie sparsam aufteilen, damit sie für notwendige Dinge ausreiche: Doch welch ein Wahnsinn ist es nun, Überflüssiges zu lernen bei diesem großen Zeitmangel! Leb wohl!" (49. Brief an Lucilius, Seneca)