Samstag, 13. August 2011

Ein echtes Friedensmonument!

Mauer? Was für eine Mauer? Ach, Sie meinen sicher den antifaschistischen Schutzwall! Dahinten ist er. Ein echtes Friedensmonument! Ohne den könnten meine Stasi-Genossen und ich hier heute, 1971, nicht für den SED-Fotografen posieren. (Bildband aus dem Leipziger Brockhaus-Verlag von 1971) - 

1979 blinzelte Habermas in die Runde und sah, daß die Marktwirtschaft, die er ‚Spätkapitalismus’ titulierte, immer noch da war. Wie ärgerlich, mag er sich gedacht haben. Woran mochte das liegen? Konnte man das herauskriegen? Er lud eine Reihe seiner Genossen ein, auch drei Nichtgenossen, Bohrer, Dahrendorf und v. Beyme, darüber nachzudenken. Das wurden 2 Bände edition suhrkamp Nr. 1000 (Stichworte zur 'Geistigen Situation der Zeit'). 2011 ist der ‚Spätkapitalismus’ immer noch da, aber der Reale Sozialismus weg, die realsozialistische Einmauerung der eigenen Bevölkerung durch die SED vorbei. Aber die SED hat als DIE LINKE zu einem beträchtlichen Teil überlebt. Linke-Chefin Gesine Lötzsch gibt munter kund, die am 13.8.1961 von Diktator Ulbricht gebaute Mauer sei ein Ergebnis des 2. Weltkriegs. Zu Löschs Verdrehungen fand Wolf Biermann, der 1976 nach seinem Kölner Konzert nicht nach Ostberlin zurückkehren durfte, auf Nachfrage im DLF die passenden Worte: „Sich selbst mit ihrer Partei aus der Schuld herauszulügen, die geschichtlich auf diesen Leuten lastet. Das sind ja die Erben der DDR-Nomenklatura, und zwar finanziell und politisch und moralisch, genauer gesagt, unmoralisch. Es ist dieses verkommene Pack, das uns jahrzehntelang in der DDR unterdrückt hat, und natürlich tun die alles, um ein Geschichtsbild zu basteln, wo sie mit blauem Auge davonkommen und nicht mit Kopf ab.“

Freitag, 12. August 2011

Zivilisationsbruch durch Sozialdemokratismus







Abraham Bosse, Leviathan, Frontispiz von: Thomas Hobbes, Leviathan 1651.


- England: Unter den gestern Verhafteten waren Sozialarbeiter, Grundschullehrer, und eine 19jährige Millionärstochter (Quelle: The Australian, Jörg Altmann )

- "Warum versehen wir uns mit Waffen, wenn wir eine Reise antreten? Warum verschließen wir Türen und Schränke, sobald wir uns schlafen legen? Wozu sind Gesetze und Männer, die jede Gewaltsamkeit zu rächen befugt sind? … Wie, hat nicht Kain seinen Bruder aus Neid ermordet? … Was Wunder also, wenn bei diesen für die beständige Dauer der Eintracht außer den Verträgen noch etwas mehr erforderlich ist, nämlich eine allgemeine Macht, die jeder einzelne fürchtet und nach deren Anordnung er bei seinen Handlungen das allgemeine Beste vor Augen haben muß. " Thomas Hobbes, Leviathan, Vom Menschen / Vom Staat

- Wenn junge Männer die "allgemeine Macht" nicht mehr fürchten, weil sich der Staat sozialdemokratisiert hat, dann können die Nachbarn "des ruhigen Genusses der Früchte ihres Fleißes" (Hobbes) nicht mehr sicher sein:

"Londoner Polizei
Vergebliches Warten

Für Londons Bürger ist das Versagen der Polizei Alltag: Sie ist auf der Straße kaum präsent, und wenn sie gerufen wird, dauert es lange, bis sie reagiert. Inzwischen haben Polizei und Staat der um sich greifenden Kriminalität immer weniger entgegenzusetzen. Londons Straßen sind nicht sicher: Diese Erfahrung machen seine Einwohner nicht erst durch die Ausschreitungen der vergangenen Tage. Die verzweifelten Einzelhändler, die in den Trümmern ihrer demolierten Läden stehen, die verängstigten Anwohner, die aus brennenden Häuserzeilen flohen, sprachlose Passanten, die marodierende Banden bei Plünderungen beobachten mussten – das ist lediglich die Eskalation einer um sich greifenden Kriminalität, der Polizei und Staat immer weniger entgegengesetzt haben. " FAZ 12.8.11

Ken Livingstone, roter Ex-Bürgermeister Londons, lagen besonders Statistiken am Herzen:
"Die Statistiken über die Kriminalität in London sind seit Jahren eine Farce. Das erlebten zum Beispiel Mütter an einer Grundschule, vor denen ein Polizist einen Vortrag über die angeblich niedrige Verbrechensrate in ihrem Stadtviertel hielt. Als der Polizist den erstaunten Frauen mitteilte, dass es in dem Viertel seit längerer Zeit keine Überfälle mehr gegeben habe, reagierten mehrere von ihnen erbost: Sie waren im benachbarten Park von Jugendlichen mit Messern bedroht worden und mussten ihre Handtaschen abgeben. Der Polizist erklärte darauf, dass das in der Statistik nicht als „Überfall“ definiert werde, da keine der Frauen verletzt worden sei. Sie seien lediglich bedroht worden." Bettina Schulz, ebd.

- http://www.dailytelegraph.com.au/news/gallery/gallery

Donnerstag, 11. August 2011

Teuflisch gut





Der Mann hat ja nicht einmal eine Tätowierung - gar nicht so teuflisch: Erwin Teufel

(Bild: Enslin / Wiki.)





- "It's a problem of numbers." (Enoch Powell)
Jede Gesellschaft hat ausreichend zu tun, die destruktiven Kräfte im eigenen Land zu bändigen. Daher lassen klassische Einwanderungsländer nur eine beschränkte und ausgewählte Zahl an Einwanderern zu.

- Offenbar dauerhaft destruktiv: Rodney King aus Kalifornien wurde 1990 wegen Raubes verurteilt. Alkoholisiert lieferte er sich mit einer Polizeistreife eine wilde und lange Verfolgungsjagd. Er wurde jetzt erneut auffällig wegen Trunkenheit am Steuer.

- Dauerhaft konstruktiv: Xing-hu Kuo beschreibt die Berufsgruppe "Politiker":

"Mehr als fünfzig Jahre habe ich nicht nur in Deutschland, sondern in aller Welt Politiker aller Couleur, Hautfarben und politischen Richtungen kennengelernt. Leider hatten die meisten Eigenschaften, die den Klischees vieler Menschen über diese Berufsgruppe voll entsprechen: unehrlich, heuchlerisch, egoistisch, leere Worthülsen verbreitend, nur an die eigene Karriere und Interessen interessiert, an der Macht klebend, manchmal buchstäblich über Leichen gehend (in Deutschland allerdings nur über Mobbing und Intrigen), korrupt in allen Variationen, kurzum, fast alle charakterlichen Mängel sind bei überaus vielen Politikern feststellbar, was die Politikverdrossenheit vieler einfacher Bürger hervorruft und verstärkt."

Erwin Teufel, der jetzt gegen die teuflische Merkel-Wirtschaft auch öffentlich spricht, sieht der Deutschchinese ganz anders:
"Im Grunde genommen widerspricht der bedächtige, ruhige und keineswegs hinter jedes Mikrofon und jede Kamera hechelnde Politiker dem üblichen Verhalten dieser speziellen Gruppe von Alpha-Tieren."



- Übrigens: Teuflisch warm war's vor 100 Mio. Jahren (im jüngeren Mesozoikum, vor 145-65 Mio. Jahren), da gab es ein extremes Treibhausklima, sogar die Tiefenwässer waren sauerstoffrei, wiederholt traten Schwarzschiefer-Ereignisse auf (Oceanic Anoxic Events); in kurzen Zeiträumen wurden große Mengen an organisch gebundenem Kohlenstoff akkumuliert.
Ulrich Heimhofer forscht in Bochum dazu (vgl. "Anoxische Ozeane und Riffkrisen im jüngeren Mesozoikum", AdW-Vortrag 1.6.11)

Mittwoch, 10. August 2011

Mr. Wilson, your comment, please





Looks rather British - Enoch Powell
(Bild Allan Warren / Wiki.)




Die vierte Nacht in Folge kam es in England zu nächtlichen Krawallen, Plünderungen und Brandstiftungen von Jugendlichen aus dem farbigen Straßenbandenmilieu. Nach London folgten auch Manchester und Birmingham. Ähnlich wie früher schon in Frankreich.
Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an den Gräcisten und Politiker Enoch Powell, der regelmäßig im GUARDIAN, den ich im England des Harold Wilson und Edward Heath regelmäßig las, heftig kritisiert wurde. Powell warnte vor der ungebremsten Einwanderung und vor künftigen Krawallen. Die politischen Gartenzwerge Heath und Wilson nahmen das nicht ernst, weswegen Powell heute leider recht bekommt.

Dienstag, 9. August 2011

Geschlossene Gesellschaft - Der Missbrauch an der Odenwaldschule, 22.45 Uhr, im Ersten







Das Gehirn an sich lernt gerne etwas - aber nicht alles und jederzeit gerne das Gleiche wie die anderen Gehirne. Nicht nur jeder Jeck, auch jedes Gehirn ist anders






- Wenn diese pädagogisch besonders qualifizierten homosexuellen Lehrer der Odenwaldschule jahrelang hemmungslos ihren kriminellen Lüsten frönen konnten, kann man sich vorstellen, wie sich ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare auswirken würde.


- Am 9.8.1886 wurde der pädagogische Psychologe Jean Piaget geboren. Mit seiner genetischen Entwicklungspsychologie gab er wesentliche Impulse zur Überwindung des Skinnerschen Behaviorismus, der sich einbildete, durch entsprechende Lernprogramme beliebig hohe Lernergebnisse erzielen zu können. Davon steckt noch viel im Schulaberglauben der Gegenwart. Piaget geht von einer gestuften Entwicklung aus, deren Etappen aufeinander aufbauen und die wesentlich vom Kind gesteuert werden. Sein, so könnte man sagen, Schweizer Nachfolger Remo Largo hat das Stufenkonzept entscheidend verfeinert und auf eine breite empirische Basis gestellt, wo Piaget praktisch nur mit seinen drei Kindern gearbeitet hat.
Mit seinem Buch “Lernen lassen!” (VAS 2002) teilt der Schulpädagoge Wilfried Meyer die kindzentrierte Perspektive Piagets und Largos für den Schulbereich.