Montag, 10. Dezember 2012
Stille
Beachtenswert: www.lautsprecher-aus.de/
(Obwohl dort auch Helmut Schmidt-Schnauze mitmacht, der alte Großsprecher)
Links das Vereinszeichen
Lautsprecher an privatim für John Lurie und die LOUNGE LIZARDS. Lurie hat überlebt und wird 60.
Sonntag, 9. Dezember 2012
Unter Primaten
Die beiden Kapuzineraffen, die Frans de Waal hier mit Frau Brosnan vorstellt, gehören zur selben Gruppe. (youtube.com/watch?v=g8mynrRd7Ak)
Der große Gerechte unter den Deutschen
Gerecht, wird SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück denken. Gerechte 25.000 € bekam er für einen “Atrium-Talk” der Bochumer SPD-Stadtwerke. Nur gerecht, daß die Bochumer Strom- und Wasserverbraucher für den großen Gerechten zahlen, der jetzt die GERECHTIGKEIT zum Hauptthema seines Kanzlerwahlkampfs erkoren hat.
Althochdeutsch ‘gireht’ bedeutete soviel wie ‘gerade’, ‘geradlinig’, mittelhochdeutsch ‘gereht’ etwa gerade, recht (zu Gegenbegriff ‘links’), richtig und passend, so belehrt uns die Etymologie des Dudens.
Erst langsam wird die GERECHTIGKEIT zu einem abstrakten Kampfbegriff, in den alle möglichen Religionen und Parteien hineinlegen, was sie hineinlegen wollen.
Dem Hindu erscheint die Kastenordnung ‘gerecht’, die der Christ aber als ‘ungerecht’ ablehnt, dem Mohammedaner gilt die Unterordnung der Frau als richtig, dem Lutheraner aber nicht.
“Gleicher Lohn für gleiche Arbeit” gilt den Gewerkschaften als ‘gerecht’. Aber wer könnte so daherschwätzen wie Steinbrück und dafür 25.000 € dafür beanspruchen?
Es gibt da ein Meßproblem, und dieses Problem ist leider fast überall unlösbar, wo es keine Akkordarbeit gibt. Dort gibt es für eine bestimmte Stückzahl pro Zeiteinheit einen bestimmten Lohn unabhängig von der Person. Wer 14 Jahre für eine Symphonie braucht wie Brahms (die 1.), hat ein Problem. Was wäre da eine ‘gerechte’ Entlohnung?
200 Mio. für Madonnas Piepsstimmenrevue? Je abstrakter Produkt und Tätigkeit, desto unlösbarer das Problem einer ‘gerechten’ Bewertung.
Daher ist es sinnvoll, die Nachfrager den Preis bestimmen zu lassen, auch wenn es lächerlich ist, einem Fußballer 5 Mio. jährlich zu zahlen.
Problematischer wird es, wenn Neid geschürt wird, denn dafür sind Primaten anfällig. In dem eindrucksvollen Kurzfilm oben wird gut sichtbar, wie sich Primaten in ihrer Gruppe verhalten, wenn andere, denen sie sich gleich dünken, mehr erhalten als sie selbst. Lieber bekommen sie gar nichts, denn weniger als andere. (Vgl. Frans de Waal, Ockenfels u.a.)
Diese irrationale Eigenschaft von Primaten läßt sich religiös und politisch gut ausbeuten. Siehe Steinbrück. Der will natürlich mit seinen 25.000 € (1,5 Mio. Redehonorar p.a.) der Gruppenhäuptling sein. Und geht dewegen auf die Neid-Tour.
Samstag, 8. Dezember 2012
Gefällt mir
Eugène Ysaÿe (1858-1931) war Zeitgenosse des belgischen Malers Emile Claus, dessen Bild “Über den Kanal” von 1900 die CD-Vorderseite schmückt.
Ich finde das gut ausgewählt, denn das nur leicht bewegte Wasser des Kanals mit seinen farbigen Spiegelungen des urbanen Hintergrunds korrespondiert dem ruhig-bewegten Geigenton Ysaÿes, wie ich ihn höre. Auch dort, wo Dynamik vorherrscht, bleibt dieser Ton impressionistisch und meidet exaltierte Expression.
Und das Ganze für 6 Euro. NAXOS und der Kapitalismus seien gelobt. Und der Interpret Ilya Kaler dazu.
- Jürgen Kaube, Netanjahus Paranoia
Wer nur noch Feinde kennt , FAZ 7.12.12 // - Da hat sich doch der israelische Ministerpräsident etwas erlaubt, was der Feuilletonist Kaube gar nicht richtig findet: Netanjahu hat eine linke Geisteswissenschaftlerin völlig ungalant links liegengelassen.
Die Dame, vermutlich von deutscher Feuilletonisten-Intrige eingeladen, wurde einfach ausgeladen. Sowas.
Dazu schrieb ich gestern abend einen Online-Kommentar, aber dazu hieß es:
"Diese Lesermeinung wurde vom Moderator nicht freigegeben."
Hier der Kommentar:
Chorknaben vor
Hat denn die Frau Merkel bei ihren Klima-Konferenzen schon einmal Henrik Svensmark mitgenommen oder Nir Shaviv? Wer die Macht hat, entscheidet das. Prof. Werner Weber (TU Dortmund) wurde von der FAZ auch noch nicht zu einem Beitrag zur Klima-Frage eingeladen, die Redaktion bzw. die Herausgeber haben in diesem Falle die Macht; sie bitten den Dennis Meadows zum ganzseitigen Interview, obwohl seine Prognosen in seinem Buch "Grenzen des Wachstums" sämtlich falsch waren. Soviel Macht haben die Herausgeber, und sie nutzen sie. Und Netanjahu soll den Chorknaben spielen? Das ist wohl etwas viel verlangt. Netanjahu hätte vielleicht einfach erklären sollen, daß ohne eine Gewaltverzichtserklärung seitens der Fatah jedes Gespräch bodenlos sei und der Siedlungsbau den säkularen arabischen Bürgern einen gewissen Schutz vor den Klerikalfaschisten biete. Die HAMAS hat 2007 in einem Bürgerkrieg die FATAH aus dem Gazastreifen vertrieben.
"Eine Zensur findet nicht statt", heißt es im Artikel 5 GG. Aber die Pressefreiheit, meinte seinerzeit Paul Sethe (FAZ-Gründungsherausgeber), sei die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Dazu muß man aber noch die eigentlichen Macher, die leitenden Journalisten der Blätter, rechnen. Sie, nicht die Verleger, üben die tägliche Macht aus. Sie sind in den postheroischen Sozialdemokratien die herrschende Schicht. Insofern ist es sehr zu begrüßen, daß diese Großclique durch das Internet etwas Konkurrenz und Kontrolle bekommen hat.
NACHTRAG: Camp David II: Unilaterale Aktionen vermeiden; Abbas verstößt mit UN-Aktion dagegen
NACHTRAG: Camp David II: Unilaterale Aktionen vermeiden; Abbas verstößt mit UN-Aktion dagegen
Israel wurde vielmals von den angrenzenden Nachbarn angegriffen, Arafat hätte viel erreichen können in Camp David II im Juli 2000. Arafat wollte nicht: "So warf Bill Clinton Arafat vor, die Schuld am Scheitern der Gespräche zu tragen: "You have been here fourteen days and said no to everything."[3] Prinz Bandar von Saudi-Arabien, der hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle bei den Friedensgesprächen gespielt hatte, nannte Arafats Ablehnung "ein Verbrechen gegen die Palästinenser, ja gegen die gesamte Region"[4]." (Wikipedia)
Die israelische Siedlungspolitik hat strategische Bedeutung gegenüber der Fatah, die bisher keinen Gewaltverzicht erklärt hat. Ob diese gewaltbereite Organisation überhaupt einen Staat mit einem validen Rechtssystem aufbauen könnte, muß bezweifelt werden. Zudem dürfte die HAMAS gerne wiederholen, was sie bereits im Gazastreifen exekutierte: mit Gewalt die Fatah zu vertreiben.
Netanjahu scheint zu meinen, daß die ausgeladene Feldhay das nicht versteht.
Die israelische Siedlungspolitik hat strategische Bedeutung gegenüber der Fatah, die bisher keinen Gewaltverzicht erklärt hat. Ob diese gewaltbereite Organisation überhaupt einen Staat mit einem validen Rechtssystem aufbauen könnte, muß bezweifelt werden. Zudem dürfte die HAMAS gerne wiederholen, was sie bereits im Gazastreifen exekutierte: mit Gewalt die Fatah zu vertreiben.
Netanjahu scheint zu meinen, daß die ausgeladene Feldhay das nicht versteht.
Freitag, 7. Dezember 2012
Klima-Erwärmung läßt Peruaner frieren
Ein Bild wie geschaffen für die Klima-Erwärmungskonferenz: Schnee und Kälte
Ein Artikel wie geschaffen für die Klima-Erwärmungskonferenz, beim Titel muß das Uni-Journal noch üben, denn da muß ja "Klima-Erwärmung" stehen, also:
>> Klima-Erwärmung läßt Menschen in Peru frieren <<
Dresdner UniversitätsJournal
Nr. 18, 13. November 2012
“Klimawandel lässt Menschen in Peru frieren
Humboldt-Stipendiatin Andrea Vásquez befasst sich
an der TUD mit Klimaproblemen ihrer Heimat
… Viele Regionen der Erde erwärmen sich durch den Klimawandel. In den Hochregionen Perus ist es anders. »In den Anden treten immer häufiger kalte Winde und Frost auf. In
bewohnten Höhenlagen unterhalb 3500 m kommt es immer öfter zu Nachttemperaturen
bis minus 20 Grad Celsius und die kalte Jahreszeit verlängert sich«, berichtet sie. »Für
die dortigen zwei bis drei Millionen Menschen, die Landwirtschaft und die Umwelt hat
das dramatische Folgen. Die traditionellen Häuser genügen nicht mehr den thermischen
Mindestanforderungen. Oft kühlt sich die Raumluft bis unter 2 Grad Celsius ab. Die
Bevölkerung verbraucht dadurch mehr natürliche Brennstoffe, Abholzen gefährdet den
Baumbestand, viele vor allem junge Menschen wandern in die großen Städte aus. Das
traditionelle Vieh, Alpaka und Lama, leidet zunehmend unter Fehlgeburten.« “
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Verdoppeln, verdreifachen, verfünffachen - Jacke wie Hose
Bei 0°C gibt es wenig Luftfeuchtigkeit, auch die Luft im Haus wird im Winter trockener; 46% zeigt das Hygrometer.
Würde viel viel mehr CO2 in die Luft eingetragen, gäbe das einen positiven Pflanzeneffekt, denn ohne CO2 können Pflanzen nicht wachsen. Sie brauchen den Kohlenstoff (C) für den Zellaufbau. Der Wärmeeffekt wäre jedoch gering, weil es nur noch um Restlicht geht, das von der ersten Schicht durchgelassen wurde (sozusagen ein zweiter Sack vor dem Fenster).
Aber die Hauptrolle spielt der Wasserdampf. Die Erdoberfläche besteht ja, man glaubt es kaum von Köln aus gesehen, fast nur aus Wasser. Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean - Waser, Wasser, Wasser! Drei Viertel Wasser. Den Bodensee gar nicht mitgezählt. Eingestreut ein paar Kontinente, die man an einer Hand abzählen kann. Und über dem Wasser Wasserdampf noch und noch. Und Wasserdampf schluckt Licht haufenweise. Mehr als das Kohlendioxid. Weiß ja jeder von den Wolken, die “Säcke” vor der Sonne.
Abonnieren
Posts (Atom)

