Samstag, 5. Januar 2013
Alles wird gut
Abgebrannt - links die ESM-Stütze
Die Richtung stimmt: 6,7% Arbeitslosigkeit im Dezember 12 (Schröder hat aber damals die Zählmethode manipuliert), da fehlen nur noch 2% bis zur Vollbeschäftigung, die mit 5% als erreicht gilt. Die Zahl der Beschäftigten stieg zudem auf den höchsten gemessenen Stand von 41 Mio.
Die Ost-Rate liegt allerdings bei 10,3% Arbeitslosen, was nach der SED-Diktatur, die Unternehmer enteignete, schikanierte, vertrieb und ermordete, immerhin sehr gut ist, da auch weite Teile der Bevölkerung, unter propagandistischer Assistenz von Brecht, Seghers, Heym, Hermlin, Wolf und Müller, mental depraviert wurden. Diese kulturellen Unterschiede werden auch in Jahrzehnten nicht verschwunden sein. Unternehmer wachsen nämlich nicht auf Bäumen. Der Zusammenbruch des Solar-Subventionsunsinns (“Solar-Valley”) hat Desorientung gestiftet, Monika Maron half, und viel Geld gekostet.
Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember auf 2,1%. Das lag vor allem an den Nahrungsmittelpreisen, die um die 4% stiegen. Macht sich hier der staatlich dirigierte, Honecker läßt grüßen, Sprit-Mais-Anbau bemerkbar?
Wirtschaften wird immer problematisch bleiben, das liegt in der Natur der schwierigen Kombination der Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital, Geldschöpfung, Energieverfügung und Imagination. Da lassen sich viele Fehler begehen. Die meisten machen Wirtschaftsbeamte und Politiker.
Es gibt da aber auch neue Probleme durch Konstellationen und Koalitionen. Die chronischen Staatsschuldenmacher haben sich in den Großanlegern Abhängige geschaffen. Die Großanleger, Versicherungen und Rückversicherungen zum Beispiel, brauchen für ihre Kundengelder verläßliche Schuldner. Das waren lange Zeit die Staaten und Länder. Seit Jahrzehnten verschuldeten die sich immer neu. Bis zur gegenwärtigen Staatsschuldenkrise, die die Großanleger durch große Verluste bei faulen Staatspapieren in Griechenland gelehrt hat, daß ihre Staatspartner keinesfalls vertrauenswürdig sind. Jetzt bangen die Schuldenpolitiker um neue Kredite und versprechen den Großanlegern, daß sie sie vor Verlusten schützen werden. Keine vertrauenerweckende Koalition. Seit Helmut Schmidt haben die Politiker nur immer mehr und immer neue Schulden gemacht.
Freitag, 4. Januar 2013
Das ist nicht recht, man muß dran glauben
Als die Klassenfahrten noch zur Mosel gingen - kecke Realschul-Bürschlein, einigen sieht man die große Schnauze an. Damals kreierte ich die PUMA-Sportmode.
“Dann verspielen wir nicht nur die Zukunft vieler Kinder, sondern führen das Land wirtschaftspolitisch ins Abseits. Volkswirtschaftlich bringt keine Investition eine so hohe Rendite wie die in Bildung, das haben einschlägige Studien klar belegt.”
Welch weise Worte des Mitarbeiters des Instituts für Schulentwicklungsforschung! Geäußert bei den Grünen-online.
Per Kommentarfunktion merkte ich an:
Die Begabung des einzelnen Schülers sollte im Vordergrund stehen und die Schulform, die dazu paßt - Rösner selbst kann als Beispiel dienen. Seine Begabung führte ihn 1966 von der wohnortnahen Realschule auf Lehrerempfehlung zum entfernteren Gymnasium. Soviel Durchlässigkeit war bereits vor 46 Jahren gegeben.
Man sollte beim "gemeinsamen Lernen" immer auch daran denken, daß anders Begabte durch das Dominieren bestimmter anderer Begabungstypen im Unterrichtsgeschehen frustriert werden - die Binnendiferenzierung kann dem nur schlecht gerecht werden und senkt das Leistungsniveau insgesamt ab, wodurch stärkere Begabungen jahrelang gelangweilt werden und in ausweichendes und auch störendes Verhalten verfallen können.
Der Kommentar wurde unterdrückt. Man ist Partei und lädt nur Gleichgesinnte zum Interview. Und Wirtschaftspolitik liegt den Grünen bekanntlich sehr am Herzen. Und die hohe Rendite durch Bildung.
Welche Bildung soll es denn sein?
Als ehemaliger Realschulklassenkamerad, der dann ohne Abitur Metallarbeiter wurde, verdanke ich Rösner immerhin die Bekanntschaft mit Henry Miller und Lawrences “Lady Chatterley”. Daraus las er mir gelegentlich nach der Schule vor. Das war ungemein bildend und verriet schon damals Rösners Bildungssendung. Während ich bei DEW Rendite erzeugte, studierte der Ernst Erziehungswissenschaft. Ein Studium voller Substanz und gewerbefleißiger Orientierungen.
Wie viele Ausgründungen aus der TU Dortmund, an die sein Institut angegliedert ist, mag Rösner begleitet haben? Für wieviel Berufsorientierung mit erwerbsanschlußfähigen Unterrichtsinhalten mag er geforscht haben?
Oder darf man vermuten, daß er stets nur Pauschalgeplapper von der Sorte “volkswirtschaftlich bringt keine Investition eine so hohe Rendite wie die in Bildung” produziert hat? Ich verweise hier nur einmal auf die Arbeiten von Alison Wolf.
Welche Bildung befähigt denn die Schüler, ihr Leben späterhin selbsgestaltend zu führen und Geld dafür zu verdienen? Einfache Antwort: die passive und aktive Beherrschung von Sachtexten, Rechnen mindestens bis zur Rentenendformel, Sachwissen in Wirtschaft, Physik, Chemie und Mechanik.
Für “Lady Chatterley” und anderen literarischen Schmalz bleibt die Freizeit. Da spielt man aber besser Klavier. Oder macht einen Waldlauf.
Labels:
Bildungsverluderung,
Ernst Rösner,
Hauptschule
Donnerstag, 3. Januar 2013
Danke, danke
Nachrichten
“Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.”
So ist es, Luhmann hat recht.
Wie erführen wir sonst in aller Ausführlichkeit vom Tode einer Tennesse-Waltz-Sängerin hinter dem großen Meer? Oder von den Lottozahlen? Den Fußballergebnissen mit Reportage-Einschaltung? Einem Unfall hinter Gummersbach?
Und das alles in den Nachrichten des Steuergeld-Rundfunks. Nichts dergleichen erführen wir ohne die rührende Auswahl der hochbezahlten Nachrichtenredakteure.
Daß Rußland das Kyoto-Protokoll zum 1.1. verlassen hat, müssen wir nicht auch noch wissen. Die Nachrichtenzeit ist knapp, da zählt nur das Wichtigste.
Danke, WDR, danke DLF.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Bißchen basteln
Zwei kleine Kartonhäuser, nett anmalen oder nicht, Glasscheiben auf das eine, Salzscheiben auf das andere, so hat das der Physiker Robert W. Wood an der John Hopkins University gemacht.
Wärmequelle dazu, Sonne oder Strahler mit Glühfaden zum Beispiel, Thermometer rein, nach dem Waldlauf ablesen.
Wood maß im Salzhaus 65°C, im Glashaus ebenfalls, allerdings dort geringfügig weniger.
Merkwürdig!
Arrhenius hatte 1886 behauptet, für die Rückstrahlung des CO2 nämlich, daß die Rückstrahlung die Temperatur erhöhen müßte!
Salzscheiben hatte Wood genommen, weil Salz sich wärmeneutral verhält, also keine Wärmestrahlen in das Haus zurückschickt.
Die Sache mit der Temperaturzunahme durch Rückstrahlung auf den Erdboden war nicht festzustellen.
Wood legte dann auf beide Häuser noch eine zusätzliche Glasscheibe und maß noch einmal. Mit dem gleichen Ergebnis. In beiden Häusern war die Temperatur gleich, jedoch niedriger, nämlich nur 55°C.
Damit wurde die CO2-Erderwärmungs-These des Arrhenius erst einmal abgelegt.
(siehe ausführlich http://slayingtheskydragon.com/en/blog/221-the-famous-woods-experiment-fully-explained)
Dienstag, 1. Januar 2013
Von 9,5 auf 9,1°C - die Jahresdurchschnittstemperatur ist weiter gefallen
Josef Kowatsch aus Hüttlingen wertet die DWD-Archivdaten regelmäßig aus und trägt sie in ein Diagramm ein.
Hier hat er noch nicht den Wärme-Insel-Effekt zusätzlich eingezeichnet, der durch die Verstädterung entsteht - die Meßstationen, die früher auf der grünen Wiese standen, stehen heute in bebauter Umgebung. Da es in der Stadt wärmer ist als auf dem Land, wird der Durchschnitt nach oben verzerrt. Die tatsächliche Durchschnittstemperatur liegt also unter 9°C.
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