Ziemlich lang her, aber über die Einlagerung von Kohlenstoff
13 ermittelt, daß die Vorfahren des Menschen sich anders ernährten als wir heute. Sie
wechselten vor ca. 3,5 Millionen Jahren offenbar von Früchten und Kräutern zu
Gräsern und Saftpflanzen (Sukkulenten), wobei allerdings auch der Verzehr von
Tieren in Frage kommt, die Gräser fraßen. Dabei ist es ja geblieben. Aber die
Jungs von damals fingen irgendwann auch an, Wildgräser zu züchten, also
genetisch zu manipulieren, und heute gibt es ertragreichen Roggen, Weizen und
Reis. Gut gemacht!
Sonntag, 24. August 2014
Samstag, 23. August 2014
Aus dem Orient kommt kein Licht
Der Bürgerkrieg in Ruanda 1994 zeigte zuletzt das Brutalste, was Menschen Menschen antun können: das massenhafte blutige Zerhacken selbst von Säuglingen mit Macheten von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt wurde erneut ein Fotoreporter von Islamisten mit einem Messer vor laufender Kamera enthauptet - eine Grausamkeit, die kaum noch gesteigert werden kann. Während man bei Pol Pots Schlächtereien und den Massakern in Ruanda es mit Ländern zu tun hatte, in denen es kaum einen Prozeß der Zivilisation gegeben hat, so sind bei den jüngsten Morden auch Täter im Spiel, die in Europa, nämlich in England aufgewachsen sind. Es sind allerdings afrikanische oder orientalische Mörder, wie im Falle des Zerhackens des Militärmusikers Lee Rigby auf der Straße in Lewisham letztes Jahr.
Dies gilt auch für die Islamistin Khadijah Dare aus London, die in Syrien dem islamistischen Verbrechen nachgeht und als erste Frau einen Soldaten enthaupten will.
Bei diesen noch wenigen Tätern aus Europa könnte die brutale orientalische Erziehung eine Rolle spielen, die sie zu dieser hohen Grausamkeit befähigt. Doch gilt es Goldings These aus seinem Buch “Herr der Fliegen” zu bedenken, daß Verrohungsprozesse das stammesgeschichtliche Grausamkeitspotential schnell reaktivieren können.
Freitag, 22. August 2014
Ach, Alison, was hast du für denkfaule Kolleginnen
Nicht jede Professorin muß eine Schwatztante sein, Alison Wolf, beispielsweise, ist keine
DLF-Interview mit Joyce Mushaben, Politikprofessorin an der
Universität St. Louis in Missouri, zu den Krawallen schwarzer Jugendlicher in
Ferguson.
„Meurer: Inwiefern hängt die Schulfinanzierung mit dieser Geschichte
zusammen?
Mushaben: Ja, die Schulfinanzierung trägt natürlich dazu bei, die Schulen
sind sehr segregiert, vor allem die Primarschulen, die Sekundärschulen, und die
werden hauptsächlich von den örtlichen Grundsteuern finanziert. Das heißt, wenn
man in eine schlechte Nachbarschaft hineingeboren ist, besucht man die
schlechten Schulen und hat dann schlechtere Chancen, da später entweder zu
studieren oder einen besseren Arbeitsplatz zu bekommen.“
Ja, die
Schule. Die Schule als Wundermittel zur Lösung aller Probleme dieser Welt.
Dabei zeigt doch der Fall des gewalttätigen Diebes Michael Brown in Ferguson in
die umgekehrte Richtung. Der praktisch begabte, lernunlustige schlechte Schüler
wurde durch dubiose langjährige Schulpflicht davon abgehalten, sein praktisches
Leben selbst zu gestalten, ohne Lehrerinnen und deren Schulmentalität.
Was maßt
sich eine Schulbehörde an, 16jährige in die Schule zu schicken, ob sie das
wollen oder nicht?
Keine
Schule, ob gut oder schlecht, kann Schülern etwas vermitteln, was sie nicht
lernen wollen. Zumal die Hälfte des Schulstoffs aus totem Katalogwissen
besteht, das niemand braucht.
Diese
Zwangsschüler verderben dann das Lernklima in ihren Klassen und schädigen die
lernwilligen Mitschüler. Angesagt wäre also eine drastische Reduzierung der
Schulpflicht und die Einrichtung praktischen Lernens für entsprechende Schüler,
die dies wollen. Also Lehrstellen und Berufsschulen. Zudem Lernangebote in
Modulen für lebenslanges Lernen. Die unendliche Ausweitung der Schulpflicht
dient vor allem der Einkommenserzielung für Lehrer und bedient speziell
weibliches Lernverhalten.
Weg damit, Frau Professorin Mushaben. Auch wenn Sie
schon eine sichere Stelle haben, dürfen Sie sich gelegentlich ein paar neue
Gedanken machen, die nicht den alten Käse aus Lehrerinnenperspektive
wiederkauen.
Donnerstag, 21. August 2014
Und töten, welche Lust
E.A. Poe war zu gut erzogen, bei ihm blieb das Töten Phantasie
(Bild: Wiki.)
- ' Ernest Hemingway : „Ich töte gerne“.
Nobelpreisträger Ernest Hemingway brüstete sich, 122 deutsche Kriegsgefangene erschossen zu haben – eine Spurensuche.
Günter Grass hatte Glück. Als der Angehörige der Waffen-SS im April 1945 in amerikanische Gefangenschaft geriet, war ein anderer späterer Literaturnobelpreisträger eben in die USA zurückgeflogen: Ernest Hemingway. Wäre Grass ihm in die Hände geraten, hätte ihm dies passieren können:
„Einmal habe ich einen besonders frechen SS-Kraut umgelegt. Als ich ihm sagte, daß ich ihn töten würde, wenn er nicht seine Fluchtwegsignale rausrückte, sagte der Kerl doch: Du wirst mich nicht töten. Weil du Angst davor hast und weil du einer degenerierten Bastardrasse angehörst. Außerdem verstößt es gegen die Genfer Konvention. Du irrst dich, Bruder, sagte ich zu ihm und schoß ihm dreimal schnell in den Bauch, und dann, als er in die Knie ging, schoß ich ihm in den Schädel, so daß ihm das Gehirn aus dem Mund kam, oder aus der Nase, glaube ich.“ Das schrieb Hemingway am 27. August 1949 seinem Verleger Charles Scribner.
Eine He-Man-Pose? Ernest Hemingway war ein begeisterter Jäger zu Wasser und zu Lande. Man kennt die Trophäenbilder des Großwildjägers, seine Lust am Stierkampf und seine Reportagen. „Ich töte gerne“, hatte er sogar verlautbart.
1944 folgte Hemingway als Kriegsberichterstatter den alliierten US-Truppen in die Normandie. Acht Monate, bis zum 6. März 1945, begleitete er das 22. Regiment der Vierten Infanterie-Division im Rang eines Offiziers, bemerkenswerterweise teils auch im Auftrag des OSS. „Wir habens hier sehr nett und lustig, viele Tote, deutsche Beute, viel Schießerei und jede Menge Kämpfe“, schrieb er an Mary Welsh.
In Rambouillet ließ er sich mit Zustimmung des OSS-Obersten David Bruce zum inoffiziellen Gouverneur ernennen. Da er fließend Französisch sprach, beruhigte er die Bevölkerung, hielt die Stadt, ließ die feindlichen Stellungen auskundschaften – und verhörte deutsche Gefangene. In dem 50 Kilometer vor Paris gelegenen Ort trug er ein ganzes Waffenarsenal zusammen und entfernte überdies von seiner Uniform die Zeichen des Kriegsberichterstatters, weiß sein Biograph A. E. Hotchner.
Am 2. Juni 1950 berichtete Hemingway Arthur Mizener, dass er 122 Deutsche getötet habe. Eines seiner letzten Opfer sei ein junger, auf einem Fahrrad flüchtender Soldat gewesen – „ungefähr im Alter meines Sohnes Patrick“. Er habe ihm mit einer M1 von hinten durch das Rückgrat geschossen. Die Kugel zerfetzte die Leber.
Dass der Nobelpreisträger gegen die Genfer Konvention verstoßen hat, verschweigen selbst seine Bewunderer nicht. Mit der Zahl und Details konfrontiert, wiegeln sie aber meist ab: Man müsse verstehen, es sei Krieg gewesen. Hemingway hat zwar immer dick aufgetragen, den Macho demonstriert – aber was trieb ihn ohne Not zu diesem Eingeständnis? Die Briefe blieben bis heute in allen Ausgaben unkommentiert. Obwohl es keinen Zeugen für die 122 Morde gibt, mit denen er prahlt, sind jedoch nicht wenige Verehrer entsetzt über den „Massenmörder an deutschen Kriegsgefangenen“ (Alfred Mechtersheimer): Die Stadt Triberg im Schwarzwald setzte daraufhin 2002 ihr Festival „Hemingway Days“ ab. ' Focus 25.09.06 TEXTAUSZUG aus: Rainer Schmitz Was geschah mit Schillers Schädel? , Eichborn 2006
Mittwoch, 20. August 2014
Michael Brown in Ferguson, Missouri
Alfred Krupp verließ die Schule mit 14 Jahren und hatte dann
gut zu tun mit der Übernahme des verschuldeten väterlichen Betriebs. Seitdem,
1826, wurde die Schulpflicht verlängert und verlängert ohne Rücksicht darauf,
ob diese allgemeine Verlängerung für alle sinnvoll erscheint. Sie ist jedoch
nicht nur meist unsinnig, sondern kann auch destruktiv sein. Nur für Lerntypen,
die stillsitzen können und grundsätzlich von einen Lernwunsch motiviert werden,
ist eine längere Schulzeit angezeigt. Für die anderen Schüler geht es überwiegend
um Beschäftigung und Verzögerung der Persönlichkeitsreife. Die Fragwürdigkeit
toten Katalogwissens verschärft die Problematik.
Dieser Tage gibt es einen besonderen Fall. Ein
Achtzehnjähriger hat mehr schlecht als recht die Gemeinschaftsschule beendet
und will Klempner und Heizungstechniker werden. Ungefähr das, was der junge
Krupp mit 14 begonnen hat. Muß man, um einen praktischen Beruf zu ergreifen, so
viele Schuljahre mit Hängen und Würgen hinter sich bringen? Das ist destruktiv
und kann sich im Einzelfall auch bösartig auswirken. Wenn nämlich Elternhaus
und Schule nicht erziehen und nicht erziehen können. Wie geht man mit einem
Schüler um, der 1,93 m mißt, etwa 120 kg wiegt, lernunlustig und aggressiv ist?
Die Aggressivität unseres Mannes wurde in einem Fall in einem Laden
aufgezeichnet, in dem der B. zwei Kisten Zigarren stahl und dann gegen den
Filialleiter handgreiflich wurde und den Laden mit dem Diebesgut verließ. Um anschließend
mit seinem Freund mitten auf der Straße zu gehen und den Verkehr zu blockieren
und dieses Verhalten auch auf polizeiliche Aufforderung hin nicht aufzugeben,
stattdessen sogar erneut handgreiflich zu werden.
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