Samstag, 25. Februar 2017

Max Reger-Träume am Kamin - Ulrich Urban, Piano 2/3

42 Kinderskelette


Potts, Sex and War, S. 206



Was verbindet die Tlingit mit den Friesen? Die Sklaverei ist es nicht,
denn die wird nur von den Tlingit berichtet (Potts), nicht aber von den Friesen. 
Die Tlingit sind ein Indianervolk und siedeln an der Küste Alaskas und Kanadas, also ziemlich weit weg von den Friesen. Sklaven waren für die Tlingit weniger Arbeitskräfte als Trophäen - und Opfer. Wenn ein neues Haus gebaut wurde, wurde ein Sklave getötet. Und von den Friesen wird berichtet, daß „was Lebiges“ in einen neuen Deich hineinmußte, wie Theodor Storm in seinem „Schimmelreiter“ berichtet. War kein Kind da, so tat es auch ein Hund.   

Besonders hohen Bedarf an Opfern hatten die Azteken. Jüngst wurden im Haupttempel von Mexiko-Stadt 42 Kinderskelette ausgegraben, die dort einem Regengott geopfert worden waren. Diego Durian, ein Priester aus dem Gefolge des Cortez, berichtet von einem Opfermassaker an 500 Opfern. 
Das Abschlachten von Menschen als Opfer kann also als menschliche Universalie festgestellt werden, die erst in der griechischen Antike fraglich wurde. Von dort beeinflußt beendete auch eine Religion - das Christentum - den Opferkult für sich, bezeichnenderweise durch ein letztes Großopfer; der offiziellen Legende nach opfert ein Gott seinen Sohn.  

Aber Traditionen sterben langsam. Das islamische Opferfest steht dafür. 










Donnerstag, 23. Februar 2017

Max Reger-Träume am Kamin - Ulrich Urban, Piano 1/3

Duales System



Vor rund 100 Jahren, im April 1913, wurde die erste Lehrwerkstatt bei Bosch eröffnet, 3 Jahre später folgte Daimler. Damit begann die duale Ausbildung in Lehrwerkstatt und Betrieb, die seitdem als Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft angesehen wird. Das anerkennt auch Ludger Wößmann: “Durch die Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen kommen die Absolventen gut ins Gleis von der Schul- in die Arbeitswelt.”
Das ist ja wohl die Hauptsache, möchte man meinen. Insbesondere bei der hohen europäischen Jugendarbeitslosigkeit, in Italien zB 40%. Die wird verstärkt durch die Zuwanderung von analphabetischen Hilfsarbeitern aus bildungsablehnenden Ländern.
Wößmann wollte immer schon das Studium für alle, aber diese Schulmentalität dürfte derzeit für die Betroffenen ein besonders schlechtes Rezept sein.

Zu: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/duale-ausbildung-wenn-das-gleis-zur-sackgasse-wird-14885656.html
















Gute Frage


“Der Euro ist ein gigantisches Experiment, dessen Resultat niemand mit endgültiger Sicherheit voraussagen kann. Genau deswegen stellt sich eine grundsätzliche Frage: Hat die Politik in einer Demokratie die Legitimation, ihren Bürgern ein solches Vorhaben zu verordnen, auch wenn die Mehrheit der Betroffenen dies offensichtlich nicht will?”
Sieghardt Rometsch, Der Euro - Hoffnung ersetzt Erfahrung, Vortrag, 4/1998