Montag, 11. Dezember 2017
Reinigungsdrang
Bei Licht betrachtet ist die “Reinigungslehre” (Katharsis) bei den alten Griechen eine Merkwürdigkeit und nur mit der Vorstellung von “Sauberkeit” verständlich, wie sie Mary Douglas in “Impurity and Danger” in primitiven Gemeinschaften gefunden und herausgearbeitet hat. Mit dem Thema befaßte sich auch eine Althistoriker- und Altphilologentagung, von der Gustav Falke berichtete (Griechische Katharsislehre, Reinigungsdrang, FAZ, 22.06.2005) Insbesondere bei Platon findet sich historisch Bemerkenswertes:
“Christian Wildberg wies auf den Stellenwert hin, den die Begriffe von Reinheit und Reinigung etwa im Phaidon haben. Wer sich von der Stadtmauer stürzt, hätte Sokrates ja ganz mißverstanden. Sterbenlernen meint nur, von Furcht und Leid befreit zu werden, mit denen die Körpergebundenheit der Seele einhergeht. Und für Plato ist es die kathartische Aufgabe der Philosophie, nicht den eigenen Körper zu negieren, sondern die Identifikation mit ihm aufzulösen.”
Ich habe mich schon länger gefragt, warum in der Schule allerhand Unnützes gelehrt wird, speziell, warum der Mensch und sein Körper in der Biologie eine so nebensächliche Rolle spielt und er früher gar nicht vorkam, etwa in den Lateinschulen. Der Körper galt den Platonikern und Religiösen als unreinlich, als verderblich und peinlich. Rituelle Waschungen besitzen hier ihre Wurzel und daher stammt auch der monströse Zölibat der Katholiken, der nicht nur den Priestern eine schwere Bürde zumutet, sondern auch die erbliche Weitergabe von Intelligenz behinderte und verhinderte, dies noch heute. Zugunsten des protestantischen Pfarrhauses übrigens.
Für den Normalbürger aber ist diese leibfeindliche Haltung das Schlimmste, weil es die Identifikation mit dem Körper stört und die Aufmerksamkeit von ihm abzieht. In der Schule werden keine Anatomie, keine Innere Medizin, keine Orthopädie und keine Psychiatrie gelehrt, der Schüler verläßt die Schule weitgehend als physiologischer Analphabet. Das verursacht für das Individuum Leiden und für die Gesellschaft hohe Gesundheitskosten.
“Reinheit” und Katharsis waren daher von Beginn an unsinnige, destruktive Begriffe.
Sonntag, 10. Dezember 2017
Samstag, 9. Dezember 2017
Schlechte Kunde für Wärmefreunde
Es sei denn, sie leben in den Wärmeinseln der Großstädte.
https://www.eike-klima-energie.eu/2017/12/08/der-winter-zeigt-der-klimaerwaermung-die-kalte-schulter-abkuehlung-seit-30-jahren/
"Ergebnis: Die behauptete globale Erwärmung der Erde mittels Kohlendioxid ist eine wissenschaftliche Irrlehre. Der Mensch wirkt am Klima jedoch mit durch die ständige Vergrößerung der Wärmeinseln, in denen auch die Messstationen stehen. Im Grunde handelt um eine Verwechslung der anthropogenen Ursachen.
Im Winter sind trotz Heizungen die Wärmeinseleffekte nicht so hoch wie im Sommer. Die deutschen Stationen zeigen seit 30 Jahren eine leichte Winterabkühlung. Besonders in der freien Fläche, also auch in den Wäldern werden die Winter wieder kälter. Dieser vom Deutschen Wetterdienst ermittelte Tatbestand wird ignoriert und das Gegenteil behauptet. Für die Deutschen ist diese Wintererwärmungslüge plausibel, da die Menschen nicht mehr in den kalten Wohnungen der Nachkriegszeit leben.
Es wird Zeit, dass endlich wieder Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des menschlichen Handelns gestellt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Wer will, dass auch Großstädte im Winter wieder kälter werden, der braucht nur weniger zu heizen, die Städte verkleinern und eine Abschaffung des Winterdienstes verlangen, damit der Schnee wieder liegen bleibt."
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