Dienstag, 14. September 2021

In warmem Golde fließen

 Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

Den blauen Himmel unverstellt,

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.


(1827)  Eduard Mörike (1804 - 1875)



Dieses Mörike-Gedicht eignet sich ob seiner Kürze trefflich zum Auswendiglernen! Und ist es nicht auch ein Kandidat für eines der Lieblingsgedichte?

Sonntag, 12. September 2021

Klimaschau #64: Antarktis kühlt sich seit 40 Jahren ab. Wie kann das sein?

Wenn sich die große Antarktis seit 40 Jahren abkühlt, gibt es offenbar kein allgemeines Erwärmungsproblem! Und keinen Bedarf an gigantischen Fehlausgaben in Gegenwart und Zukunft!

Freitag, 10. September 2021

SINGAPUR

(76% Chinesen, 15% Malayen und Muslime, 6% indische Hindus und Sikhs)


Das “Weiße Papier” deklariert für den Stadtstaat:

NATION vor (ethnischer) Gemeinschaft, Gesellschaft vor Ich

FAMILIE als Grundbaustein der Gesellschaft

INDIVIDUUM: Anerkennung und Unterstützung durch die Gemeinschaft

RASSISCHE und RELIGIÖSE Harmonie”*


Das INDIVIDUUM wurde erst nach zweijähriger Diskussion aufgenommen, es ist augenscheinlich ein europäischer Import und hat einen angefochtenen Stand; es entspricht nicht der chinesischen und indischen Tradition und widerspricht dem Islam. Die Entwicklung des Individualismus im Westen findet in Asien auch wenig Bewunderer: Kriminalität, Drogenkonsum, Instabilität der Familien. Nicht nur aus Fernost betrachtet befindet sich der Westen im Niedergang und gilt nicht als Vorbild. 


“Doch die Illusionen und Vorurteile … leben fort … in der verbreiteten und provinziellen Einbildung, die europäische Kultur des Westens sei jetzt die universale Weltkultur.”**


*Huntington: Kampf der Kulturen Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert S. 527; **ebd., S. 75


Donnerstag, 9. September 2021

Da schau' her


 „Die Bäume“ - der Titel dieses Bildes ist wenig originell, aber was Braque 1908 aus den Bäumen gemacht hat, kann sich sehen lassen. 

Malerei ist nichts Weltbewegendes, aber etwas Weltbegleitendes; was zur Anschauung gebracht wird - man denke nur an die Maler der Reformation, ohne die die Reformation vielleicht sogar weniger erfolgreich gewesen wäre - was also zur Anschauung gebracht wird, widerspiegelt direkt oder versteckt Entwicklungen und Topoi in Gesellschaften und Gemeinschaften. Eine direkte Widerspiegelungsbeziehung nach marxistischer Vorstellung besteht nicht, doch kann man die Porträts in der Renaissancemalerei und danach durchaus mit der Entdeckung des Individuums in Verbindung bringen. 

Und auch der spielerische Umgang mit Sehweisen, Perspektiven und Formen wie hier bei Braque zeigt an, daß in der Gesellschaft, in der so etwas entsteht, eine gewisse kulturelle Offenheit besteht.  

Wo doktrinär Bilderlosigkeit herrscht, existiert insgesamt eine doktrinäre Kulturverfassung, wie im Islam - der global einzigen Kultur ohne Malerei. 

Mittwoch, 8. September 2021

Klimaschau #63: IPCC verschweigt Politikern massive Probleme bei Klimamo...

Wenn man nichts Genaues weiß, kann man das mit Computern besonders gut verbergen. Mit exorbitantem Stromverbrauch. 
Die zunehmende Zahl an großen Server-Anlagen im Norden scheint ja dem arktischen Eis nichts anzuhaben.