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Freitag, 29. Januar 2021

Der Enkel

1787 erschien Schillers “Don Carlos”. Der war der Enkel Karls V. und lebte historisch nur kurz von 1545 bis 1568 und starb mit 23 Jahren. Warum nahm sich Schiller gerade dieses Stoffes an? Weil da was los war, wie es Schiller liebte: Liebe, Lug und Trug, Tod und Freiheitskampf. Die protestantischen Flamen kämpften gegen die katholischen Unterdrücker. “Geben Sie Gedankenfreiheit” lautet die zentrale Stelle dafür; der Marquis de Posa fordert sie vom spanischen König Philipp II., dem Vater des Don Carlos, der für die Liebesverwicklungen zuständig ist. Ihn treiben und verwirren die Gefühle bis zum frühen Tod. 

Ja, die Gefühle. Kant fand sie viel zu irrational und sah in ihnen eine große Gefahr für den Verstand, für die Rationalität.






 

Sonntag, 22. November 2015

Die Glocke läuten








Heinz Buschkowsky, "Die andere Gesellschaft", 2014,  (Bild von der kindle-Lese-App, Vollbildmodus)





"Rühmt sich mit stolzem Mund:
Fest, wie der Erde Grund,
Gegen des Unglücks Macht
Steht mir des Hauses Pracht!
Doch mit des Geschickes Mächten
Ist kein ewger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell", sagt Schiller in der "Glocke".


Wer kennt "Die Glocke" noch? Es werden ihrer nicht mehr, sondern weniger. Wie die Analphabeten, die gänzlichen und die funktionalen, mehr werden.
Unser "Haus" ist noch prächtig, was den Wohlstand betrifft. Das sinkende Niveau an Schulen und Hochschulen zeigt sich bereits in der geistig ärmlichen Besetzung des Bundestags, der die Axt an die bisher solide Energieversorgung gelegt hat. Die Kernenergie und die Grundlastkraftwerke ruiniert und riesige Kapitalien vernichtet. Die deutsche Computertechnik gibt es nicht mehr, die Autoindustrie wird mit CO2- und Stickoxid-Blödsinn unter Druck gesetzt. Und das Land mit Südbarbaren geflutet, die ihre Frauen versklaven.









Mittwoch, 6. Mai 2015

Vom Tage



FEMEN: Zeigegeile, ferngesteuerte Klamaukpüppchen, die das armselige Niveau von 68er Straßendemonstrationen noch einmal bedeutend unterschreiten. 

Geht das schon wieder los, soll die remigrierte Hilde Domin gesagt haben, als der Heidelberger SDS unter ihrer Wohnung vorbeitobte. 
Die Sozialdemokraten haben im vorletzten Jahrhundert mit Straßenaufmärschen begonnen, wenn man nicht zurückgehen will bis 1789. 
Da die Massenmedien weitgehend noch nicht zugänglich waren, naheliegend. Jakobiner, Kommunisten und Nazis haben die Demos dann zum Straßenkampf ausgebaut und zur Masseneinschüchterung eingesetzt. Die Straße bietet keinen Platz für argumentative Auseinandersetzung.- Bei Femen denkt sich der Gründer und Direktor dieses und jenes aus, was er gerade schick findet, und schickt die Hühner los, ob Messeauftritt oder Kreuzabhacken, die nackten Titten tun ihr Werk. 

Wie meinte Schiller?
„Jeder, sieht man ihn einzeln, ist leidlich klug und verständig;
   Sind sie in corpore, gleich wird euch ein Dummkopf daraus.“
Xenion (288) 

 Das machen sich alle Organisationen zunutze, besonders Bewegungen ohne feste Strukturen, die völlig von Führern beherrscht werden, wie Robespierre, Stalin, Mussolini, Hitler, Mao, Pol Pot ...  
Vgl. auch Bernhard von Clairvaux und den 2. Kreuzzug, sowie seinen Zisterzienserbruder Radulf. 
Und natürlich die Assassinen und Hassan ibn Sabah.

https://www.youtube.com/watch?v=oWv6I6FO4bc

STRASSE: Und in jedem Mob gibt es auch die Scharfmacher, und das ganze schaukelt sich auf: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/afghanistan/11487220/Mob-beats-Afghan-woman-to-death-for-allegedly-burning-Koran.html


Nebenbei: Heute war schon das zweite Bild einer lachenden Merkel in der FAZ- sie hatte sich ja vorgenommen, mehr öffentlich zu lachen, verkündet öffentlich nach der letzten Wahl; am Wochenende war sie schon einmal in Großaufnahme lachend zu sehen über einem Artikel von Eckart Lohse, der ihrem Humor gewidmet war. Sehr unüberzeugend. Es scheint, Lohse hat einen Auftrag aus dem Kanzleramt bekommen und kommt dem nun nach.