Bis jetzt sind vor allem die unverantwortlichen Kreditnehmer betroffen, die Risikospieler und die Buchwerte.
4-13° sonnig 1,3410
- "Ice Reality Check: Arctic Ice Now 31.3% Over Last Year, plus Scientists Counter Latest Arctic ‘Record’ Warmth Claims as ‘Pseudoscience’ .. " http://wattsupwiththat.com/
- Gemeinschaftsprognose der Institute Bip in 2009 0,2% wg. allg. Abkühlung der Weltkonj. Arb.l. 7,5%
- Echnaton, Napoleon, Kemal Atatürk - was würde Wehlers Gesellschaftsgeschichte zu denen sagen?
- "The Doors (Usa, 1991, 135mn)Regie: Oliver Stone; Val Kilmer (Jim Morrison). arte. Mitte der 60er Jahre beginnt der Filmstudent Jim Morrison mit einigen Gleichgesinnten unter dem Namen "The Doors" Musik zu machen. Schon bald avancieren die jungen Musiker zu Stars. Ihre Songs werden Hits, ihre Auftritte zu Skandalen. Vor allem Frontman und Sänger Jim Morrison gerät in einen Sumpf aus Drogen und Alkohol. Erst 27 Jahre alt, stirbt er in Paris.
Oliver Stones Musikerbiografie "The Doors" beschreibt die Geschichte der gleichnamigen amerikanischen Rockgruppe. Dabei konzentriert sich die Darstellung stark auf die Person ihres legendären Sängers Jim Morrison. Dieser wird von Val Kilmer als Ikone der 60er-Jahre-Rock-Kultur und des drogenbeeinflussten Hippie-Lebensstils verkörpert. Hollywood-Regisseur Oliver Stone zeigt die Figur Jim Morrison aber auch in einem Geflecht von Alkohol- und Drogensucht, Esoterik und einer besessenen Auseinandersetzung mit dem Thema Tod. Obwohl "The Doors" auf echten Personen und Ereignissen basiert, ist der Film keineswegs eine exakte Darstellung der wirklichen Geschehnisse, sondern eine Dramatisierung und Komprimierung der Geschichte der berühmten Musikgruppe. So verweist Ray Manzarek, ehemals Keyboarder der "Doors", in seiner Autobiografie auf zahlreiche Entstellungen." // Ich mag die DOORS, auch wenn die Texte überwiegend recht armselig sind. Der Film ist faszinierend gefährlich, weil er als Heldenepos fabriziert ist. Stone, so Val Kilmer im Porträt danach, habe ihn während der Dreharbeiten gedrängt, mit Heroin Drogenerfahrungen zu machen.- Stone selbst stellte sich als spätpubertärer, ungebildeter Hollywoodlaffe dar.
Dazu paßt auch die Auswahl seiner Filmthemen: Alexander, Arafat, Castro. (Man kann auch Filme über Perikles, Henri IV. und Gorbaschow machen.)
Sonntag, 19. Oktober 2008
Samstag, 18. Oktober 2008
72,50 H.öl, Nachhaltigkeit, Freiherr von Wenge, Weltende
Strizz, Reiche, FAZ. Etwas gewagt, wie Reiche mit dem Eichendorffschen Weihegut verfährt, aber doch sehr witzig! Bodenfrost nachts; 4-12° sonnig
8.979,26 Dow 4.781,33 Dax (+4,3%)
Daimler-KGV ca. 5,2 ! Gemer Daimler kaufen am Montag! (Nach dem Tauben vergiften im Park)
- Er ist der Ur-Vater aller Schlotbarone – auch wenn heute kein Stahlkonzern seinen Namen trägt. Das Unternehmen Krupp gab es noch nicht, und der legendäre August Thyssen war noch lange nicht geboren, als Franz Ferdinand Freiherr von Wenge den ersten Hochofen im später sogenannten Ruhrgebiet zum Lodern brachte.
Der adlige Kirchenbeamte war ein Mann mit Visionen. Funde von Raseneisenerz in der Nähe von Sterkrade brachten ihn auf die Idee, am idyllischen Elpenbach eine Eisenhütte zu errichten. Nach jahrelanger Planung und vielen Rückschlägen wurde die St. Antony-Hütte am 18. Oktober 1758 erstmals angeblasen. Schon bald machten Konkurrenz-Werke der Antony-Hütte das Leben schwer. Ihre kurze Geschichte trägt Züge eines frühindustriellen Wirtschaftskrimis voller Neid und Missgunst, Lüge und Intrige, Macht und Gier.
1877 endete die Produktion. Zu diesem Zeitpunkt war Antony längst nur ein unbedeutendes Nebenwerk des großen Konzerns Gutehoffnungshütte. Dessen heutiger Rechtsnachfolger – der börsennotierte Mischkonzern MAN – feiert dennoch die fast schon vergessen geglaubte Antony-Hütte als Ausgangspunkt seiner 250jährigen Firmengeschichte.
Autor: Kay Bandermann
- Ja, die Nachhaltigkeit: "... Gewiss, Nachhaltigkeit kann in Konflikt mit der Demokratie geraten, wenn man glaubt, man kenne schon heute alle ökologischen und technischen Zusammenhänge von morgen. Gemäss dem Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker (Köln) sind nämlich Demokratie und Nachhaltigkeit von
sehr unterschiedlicher Natur: Demokratische Politik beruht auf einer Abfolge von Versuch und Irrtum, ist offen für neue Erkenntnisse und kann bei neuen Mehrheiten zu
Kurswechseln führen. Nachhaltigkeit dagegen gründet auf einem langfristigen Plan, der im Stil einer Gesamtoptimierung umgesetzt und daher nicht gestört werden soll.
In der politischen Praxis gibt es allerdings zum Glück höchstens Bruchstücke von Plänen, und dank demokratischen Kontrollen ist die Gefahr eines "Öko-Totalitarismus"
gering. Niemand weiss ja, wie eine "richtige" Politik der Nachhaltigkeit aussähe. Eine Gruppe von elf Wirtschafts- und Naturwissenschaftern hat jüngst im "Journal of
Economic Perspectives" unter dem Titel "Are we consuming too much?" die Frage diskutiert, ob der Lebenswandel der Menschheit mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit
vereinbar sei. Nach Ansicht der Autoren stehen Verbrauch und Investitionen vor allem
in ärmeren Ländern in einem schlechten Verhältnis zueinander. Genauere Aussagen
sind aber schwierig, da Bevölkerungsentwicklung und technischer Fortschritt im
Zeitablauf von zentraler Bedeutung sind.
Wenn man, wie dies liberale Ökonomen tun, künftigen Generationen einiges an Problemlösungskapazität zutraut, ist eine Politik, die das Fördern von "Nachhaltigkeits-
Champions" ins Zentrum stellt, eine Mittelverschwendung. Zudem ist Nachhaltigkeit zu einem guten Teil eine private Angelegenheit der Unternehmen. Viele zählen darauf,
dass der sorgfältige Umgang mit Umwelt und Ressourcen honoriert wird. Wer nachhaltiges Wirtschaften vorweist, kann seine Reputation bei Kunden, Arbeitnehmern
und in der Öffentlichkeit oft verbessern. Wer eine Marke zu pflegen hat, wird daher über "Umweltverbrauch" ähnlich ernsthaft nachdenken wie über Integrität oder
Produktequalität. Bemühungen um Nachhaltigkeit darf man der Öffentlichkeit auch sehr wohl mitteilen.
Es waren zuerst kleinere Unternehmen, die Umweltwirkungen, Energie- und Stoffbilanzen untersuchten. Heute sind Nachhaltigkeitsberichte fast allgegenwärtig. Es
ist hier ein ganzer Dienstleistungsbereich entstanden. Zertifikate nach ISO-Normen oder anderen Ansätzen zählen ebenso dazu wie Nachhaltigkeitsbenotungen zuhanden
der Anleger durch spezialisierte Fonds und Banken. Es gibt Wettbewerbe um die
besten Nachhaltigkeitsberichte, und eine Fülle von Daten soll zeigen, wie die einzelnen Firmen in den Disziplinen Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Stakeholder-Pflege
abschneiden.
Genau an dieser Stelle wird es für eine liberale Ordnung jedoch gefährlich. Da wird der
Eindruck erzeugt, ein Unternehmen habe mehrere Ziele gleichzeitig zu verfolgen und
sei auch für soziales Wohlergehen ausserhalb der Firma zuständig. Wer Eigentümer
einer Firma ist, ist natürlich frei, mit den Erträgen zu tun, was er für geboten hält.
Aber mit Blick auf Aktiengesellschaften wird eine falsche Stimmung verbreitet. Das so
interpretierte Nachhaltigkeitspostulat erschwert nämlich enorm die Überwachung und
Disziplinierung der Manager durch die Aktionäre. Was Nobelpreisträger Milton Friedman 1962 gesagt hat, ist von höchster Aktualität. Auf die Frage, worin die soziale
Verantwortung von Unternehmen bestehe, gab er zur Antwort, dass sich die Manager
in einer freien Marktordnung darauf zu konzentrieren hätten, die Mittel gewinnbringend einzusetzen - immer unter Einhaltung der Wettbewerbsregeln und der Gesetze. Würde man den Unternehmen die Pflicht auferlegen, daneben andere soziale
Ziele zu verfolgen, wäre Willkür bei der Zielgewichtung die Folge, was zulasten der Eigentümer ginge und die Fundamente freier Wirtschaftsordnungen untergraben würde. ..." Nachhaltigkeit contra Milton Friedman, NZZ 24.12.04
- - Reiches Lyrik-Präsentation und -Auswahl sind zu loben, großartig! Ein Gedicht hätte aber besonders zur Woche, zum Jahr, zum Medien-Tam-Tam gepaßt:
Weltende
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
in allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.
Jakob van Hoddis (1887-1942)
Freitag, 17. Oktober 2008
Der Schlaf des Ungeheuers gebiert die MONDNACHT
Strizz, Reiche, FAZMONDNACHT
Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Joseph Freiherr von Eichendorff
(10.3. 1788 Schloss Lubowitz (bei Racibórz) – 26.11. 1857 Neisse (Nysa)))
Sicher eines der schönsten deutschen Gedichte, wenn auch sehr platonisch-christlich fundiert. Die erotische Kosmologie, die pantheistische Naturfrömmigkeit, die imaginierte Rückkehr in eine Heimat nach dem Tode, das jambische Abheben von der Erdenschwere mit vielen Dehnungslauten, die in der letzten Strophe gegen das Schema erheben - ein schöner Schlußpunkt für Reiches lyrische Rätsel, die so schön ablenken von des Alltags Müh' und Last.
Übrigens ist der Mond noch recht voll, die Nacht schimmert silbern über den Dächern und noch mehr über den Wassern.
Kalt ist es aber mit 5°.
- Deutschland keine Demokratie: "Bundespräsidentenwahl. Linke verteidigt Sodanns Demokratiekritik. Mit dem Ausspruch, er halte „das, was wir haben, ja nicht für eine Demokratie“, hat der Kandidat der Linkspartei für das Bundespräsidentenamt Peter Sodann scharfe Kritik hervorgerufen: „Schlicht Quatsch!“ Die Linke glaubt dagegen, dass Sodann vielen aus der Seele spricht. ..." FAZ // Was will man von einem (Krimi-)Schauspieler erwarten?
- Abstieg nach Hollywood. Ein begabter Regisseur oder: als ich noch ins Kino ging: "Deutsche Erstaufführung von Roman Polanskis Film „Rosemaries Baby“ ' am 17. Oktober 1968, Zz. // Was will man von einem Regisseur erwarten? Eine ekelhafte Geschichte war das, die gekonnt mit Sexualität, Aberglauben, Tod, Lug und Trug spielte, die Crapule schätzt das, Horrorfilme kitzeln den hss. ("Messer im Wasser" und "Katelbach", soweit mir im Gedächtnis, fand ich sehr viel klüger; amüsanter, wenn auch belanglos wie Rosemaries Baby" fand ich den "Tanz der Vampire"; offenbar brachte der Durchbruch in Hollywood Polanski um den Verstand.- Man könnte meinen, daß solche Filme auf verwirrte Gemüter wirken könnte wie die Mitglieder der satanistischen Manson-Kommune, die die hochschwangere Polanski-Freundin Sharon Stone bestialisch umbrachte.
- Valotton (1865-1925) malte 40mal Sonnenuntergänge - keine intellektuelle, aber eine schöne Leistung, von der Gerhard Richter in jeder Beziehung mit seinen übermalten Fotografien meilenweit entfernt ist.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Das bucklige Männlein, Endlagerung

8° Rsch - wieder schwere Klimaerwärmung! 4622 (-5%) 8980 (+4,7%) WTI 71,75
Das bucklige Männlein
Will ich in mein Gärtlein gehn,
will mein Zwiebeln gießen;
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu niesen.
Will ich in mein Küchel gehn,
will mein Süpplein kochen;
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mein Töpflein brochen.
Will ich in mein Stüblein gehn,
will mein Müslein essen;
steht ein bucklicht Männlein da,
hat´s schon halb gegessen.
Will ich auf mein Boden gehn,
will mein Hölzlein holen;
steht ein bucklicht Männlein da,
hat mir´s halb gestohlen.
Will ich in mein Keller gehn,
will mein Weinlein zapfen;
steht ein bucklicht Männlein da,
tut mirn Krug wegschnappen.
Setz ich mich ans Rädlein hin,
will mein Fädlein drehen;
steht ein bucklicht Männlein da,
läßt mirs Rad nicht gehen.
Geh ich in mein Kämmerlein,
will mein Bettlein machen;
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu lachen.
Wenn ich an mein Bänklein knie,
will ein bißlein beten;
steht ein bucklicht Männlein da,
fängt als an zu reden:
Liebes Kindlein ach ich bitt,
bet fürs bucklicht Männlein mit.
Liebes Kindlein ach ich bitt,
bet fürs bucklicht Männlein mit.
(Aus: Des Knaben Wunderhorn, ed. Arnim u. Brentano)
- "Ludwig_Lindner@t-online.de
Kurzinfos Nr.264 aus Energie, Wissenschaft und Technik
Auswahlprozess für Gorleben. Eine Vergleichbarkeit von Asse II und Gorleben ist daher nicht gegeben. Asse II
1. Der zum Zwecke der Endlagerung erforschte Salzstock Gorleben ist unverritzt (=Gebirge oder Lagerstätte ohne industrielle Vornutzung) und wurde ausschließlich zum Zweck der Endlagerung geschaffen. Gerade die Unversehrtheit war ein wichtiges Kriterium im Auswahlprozess für Gorleben. (Antworten auf Fragen von Bürgern Sept.08 http://kernenergie.de/energieverantwortung/?navanchor=1810004). Lehre aus den Lagern Asse und Morsleben: ein ehemaliges Salzbergwerk ist kein geeigneter Standort für ein Endlager. In einem alten Salzbergwerk ist ein Großteil des wichtigen Salzes abgebaut worden. Beim Abbau hat man sich außerdem so dicht wie möglich an wasserführende Schichten herangewagt. .(Prof. Klaus Röhlig, Inst. für Endlagerforschung, TU Clausthal, Salzgitter Ztg. 13.9.08). „Mit dem „jungfäulichen“ Salzstock in Gorleben gebe es eine völlig andere Situation als in der Asse“ sagte Röhrig und auch Niedersachsens CDU-Generalsekretär Ulf Thiele. „In Gorleben habe man es auch nicht mit Laugezuflüssen von außen zu tun. Behauptete Parallelen zwischen Gorleben und Asse seien nur politisch motiviert. Es werden Ängste geschürt.“ (Elbe-Jeetzel-Ztg. 10.9.08). ..." s. auch LB 16.10. FAZ S. 38: "Die Endlager-Frage ist längst beantwortet"
- Der Rotfunk dreht ordentlich auf und läßt den Alt-Marxisten Georg Fülberth (ich habe den Mistkerl damals in blonden Locken u.a. in den BLÄTTERN FÜR DEUTSCHE UND INTERNATIONALE POLITIK gelesen) ausführlich zu der Regierung Finanzkrisenprogramm zu Wort kommen. (WDR5 Politikum). Fülberth, der keinerlei ök. Detailkenntnisse offenbarte, ist der alte Hetzer geblieben. Die BLÄTTER FÜR DEUTSCHE UND INTERNATIONALE POLITIK, hg. seinerzeit u.a. von Alt-Starrsozialisten und DKP-Steigbügelhalter W. Abendroth, gehörten zum DFU-Umkreis, der von der SED finanziert wurde, wie wir heute wissen.
Die BLÄTTER gibt es noch, sie sind noch links, aber nicht mehr stalinistisch orientiert (Hg.: Herausgeberkreis: Norman Birnbaum, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Jörg Huffschmid, Walter Jens, Reinhard Kühnl, Claus Leggewie, Daniel Leisegang, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens G. Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby und Rosemarie Will)
- "... Abendroths schmale Bände Aufstieg und Krise der deutschen Sozialdemokratie (1964), Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung (1965), Einführung in die Geschichte der Arbeiterbewegung (1985) werden die vergilbenden Papiermassen seiner Kollegen überdauern, weil bei ihm nie nur von der Vergangenheit die Rede ist, sondern auch von der Zukunft: der notwendigen, wenngleich nicht selbstverständlichen Aufhebung der Klassengesellschaft. ... Georg Fülberth war seit 1967 wissenschaftlicher Assistent bei Wolfgang Abendroth in Marburg und hat 1970 bei ihm promoviert." http://www.freitag.de/2006/17/06170601.php // Anfrage an POLITIKUM: "Abendroth war ein Mann der sozialistischen Einheit. Deshalb passte er in bestimmten Situationen nicht mehr in die KPD und auch nicht in die Godesberger SPD, die den SDS loswerden wollte. Lebte er noch, dann träte er für die Entstehung der neuen Linkspartei ein. Wäre er auch ihr Mitglied? Allenfalls an ihrem Rand. Er kam aus dem Zeitalter der Katastrophen, und er war revolutionärer Kommunist. Dies waren die Ausgangspunkte einiger praktischer Impulse, die auch heute noch wichtig sein können. Aber er ging doch zugleich darüber hinaus. Denkt man nur an die Gegenwart, nicht aber an Vergangenheit und Zukunft, dann ist Wolfgang Abendroth nicht nur aktuell, sondern zugleich im besten Sinn unzeitgemäß.
Georg Fülberth war seit 1967 wissenschaftlicher Assistent bei Wolfgang Abendroth in Marburg und hat 1970 bei ihm promoviert." (http://www.freitag.de/2006/17/06170601.php // Hat Fül. damals nicht in Marburg für die DKP im Stadtrat gesessen? Könnte POLITIKUM nicht einmal Margot Honnecker zur Finanzkrise ausführlich befragen?
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Konrad Lorenz; Theodor Storm, Abseits; Sal. Oppenheim
Strizz, Reiche, FAZ10-16° b/R
Theodor Storm (1817-1888): Abseits
Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühn; der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft.
Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen;
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut.
Ein halb verfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.
Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
- Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.
- Konrad Lorenz, Das sogenannte Böse: '... «Es gibt eine Reaktion des Menschen, die besser als jede andere geeignet ist, zu demonstrieren, wie völlig unentbehrlich eine eindeutig
- '... den Staat als Miteigner ins Haus lassen. „Für Sal. Oppenheim können wir eine Inanspruchnahme dieses Angebots definitiv ausschließen“, erklärt Matthias Graf von Krockow, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses. „Wir verfügen über ein gesunde Eigenkapitalausstattung und solide Bilanzrelationen. Heute bieten sich historisch einmalige Chancen, zu günstigsten Kursen wertvolle Beteiligungen zu erwerben. Sal. Oppenheim ist als unabhängige Privatbank seit rund 220 Jahren in Familienbesitz, und daran wird sich auch nichts ändern.“ ...' Die Hilfe lockt und schreckt zugleich, FAZ 15.10.
- Die Dt. Bank hat sich, soweit bisher bekannt, nicht schlecht geschlagen, das gilt auch für die meisten anderen Banken; daß offenbar ausgerechnet der Staatsfinanzierer Depfa die HYPOREAL in den Matsch gefahren hat, gibt zu denken; ansonsten sind es die staatl. KfW und die öff. Landesbanken, die eine schlechte Figur abgeben. Der Herdentrieb war zu stark, die Skepsis zu schwach. Selawi. Conditio humana.
- "Bundespräsidentenwahl. Sodann, oder doch nicht? Vor drei Jahren wollte der damalige „Tatort“-Kommissar „lieber ein politisch denkender Schauspieler bleiben als ein schauspielernder Politiker werden“ - nun hat ihn die Linkspartei tatsächlich als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Der 72 Jahre alte Peter Sodann war aber anscheinend nicht die erste Wahl. ..." FAZ 14.10. // Unter uns, die wir WERKZEUGMACHER gelernt haben: Schauspielerei ist meist nur ein Eitelkeitskultus. Der Beruf ist zudem in einer Zwischenwelt angesiedelt, in der Realitätsausblendung positiv bewertet wird. Sodanns Lernverweigerung könnte man geradezu als professionelle Deformation werten.
- Rodrigo, Aranjuez, Adagio
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