Dienstag, 14. Juli 2009

Ab heute arbeitet der dt. Steuerbürger für sich, Grönlandeis, „Nudge“, Umweltschaedlichkeit von Solarzellen




- " Hallo zusammen!
Ich habe mir mal die Grafik für die Greenland Ice Melt Day Anomaly 2008 genau angeschaut.
http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=37215
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Blautöne, die ja auch in der Grafik vorkommen, extrem schwach gesättigt (blass) sind, so daß man sie kaum erkennen kann. (Ich dachte schon ich bin jetzt irgendwie blaublind geworden!) Bei der unter der Grafik stehenden Legende ist das dagegen nicht so stark der Fall. Dies hat mich stutzig gemacht. Deshalb habe ich die Farbsättigung mit Hilfe von Photoshop nachträglich (wieder?) deutlich erhöht. Dieser Filter wirkt für alle Farben gleichmäßig stark, aber nicht für Schwarz, Weiß und Grautöne. Dabei ist die zweite Grafik herausgekommen.
Das Ergebnis ist doch irgendwie verblüffend, oder?
Die Frage, die sich daraus ergibt ist doch: Wer hat hier eigentlich zuerst gemogelt?
Ich oder die NASA?
Grüße Johannes Drosdeck "

- 'F.A.Z.-Vorabdruck: „Nudge“
Heimliche Anstöße für die freie Entscheidung
Wer will noch vom rein rationalen Entscheider reden? Oft sind es nebensächliche Arrangements, die unsere Wahl beeinflussen. Cass Sunstein und Richard Thaler haben über diese kleinen Schubser ein Buch geschrieben. Von diesem Samstag an erscheint es als Vorabdruck im Feuilleton der F.A.Z. Von Jürgen Kaube ' 11.7. ///
Anstöße sind gut, aber leicht sinken sie auf das Niveau von Thaler herab: Er nimmt ein Croissant zum Frühstück, weil es weniger Kalorien haben soll als das Müsli. Statt eine Abwägung von mehreren Faktoren vorzunehmen: Kalorien, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Ballaststoffe etc. nimmt er die Abkürzung für Denkfaule und Uninformierte. Genau das ist das Problem des Paternalismus. Man wird auf ihn nicht verzichten können, gerade im Jugendbereich, aber Gutmenschenorganisationen werden im Zusammenspiel mit den Medien die jeweiligen Moden hemmungslos verstärken. Das reicht von den sog. Ernährungswissenschaftlern, die einmal Fett und einmal wenig Kohlenhydrate propagieren, bis hin zu selbsternannten 'Klimaschützern', die mit windigen, inzwischen durch den Temperaturverlauf (Abkühlung s. 12.7.) widerlegten Hypothesen riesige Kosten verursachen.

- "Umweltschaedlichkeit von Solarzellen
Horst Trummler (Vandale6906)
Grundsaetzlich ist die Einstrahlungsdichte der Sonne auf diesen Planeten zu gering um industriell genutzt zu werden. Dies fuehrt zu gewaltigen Anlagen mit jaemmerlichen Ertrag.
Bei der Analyse eines Solarzellenkraftwerks (Beispiel Erlasee) vs. eines EPR Reaktors bedarf es eines 100-fachen Materialaufwands um dieselbe Strommenge zu erzeugen.
Die Sonne scheint in Deutschland aufgrund der Meteologie sehr unregelmaessig. Der erzeugte Strom ist als Zufallsstrom weitgehend unbrauchbar, bzw es muessen analog der Windmuehlen eine grosse Zahl von Kohlekraftwerken befeuert in Bereitschaft gehalten werden.
Die heutigen Solarzellen sind meist Duennschichtzellen auf Galliumarsenid, oder Cadmiumtelluridbasis. Die Produktionsabfaelle und die Zellen selber werden nach der Nutzungsphase als Giftmuell in ehemaligen Salzbergwerken eingelagert. Nach den duerftigen, verfuegbaren Quellen liegt die Menge des Giftmuells im Verhaeltnis zum radioaktiven Muell eines KKW im Verhaeltnis 10.000/1.
Die Analysen finden Sie auf meiner Homepage." Komm. auf faz.net zu "Größtes Solarprojekt der Welt nimmt Gestalt an" 14.7.

- Ab heute arbeitet der dt. Steuerbürger für sich - seit 1.1.09 hat er nur für Steuern und Zwangsabgaben gearbeitet - wofür die Staatsfunktionäre das Geld brauchen? Für Solarzellensubventionen?

Montag, 13. Juli 2009

Ohne Menschenbild, Bericht aus Beirut



Das psychische System verlangt: Iß! Die soziale Botschaft der Jugendszene lautet: Sei dünn!

- Geht denn das? 'Ohne Menschenbild .
"Wissenschaft spricht zur Wissenschaft, und wenn ein anderer was davon hat, ist es Zufall." Im Fall von Niklas Luhmann, von dem diese trockene ..." 10.07.09 FAZ-Rez.: 'Was tun, Herr Luhmann?', ed. Wolfg. Hagen, Kadmos 2009
/// Es geht! Luhmann unterscheidet im Menschen das Psychische System und die soziale Person, die unterschiedlichen Antriebsmustern folgen und sich aus verschiedenen Quellen speisen.
Das psychische System verlangt: Iß! Die soziale Botschaft der Jugendszene lautet: Sei dünn! Im Falle der Magersucht überlagert die soziale Botschaft die Anweisung des psychischen Systems; ein Riß geht mitten durch den Menschen; die soziale Disposition des Menschen kann dabei so stark ausfallen, daß sich ein solcher Mensch zu Tode hungern kann.

- "Bericht aus Beirut .
"Warum musstest du sterben, Fidaa?", so lautet der Titel des Buchs, in dem Friederike Weltzien über ihr Scheitern berichtet, das Leben der siebzehn ..." 10.07.09 FAZ-Rez. Herder 2009
/// Die soziale Person dominiert in archaischen Gesellschaften das Psychische System, es wird zB aus sozialen "Ehrenmord"-Gründen erschossen.

Sonntag, 12. Juli 2009

Marie Skłodowska Curie, Globaler Temperaturrückgang






Marie Curie auf dem offiziellen Nobelpreisfoto von 1911

Planet im dritten Jahr eines Abkühlungstrends, s.u.

- 4.7.34 , eine strahlende Begabung aus genetischer Wurzel: "Marie Skłodowska Curie (* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 bei Passy; geborene Maria Salomea Skłodowska) war eine Physikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich wirkte. Sie untersuchte die 1896 von Henri Becquerel beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie ist bisher die einzige Frau unter den vier Mehrfach-Nobelpreisträgern und neben Linus Pauling die einzige, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Gebieten erhalten hat (Stand Mai 2009).
Marie Curie wuchs im damals zu Russland gehörigen Teil Polens auf. Da Frauen in ihrem Heimatland nicht zum Studium zugelassen wurden, zog sie nach Paris und begann Ende 1891 ein Studium an der Sorbonne, das sie mit Lizenziaten in Physik und Mathematik beendete. Im Dezember 1897 begann sie die Erforschung radioaktiver Substanzen, die seitdem den Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bildeten. Nach dem Unfalltod Pierre Curies wurden ihr 1906 zunächst seine Lehrverpflichtungen übertragen. Zwei Jahre später wurde sie schließlich auf den für ihn geschaffenen Lehrstuhl für Allgemeine Physik berufen. Sie war die erste Frau und die erste Professorin, die an der Sorbonne lehrte.
Während des Ersten Weltkrieges widmete sich Marie Curie als Radiologin der Behandlung verwundeter Soldaten. Sie entwickelte einen Röntgenwagen, der es ermöglichte, radiologische Untersuchungen in unmittelbarer Nähe der Front vorzunehmen, und beteiligte sich an der Qualifizierung der notwendigen Techniker und Krankenschwestern. Nach dem Krieg engagierte sie sich in der Internationalen Kommission für Geistige Zusammenarbeit des Völkerbundes für bessere Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlern. An dem von ihr geleiteten Pariser Radium-Institut setzte sie sich für die Förderung von weiblichen und ausländischen Studierenden ein. ..." (Wiki.)

- Andauer des lausigen "Sommer"wetters, Temperaturanstieg immerhin auf nachmittags 17°C

- Globaler Temperaturrückgang

Wie die neuesten globalen Temperaturwerte sowohl von CRU (UK Met Office) als auch von UAH (Satellitendaten) zeigen, befindet sich unser Planet im dritten Jahr eines Abkühlungstrends, nachdem schon seit 2001 kein Temperaturanstieg mehr zu verzeichnen war. Kein Klimamodell hat dies vorhergesagt. Daten sind im Internet für jeden verfügbar:

http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/hadcrut3vgl.txt
http://vortex.nsstc.uah.edu/data/msu/t2lt/uahncdc.lt
(Vgl. http://www.dimagb.de/info/umwelt/a_umwelt.html )

Samstag, 11. Juli 2009

Geldschöpfung, Laufzeiten von 60 Jahren



Tafel im Innenhof der Meyer'schen Häuser Hofer Straße, erbaut 1909

Fortdauer des Novemberwetter trotz des Politbürokratengeschwafels über Klimaerwärmung

- "Zukunft des Kapitalismus (12)
Ohne Aufstiegswille kein Kapitalismus
Allein mit sanften Methoden lassen sich die Finanzinvestoren nicht auf den Boden der Realität zurückholen. Nur durch umfangreiche Staatsmaßnahmen kann die polarisierende Dynamik des Kapitalismus gebändigt werden, meint der Soziologe Christoph Deutschmann ..." FAZ 10.7.
"Kapital, das im Überfluss vorhanden ist"? Ja, wo denn? Bei Herrn Deutschmann in Tübingen? Dann soll er doch QUELLE bitte etwas abgeben. Allerdings gibt es viel mehr Anlagekapital als vor 50 Jahren, das brauchen die Leute auch für ihren Lebensabend, weil sie seit hundert Jahren ihre Lebenserwartung verdoppelt haben und partout nicht mehr mit Eintritt des Rentenalters oder gar vorher sterben wollen, diese Schlingel. Die Produktivität des sog. Kapitalismus macht's möglich. Da Leben aber auch immer Krise beinhaltet, wie uns Konrad Lorenz lehrte, (Ausnahme die sozialistischen Diktaturen, dort kennt man keine Krisen, weil die Dauerkatastrophe herrscht), gibt es natürlich - individuell und überindividuell - Anlageprobleme und Fehlanlagen. Wenn der Staat zB durch seine Zentralbanken zu viel Geld schöpft bzw. druckt und in den Geldkreislauf einschleust und die Zinsen gewaltsam nach unten drückt - Japan macht das seit 13 Jahren - und andere Länder das nachmachen und Politiker aus Wohltätigkeit Banken anweisen, auch nicht kreditwürdigen Bürgern Kredite zu geben, dann gibt es natürlich besondere Anlageprobleme. Mit "Kapital, das im Überfluss vorhanden ist", hat das nicht viel zu tun. Aber das fällt ja auch nicht in das Hobby-Gebiet des Sozialisten Marxmann. Er könnte mal ein bißchen lesen zu dem Thema GELDSCHÖPFUNG und hier beginnen: http://www.teleboerse.de/Kolumne_von_Raimund_Brichta_Beim_Geld_geht_es_um_die_Wurst/110720085505/992304.html (11.7.08)

- "Bankenaufsicht.
Eine Schrumpfkur für das Finanzsystem.
Als Aufseher hat die Bafin in der Krise ebenso versagt wie die Bundesbank. Nun muss das System entschlossen reformiert werden. Eine geteilte Aufsicht verwischt die Zuständigkeiten. Auf dem G-8-Gipfel sollten nicht länger die Wall Street und die City of London die Regeln diktieren. Von Holger Steltzner. " FAZ 10.7.09 ///
Ein schöner Kommentar! "Eine Lehre dieser Krise lautet: Eine Bank, die zu groß ist, um zu fallen, ist zu groß." Ja! Aber: Wie soll das in der Praxis aussehen? Wer soll das beurteilen? Nach welchen Kriterien? Es wird dabei bleiben müssen, daß das eine oder andere Institut demonstrativ schließen muß, wie im Falle Lehman, aber das geht schlecht mit zehn großen, global agierenden Banken. Die zusammenwachsenden Finanzmärkte bieten so große Chancen wie Risiken, die Deutsche Bank führte bisher vor, daß man die Risiken beherrschen kann. Im Vorfeld gilt es, Risiken zu vermeiden, sie ausfindig zu machen. Das aber können bequeme Aufsichtsbeamte nicht, sie haben um 17h Feierabend und ein freies Wochenende ab Freitagmittag. Man könnte natürlich die überflüssigen Staatsbanken ohne Geschäftsmodell schließen, die Landesbanken zeigten sich bekanntlich besonders fahrlässig, aber selbst diese kleinen Fische werden sinnlos gehätschelt, weil sie den Politbürokraten dienlich sind. Man wird sich damit trösten müssen, daß Finanzinnovationen in der Geschichte immer zu Krisen geführt haben. Die aber im Vergleich zu den katastrophalen Dauerkrisen der sozialistischen Diktaturen geradezu angenehme Luxuskrisen sind. - Die wirklich gravierenden Probleme der Industrieländer liegen im Hochlohnbereich. Die GM-, Opel-, Chrysler- und FIAT-Ingenieure können nicht so schnell Neues entwerfen, wie die Brutto-Löhne der Montagearbeiter steigen bzw. die Fertigkeiten der Ostasiatischen Hersteller bei viel niedrigeren Montagelöhnen zunehmen. Statt sich dieses Kardinal-Problems anzunehmen, belastet insbesondere die EU-Politik die Unternehmen mit abenteuerlichem Unsinn aller Art von der Biotechnik bis zur Energieversorgung.

- "Sarkozys Atomaufsicht.
Laufzeitverlängerungen sind in Frankreich kein Problem
Von Michaela Wiegel / PARIS, 8. Juli. Frankreichs staatlicher Energiekonzern "Electricité de France" (EDF) strebt Laufzeiten von 60 Jahren für ..." FAZ /// Ils sont fous, ces allemands.

Freitag, 10. Juli 2009

"Macht kaputt, was euch kaputt macht"




Zweimal sozialer Wohnungsbau in Leipzig-Reudnitz: Links die Meyer´schen Häuser aus dem Kaiserreich (Eingangstor Hofer Straße der Anlage), rechts aus der Weimarer Republik (Seckendorffstraße umben. Fritz-Hanschmann-Straße, s.u.; die Häuser sind nach der Renovierung nach dem Zusammenbruch der SED-Diktatur kaum wiederzuerkennen, 1956 bröckelten die völlig verschmutzten Fassaden)

Da haben wir ihn wieder, den grün angestrichenen Winter: 12-13°C Schauer; im Dutzend ziehen die Nacktschnecken durch das Gras.

- Geburtstag Calvin : ' Der Pastor und Theologe Henry Babel, bis vor kurzem sein Nachfolger auf der Kanzel der Genfer Kathedrale, hat sich stets gegen die Einschätzung gewehrt, Jean Calvin sei der Vater des Kapitalismus: „Die ersten Calvinisten waren keine Bankiers. Was den Reichtum Genfs ausgemacht hat, ist Calvins Lob des Sparens und sein Kampf gegen die überflüssigen Vergnügungen. Er ließ die Leute arbeiten und schaffte viele Feiertage ab. Das hat sich wirtschaftlich bezahlt gemacht.“ '

- "Macht kaputt, was euch kaputt macht" (Rio Reiser) oder der PROZESS DER ZIVILISATION (Elias): "Abgebrannt: Ihren Einstand in Berlin hatten sich die Hamburgerinnen Lisa B., 28, und Gyde S., 26, anders vorgestellt. Als die beiden jungen Ärztinnen am Morgen nach dem Umzug aufstanden, war der Lkw mit ihrer gesamten Habe abgefackelt. Der wohl entscheidende „Fehler“ der Neu-Berlinerinnen: Sie hatten für den Umzug den Laster einer befreundeten Catering-Firma geliehen. Im Szene-Viertel Friedrichshain, so vermutet die Polizei, muss das Auto militanten Linksradikalen als Feindobjekt erschienen sein." Focus 36/08 // War das vielleicht in der Mühsamstraße, die sich ja im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg befindet?

- "Macht kaputt" oder der PROZESS DER ZIVILISATION:
Erich Mühsam: Der Revoluzzer
Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet

War einmal ein Revoluzzer,
Im Zivilstand Lampenputzer;
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: 'Ich revolüzze!'
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
Kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten
Mitten in der Straßen Mitten,
Wo er sonst unverdrutzt
Alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,
Rupfte man die Gaslaternen
Aus dem Straßenpflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer
Schrie:'Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehen, ich bitt!
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!'

Doch die Revoluzzer lachten,
Und die Gaslaternen krachten,
Und der Lampenputzer schlich
Fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zu Haus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich wie man revoluzzt
Und dabei doch Lampen putzt.

So klug wie sein Lampenputzer war der fanatische Phantast Mühsam nicht, er gehörte zu den Totengräbern der Weimarer Demokratie, was er schmerzlich erfahren mußte, als er seinen Kollegen von der anderen Seite der Barrikade in die Hände fiel. Auch seine Frau war so verblendet, den Wert der bürgerlichen Demokratie zu verachten, sie emigrierte vor den braunen Revoluzzern zu den roten Revoluzzern nach Moskau, wo sie verhaftet wurde und im Gulag verschwand. 1956 wollten die Moskauer Genossen sie in die Ost-Berliner Diktatur abschieben, die aber zunächst ablehnte.

- "Macht kaputt" oder der PROZESS DER ZIVILISATION:
Die drei Schläger von München sind alle vorbestraft
Verschlechterter Gesundheitszustand des Opfers
Die drei Schüler eines 10. Schuljahres in Küsnacht, die Dienstagnacht auf der Abschlussreise in München einen Passanten schwer verletzt haben, sind alle vorbestraft. Ihnen drohen mehrjährige Freiheitsstrafen, die, anders als in der Schweiz, in einem geschlossenen Gefängnis vollzogen werden. Derweil hat sich der Zustand des Opfers verschlechtert.
slz./-yr. Die drei 16-jährigen Jugendlichen, die in Küsnacht die Weiterbildungs- und Berufswahlschule besuchen und diese Woche während der Abschlussreise in München einen unbeteiligten Passanten mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf sehr schwer verletzt haben, sind alle vorbestraft. Dies hat die kantonale Jugendstaatsanwaltschaft am Freitag mitgeteilt. Demnach wurde einer der betroffenen Jugendlichen wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs verurteilt, einer wegen einfacher Körperverletzung – er hatte dem Opfer eine Nasenbeinfraktur zugefügt – und einer wegen Raubversuchs und Angriffs mittels Faustschlag und Tritten. Alle drei Strafuntersuchungen waren von der Jugendanwaltschaft See/Oberland durchgeführt und abgeschlossen worden. Das Strafmass betrug zwischen neun Tagen und vier Wochen persönliche Leistungen.
Bei einem der Täter wurde zudem eine ambulante Massnahme in Form einer deliktorientierten Therapie verfügt. Eine solche Massnahme wird gewöhnlich bei einer psychischen Auffälligkeit verordnet. Häufig wird die Therapie in Gruppen absolviert. Im konkreten Fall hingegen hat der Betroffene eine Einzeltherapie besucht. Laut Auskunft von Marcel Riesen, dem Leitenden Jugendstaatsanwalt, war die ambulante Massnahme noch nicht abgeschlossen. Zuständig für die Therapie ist die Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik der Universität Zürich.
Im Normalfall werden Schulen von der Jugendanwaltschaft nicht über Strafen informiert. Diese unterstehen dem Amtsgeheimnis. Ausnahmen werden laut Jugendstaatsanwalt Riesen nur gemacht, wenn ein schutzwürdiges Interesse von Drittpersonen vorliegt. Die Güterabwägung obliegt dem zuständigen Jugendanwalt. In Küsnacht war die Schule nicht über die Vorstrafen ihrer Schüler informiert worden, wie Schulpräsident Max Heberlein bestätigt.
Sowohl die Münchner Staatsanwaltschaft als auch befragte Jugendstrafverteidiger gehen davon aus, dass die drei inhaftierten Schüler aus der Schweiz mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen müssen, da sie nicht betrunken waren. Man ist sich weitgehend einig, dass es sich aufgrund des brutalen Vorgehens sowie der massiven Verletzungen des Opfers um ein schweres Verbrechen handle. Dies umso mehr, als sich laut dem zuständigen Staatsanwalt der Gesundheitszustand des 46-jährigen Geschäftsmanns mittlerweile verschlechtert hat. Der zusammengeschlagene Mann muss mit mehreren Operationen zur Rekonstruktion des Gesichtes rechnen. ...
Die drei 16-jährigen Schüler, die in München einen Mann schwer verletzten, waren mehrheitlich integriert, fielen in der Schule kaum auf und hatten eine Lehrstelle.
Die Angriffe auf alle fünf Personen haben die Jugendlichen laut Dengler am späten Abend des vergangenen Dienstags innerhalb einer halben Stunde verübt. Zuerst traktierten sie in einem Park in der Münchner Innenstadt drei 43- bis 64-jährige Arbeitslose – einer von ihnen schwer körperbehindert – mit Faustschlägen und Fusstritten.
Dann, kurz vor 23 Uhr 30, schlugen sie in der Nähe den Geschäftsmann halb tot, und schliesslich kreuzten sie auch noch den Weg eines 27-jährigen bulgarischen Studenten, den sie ebenfalls attackierten und verletzten. " 4. u. 5.7.09, Neue Zürcher Zeitung
// Wie übrigens macht der Bauer aus aggressiven Bullen zahme Ochsen?

- Stierlauf in Pamplona: 1 toter, 3 schwer verletzte junge Männer.

- Weimarer Demokratie baute auf: Sozialer Wohnungsbau Leipzig: Neben den beeindruckenden Meyer´schen Häusern der Hofer Straße in Leipzig (s.u.) befinden sich ganz ähnlich strukturierte Gebäudereihen mit Innenhof in der Seckendorffstraße, die von den Stalinisten in Fritz-Hanschmann-Straße umbenannt wurde. Sie sind vom Bauhaus inspiriert und wurden in der Weimarer Republik für Arbeiter und Angestellte errichtet, sie können sie sich auch heute noch sehen lassen. Besser kann sozialer Wohnungsbau kaum sein. Ich verbrachte Kinderjahre bis 1956 in der Nr. 1 .

- Meyer baute auf: Die Stiftung Meyer´sche Häuser in Leipzig
Ein Wohnungsbauunternehmen der besonderen Art
Die Meyerschen Häuser - dahinter steht ein über 100jähriges Leipziger Wohnungsbauunternehmen und ein besonderes dazu. Zu verdanken ist dies Herrmann Julius Meyer (1826-1909), dem Inhaber des weltbekannten Bibliographischen Institutes (Meyers Konversationslexikon, Brehms Tierleben). Er machte sich am Ende des 19. Jahrhunderts um eine Reform des Mietwohnungsbaus für Arbeiter und kleine Angestellte verdient.
Sein Credo lautete "Wohltat, nicht Wohltätigkeit!".
Das bedeutete: niedrigere Mieten als auf dem freien Markt, einfache - jedoch zweckmäßige und gesunde Wohnungen mit grünen Innenhöfen und Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. eigene Kindergärten!) sowie bestimmte Elemente der Selbstverwaltung (z.B. Vertrauensleute der Mieterschaft).
1888/89 entstanden die ersten Wohnhäuser in Leipzig-Lindenau. Um sein Lebenswerk zu schützen, wandelte Meyer den "Verein zur Erbauung billiger Wohnungen" im Jahre 1900 in eine Stiftung um, die die politischen und wirtschaftlichen Wirren des 20. Jahrhunderts überstand. Zu DDR-Zeiten mußte man zwar das Wort "billig" aus dem Namen streichen, doch blieb dem privaten Unternehmen die Enteignung erspart.
Seit 1990 kann die Stiftung wieder selbständig über ihre Wohnungen verfügen. Nach vielen Jahren zwangsverordneter Vernachlässigung wurde ab 1991/92 ein umfangreiches Erneuerungsprogramm für die heute 2.367 Wohnungen in den vier denkmalgeschützten Ensembles realisiert.
In den "Meyerschen" wohnen viele junge Familien mit ihren Kindern, Alleinerziehende · viele langjährige Mieter, deren Eltern auch schon hier lebten · Arbeiter, Angestellte, Ärzte, Freiberufler, derzeit Erwerbslose, Studenten, Rentner ...
Als Architekt und Vorstandsvorsitzender wirkte Max Pommer (1847-1915) unermüdlich dafür, daß die Meyerschen Häuser schon bald über die Leipziger Stadtgrenzen bekannt wurden.