Montag, 8. März 2010

Spielen wir 'Euros verbrennen', Biblis, Wärme weg, Patente



Schön und kalt


- Schwarzmalereien fernab der Fakten zu Biblis
FAZ 24.2.10
Wieder einmal machen Landtags-Grüne und BUND Hessen Stimmung gegen eine Laufzeitverlängerung des Kraftwerks Biblis. Wenn unsere beiden Blöcke als "Schrottreaktoren" bezeichnet werden, ist dies eine politisch motivierte Schwarzweißfärberei fernab der Fakten. Die Behauptungen sind so falsch wie alt und wurden längst widerlegt.

Alle Fachleute sind sich in der Bewertung einig: Nach wie vor braucht das Kraftwerk Biblis den Vergleich mit deutschen und internationalen Kernkraftwerken in puncto Sicherheit nicht zu scheuen. Beide Bibliser Blöcke liegen auf einem höheren Sicherheitsniveau als international und sogar für Neuanlagen anzustreben ist.

Allein in den letzten zehn Jahren haben wir hier am Standort mehr als 1,2 Milliarden Euro investiert, davon einen großen Anteil in die Modernisierung und Nachrüstung unserer Blöcke, und damit Arbeitsplätze im Werk und bei Zulieferern in der Region geschaffen. Stets haben wir zudem mit den aktuellen Entwicklungen in der Kerntechnik mitgehalten. Wir haben unter anderem wesentliche Nachrüstungen im Bereich der Erdbebensicherheit installiert, ein modernes Zwischenlager für Brennelemente gebaut und sogar eine Vernebelungsanlage zum Schutz gegen terroristische Angriffe aus der Luft in Betrieb genommen.

Auch für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass die Schaltwarte vollständig ausgefallen und eine Überwachung und Steuerung von der Warte nicht mehr möglich ist, sind wir bestens gerüstet. Biblis hat ein Notstandssystem, das alle Anforderungen des deutschen Regelwerks erfüllt. Dies wurde auch gutachterlich und behördlich bestätigt.

Falsch ist die Behauptung, dass eine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Wettbewerb behindern würde. Hierzu ist festzustellen: Durch ihre hohe Einsatzflexibilität und ihre kohlendioxidfreie Stromerzeugung stellen Kernkraftwerke vielmehr einen idealen Partner erneuerbarer Energieträger mit ihrer schwankenden Verfügbarkeit dar und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung.

REINHOLD GISPERT, BETRIEBSRATSVORSITZENDER, RWE POWER AG, KRAFTWERK BIBLIS , Leserbrief

- Spielen wir Euros verbrennen. 0,038% CO2 hat die Luft, die ein Gasgemisch ist, was hat sie denn sonst noch? 21% Sauerstoff, den wir gut brauchen können, sowie 78% Stickstoff (Zahlen gerundet, 1% Edelgase kommen noch dazu). Den Sauerstoff verbrennen wir u.a. zu CO2, das wir ausatmen. Den Kohlenstoff C brauchen die Pflanzen für ihren Zellaufbau. Aber nur 4% des CO2 produziert der Mensch, 96% die Natur. 4% von 0,038% ergeben 0,00152% . Deutschlands Anteil am Weltausstoß von Kohlendioxyd aller Länder beträgt etwa 3% . 3% von 0,00152% , das ergibt eine Beteiligung von 0,0004712% deutschen CO2s am Welt-CO2. Um diesen 0,0 Anteil noch zu nullen, werden jährlich über 50 Mrd. Euro Zwangsabgaben in sinnlose und umweltschädliche Projekte verpulvert wie Zufallsstrom aus Wind und Sonne. 420 Mio. Euro sollen 2010-2013 ins Ausland fließen, um dort CO2-Vermeidung zu betreiben. Den Grünfanatikern ist das noch zu wenig. Ils sont fous, ces allemands.

> -8°C/+3° , wo ist denn die Wärme wieder hin? Ganz einfach: Die Märzsonne erwärmt den dunklen Erdboden schon recht stark, aber abends steigt die erwärmte Luft auf und strahlt ab in den kalten, kalten Weltraum. Mich wundert, daß viele Physiker das offenbar nicht verstehen. Kann Physik auch verdummen? Oder liegt es einfach daran, daß Physik nur bei isolierten, gut kontrollierbaren Phänomenen eine Hilfe sein kann? Der Fall des hochbegabten Physikers Jan Hendrik Schön zeigt aber, daß Ehrgeiz und skrupelloser, andauernder Wissenschafts-Betrug Hand in Hand gehen können (13 gefälschte Publikationen). Und auch in der Physik gibt es stets genug Schafe, die mitlaufen.

- Patente: IBM nimmt 2009 mit 4843 Patentanmeldungen weltweit den Spitzenplatz ein, es folgen Samsung mit 4049, Microsoft mit 3157, Canon 2200, Panasonic 1933, Toshiba 1911, Sony 1829, Intel mit 1505 auf Platz 10 . Auch hier spiegelt sich der Niedergang Europas.

Sonntag, 7. März 2010

Dutschke, Alu-Hütte Stade, Die verlorene Unschuld der Klimaforschung

- Dutschke: Habermas rückte ihn in die Nähe eines linken Faschismus, ein anderer Linker, Iring Fetscher, schrieb: " Das Paradox des politisch motivierten Terroristen besteht darin, daß er meint, ein 'System' zu bekämpfen, und deshalb keine moralischen Bedenken kennt, während er in Wirklichkeit konkrete Menschen umbringt. ... Ein trauriges Beispiel dafür, daß auch nicht-terroristische Linke wenigstens verbal einem ähnlichen Irrtum verfallen, war die Rede von Rudi Dutschkes bei der Beerdigung Ernst Blochs. Er sprach dort anläßlich der Ermordung von Jürgen Ponto von einer 'kapitalistischen Charaktermaske', die getötet worden sei ..." (FR 10.9.1977) Dazu paßt, daß Dutschke zu dieser Zeit im Kinderwagen unter dem Söhnchen Hosea Che Sprengstoff transportierte für die italienischen 'Roten Brigaden' und im Frankfurter Bahnhof in einem Gepäckschließfach deponierte. " Die Kernfrage lautet, ob Dutschke als ideeller Begründer des linken Terrorismus in Deutschland zu betrachten ist. Immerhin hielt er nicht nur den bewaffneten Kampf gegen den Imperialismus in der Bundesrepublik für grundsätzlich legitim und erklärte sich bereit, 'mit der Waffe in der Hand zu kämpfen', wenn die Bundesrepublik in der Nato bleibe. Auch verwandte er den Begriff der Stadtguerilla bereits 1966 ... " Daher auch "Ulrike Meinhofs bizarrer Wunsch, Dutschke möge seine Frau verlassen und mit ihr zusammenleben ..." (Rezension Martin Sabrows von Wolfgang Kraushaar (Hg.), Die RAF und der linke Terrorismus, 2 Bd., Hamburger Edition 2006, FAZ 8.12.07 ; Kraushaar ist Historiker des linken 'Hamburger Instituts für Sozialforschung', das den Nachlaß Dutschkes aufbewahrt, vgl. auch die Tagung des Instituts zusammen mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain 2004 "Das Phänomen RAF. Nicht Mythos. Nicht Komplex." Rez. Sara Hakemi FAZ 22.9.04)
Von all dem war heute im ZEITZEICHEN des WDR5 nicht die Rede, es widmete sich der frommen Legendenbildung zum Thema "Dutschke".

- Rinks und lechts kann man leicht verwechseln (Jandl): Dutschke-Freund Bernd Rabehl und 1967/68 mit Dutschke im Bundesvorstand des SDS spricht heute bei seinen Auftritten in NPD- und DVU-Nähe von einem "nationalen Sozialismus", der seinem Freund Dutschke vorgeschwebt habe. Das klingt sehr merkwürdig. Was immer die beiden im stillen Kämmerlein besprochen haben mögen, so ist es doch bemerkenswert, daß der 68er Ex-Genosse Günter Maschke sich heute dem Erbe Carl Schmitts widmet und Ex-Genosse Horst Mahler ebenfalls wie Rabehl sich am äußeren rechten Rand bewegt.

- Die Alu-Hütte Stade schloß 2007 wegen zu teurer Energie, die 6000 Arbeitsplätze gingen verloren; das von GDF Suez in Stade geplante 800-MW-Kohlekraftwerk scheiterte jetzt aus Schallschutzgründen und wegen wasserrechtlicher Auflagen.

- Die verlorene Unschuld der Klimaforschung : www.welt.de/wissenschaft/article6470745/Die-verlorene-Unschuld-der-Klimaforschung.html

- Hz.öl 64,15 (63,65)

Samstag, 6. März 2010

Langer Winter 2009/10, Jahr ohne Sommer 1816




Ja, sehr schön, aber doch jetzt bitte wirklich der allerletzte Schnee der Saison!
Bei -1°C/0° kann man da allerdings nicht sicher sein.
Was wird in den Subtropen und Tropen an Heizung gespart. Etwas mehr Erwärmung hätte sich der Norden verdient. Aber mit reichlich Heizenergie ausgestattet, läßt sich komfortabel überwintern. Das war in der kleinen Eiszeit ganz anders. Die holländischen Maler haben die Sonnenansichten auf dem Eis festgehalten, den Mangel, wenn die Vorräte aufgebraucht waren, haben sie nicht gemalt, die Frosttoten nicht im Bild festgehalten. Wenn auf einen langen und kalten Winter noch ein Jahr ohne Sommer folgte wie 1816, dann brachen Hungersnöte aus. Auch davon sind mir keine Bilder bekannt.
Jedenfalls haben es unsere Altvorderen überlebt, wenn auch nicht alle und viele nur durch Wanderung in Gebiete, die weniger oder gar nicht betroffen waren (s. Wiki. "1816"). Eine Gletscherschmelze, wie sie heute einige verwirrte Geister befürchten (s. FAZ 3.2.10 " Gletscher in Gebirgen schmelzen weiter"), wäre ihnen hochwillkommen gewesen. Der Wohlstand treibt merkwürdige Blüten.

- US: Stabilisierung der Arbeitslosenquote bei 9,7% im Februar trotz Eiszeit und Schneestürmen. Der Dow-Jones-Index stieg um 1,2% bzw 122 Punkte auf 10.566. Dax 5877 +1,5%.

Freitag, 5. März 2010

Wann kommt PLATON dran? Elektro-Autos mit kurzer Reichweite, Drachme wiedereinführen





Lothar Jaenicke, sein neues Buch erschien bei Hirzel:
Profile der Zellbiologie
35 Porträts aus der deutschen Geschichte. Lothar Jaenicke, Biochemiker und Mitglied der Akademie der Wissenschaften NRW, verfolgt die Spuren von Frauen und Männern, die zu den Pionieren der Entwicklungs-, Vererbungs- und Zellbiologie zählen.

Platon läßt grüßen (Bild: Haiduc, own work, 2005-01-21. Originally on WP fr: fr:Image:Amphora -seduction scene- for Wiki.jpg)

- Razzia im Kloster Ettal, Kindesmissbrauch in katholischer Kirche

- Wann kommt PLATON dran? " ... bei Männern zu liegen und sie zu umarmen, macht ihnen Freude, und dies sind die trefflichsten unter den Knaben und heranwachsenden Jünglingen, weil sie die männlichsten sind von Natur. Einige nennen sie zwar schamlos, aber mit Unrecht. Denn nicht aus Schamlosigkeit tun sie dies, sondern weil sie mit Mut und Kühnheit und Mannhaftigkeit das ihnen Ähnliche lieben. Dafür ist ein schlagender Beweis, daß allein solche Jünglinge, wenn sie erwachsen sind, sich den Staatsgeschäften widmen." Platon, Gastmahl
(Man sieht an diesem Zitat, Westerwelle und Wowereit haben es wahrscheinlich über dem Schreibtisch hängen, daß das menschliche Erkenntnisvermögen auch damals schon sehr begrenzt war; nicht jeder schwadronierte aber so dumm-geistreich daher, das eignete besonders und bis heute, wenn wir einmal die Politiker und Journalisten beiseite lassen, der Zunft der Philosophen. Politiker und Journalisten haben allerdings meist geisteswissenschaftliche Fächer studiert.)

- Drachme wiedereinführen. Hans-Werner Sinn, ifo-Chef, hat es gestern auf den Punkt gebracht: Griechenland muß abwerten, um wieder wettbewerbsfähig zu werden, das geht nur, wenn die Drachme wiedereingeführt wird und Griechenland die Euro-Gruppe verläßt.
Stattdessen wird gestreikt. Beiläufig erfährt man, daß die faulste Beschäftigtengruppe, die Staatsbediensteten, 14 Monatsgehälter bezieht.
Man darf übrigens nicht vergessen, was Korruption und Vetternwirtschaft betrifft, daß Griechenland 500 Jahre von der Türkei besetzt war und dadurch kulturell nachhaltig beeinflußt wird.

- Elektro-Autos mit kurzer Reichweite: Der "Verkehrsphysiker" Prof. Michael Schreckenberg, Uni Duisburg-Essen, vertrat in einem Vortrag vor der Akademie d. Wiss. NRW den Standpunkt, daß kein Fernverkehr mit den leistungsschwachen E-Autos möglich sei, lediglich innerstädtischer Verkehr; nach etwa 300 km, wenn die Heizung aus bleibt, muß die Batterie etwa 4 Std. nachgeladen werden. Zudem gebe es nicht genügend Lithium für die Vielzahl notwendiger Batterien. Das Elektro-Konzept sei insgesamt irreal.

- 150.000 € pro Solararbeitsplatz zahlt der Steuerzahler für die superteure Sommertagszufallsenergie.

- Promillerechnung: Da hat jemand errechnet, daß eine Frau mit 60 kg Gewicht und 1,65 cm Größe nach Genuß einer Flasche Rotwein nach 90 Min. 1,39 Promille Alkohol im Blut habe; Ex-Bischöfin Käßmann hatte 1,54 Promille.

- Eichhörnchen wieder da! -6°C/+6°

Donnerstag, 4. März 2010

Potemkinsche Solararbeitsplätze, Lohnnebenkosten senken-Gesundheitskosten in den Wettbewerb stellen


Der Winter bleibt hartnäckig - -4°C/+4°

- Erde in die Asse
Gestern Abend erzählte ein Physiker von einem Kollegen in Jülich, der als Zufallsprobe Erde vom Acker gegenüber seines Privathauses mit ins Labor gebracht habe, um die natürliche Strahlung zu untersuchen. Sie war gering, aber doch zu hoch für die deutschen nuklearen Sicherheitsvorschriften - die Ackererde durfte das Labor nicht mehr natürlich in der Tüte verlassen, sie wurde teuer und aufwendig in die Asse verbracht, wo sie einsam von ERDE ZU ERDE träumt.

- Potemkinsche Solararbeitsplätze
Nicht Siemens - ein südkoreanisches Konsortium baut in den sonnenreichen Emiraten - nein, kein Solarkraftwerk, das wäre viel zu teuer und viel zu unzuverlässig, denn nachts scheint bekanntlich keine Sonne - nein, auch keine Windmühlen, weil immer noch zu teuer und unproduktiv bei Windstille - ja, das koreanische Konsortium baut, weil die Emirate für ihre Öldollars etwas Zuverlässiges und Preisgünstiges haben wollen, baut natürlich ein Kernkraftwerk.

- Der Preis ist heiß: Könnte man nicht die Preise für Arzt und Arznei "sozial gerecht" gestalten? Wer wenig verdient, zahlt weniger, wer mehr verdient, zahlt mehr, Hartz4-Säufer in Trainingshosen zahlen gar nichts; das wäre doch "gerecht"? Und das ließe sich auf den Dachdecker, den Friseur, den Golf, die Brötchen, Milch und Butter ausdehnen; der Hartzer kriegt den Golf umsonst, der Fußballmillionär zahlt dafür 70.000; überall "gerechte" Preise. Für das Antragsverfahren und die Ermittlung der Preise brauchte man bestimmt 2-3 Millionen Sachbearbeiter, das Verfahren wäre also auch beschäftigungswirksam. Wäre nur zu klären, wer die Sachbearbeiter bezahlt. Das kann doch bei einer "gerechten" Sache kein Problem sein.
- So eine Kopfpauschale mit steuerlichen Ausgleichszahlungen bei Bedürftigkeit wäre völlig "ungerecht". Die Krankenversicherungsbeiträge für Arzt und Arznei müssen an das Arbeitseinkommen gekoppelt sein, damit die Rentner weniger zahlen und die deutschen Löhne und Arbeitskosten damit belastet bleiben. Das finden auch alle Chinesen, Koreaner und Japaner gut, weil die die dann mehr billigere Autos, Computer und Wecker nach Deutschland exportieren könnten. Das wäre doch nur "gerecht".


- Obama can: "Weil er "auch nicht schlimmer" sei als die anderen, entließen die US-Behörden Mullah Abdullah Zakir aus Guantánamo."
Guantánamo-Häftling neuer Militärchef der Taliban, WELT online 4.3.10

- Paulus meinte übrigens: " . . . denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht streitsüchtig, nicht schändlichen Gewinn suchen . . ." Brief des Apostels Paulus an den ersten Bischof von Kreta, Titus,Tit 1, 5-9 u. Vers 7

- Menschliche Dialektik: " Teuflische Jugendstreiche des Sittenwächters Knigge. Aus der NZZ vom 13. April 1930:
Ob als vermeintlicher Prinz mit seinem Gefolge oder Fälscher von Liebesbriefen – Freiherr von Knigge lässt sich in jungen Jahren als Göttinger Student zu allerlei Unfug hinreissen. Die junge Ehe eines ahnungslosen Pfarrers zerbricht deshalb beinahe, eines seiner Opfer landet im Verlies. Aus sicherer Distanz setzt sich der Schelm reumütig für die Befreiung der unschuldig Inhaftierten ein, von weiteren Untaten lässt er sich scheinbar nicht abhalten. Vom Spitzbuben zum Sittenwächter: die unbekannte Seite des Freiherrn von Knigge. " 4. März 2010, 11:10, NZZ Online