Dienstag, 17. Oktober 2017

Berufsfindung


In der studentischen Beratung fällt immer wieder auf, daß der Berufsfindung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, sowohl von seiten der Eltern, als auch von seiten der Lehrer; entsprechend schieben viele Schüler und noch die Studenten das Problem vor sich her. Nicht wenige Studenten haben auch im 5. Semester noch keine endgültige Klarheit für sich selbst erlangt. Zwar gibt es inzwischen zahlreiche Hilfen, angefangen von Schulpraktika bis hin zu Seminarangeboten wie “Germanistik und Beruf”, sowie Studienberatung und Coaching, aber sie werden oft zu spät in Anspruch genommen und viel Lebenszeit wird dadurch verschwendet. Die Zahl der Studienabbrecher ist erheblich.

Eine zusätzliche, sehr sinnvolle Maßnahme kann die Aufnahmeprüfung durch die Hochschulen sein. Solche Eingangsprüfungen lassen die Frage nach dem Beruf und einem eventuellen Studium früher stellen und unterstützt auch die Motivation in der Oberstufe. Außerdem sind die Schulnoten als einziger Nachweis immer weniger aussagekräftig, da sie nach Ländern und auch Schulen stark differieren. Längst herrscht auch eine Inflation guter Noten. Wenn die Hochschulen ihre Studenten selbst aussuchen - zum Beispiel über Multiple-Choice-Tests - dann hilft das auch den Abiturienten bei der Selbsteinschätzung und der Berufsfindung.

















Montag, 16. Oktober 2017

Da lob ich mir Lukrez







Braun ist des Lebens goldner Baum




Alles hat Vor- und Nachteile, ja, ja. Aber wie lange haben doch Calvin, Luther und Zwingli - vom Papst nicht zu reden - das empirische Denken und die empirische Wissenschaft aufgehalten!
Man kann es an der alten, großen Schrift des Lukrez im letzten Jahrhundert vor Seneca ablesen:
“Was aus dem Gesagten folgt, zeige ich nun: Geist und Seele sind körperlich, sind materieller Natur. Wir erleben, wie der Geist die Glieder anstößt, aus dem Schlaf sie rüttelt, ihr Verhalten verändert, den ganzen Menschen leitet und lenkt - nichts dergleichen könnte ohne Anstoß und Berührung geschehen, und kein Anstoß wäre umgekehrt möglich ohne Körper und Materie.”
(Lukrez, Über die Natur der Dinge, 3. Buch, dtv S. 109)
Wie wir heute wissen, stößt auch der Körper an, ja, der ganze Mensch ist ein Information verarbeitendes System auf zwei Beinen. Näheres siehe Physiologie und Hirnforschung.
Statt den Lukrez zu lesen bewegte Luther die wahrlich geisterhafte Frage: Wie finde ich einen gnädigen Gott?







Samstag, 14. Oktober 2017

Der totalitäre Staat und die blauäugigen Wichtel







Siebdruck von Tom Gurts - könnte BLAUÄUGIG heißen


“Die Sterne,die begehrt man nicht, aber die Hoffnung … oh, die Hoffnung, nicht die Erfüllung, die Hoffnung war das beste im Leben. ‘Die Hoffnung, so trügerisch sie auch ist, dient doch wenigstens dazu, uns auf einem angenehmen Weg an das Ende des Lebens zu führen.’
Das hatte La Rochefoucauld gesagt, und es war schön, nicht wahr?”
Th. Mann, Buddenbrooks, Teil IX, Kap. 4 (S. 524)
Der dies in einem Verkaufsgespräch anbringt ist der gerissene Makler Gosch, der Thomas Buddenbrook das Mutterhaus der Buddenbrooks unter Preis abhandeln will; weiß er doch den Senator in einer finanziell angespannten Situation.
Mit der Hoffnung wird gern ein Doppelspiel betrieben. Ein totalitärer Staat, der auf großen Energievorräten sitzt, die er billig einsetzen kann, will weitere teure Kernkraftwerke bauen. Sehr seltsam. Da er aber die Vernichtung Israels als Staatsraison pflegt - im letzten Buch des Diktators Chamenei erneut verkündet - enthüllt sich das Vorhaben als der Weg zur Atombombe. Das paßt. Aber nicht zur Hoffnung auf Frieden, mit der die westlichen Wichtelmänner das Atomabkommen mit dem totalitären Iran unterschrieben haben, ohne auf unangemeldeten Kontrollen zu bestehen.
























Schubert: Trio Op. 100 - Andante con moto. Freivogel, Tomkins & Zivian 4...

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Die Roßtäuscherin



Diese Verlautbarung der SPD-Politikerin Bärbel Dieckman wird heute den ganzen Tag verbreitet und ist doch nur eine unverfrorene Verdrehung der Tatsachen und ein dreistes Verschweigen der Hauptsache und Hauptursache, der Bevölkerungsexplosion.

Hunger in Afrika, das heißt Unfähigkeit der Bevölkerung, Desinteresse der politischen Eliten, Korruption auf allen Ebenen, Ausbeutung der Frauen und pausenlose Vermehrung der Bevölkerung.
Beispiel Somalia:
1960 wurde die Einwohnerzahl auf etwa 2 Millionen geschätzt, 1967 auf 2,7 Mio. (dtv-TL), heute beträgt sie über 11 Mio. (Wikip.)
Die riesigen, ökonomisch fast nutzlosen Viehherden der – wie üblich – kriegerischen Nomaden zerstörten die wenigen, landwirtschaftlich nutzbaren Flächen im Süden und an den Flüssen, die immer tiefer gebohrten Brunnen für Mensch und Vieh senkten den Grundwasserspiegel unter die tiefsten Wurzeln der Büsche und Bäume. Die Dürre ist überwiegend selbst erzeugt. Ein fanatischer Fremdenhass trägt zur Verschärfung der Lage bei.
Die Zerstörung der traditionellen Landwirtschaft durch die meist aus männlichen Traditions- und Prestigegründen gehaltenen Viehherden und deren Wasserbedarf ist auch ein wesentlicher Grund für die Hungersnöte in riesigen Gebieten der afrikanischen Halbtrockenzonen von Nordkenia bis nach Westafrika – überall verbunden mit einer Vervierfachung der Bevölkerung in fünfzig Jahren. Der Kampf um das tägliche Brot, um eine Zukunftsperspektive, religiös aufgeladen, ist auch der Hauptursache der islamistischen Terrorbanden dort. Ohne strikte Geburtenbegrenzungsprogramme kann Afrika nicht auf die Beine kommen, eine Kette von Katastrophen ist programmiert. Ähnliches gilt für andere, schnell wachsende Bevölkerungen in Asien.

Die sog. Welthungerhilfe der SPD-Frau verschleiert diese Zusammenhänge, ebenso die UNO, die katholische Kirche und die EU.