Montag, 1. September 2014

Eine Galionsfigur mit Medienpräsenz braucht die Mediendemokratie




Die Fahnen hoch - das Leipziger Stadion 1965 – waren das Zeiten in Sachsen 



Holger Zastrow ist ein Politiker von der Art, wie sie Sachsen gut bekommen sind: Biedenkopf und Milbradt. Marktwirtschaftlich denkend und kein Feind von Technik. Dabei zeigt Zastrow keine Allüren, wie Biedenkopf alias „König Kurt“ sie besaß. Sein Engagement und seine nüchterne Politik wurden bei der letzten Landtagswahl 2009 mit 10% belohnt, und die FDP bildete mit dem netten Tillich der CDU eine Regierung. Zastrow wollte jedoch nicht stellvertretender Ministerpräsident werden, sondern blieb, mit Hinweis auf die Belastung durch seine Werbeagentur, Fraktionsvorsitzender. Der Sparfuchs Sven Morlok rückte statt Zastrow ins Kabinett Tillich ein und bekleidete, sehr ordentlich, das Amt des Wirtschaftsministers. Möglicherweise liegt hier ein wichtiger Grund für den Stimmenverlust von 6,2% auf 3,8% der sächsischen FDP in der gestrigen Wahl. Zudem bot die AfD mit ihrer Kandidatin Frauke Petry eine sehr attraktive Alternative.
Dabei hätte es für beide liberale Parteien gereicht, denn die AfD errang mit 9,7% einen üppigen Sieg. Eine Dreier-Koalition wäre denkbar gewesen.

Jetzt scheint die FDP bundesweit tatsächlich am Ende zu sein. Der marktwirtschaftliche Markenkern wird nur noch in der sächsischen FDP gepflegt, aber das reichte nicht, um deutlich besser als die Bundes-FDP abzuschneiden. Eine traurige Geschichte.

Schon seit der letzten Bundestagswahl gibt es im Bundestag keine ordnungspolitische Stimme mehr, nur noch Umverteilungsparteien, die ständig auf neue Möglichkeiten sinnen, Geld zu verplempern. Ob das sächsische Signal des Wahlsiegs der marktwirtschaftlich  gesonnenen AfD die Berliner Sozialtanten im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl beeindrucken wird? Man wird sehen.

Sonntag, 31. August 2014

Wohin des Wegs? Nach oben!












Nein, das ist nicht Federica Mogherini. Aber diese Schnecke ähnelt ihr in ihrer Farbigkeit und in ihrem Drang nach oben. 
Die Schnecke hat es schon auf 1,80m geschafft, Mogherini, obwohl noch nicht lange aus der Schule mit ihren 41 Jahren, an die Spitze der EU-Außenabteilung. Sie hat ihre Politik-Diplomarbeit über das „Verhältnis von Religion und Politik im Islam“ geschrieben und war Jungsozialisten-Vorsitzende. Und drei Monate italienische Außenministerin. Ein beeindruckender Fähigkeitsnachweis!
Da hat sie wohl das Ewigweibliche hinangezogen.


Ein anderes Format stellt der neue Ratspräsident Tusk dar, der als polnischer Ministerpräsident durchaus überzeugte. Diese Besetzung mindert den Schaden, den Posten eines Außenbeauftragten mit dem Lehrling Mogherini nach Männlich-Weiblich-Proporz besetzt zu haben. Überzeugend ist diese Besetzungspolitik trotzdem nicht.





Samstag, 30. August 2014

Nicht wie die Kaninchen









12,5 Millionen Ägypter sind jetzt 15 bis 29 Jahre alt, 13,9 Millionen bis 15 (Heinsohn, 4. Februar 2011 FAZ)





“Warum gilt die Bundesrepublik mit 226 Einwohnern pro Quadratkilometer nicht als „überbevölkert“, Nigeria mit 164 für viele aber schon?”, fragt Herr Pfaff im ZEITZEICHEN des WDR5.

Die Frage ist falsch gestellt. Jedes Paar, egal wo auf der Welt, sollte sich fragen: Wie viele Kinder kann ich liebevoll aufziehen, ernähren und zu einem gelungenen Leben führen, wozu selbstverständlich auch die Aussicht auf einen Arbeitsplatz zählt. Religiösen Autoritäten und Traditionen sollten sie dabei nicht trauen.

In Bangladesch, in Pakistan, in Gaza, in Nigeria etc. wird der Kinderperspektive und dem Frauenwillen keinerlei Beachtung geschenkt. Daraus resultieren die Probleme dieser Länder. Und diese Probleme wachsen mit Zahl der unverantwortlich gezeugten Kinder. Bei der “Arabellion” ging es vor allem um die fehlenden Arbeitsplätze und die Armut. Kein Politiker kann jedoch so schnell Arbeitsplätze schaffen, wie sich die Bevölkerung vermehrt. Religiöse Banden kalkulieren damit. Je mehr junge Männer gezeugt werden, desto mehr können für politische Ziele verheizt werden. Dies ist besonders in Gaza der Fall. Daran ändert eine 2-Staatenlösung nichts. Im Gegenteil. Die Führer könnten in einem “Palästinenserstaat” ungestörter ihrer Politik nachgehen, und dazu gehörte die Zeugung von noch mehr jungen Männern, mit denen man Israel angreifen kann, aber auch Konkurrenten. Die islamistischen Milizen bekämpfen sich immer auch gegenseitig. Seit Jahrhunderten.
Vom Westen aus sollte Unterstützung nur den Ländern zukommen, die eine verantwortliche Bevölkerungspolitik betreiben.

Der WDR-Pfaff redet in der gesamten Sendung um das Thema herum, versteigt sich sogar zur Hetze gegen den europäischen Lebensstil. Das kann nicht erheitern.  















Freitag, 29. August 2014

Zwei links, zwei links


Übrigens.
Neben dem allbeherrschenden Infotainment und dem Verblödungs-TV stellt natürlich die allgemeine LINKSWICKLUNG die Gouvernantenweichen.
Auch bei dem qualitativ noch akzeptablen DLF. So wählt etwa die WIRTSCHAFT AM MITTAG nach sozialdemokratischen Kriterien aus und verdrängt wichtige Themen durch, beispielsweise, exotische Glockengießerfirmenporträts.

Oder, heute, eine Designteppichklitsche in Crimmitschau. Dafür wird jede Menge Zeit verplempert, statt über die 100 größten Weltunternehmen zu informieren. Davor berichteten die Wirtschafts-Sozis des Deutschlandfunks ausführlich über die Restrukturierung der Malaysian Airways! Was für ein wichtiges Thema! Muß man wissen! Was für eine Perfidie. Und davor wurde lang und sehr verständnisvoll über die Streikschweinerei der German-Wings-Piloten geschwätzt.
Zum Schluß dann, als Sahnehäubchen, Gewerkschaftspropaganda in einem Zitat der Linksaußenzeitung FR. Wirklich prima.















Donnerstag, 28. August 2014

Wissen und Lebensbewältigungswissen

Kohlenstoffmonoxid

C: Kohlenstoff O: Sauerstoff CO: Kohlenmonoxid, blockiert im Blut das Sauerstoff-Taxi

Eine 6köpfige Familie vergiftete sich im Laufe einer Woche mit Kohlenmonoxid, das aus einem Gasboiler austrat, dessen Abgasweg die Vormieterin verstopft hatte, und die deswegen vor Gericht stand, konfrontiert mit dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung, wie auch der Installateur, der den Boiler erneut in Betrieb gesetzt hat.
Ein schlimmer Unglücksfall, die fahrlässige Verstopferin wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der aus dem Gericht berichtende FAZ-Feuilleton-Redakteur Klaus Ungerer sieht das anders (s. Der langsame Tod in der schnellen Welt, FAZ 20.8.14). Der unterbezahlte Handwerker habe nicht sorgfältig gearbeitet. Weil er, unterbezahlt, es zu eilig gehabt habe. Doch trage die Hauptschuld der Kapitalismus, der den Installateur nicht ordentlich bezahle und ihn unter Zeitdruck stelle.
Ob der Herr Feuilletonist noch nie eine Handwerkerrechnung mit 60,- Euro die Arbeitsstunde bezahlt hat? Ob er noch nie Pfusch bei teuren Handwerkern erlebt hat?
Den Handwerker trifft wohl keine Schuld, weil der Boiler funktionierte. Daß er sich nach knapp 5 Minuten ausschaltete, weil der Sensor zuviel Kohlenmonoxid meldete, wußte der Klempner nicht, das aber hätte die Benutzer stutzig machen und zur Reklamation veranlassen müssen. Zumal alle an Übelkeit und Kopfschmerzen litten. Daß die unvollständige Verbrennung Kohlenmonoxid freisetzt, kannten sie doch aus der Schule! Und daß Kohlenmonoxid die Sauerstoffaufnahme hemmt, ebenfalls!
Oder nicht? Offenbar nicht. Und da solche Unfälle mit Kohlenmonoxid schon sehr oft vorgekommen sind, scheint das in der Schule meist nicht ordentlich, sondern nur nebenbei und ohne Wiederholungen gelehrt zu werden. Die Schulen sind leider abonniert auf nebensächliches Katalogwissen, nicht auf Lebensbewältigungswissen. Daher war die Familie so dumm, über eine Woche hinweg keinen alltagsphysikalischen Verdacht zu schöpfen. Das hatte tödliche Folgen. Das Kultusministerium mit seinen mit Überflüssigkeiten vollgestopften Lehrplänen hat dem nicht gegengesteuert.