Mittwoch, 25. August 2021
Klimaschau #61: Ist wirklich der Klimawandel an Dürre und Hungersnot in ...
Die Experten in den Ministerien
Islamische Staaten und Stämme liegen stets in Krieg und Konflikt miteinander. Seit der Schlacht von Kerbela ca. 768. So kämpfte der Irak gegen den Iran acht Jahre lang seit 1980.
So besetzte der Irak Kuweit Ende 1990. Und löste damit den 1. Irakkrieg aus, in dessen Verlauf die islamischen Staaten ihre Konflikte zurückstellten und sich gegen die USA mit Saddam Hussein solidarisierten. Hätte diese Erfahrung nicht den 2. Irakkrieg verhindern müssen? Und ebenfalls das ausgedehnte Engagement in Afghanistan?
Man wundert sich, auf welch hohem Niveau in den Ministerien falscher Rat erteilt wurde. Hinterher sind alle überrascht.
Montag, 23. August 2021
Klimaschau #60: Verändern Windkraftwerke das Klima?
TAG DES WISSENSCHAFTLICHEN IRRTUMS
TAG DES WISSENSCHAFTLICHEN IRRTUMS
Wissen ist schick. Und gewährt viele Vorteile. Besonders der Blick in die Zukunft, die niemand kennt und auf die man sich gerne einstellt, ist begehrt, um Schaden zu vermeiden. Priester und Seher aller Zeiten gaben vor, in die Zukunft blicken zu können. Aus dem Orakel von Delphi wurde eine Zunft von Untergangspropheten, aus dem Apokalyptiker Johannes wurde Oswald Spengler und heute Hans Joachim Schellnhuber. Der Blick in die Zukunft gibt sich in der Moderne gerne wissenschaftlich. Dabei wird gerne übersehen, daß die Wissenschaft aus einer Kette von Irrtümern besteht, die mühsam überwunden wurden und werden. Oft leisten dabei Außenseiter die Hauptarbeit, und ihre Arbeit wird manchmal erst nach ihrem Tode anerkannt. Der Arzt Ignaz Semmelweis (1838-65) landete sogar in der Psychiatrie, der Mathematiker und Physiker Ludwig Boltzmann (1844-1906) gar brachte sich um. Der Meteorologe und Entdecker der Kontinentalverschiebung Alfred Wegener (1880-1930) mußte den Spott der Geologen ertragen und wurde erst viel später anerkannt.
Mit der Erforschung der Gegenwart hatten die Wissenschaften stets genug Probleme. Die Zukunft ist ihnen nicht zugänglich.
Um einer Überschätzung der Wissenschaft zu begegnen, sollte man dringend einen TAG DES WISSENSCHAFTLICHEN IRRTUMS einführen.
Freitag, 20. August 2021
Die Lösung oder was Gulliver bei den Liliputanern fand
“Bei der Besetzung der Ämter nehmen sie mehr Rücksicht auf gute Sitten als auf Fähigkeiten, denn da eine Regierung für die Menschen einmal notwendig sei, genüge auch das gewöhnliche Maß des Verstandes für die eine oder andere Stellung; die Vorsehung habe die Behandlung der Staatsangelegenheiten nicht zu einem Geheimnis gemacht, das nur von wenigen Personen erlesenen Geistes verstanden werden könne … Dagegen hegen sie die Meinung, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung und andere Tugenden könnten von jedem Menschen geübt werden. ...
Dagegen könne der Mangel an moralischen Tugenden durch überlegene Geistesgaben keineswegs ersetzt werden, und sie sind der Meinung, daß kein Amt so gefährlichen Händen anvertraut werden dürfe”.*
Unverkennbar gibt hier der Frühaufklärer Swift den Engländern dringende Hinweise für ein demokratisches und gutes Regiment. Schon Seneca tat das als Erzieher Neros in der Schrift “De Clementia” (Von der Milde), genutzt hat es nichts. Auch den in der Zeit folgenden Fürstenspiegeln als Anweisungen für gutes Regieren - heute good Government geheißen - war nicht mehr Erfolg beschieden. Auch nicht Barbara Tuchmans historische Abrechnung von 1983 “Die Torheit der Regierenden”.
Woran könnte das liegen? “Unsere Regierungs- und Gesetzesinstitutionen spiegelten deutlich unseren großen Mangel an Vernunft und somit auch an Tugend wider, denn Vernunft allein genüge schon, ein vernünftiges Geschöpf zu regieren”**, erfährt Gulliver von den Houyhnhnms, England betreffend. Und so sieht das auch die Historikerin Tuchman und der Kognitionspsychologe Steven Pinker. Mehr Aufklärung, mehr Vernunft! rufen sie uns zu. Da schmunzeln die Taliban.
*Swift, Reisen in verschiedene ferngelegene Länder der Erde von Lemuel Gulliver, BDW 1983, S. 60; **S. 285f.