Mittwoch, 31. Oktober 2007

Universalgeschichte, Fed: 4,5%

Mi 8° s 1,4493 Fed: 4,5% Tagesgeld

- Universalgeschichte: " Aufgang des Abendlandes (The Rise of the West: A History of the Human Community, 1964) : Der Historiker William McNeill wird neunzig Jahre alt
Obwohl Prozesse der Globalisierung in aller Munde sind, ist ihr definitorisch schwer beizukommen. In seiner allgemeinsten Form bezeichnet der ..." 31.10.07 // Eine 'Human Community' kann es natürlich nur in en face-Bereichen geben, s. Th. Schieder: Gemeinschaft u. Gesellschaft.

Dienstag, 30. Oktober 2007

GERECHTIGKEIT, Staatslasten, Gotteswahn, Totalitarismus

30.10.
Mi 9° b/Sch 7977 13792

- Treibhausgase und Verteilungsgerechtigkeit : Auch hier dient das Gummiwort GERECHTIGKEIT der Roßtäuscherei: wenn sich eine Bevölkerung sich sehr stark vermehrt und dadurch die eigene Wohlstandsentwicklung schwer belastet, die Frauen überlastet und die Kinder in Bordelle und Kinderarbeit verkauft, dann soll es auch noch in Ordnung sein, wenn sie vermehrt den Regenwald brandrodet und CO2 und Methan (Reisanbau) emittiert.

- "Nach Angebot und Nachfrage
Zur Meldung "Eon verteuert Strom und Gas um bis zu 10 Prozent" und zur Wirtschaftsglosse "Wechseln!" in der F.A.Z. vom 16. Oktober: Der Eon- ... Von 1998 bis 2207 sind die Stromkosten um 4 % gefallen, ... die Staatslasten aber um 95 % gestiegen ..." Prof. Helmut Alt, Aachen, FAZ 29.10.07

- Dawkins: Der Gotteswahn Ullstein, 22,90 ("Durch und durch religionskritisch geben sich dagegen zwei andere Autoren: Der englische Journalist Christopher Hitchens zeigt in „Der Herr ist kein Hirte“ kompromisslos und polemisch auf, wie Religionen die Welt vergiften. Dieser These steht Richard Dawkins in „Der Gotteswahn“ in nichts nach: Wie bereits in seinem ersten Bestseller „Das egoistische Gen“ setzt der Oxforder Evolutionsbiologe ganz auf Rationalität und Diesseitigkeit." Focus 43/07

- "Der messerscharfe Saint-Just führt in Büchners Drama den Nachweis, warum die Republik, gerade sie, vernichten darf: „Der Weltgeist bedient sich in der geistigen Sphäre unserer Arme ebenso, wie er in der physischen Vulkane und Wasserfluten gebraucht. Was liegt daran, ob sie an einer Seuche oder an der Revolution sterben? Ist es denn nicht einfach, dass zu einer Zeit, wo der Gang der Geschichte rascher ist, auch mehr Menschen außer Atem kommen?“ Mosebach - und das nahm manchem im Publikum nun wirklich den Atem, man konnte glauben, eine Schrecksekunde mitzuhören - schlug den Bogen zu Himmlers Rede aus dem Jahr 1943: „Dies durchgehalten zu haben und dabei anständig geblieben zu sein . . .“ Warten wir ab, welche Nachbeben die Zusammenstellung der beiden Terror-Sätze, des Pariser und des Posener, in den kommenden Wochen, vielleicht Jahren, auslösen wird. (Die Würde eines deutschen Revolutionärs
Bei der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wurde der Georg-Büchner-Preis verliehen - und Martin Mosebachs Dankesrede war ihr denkwürdiger Höhepunkt. Von Lorenz Jäger." F.A.Z., 29.10.2007, Nr. 251 / Seite 33 // "In dem freien Frankreich, wo man jetzt aufknüpfen lassen kann, wen man will."
Lichtenberg, Sudelbücher, Heft J, 912
Anm.: Vor dem Ganz Großen Terror der maschinellen Vernichtung durch die Guillotine knüpfte der Pariser Mob an die Laterne, wer keinen Mobeindruck machte.

Montag, 29. Oktober 2007

Golden wehn die Blätter nieder, 2,4% Inflation

Mi 8° R 8010 1,44 Öl WTI 93 $ Infl. Okt. 2,4%
Die Birken haben ihr schönstes Gelbbraun erreicht.

Golden wehn die Blätter nieder
Fallen sanft auf bunten Boden
Farben hellen Regen auf
Malen leuchtend Herbstes Lauf

- Pol. Verdummungsnachrichten: Schauspielerin H. gestorben als erste Nachricht mit etwa 30 Sek.

- "Vertrauen in Verlässlichkeit
Von Hans D. Barbier
Geld, Zins und das Risiko eines Systemzusammenbruchs aus vergleichsweise geringfügigem Grund. Über das gebotene Handeln der großen Notenbanken ..." 26.10.07 // Dafür stand Erhard in der nicht so schlechten Adenauerzeit; gemessen daran, gemessen an der gigantischen Staatsverschuldung kann man das gegenwärtige politische Personal, vor allem die regierenden Sozialbürokraten, nur als erbärmlich bezeichnen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Labiles Klima

Mi 10° b Fast voller Mond mit weitem Hof
"FORSCHUNG UND LEHRE
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2007, S. 37
Labiles Klima
Die globale Erwärmung ist nicht vorhersagbar
Die Klimaforschung mag ihre Computermodelle zur Vorhersage des Weltklimas noch so erweitern und verbessern, sie wird wohl nie wirklich im Voraus wissen, wie sich die globale Erwärmung entwickelt. Die Unsicherheit der Prognosen wächst sogar, je stärker sich das Klima aufheizt - gleichgültig, wie gut man die physikalischen Prozesse im Klimasystem im Einzelnen versteht. Diesen Schluss ziehen Gerard Roe und Marcia Baker von der University of Washington in Seattle aus einer umfassenden Analyse von Modellergebnissen und paläoklimatologischen Daten, mit denen sie eine elementare Größe der Klimaberechnungen, die sogenannte Klimasensitivität, untersucht haben. Diese gibt die Erwärmung in Grad Celsius an, wenn sich der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre verdoppelt. Derzeit liegen die besten Schätzungen zwischen zwei und vier Grad. Die Werte können sich ändern, weil verschiedene Größen und Rückkoppelungen im Klimasystem, wie die Konzentration von Wasserdampf und Aerosolen oder die Wolkenbedeckung, an Bedeutung gewinnen oder verlieren. Und diese Einflüsse sind wohl unberechenbar, wie Roe und Baker in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Science" (Bd. 318, S. 629) berichten. Danach kann die Klimasensitivität viel größer oder auch viel kleiner ausfallen, als man vermutet. Bei einer Erhöhung der Kohlendioxidkonzentrationen auf 450 ppm (Anteile pro Million Luftmoleküle) etwa, einen Wert, den man mit der internationalen Klimapolitik im Laufe des Jahrhunderts nicht überschreiten will, würde die globale Erwärmung durchschnittlich zwei Grad betragen, sie könnte aber auch deutlich höher ausfallen. Jedenfalls dürfte die Prognosegenauigkeit auch mit verbesserten Klimamodellen nicht besser werden, meinen die Forscher. "Kleine Unsicherheiten in vielen einzelnen physikalischen Parametern verstärken sich zu großen Unsicherheiten, und es gibt nichts, was wir dagegen tun können", sagt Roe." jom

Samstag, 27. Oktober 2007

Thomas von Kempen, Spieltier

Mi 9° b Die Zeit des Sommermantels ist trotz "Aufheizung der Atmosphäre" vorbei. Und morgen wird es auch noch eine Stunde früher dunkel.

- Nirgends habe ich Ruhe gefunden denn in Büschen und Büchern. Thomas von Kempen

- Mode und alter Mann: Der Mensch ist ein Spieltier: Sandkasten, Karten, Video, Mode – schwarz, braun, ungekämmt – die Mode reflektiert das Bedürfnis nach Wechsel, auf recht einfacher Ebene; amöbenhaft dabei ist allerdings, daß windige Salonbubis die Maßstäbe liefern – und daß Hinz und Kunz, fast möchte man sagen: die Crapule, dem folgen wie die Schoßhündchen, Robert Redford zB, was erwartet man von einem Schauspieler?, aber auch ein ganz gescheiter Statistik-Professor, wie ich sah, der sich an anderer Stelle für deutsche Sprachpflege einsetzt.- Ungekämmt, gegelt, gefärbt, skurril geschnitten – laß fahren dahin, `s hat kein Gewinn.
Gehört in diesen Kreis auch die (verflossene) Leselernmethode auf Wortbasis und die (verflossene) Mengenlehre für die Klasse 5 ? Das Klimageschwätz?
Und das Schlangestehen, wenn für 18 h der Verkauf des neuen Apple-Betriebssystems ‚Leopard’ ansteht?

Freitag, 26. Oktober 2007

Legendärer Renault 4

Mi 13° b

Im Renault 4 konnte man den Zündschlüssel
so lange stecken lassen
wie es gefiel
und keine Aufforderung erschien auf keiner Anzeigentafel
und die Türen blieben auf
bis sie jemand zuschloß.
Die Betriebsanleitung umfaßte dreißig Seiten -
ich glaube, nur zwanzig
und eigentlich hätten zehn gereicht.
Bei Regen zogen die Trommelbremsen ungleich
und vor dem TÜV mußte man noch eine Runde trockenbremsen;
aber die Gelenkwellen ließen sich nicht mehr heilen
und waren meist fällig
und auch ein Radlager klang schon verdächtig.

Cristina de Kirchner, die Vertreterin des argentinischen Anleihenbetrügers
kandidiert für ihren peronistischen Begatter
für eine neue Amtszeit über die Verfassung hinaus
und Arbeiterarme recken sich ihr entgegen zur Berührung
wie das auch bei Schimpansen haptische Sitte ist
und bei Bruce Springsteens Publikum auch.

Nein, abschließen muß man nicht mehr
das macht der Computer nach kurzer Zeit
digital, nicht haptisch
Haut zu Haut ist out
und die Betriebsanleitung schwoll
auf 660 Seiten.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

68er, Strompreistreiber Merkelmünte

Mi 10° w 7932 WTI 89,50 $

- Das kühle Glück des Balkonstreichens an einem ruhigen Herbsttag, an dem man nur die Blätter fallen hört. Die Gingkoblätter in ihrem hellen Gelb leuchten besonders intensiv.

- DER ARCHIPELAGUS: ein schönes Stück für Violine solo von Dietmar Berger.

- Seltsam: Kai Diekmann, Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, hat ein Buch geschrieben, in dem er hart und herzlos mit den Achtundsechzigern abrechnet. ... Buch „Der große Selbstbetrug“ ... Er lastet ihnen so ziemlich alle Unbill an, die einem in unserem Land auffallen kann. Im Privaten genauso wie im Politischen, schreibt Diekmann, hätten die Achtundsechziger nur Unheil gestiftet und nichts geleistet, das zu bewahren sich lohne." Könnte man fast so sagen. Gilt auch für die BILD-Zeitung. Deren Stil wird von der ZEIT immer mehr nachgeahmt. 68er + BILDzeitung = Geistiger GAU. FAZ.NET 23. Oktober 2007

- Strompreistreiber Merkelmünte
: "750 Millionen Euro für Kraft-Wärme-Koppelung
Aber Regierung hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Ausbau der Wärmenetze
ami. BERLIN, 23. Oktober. Die Bundesregierung will den Bau von Kraftwerken, in denen parallel Strom und Wärme erzeugt werden, weiterhin mit ... sondern von den Stromkunden per Umlage ..."

- "Mehr Geld für neue Solaranlagen
ami. BERLIN, 23. Oktober. Solaranlagen werden von diesem Mittwoch an höher bezuschusst. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft erhalten ... " 24.10.07

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Rauschtrinken, Afghanistan, Ates

24.10.
Mi 7° b 7826 13655 1,4268
Ein stiller, bedeckter, schon ziemlich kühler Herbsttag. Offenbar keine Kraniche mehr unterwegs.
Das Klima-Gefasel geht in die Breite: Reihe KLIMAkultur im KWI Essen.

- Rauschtrinken unter Jugendlichen nimmt zu.
Jahrestagung der Drogenbeauftragten.
Handel und Gastronomie sollen sensibilisiert werden, das Jugendschutzgesetz einzuhalten
22. Oktober 2007
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), will die zunehmenden Alkoholexzesse unter Jugendlichen eindämmen. Das Rauschtrinken nehme zu, sagte Bätzing am Montag in Berlin anlässlich der Jahrestagung 2007 der Drogenbeauftragten.

Daher seien jugendliche Testkäufer sinnvoll: Handel und Gastronomie würden so sensibilisiert, das Jugendschutzgesetz strenger einzuhalten. Voraussetzung sei, dass erst Jugendliche ab 16 Jahren dafür eingesetzt würden. Der Einstieg in den Alkoholkonsum müsse so weit wie möglich hinausgezögert werden.

Krankenhausaufenthalte verdoppelt

Kommunen und Länder sollten stärker mit dem Bund und mit Fachleuten zusammenarbeiten. Demnach betrinkt sich ein Viertel aller Jugendlichen mindestens einmal im Monat mit fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Durch den Alkoholmissbrauch habe sich innerhalb von fünf Jahren auch die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte von Kindern und Jugendlichen verdoppelt – von 9500 im Jahr 2000 auf 19 400 im Jahr 2005.

Das Einstiegsalter für regelmäßigen Alkoholkonsum (mindestens einmal in der Woche) liege in Deutschland bei 13 Jahren. Schon ein Prozent der Elfjährigen trinke regelmäßig Alkohol. Die Zahl der Jugendlichen, die schon mit 16 Jahren alkoholabhängig seien, habe sich in den letzten Jahren verzehnfacht, sagte der Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Vivantes Klinikum Berlin-Hellersdorf, Oliver Bilke. Vor zehn Jahren sei noch Heroin das Thema gewesen, jetzt gehe es um Alkohol.
faz.net-Komm.: 23.10.2007
Ich lebe schon seit Jahren in London und die Verhaeltnisse hier sind noch um einiges schlimmer, amcht euch auf was gefasst Deutschland!!!
Ich denke das man versuchen sollte die Eltern vielmehr mit einzubeziehen! Ich komme aus der guten deutschen Mittelklasse und bei Bekannten war es total normal den Toechtern und Soehnen einen Kasten Bier hinzustellen wenn eine Party geschmissen wurde. Los geht das im Konfirmations-Alter (13-15). Hier in England ist es die Mittelschicht die am meisten Alkohol trinkt, die Unterschicht kann es sich nicht leisten und die Oberschicht??? Ja entweder ist sie sich zu fein oder hat tatsaechlich verstanden das erhoehter Alkoholkonsum nicht sehr gesund ist.
Ich denke nicht das es eine Patent-Loesung fuer das Problem gibt, aber wenn der Handel auf das Alter der Kaeufer achtet, der Alkohol ein wenig teurer wird und die Eltern ueber die Risiken aufgeklaert waeren, koennte man das Problem vielleicht eindaemmen? Susanne Kost

- Afghanistan: Mit drei Jahren Verlobung und Wechsel des Haushalts 23.10.
- "Mein Mann bedroht mich, bitte kommen Sie!
Warum die Integration auf sich warten lässt: Seyran Ates hat gleichermaßen die türkische Community wie die deutsche Politik im Visier. Ihr Buch „Der Multikulti-Irrtum“ zeigt die Autorin auf der Höhe ihrer Form." 22. Oktober 2007

Dienstag, 23. Oktober 2007

Intelligenz, Lehrl

Mo 0° (Erwärmung schreitet voran.) Mi 7° s

- "Die unteren Schichten fallen ab"
Intelligenz-Forscher Lehrl über Dummheit durch Nichtstun und Training für den menschlichen Arbeitsspeicher
von Uli Kulke
Siegfried Lehrl, Akademischer Direktor an der Psychiatrischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg, ist Experte für Intelligenz-, Gedächtnis- und Demenzforschung. Der Medizinpsychologe hat auch zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher mit Tips zum Gehirntraining verfaßt. Mit ihm sprach Ulli Kulke.

Die Welt: Die Intelligenz unserer Gesellschaft sinkt. Verdummen wir?

Siegfried Lehrl: Diese Tendenz fällt seit 1999 auf. Intelligenztests unter Schülern zeigten, daß deren geistige Fähigkeiten nicht mehr an die Jahrgänge zuvor herankamen.

Die Welt: Bis in die neunziger Jahre hinein stieg unser IQ. Haben wir ein ausreichendes Polster?

Lehrl: Der Anstieg war kontinuierlich seit den ersten IQ-Tests 1917. Pro Jahrzehnt verbesserten sich die Menschen im Durchschnitt um drei IQ-Punkte. Zwischen 1954 und 1981 sogar insgesamt um 17 Punkte. Aus heutiger Sicht müßten wir eigentlich sagen: Unsere Groß- und Urgroßeltern standen auf dem Niveau von Schwachsinnigen. Ausschlaggebend dafür war weniger das Wissen, die sogenannte kristallisierte, sondern die "fluide Intelligenz", das Kombinationsvermögen.

Die Welt: Sind Kinder von heute klüger als Oma und Opa damals?

Lehrl: Die Großeltern hatten etwa das Niveau eines heutigen Zehnjährigen, obwohl der Vergleich schwierig ist.

Die Welt: Wie konnten sie so leben?

Lehrl: Wir sprechen von Durchschnittswerten. Die Werte einzelner waren auch damals sehr unterschiedlich. Menschen leben stets in Gruppen, und die Anführer zeigen meist eine höhere Intelligenz, verstehen die Gesamtsituation besser, können besser abstrahieren. ...
www.welt.de/data/2006/01/04/826392.html
4. Jan. 2006

Montag, 22. Oktober 2007

Pinker zu Gruppen

22.10.
Mo 2° Das ist die Klima-Erwärmung.

- STEVEN PINKER
Psychologist, Harvard University; Author, The Blank Slate
"Groups of people may differ genetically in their average talents and temperaments
The year 2005 saw several public appearances of what will I predict will become the dangerous idea of the next decade: that groups of people may differ genetically in their average talents and temperaments.
∑ In January, Harvard president Larry Summers caused a firestorm when he cited research showing that women and men have non-identical statistical distributions of cognitive abilities and life priorities.
∑ In March, developmental biologist Armand Leroi published an op-ed in the New York Times rebutting the conventional wisdom that race does not exist. (The conventional wisdom is coming to be known as Lewontin's Fallacy: that because most genes may be found in all human groups, the groups don't differ at all. But patterns of correlation among genes do differ between groups, and different clusters of correlated genes correspond well to the major races labeled by common sense. )
∑ In June, the Times reported a forthcoming study by physicist Greg Cochran, anthropologist Jason Hardy, and population geneticist Henry Harpending proposing that Ashkenazi Jews have been biologically selected for high intelligence, and that their well-documented genetic diseases are a by-product of this evolutionary history.
∑ In September, political scientist Charles Murray published an article in Commentary reiterating his argument from The Bell Curve that average racial differences in intelligence are intractable and partly genetic.
Whether or not these hypotheses hold up (the evidence for gender differences is reasonably good, for ethnic and racial differences much less so), they are widely perceived to be dangerous. Summers was subjected to months of vilification, and proponents of ethnic and racial differences in the past have been targets of censorship, violence, and comparisons to Nazis. Large swaths of the intellectual landscape have been reengineered to try to rule these hypotheses out a priori (race does not exist, intelligence does not exist, the mind is a blank slate inscribed by parents). The underlying fear, that reports of group differences will fuel bigotry, is not, of course, groundless.
The intellectual tools to defuse the danger are available. "Is" does not imply "ought. " Group differences, when they exist, pertain to the average or variance of a statistical distribution, rather than to individual men and women. Political equality is a commitment to universal human rights, and to policies that treat people as individuals rather than representatives of groups; it is not an empirical claim that all groups are indistinguishable. Yet many commentators seem unwilling to grasp these points, to say nothing of the wider world community.
Advances in genetics and genomics will soon provide the ability to test hypotheses about group differences rigorously. Perhaps geneticists will forbear performing these tests, but one shouldn't count on it. The tests could very well emerge as by-products of research in biomedicine, genealogy, and deep history which no one wants to stop. ..." Pinker 2006, www.edge.org/q2006/q06_index.html

Sonntag, 21. Oktober 2007

Mises, Spark, Gore-Film

mi 7° NR Schon ein Hauch November.

- Gore: Wahl verloren, Prophet geworden: "Alfred Nobel hätte Besseres verdient

Zu den Berichten über die Verleihung des Friedensnobelpreises für Al Gore in der F.A.Z. vom 13. Oktober: Aus dem Friedensnobelpreis ist ein Marketingpreis geworden, den Al Gore für seine apokalyptische Propaganda erhält. Viele frühere Preisträger kämpften aktiv vor Ort gegen Armut, leisteten gewaltlosen Widerstand gegen Diktaturen oder sicherten medizinische Betreuung in Krisengebieten; zum Teil bis an die Grenze der eigenen physischen Belastbarkeit. Gore hingegen lässt sich auf Rock-Konzerten als Weltenretter feiern, mehrt seine Macht und sein Einkommen auf der Klima-Welle. Er nutzt geschickt die Medien, übertreibt, lässt neuere wissenschaftliche Fakten gerne aus oder manipuliert das Publikum mit Extrem-Szenarien in seinem Film. Pikanterweise entschied ein englischer Richter letzte Woche, dass die Verbreitung des Gore-Films an Schulen nur noch gestattet ist, wenn die Lehrer klarstellen, dass dies eine sehr einseitige und übertriebene Sicht auf den Klimawandel darstellt und sie auf neun "scientific errors" hinweisen. Gore kann aber noch mehr: er erklärt die wissenschaftliche Diskussion für beendet und greift Skeptiker massiv an. Ein Denk- und Forschungsverbot für alle, die nicht Katastrophen-Mainstream sind. Ein Friedensnobelpreis für jemanden, der die Freiheit der Forschung unterdrücken will? Der Nobelpreis wird leider weiter unzählige Milliarden in die Klima-Agenda pumpen, die an anderer Stelle fehlen. Wir haben aber dringendere Probleme. Allein Hunger, Krankheiten oder verseuchtes Trinkwasser töten täglich mehr Menschen als ein bis zwei Grad Temperaturerhöhung in einhundert Jahren. Das Andenken an Alfred Nobel hätte wirklich Besseres verdient."

PROFESSOR DR.-ING. STEPHAN WILKSCH, POTSDAM LB FAZ 20.10.2007, S. 8

- - Mises: "Sozialdarwinist: Gerald Braunberger weist in seiner Buchbesprechung in der F.A.Z. vom 12. Oktober dankenswerterweise darauf hin, in wie starkem Maße der Ökonom Ludwig von Mises einem staatsphobischen Marktradikalismus das Wort redet. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, auch als Anwalt des Sozialdarwinismus zu fungieren. Ihm zufolge hat ein wirtschaftlich erfolgsarmer Bürger sich "seiner eigenen Minderwertigkeit" bewusst zu sein ("Die Wurzeln des Antikapitalismus". Aus dem Amerikanischen, Frankfurt am Main 1958, Seite 20). Ganz im Gegensatz zu seinem pointierten Antiinterventionismus preist von Mises den ausgesprochen autoritären Faszismus Italiens. Dieser sei "voll von den besten Absichten" ("Liberalismus". Jena 1927, Seite 45) und habe "die europäische Gesittung gerettet". Aus diesem Grunde "wird das Verdienst, das sich der Fascismus damit erworben hat, ... in der Geschichte ewig fortleben". Offensichtlich sind auch bedeutende liberale Denker nicht dagegen gefeit, auf ideologische Abwege zu geraten.
PROF. JOHANN BAPTIST MÜLLER, STUTTGART LB FAZ 20.10.07
// Schon interessant. Wir irren alle, nur jeder irret anders. Das scheint ein weiteres Beispiel dafür zu sein, daß Geschichte "von vorn" ganz anders aussieht als von hinten. Muriel Spark in "The Prime of Miss Jean Brody" zeigt ebenfalls diese Sympathie für den Faschismus. Beide, Mises und Spark, stammen aus nicht besonders kollektivistisch gesonnenen Ländern; trotzdem attrahiert sie diese kollektivistische Inszenierung, die das Individuum zur Ameise degradiert. Ist das das "Rudel-Modul" im Hirnstamm? Bemerkenswert auch, daß Mises als ökonomischer Spezialist und Spark als "allgemeine Literarität" zur gleichen Bewertung gelangen.

Cetero censeo: Bach-Cello-Solo-Sonaten und Bordeaux sind ziemlich unschlagbar, noch vor zwei Gitarren, Baß und Trommeln.

Samstag, 20. Oktober 2007

ITER, Watson, Eysenck, Eskimos

Erster Bodenfrost. Mo 2° mi 8° s 7884 1,4302 13522

- "Potsdamer Klimakonferenz:
Wir stellen Sputnik und Apollo in den Schatten. Gibt es einen Ausweg aus der Weltklimakrise? Die klügsten wissenschaftlichen Köpfe suchen nach einer Antwort auf diese Frage. Die Idee einer Installation von thermischen Solarpanel-Parks hat die Hoffnung auf eine saubere Großlösung beflügelt. " // Komm. online WD:
Von der Sonne lernen heißt siegen lernen: Die Unterscheidung von 'intelligent' und 'klug' ist recht bedeutsam: intelligent sind die Handvoll angereisten Nobelpreisträger zweifellos; klug dürften sie eher nicht sein, weil sie Spezialisten sind. Dieser Verdacht erhärtet sich dadurch, daß die Kern-Fusion als Energiequelle, analog zum Fusionsreaktor Sonne, offenbar nicht einmal angesprochen wurde, obwohl der Versuchsreaktor ITER derzeit von einer Reihe von Ländern gemeinsam geplant wird. Die Konzentration auf die unglaublich teure Photovoltaik scheint den Schluß nahezulegen, daß sich diese Potsdamer Gruppe in ähnlich kluger Weise verhält wie ihre Nobelkollegen vom Römischen Klub, die bierernst in den siebziger Jahren das Versiegen des Öls für das Jahr 2000 vorausgesagt haben.

- Eskimos: "Doch diese eskimos, die in den eiswüsten weit oberhalb des polarkreises leben, schneiden im test (der progressiven matrizen) genau so gut oder besser ab als der weiße kanadische durchschnitt; sie erzielen viel höhere werte als jamaikanische oder amerikanische neger, obwohl diese unter bedingungen aufwachsen, die viel mehr denen der normsetzenden weißen gruppen ähneln, d. h. mit einem viel besseren angebot an umwelt und sozialer stimulation."
Aus: Hans Jürgen Eysenck , Die Ungleichheit der Menschen, Ist Intelligenz erlernbar? Dt. 1984/ engl. 1973, S. 135
Eysenck war ein britischer Persönlichkeits-Psychologe deutscher Herkunft. Er verließ 1934 das nationalsozialistische Deutschland und ging zuerst nach Frankreich und dann nach Großbritannien ins Exil. 1955 wurde er Professor für Psychologie an der University of London und lehrte bis 1983. (* 4. März 1916 in Berlin; † 4. September 1997 in London)
Anmerkung: Statistische Befunde wie Gruppenvergleiche beziehen sich auf die zahlenmäßig stärkste Binnengruppe, sie beziehen sich nicht auf ein Individuum, das ganz anders abschneiden kann.

Freitag, 19. Oktober 2007

Kalte Krustenbildung, Wahnsinnsenergiesteuerpolitik

mi 8° Rsch
- Überraschung: Kalt war's nach 100 Mio. Jahren, vor rund 4,4 Mrd. Jahren also (Chakraborty, RUB), nicht feurig, wie bisher angenommen, danach wurde es aber wieder wärmer, vor ca. 3,8 Mrd. J.); haben das die Klimaphantasten in ihrer Rechnung?

- "Strompreise: Merkels Wuchertüte.
Angela Merkel geht mit einer Attacke gegen die vermeintlich raffgierigen Stromkonzerne auf Stimmenfang. Doch die Regierung hat in der Preisgestaltung von Eon, RWE & Co. nichts verloren. Ein Blick auf die Steuern wäre eher empfehlenswert. Holger Appel kommentiert." // Die größte Steuerdiebin der deutschen Geschichte kräht: Haltet den Dieb.

- - Nüßlein-Volhard im HR2Kultur-Gespräch: Lichtblick

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Monckton, Macchiavelli, Hobbes, Rousseau, Walhalla

mi 13° s
- Karneades * um 214/213 v. Chr. in Kyrene, † um 129/128 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph und gilt innerhalb der Platonischen Akademie als Begründer der sog. Neuen Akademie.

- "Lord Wetterfrosch . Kein Klimawandel im Unterricht. Als Gegengewicht zu Al Gores Film "Eine unbequeme Wahrheit", den die britische Regierung allen Sekundarschulen zukommen lässt (F.A.Z. von gestern) ... Christopher Monckton ... 17.10. // So einen Lord haben die Cheruskeräffchen nicht.

- Überhaupt diese Deutschen. 50 % jedenfalls. Oder so. Stets gläubig und verrückt.
Daran hat die Walhalla leider nichts ändern können. Aber es ist doch schön, tüchtige Menschen zur Ansicht zu bringen und dergestalt zu erinnern, daß es außer Sex, Fressen, Fernsehen, Urlaub, Express und Bild, MTV und n-tv und so weiter noch anderes gibt.

- "Der alte Wohlfahrtsstaat. Ordnung der "guten Polizey" .
Der Geschichtsschreibung gilt das Streben nach Souveränität als der entscheidende Impuls, um jene Machtmittel zu mobilisieren, die als Kennzeichen ... Macchiavelli empfiehlt dem Herrscher, das Eigentum der Bürger zu schützen, weil er sie dadurch zu wirtschaftlicher Selbsttätigkeit ermuntere und sein eigenes Ansehen mehre. Auch bei Thomas Hobbes, dessen Souverän Frieden und Sicherheit der Bürger zu garantieren hat, beschränkt sich Sozialpolitik auf den Schutz des Eigentums. Dagegen erlaubt Rousseau ... massive Eingriffe des Souveräns in die Eigentumsrechte. " 17.10. FAZ // Da hat man den Hauptfaktor für die Überlegenheit der angelsächsischen Kultur und auch für die Armut Afrikas, wo es weitgehend kaum den Begriff des Eigentums in der Familienkultur gibt. (Eigentum eines Familienmitglieds wird sofort von der Familie konfisziert und verbraucht. Die Motivation der Tüchtigen wird zerstört.) (Rousseaus Schüler Robespierre ließ durch seinen Mordmob den genialen Chemiker und ehemaligen SteuerpächterLavoisier als Erpresser anklagen und am 8. Mai 1794 auf der Guillotine hinrichten.)

- "Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage" Faust V. 1976 // Stichwort 'Gewerkschaften'

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Steuergelder, Zwergenführer, Putin, Alfred-Wegner-Institut

mi 13° NR/R 7662 13892 1,4214

- Der Bund der Steuerzahler hat sein „Schwarzbuch 2007“ vorgelegt.
In Deutschland werden öffentliche Gelder verschleudert. Es werden 107 Fälle genannt; insgesamt wird geschätzt, dass 30 Milliarden Euro Steuergelder verschwendet werden. 30 Milliarden von 600 Milliarden Einnahmen insgesamt, das sind 5 % Verschwendung. http://schwarzbuch.steuerzahler.de/

- Wetterphänomene streifen Urängste.

- Ein Rudel auf Motorrädern wirkt fundamental.

- Merkelmünte und Sarkozy wirken etwas lächerlich neben einem Putinokraten. Die demokratische Führerauslese in Kombination mit dem Sozialstaat bringt Zwergenführer hervor. Während drittklassige Funktionäre ihrem Land unsinnige Belastungen aufbürden, investiert Putin in Iran, das billiges Öl im Überfluß besitzt, aber aus leicht zu erratenen Gründen auf Neklearenergie setzt, aus der das Land mit den sichersten Reaktoren per Rotgrün aussteigen will. // Humpty Dumpty.

- "Klima voll im Plan . Ein Forschungsgipfel in bestem Plastikdeutsch.
Theoretisch war das Kongresszentrum am Alexanderplatz am Dienstag ein wichtiger Ort der Berliner Politik. Dort sollte verhandelt werden, was ... Frage, ob es überhaupt einen Klimawandel gebe, erledigt. Als die künftige Leiterin des renommierten Alfred-Wegner-Instituts ... Karin Lochte gefragt wurde, ob das denn stimme, sagte sie : 'Nein.'"
- Heiliger Wladimir. Zunächst wurde der russische Präsident Putin nur in verschämt ironischer Form gefeiert. Heute sucht eine immer unselbständigere und von äußerer Gewalt zusammengehaltene Gesellschaft ihren Trost im fetischisierten Herrscher. Von Kerstin Holm.17. Oktober 2007

Dienstag, 16. Oktober 2007

Ifo-Sinn, Konfuzius, Darstellungszwang, Astern

mi 17° s
Viele Kraniche sind noch unterwegs.

Gottfried Benn
Astern

Astern - schwälende Tage,
alte Beschwörung, Bann,
die Götter halten die Waage
eine zögernde Stunde an.

Noch einmal die goldenen Herden,
der Himmel, das Licht, der Flor,
was brütet das alte Werden
unter den sterbenden Flügeln vor?

Noch einmal das Ersehnte,
den Rausch, der Rosen Du -
der Sommer stand und lehnte
und sah den Schwalben zu,

Noch einmal ein Vermuten,
wo längst Gewissheit wacht:
Die Schwalben streifen die Fluten
und trinken Fahrt und Nacht.

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- Die Kultur macht's: " Konfuzius für alle.
Der 2557. Geburtstag von Konfuzius ist in der Volksrepublik China ebenso wie in Taiwan mit starker offizieller Beteiligung gefeiert worden. ..." 15.10.07 Mit einem Konfuzius im geistigen Stammbaum steht man anders da als mit einem Buddha oder gar einem Mohamed .

- Apropos Kultur: "Und als wir uns bei unserem Lieblingsthema, beim Hamburger Versuch der integrierten Gesamtschule, gefunden hatten, als wir übereinstimmten, daß nur mit Hilfe dieser Konzeption die veralteten Formen der Aufnahmeprüfung und der Versetzung abgeschafft werden könnten ..." örtlich betäubt, Grass

- "Jürgen Kaube, Redakteur im Feuilleton dieser Zeitung, beschreibt in seinem Buch wie unsere Gesellschaft ihre Mitglieder unter einen ständigen Darstellungszwang setzt ... " 15.10.07
// Nicht die Gesellschaft, die einschlägigen Medienmenschen.

- Wirtschaft Hans-Werner Sinn, Ifo-Chef: "Klimaschutz funktioniert so nicht"
Wenn der Westen seinen Ölverbrauch drosselt, bringt das wenig bis nichts. Die Scheichs und Potentaten bestimmen ..." 12.10.07 S. 17

- "Die Römer. Antike Globalisierer. Bis heute kann sich niemand dem Staunen entziehen, der die römische Stadtarchitektur - seien es die Märkte und Kaufhäuser des Trajansforums ..." 12.10.07, S. 22, Rez. Ward-Perkins, Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation, wb 2007 // Empire-Glücksfall. Danach die germanische Barbarei, die rheinische Küche und das Kölsch.
- Beim Dalai Lama sind wir immer noch in der Zeit des absoluten Fürstbischofs. Entsetzlich. Individuelle Freiheit und Demokratie sind für diese lächelnde Charaktermaske völlig unbegreifliche und eines Tibeters unwürdige Begriffe. Warum lädt niemand die demokratischen Taiwanesen ein?

Montag, 15. Oktober 2007

3. Welt aufhetzen, Kriege herbeireden, Unterwerfungsbedürfnis

mi 17° s

- Eine fixe Idee macht pandemische Karriere, wenn viele Einkommen daran hängen und Prominenz lockt: " Der Friede nach den kommenden Kriegen. Kaube.
Präventionsmoral: Das Nobelpreiskomitee würdigt ein Engagement gegen sich erst abzeichnende Konflikte. In der Reihe der Friedensnobelpreisträger, die von Jean Henry Dunant, dem Gründer des Roten Kreuzes, 1901 eröffnet wurde, ist die diesjährige ..." 13.10.07 Wie war das mit der Self-fulfilling-prophecy? Al Gore und Kaube könnten doch mit dem Sprengstoffgürtel vorangehen.
Netzkommentare zu Kaube:
- Die Metaphysik vom 'Klimawandel'
Daniel J Hahn
11.10.2007
Dazu gehört auch die Theorie vom 'Anthropogenen Klimawandel', die schon in ihrer Begrifflichkeit Schwächen offenbart. Das Klima ist die Statistik dea lokalen Wetters - das Klima hat keinen Einfluß auf das Wetter.
Die Schlüsse in den IPCC Berichten beruhen auf Annahmen, also dem Glauben an die Richtigkeit der Interpretation der Daten und Theorien. Es ist nicht bewiesen, daß es einen tatsächlichen Temperaturanstieg durch wachsende CO2 Anteile in der Atmosphäre gibt. Alle Modelle des IPCC sind numerischer Natur - deren Qualität keinen Rückschluß auf die Kausalität zuläßt. Das Nebeneinander zwischen höheren CO2-Werten und höheren Durchschnittstemperaturen ist zufällig, wie die Auswahl und Anzahl der Datenquellen, zudem nicht repräsentativ, weil lediglich Momentaufnahmen lokaler Wetterereignisse. Diese Erkenntnisse stützen sich also auf bezogenen Gedanken und nicht auf tatsächlicher Erfahrung. Somit liegen diese jenseits der Erfahrung und werden letztlich zur Metaphysik vom 'Klimawandel'.

- Hochwürden Schellnhuber sprach und Ministrand Kaube käut kritiklos wider.
Daniel J Hahn (137)
09.10.2007 Herr Schellnhuber hat gut verstanden, daß es sich nicht lohnt, den nervigen Details Beachtung zu schenken. Den anthropogenen Klimawandel gibt es, das wurde nun einmal im IPCC beschlossen, also hat jeder daran zu glauben.
Dabei wurde die Theorie der Hockeyschlägerkurve, die den rasanten Temperaturanstieg der letzten 20 J. belegen soll, schon 2003 widerlegt. Zudem beeinflußt das Klima nicht unser Wetter, da Klima nur die Statistik des lokalen Wetters ist.
Der konstruierte Klimawandel bewirkt in Deutschland einen Wahn, der selbstzerstörerisch, weil wirtschaftsschädlich wirkt und volkswirtschaftlich unsinnig ist. Mit 425 Mrd. Euro beziffert die kaum diskutierte Berechnung des Witschaftsministerium die Kosten der ergeizigen deutschen "Klimaschutzpolitik" für das kommende Jahrzehnt. Dazu kommen noch die Kosten der absurden Energiepolitik (Verzicht auf die Kerntechnik und Überbetonung der Erneuerbaren).
Die CO2 Einsparung bei 1GW elektrischer Leistung (ca. 4200 Windräder) können z.B. mit modernsten Kohlkraftwerken (52% Wirkungsgard) zu einem Fünftel der Kosten erreicht werden. Was könnte mit diesem Geld alles erreicht werden? Doch solche Überlegungen stören die verbeamteten Prediger des Klimawandels wie Schellnhuber nicht. "

- Besser wäre es, es käme mehr technischer Sachverstand in die Welt
Detlef Symietz (Symietz) 09.10.2000
Der Beitrag von J.Kaube ist ärgerlich, weil unglaublich unkritisch, fast tatsachenfrei.
Was soll das Geschwätz vom Meeresspiegelanstieg um mehrere Meter, von Hurrikanes, die die Ölplattformen zerstören. Was ist das für ein "Befund", nach dem die Polkappen abschmelzen, die Antarktis schmilzt doch nicht oder ist Eiszunahme frei nach Orwell ein Masseverlust.
Ein angenehmeres Szenario wäre es anzunehmen, in den Regierungen der Welt sässen überwiegend Sachkundige.Das ist allerdings Utopie, gebe ich zu.
Wenn Schellnhuber, der nun für "Neuerfindung der Industriegesellschaft" wahrlich nicht kompetent ist, mit der Frage, ob es den Enkeln einmal besser gehen würde, die Skeptiker, ich sage Realisten, widerlegen will, dann ist das nonsense:
Es wird unseren (wenigen) Enkeln evtl. nicht besser gehen, dafür aber Milliarden Menschen auf der Welt, ob in China,Afrika oder Indien. Es werden nicht Mio. Kinder im Jahr an Hunger und Krankheiten sterben, wie heute.
Historiker werden einmal von einer Epoche der Verantwortungslosigkeit sprechen, in der, statt existierende Probleme zu lösen, nur das Ausdenken von Szenarien belohnt wurde.
Die Menschheit soll eine Situation nicht bestehen, wie sie vor 1000 Jahren Realität war: einfach lächerlich!"

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"Bert Küppers" schrieb:

Prof. Küpper
Leserbrief an die FAZ vom 7.9.07:

Der Vesuv speit täglich 40 000 to CO2 in die Atmosphäre. Zusammen mit den anderen Vulkanen am Marianengraben und den Anden eine beträchtliche Menge an Kohlendioxid, die in der Atmosphäre täglich dort freigesetzt wird. Die Erde hätte eine Atmosphäre, die zu einem hohen Prozentsatz aus CO2 bestünde, und das Leben wäre unmöglich. Das dies trotzdem möglich, wird verdanken wir verschiedenen pflanzlichen Mikroorganismen, die in großer Anzahl im Meer vorhanden sind und zu 100 % das Kohlendioxid der Atmosphäre aufnehmen.
Es sind die Coccolitophoriden ( Kalkplättchenträger ) u. ä. die das Kohlendioxid der Atmosphäre zu Kalziumkarbonat verarbeiten, das sich schließlich tonnenweise am Meeresboden absetzt. Diese haben einen ungeheuren Appetit auf CO2, so dass sie die Atmosphäre binnen kürzester Zeit CO2 frei machen würden. Das gelingt ihnen aber nicht völlig da sie ja selbst eine CO2- Atmosphäre zum Aufbau ihrer Substanz benötigen.

Die Chemiker nennen solchen Prozess autokatalytisch, dabei wird die Reaktion durch einen Stoff beschleunigt der bei der Reaktion selbstgebildet wird.

Dieser Stoff sind die Mikroorganismen, sie vermehren sich ungeheuer schnell und mindern die Kohlendioxidkonzentration so, dass sie immer in einem Minimum vorhanden ist. (Kohlendioxid in der Atmosphäre 0.033 Vol %, Liebigsche Mangelkomponente)

Dabei wird Kohlendioxidkonzentration an der Schwelle als minimal Konzentration immer konstant gehalten und ist völlig unabhängig von der Höhe des CO2- Zustroms, also auch der anthropogenen CO2- Emission. Das heißt eine vermehrte CO2- Produktion durch den Menschen führt lediglich dazu, dass einen vermehrte Kalkbildung in den Ozeanen stattfindet, nicht aber zu einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentration.

Ich weiß nicht, wo da noch Spielraum ist für den Menschen ist. Kann es sein, dass 20000 Windkraftanlagen nichts zum Klimaschutz beigetragen haben?
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- " Die Beiträge zur Jenseitsversicherung steigen
Das Öl hat Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan, reich gemacht. Aus der Bildungsschicht konvertieren nun immer mehr Menschen zum Islam. ..." FAZ 15.10.07 // Das Unterwerfungsbedürfnis.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Gehirn, Moden, Dynamik

mi 14° s
- Steuern wegtrommeln: Grass verlangte 1965 von seinem SPD-Genossen Schiller einen zusätzlichen Steuerfreibetrag von 30000 DM für sein rotes Geschwätz und bekam ihn. Focus 40/2007 S. 20 (Torben Lütjen, Schiller-Biographie)

- " Das weibliche und männliche Gehirn
Das Erste, was man beim Zusammentreffen mit einem Menschen zur Kenntnis nimmt, ist im Allgemeinen dessen Geschlecht. Es handelt sich um ein ..." 10.10.07 Rez. 'Gehirn und Geschlecht', ed. Stefan Lautenbacher, Onur Güntürkin, Markus Hausmann

- Im WDR-Kinderfunk betiteln sich die Kinder mit "Arschloch" .

- So etwas gab und gibt es nur in Europa: " Wie Schlachtenlärm zu Schalmeienklang wurde
Türkische Militärmusik bei den höfischen Festen des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts
In gewisser Weise ist Mozarts "Entführung aus dem Serail" ein Spätwerk. Denn sie steht am Ende eines langen Prozesses der Aneignung türkischer ..." 10.10.07 Es gab mehrere solcher Moden, die China-Mode war die verbreitetste.

- Ist das ein Problem? : " Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst . Internationaler Währungsfonds: Der technische Fortschritt hilft vor allem den Wohlhabenden.
ctg. Die meisten Menschen in der Welt leben heutzutage besser als vor zwei Jahrzehnten. Allerdings nimmt die Ungleichheit ..." FAZ 11.10.07 Das dynamisiert. "Des Menschen Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh'." Faust

Samstag, 13. Oktober 2007

Einkommensteuer, Ortega, Jünger, Afrika, Klimakartell

13.10.
mi 14° s Blätterfall schon recht kontinuierlich. Die kühle Herbstluft intensiviert das Blau. Ein Keil Kraniche nutzt das schöne Wetter.
- Albee, Woolf : habe früher auch an diesem zusammengewürfelten Unsinnstext herumgeknobelt: was für eine desorientierende Zeitverschwendung im Deutschunterricht getrieben wird. Meist sind die Lehrer noch lebensungebildeter als die Literaten.

- "Nachbarn am Nichts: Jünger und Ortega" 2.10.07 FAZ: Wer soll herrschen? Endlose Frage. Die Demokratie allein reicht nicht, der Zugriff der Staatsfunktionäre im Zusammenspiel mit den regierenden Journalisten bedrängt das Individuum und erzieht zur Unmündigkeit.

- Albee: ein pubertärer Schreiberling, dem es auf grelle Effekte ankommt (zu dieser Sorte gehören die meisten Literaten der Gegenwart), und der gebildete und scharfsinnige Jünger, der doch nur unklug herumschreibsilierlt, was gerade im Schwange ist (Der Arbeiter).

- Neues vom Sozialismus: "Einkommensteuer.10 Prozent zahlen 50 Prozent.
Die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung bestreiten mehr als die Hälfte der Einnahmen aus der Einkommensteuer. Das zeigt eine neue Erhebung des Statistischen Bundesamtes." FAZ 11.10.07 s. http://docs.google.com/Doc?docid=dfxbprhp_223fwjmjh&hl=de

- Klimakartell: "Die Unkultur wissenschaftlichen Schulterklopfens .
Zu "Der Untergangsterror" in der F.A.Z. vom 6. September: Die als "Klimaskeptiker" Angegriffenen wehren sich zu Recht dagegen, dass ihre Skepsis ..." 12.10.07

- "Oxfam: 18 Milliarden Dollar für Kriege in Afrika
hcr. FRANKFURT, 11. Oktober. Afrikanische Staaten verlieren jedes Jahr rund 18 Milliarden Dollar durch Kriege, Bürgerkriege und Aufstände. Zu ... "12.10.07

Freitag, 12. Oktober 2007

Taschenspielertrickfilmbelohnung

mi 13° Nr Öl 83,3

- Da kann er jetzt seine 30000-$-Stromrechnung locker verdoppeln / Gores Taschenspielertrickfilm setzt den Kili leitmotivisch ein. :
"Schnee auf dem Kilimandscharo
FAZ 23.4.07
Fälschlicherweise wird das Kilimandscharo-Massiv mit dem höchsten afrikanischen Gipfel - dem 5895 Meter hohen Kibo - immer wieder als Zeugnis der Klimaerwärmung herangezogen. Tatsächlich sind die Gletscher zwar schon massiv geschmolzen. Doch die extrem schneereichen Monate dieses Winters haben die Glaziologen der Universität Innsbruck um Georg Kaser und Thomas Mölg sowie der University of Massachusetts in ihrer Überzeugung bestärkt, dass der Gletscherschwund des Kilimandscharo wenig mit der Temperatur, viel hingegen mit dem Niederschlag zu tun hat. Um bis zu achtzig Zentimeter seien die Eisschilde auf dem Vulkanmassiv allein in diesem Winter gewachsen."

Für seinen Propagandafilm wird er jetzt von interessierter Seite belohnt.

"Denn eben, wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein."
Faust V. 1995f.

Es darf auch ein Preis sein.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Spezialisierung und Urteilsfähigkeit, Biosprit, subventionierte Arbeitsplätze

15° s 1,4202 8111

Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

(1852) Friedrich Hebbel (1813 - 1863)

- "Die Zukunft der Erde steht auf dem Spiel.
Worauf sind wir bereit zu verzichten, um zu verhindern, dass Menschen sterben werden, die noch gar nicht geboren sind? Wir (Kaube, Müller-Jung) haben mit neun Nobelpreisträgern, die derzeit in Potsdam tagen, über den Klimawandel gesprochen." FAZ 10. Oktober 2007
Bei dieser Spezial-Selektion von Nobelpreisträgern fühlt man sich an den CLUB OF ROME mit seinen Nobelpreisträgern erinnert, die mit ihren Computersimulationen in den siebziger Jahren für das Jahr 2000 das völlige Versiegen des Erdöls voraussagten. Das war nichts als Unsinn, Nobelpreisträger hin, Nobelpreisträger her. Je weiter die Spezialisierung voranschreitet, desto mehr geht offenbar die allgemeine Urteilsfähigkeit verloren. Ähnlich präsentieren sich die Herren, darunter kein Geophysiker, die dem Ruf des Klapperkönigs Schellnhuber nach Potsdam gefolgt sind, wobei Hänsch eine realistische (und listige?) Sonderposition einnimmt (s.u.). Aber auch ihm scheint unbekannt zu sein, daß das Massengas Wasserdampf in der Hauptsache das Wetter macht, nicht die Spurengase CO2, Methan und Ozon. Und daß die Wolkenforschung noch in der Säuglingswiege liegt. Da niemand die Zukunft kennt, ist es immerhin gescheit von den Herren, überwiegend auf die Kernkraft zu setzen. Sie sind also nicht mehr so albern wie ihre CLUB-OF-ROME-Kollegen. Der Volkswirt Mirlees scheint allerdings besonders ungebildet zu sein, wenn er von Bangladeschs Flutgefährdung redet; die Überflutung gehört in einem Land unter Meereshöhe zur Normalität. Wenn man dort siedeln will, muß man entsprechende Deiche bauen. Das hat mit dem Nordpolarmeer nichts zu tun. Mirlees scheint nicht zu wissen, daß die Arktis ein gefrorenes Meer (H2O) ist, also bei Auftauen bis 4° eine Volumenabnahme zu erwarten ist, mithin keine Veränderung der Meereshöhe. Zudem nimmt die Eisschicht in der größeren Antarktis eher zu.
Die Spezialisierung fördert offenbar die Anmaßung von Wissen über die Spezialgebietsgrenzen und über die Gegenwart hinaus.
Aber wer kann schon bei einer Befragung antworten, daß er sich erst einmal kundig machen müsse? Wenn die Erde doch auf dem Spiel steht?

- Hänsch: Das ist in der Potsdam-Aufregung eine realistische Stimme. Allerdings fragt sich, „ was wir uns wirtschaftlich leisten können, um die Kohlendioxidemissionen zu verringern.“ Zwei Antworten liegen für Deutschland auf der Hand: die sehr große volkswirtschaftliche Bedeutung des Autobaus nicht zu schwächen, und die Kernenergie, ebenfalls wegen ihrer Bedeutung für die gesamte Wirtschaft, als CO2-freie und billige Erzeugungsform auszubauen.

-" 10.10.07 "Großes Stück vom Klimakuchen"
Studie: Klimaschutz schafft in Deutschland Arbeitsplätze. Straubhaar.
ht./km. FRANKFURT/BERLIN, 9. Oktober. Die deutsche Wirtschaft wird überproportional vom Klimaschutz profitieren. Da in den kommenden Jahrzehnten ..." !Subventionierte Arbeitsplätze! Die andere über die Steuer bezahlen! Und diesen Unsinn bezahlen sie auch:
- " Biosprit in der Klimafalle.
Lachgas aus Rapsdiesel: Nobelpreisträger Crutzen klagt an
Ob aus Raps, Mais oder Weizen hergestellt - in der Treibhausbilanz schneidet Biosprit wegen des nötigen Düngers schlechter ab als gewöhnlicher Treibstoff ... " FAZ 02.10.07

Oh glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen. Faust.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Sozialrevolutionäres Molekül, Erfolgreiches Modell der Max-Planck-Institute

mo 9° s mi 17° s 1,4145

- Die Frauen-Polizei der Hamas. Islamisierung des Gazastreifens / Von Jörg Bremer
GAZA, 8. Oktober. Der Gazastreifen sei "auf dem Weg zur Islamisierung", sagen säkulare Palästinenser. Das bestätigt auch Umm Machmoud ( Bild: in schwarzer Burka) ... christlicher Araber ermordet ..." FAZ 09.10.07 S. 7

- Leserbrief zu "Es kommen härtere Tage. Der Klimawandel erzwingt die soziale Revolution.
Warum nannte sich die moderne Gesellschaft lange Zeit "Industriegesellschaft"? Nicht weil es in ihr industrielle Produktion gibt, sondern weil ... " , Kaube FAZ 09.10.07
Sozialrevolutionäres Molekül
Es ist erschreckend, wie wenig Herr Kaube in seinem Kommentar "Es kommen härtere Tage" (9.10.) differenziert. Pars pro toto: "Schmelzende Polkappen"; dazu hätte er in der FAZ lesen können:
"Während die Eisdecke in der Antarktis eher steigt, sinkt sie in den Nordpolarmeeren seit 30 Jahren ständig." ( 07.04.07 "Mit Zeppelin Eisdichte am Nordpol messen")
Dazu sollte er wissen, daß das Arktiseis schwimmt, beim Abschmelzen also kein zusätzliches Wasser ins Meer läuft, und daß die Arktis im Vergleich mit der Antarktis kleiner ist. Der Kern der Antarktis ist die Landmasse des Kontinents Antarktika, das Zentrum der Arktis ist das gefrorene Nordpolarmeer.
Der Teufel sitzt nicht nur im Detail, sondern auch in der linearen Logik, hier u.a. in Ansprache des DIABETES MELLITUS-Staates, von Kaube 'Wohlfahrtsstaat' genannt. Wie bereits vielfach in Mäuse-Experimenten gefunden und in der FAZ dokumentiert, bewirkt eine niederkalorische Ernährung mit mehr Bewegung auch beim Menschen positive Gesundheitseffekte: "... Kuba. Während der Wirtschaftskrise in ihrem Land von 1989 bis 2000 nahmen sie statt durchschnittlich 2899 Kalorien pro Tag nur noch 1863 zu sich. ... Die Zahl der Todesfälle durch Diabetes, koronare Herzerkrankungen und Schlaganfall ging zurück ..." Focus 40/2007 (vgl. auch die an der Uni Münster durchgeführte Querschnittsstudie SEARCH Health, die Lebensstil und kognitive Leistungen thematisiert).
Man darf also um mehr Differenzierung bitten und um weniger Alarmismus, und vor allem muß man empfehlen, die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Beiträge in der FAZ zu lesen. Die sind einfach besser als Prognosen von Computerspielern; aufgrund von Computersimulationen sagte der Club of Rom in den siebziger Jahren das völlige Versiegen des Erdöls für das Jahr 2000 voraus (vgl. FAZ 5.5.07: Der größte chinesische Ölkonzern Petro China hat das möglicherweise größte Erdölvorkommen in Ostasien seit rund 50 Jahren entdeckt ...")
Und zur Beruhigung sei angemerkt: Die Hurrikan-Jahreszeiten 2006 und 2007 verliefen unauffällig. Trotz der wöchentlichen Inbetriebnahme eines Kohlekraftwerks in China.

- Erfolgreiches Modell der Max-Planck-Institute: Es fällt auf, daß beide Nobel-Preisträger nicht an Universitäten geforscht haben, sondern an anders organisierten Instituten, die forschungseffizienter sind. "Für seine bahnbrechende Grundlagenforschung im Bereich der Oberflächenchemie hat der deutsche Wissenschaftler Gerhard Ertl in diesem Jahr den Nobelpreis für Chemie erhalten."

Dienstag, 9. Oktober 2007

Septembermorgen, Putinokratie, homo s., Klima

mi 14°
- Schröders lupenreines Demokratenland: "Konten eingefroren . Politkowskaja-Konferenz abgesagt.
In Russland ist eine Versammlung von Menschenrechtlern zum Gedenken an die ermordete Journalistin Anna Politkowskaja abgesagt worden. Zuvor ..." 09.10.07

- "Sicher ruht der Kult in sich selbst
Kann man einen universalen Religionsbegriff noch retten? Martin Riesebrodt über Grenzen zwischen Glaube und Fundamentalismus. / / Von Karl-Heinz Kohl ..." FAZ 08.10.07
-

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(1827) Eduard Mörike ( 1804 - 1875 )

- homo s.: Chikago Marathon bei 30° : 1 Toter, 49 Krankenhausfälle
- homo s.: Google über 600 $.
- homo s.: Vorsitzenden des Weltklimarats IPCC, Rajendra Pachauri , Volkswirt
- homo s.: VW 181 €

- Wetter & Klima: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2007, Nr. 234, S. 9

Zweifel sind im höchsten Maße angebracht


Zum Beitrag von Konrad Kleinknecht: "Hier gibt es nichts zu zweifeln" in der F.A.Z. vom 14. September: Seit Anbeginn der Wissenschaft war die genaue Messung die Grundlage der Erkenntnis. So haben babylonische Priester mehr als fünfhundert Jahre lang geduldig die Bewegung des Mondes vor dem Firmament verfolgt und haben damit die neunzehnjährige Pseudoperiode zwischen Sonnen- und Mondjahr entdeckt (übrigens ist die Bahnkurve des Mondes bis heute nicht voll verstanden). So hat Tycho Brahe ein Forscherleben lang die Bewegung der Planetenbahnen gemessen, und anhand dieser Daten hat Johannes Kepler seine berühmten Gesetze entwickelt. Auch heute gibt es Persönlichkeiten, die ein Forscherleben lang bestimmte Größen, zum Beispiel in der Physik der Elementarteilchen, mit immer höherer Präzision ausmessen und so den Anker liefern für theoretische Modelle, die besagte Größen richtig beschreiben müssen. Konrad Kleinknecht ist eine solche Persönlichkeit.

Die genaue Messung ist jedoch nicht die Stärke der Klimatologen. Als Beispiel können wir die vier Größen betrachten, welche die gemittelte Netto-Energiebilanz der Erdoberfläche bestimmen. Dies ist einmal das absorbierte Sonnenlicht (168 Watt/m²) und zum andern folgende drei Größen: i) die über den Strahlungstransport der Treibhausgase netto abgeführte Energie (26 W/m²), ii) das durch das sogenannte atmosphärische Fenster ungehindert von Treibhausgasen bei wolkenlosem Himmel direkt in den Weltraum abgestrahlte Infrarotlicht (40 W/m², iii) die durch Verdunstung als sogenannte latente Wärme mittels Aufwinden in die obere Atmosphäre transportierte Energie (102 W/m²), auch Konvektion genannt.

Diese Zahlen habe ich aus der Arbeit von Kiehl und Trenberth (1997) entnommen, einer vom IPCC als beispielhaft empfohlenen Arbeit. Derzeit ist keine dieser Größen experimentell auf genauer als 5 - 10 W/m² bestimmbar, und doch soll bei der Größe (i) die anthropogene Reduktion des Strahlungstransports der Treibhausgase um etwa 2 W/m² die Ursache aller Klimaänderungen sein. Diese Reduktion ist weitestgehend durch den anthropogenen CO2-Anstieg verursacht. Wenn ein hochgeschätzter Kollege aus der Experimentalphysik für einen Effekt der Größe 2 W/m² bei Messfehlern der Größe 10 W/m² die Parole ausgibt: "Hier gibt es nichts zu zweifeln", ist das schon starker Tobak und steht im Widerspruch zu allem, was wir unseren Studenten zum Messprozess beibringen. Übertragen auf die Elementarteilchenphysik könnte man sagen, das Higgs-Boson ist längst mit hinreichender Genauigkeit gefunden. Es sind allein die Rechnungen der Klimamodellierer, auf denen die Annahme der 2-W/m²-Veränderung basiert. Jedoch sind die theoretischen Werte für die vier Größen ähnlich unsicher, aus dem einfachen Grund, weil die zugrundeliegenden physikalischen und chemischen Prozesse viel komplexer sind als das Problem der Mondbahn.

PROFESSOR DR. WERNER WEBER, DORTMUND

Montag, 8. Oktober 2007

Riesenpinguine, mögliche Gewinner in Russland

mi 17° s Die Blätter fallen. Der Orion ist wieder da. Dunkelheit 19.30 h.

- Da staunen die Klimakartellbrüder: "Riesenpinguine ohne Scheu vor Hitze. FAZ 27.06.2007, Nr. 146, S. N2
Fossile Überreste von zwei Pinguinarten, die in Peru entdeckt worden sind, widersprechen den gängigen Annahmen über die klimatischen Voraussetzungen für die Evolution dieser Vögel. Die Funde repräsentieren ausgesprochen stattliche Tiere. Die eine Art, Perudyptes devriesi, dürfte von der Größe her dem heutigen Königspinguin entsprochen haben. Das Exemplar der anderen Art, Icadyptes salasi, bezeugt sogar die Existenz eines Riesenpinguins ohne heutiges Pendant, der aufgerichtet rund 1,5 Meter groß war und einen auffallend langen Schnabel besaß. Die Tiere lebten im mittleren bis späten Eozän vor 42 bis 36 Millionen Jahren. Das war eine der wärmsten Phasen der vergangenen 65 Millionen Jahre, wie Forscher um Julia Clarke von der North Carolina State University in Raleigh online in den "Proceedings" der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften schreiben. Das stehe im Widerspruch zu der These, in warmem Klima würden eher kleinwüchsige Arten entstehen, weil keine Wärmespeicherung erforderlich sei."

- Nicht so verwirrt wie Merkelmünte: "In Russland freut man sich bereits heute: 'Vielleicht wird es gut, und wir geben weniger Geld für Pelzmäntel und andere warme Sachen aus', sagte der russische Staatspräsident Wladimir Putin scherzend.
Gewinner in Russland
Das halb gefrorene Russland spürt - vielleicht vorschnell - neue Lebensgeister. Riesige vereiste Landflächen werden nutzbar werden für Landwirtschaft, schmuddlig-kalte Regionen werden zu touristischen Zielen. Außerdem schlummern in der Erde Bodenschätze, die am Ende der Kältestarre gehoben werden. Das Nordpolarmeer wird für Fischerei und Schifffahrt zugänglich. Der Seeweg zwischen Nordeuropa und Japan, Nordchina oder Korea ist durch das Nordmeer um 40 Prozent kürzer als durch den Suezkanal. Bisher ist die Nordostpassage nur passierbar, wenn russische Eisbrecher vorausfahren. Würde es wärmer, stünde die Abkürzung bis zu 150 Tage lang offen. Allerdings ist der Übergang schwer: Sibirien muss vorher dafür sorgen, das Städte, Straßen und Atomkraftwerke, die auf Permafrost-Boden heute noch recht stabil stehen, auch nach der Eisschmelze nicht im Morast versinken.
Keine Frage: Der Klimawandel bedeutet Neuverteilung. Reiche werden reicher werden, andere Reiche werden arm. Arme werden reich oder noch ärmer. Alle Varianten hat der Klimawandel in seinem Repertoire. Die ökonomischen Folgen sind ähnlich gravierend wie die Globalisierung und die Alterung in den Industrienationen, schreibt die Investmentbank Lehman Brothers. Und meistens erzeugt Umverteilung Konflikte. Die Hoheitsrechte des Polarmeers sind ungeklärt und laden die Völker zu Streit ein. Eine andere geopolitische Konsequenz des Klimawandels könnte es sein, dass die westlichen Industrienationen, die gegenüber China und Indien zurückzufallen schienen, wieder zu alter Stärke finden. China und Indien werden mit Wassermangel und Fluten zu kämpfen haben. „Wenigstens für ein paar Dekaden wird es auch ein paar Gewinner geben“, räumt selbst Rajendra Pachauri ein, Leiter des notorisch pessimistischen IPCC. Und eine Prognose ist ohne Risiko: Menschen werden nicht regungslos zugucken, wie sich ihre Lebensgrundlagen verändern. Sie hoffen auf Gewinn. Das stimuliert den Unternehmergeist. " (FAZ 18. Juni 2007 Klimawandel, Wir bauen auf wärmere Zeiten. Von Winand von Petersdorff . Bildunterschrift: "Pinguine sind von Erderwärmung bedroht, der Mensch nicht unbedingt." Anmerkung WD: Nicht einmal bei den Pinguinen stimmen die Annahmen, siehe oben. Alles nur voreilige Vermutungen bzw. an der Einwerbung von Geldern interessierte Beeinflussung oder, wahrscheinlich überwiegend, wichtigtuerisches Geschwätz.
Das Dokument kann öffentlich gelesen werden unter: http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_39dfvx3x

Sonntag, 7. Oktober 2007

"Es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben."

mi 17° Der große Fusionsreaktor gibt sich alle Mühe.
- "Kuckuck, Kuckuck, ruft's nicht mehr aus dem Wald . Der Vogel des Jahres gilt als Schicksalskünder. Wenn er nicht geschützt wird, ist sein eigenes Schicksal besiegelt. " Das möchte ich hoffen! Zum Kuckuck mit dem Kuckuck! Bevor er noch das Wappentier von Merkelmünte wird.

- Er war mal kein Kuckuck oder roter Herdentriebler: Walter Kempowski ist tot. Er glaubte mit Luther: "Es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben." Das meinte auch Voltaire zuletzt. Umsonst ist es nur in linearen Begriffen, ist doch der Name Luther auf das engste mit dem bis heute nachwirkenden Dreißigjährigen Krieg verbunden. "Es ist durchaus wahr und eine Grundtatsache aller Geschichte, daß das schließliche Resultat politischen Handelns oft, nein: geradezu regelmäßig in völlig unadäquatem, oft in geradezu paradoxem Verhältnis zu seinem ursprünglichen Sinn steht." (Max Weber, Politik als Beruf) Das gilt für alles menschliche Handeln.

Samstag, 6. Oktober 2007

Antarktiseis steigt, Regenwurm, Le Corbusier, Candide

mo 9° mi 15° herbststrahlender Azur
8002 14.066 1,4109 78,95

- Le Corbusier 1887 : Paris abreißen, Parks und Hochhäuser ("riesige Kristallmassen": 200 m hoch, 100 m lang) stattdessen, Arbeit und Wohnen trennen: durchdrungen vom totalitären Geist des Jahrhunderts: Architektur löst alle Probleme, "Baukunst oder Revolution", und die Architektur ist er; Natur ist schön, weil sie Naturgesetze enthält; 1,83 m als Maß der Wohneinheiten: Deckenhöhe 2,26m; "Irrglaube des Menschen, daß er gern am Boden lebt
- Zur Natur, die der elegante Bau-Stalinist Cobusier gar nicht kannte, weil er sich nur auf Baustellen, in Ateliers, Salons und in seiner Hochhauswohnung in Paris aufhielt, hätte der Regenwurm bei C. nicht gehört; trotzdem ist es eines Blickes wert, wie er Nahrungswirtschaft treibt: er zieht sehr geschickt ohne Hände Blattstiele, Kiefernnadeln und ähnliches Langmaterial in seinen Gang zur Bereitung zukünftiger Mahlzeiten.

- Schadet nicht: Das Ozonloch schrumpft
Forscher der Esa geben aber noch nicht Entwarnung
mli. FRANKFURT, 4. Oktober. Das Ozonloch oberhalb der Antarktis ist in diesem Jahr um dreißig Prozent kleiner als im Jahr 2006. Das haben Messungen ...5.10.07

- Entwicklung des Strompreises: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E67AB980E090947BBAEC1C8F4ABDD02D4~ATpl~Ecommon~SMed.html:

- Mann in rosa Hemd und Krawatte; Anfassen der Tasse, der Gläser am Trinkrand

- "Der kurze Triumph der Menschlichkeit. Eine Pilgerreise durch Paraguay / Von Susanne Jaspers
Voltaire schickte seinen Candide nach Paraguay und ließ ihn dort die Wohltaten der jesuitischen Missionare bestaunen. Geblieben sind von dem ..." 04.10.07

- "Während die Eisdecke in der Antarktis eher steigt, sinkt sie in den Nordpolarmeeren seit 30 Jahren ständig." (" 07.04.07 Mit Zeppelin Eisdichte am Nordpol messen. vL. Mit einer in Bremerhaven entwickelten Sonde werden Forscher vom April 2008 an die Eisdicke in der Arktis messen. Profil ..." FAZ)
Jetzt sollte man noch wissen, daß das Arktiseis schwimmt, beim Abschmelzen also kein zusätzliches Wasser ins Meer läuft (Al Gore in seinen 20 Zimmern trockene Füße behält), und daß die Arktis im Vergleich mit der Antarktis kleiner ist. Der Kern der Antarktis ist die Landmasse des Kontinents Antarktika, das Zentrum der Arktis ist das gefrorene Nordpolarmeer.

- Daimler Benz, Mercedes Hold., Daimler-Chrysler, Daimler - schwierig, auch naheliegende Prozesse zu gestalten. Und dabei ist der Autobau weitaus einfacher als eine Wetterprognose für vier Wochen.

Freitag, 5. Oktober 2007

Kostenbremse für Erneuerbare Energien, FAZ-Ästhetik-Reform

mi 14° s
- Mal was weniger Schlechtes aus der CDU, wenn Merkel nicht da ist: "05. Oktober 2007
Mehr Ökostrom soll Kunden nicht mehr kosten
CDU und CSU fordern eine Kostenbremse für Erneuerbare Energien, mehr Atomstrom und die Nato als Garant für die Liefersicherheit von Öl und Gas. Das steht in einem neuen Grundsatzpapier zur Energiepolitik der Fraktion. Neuer Streit mit der SPD scheint programmiert."

- "Das neue Kleid der F.A.Z.
Einladend, frisch, übersichtlich
Seit ihrer Gründung hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihr Äußeres immer wieder verändert. Von diesem Freitag an erneuert die F.A.Z. abermals ihr Erscheinungsbild. Täglich wird ein Foto auf der Titelseite erscheinen, die Frakturschrift über den Kommentaren wird abgelöst. Leserbefragungen ergaben große Zustimmung."
Mein Kommentar: Zwei unschöne Gesichter im bunten Großformat zum Frühstück
05.10.2007 . Vorn auf dem Bild Bonbonkitschfarben, hinten die Visage des nordkoreanischen Brutaldiktators - ächt kuhl und frisch!
Ich täte meinen, wenn man sowas sehen will, macht man n-tv an.
Wie schrieb Benn: "Wir befinden uns im Zeitalter der Aphorismen und Anthologien, im Zeitalter der Offerte, des Reizangebots, der Schmackhaftmachung, man kann auch sagen im Zeitalter der Erleichterung der schweren Dinge. Mundgerecht soll alles gemacht werden, keiner soll mehr an einer selbstbestellten und selbstbeurteilten Hauptnahrung herumkauen müssen, die vielleicht seinem Gebiß Schwierigkeiten macht. ... also: Kleine Bissen, vorgekaut, weichgekocht."
Ges. W., ed. Wellershoff, Bd. 7 (Verm. Schr.), S. 1794
Heute, rund 50 Jahre später, würde er vielleicht fortsetzen: Was die Kitschbilderflut angeht, so sind wir zum lauwarmen, bunten Breichen fortgeschritten.
Wohl bekomm's!

- "Ich habe noch nie einen banalen Satz von ihm gehört', erinnerte sich der russische Zar Nikolaus I. an seinen Besuch bei Goethe." Von der gegenwärtigen Familienministerin habe ich noch nie einen klugen Satz gelesen. Sie ist daher die richtige auf dem Zwei-Seiten-FAZ-Werbebild, das heute die Einleitung bildet für die Umwandlung der FAZ in ein Bilderbuch. Das Bombardement mit übergroßen Buntbildern, die Werbung eingeschlossen, hat heute einen Höhepunkt erreicht. Brauchen die Medienkinder demnächst Bilder im Plakatformat?

- Es gibt ihn doch, den Humor im Islam: "05.10.07 Vorposten.
Der türkische Staatspräsident Gül hat den Menschenrechtskommissar des Europarates aufgefordert, gegen die angebliche Diskriminierung der türkischen Bevölkerungsgruppe in Deutschland ..."

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Grönland freut sich

mi 19° s
Da feixt die Fauna : "Sogar die Jäger sterben aus.
Der Klimawandel bedroht Inuit-Traditionen - bringt aber Wohlstand / Von Carola Kaps. QASSIARSUK, 1. Oktober. In Qassiarsuk hat man Erfahrung mit dem Klimawandel. Die Nachkommen des legendären Wikingers Erik des Roten, der Ende ... " 02.10.07 FAZ Kabeljau zurück, Brokkoli und Blumenkohl wachsen, Grönland geht es besser. Und: Bis zu einem Viertel der globalen Öl- und Gasreserven sollen unter dem Grönlandeis liegen.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Ein widriger Begriff: Einheit, Sprache, Gewalt

mo 15° Herbstlicht. Die Amseln den ganzen Tag im Feuerdorn. Alle Kreuzspinnen wieder da.
7955 1,4104 80

- Der Nationalfeiertag. Er sei. Wenn da nicht dieser widrige Begriff wäre: Einheit. Der wurzelt in Deutschland im Ausgang des 19. Jahrhunderts. Man wollte mehr Gemeinsamkeit in den 326 deutschen Ländern und Ländchen. Verständlich im Vergleich mit den schon zentralisierten Ländern Frankreich und England. Aber wie überall wurde zuviel in ihn hineingelesen. Immer kam es zuallererst auf das Individuum an. Auf die individuelle Freiheit. Auf das Differenzieren. Einheit ist ein widriger Begriff. Er ist ein Einfallstor für den Gleichheitswahn. Für den Kollektivismus. Das kollektivistische Verbrecherregime der SED-PDS-DieLinke hat sein verdientes Ende gefunden. Aber die Freiheit verachtende Gesinnung der Gysi und Genossen ist geblieben.

- Das Hauptmaß der individuellen Freiheit ist die Gestaltung des eigenen Lebens in eigener Verantwortung jenseits kollektivistischer STEUER-Eingriffe.

- Das ewige Problem der Sprache, besonders der politischen Sprache: der große Bedeutungsumfang der einzelnen Wörter und Wendungen vernebelt oft mehr, als er ausdrückt; so war die BERLINER MAUER zwar eine Mauer, vielmehr noch aber war sie eine Gefängnismauer zur Repression der Bevölkerung, sie war eine Einmauerung, also das Gegenteil einer Stadtmauer, einer Zellmembran, die das Innen gegen das Außen schützt.

- Daß die islamischen Kollektivisten heute am Nationalfeiertag zum 'Tag der Moscheen' einladen, spricht für sich.

- Wahhabismus: " Zeit der Tulpen . Der islamische Rigorismus begann als Kampf gegen die muslimischen Türken / Von Wolfgang Günter Lerch. Seit dem 11. September 2001 ist eine Flut neuer Bücher über den Islamismus und seine gewalttätige Ausprägung, den Dschihadismus, publiziert ..." 01.10.07

- - " In Städten Gewalt größte Bedrohung. Lt. LONDON, 30. September. Gewaltverbrechen sind in Großstädten zur größten Bedrohung geworden. Nach der jüngsten, in London präsentierten Studie ... 01.10.07 "

- Das tatsächliche Problem der Dritten Welt: "Wie Despoten ihren Volkswirtschaften viele Milliarden stehlen
Natürlich sind die Anwälte der Betroffenen wütend. Als "Unsinn", als "nicht fundiert" bewerten sie eine Studie, die die Weltbank und das Büro ... 02.10.07 " Suharto soll 15-35 Mrd. $ geraubt haben.

- - Ach ja: The Wall, Pink Floyd: All in all you're just another brick in the wall .

- - "Vulkanausbruch auf Insel im Roten Meer. SANAA, 1. Oktober (dpa). Ein gewaltiger Vulkanausbruch hat eine kleine, vier Quadratkilometer große Insel im Roten Meer völlig mit glühender Lava, Asche und Geröll überzogen. ..." 02.10.07 // Wie viele Aerosole gehen da in die Luft? Sie haben über die Wolkenbildung abkühlende Wirkung.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Heiss, Energiepreistreiberin, Dow 14.058

mi 15° b 7.944,86

- "Wiener Zeitung Artikel aus dem EXTRA Lexikon: Kein Grund zur Hysterie
Zahlreiche Fakten und Überlegungen sprechen gegen die weit verbreitete Theorie von der globalen Erwärmung.
Von Klaus P. Heiss
Die Wüste im Norden Chinas dehnt sich immer weiter aus. Aber ist dafür wirklich der Klimawandel verantwortlich? Und wenn ja was wären seine Ursachen?
Das Heißeste am Bericht des Weltklimarates ( Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC ), der Anfang Mai 2007 als reines Konsens-Papier in Paris präsentiert wurde, ist die weltweite Hysterie, die er auslöste, verbunden mit der Ausbeutung grundlegender (Existenz-) Ängste durch zahlreiche politische Opportunisten.
Kann man etwas tun? ... Kann man gegen den Klimawandel vorsorgen? Wann? Womit? Da wir nicht wissen, ob sich der gegenwärtige Temperaturtrend fortsetzen wird, und da klar ist, dass nicht der CO 2 -Anstieg für die steigenden Temperaturen verantwortlich ist, sondern umgekehrt, und da außerdem die weltweiten Temperaturen zumindest in den letzten zehn Jahren nicht gestiegen sind und möglicherweise eine kleine Eiszeit auf uns zukommt wie sollen wir dagegen vorsorgen? Noch dazu, wenn alle vorgeschlagenen Maßnahmen gewaltige Kosten verursachen, während die meisten professionellen Wirtschaftsstudien darauf hindeuten, dass es uns in wärmeren Zeiten im Allgemeinen besser geht.
Ist die Umwelt wichtig? Sicher, aber man rettet sie nicht mit sinnlosen Beschwörungsformeln und teuren, aber nutzlosen Maßnahmen gegen Probleme, die so nicht existieren. Die Entwicklung des Weltklimas muss diskutiert werden, und die Skeptiker der Klima-Hysterie sind dazu bereit. Die Frage ist nur, ob die Kyoto-Gläubigen sich dazu überwinden können, endlich das Gespräch mit ihren Kritikern aufzunehmen."
Klaus P. Heiss , geborener Österreicher, lebt als NASA-Raumfahrtexperte, Ökonom und Berater der US-Regierung in Washington, DC.
Der ganze Text ist einsehbar unter:
http://docs.google.com/Doc?id=dfxbprhp_210c6zhf2
und http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&Alias=wzo&cob=301034

- "Staat macht Strom teuer
Anteil seit 1998 versechsfacht / 4 Milliarden Euro für Windstrom
ami. BERLIN, 30. September. Die Stromrechnung von Haushalten und Wirtschaft könnte in diesem Jahr um 13,4 Milliarden Euro niedriger ausfallen, ...", wenn Merkelmünte zu den Robbenfressern (Eisbären) vertrieben würden. Für die geistige und politische Reife großer Teile der deutschen Bevölkerung spricht : " "Merkel gut" - Siebzig Prozent der deutschen Bürger halten die CDU-Vorsitzende für eine gute Kanzlerin. 21 Prozent finden das nicht. Das ist ... " " Spitze!
- Die Weltretterin
Heidemarie Wieczorek-Zeul hat keine Angst vor großen Gefühlen.
Wer eine Reise tut, kann viel erzählen. Heidemarie Wieczorek-Zeul eilt seit 1998 als Entwicklungsministerin um die Welt, um ..." Morales die Hand zu schütteln, sich bei den Hereros weinend zu entschuldigen, und, natürlich, vor allem, um anderer Leute Geld mit vollen Händen und mit schlechten Ergebnissen auszustreuen. Rez. "Welt bewegen." FAZ 01.10.07

- Rassismus
"02.10.07 Ein Turnschuh speziell für Indianer. Nike entwirft erstmals Produkt für bestimmte ethnische Gruppe / Der "Air Native" passt sich breiteren Füßen an. lid. NEW YORK, 1. Oktober. Marktforschung fördert manchmal die erstaunlichsten Erkenntnisse zutage. Der amerikanische Sportartikelhersteller ..."

Montag, 1. Oktober 2007

Grüntzig, Benn, Schlafforscher

mi 15° b
- Dämliche Europäer 1977: "Erinnerungen an die Geburtsstunde der modernen Kardiologie
Ärztekongress zu Ehren von Andreas Grüntzig – Erste Ballondilatation am Herz vor 30 Jahren. ... Ein Fall von Mobbing:
Die Erinnerungen an Grüntzigs Heldentat vor 30 Jahren wären unvollständig, wenn nicht auch die dunklen Seiten dieser Geschichte erwähnt würden. Da sei sehr viel Neid und Missgunst mit im Spiel gewesen, erinnert sich Professor Meier. Heute würde man das, was man mit Grüntzig gemacht habe, Mobbing nennen. Obwohl schon bald aus der ganzen Welt Ärzte angereist kamen, um die Ballondilatation zu erlernen, wurden Grüntzigs Entwicklungsmöglichkeiten in Zürich systematisch behindert. «Die Situation wurde immer untragbarer», schreibt Schlumpf in ihren Erinnerungen, so dass Grüntzig – er hatte sich auch in Deutschland erfolglos um eine Professur beworben – 1980 schliesslich eine Berufung nach Atlanta in den USA annahm. " 15. September 2007, Neue Zürcher Zeitung

- Wiedergefunden: "Wir befinden uns im Zeitalter der Aphorismen und Anthologien, im Zeitalter der Offerte, des Reizangebots, der Schmackhaftmachung, man kann auch sagen im Zeitalter der Erleichterung der schweren Dinge. Mundgerecht soll alles gemacht werden, keiner soll mehr an einer selbstbestellten und selbstbeurteilten Hauptnahrung herumkauen müssen, die vielleicht seinem Gebiß Schwierigkeiten macht. ... also: Kleine Bissen, vorgekaut, weichgekocht." Benn, Ges. W., ed. Wellershoff, Bd. 7 (Verm. Schr.), S. 1794
Vorgekaut, weichgekocht: Aber dann auf die Party!

- "Sage mir, wie du träumst, und ich sage dir, was du liest
Die Schlafforscher Michael Schredl und Georg Rüschemeyer führen vor Augen, was wir vom Traumreich bis jetzt wirklich wissen
Die Wissenschaft enträtselt unser nächtliches Kopfkino? Erfreulicherweise ist das Buch zum Thema viel vorsichtiger als sein Untertitel. Denn ... " Rez. FAZ 28.9.07

- Nichts Neues von den Rasenrotzern: "Beim KSC fliegen trotz des Sieges die Fäuste ... gerieten Torwart Miller und Abwehrspieler Carnell aneinander. Dabei flogen sogar die Fäuste."