Dienstag, 1. Mai 2012

Pu, nein, nicht der Bär

Deutschlandfunk, heute:

16:30 Uhr
Spalt-Material
Der Streit um die Altlast Plutonium
Von Andrea Rehmsmeier
Plutonium - hochradioaktiv, extrem toxisch und waffenfähig. Nach über 60 Jahren militärischen Wettrüstens und ziviler Kernkraftnutzung lagern heute riesige Bestände in weitenTeilen der Welt. In Deutschland gilt das Schwermetall als der problematischste Bestandteil im Atommüll, Kernforscher wollen das Sicherheitsrisiko durch Transmutation entschärfen. Doch die hohe Energiedichte des Plutoniums, die die atomkritischen Deutschen als unbeherrschbar fürchten, weckt in anderen Staaten Begehrlichkeiten: Russland, Indien und China wollen die Altlast durch Wiederaufbereitung in einen Standardkernbrennstoff für eine neue Generation von Schnellen Reaktoren verwandeln. Die alte Diskussion über Fluch und Segen von Kernenergie hat sich am Plutonium neu entzündet - und lähmt die Suche nach kurzfristigen Lösungen.



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Eingeschlossen in einem Stahlbehälter oder selbst in eine Plastiktüte ist ein kleines Stückchen Plutonium relativ ungefährlich (aber auch hier gilt: nicht essen; mehr als zehn Kilo sind für die Plastiktüte außerdem ungeeignet).
Hält man das Plutonium an die Wange, oder nimmt man es mit ins kalte Bett, dann fühlt man die angenehme Wärme dieses Stoffes, der viel länger wärmt als ein Kirschkernkissen (dafür kann man das Kirschkernkissen getrost essen, wenn es kalt ist; Vorsicht aber bei empfindlichem Magen).

Die wohlige Wärme des Plutoniums entsteht durch den radioaktiven Zerfall, und diese Wärme läßt sich wunderbar in Energie umsetzen. Schöne, kleine Plutoniumbatterien wurden zB bei Apollo-Missionen eingesetzt, bei Tiefseetaucheranzügen und bei Herzschrittmachern, wo große Blockbatterien einfach unpraktisch wären, schon wegen des großen Knubbels in der Brust, zumindest der männlichen, und weil man sie immer wieder austauschen muß.

Ziemlich prima also, was man mit dem Plutonium anfangen kann, man könnte damit zu Hause auch viel Heizöl sparen. Also, vielleicht kriege ich ein paar Castoren, wenigstens einen. (Blogeintrag 6. November 2010)

(Vgl. John Emsley, Chemie im Alltag II, S. 264ff. sowie Blog-Eintrag v. 23.4.10)