Mittwoch, 24. Mai 2017

"Regeneration & Blend" Roger Hanschel & Auryn Quartett

Keine Erkenntnis ohne Messung



Psychologie heute im Labor braucht Testpersonen, die mit diesen Handzetteln angelockt werden




Bruno Bettelheim war ein Freudianer. In der Studie Joey: A "Mechanical Boy" erfand er die “Kühlschrankmutter”, die aufgrund ihrer Emotionslosigkeit den Autismus ihrer Kinder hervorrufe. Das ist natürlich bodenloser Quatsch, wie wir heute aus der empirischen Psychologie wissen. Damit wurden viele Mütter grundlos schwer belastet. Vor allem genetische Gründe liegen dem Autismus zugrunde. Von dieser fake-Wissenschaft treiben sich immer noch viele in den Instituten herum. Solche Figuren der Psychoanalysensekte haben nicht nur das wissenschaftliche Erkennen schlimm behindert, sie haben auch den Autisten schwer geschadet.
Bettelheim selber blieb unbelehrbar, ein herrschsüchtiger übler Narr, gegen den auch viele andere Vorwürfe erhoben wurden. Schande seinem Namen.













Freitag, 19. Mai 2017

Traditionelle japanische Instrumente mit einem Rockverschnitt. Spielen morgen in Düsseldorf auf dem Japan-Tag. /// AKARA // 箏曲『千鳥之曲』前歌より

Männerphantasien













Das Hetärenwesen „war eine käufliche Liebe, die für die Männer ohne Verpflichtung blieb … Für die beteiligten Frauen war sie meist das unfreiwillige Los ihrer Leibeigenschaft oder leichtes und letztes Mittel, den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Selten war sie der Weg zum Reichtum. Aber allein jenen, die durch Prostitution zu Reichtum und Berühmtheit kamen, verdankt das Hetärenwesen den nachhaltigen Ruhm und die Aufwertung zu einem vielbeachteten Kulturphänomen. Das Heer der namen- und rechtlosen Sklavendirnen verschwand hinter dem strahlenden und ebenso trügerischen Bild jener schönen, gebildeten und geistreich parlierenden Lebedamen …’’ (Carola Reinsberg, Ehe, Hetärentum und Knabenliebe im antiken Griechenland, S. 80)

Diese waren eine verschwindende Minderheit, wenn es sie überhaupt gab; sie begleiteten die Männer zum Symposion und ersetzten die Ehefrauen, die an das Haus gebunden waren. Zudem heirateten die Männer gezwungenermaßen spät, erst mit etwa 30 Jahren. Auf diesen Gastmählern boten die Hetären erotische Unterhaltung mit Tanz und Musik. Heute etwa vergleichbar mit gehobenen Striptease-Clubs.
In diesem Zusammenhang werden oft Namen genannt wie jener der Aspasia, die Gefährtin des Perikles.
„Gerade in Bezug auf sie konnte bislang nicht gesichert werden, daß sie tatsächlich eine Hetäre war. Aspasia stammte aus dem kleinasiatischen Milet und lebte seit den vierziger Jahren des 5. Jahrhunderts in Athen. Als Ausländerin hatte sie den Metökenstatus, d.h. die juristische Stellung der nicht mit dem Bürgerrecht privilegierten Einwohner Athens. Insofern konnte sie … keine rechtmäßige Ehe eingehen. Ihre Verbindung mit Perikles blieb zeitlebens eine freie, nicht legalisierte Ehe …“ (Ebd., S. 82)
Eine Sondergruppe bildeten die Philosophenfreundinnen und schülerinnen wie die Hipparchia des Krates von Theben und Leontion, die Geliebte Epikurs. Sie wurden oft verleumdend Hetären genannt und auch, wie Sokrates, der Gottlosigkeit bezichtigt, weil sie sich unübliche Freiheiten herausnahmen.
(Vgl. Reinsberg, S. 84ff.)



Das Bild vom glänzenden Hetärentum entpuppt sich dergestalt weitgehend als eine Männerphantasie.








Donnerstag, 18. Mai 2017

Brendel plays Schubert piano Sonata in A minor op. 143 pt. 2

Ein ganz großes Ding



Abb.: Silvester I. und Konstantin, Fresko 13. Jh., Wiki.






Papst Silvester (314-335, der Silvester-Papst) kombinierte die Quacksalberei mit dem Aberglauben, als er angeblich Kaiser Konstantin von der Lepra heilte, indem er ihn anwies, dreimal ganz im Wasser unterzutauchen und den Namen Christus anzurufen. Daraufhin soll der geheilte Kaiser die "Konstantinische Schenkung" - Mittelitalien - vorgenommen haben.

Die sich aber als Lug, Trug und Fälschung herausstellte. Vom Vermögenswert her sicher eine der größten Betrügereien der Geschichte. Davon herrührend besitzt die kath. Kirche heute noch den Vatikan. Nicht alle Christen sind solche Großbetrüger, durch philologische Analyse der gefälschten Urkunde im 15. Jahrhundert durch die Kleriker und Humanisten Cusanus (Nikolaus von Kues; in Mosel-Wein Veritas?) und Lorenzo Vallas wurde die Fälschung entlarvt. So ganz schwierig war das nicht, denn die Urkunde war in lausigem Mittellatein abgefaßt, nicht im klassischem Latein der Spätantike. Zudem wurde darin Konstantinopel erwähnt, das aber seinerzeit Byzanz (gr.) bzw. Nova Roma (lat.) genannt wurde.

















Mittwoch, 17. Mai 2017

Spitzenleistung








Augustinus (354-430) hat nicht nur zum Totschlag an den Arianern aufgerufen - weil die die Trinität ablehnten - sondern er war auch ein inniger Freund der Sklaverei. Zenon und Epikur hatten die Sklaverei geistig längst überwunden, da verkündete Herr Augustin in Hippo:
“Nicht freie Männer aus Sklaven hat Christus gemacht, sondern gute Sklaven aus bösen.”
“Nicht genug: christliche Sklaven, die unter Berufung auf das Alte Testament … Freilassung nach sechsjährigem Dienst erbitten, weist Augustinus brüsk zurück.
(Vgl. Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 3, S. 519ff.)

Im Erfinden und Verdrehen, im Lügen und Betrügen waren die Spitzen-Christen stets Spitze.



































Maria João Pires plays Mozart Sonata No 8 in A minor, K 310

Montag, 15. Mai 2017

9.5.1567 in Cremona geboren. /// Monteverdi - Zefiro torna e'l bel tempo rimena (Lib. 6)

Das Schlimmste: viele Posten weg







Ruhrland abgebrannt für die Grünfanatiker und die SPD:
Die SPD verlor 8% und fiel auf 31% (gerundet), die Löhrmann-Fanatiker halbierten sich fast auf 6,4%. Die linken Piraten sackten ab auf 1% und sind nicht mehr im Düsseldorfer Landtag vertreten.
Vermutlich stecken Gasprom-Schröder und der russische Geheimdienst dahinter!
Wenn die Wippe auf der einen Seite leichter wird, legt die  andere Seite zu. Die CDU um rund 7% auf 33%, die FDP um 4 auf 12,6%. 
Diese Schaukel lieben die herrschenden Parteien, sie bewirkt, daß sich wenig bewegt. Es sei denn, die Schaukelparteien geraten unter Druck durch eine veritable Opposition, die stärker werden könnte. 

Das ist in diesem Fall die AfD, die erstmals antrat und auf 7,4% kam. Damit hat die billige heimische Braunkohle bessere Chancen, und mit ihr eine solide Energieversorgung, ohne die kein Industrieland bestehen kann. Die Windwahnideologie von Grünen, SPD, CDU und teilweise der FDP steht durch die AfD unter Druck. Ebenso verhält es sich mit dem unkontrollierten Eindringen von Analphabeten und Hilfsarbeitern, das die AfD jetzt im Landtag bekämpfen wird. 






























Sonntag, 14. Mai 2017

Safranski schert aus, na, na

https://www.nzz.ch/feuilleton/boerne-preis-traeger-ruediger-safranski-die-angst-vor-dem-politischen-islam-ist-da-doch-singt-man-laut-im-walde-ld.1290527

"Sie plädieren für mehr Bosheit?
Zunächst einmal für mehr Realismus. Mit der Bosheit aber muss jeder rechnen, der sich selbst kennt und seine lieben Mitmenschen."
Mehr Realismus kann wirklich nicht schaden bei der linken Kaste von Merkel bis ZEIT, die Deutschland regiert.
In NRW regiert ja der WDR. Er hat viel Wahlpropaganda für Rotgrün gemacht. Ohne Erfolg. Aber der Sozialdemokrat Laschet hat ja gewonnen.














Wählen?









Es gibt tatsächlich viele Nichtwähler. 40 bis 60% wählen nicht. Teilweise aus Überzeugung, teilweise aus Lässigkeit und Desinteresse. Letztere sind eben Primitive, ganz Dumme und Demente. Sie sind uninteressant.
Aber warum werfen intelligente Nichtwähler ihre Stimme in den Papierkorb oder wählen ungültig? Ich selbst habe bei der letzten Bürgermeisterwahl meinen Stimmzettel mit dem Kommentar versehen: kein kleineres Übel gefunden. Das war eine Ausnahme, denn meist findet sich ein kleineres Übel.
Übel ist das Ausstellen eines Blankoschecks auf 4 oder 5 Jahre für Parteikandidaten, die im Hinterzimmer ausgekungelt wurden, in jedem Fall. Die Parteien-Demokratie als solche ist ein Übel. Sie besitzt oligarchische Tendenzen, was der Parteien-Soziologe Robert Michels schon in der SPD um 1900 fand:
"Die Organisation ist die Mutter der Herrschaft der Gewählten über die Wähler, der Beauftragten über die Auftraggeber, der Delegierten über die Delegierenden."
(Rob. Michels, Zur Soziologie des Parteiwesens, S. 384/412)
Woran mag das liegen? Michels:
"Die Mehrzahl ist froh, wenn sich Männer finden, welche bereit sind, die Geschäfte für sie zu besorgen. Das Führungsbedürfnis, meist verbunden mit einem regen Heroenkultus, ist in den Massen, auch in den organisierten Massen der Arbeiterparteien, grenzenlos."
(Ebd., S. 53/80)
So ist das. Daher braucht die Parteiendemokratie ein starkes Korrektiv während der Legislaturperiode: Bürgerbegehren, Bürgerabstimmungen, die Regierungsbeschlüsse außer Kraft setzen können.
Und siehe da, es gibt eine Partei, die das im Programm stehen hat. Die Alternative.
Als kleineres Parteienübel.
























































Fernando Sor - Study op. 6 n. 11

Freitag, 12. Mai 2017

Braunkohle?



Aus der Schule ist sie raus, offenbar, jetzt will sie mal in den Landtag - warum, sagt sie nicht. 
In der Demokratie gewinnen nur Populisten, Schaumschläger und Maulhelden. 
Was die SPD hier liefert, ist allerdings Populismus unter Null. 



Billig, zuverlässig, heimischer Rohstoff, sogar in NRW. Dafür braucht es keine neuen Stromtrassen mit ca. 3% Verlust pro 100 km. Keine Erdarbeiten für die Kabelverlegung, keinen Materialaufwand. Dazu die Denkschrift der NRW-Akademie der Wissenschaften:
"Die heimische Braunkohle kann als eine relativ günstige Energiequelle nicht hoch genug eingeschätzt werden. ... einer potentiellen Reichweite von mehreren 100 Jahren ..." („Die Energieversorgung sichern“ , Denkschrift der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, S. 12f.)
So ist es! Goldene Worte! Die im Tagebau leicht erreichbaren Reserven besitzen eine
Reichweite von 400 bis 500 Jahren. Das nennt man Sicherheit!
In NRW gibt es nur eine Partei, die die günstige Braunkohle unterstützt. In ihrem Wahlprogramm.
Welche Partei das ist? Es ist nicht die CDU, die SPD, es sind nicht die Grünfanatiker, die Piraten, die FDP auch nicht. Wer bleibt denn da noch übrig? Richtig, ja, die Alternative.




























Relaxing piano music- Yasuko Kyoda piano collections 経田康子

Donnerstag, 11. Mai 2017

Yasuko Yamaguchi / Pakaris in der Ruine for trombone and piano (2016)

Das Hauptproblem

Kinder, die nicht versorgt werden. Keine Schule besuchen. Schon gar keine gute Schule. 
Der Klimaklamauk lenkt vom Hauptproblem ab. 

http://plus.faz.net/evr-editions/2017-05-09/44821/347480.html

Takkuu-Inseln




Die Erde als Kartoffel - einen "Meeresspiegel" als glatte Wasserfläche gibt es nicht
(Schwerefeldmodell www.espace-tum.de/8228-bD1lbg-~goce~Goce~Produkte~Schwereanomalie~Das_Geoid.html )




Der Meeresspiegel ist schwer zu messen, der Mond allein sorgt ständig für Ebbe und Flut, allerdings gibt es Pegel, die teilweise älter sind und einen Vergleich erlauben. Sie zeigen wenig Veränderung. Die Riff-Inseln - allesamt unbedeutend - geben ebenfalls Pegel-Auskünfte, soweit nicht Hebungen und Senkungen des Meeresbodens im Spiel sind, wie im Fall der Malediven. 

Die Mannschaft der Kalten Sonne wies auf eine Veröffentlichung zum Thema hin:

Bremer Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie: „Unsere Daten lassen keine Rückschlüsse darauf zu, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels bei den Takuu-Inseln in den letzten 70 Jahren negativ bemerkbar gemacht hat“

Pressemitteilung des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) vom 29. Januar 2016 mit überraschendem Ergebnis:
———————————–
Versinkende Inseln: Bedroht der Meeresspiegelanstieg das Takuu-Atoll im Pazifik?
Seit einigen Jahrzehnten steigt der Meeresspiegel unaufhaltsam – im Schnitt 3,3 mm im Jahr. Inwieweit machen sich die Folgen des Meeresspiegelanstiegs bereits heute auf den Riffinseln bemerkbar? Diese Frage konnten Forscher des ZMT nun für das Takuu-Atoll, eine Inselgruppe im Pazifik nordöstlich von Papa-Neuguinea, beantworten. 
Seit einigen Jahrzehnten steigt der Meeresspiegel unaufhaltsam – im Schnitt 3,3 mm im Jahr. Für flache Riffinseln wie die Malediven oder die Marshall-Inseln werden Zukunftsszenarien entworfen, die den Untergang der Inselstaaten und ihrer Kulturen heraufbeschwören. Inwieweit machen sich die Folgen des Meeresspiegelanstiegs bereits heute auf den Riffinseln bemerkbar? Diese Frage konnten Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) nun für das Takuu-Atoll, eine Inselgruppe im Pazifik nordöstlich von Papa-Neuguinea, beantworten. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden kürzlich im Fachjournal „Geomorphology“ publiziert.
Riffinseln gehören zu den Landformen, die am stärksten vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Für das Takuu-Atoll mit seiner mehr als tausend Jahre alten polynesischen Kultur prophezeien Forscher, dass die Inselgruppe schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte nicht mehr bewohnbar sein werde. Die Regierung soll bereits Pläne vorbereitet haben, um die Bevölkerung des Atolls als sogenannte „Klimaflüchtlinge“ umzusiedeln. Die erschreckende Problematik war sogar das Thema einer preisgekrönten Dokumentation mit dem Titel „There Once Was An Island“ aus dem Jahr 2010.
Bisher gibt es jedoch nur wenige Studien zu den sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels auf Riffinseln. Anhand von Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg und einem umfangreichen Datensatz an Satellitenbildern hat der ZMT-Geologe Dr. Thomas Mann jetzt erstmals die Veränderungen der Vegetationsfläche und Küstenlinie des Takuu-Atolls seit 1943 untersucht. „Die Ergebnisse haben uns sehr erstaunt“, berichtet der Geologe. „Obwohl der Anstieg des Meeresspiegels bereits vor rund 100 Jahren begann und seit den 1990er Jahren noch deutlich schneller verläuft, hat sich die Vegetationsfläche der Takuu-Inseln zwischen 1943 und 2012 insgesamt sogar um drei Prozent vergrößert“.
Zwar ist seit 2008 ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Der Flächenverlust verlief jedoch zu abrupt, um ihn auf den Meeresspiegelanstieg zurückführen zu können. Die Erosion setzte direkt nach einer Sturmflut ein, die weite Teile der Inselküsten abtrug und zum Schreckensszenario der untergehenden Inseln beitrug. „Nach solchen Klimaereignissen erholen sich die Inseln jedoch meist wieder, wenn auch nur sehr langsam. Unsere Daten zeigen, dass die Wiederherstellung der Inselfläche bereits wenige Jahre nach der Sturmflut begonnen hat“, so der Geologe.
Zum Bild des untergehenden Takuu-Atolls trugen auch Veränderungen der Strände bei. Allerdings nahm die Strandfläche wiederum nur bei einigen Inseln ab. Auf diesen wurden große Mengen an Strandsand von den Bewohnern abgetragen und für Warften verwendet, da es auf Takuu Brauch ist, die Häuser der Dorfältesten erhöht zu bauen. Außerdem hatten die Bewohner zum Schutz vor Sturmfluten auf der Hauptinsel Nukutoa einen Schutzwall gebaut. Statt sanft auf dem seicht abfallenden Ufer abzurollen, treffen nun die Wellen mit Wucht auf den Wall, wirbeln den Strandsand auf und reißen ihn mit sich zurück ins Meer.
„Unsere Daten lassen keine Rückschlüsse darauf zu, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels bei den Takuu-Inseln in den letzten 70 Jahren negativ bemerkbar gemacht hat“, fasst Thomas Mann seine Untersuchungen zusammen. Auch seien Koralleninseln dem Meeresspiegelanstieg nicht hilflos ausgeliefert. „Die Inseln sind gesäumt von lebenden Korallen, die sich sozusagen in einem Wettlauf mit dem Meeresspiegel befinden. Korallen können bis zu 20 cm pro Jahr in die Höhe wachsen, ganze Korallenriffe immerhin noch etwa 8 mm im Jahr, also durchaus schneller als der derzeitige Meeresspiegelanstieg.“
Allerdings kann ein Korallenriff nur dann mithalten, wenn es in gesundem Zustand ist und nicht durch Verschmutzung, erhöhte Wassertemperaturen oder zerstörerische Fischereimethoden beeinträchtigt wird. „Die Gesundheit der Korallenriffe ist also ein entscheidendes Kriterium für die zukünftige Stabilität von Atollinseln“, so Dr. Mann.
Publikation
Mann, T., Bayliss-Smith, T., Westphal, H. (2015). A Geomorphic Interpretation of Shoreline Change Rates on Reef Islands. Journal of Coastal Research. DOI: 10.2112/JCOASTRES-D-15-00093.1
http://www.kaltesonne.de/bremer-leibniz-zentrum-fur-marine-tropenokologie-„unsere-daten-lassen-keine-ruckschlusse-darauf-zu-dass-sich-der-anstieg-des-meeresspiegels-bei-den-takuu-inseln-in-den-letzten-70-jahren-nega/





















































Dienstag, 9. Mai 2017

Nichts Neues im Westen


http://www.faz.net/aktuell/politik/afd-spitzenkandidatin-alice-weidel-wirft-macron-umverteilung-und-le-pen-ultrasozialismus-vor-15006838.html

Völlig zutreffend - beide stehen in der Tradition des Staatsinterventionismus, seit jeher die Krankheit Frankreichs.



























Montag, 8. Mai 2017

ROSTROPOVICH & HOROWITZ play RACHMANINOV Sonata

Ach, die Parteien, und erst das Personal!












Die Parteien „geraten in ständigen Widerspruch zwischen ‚talk‘ und ‚action‘. Sie betreiben in einer unsicheren Welt Unsicherheitsabsorption. Sie berufen sich auf Werte, denen jedes ontologische Substrat fehlt. … konzentrieren sie sich … auf das Prozessieren von Personal. Und mit all dem machen sie sich unbeliebt.“ 

Luhmann, Die Politik der Gesellschaft, S. 271 















Sonntag, 7. Mai 2017

Libertango by Tatyana's Guitar Quartet

Da hat der Alte wieder recht



Sorge
Wen ich einmal besitze,
Dem ist alle Welt nichts nütze;
Ewiges Düstre steigt herunter,
Sonne geht nicht auf noch unter,
Bei vollkommnen äußern Sinnen
Wohnen Finsternisse drinnen,
Und er weiß von allen Schätzen
Sich nicht in Besitz zu setzen.
Glück und Unglück wird zur Grille,
Er verhungert in der Fülle;
Sei es Wonne, sei es Plage,
Schieb er's zu dem andern Tage,
Ist der Zukunft nur gewärtig,
Und so wird er niemals fertig.

Goethe, Faust II

Was sagt Kahneman dazu?
„Wenn Sie genetisch mit einer optimistischen Einstellung ausgestattet wurden, braucht man Ihnen kaum zu sagen, daß Sie sich glücklich schätzen können - Sie fühlen sich bereits vom Glück begünstigt. Eine optimistische Einstellung ist größtenteils erblich bedingt, und sie ist Teil einer allgemeinen Disposition zum Wohlbefinden, die auch die Tendenz umfassen mag, bei allem die positive Seite zu sehen. Wenn Sie für Ihr Kind einen Wunsch frei hätten, sollten sie ernsthaft in Betracht ziehen, ihm Optimismus zu wünschen. Optimisten sind normalerweise fröhlich und zufrieden und daher beliebt; sie kommen gut mit Fehlschlägen und Notlagen zurecht, sie haben ein geringeres Risiko, an einer klinischen Depression zu erkranken, ihr Immunsystem ist stärker, sie achten besser auf ihre Gesundheit, sie fühlen sich gesünder als andere und sie haben tatsächlich eine höhere Lebenserwartung.“ (Kahneman, Denken, S. 315)

Ich setze hier „Sorge“ mit „Pessimismus“ gleich, und dazu meinte der Vermögensverwalter Heiko Thieme seinerzeit stereotyp: „Pessimismus ist der einzige Mist, auf dem nichts wächst.“ Das ist nun auch ein Beruf, der als Eingangsvoraussetzung eine optimistische Einstellung erfordert.
Dies gilt aber grundsätzlich auch für Erfinder, Unternehmer und - Wissenschaftler.
„Bis jetzt bin ich noch keinem erfolgreichen Wissenschaftler begegnet, dem die Fähigkeit fehlt, die Bedeutung seiner Arbeit hochzuspielen.“ (Ebd., S. 326)

Der Optimismus verleiht ihnen Durchschlagskraft.
Doch gibt es von allem ein Zuviel. Die SORGE kann man allerdings als ein zuwenig an Optimismus ansehen, als Defizit, wie es Goethe am Ende des Faust II tut.
Die zitierten Studien sehen als Vorteil des Sorgens vor allem mehr Arztbesuche und wahrgenommene Vorsorgeuntersuchungen, von denen sie annehmen, daß sie in der Regel nützlich sind. Der Saldo dieser Untersuchungen dürfte allerdings unklar sein, wie Brust-Durchleuchtungen und Prostata-Untersuchungen andeuten.

Vgl.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/der-vorteil-des-sorgens-14995863.html

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/spc3.12311/full




















Samstag, 6. Mai 2017

Ron Carter Trio - Samba de Orpheus

Physiker Smolin meint tatsächlich, die 'Zeit' gäbe es wirklich



Wer hat denn Zeit, sich mit so etwas zu beschäftigen? Wer hat überhaupt Zeit?
"Selbst wenn noch eine lange Lebensdauer übrigbliebe,
müßte man sie sparsam aufteilen, damit sie für
notwendige Dinge ausreiche: Doch welch ein Wahnsinn
ist es nun, Überflüssiges zu lernen bei diesem großen
Zeitmangel! Leb wohl!"
(Seneca, 49. Brief an Lucilius)

Seneca handelt hier von der Schule, und daß man da nicht zuviel Zeit verbringen sollte, denn:
„Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“
(Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), Buch XVII, Brief 106, 12)
Mit anderen Worten: In der Schule lernt man eh’ nur Quark.
Na, ja, ein bißchen kann man schon brauchen, aber da reichen 10 Schuljahre aus. Mit 17 ist man in den MINT-Fächern auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit, ab etwa 20 geht sie langsam zurück. Also keine Zeit verschwenden. Sie läuft ab. Und dann ist sie weg, was immer irgendwelche Theorien aus Physiker- oder Theologengehirnen sagen mögen. Futsch ist die Lebenszeit auf einmal. Deswegen muß man ökonomisch mit ihr umgehen, man muß sie bewirtschaften.
Ganz wie es Hermann Heinrich Gossen, dem Vater der Gossen’schen Gesetze,  vorschwebte: „Der Mensch richte seine Handlungen so ein, daß die Summe seines Lebensgenusses ein Größtes werde.“ („Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln. 1854)
Gossens Lebenszeit lief früh ab, eine Lungentuberkulose raffte ihn dahin. Was hätte er noch genießen und schreiben können, wenn Robert Koch das Mycobacterium tuberculosis früher als 1882 beschrieben hätte, und schon vor 1906/1921 der BCG-Impfstoff von Albert Calmette und Camille Guerin verfügbar gewesen wäre.
Vor 150 Jahren war der Mensch umstellt von Risiken, mit ihrem Rückgang erfanden Salonschwafler dann die „Risikogesellschaft“.
Von ihnen kann es folglich heißen: Sie säen nicht, sie finden keinen Impfstoff, aber sie schwätzen, bis ihre Zeit um ist. Und stehlen anderen noch mit ihren Unsinns-Elaboraten die Zeit.


Vergl. http://www.deutschlandfunk.de/lee-smolin-ein-plaedoyer-fuer-die-zeit.700.de.html?dram:article_id=297208




















Donnerstag, 4. Mai 2017

Malerei







Der Prozeß der Zivilisation wurde (heute in der Regel nicht mehr) auch von der Malerei begleitet und vorangetrieben. Wie die Literatur stellt sie dem Menschen den Menschen vor Augen und regt ihn zum Nachdenken an. Ob der Betrachter nur gafft, liegt nicht in der Verantwortung des Malers.

Hier - im Bild "Blindensturz von 1568 - zeigt Pieter Bruegel der Ältere ein Stück des Schicksals von Blinden in einer Momentaufnahme.
Das weitgehende Fehlen von Malerei im Islam bewirkt große kulturelle Defizite.
Bild: Wiki.)

















RAW FOOTAGE! Turkish nationalists burn bookstore of HDP party member in ...

Mittwoch, 3. Mai 2017

Aristophanes








“Ich bitte, ‘bringt man Eulen nach Athen’?”, fragt die Hauptfigur PEITHETAIROS (‘Ratefreund’) in Aristophanes Komödie “Die Vögel” seinen Kumpel EUELPIDES (‘Hoffegut’). (Vers 305)
Nein, das tut man natürlich nicht, denn in Athen gibt es davon genug, schließlich ist das der Vogel der Athene, Namensgeberin und Behüterin der Stadt. Seit dieser Zeit steht die Wendung für überflüssiges Tun.
“Die Vögel” sind ein schnurriges Stück. Zwei Athenern wird es in Athen zu bunt - so alt ist das Motiv - und sie schauen sich nach einem neuen Wohnort um, ganz so, wie sich mancher Berliner heute in Florida oder Arkansas umsieht. Die beiden lassen sich von gekauften Vögeln leiten, und entwickeln die Idee, der  gesammelten Vogelschar erneut zu alter Herrschaft zu verhelfen und mit den Vögeln die Stadt WOLKENKUCKUCKSBURG zu bauen, die bei allen Politikern heute noch sehr beliebt ist. Fortan wird den Vögeln geopfert, nicht mehr den entmachteten Göttern. Ein Priester bietet seine Dienste in WOLKENKUCKUCKSBURG an, wird aber abgewiesen. Priester werden nicht mehr gebraucht, schließlich hat man schon Zeus & Co. abserviert.

Dergestalt kann man in den “Vögeln” eine atheistische Komödie erblicken. Auch das eine Großtat innerhalb der alten griechischen Kultur, von der nach der jahrhundertelangen türkischen Besetzung nur die Akropolis geblieben ist.













Dienstag, 2. Mai 2017

Jennifer Koh - Bach's Partita No 2 in D minor - WQXR's Bach Lounge Live

Ausdruckssüchtig






Am 2. Mai 1886 wurde Gottfried Benn in einem protestantischen Pfarrhaus in Brandenburg geboren. Es war vielleicht ein eiskalter Maianfang wie dieses Jahr, der Pate bei seiner chronisch depressiven Haltung stand. Auch der Kontrast zwischen den christlichen Phrasen und der so ganz anderen Realität mag dazu beigetragen haben.

Trauer - einmal einfach elegisch verschattet, dann ins Groteske, Expressionistische gewendet, und ebenfalls auch ins Schnodderige und Sarkastische - bestimmt den Ton seiner Dichtung. Etwas versteckt erscheint sie im folgenden Benn-Gedicht:

SATZBAU
Alle haben den Himmel, die Liebe und das Grab,
damit wollen wir uns nicht befassen,
das ist für den Kulturkreis besprochen und durchgearbeitet.
Was aber neu ist, ist die Frage nach dem Satzbau
und die ist dringend:
warum drücken wir etwas aus?


Überwältigend unbeantwortbar!
Honoraraussicht ist es nicht,
viele verhungern darüber. Nein,
es ist ein Antrieb in der Hand,
ferngesteuert, eine Gehirnlage,
vielleicht ein verspäteter Heilbringer oder Totemtier,
auf Kosten des Inhalts ein formaler Priapismus,
er wird vorübergehen,
aber heute ist der Satzbau
das Primäre.

»Die wenigen, die was davon erkannt« - (Goethe) -
wovon eigentlich?
Ich nehme an: vom Satzbau.
Vielleicht ist doch noch nicht alles besprochen, es stellen sich ja immer neue Perspektiven ein, aber die Frage, warum der Mensch als einziges Säugetier so ausdrucksstark und ausdrucksversessen ist, scheint weiterhin ungelöst.
Bei Benn selbst hat das Schreiben zum Ertragen der Depression beigetragen, wie bei manchen anderen auch.

(Bild: Wikip.)