mi 7° w abends 2° Spinnen und Tausendfüßler lassen sich von kalten Füßen nicht abhalten.
11972 (+22 P.) 6182 -4% 1,5728
- Boss Permira: "Kam, sah und nahm.
Von Susanne Preuß
13. März 2008 Der Fall Hugo Boss bietet Anschauungsmaterial für betriebswirtschaftliche Lehrbücher. Da ließe sich eindrücklich erklären, dass die Rendite auf das Eigenkapital viel höher wäre, wenn das Eigenkapital geringer und das Fremdkapital höher wäre, zumal man Kredite zu niedrigen Zinsen kriegen kann.
Das hat auch der Finanzinvestor Permira gesehen. „Kam, sah und nahm“ scheint, frei nach Cäsar, dessen Devise zu sein. Mit dem betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Argument, die Finanzierungsstruktur verbessern zu wollen, hat Permira eine Sonderdividende durchgesetzt und kassiert nun 300 Millionen Euro. ..." FAZ
- Fiorina stößt zu McCain - keine Nachwuchsdarstellerin.
- Der absolute Priesterherrscher Dalai Lama läßt die Lächelmaske fallen: für seine Steinzeitvorstellungen verheizt er seine Mönche. Aber nach buddhistischer Vorstellung ist der Tod ja nur das Tor zu neuem Leben, wie das auch andere Schamanenvereinigungen glauben. Der gräßliche Fatalismus der Geschichte: das Dalai Lama-Übel ist größer als das Übel der chinesischen Diktatur; und auch das läßt sich andersherum sehen.
- Dagegen ist die rotchinesische Diktatur das Volksparadies: "Kalte Enteignung in Zimbabwe.
Die Regierung in Harare hat die "Vereinheimischung" der Wirtschaft eingeleitet. Neue Unternehmen müssen demnach mehrheitlich in zimbabwischer ... Lebenserwartung inzwischen unter 40 Jahre gesunken ... 100.000 % Inflation: Mit dem neuen Gesetz droht der endgültige Ruin." FAZ 13.3.
Montag, 17. März 2008
Sonntag, 16. März 2008
Bildungssystem, Fälschungsskandale
mi 11° R Hz.öl 78,50
- Serge und Frank Peter Zimmermann: verblüffend lineare Vererbung.
- Das gegenwärtige Bildungssystem wurde von Leuten konzipiert, die, wie Humboldt, Erben waren und für ihre praktischen Belange die billige Dienerschaft zur Verfügung hatten und ansonsten vor der Aufgabe standen, ihre Zeit dezent zu vertreiben.
- Die Dichter, die dämlichen: " Ihm war zeit seines Lebens kalt.
Der Dramatiker, Essayist und Lyriker Peter Hacks war der inoffizielle Staatsdichter der DDR, die ihn längst nicht so schön geehrt hat wie er sie. Am Karfreitag wäre der im Jahr 2003 verstorbene Dichter achtzig Jahre alt geworden: Eine Huldigung. Von Dietmar Dath. /
Die wichtigsten Stationen des Dichters. Peter Hacks, geboren am 21. März 1928 in Breslau, ging 1955 in die DDR. Dort schrieb er, zunächst Brecht-Schüler, historisch-politische Dramen wie "Der Müller von Sanssouci" (1958), 1960 auch ein "Produktionsstück" ("Die Sorgen und die Macht")."
F.A.Z., 15.03.2008, Nr. 64 / Seite Z1
- "Chinas Treibhausgase schießen in die Höhe
Die Kohlendioxidemissionen aus Chinas Kohlekraftwerken steigen offenbar noch viel schneller als gedacht. Statt der zweieinhalb bis fünf Prozent ... sollen es mindestens 11 % sein. ... Allein der jährliche Emissionszuwachs Chinas übersteigt jeweils die gesamten kraftwerksbedingten Emissionen Deutschlands." 12.3.
- "Euphorisch durch Laufen
Beweis erbracht: Ausdauersport setzt Endorphine frei
Dass Ausdauersport manche Menschen in Hochstimmung versetzen kann, ist schon seit langem bekannt. Unklar war bislang aber, wie die gute Laune ..." 12.3.
- "Fälschungsskandale in Südkorea und Amerika
Drei Jahre nach dem Fälschungsskandal um den südkoreanischen Klonforscher Hwang Woo-suk ist nun ein neuer Betrugsfall in Südkorea aufgedeckt ..." Natur und Wissenschaft 12.03.08
- " "Verpflichtung, Forschung voranzutreiben"
Medizinethiker Eckhard Nagel bei der zentralen Reformationsfeier der evangelischen Landeskirche.
müg. WIESBADEN. Seine angeblich maßgeschneiderten embryonalen Stammzell-Linien mit dem Erbgut kranker Menschen gab es nicht; dem in seiner Heimat ..." 01.11.06 FAZ
- Serge und Frank Peter Zimmermann: verblüffend lineare Vererbung.
- Das gegenwärtige Bildungssystem wurde von Leuten konzipiert, die, wie Humboldt, Erben waren und für ihre praktischen Belange die billige Dienerschaft zur Verfügung hatten und ansonsten vor der Aufgabe standen, ihre Zeit dezent zu vertreiben.
- Die Dichter, die dämlichen: " Ihm war zeit seines Lebens kalt.
Der Dramatiker, Essayist und Lyriker Peter Hacks war der inoffizielle Staatsdichter der DDR, die ihn längst nicht so schön geehrt hat wie er sie. Am Karfreitag wäre der im Jahr 2003 verstorbene Dichter achtzig Jahre alt geworden: Eine Huldigung. Von Dietmar Dath. /
Die wichtigsten Stationen des Dichters. Peter Hacks, geboren am 21. März 1928 in Breslau, ging 1955 in die DDR. Dort schrieb er, zunächst Brecht-Schüler, historisch-politische Dramen wie "Der Müller von Sanssouci" (1958), 1960 auch ein "Produktionsstück" ("Die Sorgen und die Macht")."
F.A.Z., 15.03.2008, Nr. 64 / Seite Z1
- "Chinas Treibhausgase schießen in die Höhe
Die Kohlendioxidemissionen aus Chinas Kohlekraftwerken steigen offenbar noch viel schneller als gedacht. Statt der zweieinhalb bis fünf Prozent ... sollen es mindestens 11 % sein. ... Allein der jährliche Emissionszuwachs Chinas übersteigt jeweils die gesamten kraftwerksbedingten Emissionen Deutschlands." 12.3.
- "Euphorisch durch Laufen
Beweis erbracht: Ausdauersport setzt Endorphine frei
Dass Ausdauersport manche Menschen in Hochstimmung versetzen kann, ist schon seit langem bekannt. Unklar war bislang aber, wie die gute Laune ..." 12.3.
- "Fälschungsskandale in Südkorea und Amerika
Drei Jahre nach dem Fälschungsskandal um den südkoreanischen Klonforscher Hwang Woo-suk ist nun ein neuer Betrugsfall in Südkorea aufgedeckt ..." Natur und Wissenschaft 12.03.08
- " "Verpflichtung, Forschung voranzutreiben"
Medizinethiker Eckhard Nagel bei der zentralen Reformationsfeier der evangelischen Landeskirche.
müg. WIESBADEN. Seine angeblich maßgeschneiderten embryonalen Stammzell-Linien mit dem Erbgut kranker Menschen gab es nicht; dem in seiner Heimat ..." 01.11.06 FAZ
Samstag, 15. März 2008
Golfstrom, Golfstromwinde, Wärmeabfuhr
Golfstrom, Golfstromwinde 3/08 jom
Meteorologie
Golfstrom streckt seine warmen Hände zum Himmel
Von Joachim Müller-Jung
FAZ 12. März 2008 Macht die Rechnung nicht ohne den Golfstrom, so geht die Litanei der Klimaforscher seit Jahren. Eine Mahnung, die in dem Kälte klirrenden Kinostreifen „The Day After Tomorrow“ mit dem schnellen Zusammenbruch des Warmwasserstroms im Nordatlantik und dem daraus folgenden Eiszeiteneinbruch über der Nordhalbkugel zum Menetekel des Klimawandels ausgebaut wurde.
Inzwischen weiß man es in der Wissenschaft besser. Eine Abschwächung der „Warmwasserheizung für Europa“ hält man zwar für wahrscheinlich, ein regelrechter Kollaps aber wird fürs Erste nahezu ausgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass der Golfstrom deswegen für die Forschung uninteressant wird. Schon gar nicht für die Meteorologen, wie in einer Veröffentlichung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ deutlich wird. Demnach soll der Golfstrom über den Transport riesiger Warmwassermengen nämlich nicht nur Klima und Wetter im Norden beeinflussen, sondern er generiert auch quasi als atmosphärisches Spiegelbild davon gewaltige Winde und Wolkenbänder, die bis in höhere Luftschichten von mehr als elf Kilometer reichen und so nach Auffassung der Forscher - mehr oder weniger stark - das Wetter fern des Atlantiks beeinflussen.
Über den Globus transportiert
Eine amerikanisch-japanische Gruppe will das jetzt nach detaillierten Analysen von Satellitenbildern und anschließenden Computersimulationen erstmals nachgewiesen haben. Ausgangspunkt der Aufwärtsstürme ist das krasse Temperaturgefälle, das der Golfstrom im Nordatlantik bildet. Durch das so erzeugte Luftdruckgefälle entstehen an den nördlichen Fronten des Wasserstroms Winde, die über den Warmwasserstrom hinwegziehen und sich dabei weiter aufheizen. Diese großen Massen Warmluft steigen nach oben, sie produzieren ein regelrechtes Regenband über dem Zentralatlantik und dringen bis in die obere Troposphäre vor.
In diesen Luftschichten werden weitere Wolken gebildet, die Luftströme spalten sich auf. Ein Teil gelangt bis in die extrem starken Strahlströme - die Jetstreams - und werden so den neuen Modellen zufolge quasi über den Globus transportiert. Besonders beeindruckend ist bei dem Naturschauspiel der Weg, den Wind und Wolken über dem Golfstrom nehmen. Offensichtlich folgen sie jedenfalls im unteren Teil ziemlich exakt dem Strömungsmuster im Wasser. Welche Wetterphänomene in Europa und anderswo auf die neu entdeckten Golfstromwinde zurückzuführen sind, ist allerdings noch unklar." FAZ
----------------------------------- WD: Diese Konvektionsströme sind zugleich große (Ab-)Wärmekanäle.
//
Zum Thema:
* Klimaschutz-Debatte: Der Untergangsterror
* Dietrich Welte und Dietrich Böcker: Klimawandel ist nichts Neues
Meteorologie
Golfstrom streckt seine warmen Hände zum Himmel
Von Joachim Müller-Jung
FAZ 12. März 2008 Macht die Rechnung nicht ohne den Golfstrom, so geht die Litanei der Klimaforscher seit Jahren. Eine Mahnung, die in dem Kälte klirrenden Kinostreifen „The Day After Tomorrow“ mit dem schnellen Zusammenbruch des Warmwasserstroms im Nordatlantik und dem daraus folgenden Eiszeiteneinbruch über der Nordhalbkugel zum Menetekel des Klimawandels ausgebaut wurde.
Inzwischen weiß man es in der Wissenschaft besser. Eine Abschwächung der „Warmwasserheizung für Europa“ hält man zwar für wahrscheinlich, ein regelrechter Kollaps aber wird fürs Erste nahezu ausgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass der Golfstrom deswegen für die Forschung uninteressant wird. Schon gar nicht für die Meteorologen, wie in einer Veröffentlichung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ deutlich wird. Demnach soll der Golfstrom über den Transport riesiger Warmwassermengen nämlich nicht nur Klima und Wetter im Norden beeinflussen, sondern er generiert auch quasi als atmosphärisches Spiegelbild davon gewaltige Winde und Wolkenbänder, die bis in höhere Luftschichten von mehr als elf Kilometer reichen und so nach Auffassung der Forscher - mehr oder weniger stark - das Wetter fern des Atlantiks beeinflussen.
Über den Globus transportiert
Eine amerikanisch-japanische Gruppe will das jetzt nach detaillierten Analysen von Satellitenbildern und anschließenden Computersimulationen erstmals nachgewiesen haben. Ausgangspunkt der Aufwärtsstürme ist das krasse Temperaturgefälle, das der Golfstrom im Nordatlantik bildet. Durch das so erzeugte Luftdruckgefälle entstehen an den nördlichen Fronten des Wasserstroms Winde, die über den Warmwasserstrom hinwegziehen und sich dabei weiter aufheizen. Diese großen Massen Warmluft steigen nach oben, sie produzieren ein regelrechtes Regenband über dem Zentralatlantik und dringen bis in die obere Troposphäre vor.
In diesen Luftschichten werden weitere Wolken gebildet, die Luftströme spalten sich auf. Ein Teil gelangt bis in die extrem starken Strahlströme - die Jetstreams - und werden so den neuen Modellen zufolge quasi über den Globus transportiert. Besonders beeindruckend ist bei dem Naturschauspiel der Weg, den Wind und Wolken über dem Golfstrom nehmen. Offensichtlich folgen sie jedenfalls im unteren Teil ziemlich exakt dem Strömungsmuster im Wasser. Welche Wetterphänomene in Europa und anderswo auf die neu entdeckten Golfstromwinde zurückzuführen sind, ist allerdings noch unklar." FAZ
----------------------------------- WD: Diese Konvektionsströme sind zugleich große (Ab-)Wärmekanäle.
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Zum Thema:
* Klimaschutz-Debatte: Der Untergangsterror
* Dietrich Welte und Dietrich Böcker: Klimawandel ist nichts Neues
Islamkonferenz, Europas Freiheit
mo 0° Ein laues Lüftchen weht: mi 12°
- Islamkonferenz : "Sie wollen ein anderes Deutschland
Auf der Islamkonferenz prallen gegensätzliche Positionen zu Demokratie, Islam und Moderne aufeinander. Necla Kelek verteidigt den säkularen Staat gegen die Islamverbände.
Lieber Herr Alboga, lieber Herr Köhler, lieber Herr Kizilkaya und lieber Herr Yilmaz vom "Koordinierungsrat der Muslime", Ihre beständigen Angriffe auf uns, die säkularen Muslime, Ihre andauernde Negation unseres Muslimseins, Ihre unsägliche Taktiererei, Ihr auf nichts gründender Hochmut haben uns gezeigt, dass mit Ihnen kein Staat zu machen ist. Jedenfalls keiner, der unseren Vorstellungen von Demokratie und Säkularität entspricht. Wir haben Ihnen und Ihren Verbänden viel zu lange die Deutungshoheit überlassen, was muslimisches Leben in Deutschland ist.
Ich spreche hier als Unabhängige, als säkulare Muslimin, aber ich weiß, dass viele Menschen, in diesem Plenum und anderswo, derselben oder ähnlicher Meinung sind. Ich erlaube mir deshalb, einige Feststellungen im Plural zu treffen.
Die Vertreter des "Koordinierungsrates der Muslime" (KRM) haben während der letzten anderthalb Jahre nichts Substantielles zur Debatte über unser Verfassungs- oder Werteverhältnis beigetragen. Kein Islamgelehrter dieser Seite trat auf, um sein Verständnis von Islam und Demokratie darzulegen. Es war ernüchternd, feststellen zu müssen, dass der organisierte Islam in Deutschland offenbar nicht in der Lage oder willens ist, solche Fragen zu erörtern, sondern immer nur bekundete, was der Islam alles nicht ist. Es macht den Eindruck, dass die Verbandsfunktionäre diese Islamkonferenz als einen Ort ansehen, wo sie einen Vertrag über das ungestörte religiöse Leben der Muslime und ihre staatliche Anerkennung aushandeln können. Aber wir sind in dieser Konferenz zum Glück nicht auf einem Bazar, auf dem die Bundesrepublik und ihre Werteordnung zur Debatte stehen.
Ich möchte hier, stellvertretend für die nichtorganisierten Muslime in diesem Land, sagen, dass wir es Ihnen nicht länger überlassen, in der Öffentlichkeit zu vertreten, wie und was der Islam in diesem Land sein kann. Mit Ihnen, das ist die Konsequenz der letzten dreißig Sitzungen der Arbeitsgruppen, scheint es keinen Konsens geben zu können. Sie wollen offenbar ein anderes Deutschland als wir. ..." FAZ 13.3. // Diese Frau verdient großen Respekt!
- Islamkonferenz : "Es geht um alles, was Europas Freiheit ist. Von Regina Mönch. ... In dieser Zeitung hat der Islamwissenschaftler Tilman Nagel, Teilnehmer der Islamkonferenz, vor kurzem einige dieser Bruchstellen aufgezeigt und die Fragwürdigkeit des Anspruchs der von den Verbänden beanspruchten Deutungshoheit in Sachen des Glaubens, aber auch der Politik, Kultur und des alltäglichen Lebens benannt. Auch Nagel vermisst in der halböffentlichen Auseinandersetzung nicht nur eine vergleichbar genauso lautstarke Interessenvertretung Zehntausender säkularer Muslime, sondern auch eine „sachbezogene selbstkritische Reflexion“ des traditionellen Islams. Diese Reflexion ist aber die Grundlage der europäischen Kultur
Wenn anderthalb Jahre verständnisvoller Defensive des Staates die Islamkonferenz lediglich von Konflikt zu Konflikt treiben, die Öffentlichkeit aber gar nicht oder nur sehr bruchstückhaft darüber informiert wird, muss man fragen, ob ein Konsens überhaupt das Ziel sein sollte. Es gibt mit doktrinären Funktionären aller Couleur keinen glaubwürdigen Konsens, sondern bestenfalls ein Bekenntnis zum Dissens, zur kulturellen Differenz. Sonst geben wir unsere Identität auf.
Es geht nicht um ein inter-, multi- oder transkulturelles Zusammenleben mit politischen Islamverbänden, sondern um alles, was uns wichtig ist. Und zumindest die Scharia-Verbände haben das realisiert. Das darf nicht länger hinter verschlossenen Türen verhandelt werden - wir wissen über die Arbeit der Geheimdienste mehr als über die klandestinen Ziele der Islamverbände. Wir brauchen einen breiten öffentlichen Diskurs über das Verhältnis von Staat und Religionen, von Freiheits- und Gleichheitsrechten und über unser Selbstverständnis - also über alles, was Europas Freiheit ist." F.A.Z., 13.03.2008, Nr. 62 / Seite 35
- Islamkonferenz : "Sie wollen ein anderes Deutschland
Auf der Islamkonferenz prallen gegensätzliche Positionen zu Demokratie, Islam und Moderne aufeinander. Necla Kelek verteidigt den säkularen Staat gegen die Islamverbände.
Lieber Herr Alboga, lieber Herr Köhler, lieber Herr Kizilkaya und lieber Herr Yilmaz vom "Koordinierungsrat der Muslime", Ihre beständigen Angriffe auf uns, die säkularen Muslime, Ihre andauernde Negation unseres Muslimseins, Ihre unsägliche Taktiererei, Ihr auf nichts gründender Hochmut haben uns gezeigt, dass mit Ihnen kein Staat zu machen ist. Jedenfalls keiner, der unseren Vorstellungen von Demokratie und Säkularität entspricht. Wir haben Ihnen und Ihren Verbänden viel zu lange die Deutungshoheit überlassen, was muslimisches Leben in Deutschland ist.
Ich spreche hier als Unabhängige, als säkulare Muslimin, aber ich weiß, dass viele Menschen, in diesem Plenum und anderswo, derselben oder ähnlicher Meinung sind. Ich erlaube mir deshalb, einige Feststellungen im Plural zu treffen.
Die Vertreter des "Koordinierungsrates der Muslime" (KRM) haben während der letzten anderthalb Jahre nichts Substantielles zur Debatte über unser Verfassungs- oder Werteverhältnis beigetragen. Kein Islamgelehrter dieser Seite trat auf, um sein Verständnis von Islam und Demokratie darzulegen. Es war ernüchternd, feststellen zu müssen, dass der organisierte Islam in Deutschland offenbar nicht in der Lage oder willens ist, solche Fragen zu erörtern, sondern immer nur bekundete, was der Islam alles nicht ist. Es macht den Eindruck, dass die Verbandsfunktionäre diese Islamkonferenz als einen Ort ansehen, wo sie einen Vertrag über das ungestörte religiöse Leben der Muslime und ihre staatliche Anerkennung aushandeln können. Aber wir sind in dieser Konferenz zum Glück nicht auf einem Bazar, auf dem die Bundesrepublik und ihre Werteordnung zur Debatte stehen.
Ich möchte hier, stellvertretend für die nichtorganisierten Muslime in diesem Land, sagen, dass wir es Ihnen nicht länger überlassen, in der Öffentlichkeit zu vertreten, wie und was der Islam in diesem Land sein kann. Mit Ihnen, das ist die Konsequenz der letzten dreißig Sitzungen der Arbeitsgruppen, scheint es keinen Konsens geben zu können. Sie wollen offenbar ein anderes Deutschland als wir. ..." FAZ 13.3. // Diese Frau verdient großen Respekt!
- Islamkonferenz : "Es geht um alles, was Europas Freiheit ist. Von Regina Mönch. ... In dieser Zeitung hat der Islamwissenschaftler Tilman Nagel, Teilnehmer der Islamkonferenz, vor kurzem einige dieser Bruchstellen aufgezeigt und die Fragwürdigkeit des Anspruchs der von den Verbänden beanspruchten Deutungshoheit in Sachen des Glaubens, aber auch der Politik, Kultur und des alltäglichen Lebens benannt. Auch Nagel vermisst in der halböffentlichen Auseinandersetzung nicht nur eine vergleichbar genauso lautstarke Interessenvertretung Zehntausender säkularer Muslime, sondern auch eine „sachbezogene selbstkritische Reflexion“ des traditionellen Islams. Diese Reflexion ist aber die Grundlage der europäischen Kultur
Wenn anderthalb Jahre verständnisvoller Defensive des Staates die Islamkonferenz lediglich von Konflikt zu Konflikt treiben, die Öffentlichkeit aber gar nicht oder nur sehr bruchstückhaft darüber informiert wird, muss man fragen, ob ein Konsens überhaupt das Ziel sein sollte. Es gibt mit doktrinären Funktionären aller Couleur keinen glaubwürdigen Konsens, sondern bestenfalls ein Bekenntnis zum Dissens, zur kulturellen Differenz. Sonst geben wir unsere Identität auf.
Es geht nicht um ein inter-, multi- oder transkulturelles Zusammenleben mit politischen Islamverbänden, sondern um alles, was uns wichtig ist. Und zumindest die Scharia-Verbände haben das realisiert. Das darf nicht länger hinter verschlossenen Türen verhandelt werden - wir wissen über die Arbeit der Geheimdienste mehr als über die klandestinen Ziele der Islamverbände. Wir brauchen einen breiten öffentlichen Diskurs über das Verhältnis von Staat und Religionen, von Freiheits- und Gleichheitsrechten und über unser Selbstverständnis - also über alles, was Europas Freiheit ist." F.A.Z., 13.03.2008, Nr. 62 / Seite 35
Freitag, 14. März 2008
homo sapiens sapiens live, Marx
mi 8° heiter - kalter Wind, aber an jeder Ecke pfeift und zwitschert es.
"Ruanda-Tribunal, Ein Vikar als Völkermörder, FAZ
12. März 2008 Mancher wundert sich noch heute, wie hochgebildete Menschen einen Massenmord verüben konnten. Doch das ist nicht nur deutsche Vergangenheit und Stoff für Romane, sondern Gegenwart in den Gerichtssälen von Den Haag und Arusha. Die Tribunale für das frühere Jugoslawien und für Ruanda haben nahezu täglich mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und schweren Kriegsverbrechen zu tun.
Wer sind die Täter? Nicht selten Juristen, Mediziner - und sogar Priester. An diesem Mittwoch entscheidet eine Berufungskammer des Ruanda-Tribunals unter Vorsitz des deutschen Richters Wolfgang Schomburg über den Fall des katholischen Priesters Athanase Seromba, der schon in der ersten Instanz wegen seiner Beteiligung an der Ermordung verurteilt worden war." FAZ
- "Fester Sitz. Amerikanerin saß jahrelang auf Toilette.
13. März 2008 Zwei Jahre lang FAZ hat eine Amerikanerin die meiste Zeit auf der Toilette im Badezimmer ihres Freundes verbracht. Die 35 Jahre alte Pam Babcock aus der kleinen Ortschaft Ness City in Kansas saß so lange auf dem stillen Örtchen, dass der Toilettensitz nun in einem Krankenhaus von ihrem Hinterteil entfernt werden musste.
„Wir haben den Toilettensitz mit einer Brechstange losgebrochen und dann ist der Sitz mir ihr ins Krankenhaus transportiert worden“, schilderte Sheriff Bryan Whipple. Offenbar sei Haut um den Toilettensitz gewachsen; jedenfalls sei die Frau dort nicht festgebunden gewesen und habe auch nicht an dem Sitz festgeklebt. Zurzeit werde geprüft, ob Ermittlungen gegen den Freund angebracht sind." FAZ
- Gut, daß er tot ist: Das WDR-Zeitzeichen fühlt sich bemüßigt, diesen Fanatiker, fatalen Verführer und Haßprediger wohlwollend zu präsentieren: Karl Marx.
- Eine verbreitete deutsche Geistesverwirrung, nicht nur im WDR: die Aussprache deutscher Namen auf Englisch: London Mosart-Players
- "Dokument des Unvorstellbaren
Im Januar 2004 wird auf der Damentoilette eines Krankenhauses ein schwer verletztes Kind gefunden, das kurz darauf stirbt. Manfred Karremann hat das Martyrium des Mädchens in der ZDF-Reihe „37 Grad“ rekonstruiert." FAZ.NET Feuilleton 12. März 2008
- Wie war der Winter 2005/6? Lang und streng, ein Rekordwinter, sagt Steiner von K+S; der hat's in der G+V.
"Ruanda-Tribunal, Ein Vikar als Völkermörder, FAZ
12. März 2008 Mancher wundert sich noch heute, wie hochgebildete Menschen einen Massenmord verüben konnten. Doch das ist nicht nur deutsche Vergangenheit und Stoff für Romane, sondern Gegenwart in den Gerichtssälen von Den Haag und Arusha. Die Tribunale für das frühere Jugoslawien und für Ruanda haben nahezu täglich mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und schweren Kriegsverbrechen zu tun.
Wer sind die Täter? Nicht selten Juristen, Mediziner - und sogar Priester. An diesem Mittwoch entscheidet eine Berufungskammer des Ruanda-Tribunals unter Vorsitz des deutschen Richters Wolfgang Schomburg über den Fall des katholischen Priesters Athanase Seromba, der schon in der ersten Instanz wegen seiner Beteiligung an der Ermordung verurteilt worden war." FAZ
- "Fester Sitz. Amerikanerin saß jahrelang auf Toilette.
13. März 2008 Zwei Jahre lang FAZ hat eine Amerikanerin die meiste Zeit auf der Toilette im Badezimmer ihres Freundes verbracht. Die 35 Jahre alte Pam Babcock aus der kleinen Ortschaft Ness City in Kansas saß so lange auf dem stillen Örtchen, dass der Toilettensitz nun in einem Krankenhaus von ihrem Hinterteil entfernt werden musste.
„Wir haben den Toilettensitz mit einer Brechstange losgebrochen und dann ist der Sitz mir ihr ins Krankenhaus transportiert worden“, schilderte Sheriff Bryan Whipple. Offenbar sei Haut um den Toilettensitz gewachsen; jedenfalls sei die Frau dort nicht festgebunden gewesen und habe auch nicht an dem Sitz festgeklebt. Zurzeit werde geprüft, ob Ermittlungen gegen den Freund angebracht sind." FAZ
- Gut, daß er tot ist: Das WDR-Zeitzeichen fühlt sich bemüßigt, diesen Fanatiker, fatalen Verführer und Haßprediger wohlwollend zu präsentieren: Karl Marx.
- Eine verbreitete deutsche Geistesverwirrung, nicht nur im WDR: die Aussprache deutscher Namen auf Englisch: London Mosart-Players
- "Dokument des Unvorstellbaren
Im Januar 2004 wird auf der Damentoilette eines Krankenhauses ein schwer verletztes Kind gefunden, das kurz darauf stirbt. Manfred Karremann hat das Martyrium des Mädchens in der ZDF-Reihe „37 Grad“ rekonstruiert." FAZ.NET Feuilleton 12. März 2008
- Wie war der Winter 2005/6? Lang und streng, ein Rekordwinter, sagt Steiner von K+S; der hat's in der G+V.
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