Mittwoch, 17. Dezember 2008

-60C, Kreidezeit, Phanerozoikum, Surma


FAZ 15.12.08


Northeast Siberia braces for extreme cold of -60C
(http://wattsupwiththat.com/2008/12/15/northeast-siberia-braces-for-extreme-cold-of-60c/ )

120 cm Neuschnee in Tirol, Rheinl. Nachtfrost, tags 0°

- O bis 0,25%: Amerika verzichtet faktisch auf Leitzins. Merck: Produktionsdrosselung; NA: Rekordjahr, verhaltener Ausblick; Honda senkt Prognose 08

- Warum die Kreidezeit (vor 143 bis 65 Mio. Jahren) so warm war: " Zur Zeit, seit etwa 60 Millionen Jahren, leben wir in einer Periode erhoehter kosmischer Strahlung, weil wir wieder einmal (alle 140 Mio Jahre) durch einen der vier Spiralarme der Galaxie hindurchfliegen, in dem viele junge Sterne sind, die kräftig kosmische Strahlung aussenden. Die Umlaufzeit des Sonnensystems um den Schwerpunkt der Galaxie ist 220 Mio Jahre, passt also nicht zu der Periode von 140 Mio Jahre. Da gibt es eine zusammenfassende Arbeit Scherer et al dazu, der Erstautor ist aus der Bochumer Astrophysik, Veizer ist auch dabei.
Das waere also eine Erklaerung, warum die Kreidezeit so warm war, impliziert natuerlich einen Mechanismus a la Svensmark, die Beeinflussung der Wolkenbildung.
Eine andere Erklaerung waere das Postulat, daß die Sonne Schwankungen der Intensitaet aufweist auf der 140-Mio.-Jahresskala. Moeglich ist das, nur ist ausser dem 11-Jahreszyklus der Sonne alles andere umstritten. Solanki, Lockwood, Froehlich behaupten eine Variation auf Jahrhundertskala. Wenn dies zutrifft, koennte man auch laengere Perioden erwarten. ..." W. Weber

- Das Äon Phanerozoikum (übersetzt in etwa: Zeitalter des sichtbaren Lebens) umfasst die drei Ären Paläozoikum, Mesozoikum und Känozoikum (beginnt etwa vor 500 Mio. Jahren). Wiki.

- Surma: "Wir kämpfen, weil uns die Mädchen sonst nicht lieben. Nach dem Kampf fragen wir die Mädchen, ob sie mit uns zusammensein wollen." Surma-Stockkämpfer (die Stöcke sind etwa 1,60 m lang und spitz). Die Stockkämpfe sind ein jährliches Kampffest, die gegnerischen Dorfgemeinschaften stellen je drei Kämpfer zusammen, die nacheinander gegeneinander antreten. Danach findet eine unritualisierte Keilerei zwischen den Zuschauern statt, gefolgt von einer Tanzerei mit den Mädchen. Hominidenmuster: Kampfgeschick ist sexy, gute Kämpfer sind auch gute Jäger, die viel Fleisch für die Familie herbeischaffen.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Quasselpause, Insignia, "Die Linke" ist keine normale Partei, Heinrich Mann, Helmut Schmidt, Corioliskraft


Kaufkraftindex; gelb ist es dort, wo die SED alias LINKE gehaust und diktatorisch geherrscht hat, wo Leute wie Bisky und Gysi ihr Unwesen trieben.
(FAZ) Jetzt saufen sie wieder in den Hallen und Büros.

- Quasselpause: "DIW-Chef will Konjunkturprognosen stoppen.
In atemberaubendem Tempo fallen die Konjunkturprognosen. DIW-Chef Klaus Zimmermann hat deshalb einen temporären Prognosestopp vorgeschlagen. " FAZ // Gar kein schlechter Vorschlag, um die Trendschwätzerei ein bißchen zu unterbrechen! Wer sich informieren will, hat viele Möglichkeiten, die Kauflaune sollte nicht weggequasselt werden.
Der GoldmanSachs-Mann, der im Juli von 200$ WTI faselte, schwafelt jetzt von 30.

- 10000 Vorbestellungen für den Opel Insignia
! Sonderschichten in Rüsselsheim. Das von Toyota geplante
Prius-Werk in den USA wird erst einmal nicht gebaut.

- " Fremde Federn: Uwe Schünemann, Innenminister Niedersachsen: "Die Linke" ist keine normale Partei. Viele halten "Die Linke" für eine normale Partei. Einige Bundesländer verzichten sogar darauf, "Die Linke" oder Teile von ihr in ihren Verfassungsschutzberichten zu behandeln ..." FAZ // Das paßt gut zu dem schweren Messerangriff auf den Passauer Oberpolizisten, die Tatumstände sind zwar völlig ungeklärt, aber Seehofer (mit Schmidt verantwortlich für den teuersten und schlimmsten Gesundheitsunfug in der deutschen Geschichte!) veranstaltet gleich eine große PK, in der er kundtut, daß das die NPD gewesen sei, und die FAZ plappert es auf der ersten Seite nach. Die Tat riecht nach Eifersuchtsgeschichte, die der Polizist durch Legen einer falschen Spur unter der Decke halten will. Es riecht nach Sebnitz. Die Polizei sollte in einem Rechtsstaat ohne politischen Druck ermitteln und nach der Aufklärung kann sich dann auch ein Seehofer äußern.

- Trau keinem Schriftsteller nicht: Heinrich Mann: "Aus glücklicheren Tagen
In Prag sind neue Teile des Nachlasses von Heinrich Mann entdeckt worden.
... die DDR trug zusammen, was sie vom Stalin-Bewunderer Heinrich Mann auftreiben konnte ... " FAZ 15.12.08 // Daß H.M. gegen den UNTERTANEN schreibt, der Roman ist allerdings weitgehend eine Karikatur, mag man loben, daß er den Untertanen eines furchtbaren Diktators abgibt, kann nicht einmal als Treppenwitz durchgehen. Wie Heinrich Heine hatte Heinrich Mann stets mehr Wörter und Meinung zur Verfügung als Verstand und Wissen, anders als Heine fehlte es ihm aber an sprachlicher Meisterschaft.-
Es macht keine große Mühe, den Verehrungsdrang des Rudeltiers, das der Mensch nun einmal ist: ein zoon politicon, zu verspotten und bloßzustellen. Wie schwer dem zu entkommen ist, zeigt Heinrich Mann selbst, indem er einwilligte, in die Diktatur Ulbrichts und Stalins überzusiedeln (was sein Tod verhinderte). Dieser Tage, in denen der unentwegte Raucher Helmut Schmidt 90 wird, schreiben viele Journalisten verehrungsgeneigt, und auch zuvor konnte der Mann mit Haltung und vielen Herzoperationen überzeugen: "Man nannte ihn einen Großmeister im Währungsschach, Retter Europas, Eisernen Kanzler, Überkanzler, Weltökonomen, Krisenmanager, stahlharten Macher und preußischen Hanseaten. Diese Beinamen zeugen von der Bewunderung, die dem deutschen Bundeskanzler, der das westeuropäische Konzert dominierte, in ..." FAZ 13.12.08 (Rez. Soell, Hartmut: Helmut Schmidt: Macht und Verantwortung - 1969 bis heute) . Kein Wort davon, daß die jahrelange Wirtschaftskrise der Stagflation, ein ganz anderes Kaliber als die jetzige Schwankung, ganz in die Verantwortung des damaligen Kanzlers Helmut Schmidt fällt. Schmidt machte, nicht alleine, Rezession und hohe Inflation gleichzeitig! Er blähte den Staatsapparat auf, gewährte dem öffentlichen Dienst 8,5% Lohnerhöhung und trieb die Staatsverschuldung in damals ungekannte Höhen. 1972 war er Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972 bis 1974 Bundesminister der Finanzen, 1974 bis 1982 Bundeskanzler (1982 erreicht die Staatsquote einen Höhepunkt mit 52%, sinkt mit Kohl danach)(1977 steigt die Steuerquote 1977 auf gut 25%). Bruttosozialprodukt real 1974: 0,4%; 1975: -3,4% (Franz Neumann, Daten, 1976); Inflation 1980: 5,5%; 1981: 5,9% (P. Czada, Wirtschaftskrise, 1982).
Das Verehrungsbedürfnis gegenüber dem Machtdarsteller macht das Verschweigen möglich. Übrigens hat Schmidt, anders als Wilhelm II., den Heinrich Mann angriff, sich nicht um die technische Bildung in Deutschland verdient gemacht. Seine Verdienste liegen eher in der Außenpolitik, im Nato-Doppelbeschluß. Aber seine Haltung ist sympathisch. Und Bach mag er auch. Überhaupt ist er heute viel vernünftiger als damals. Heute wäre dem gelernten Volkswirt eine bedeutend bessere Wirtschaftspolitik zuzutrauen. Er ist selbstkritischer geworden: " ... Interessanterweise wirft Schmidt sich vor, den schon in den Sechzigerjahren beginnenden demografischen Wandel nicht erkannt und nicht bereits während seiner Regierungsverantwortung gegengesteuert zu haben. Als dritten Kardinalfehler sieht er die Debatte um die „Rentenlüge“ von 1976. Ein politisch motiviertes Versprechen an die Bürger sei wider besseres ökonomisches Wissen gegeben worden und hätte später zurückgenommen werden müssen. Den Verdacht der Unredlichkeit sei er nicht mehr losgeworden. ..." ( Helmut Schmidt: Außer Dienst. Eine Bilanz. Siedler Verlag, München 2008. 350 Seiten, 22,95 Euro. Rheinischer Merkur 16.10.2008, www.merkur.de/)

- Was es alles gibt: "Die Corioliskraft gehört zu den Schein- oder Trägheitskräften. Sie wirkt auf jeden Körper, dessen Bewegung in einem rotierenden Bezugssystem beschrieben wird. Benannt ist sie nach Gaspard Gustave de Coriolis, der sie 1835 erstmals mathematisch herleitete.
Die Richtung der Corioliskraft ist senkrecht sowohl zur Bewegungsrichtung des Körpers als auch zur Rotationsachse des Bezugssystems. Ihr Betrag ist proportional zur Masse des bewegten Körpers, zur Rotationsfrequenz und zur Projektion des Geschwindigkeitsvektors auf die Ebene senkrecht zur Rotationsachse. Sind Bewegungsrichtung und Rotationsachse parallel, ist sie Null.
In der Meteorologie und der physikalischen Ozeanographie spielt die Corioliskraft eine wichtige Rolle. Aufgrund der Erdrotation bewegen sich die Luft- und Wassermassen in einem rotierenden Bezugssystem. Dies bewirkt auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung nach rechts, was die Drehrichtung von Hoch- und Tiefdruckgebieten bestimmt." Wiki.

- Kalte Klimaerwärmung: Northeast Siberia braces for extreme cold of -60C (http://wattsupwiththat.com/ )
Tote bei Schneestürmen im Nordosten der USA (FAZ)
Rheinland 1-4°

Montag, 15. Dezember 2008

Warme Kreidezeit, Graffiti


Arktiseis-Ausdehnung am 29.11.08

-3 bis +2° Schneechaos in Frankreich; trotzdem wird weitergeschwafelt von der Klimaerwärmung, verdeckt und verlogen KLIMASCHUTZ genannt.
- Warme Kreidezeit, vor 143 bis 65 Mio. Jahren, feuchtes, warmes, subtropisch-meditterranes Klima (ausgeprägtes Treibhausklima), eisfreie Pole, polare Wälder in hohen Breiten, die Blütenpflanzen entstehen (Ende der Kreide sterben die Dinosaurier aus).

- - Graffiti, auch ein 68er-Übel: "Sprühst du, klau ich", Focus 48/08, "Sind Hauswände mit Graffiti besprüht, erhöht sich die Bereitschaft von Menschen, Straftaten zu begehen. Dies beobachteten Verhaltensforscher der niederländischen Universität Groningen bei Feldversuchen: Ein Brief, der aus einem Briefkasten herauslugte und offensichtlich Geld enthielt, wurde öfter gestohlen, wenn sich Graffiti auf dem Kasten befanden. Einen vergleichbaren Effekt hatte auch Lärm von Feuerwerkskörpern. 'Wenn ein Regelverstoß zur Gewohnheit wird, sinkt die Hemmschwelle, andere Regeln oder soz. Normen zu brechen'. Auch mehr Müll wurde vor Graffiti-Häusern auf die Straße geworfen.

- Eigenartige Schwerterhabenheit oder wie man in dieser Zeit vielfach dachte (und in weiten Teilen der Welt immer noch denkt):
"6.7.1932. Sowohl das Schwert wie auch der Stock sind schlecht; doch es gibt einen Unterschied. Der Stock ist nur schlecht; im Schwert dagegen liegt – wenn auch der andere eines in Händen hält – eine eigenartige Form von Erhabenheit. " Henryk Elzenberg - "Kummer mit dem Sein - Tagebuch eines Philosophen“ .

Sonntag, 14. Dezember 2008

Eischaos in den USA, Jane Goodall, Ehrenzeiten


Eischaos in den USA . Ein Eissturm hat den Nordosten der USA lahmgelegt. (Bild: Focus)

- Nacht-Frost im Rheinland und Schneefälle in Tirol und Norditalien - typisch für die Erderwärmung. Warm anziehen!

- " Orden und Ehrenzeiten . Es fanden Zeremonien unbegrenzten Ausmaßes statt: Diesen Eindruck macht Alteuropa auf Kinder eines prosaischen Zeitalters. Eine Magdeburger Ausstellung" dokumentiert das emblematische Zeitalter... " Der Bürgermeister und die Ratsherren von Cambridge leisten dem Rektor der Universität den Friedenseid" (um 1588) FAZ 12.12.

- "Flo, Freud und rosa Fleisch
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2008, S. 34
Jane Goodall: Leben und Hölle der Affenforscherin.
Viele werden sie kennen, die Geschichten über das unschuldige englische Mädchen, das in den sechziger Jahren ohne große Erfolgsaussichten als Tiernärrin nach Tansania reiste und als Schimpansenforscherin bald zu Weltruhm kam. Zu lesen waren die in den vergangenen Jahren immer wieder, auch aus ihrer eigenen Feder. Kann also ein Hörbuch etwas Besonderes bieten, das zwar keine grundsätzlich neuen autobiographischen Fakten liefert, die Geschichten dieses ungewöhnlichen Lebens jedoch in einer wunderbar authentischen akustischen Kulisse anbietet? Ganz bestimmt. Denn auch mit 74 Jahren hat Jane Goodall, die hier eindeutig Regie führt, noch ihr unvergleichliches Gefühl für die Inszenierung ergreifender Momente. Sie findet die richtigen Worte, und sie kommen am besten an, wenn sie diese selbst spricht.
Von Beginn ihrer Forschungen an hat sie diesen Blick für die großen Augenblicke entwickelt. Sie hatte seinerzeit natürlich Glück, den vertrauensseligen Schimpansenmann "David Greybeard" zu finden, der ihr bereitwillig seine Meisterstücke der bis dahin völlig unbekannten tierischen Werkzeugkunst demonstrierte. Aber irgendwie schien ihr Erfolg auch kein Zufall zu sein, so viele schicksalhafte Begegnungen hatte sie in kürzester Zeit angesammelt. In dem Hörbuch schildert sie, wie ihr Weg zur Schimpansenforscherin vorgezeichnet war und wie sie schließlich in ihre heutige Rolle als Umwelt- und Tierschutzaktivistin mündete. Es war alles andere als ein gerader Weg, vielmehr einer mit ungemein vielen amüsanten und rührenden, aber immer wieder auch erschütternden Episoden. Im zarten Alter von anderthalb Jahren zum Beispiel lag das Londoner Stadtmädchen mit einer Handvoll Regenwürmer im Bett. Sie habe damals dreingeschaut, sagte ihr später die Mutter, als würde sie sich fragen, wie es die Würmer schaffen, ohne Beine zu laufen.
Goodall lässt auch den Krebstod ihres Mannes nicht weg, sie schildert, akustisch untermalt mit gefühllos nachvertonten Kommentaren und authentischen Feldaufnahmen, wie sie die furchtbare Entdeckung machte, dass ihre Schimpansen Pavian-Kinder verspeisten. Das Kreischen der Affen wechselt zu angenehmen Rhythmen indigener Musik, wenn sie über ihre mühselig finanzierten Initiativen zum Schutz der Schimpansen und zur Selbsthilfe der Menschen berichtet. Eine hörenswerte Autobiographie mit einem zutiefst ethischen Anspruch - einer, wie ihn kaum ein anderer Naturforscher dieser Tage für sich beanspruchen kann.
JOACHIM MÜLLER-JUNG, Jane Goodall: "Mein Leben". Galila Hörbuchverlag, Etsdorf am Kamp 2008. 1 CD, 70 Min., 14,95 [Euro].

Samstag, 13. Dezember 2008

Griechenland, Chehalis, Toyota, Lagarde

In Athen

Nachtfrost, tags 0°

- Griechenland: " ... Es hätte nicht solidarischer Ausschreitungen autonomer Gruppen in Spanien, Italien, Dänemark, Deutschland bedurft, um uns daran zu erinnern. Hier geht es, wie stets bei solchen Plünderungen und Scharmützeln mit Ordnungskräften, erst einmal um Adrenalinüberschüsse und pubertäre Revolte, mögen auch altgediente Theoretiker der Stadtguerrilla wie Toni Negri darin den Anfang der Generalabrechnung mit dem Kapitalismus herbeisehnen. ... " Niedersinken in Ruinen, FAZ 10.12.
- Chehalis: Bei Verstoß gegen die Kleiderordnung: " Zur Strafe ab in den Kartoffelsack
Henrieke aus Westfalen zog es ein Jahr nach Chehalis / Washington.
An der W. F. West High School in der amerikanischen Kleinstadt Chehalis herrschen strenge Sitten. Wer gegen diese verstößt, wird bestraft ... Austauschschülerin Henrieke war trotzdem gerne dort. ..." 10.12. FAZ

- Toyota: von 750 Mio. € Verlust wird gesprochen. In D 30000 Neuzulassungen weniger.
Wochenplus: Metro 20%, adidas 18%, Dax 6%
1,3350 H.öl 52,30
- Übrigens: eine Rezession ist keine Wirtschaftskrise, sondern eine Schwankung.

- " Der Klassiker aus dem Giftschrank . "Lest Lagarde!" wollte Christian Morgenstern auf seinen Grabstein gesetzt sehen. Wer die deutsche Bildungswelt verstehen will, der lese Ulrich Sieg ... FAZ 12.12.