Samstag, 5. Dezember 2009

Klima im Kambrium war weltweit sehr heiß



Die Erde sah vor einiger Zeit irgendwie anders aus

Heute 2-5°C, R, Schneefallgrenze 400-500 m

- Kambrium vor 600-500 Mio. J., Kambrische 'Revolution', Urtiere, Gliederfüßler, Weichtiere. In der Kambrium-Zeit (600 Millionen Jahre) bestand die erdoberflächennahe Atmosphäre aus 84 Volumenprozent Stickstoff (N2), 15 Prozent CO2 und etwa einem Prozent freiem Sauerstoff (02). Die Pflanzenentwicklung sorgte mit Hilfe der Photosynthese für die Bildung der Atmosphäre mit der jetzigen Zusammensetzung CO2 = 0,035 Prozent, 02 =20,95 Prozent, N2= 78 Prozent und rund einem Prozent Spuren- und Edelgase.
Das Klima im Kambrium war weltweit sehr heiß, die Pole waren ganzjährig eisfrei. Auf allen Kontinenten gab es ausgedehnte Wüsten (Trockenzonen). Großräumige Meeresüberflutungen mit einem Höhepunkt im Mittel-Kambrium. Klima feucht und zunehmend wärmer. (Vgl. u.a. www.lothar-beckmann.de/Globalklima/seite12.htm )
Nach der Logik von Klimascharlatanen wie Schellnhuber, Merkel, Edenhofer etc. könnte man das Klima dieser Zeit zum "Normalklima" erklären. Es wäre also heute viel zu kalt. Nun wissen aber alle ehrlichen und halbwegs gebildeten Menschen, daß sich seit dieser Zeit das Klima vielfach geändert hat, auch in der jetzigen Periode des Holozän. Das Klima wird sich mutmaßlich auch in Zukunft so schwankungsaktiv verhalten wie in der ältesten und in der jüngsten Vergangenheit. Das Klima war nie stabil, so etwas zu behaupten ist verlogen. Daraus politische Maßnahmen und Belastungen abzuleiten, ist völlig unverantwortlich.

- Popper zu Darwinismus, Selektion und Präferenz:
" ... Popper: Die Darwinsche Theorie ist sehr schwer zu überprüfen. Es ist klar, daß die natürliche Selektion, selbst wenn sie manchmal eine starke Überzeugungskraft hat, nicht immer allein jede Entwicklungsstufe erklären kann. Darwin hat selbst erkannt, daß das Auftauchen z.B. des Hirschgeweihs oder der Pfauenfedern nicht das Ergebnis der natürlichen Selektion, sondern einer Vorliebe des Weibchens für diese männlichen Attribute ist. Das ist sehr interessant, denn so wird klar, daß Präferenzen sich gegenüber der natürlichen Selektion durchsetzen können. Nun geht aber die Präferenz eher vom Tier aus als von der Selektion, bei der die Umwelt des Tieres über die Auswahl entscheidet.
L�Express: Ziehen Sie die natürliche Selektion als Entwicklungskraft in der Evolution in Zweifel?
Popper: Das Experiment zeigt zweifelsfrei die große Kraft der natürlichen Selektion. Aber es ist mehr als zweifelhaft, daß sie das einzige Entwicklungselement der Evolution ist. Ich persönlich glaube, daß die Präferenzen hier eine große Rolle spielen. Die Schwierigkeit rührt daher, daß die Präferenzen ihrerseits durch die natürliche Selektion erklärt werden können. Durch natürliche Selektion taucht ein Tier mit Präferenzen auf, die auf die Wahl seiner Umwelt Einfluß nehmen können, man nennt das die ökologische Nische, und diese Umwelt modifiziert ihrerseits die genetische Struktur des Tieres. Es ist möglich, daß es so ist. Und ich vermute, daß es so ist.
L�Express: Ist das Ihre eigene Hypothese?
Popper: Zum Teil. Sie kennen diesen langen und lästigen Streit über den Einfluß von Natur und Umwelt, Vererbung und Milieu, der die Biologen entzweit. Was ist das wichtigste für die Evolution? Ist es die natürliche Selektion auf dem Weg über die Umwelt, was auch den Wettbewerb umschließt, der ein Element dieser Umwelt ist? Oder sind es die Präferenzen, die Entscheidungen, die individuellen Handlungen des Tieres? Ich würde darauf antworten � und das ist vielleicht neu �, daß beides wahrscheinlich einen gleich starken und vielleicht inkommensurablen Einfluß hat.
L�Express: Sie präsentieren damit die Begriffe des alten Streites Vererbung - Milieu auf neue Art und Weise.
Popper: Damit Präferenzen zum Ausdruck gebracht werden können, muß eine genetische Struktur vorher schon existieren. Die Präferenzen sind Eigenheiten, die ein Tier nur ausnutzen kann, wenn es über ausreichende Wahlmöglichkeiten in einer gegebenen Situation verfügt. Diese Wahlmöglichkeit existiert nur, wenn die genetische Struktur des Tieres ihm eine solche einräumt. Wenn diese zu eng ist, gibt es keine Auswahl. Diese Struktur, die die Auswahl erlaubt, kann von der natürlichen Selektion herrühren. Aber von dem Augenblick an, wo das Tier eine Wahl und Präferenzen hat, bedeutet das, daß es eine bestimmte Umwelt im Hinblick auf seine Präferenzen wählt und daß jede Präferenz in diesem Sinne die Wahl einer Umwelt ist. Wenn das Tier eine Umwelt mit einer gewissen Temperatur bevorzugt, wird die Temperatur eine neue Rolle in seinem Leben und infolgedessen in seiner ökologischen Nische spielen. Deshalb ist es dumm, sich zu fragen, ob Vererbung oder Umwelt das wichtigste ist, weil ganz offensichtlich beide wichtig sind und man ihren jeweiligen Anteil nicht vergleichen kann. Ebensowenig kann man den Selektionsdruck und den, der von den Präferenzen des Tieres ausgeht, vergleichen; man muß sie als die beiden Hälften der Erklärung der Evolution ansehen. Das ist ganz und gar vereinbar mit der Darwinschen Theorie, obgleich es bedeutet, daß die Evolution abläuft, als ob sie es im Lamarckschen Sinne täte.
L�Express: Indem sie die Theorie von Lamarck simuliert?
Popper: Diese Idee hatten mehrere Gelehrte, von denen der Amerikaner Baldwin der bekannteste ist. Ich habe sie ein wenig weiterentwickelt, indem ich die Existenz von Präferenz-Genen, insbesondere von Genen für Neugier und Forschungsdrang hervorgehoben habe. Diese scheinen mir "Leitgene" zu sein, die zu neuen Präferenzen hinführen, also zur Wahl einer neuen Umwelt, die wiederum die spätere Evolution des Tieres prägt. So stellen wir zumindest eine Simulation der Lamarckschen Theorie fest, obgleich es wahrscheinlich keine Vererbung erworbener Charaktereigenschaften gibt. Jede Neuerung im Verhalten eines einzelnen Organismus verändert die Beziehung zwischen diesem Organismus und seiner Umwelt. Sie kann also den Verlauf, den die Evolution nehmen wird, stark beeinflussen.
L�Express: Wie würden Sie diesen Dualismus: Vererbung - Umwelt formulieren?
Popper: Kennen Sie den folgenden Vers des Gedichtes "In memoriam" von Tennyson: "Die Natur mit ihren Fängen und blutigen Haken..." Diese Beschwörung einer feindlichen Natur voller Blut ist die Beschreibung des Darwinismus. Er gibt nur eine Hälfte der Wahrheit wieder, denn der Evolutionsprozeß hat zwei Aspekte: auf der einen Seite tatsächlich den der feindlichen Umwelt, der natürlichen Selektion, die ausrottet, aber auf der anderen Seite gibt es auch die günstige Umwelt, die wir suchen und für die wir eine Präferenz zeigen. Wenn es bis heute Leben gibt, so deshalb, weil die günstige Umwelt viel wichtiger war als die feindliche.
L�Express: Veranlaßt Sie das zu sagen, daß die Organismen Problemlöser sind?
Popper: Es ist vielleicht ein neuer Gedanke. Die Tiere sind nicht passiv, sie sind nicht geschaffen worden, um das zu tun, was sie tun � ganz im Gegensatz zu dem, was der Darwinismus scheinbar zeigt, der so viel deterministischer auftritt als der Lamarckismus. Für mich ist der Determinismus ein völlig falscher Gedanke, vor allem in Bezug auf Organismen. Für jedes Problem, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen, gibt es immer viele Lösungen. Diese werden in die zahlreichen Formen, die das Leben annehmen kann, übertragen. Ich glaube, daß der Darwinismus der Idee breiten Raum zugestehen kann, daß in fast allen Lebensabschnitten ein ganzes Repertoire möglicher Reaktionen auf eine Situation existiert.
L�Express: Kann diese Idee auf den Menschen und auf die Lösung seiner Probleme angewendet werden?
Popper: Natürlich. Diese Idee wird sehr klar, wenn es sich um den Menschen handelt. Eine Theorie ist der Versuch einer Problemlösung. Dem Lösungsversuch eines Tieres � selbst ganz unten auf der Skala des Lebendigen, bei den Amöben oder den Bakterien � entspricht beim Menschen die Aufstellung einer Theorie. Unsere Theorien entwickeln sich durch Versuch und Irrtum, ganz wie das Verhalten der Tiere. Wenn unsere Theorien falsch sind, werden sie widerlegt, aber wenn das Verhalten des Tieres unangepaßt ist, wird es ausgerottet. Darin besteht der große Unterschied. Die Sprache erlaubt es, eine Theorie zu formulieren und zu widerlegen, ohne denjenigen zu töten, der sie aufgestellt hat. In Ermangelung der Sprache bedeutet die Widerlegung einer Theorie beim Tier die Ausrottung desjenigen, der Träger dieser Theorie ist. " Interview mit L'Express 1982 / Erneuter Abdruck anläßlich Poppers Tod bei Aufklärung und Kritik 2/1994 (S. 38 ff.)

- - " Gute Arbeitsmarktzahlen schieben den Dax ins Plus
Spezial Dank überraschend positiver Konjunkturdaten aus Amerika hat sich der Dax mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Er beendete den Handel 0,8 Prozent höher bei 5817,65 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er damit 2,3 Prozent. ... FAZ 5.12.

- Klamaukbrüderchen: Noch immer gibt es Störungen des Hochschulbetriebs durch Hörsaalbesetzungen, "Streik" etc. - es ist unglaublich bzw. unverantwortlich, daß studentische Idioten ihre Kommilitonen beim Studium stören! Diese pubertären Geister mögen vertreten, was sie wollen, aber auf eine Weise, die andersdenkende Studenten nicht von dem abhält, was allein Inhalt des Studiums ist: Studieren .

- Studentischer Mob, das eigentliche Hochschulproblem: " AStA soll Schaden ersetzen
Uni-Präsident will Dialog / Dozenten kritisieren Räumung
Das Studentenwerk Frankfurt will vom AStA der Universität Schadenersatz für die Zerstörungen und Umsatzausfälle fordern, die während der Besetzung des Casinos auf dem Westend-Campus entstanden sind. In einem Schreiben an die AStA-Vorsitzenden Nadia Sergan und Jonas Erkel heißt es, man sei "empört und zugleich irritiert, dass nach den Übergriffen im vergangenen Jahr gegen die Mitarbeiter unseres Cafés im House of Finance sich die Aktionen des AStA abermals gegen das Studentenwerk Frankfurt am Main richten". Die Besetzer des Casinos hätten Werte vernichtet, die auch von Studierenden erwirtschaftet worden seien und diesen nun nicht mehr zur Verfügung stünden.
Nach Schätzungen der Universität summieren sich allein die Umsatzausfälle, die das Studentenwerk durch die Teilschließung der Casino-Mensa erlitten hat, auf bisher 50 000 Euro. Sergan und Erkel waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Universitätspräsident Werner Müller-Esterl hat gestern Morgen eigenen Angaben zufolge das Gespräch mit Studenten gesucht, die an einer Protestversammlung im IG-Farben-Haus teilnehmen wollten. Im Foyer des Gebäudes habe er Fragen beantwortet, zu der Zusammenkunft selbst sei ihm jedoch der Zutritt verwehrt worden. "Wir lehnen derzeit eine offizielle Diskussion mit dem Präsidenten ab", teilten die Organisatoren des "Protestplenums" hierzu mit. Müller-Esterl habe seine Funktion als Ansprechpartner der Studierenden verwirkt und mit der "gewaltsamen Räumung" und der "öffentlichen Lüge" über den Polizeieinsatz sowie das Ausmaß der Schäden im Casino jede Gesprächsgrundlage zerstört.
Die Universität verwies unterdessen darauf, dass viele Studenten in Zuschriften ihre Empörung über die Zerstörungen im Casino ausgedrückt hätten. In einem Flugblatt, das nach Angaben der Uni-Pressestelle auch über das Internet verbreitet wird, heißt es: "Das ist kein Streik, das ist keine Meinungsäußerung, das ist Vandalismus, das ist kriminell, das ist nicht zu tolerieren." Aus dem Aufruf ist nicht zu erkennen, wer ihn verfasst hat. Neun Fachschaften und Fachgruppen aus Natur-, Rechts- und Geisteswissenschaften distanzierten sich von "Vandalismus und Sachbeschädigung" während der Casino-Besetzung. "Das Verhalten des AStA in diesem Zusammenhang können wir nicht nachvollziehen."
Mehrere Dozenten haben dagegen in einer Erklärung die Entscheidung des Präsidenten kritisiert, das Casino räumen zu lassen. Es habe sich hierbei um einen "nicht akzeptablen Eingriff in die Freiheit von Forschung und Lehre" gehandelt. Während der Besetzung hätten sich Studenten in mehr als 70 Workshops mit Hochschulreformen und Studienbedingungen auseinandergesetzt. "Die ausschließliche Fokussierung auf ,Vandalismus' dient einzig der Delegitimierung und Kriminalisierung des Protests." Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehört Frank Nonnenmacher, ehemaliger Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften.
Bei der Studentendemonstration am Donnerstagabend, die sich gegen die Casino-Räumung richtete, sind nach Angaben der Polizei mehrere Polizisten durch Knallkörper verletzt worden. zos
Text: F.A.Z., 05.12.2009

- "Landdegration in Afrika: Menschen gefährden Menschen", Vortrag Paul L.G. Vlek, Uni Bonn. Der Titel spricht für sich; neu: eine Begrünung südlich der Sahel-Zone, Vlek begründete sie mit dem Ende einer Dürreperiode seit 1984 .

Freitag, 4. Dezember 2009

Die gegenwärtige Klimahysterie ist unbegründet



4-5°C

- Klima-Gate
Von Jochen Stahnke und Matthias Wyssuwa, FAZ
Klimabericht "The Copenhagen Diagnosis": Hat man sich "Tricks" bedient?
04. Dezember 2009 Kopenhagen hat sein „Climategate“: Der Watergate-Skandal brachte Richard Nixon zu Fall, Monica-Gate zerstörte die Glaubwürdigkeit Bill Clintons, und jetzt also Klima-Gate - der Verdacht, dass der menschengemachte Klimawandel nicht mehr ist als nur eine Verschwörung unter Klimaforschern. Das zumindest legen aus Sicht von Leugnern des Klimawandels E-Mails zwischen prominenten Forschern nahe. ...
Manns „Trick“

Erst drei Tage nach dem Hackerangriff, am 20. November, meldete die „New York Times“, dass E-Mails von Klimaforschern gestohlen wurden, und zitierte aus ihnen. So heißt es in einer E-Mail, alle Skeptiker des Klimawandels seien „Idioten“. Besonders brisant aber ist eine Mail vom November 1999, in der Jones einem Kollegen anvertraut, wie er in einer Klimastatistik einen ihm nicht genehmen Temperaturrückgang versteckt. Er habe sich des „Tricks“ Michael Manns bedient. Mann ist Mitautor des erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Klimaberichts „The Copenhagen Diagnosis“, der als legitime Fortschreibung des IPCC-Weltklimaberichtes angesehen wird und in dem ein weit schnellerer Klimawandel vorhergesagt wird als bislang bekannt. Jones' Trick bezog sich, wie er schrieb, auf ein Klimamodell, in dem Klimaveränderungen über die Jahrhunderte mit Hilfe von Baumringen bestimmt werden. Nun begab es sich aber, dass das Modell für die jüngst vergangenen Jahrzehnte einen Rückgang der Temperatur verzeichnet. Das passte ihm nicht.

Also verwendete Mann für die Darstellung der unliebsamen Jahre simple, mit Thermometer gemessene Temperaturen - die eine Klimaerwärmung erkennen lassen. Ob Manns Baumrinden-Modell nun also auch für weiter zurückliegende Jahrhunderte korrekt sein kann, ist schwer zu überprüfen. Echt sind zumindest die E-Mails. Bereits am 23. November bestätigte die Universität East Anglia, dass die Daten und E-Mails echt seien und die Polizei eingeschaltet wurde. ...
Sowohl die Universität East Anglia als auch die Universität Pennsylvania State, an der Michael Mann lehrt und forscht, haben unterdessen eine Untersuchung angekündigt, ob sich die Forscher auch an wissenschaftliche Regeln gehalten haben. Das Ergebnis der Universität East Anglia könnte schon am Freitag vorliegen. ... " FAZ 4.12.

- " Die gegenwärtige Klimahysterie ist unbegründet

Den Ausführungen von Leser Dr. Hermann ("Was in der Klimadebatte untergeht", F.A.Z. vom 11. November) stimme ich aus umweltgeologischer Sicht zu. Es gibt nach wie vor keinen ausreichenden wissenschaftlich fundierten Beweis für eine globale Klimaeinwirkung des Kohlendioxids in der jüngeren Erdgeschichte. Kohlendioxid (CO2) ist lediglich ein Spurengas und mit 0,035 Volumenprozent in der erdoberflächennahen Atmosphäre enthalten. Deshalb ist es aus quantitativen Gründen kein Treibhausgas. Es ist 1,4 mal schwerer als Luft und hat in der stets turbulenten Atmosphäre keine für ein Treibhausgas erforderliche Molekulardichte. Dagegen spielten der Wasserdampf und Wasser in den 4,5 Milliarden Jahren seit Bildung der festen Erdkruste und der Atmosphäre/Hydrosphäre bis heute die entscheidende Rolle als Treibhausgas mit globaler Klimawirkung. Diese Ausnahmesituation des Planeten Erde in unserem Sonnensystem ermöglicht seit rund drei Milliarden Jahren die Entwicklung von Leben.

In der Kambrium-Zeit (600 Millionen Jahre) bestand die erdoberflächennahe Atmosphäre aus 84 Volumenprozent Stickstoff (N2), 15 Prozent CO2 und etwa einem Prozent freiem Sauerstoff (02). Die Pflanzenentwicklung sorgte mit Hilfe der Photosynthese für die Bildung der Atmosphäre mit der jetzigen Zusammensetzung CO2 = 0,035 Prozent, 02 =20,95 Prozent, N2= 78 Prozent und rund einem Prozent Spuren- und Edelgase. Bei 16 Prozent 02 wären bereits günstige Bedingungen für die Entwicklung der Lungenatmer, also der Säugetiere, gegeben (vor 200 Millionen Jahren) und damit später auch für den Menschen. Das C02 ging zu diesem Zeitpunkt (etwa fünf Millionen Jahre) bereits auf etwa 0,1 Prozent zurück. Eine Kurve zu dieser Entwicklung gibt es bereits seit 25 Jahren. Dabei stammten zwei Drittel der Sauerstoff-produktion aus dem Phytoplankton der Ozeane und ein Drittel von Landpflanzen. Dieses Verhältnis besteht noch heute und ist seit etwa 25 Millionen Jahren stabil geblieben. In Zeiten starker Akkumulation von Landpflanzen (Karbon- und Tertiärmoore) wurde der Atmosphäre besonders viel C02 entzogen, während die Sauerstoff-Produktion stark anstieg. Gegenwärtig herrscht trotz anthropogener C02-Produktion ein Gleichgewicht, obwohl es vorher Kalt- und Warmperioden gab. Die vielzitierte Hawaii-Kurve ist wenig aussagefähig, da sie von Messungen aus einem aktiven Vulkangebiet mit reichlich C02-Austritten stammt. Auch die Forderung nach einer Erwärmungsgrenze bis zwei Prozent ist aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten nicht machbar.

Klimawandel gab es in der Erdgeschichte immer. Er ist ein normaler Vorgang und wird von Faktoren außerhalb der Erde (Sonne, Mond, Erdbahnelemente) und erdweiten Faktoren wie Erdplattenbewegungen, dem Erdmagnetfeld, Vulkanismus, der Land-Meer-Verteilung, der Wolkenbildung, den Kreisläufen in der Lithosphäre, der Hydrosphäre und der Atmosphäre bestimmt. Auf diese Vorgänge hat der Mensch global keinen Einfluss. Er muss sich deshalb auf das Machbare beschränken, vor allem in regionalen Bereichen. Ich denke da unter anderem an eine Wiederaufforstung und an die Erhaltung von Mooren, an die Reduzierung der Verschmutzung von Meeren und Flüssen, an die Reduzierung der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen, an die Nutzung alternativer Energiequellen, an Energieeinsparungen sowie an realistischere interdisziplinäre Modellrechnungen zur globalen Klimaentwicklung. Die gegenwärtige C02-Hysterie ist völlig unnötig und sachlich unbegründet. Sie verschleiert die Fakten. Besser wäre eine wahrheitsgemäße Information der Öffentlichkeit, verbunden mit der Aufforderung, wirklich Machbares zum Umweltschutz zu leisten.

PROFESSOR DR. WERNER KASIG, AACHEN, FAZ LB 2.12.09

- Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Climatic_Research_Unit_e-mail_hacking_incident

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mensch und kulturelle Gruppe, Ayn Rand



Ayn Rand 1962 in NYC

- Ayn Rand: " ... Doch es sollte weit schlimmer kommen. Als 1917 der russische Zar gestürzt war, griff Lenin gewaltsam nach der Macht und initiierte unter anderem einen Klassenkampf gegen die Mittelschicht. Die Apotheke von Rands Vater wurde von den Bolschewiken geschlossen, die Familie enteignet. Rand, ihre Eltern und ihre zwei Schwestern flohen vor den Revolutionären auf die Halbinsel Krim. Doch schon bald war auch diese in der Hand der Bolschewiken, und die Rosenbaums kehrten zurück ins entvölkerte Sankt Petersburg. Dort bewohnten sie ein kleines Zimmer ihrer einstigen Wohnung, litten Hunger und waren als Juden und einstige Besitzende doppelt benachteiligt. Dass Rand überhaupt studieren konnte - Geschichte und Philosophie -, verdankte sie einigen Glücksfällen. ..." Das wilde Leben einer Freiheitsfanatikerin (FAS 29.11.09)

- Mensch und kulturelle Gruppe, Karl-Heinz Kohl bespricht Antweiler, Heimat Mensch: " ... Ein starkes Wir-Gefühl
Müsste sich dies aber nicht auch auf die Aneignung von Werten, Normen, Verhaltensweisen und anderer kultureller Besonderheiten im Zuge der individuellen Sozialisation übertragen lassen? Haben die radikalen Kulturrelativisten also doch recht? Stellt jede Kultur das Ergebnis einer Wahl aus dem großen Bogen der Möglichkeiten dar, die - sobald sie historisch einmal getroffen worden ist - den Zugang zu allen übrigen Alternativen versperrt? Spätestens an diesem Beispiel wird die grundsätzliche Problematik des ethnologischen Universalismus deutlich. Sie besteht darin, dass es in den meisten Fällen mehr als schwierig ist, zwischen anthropologischen Konstanten und kulturellen Errungenschaften zu unterscheiden.
Alle sozialen Gruppen neigen dazu, ein starkes Wir-Gefühl herauszubilden. Dies geschieht vor allem dadurch, dass sie sich von anderen Gruppen abgrenzen. Da die Unterschiede zwischen benachbarten Gruppen meist gering sind, können auch sehr kleine Differenzen in den Rang zentraler Unterscheidungsmerkmale erhoben werden. Das ist in der Auseinandersetzung zwischen Relativisten und Universalisten sicher der Fall, ließe sich aber auch auf das Neben- und Gegeneinander von Kulturen überhaupt anwenden. Bezieht man die Theorie der wechselseitigen Abgrenzung auf das Phänomen der multikulturellen Gesellschaft, so gelangt man zu einem paradoxen Befund. Je stärker die Interaktion zwischen den Angehörigen einzelner Kulturen ist, desto mehr werden sie sich dabei auch auf ihre jeweils eigenen Werte, Überlieferungen und Gebräuche beziehen, Unterschiede betonen und Gemeinsamkeiten ausblenden.
Identität in der Fremde
Genau diese Entwicklung lässt sich in kulturellen Diasporagemeinden beobachten. Als Symbole kultureller Identität spielen der karibische Karneval, das indische Hochzeitsfest, die Koranschule und der Schleier in der Fremde oft eine viel größere Bedeutung als in der eigenen Heimat. Werden sie zu ostentativ hervorgekehrt, bleibt die Reaktion von Seiten der Mehrheitsgesellschaft nicht aus, die nun ihrerseits ihre kulturellen Besonderheiten hervorkehrt. Als gleichwertig im Sinne des Kulturrelativismus werden sich die nebeneinander bestehenden kulturellen Systeme aber umso weniger wahrnehmen, je weiter der Prozess der Abgrenzung voranschreitet.
Von hier aus gesehen erhält Christoph Antweilers Lehrstück über den ethnologischen Universalismus durchaus eine politische Dimension. Der Verweis auf das Vorhandensein zahlreicher Gemeinsamkeiten wird die Errichtung neuer kultureller Grenzen zwar nicht verhindern. Doch kann er heute weit besser als der Kulturrelativismus dazu beitragen, deren Bedeutung zu relativieren. "
Christoph Antweiler: „Heimat Mensch“. Was uns alle verbindet. Murmann Verlag, Hamburg 2009. 268 S., geb., 18,- €.
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Brav, Herr Antweiler! Ist ja gar nicht falsch, die vielen Gemeinsamkeiten von Sexualität bis zur Sprachfähigkeit bilden das Fundament. Kommunikationen aber finden in einer bestimmten Sprache statt, der Muttersprache, die stets auch mit ihrem Wörterbuch die Kommunikation in anderen, nach der Muttersprache erlernte Sprachen dominiert. Hinzu tritt der familiäre und gesellschaftliche, kulturelle Kontext der Muttersprachenwörter, wie er in Kindheit und Jugend das Sprachlernen erzeugte und begleitete, und weiterhin, alles noch einmal einfärbend, die individuelle Rezeption des Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen. Daher sind Verständnisprobleme innerhalb einer Familie normal, ebenso wie in allen anderen Gruppen. Mit wachsender Unterschiedlichkeit der Sozialisation wachsen auch die Verständnisprobleme, sie erreichen ein Maximum zwischen orientalischen und okzidentalen Gruppen. Zwar leben auch Nord- und Süditaliener in verschiedenen Kulturen und gegeneinander abgegrenzt, auch im Ausland, etwa in den USA, aber sie können sich über die gemeinsame Sprache Italienisch halbwegs verständigen. Zwischen Anatoliern, Kurden, Ägyptern etc. und Europäern aber ist die kulturelle Mauer kaum übersteigbar. Im harmlosen Fall bleibt man einfach einander völlig fremd, im schlimmsten jedoch kommt es zum "Schüleraustausch" wie im Falle des Ägypters Sayyid Qutb, der vom Bildungsministerium zum Studium des amerikanischen Bildungssystems zwei Jahre in die USA geschickt wurde. Er erlebte Amerika mit der Folie seiner ägyptischen Sozialisation und wurde radikal religiös und zum Ideologen der Muslimbruderschaft (von Nasser 1966 exekutiert).- „Heimat Mensch“ ist also ein gänzlich unsinniger Titel des Buches, denn die Heimat, die in der Kindheit erlebt wird, und nur dort!, ist eine sehr spezifische, sinnliche Erfahrung über Jahre hinweg, während die sehr allgemeinen Eigenschaften der Stammesgeschichte HOMO nur untergründig eingeschrieben sind und nur selten bewußt werden.
- - Lost in translation: auch die Geschlechter, die Generationen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Es kann nicht sein, was nicht sein darf / Hide The Decline - Climategate



Die gelöschten Werte in Magenta
While they’ve used the actual Briffa reconstruction after 1960 in making their smooth, even now, they deleted values after 1960 so that the full measure of the decline of the Briffa reconstruction is hidden. Deleted values are shown in magenta. Source code is below. ( http://wattsupwiththat.com/2009/11/30/playing-hide-and-seek-behind-the-trees/ )

- Videoclip: Schon gehört und gesehen?
Klimascharlatan in Lied und Bild:
www.minnesotansforglobalwarming.com/m4gw/ 25.11.09

- Unter Klima-Scharlatanen:
From: Phil Jones To: ray bradley ,mann@xxxxx.xxx, mhughes@xxxx.xxx Subject: Diagram for WMO Statement Date: Tue, 16 Nov 1999 13:31:15 +0000 Cc: k.briffa@xxx.xx.xx,t.osborn@xxxx.xxx

Dear Ray, Mike and Malcolm,
Once Tim's got a diagram here we'll send that either later today or
first thing tomorrow.
I've just completed Mike's Nature trick of adding in the real temps
to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from
1961 for Keith's to hide the decline. Mike's series got the annual
land and marine values while the other two got April-Sept for NH land
N of 20N. The latter two are real for 1999, while the estimate for 1999
for NH combined is +0.44C wrt 61-90. The Global estimate for 1999 with
data through Oct is +0.35C cf. 0.57 for 1998.
Thanks for the comments, Ray.

Cheers
Phil

Prof. Phil Jones
Climatic Research Unit Telephone +44 (0) xxxxx
School of Environmental Sciences Fax +44 (0) xxxx
University of East Anglia
Norwich Email p.jones@xxxx.xxx
NR4 7TJ
UK
( www.minnesotansforglobalwarming.com/m4gw/ ) 1.12.09

- "Climategate: Penn State Professor Mann under investigation" ( www.minnesotansforglobalwarming.com/m4gw/ ) 1.12.09

Dienstag, 1. Dezember 2009

Nichts geht mehr, wenn es den Staatsbürokraten zu gut geht



Großflugtag der Kraniche (wg. Klimaerwärmung, heute 3-6°C, Schneefall in Oberschwaben)

- Eine Dame vom Zentralrat der exmuslime.de hat das Schweizer Minarett-Verbot begrüßt. Bravo!

- Religion, auch die christliche, hat den Drang, andere Menschen, die mit den Gottes-Phantasien nichts zu tun haben wollen, stetig zu bevormunden: " Karlsruhe kippt Berliner Ladenöffnungsgesetz . Das Berliner Ladenöffnungsgesetz verstößt in Teilen gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Zum letzten Mal sind in diesem Jahr in der Hauptstadt die Geschäfte an allen vier Adventssonntagen geöffnet. Kirchen und Gewerkschaften begrüßen das Urteil."

/// Es ist außerordentlich bedauerlich, daß das Bundesverfassungsgericht diesen windigen Lobbyisten das Recht einräumt, allen Bürgern Vorschriften zu machen. Pfui Deibel!

- Nichts geht mehr, wenn es den Staatsbürokraten zu gut geht
Die Staatsquote kann man messen: wenn die Staatstätigkeit über 40% steigt, dann gibt es plötzlich keine Computerindustrie mehr im Lande, die Bayer-Biotechnikforschung geht von Wuppertal nach Kalifornien u.s.w.u.s.f.
Das steigert das Bruttoinlandsprodukt in Kalifornien, da griffen natürlich die Gray-Demokraten in Sacramento zu und schmälerten den Ertrag für die Bürger, die aus Unmut dann eine schillernde Figur aus Hollywood wählten, weil sie den Sozi Gray satt hatten. Es gibt fast immer nur die Wahl des kleineren Übels. Die Staatsquote kann man messen, den "Median-Bürger" nicht. Dem einen geht es so, dem anderen anders, Mittelwerte sind oft nur statistische Tricks. Den Damasios geht's gut in La Jolla, die würden nicht nach Frankfurt wechseln, Apple-Gründer und Milliardär Steve Jobs geht's nicht so gut, aber er tut, was er kann, und Joe Hosenträger hat gerade eine Applikation für den Apple App Store geschrieben und freut sich über das Honorar und die Provision ... Lebensqualität hat allerdings viele Seiten, viele innere: die STOA und Schopenhauer in seinen APHORISMEN ZUR LEBENSWEISHEIT haben dazu viel zu sagen. Komm. auf faz.net

- Nichts geht mehr, wenn man nicht mehr arbeitet und den antiken Sklavenhaltern glaubt
Cicero: "Lohn ist das Handgeld der Sklaverei" (DE OFFICIIS, Von den Pflichten).
So heißt es kurz bei den Nachfolgern des Aristoteles, erneut erweisend, daß Aristoteles zwar eine historisch interessante Lektüre ist, aber blödsinniges Zeug für Leute, die sich selbst ernähren müssen, durch Lohnarbeit, weil sie keine Sklaven zur Verfügung haben, wie unsere antiken Mußefreunde. Bei den antiken Schriften sollte man auch nicht vergessen, daß Athen kein Staat war, sondern eine kleine Gemeinde, wo auf der Agora jeder jeden kannte; die Polis war eine simple Gemeinschaft, keine hyperkomplexe, unüberschaubare Gesellschaft. Und die Arbeit erledigten die Metöken, Heloten und Sklaven. Gut, daß uns fleißige Kalifornier bei Cisco und anderswo das Weltnetz für solche Kommunikationen gebaut haben! Schade, daß in Deutschland dazu nichts beigetragen wurde. Opel ist ein Auslaufmodell, das Internet nicht. Komm. auf faz.net

- Mit Aristoteles geht fast nichts mehr / Cassirer, Substanzbegriff u. Funktionsbegriff: Es geht in Europa, in Deutschland um Mobilität und Flexibilität: hier wird gerne ausgerufen: "Nichts geht mehr". Das ist aber nur eine Perspektive. Es gibt noch viele andere. Habe Mut, eine andere Perspektive einzunehmen. Die Fraunhofer-Leute haben in Deutschland 2 Jahre nach einem Vermarkter für ihr MP3-Format gesucht - nichts ging. Ging dann aber doch: in den USA. In Kalifornien, wo Maurer aus Kärnten Gouverneur werden können. Wo es reiche Leute gibt, denen es auf 50 Millionen nicht ankommt, die das Risiko nicht scheuen, 50 Millionen zu verlieren, weil sie eben noch 50 Millionen haben, oder 100. Und ein bißchen Phantasie und Verstand. Das Geschäft, das Apple mit dem iPod macht, hätte ein deutsches Geschäft sein können. Wenn die Leute nicht dauernd Aristoteles lesen würden. Ähnliche Geschichte mit dem Bayern Bechtolsheim / SUN + Cisco, den die starre deutsche Physikstudienordnung nach Amerika vertrieben hat, wo ein Physiker Milliardär werden kann. Wo ein Physiktalent eine Firma nach der anderen gründen kann, wie er will und auch noch das Geld der Superreichen in seine gesegneten Wege einbringen kann. Das Internetgeschäft hätte auch in Deutschland stattfinden können, wenn dort nicht dauernd gerufen würde: "Nichts geht mehr".
Komm. auf faz.net