Dienstag, 15. Dezember 2009

Antarktis: mehr Eis, Frost angesagt für Kopenhagen - schneien sie ein? Unwissenschaftlich und leichtsinnig, Jahrmarkt der Erlösereitelkeiten




Kalte Tage für Klima-Klamauk: -5°C bis 0°C am östl. Rande der Kölner Bucht

Die "Polarstern" des Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

- Frost angesagt für Kopenhagen - schneien sie ein?

Antarktis 21.4.08 FAZ: ' Kälterekord lässt Eisdecke wachsen.
Eine Expedition lässt aufatmen: Die Tiefsee der Antarktis ist nach jahrelanger Erwärmung wieder kälter geworden. Dies teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Montag als Ergebnis einer zehnwöchigen Expedition des Forschungsschiffes „Polarstern“ im Südlichen Ozean mit. Gleichzeitig zeigten Satellitenaufnahmen die höchste Ausdehnung der Eisdecke im antarktischen Sommer seit Aufzeichnungsbeginn.
Ob es eine Trendwende oder ein Ausreißer ist, sollen weitere Untersuchungen zeigen. Das 58-köpfige Team der „Polarstern“-Expedition untersuchte gut zehn Wochen lang Meeresströmungen sowie die Temperatur-, Salzgehalts- und Spurenstoffverteilung im Meerwasser der Antarktis. „Seit Ende der 80er Jahre ist bei solchen Untersuchungen festgestellt worden, dass es in der Tiefsee immer wärmer geworden ist“, sagte Expeditionsleiter Eberhard Fahrbach der AP und fügte hinzu. „Jetzt ist der Trend gebrochen.“ ...'
Komm. Wolf Doleys auf faz.net zu "Das bisschen Klima"

- Klamauker Gore : " Speaking at the Copenhagen climate change summit, Mr Gore said new computer modelling suggests there is a 75 per cent chance of the entire polar ice cap melting during the summertime by 2014.
However, he faced embarrassment last night after Dr Wieslav Maslowski, the climatologist whose work the prediction was based on, refuted his claims. ..." minnesotansforglobalwarming.com/m4gw

/// Die Nordpolarkappe ist übrigens kein großer Kontinent wie die Antarktis, deren Eis zunimmt, sondern ein kleines, gefrorenes Wässerchen, das wie ein Eiswürfel auf dem Nordpolarmeer schwimmt. Dafür gibt es ein spannendes Experiment für unsere Kleinen sowie Absolventen der Philosophischen Fak. wie Al Gore: wir nehmen ein Glas Wasser, natürlich CO2-frei, geben drei Eiswürfel dazu und markieren den Wasserstand. Dann lesen wir ein bißchen, nein, keinen Roman, Romane machen meist dumm, sondern wir lesen ein Stündchen in John Emsleys Thriller "Sonne, Sex und Schokolade" und schauen dann nach dem Wasserstand, wenn das Eis geschmolzen ist. Wie hoch wird er sein? Höher oder tiefer als vorher? Ja, genau, und jetzt noch übertragen auf die Nordpolareiswürfel ...

- Kopenhagener Klima-Klamauk: " ... Schauen wir uns mal an, was für Transportmittel die ach so besorgten Teilnehmer verwenden. Zunächst müssen 15 000 Delegierte und Offizielle, 5000 Journalisten und fast 100 Staatsführer aus aller Welt anreisen. Die meisten wohl mit Linienflügen, aber die VIPs selbstverständlich mit ihren eigenen Maschinen. Allein Präsident Obama hinterlässt mit dieser Reise nach Europa einen gigantischen sogenannten "Karbonfußbadruck". Seine Karawane besteht aus einer Air Force One plus fünf weiteren Flugzeugen, die insgesamt 700 Personen transportieren, 200 nur für seine Sicherheit, und dann noch zwei Helikopter und mehrere gepanzerte Großlimousinen. Der Flughafen erwartet auf dem Höhepunkt der Tagung bis zu 140 Privatjets, mehr als 400 insgesamt. Weil so viele Flugzeuge dort nicht Platz haben, müssen viele davon nach Abliefern der Passagiere auf Regionalflughäfen und nach Schweden ausweichen, um dann wieder nach Kopenhagen für die Abholung zurückzukehren. Dann die Limousinen für das Herumkutschieren der Teilnehmer: vom Flughafen zum Hotel, vom Hotel zum Kongresszentrum und zurück. Raten Sie mal, wie viele dafür reserviert wurden: weit über 1200 Karossen. Der "Telegraph" berichtete, viele hätten über Hunderte Kilometer hinweg aus Deutschland und Schweden geholt werden müssen. Ganze fünf Fahrzeuge seien mit Elektro- oder Hybridantrieb ausgerüstet. ... " LB Neumann 15.12. FAZ

- Unwissenschaftlich und leichtsinnig
Zu "Die Klagen der Skeptiker" (F.A.Z. vom 7. Dezember): endlich einmal ein Artikel, der nicht dem Mainstream allgemeiner Hysterie folgt. In fast allen veröffentlichten Publikationen wird als selbstverständlich vorausgesetzt, dass das böse Kohlendioxid der Hauptverursacher eines heraufziehenden Klimawandels ist. Die in dem Artikel genannten Wissenschaftler werden meist als nicht ernstzunehmende Querulanten abgetan. Dies ist unwissenschaftlich und leichtsinnig, wird doch so der Fokus weiterer Forschungen einseitig auf die sogenannten Treibhausgase beschränkt.

Einflüsse wie die Strahlungen aus dem All, die Sonnenflecken, die Überbevölkerung (das wäre ein wichtiges Thema für Kopenhagen), der Stand der Erdachse und vieles mehr werden entweder negiert oder gehen in der allgemeinen Diskussion unter, wahrscheinlich weil man zu wenig darüber weiß. Kohlendioxid ist derzeit in der Atmosphäre mit 380 ppm enthalten, das sind 0,0380 Porzent Anteil an der Luft, der angeblich durch die Emissionen zurzeit um 2 ppm = 0,0002 Prozent jährlich steigt. Wie der Anteil an Kohlendioxid in größeren Höhen (10 bis 30 Kilometer) steigt, habe ich nirgendwo gefunden, denn dort soll ja angeblich die Rückstrahlung der energiereichen Infrarotstrahlung erfolgen. Da aber Kohlendioxid erheblich schwerer (Faktor zirka 1,5) ist als Luft, dürfte dieses unten in Erdnähe verbleiben und damit in großen Höhen schon gar keine Wirkung haben. Übrigens: Kohle, Erdgas und Öl sind viel zu schade, um sie mit Wirkungsgraden von unter 50 Prozent zu verheizen.

DR. Siegfried Henders, Geldern, LB F.A.Z., 15.12.2009

- Ja, genau: 'unser Jahrhundert „als ein Jahrmarkt der Erlösereitelkeiten in die Geschichte eingehen wird, an dessen Ende sich die Menschen nach Erlösung von der Erlösung und Rettung von den Rettern sehnen werden“. ...' Sloterdijk, Angst, Schweiß und Dänen, FAZ 14.12.

/// Es ist doch wohl eher so, daß man beim Blick auf das Thermometer , das -3°C zeigt, hier und jetzt bereits mehr als genug hat von diesen Spesenrittern, Erlöserschamanen und Forschungsgeldertrickbetrügern! (Komm. Wolf Doleys auf faz.net)

Montag, 14. Dezember 2009

Verbraucher zahlen für Überangebot an Öko-Strom




Die Klimaspinner in der Unterhose - heute Klima-Erwärmung auf -2°C bis 0°C


- " Verbraucher zahlen für Überangebot an Öko-Strom
Von Andreas Mihm, FAZ
10. Dezember 2009 Strom könnte im kommenden Jahr für die deutschen Verbraucher teurer werden - aber nicht weil die Konzerne mehr verlangen, sondern weil überschüssiger Windstrom anfällt, der nur an den Mann gebracht werden kann, wenn der Verkäufer dem Käufer dafür etwas bezahlt. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise zahlt der Käufer dem Verkäufer. Weil aber zuweilen so viel Wind bläst, finden sich für den damit produzierten Strom nicht genug Käufer. Um den Strom loszuwerden, muss der Verkäufer draufzahlen.
Allein in diesem Jahr hat die Bundesnetzagentur 18 Mal negative Preise registriert. Anfang Oktober waren es nach Angaben eines Marktteilnehmers sogar kurzzeitig bis zu 1500 Euro je Megawattstunde. So viel mussten die Verkäufer zahlen, um Abnehmer für ihren Strom zu finden. In normalen Zeiten bekommt ein Verkäufer derzeit etwa 50 Euro für die Lieferung einer Megawattstunde Strom.
Nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) trägt am Ende vor allem der deutsche Stromkunde die Kosten für negative Preise. Wie hoch die Zusatzkosten unter dem Strich ausfallen, ist noch nicht absehbar. Das hängt vom weiteren Zubau erneuerbarer Energien ab und von einer marktnahen und "intelligenten" Nachfragesteuerung. Käme es künftig häufiger zu Negativpreisen an der Börse, womit die Börsenbetreiber nach einer Gesetzesänderung rechnen, fiele die Umlage für Erneuerbare Energien auf der Stromrechnung umso höher aus (Angebot und Nachfrage: An Wochenenden gibt es Strom-Schnäppchen).
Die Verbraucher zahlten damit aber nicht für zusätzlich erzeugten Ökostrom, sondern dafür, dass der hierzulande aufwendig produzierte grüne, kohlendioxidfreie Strom anderswo verbraucht wird. "Bei negativen Preisen steigt die Umlage, ohne dass mehr grüner Strom ins Netz eingespeist wird", bestätigt denn auch die Bundesnetzagentur. In diesem Jahr können Netzbetreiber die Verluste als Folge negativer Preise noch nicht umlegen (Strom-Tarifrechner).
Um die Kosten zu begrenzen, hat der Netzbetreiber Vattenfall Europe Transmission bei der Bundesnetzagentur schon eine geheim gehaltene Untergrenze für Negativpreise durchgesetzt. "Das ist ein Fall von Marktversagen, der für unser Unternehmen existenzbedrohend sein könnte", sagt der Chef der Netzsparte, Stefan Dohler. Im nächsten Jahr kann er die Kosten zwar auf die Netznutzer umlegen, doch muss er die Vorfinanzierung für Millionenbeträge alleine stemmen.
Für die Stromkäufer, etwa ausländische Pumpspeicherwerkbetreiber, bedeuten die Tage mit negativen Preisen einen doppelten Gewinn: Zuerst bekommen sie Geld dafür, um ihre Pumpwasserspeicher mit deutschem Ökostrom zu füllen, sodann erzeugten sie selbst Elektrizität und verkaufen diese zurück - auch nach Deutschland. "Ein schönes Geschäft auf Kosten deutscher Stromverbraucher", nennt das der Chef der halbstaatlichen Deutschen Energieagentur, Stephan Kohler.
Vom nächsten Jahr an könnte das öfter vorkommen. Denn dann sind die Netzbetreiber verpflichtet, Ökostrom, für den sie die EEG-Fördersätze an die Erzeuger zahlen, vollständig am Spotmarkt der Börse zu verkaufen. Dort dürfte sich die Menge des angebotenen Stroms glatt verdoppeln und damit die Zahl der "Preisausreißer" zunehmen, erwarten Fachleute. Die Netzbetreiber dürfen Ökostrom nicht ablehnen, sie müssen jede angebotene Kilowattstunde einspeisen.

Das summiert sich auf einen Milliardenbetrag. Für 2010 haben die Übertragungsnetzbetreiber eine EEG-Einspeisevergütung in Höhe von 12,7 Milliarden Euro kalkuliert. Den Gegenwert des eingespeisten Stroms an der Börse veranschlagten sie auf 4,5 Milliarden Euro. Die Differenz, 8,2 Milliarden Euro, wird über die EEG-Umlage den Verbrauchern auf die Rechnung geschlagen.
Wegen der Veränderung zum Jahreswechsel und der Sorge vor zu teuer zu verkaufendem Überangebot hat der Börsenrat der Epex-Spot-Börse, einer Tochtergesellschaft der deutschen und französischen Strombörse, jetzt eine Notbremse bei Preisen von minus 150 Euro eingebaut. Weil "der neue EEG-Wälzungsmechanismus negative Strom-Stundenpreise am Spotmarkt wahrscheinlicher macht, kann die Epex Spot künftig eine zweite Stundenauktion ansetzen, wenn die Preise unter minus 150 Euro je Megawattstunde sinken", teilte die Epex mit.
Eine neue Regel soll für Transparenz sorgen
Sinn der zum Jahresbeginn in Kraft tretenden neuen EEG-Regel ist es, die erneuerbaren Energien stärker mit dem Marktgeschehen zu verzahnen und für Transparenz zu sorgen. "Die Vermarktung aller EEG-Mengen ab Jahresanfang am Spotmarkt steigert die Transparenz und wird von der Energiewirtschaft unterstützt", sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Wie sich der Handel auf lange Sicht entwickelt, müsse man abwarten.
Kommt es in nachfrageschwachen Zeiten, etwa in der Nacht oder am Wochenende, unerwartet zu einem großen Schub an "grünem" Strom, werde der Preis in den Keller purzeln und negativ werden, sagt Thorsten Lenck vom Berliner Energiemarktbeobachter Energybrainpool voraus. Allerdings sind die Erzeuger von den Folgen dieser Marktreaktion weitgehend befreit, die Verluste werden über die EEG-Umlage sozialisiert und den Verbrauchern aufgebürdet. Mittelfristig, hofft der Energiemarktanalyst Lenck, könne der Markt Abhilfe schaffen: "Werden die Preise öfter negativ, würde es sich für Stromanbieter lohnen, Speicher zu bauen, um sie mit billigem Strom zu füllen oder eigene Kraftwerke herunterzufahren, um stattdessen geschenkten Strom abzunehmen."
Noch ist es nicht so weit. Für die Stromproduzenten war es bisher ökonomisch günstiger, Kohlekraftwerke einfach durchlaufen und weiter Strom produzieren zu lassen. Denn deren Abschaltkosten seien zu hoch und würden der Bilanz mehr schaden als Verluste im Stromhandel. Umweltverbände kritisieren das und wollen die Erzeuger in die Pflicht nehmen.
„Bitte nicht noch eine staatliche Unterstützung“
Dena-Chef Kohler weist noch auf einen anderen Umstand hin, der die Kosten der Umlage und die Preisausschläge an der Strombörse treiben dürfte "Wir werden die Windstromkapazitäten weiter ausbauen, und deshalb muss das Problem jetzt angegangen werden." Ziel müsse sein, die Ökostromproduktion besser zu steuern. Er will Nachfrage und Erzeugung besser verbinden. "Die Energieerzeuger sollten für ihre Windstromspitzen vermehrt solche Kunden ansprechen, die über speicherfähige Anlagen verfügen." Dazu zählt er Betreiber von Kühlhäusern, Supermarktketten mit ihren Kühleinrichtungen oder Betreiber von Nachtstromspeicheröfen. Letztlich sei für solche Dienstleistungen ein "intelligentes" und besser ausgebautes Stromnetz notwendig.
Die neuen Energieanbieter wollen das durch eine zusätzliche staatliche "Marktprämie" unterstützen. So sollten beispielsweise Betreiber von Biogasanlagen dafür eine Prämie bekommen, dass sie in windstarken Zeiten ihre Produktion drosseln und in schwachen Zeiten steigern. Dena-Chef Kohler hält von solchen neuen Hilfen wenig: "Bitte nicht noch eine staatliche Unterstützung."

- - Komm.: Horst Trummler

In dem Artikel werden die Kosten für den umweltschädlichen, nutzlosen Ökostrom mit der Differenz zwischen der sog. Einspeisevergütung, beispielsweise 9,7c/KWh und dem Preis an der Strombörse, derzeit knapp 5c/KWh angegeben. Dieser Vergleich ist etwas unfair. Die reinen Erzeugungskosten für den umweltfreundlichen Strom aus abgeschriebenen Kernkraftwerken liegen bei etwa 1,5c/KWh, für abgeschriebene Braunkohlekraftwerke bei 2-2,5c/Kwh. Hierzu ist der Artikel "Stromerzeugung" Trummler anklicken, Homepage, zu empfehlen. Der hohe Preis an der Strombörse, der auch den Verbrauchern in Rechnung gestellt wird und für die Versorger sehr gewinnträchtig ist, ist eine Konsequenz der Strompreisregulierung in Deutschland, bzw. dem Fehlen von etwa einem Dutzend KKW und etwa 20 Kohlekraftwerken geschuldet. Aus Erzeugersicht ist der Zufallsstrom aus Windmühlen nahezu wertlos. Die EEG Vergütungen können nahezu zur Gänze als Subvention gewertet werden. Im Übrigen wird der Strompreis an der Strombörse sobald der Windstrom dort größtenteils angeboten wird entsprechend der Windeinspeisung schwanken. Das heißt wenn viel Wind weht wird der Preis an der Strombörse einbrechen und umgekehrt.

"Externe Kosten"
Als die Propagandisten der Ökoreligion nicht mehr leugnen konnten das die Stromerzeugung aus "Erneuerbaren Energien" ein Vielfaches, oder ein Zig-faches dessen einer dem Verstande geschuldeten Stromerzeugung kostet, suchten Sie ein Agitationsargument. Die Erlösung kam mit der Kreation der "Externen Kosten". Von der Politik eingesetzte Professoren errechnen diese nach ihren Maßstäben. Hierbei handelt es sich nicht um reale Kosten wie die Grundstückskosten für den Kohlebergbau, sondern um beliebige, fiktive Kosten. Viele Mitmenschen empfinden den Fluglärm in Kelsterbach (Flughafen Frankfurt) als unerträglich. Meine jüngste Tochter mag Flugzeuge. Die fiktiven Kosten sind also ziemlich beliebig. Meine Mutter emfindet eine Windmühle auf einer Hügelkette als Verschandelung. Man könnte die externen Kosten entsprechend ansetzen. Mich würde der Anblick nicht stören, wenn die Anhänger der Ökoreligion ihre religiösen Monumente selbst bezahlen würden.

Vorhersagbarkeit des Windstromanfalls

Nun, ich schaue mir jedesmal bevor ich nach Deutschland reise die Wettervorhersage an. Haeufig genug muss ich dann am Flughafen feststellen, dass das Wetter nicht die Wettervorhersage gesehen hat. Ein Freund hat ein kleines Flugzeug das lediglich fuer Sichtflug zugelassen ist. Es ist sehr schwer eine Wettervorhersage fuer 2 h zu erhalten. Mit Ihrer Aussage, man koenne die Windstromeinspeisung fuer 5 Tage verlaesslich vorhersagen, ueberwinden sie gruendlich die Realitaeten. Aehnlich der CO2 Katastrophe fabriziert die Oekologische Wissenschaft haeufig vertreten durch politische Professoren auch im Energiebereich Fata Morganas wie "Netzstromparitaet fuer Solarenergie", "Intelligentes Netz", "Wirtschaftliche Windstromeinspeisung", "CO2 Bilanzen", "ungeloeste Endlagerfrage", "Atomkatastrophe", "Erneuerbare Energie". Hab ich einen Oekoschwindel vergessen??
Stromnetze
Bislang wird der Strom bedearfsgerecht erzeugt. In den 4 Regelzonen sitzen intelligente Menschen die in Bereitschaft stehende Kohlekraftwerke hochfahren lassen, oder Gasturbinen abschalten lassen. Da der teure, umweltschaedliche Strom aus Solarzellen und Windmuehlen gem. den Launen des Wetters anfaellt, stellt dieser ein grosses Problem fuer eine bedarfsgerechte Strombereitstellung dar. Die Oekologen schufen als Erloesung den Begriff des "Intelligenten Netzes" bei dem der Verbraucher nur mehr soviel Strom verbraucht wie erzeugt wird. Dies soll ueber den Preis gesteuert werden. Nun schwankt die Windstromerzeugung begrenzt vorhersehbar zwischen 0 und 100% der Nennleistung. Meine Gattin wird wegen eines angestiegenen Strompreises nur schwerlich den Kochvorgang abbrechen, oder den Kuehlschrank abschalten. Fertigungsbetriebe moegen nicht so ohne weiteres die Prozesse unterbrechen und die angefangenen Werkstuecke in die Tonne werfen. Es bedarf sehr drastischer Preisanreize um den Verbrauch der Erzeugung anzupassen. Moeglicherweise muessen Verbraucher abgeschaltet werden.
Aufgrund seiner Religioesitaet wird der Verbraucher dies wohl zugunsten des Klimas hinnehmen.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Schneefallgrenze bei 300m



Hat offenbar genug "Schmer" (s. Keller, Spiegel, das Kätzchen) für das kalte und nasse Gras (-1 bis 3°C tr/s)

Propagandist Pachauri
Von Siegfried Thielbeer, FAZ
Der Vorsitzende des UN-Klimarates Rajendra Pachauri
12. Dezember 2009 Der Vorsitzende des UN-Klimarates (IPCC), Rajendra Pachauri, hat in Kopenhagen die Objektivität der IPCC-Wissenschaftler und der wegen „Climategate“ ins Gerede gekommenen Institute verteidigt: Der „Diebstahl“ von E-Mails sei ein Versuch der Diskreditierung.

Zugleich erinnerte er an Modellrechnungen des jüngsten IPCC-Berichtes über das drohende Ansteigen der globalen Temperaturen und des Meeresniveaus, das ganze Inselstaaten ebenso wie Bangladesch bedrohe. Wenn das Grönlandeis schmelze, werde das Meeresniveau um sieben Meter ansteigen.
Nun hat das IPCC mit gutem Grund diese Zahl nicht wiederholt. Die Spannbreite der Szenarien für eine Erhöhung ist von Report zu Report reduziert worden und liegt jetzt bis zum Jahr 2100 zwischen 18 und — als „worst case“ — 59 Zentimetern. Dies ist nicht mehr weit entfernt von der seit der letzten Eiszeit zu beobachtenden natürlichen Meereserhöhung. Ein völliges Abschmelzen des Grönlandeises würde tausend Jahre dauern. Wenn Pachauri von sieben Metern spricht, entlarvt er sich ganz ohne E-Mail: Er ist nicht objektiv, sondern ein Propagandist."
/// Man kann hinzufügen: ein Propagandist, der sehr, sehr teuer zu stehen kommt! Den Etat der UNO halbieren!

Samstag, 12. Dezember 2009

Atmosphäre hat einen gigantischen Kühler, den Weltraum



Der letzte Hahnenfuß (Ranunculus acris) in geschützter Lage - 1 bis 3°C tr

- Sie singen besser: www.dakotavoice.com/2009/12/looking-for-global-warming-in-minnesota/

- Gores Propagandafilm wird immer noch herumgereicht in deutschen Zeitungen
Gore lässt sich auf Rock-Konzerten als Weltenretter feiern und mehrt seine Macht und sein Einkommen auf der Klima-Welle. Er nutzt geschickt die Medien, übertreibt, lässt neuere wissenschaftliche Fakten gerne aus oder manipuliert das Publikum mit Extrem-Szenarien in seinem Film. Pikanterweise entschied ein englischer Richter im Oktober 2007, dass die Verbreitung des Gore-Films an Schulen nur noch gestattet ist, wenn die Lehrer klarstellen, dass dies eine sehr einseitige und übertriebene Sicht auf den Klimawandel darstellt und sie auf neun "scientific errors" hinweisen.
Wichtiger aber noch ist, daß ganz einseitig auf einen winzig kleinen Zeitraum von rund 200 Jahren in der Erdgeschichte von 4,6 Milliarden Jahren gezielt wird. Der große Lebensaufbruch im Kambrium vor 600-500 Mio. Jahren mit vielen neuen Pflanzen und Tieren, deswegen Kambrische 'Explosion' genannt, ereignete sich bei 15 Prozent CO2 in der Atmosphäre und etwa einem Prozent freiem Sauerstoff (02). Die Pflanzenentwicklung sorgte mit Hilfe der Photosynthese für die Bildung der Atmosphäre mit der jetzigen Zusammensetzung CO2 = 0,035 Prozent, 02 =20,95 Prozent, N2= 78 Prozent und rund einem Prozent Spuren- und Edelgase. Das heutige geringe Rest-CO2 ist zu 97 % in den Ozeanen gebunden. Das Klima im Kambrium war weltweit sehr heiß, die Pole waren ganzjährig eisfrei. (Vgl. Wiki. u.a.)
Auch Grönland als Grünland kommt bei Gore nicht vor: " Sattgrüne lichte Wälder mit Kiefern, Fichten und Erlen, ein glasklarer See, in dem sich der blaue Sommerhimmel spiegelt und an dessen warmen Ufern bunte Schmetterlinge herumflattern ... Das Bild ist aber nicht einer überschäumenden Phantasie entsprungen, sondern es beruht auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die bei der molekulargenetischen Analyse von Eisbohrkernen gewonnen wurden.
Die virtuelle Landschaft spiegelt nicht das heutige Grönland, sondern jenes vor 450.000 bis 800.000 Jahren. So alt ist nämlich das Eis, in dem eine internationale Forschergruppe um Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen nach molekularen Spuren früheren Lebens gesucht hat. Was dabei herausgekommen ist, lässt die Geschichte Grönlands in grünerem Licht erscheinen. ... Grönland war bewaldet.
Durch die molekularen Fossilien unter dem zwei Kilometer dicken Eisschild ist jetzt erstmals bezeugt worden, dass der Süden Grönlands in jener Zeit bewaldet war. Diese Erkenntnis ist auch für die Klimaforschung und die Prognosen zu den Folgen der globalen Erwärmung bedeutsam.
Denn anders als weithin angenommen, überstand der Eispanzer offenbar die Zwischeneiszeit vor 130.000 bis 116.000 Jahren. Damals war es um rund fünf Grad wärmer als heute. „Wenn unsere Daten korrekt sind“, meint Willerslev, „bedeutet das, dass die Eiskappe im Süden Grönlands stabiler ist als vermutet.“ FAZ 5.7.07

- " 2ºC, 2ºC ...
... sorry, aber unsere Erde kann noch viel mehr verkraften als läppische 2ºC.
Lebe seit 10 Jahren auf einer Insel im Indischen Ozean: Bericht:
Früher gab es verheerende Zyklone, die alles weggepustet haben. Seit ich hier lebe, hatten wir keinen Zyklon, der als verheerend bezeichnet werden kann. Die Probleme wie überflutete Straßen sind des Menschen Fehler. Falsche Bauweise, schlechtes Abwassersystem. Immer noch viel Zuckerrohr, wenig Wald.
Na um auf die 2ºC zu kommen → maximal 35ºC im Sommer, 23-25ºC im Winter.
Bisher keine Veränderung. Der Meeresspiegel gleichbleibend. Entschuldigung, natürlich haben wir Ebbe und Flut. Sollte also die Temperatur im Sommer auf 37ºC und im Winter auf 27ºC steigen, kein großer Unterschied. Abends kühlt es im Winter bis 12ºC ab, im Sommer bis auf 25ºC. Auch hier kein größeres Problem. Der Mensch hält das aus. Die Wetterkapriolen sind so hinzunehmen wie sie kommen, einen Zyklon können wir nicht aufhalten, geschweige denn verhindern. Wie gesagt, die Zyklone sind hier seit Jahren nicht mehr so gefährlich.
Ach ja, die Milliarden werden wie immer in den Sand gesetzt. Verarschung hoch zehn." Komm. auf faz.net"
Die Erde erwärmt sich schneller" von Uwe Wagner

- ' : CO2 "gesundheitsschädlich"
Die Quelle kann ich Ihnen nennen: Es gibt sogar zwei Artikel dazu auf der FAZ-Klimaseite. Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat CO2 als "gesundheitsschädlich" eingestuft, damit der Messias der Klimaretter, Präsident Obama, in Kopenhagen Zusagen machen kann, ohne den Kongreß zu fragen, also um demokratische Kontrolle auszuhebeln. Klingt blöd, dummdreist und wie aus einem schlechten Film, ist aber so, was nicht nur zeigt, welche Gefahr diese Ideologie für die Demokratie ist, sondern auch, daß Klimaretter sich nicht einen Deut um Tatsachen scheren, sondern vor den lächerlichsten Lügen nicht zurückschrecken, nachdem sie das Volk durch Gehirnwäsche und Angstschüren gefügig gemacht haben. Sie haben recht, CO2 ist ungiftig, aber in so einer Orwell-Ideologie zählen Tatsachen nicht. Zu Ihrer Theorie mit den in fossilen Brennstoffen gespeicherten Sonnenenergie: Zwar wird damit beim Verbrauch Wärme erzeugt, doch da die Atmosphäre kein geschlossenes System ist, wird die zusätzliche Wärme in den Weltraum abgestrahlt. Ihr Auto wird auch nicht 3000 Grad heiß, wenn Sie in ihm etliche Liter Benzin verbrauchen, was es ohne Kühlung aber müßte. Die Atmosphäre hat einen gigantischen Kühler, den Weltraum.' Marvin Parsons Komm. auf faz.net "2 Grad"

- " Jugendliche sind keine Verrückten .
Unter ihresgleichen verhalten sie sich aber risikobereiter und ungeduldiger als allein oder in Begleitung von Erwachsenen
Der amerikanische Psychologe Laurence Steinberg widerspricht der verbreiteten Ansicht, Teenagergehirne seien das reine Chaos. Demnach verhalten ... anders, weil bei ihnen bestimmte, für die Impulskontrolle zuständige Hirnstrukturen noch nicht voll ausgereift sind. ... Ganz ausgereift ist der vordere Stirnlappen erst im Alter von rund 25 Jahren. ..." FAZ 9.12.09
/// Desto wichtiger erscheint eine konsequente, fordernde Erziehung bis zu diesem Alter. Erst danach kann es übrigens ein Wahlrecht geben.

- - Schiller verallgemeinert diesen Befund in einer Xenie nachvollziehbar auch für den Erwachsenen:
Der Einzelne allein ist leidlich klug und verständig
Kaum ist er in corpore, wird dir ein Dummkopf daraus.

- " Würgespiele
Kein Erwachen aus dem "Blauen Traum"
Von Peter-Philipp Schmitt
11. Dezember 2009 Würgespiele sind nur allzu bekannt. Seit Generationen geben Jugendliche die „Spielanleitungen“ untereinander weiter. Das zumindest wollen amerikanische Fachleute, die sich mit gefährlichem Verhalten Heranwachsender beschäftigen, herausgefunden haben. Inzwischen ist auch im Internet detailliert nachzulesen, wie „gespielt“ wird - und welche Konsequenzen eine bewusst herbeigeführte Beinahe-Ohnmacht haben kann.
Vergangene Woche strangulierte sich kurzzeitig ein Vierzehnjähriger aus dem Havelland mit einem Strick, um in eine Art Rausch zu verfallen. Dabei verlor er aber offenbar das Bewusstsein. Da er kniete, erstickte er vermutlich, weil das Gewicht seines eigenen Körpers ihn nach unten drückte und sich das Seil um seinen Hals immer fester zuzog. Als der Leichnam des Jungen entdeckt wurde, war sein Computer noch eingeschaltet. Die Anleitung für das angebliche Spiel war angeblich noch abrufbar. ... " FAZ

Freitag, 11. Dezember 2009

Islam und so, Sure 4, 90, Migration



Die letze Rose in einem kurzen, sonnigen Augenblick
4-5°C bedeckt (Zugspitze Gipfel: -11°C, Gletscher -9°C; 160 cm Pulverschnee)

- Islam: "Die Jummah-Moschee hingegen steht mitten in Port Louis (Mauritius), ganz bewusst dort, wo gearbeitet wird ... Frauen und Ungläubige dürfen nur den Vorhof betreten, von wo aus man allerdings weit in die Gebetshalle hineinschauen kann ..." Blaupause, Langer, FAZ 10.12.

- " Ein Recht auf Minarette?
Gerhard Schröders fauler Friede
In der „Zeit“ schreibt Altkanzler Gerhard Schröder über „Das Recht auf Türme“. Das Schweizer Bauverbot für Minarette zeigt seiner Ansicht nach, dass Europas Blick auf den Islam immer noch von Angst und Unwissen geprägt ist. Eine Antwort von Necla Kelek. " FAZ 11.12.
- - - Koran, Sure 4, 90 : " Sie wünschen, daß ihr Ungläubige werdet, so wie sie Ungläubige sind, und ebensolche Bösewichte wie sie. Schließt daher eher kein Freundschaftsbündnis mit ihnen, als bis sie Allahs Weg einschlagen. Weichen sie aber ab, so ergreift und tötet sie, wo ihr sie auch finden mögt, und nehmt keine Freundschaft und Unterstützung von ihnen an." Der Herr Schröder liest wahrscheinlich den Koran in der Frühstückspause bei Gasprom und baut schon einmal vor für die Zeit, in der die Mohammedaner über die Geburtenrate die Mehrheit in Hannover stellen werden.

- Moschee in Marxloh: Architektur und Integration. Zu viel Istanbul, zu wenig Duisburg
Der Streit um Minarette in Westeuropa könnte sich entschärfen lassen, wenn Moscheen sich ihrer abendländischen Bau-Umwelt ebenso anpassen würden, wie dies Synagogen seit Jahrhunderten tun. Ein vergleichender Überblick. Von Dieter Bartetzko, FAZ 9.12.09
/// Dazu muß man wissen, Frau Kelec hat es kundgetan, daß die Imame der türk. Religionsbehörde DITIB alle paar Monate ausgetauscht werden und in die Türkei zurückkehren, damit jede Anpassung unterbleibt.

- " Migration
Einwanderung in die Sozialsysteme
Von Christopher Caldwell
FAZ 08. Dezember 2009 Die Schweizer Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten, die weithin auch als Ablehnung islamischer Einwanderung verstanden wurde, hat Kommentatoren auf der ganzen Welt schockiert. In den Tagen vor der Abstimmung hieß es nach Umfragen, dass nur 37 Prozent der Schweizer mit Ja stimmen würden; tatsächlich haben dann fast 60 Prozent so gestimmt. Das erinnert daran, dass es neben den offiziellen Reden über Einwanderung und Multikulturalismus auch eine inoffizielle Meinung gibt, die sich außer wirtschaftlichen auch auf kulturelle und soziale Fragen bezieht.
In den Vereinigten Staaten gilt es als unanständig, über anderer Leute Kultur zu reden; aber es ist völlig in Ordnung, darüber zu diskutieren, wie viel Migration gut für das Land ist. Die Meinungen sind gespalten. In Europa sind die beiden Themen - Wirtschaft und Kultur - schwerer auseinanderzuhalten. Als der SPD-Politiker und jetzige Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin jüngst mit seinen Bemerkungen über Türken und Araber wütende Empörung unter Politikern und Kommentatoren (aber auch viel Zustimmung in der Bevölkerung) auslöste, wurde oft ignoriert, dass er diese Bemerkungen hinsichtlich der finanziellen und wirtschaftlichen Lage in der Hauptstadt machte, womit er sich zweifellos auskennt.

Zwei Argumentationsstränge
Warum verwandeln sich ökonomische Diskussionen über Einwanderung in Europa so schnell in erbitterte kulturelle Debatten? Vielleicht weil das wirtschaftliche Argument für den Nutzen von Masseneinwanderung in Europa deutlich schwächer ist als die entsprechenden Argumente in den Vereinigten Staaten. Es gibt im Wesentlichen zwei Argumentationsstränge: Vereinfachend können wir von einer „kapitalistischen“ und einer „sozialistischen“ Rechtfertigung für die Masseneinwanderung sprechen. Keine von beiden ist wirklich überzeugend.
Die kapitalistische Argumentation lautet, dass Einwanderer einen großen wirtschaftlichen Nutzen bringen, weil sie als Arbeitskräfte gebraucht werden und „die Jobs machen, die kein Europäer will“. Das beruht aber auf einem kurzfristigen Denken. Es gilt nur so lange, wie die Einwanderer aus den Niedriglohnländern sich nicht an die Gegebenheiten der westeuropäischen Gastländer angepasst haben. Sobald sie dies tun und die Rechte erhalten und Ansprüche stellen, die in den europäischen Wohlfahrtsstaaten gelten, hören sie auf, die schlechtbezahlten Jobs zu tun, zumal ja der Sozialstaat mit Lohnersatzleistungen eine Alternative bietet. Allgemein wirkt der Sozialstaat wie ein „Zuwanderungsmagnet“ (Hans-Werner Sinn), gerade auf Geringqualifizierte.
Eine staunenswerte Zahl zur fehlgeschlagenen Integration in den Arbeitsmarkt hat vor einiger Zeit die Bundesausländerbeauftragte veröffentlicht: Von 1971 bis 2000 ist die Zahl der Ausländer in Deutschland von 3 Millionen auf etwa 7,5 Millionen gestiegen. Die Zahl der erwerbstätigen Ausländer hat sich jedoch nicht bewegt: Sie blieb bei rund 2 Millionen. 1973 (dem Jahr des Anwerbestopps) waren 65 Prozent der Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt, ein Jahrzehnt später waren es nur noch 38 Prozent. Ein Großteil der Zuwanderung nach Deutschland, die seit dem Anwerbestopp hauptsächlich ungesteuert über Familienzusammenführung erfolgte, ging also nicht in den Arbeitsmarkt, sondern in die Sozialsysteme.
Die sozialistische Argumentationslinie
Damit sind wir bei der zweiten Argumentationslinie für Einwanderung, die wir die sozialistische oder wohlfahrtsstaatliche nennen wollen. Wie alle wissen, befinden sich Europas Sozialsysteme in einer demographischen Klemme. Die europäischen Bevölkerungen altern, es gibt wenig Nachwuchs. Damit sinkt die Quote von Arbeitenden zu Rentnern. Wegen der niedrigen Geburtenrate in den vergangenen Jahrzehnten fehlt eine ausreichend große „nächste Generation“ von Erwerbstätigen, um die Balance zu halten.
Je mehr die europäischen Bevölkerungen schrumpfen, desto intensiver wird über eine vermeintliche Lösung des demographischen Problems durch Zuwanderung gesprochen. Die eingewanderten Teile der Bevölkerung sind noch ziemlich jung, ihre Geburtenraten sinken nur wenig. Daher, so hören wir, könnten sie die Schrumpfung und Alterung bremsen und die Quote von Erwerbstätigen zu Rentnern verbessern. Fachleute der Vereinten Nationen haben ausgerechnet, dass Deutschland, um seine Bevölkerungszahl von 82 Millionen zu halten, eine jährliche Nettozuwanderung von 500 000 Menschen bräuchte. Wenn nur die Politik ihre Vorbehalte hintanstellen und deutlich höhere Einwanderung zulassen würde, könnten dann die umlagefinanzierten Sozialstaaten auf eine demographisch solidere Basis gestellt werden?
In diesem Szenario erscheinen die Einwanderer als die Rettung. Sie kommen aus den von Dürre und Hunger betroffenen Regionen der Dritten Welt, etwa aus Afrika, um in der Ersten Welt zu arbeiten, Rentenbeiträge zu zahlen sowie in Pflegeheimen für die alternde europäische Urbevölkerung tätig zu sein. Diese Idee ist, um es zurückhaltend zu formulieren, weit entfernt von den Idealen, auf die sich die Soziale Marktwirtschaft einmal gründete. Und sie ist ökonomisch verfehlt. Es ist unrealistisch, die ungesteuerte Einwanderung als Milderung der Schwierigkeiten des Wohlfahrtsstaates zu sehen.
Damit Einwanderer dem Wohlfahrtsstaat nutzen, müssen sie und ihre Nachkommen mehr in die Sozialsysteme einzahlen als entnehmen. Allerdings arbeiten und verdienen sie dafür nicht genug. In den Niederlanden beispielsweise beziehen 40 Prozent der Einwanderer überwiegend Sozialleistungen als Einkommen. In Deutschland liegt die Quote der Arbeitslosen unter Ausländern bei über 20 Prozent, hat die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer jüngst festgestellt. Das ist eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote wie unter Einheimischen.
Die politische, soziale und kulturelle Dimension
In Berlin, worauf Thilo Sarrazin sich bezog, sind rund ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund arbeitslos. Von den Türkischstämmigen hat fast jeder Zweite keine Arbeit, ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Wer nicht erwerbstätig ist, trägt nicht zur Finanzierung des Sozialstaats bei, sondern belastet diesen. Nach einer Berechnung des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist die Lebensspanne, in der türkische Einwanderer im Durchschnitt mehr in die Sozialsysteme einzahlen, als sie herausbekommen, 16 Jahre kürzer als bei den einheimischen Deutschen, und die Beiträge sind geringer.
Neben dem volkswirtschaftlichen Nutzen und den Kosten, über die sich die Ökonomen streiten, vernachlässigen sie die politische, soziale und kulturelle Dimension: Für viele Bürger sind die nichtökonomischen Aspekte wichtiger für ihre Einstellung zur Einwanderung, weil diese dauerhaft den Charakter des Landes ändert. Wer sich wegen der Globalisierung sorgt, wer sich vor Straßenzügen mit überwiegend türkischen oder arabischen Schildern ängstigt, der wird weitere Einwanderung ablehnen, selbst wenn dies seinen Lebensstandard um ein paar Prozentpunkte reduziert, weil es weniger billige Arbeitskräfte gibt. Wer hingegen, wie viele Europäer, ein multikulturelles, polyglottes Umfeld liebt, wer sich über die Bereicherung durch neue Küche, Kleidung, Musik und neue religiöse Vielfalt freut, der wird für Einwanderung sein, selbst wenn sie über den Sozialstaat netto Kosten verursacht.
Die europäischen Demokratien können wählen. Wie das Schweizer Referendum gezeigt hat, gibt es viele Wähler, die mögliche wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen. Ökonomen sollten den politischen und kulturellen Kontext nicht völlig ausblenden.
Der amerikanische Journalist Christopher Caldwell, Senior Editor des „Weekly Standard“ und Kolumnist der „Financial Times“, hat vor kurzem das Buch „Reflections on the Revolution in Europe“ (Penguin Books 2009) über die Geschichte und Konsequenzen der Einwanderung nach Europa veröffentlicht. " FAZ 8.12.09
Übersetzung von Philip Plickert.

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Donnerstag, den 10. Dezember 2009
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