Dienstag, 26. Januar 2010

Volvo - ich rolle so dahin evoluierend, sagte der Kosmos



Entwickelt sich kalt blühend aus dem Schnee bei -7/-3°C

- Auch Krise verursacht Evolution
Veränderung, meint der Historiker Koselleck ("Kritik und Krise"), macht noch keine Krise, die gebe es nur mit dem entsprechenden Bewußtsein. Sonst handele es sich eben nur um Veränderung . Krisenbewußtsein kann durch eine wahrgenommene Veränderung hervorgerufen (Krebsdiagnose) oder durch Konstruktion selbst erzeugt werden ohne eine äußere Veränderung (etwa: C02 reflektiere / emittiere langwellige Wärmestrahlung nur in eine Richtung und verhalte sich wie ein Festkörper/Glasdach). Krisenbewußtsein kann durch entsprechende Kommunikationen gesteigert werden (Selbstgeißlerzüge etc.). Die beobachtbare Welt kann dann als "Stütze" dienen, aber soziale Gemeinschaften wie Amische, Shaker u.a. können ihren Kommunikationsraum über Jahrhunderte davon recht weitgehend freihalten in einer erstaunlichen Hyperstabilität. In unserer hypermassenkommunikativ bewegten Gesellschaft kann tatsächlich alles zur Krise "gerinnen", KRISE ist ein fester Beobachtungsmodus geworden, eine Art "Brennstoff" für die ununterbrochene Aufrechterhaltung der Kommunikationen.
Evolution ist nur ein Gleichnis. Ent-wickeln. Was wickelt da ab? Eine unendliche Kette von Selektionen. Und Mutationen, Zufällen. Bei 25% CO2 in der frühen Atmosphäre und Abwesenheit von bindungsfreudigem Sauerstoff konnten sich große Moleküle bilden, die der Sauerstoff ansonsten verhindert hätte. Das C02 konnten Pflanzen dann verwenden für ihren Zellaufbau, die Assimilation produzierte dann Sauerstoff, den aerobes Leben gut verwenden konnte/kann. Merkwürdige Selektionen, merkwürdige Zufälle stehen da am Anfang der irdischen Evolution. (Der sog. URKNALL, den der Astronom Fred Hoyle so nannte, um ihn zu veralbern, der der Erde allerhand Gase bescherte, u.a. CO2, ist natürlich noch seltsamer.) Da hat sich allerhand aus-gewickelt. Lauter Selektionen? Nein, vielleicht mehr Zufälle. Zufälle, bei schon existierendem Leben Kopierfehler der Zelle (Mutationen), von denen die meisten direkt durch das Immunsystem eliminiert werden. Oder späterhin als unpassend untergehen. Die verschiedenen Evolutionstheorien scheinen diesen Zufallsraum unterzubelichten. "Ur-sachen" lassen sich nur im eng begrenzten Zusammenhang ausmachen. EVOLUTION als Gesamtentwurf hat noch sehr viele Lücken. Wahrscheinlich werden die sich durch weitere Differenzierung ausweiten. Wie in den Wirtschaftswissenschaften, die in einem wissenschaftlichen, einem kulturellen Differenzierungsprozeß stehen. Mehr mathematische Modelle a la Markowitz, Miller, Merton, Black und Scholes? Oder weniger? Selektion durch Zufall? Kommunikationsanschlußzufälle? Bifurkationslotterie?
Wer das wüßte.

- Man weiß: Aus 1g Uran (sehr wenig!) lassen sich 2,26x10x10x10x10 kWh Strom erzeugen = 22 600 Kilowattstunden (ganz schön viel! Kommt sonst nichts mit!) Wie hat der Kosmos / die Evolution das bloß hingekriegt?

Montag, 25. Januar 2010

Pachauris Gletscherschmelze, Luhmanns Krise



Times of India / wattsupwiththat.com/ 23.1.10
Das kleine Gletscher-Fehlerchen könnte glatt zur Abschmelzung des IPCC vor 2035 führen

- IPCC (Weltklimarat): Vorsitzender Pachauri, von Hause aus Ökonom und Betreiber des indischen Instituts "The Energy and Resources Institute (Teri)", das staatliche Forschungsgelder bekommt, hat zufällig seit zwei Jahren einen leitenden Mitarbeiter namens Dr. Syed Hasnain, der zufällig die Quelle der Gletscher-Schweinerei ist, nämlich der lügenhaft behaupteten Himalaya-Gletscher-Abschmelzung bis 2035 (vgl. Christopher Booker of the Telegraph has a story that shows Pachauri’s own employee at TERI was the source of the bogus glacier claim. Now the corruption comes full circle. wattsupwiththat.com/ 23.1.10)

- Otto Hahn (1879-1968), Nuklearchemiker, 1938 Entdecker der Kernspaltung des Urans.
- Lise Meitner (* 1878 in Wien - 1968 in Cambridge) Kernphysikerin. Unter anderem lieferte sie im Januar 1939 zusammen mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann (1902-1980) am 17. Dezember 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten.
Hahn, Meitner und Straßmann wurden recht alt, Straßmann 78, Hahn biblische 89, Meitner sogar 90 Jahre. Obwohl man damals sozusagen das Uran noch in der Hosentasche herumtrug.

- Krise bei Luhmann. Neulich: Bei Luhmann las ich:
>
> "Die Evolution sorgt langfristig gesehen dafür, dass es zu 'ökologischen
> Gleichgewichten' kommt. Aber das heißt nichts anderes, als dass Systeme
> eliminiert werden, die einem Trend der ökologischen Selbstgefährdung folgen."
> (Ökologische Kommunikation. Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische
> Gefährdungen einstellen? Opladen 1986: Westdeutscher Verlag, p. 38)

Merkwürdig, was Luhmann da formuliert, die Erdgeschichte seit rund 4,6 Mrd. Jahren lehrt das Gegenteil. Gleichgewichte sind stets vorübergehend, stets zerbrechlich - die Zelle hat das automatische Selbsttötungsprogramm eingebaut. Der Fluchtpunkt ist die Entropie alias Tod. "Panta rhei" trifft die Hauptsache, allerdings beschönigend; Wandel vollzieht sich vor allem krisenhaft. Systeme lernen fast nur durch Krise. Alles kriselt. Drum herrsche denn Krise, die alles begonnen, heißt es nicht so im FAUST?.

> ich würde KRISE als Irritationszustand auffassen, die das System irritierende Kommunikation ( Habt ihr keine Bronzeschwerter? ) wird in der Steinaxtwerkstatt zwecks Sinnadaption diskutiert: A) Es handelt sich um einen Angriff der Bronzeschwerter-Produzenten, wir müssen ihre Werkstatt zerstören. B) Unsere Steinäxte sind hervorragend, wir müssen das nur besser kommunizieren. C) Wir probieren die Bronzeschwerter aus und schauen mal hinter der Werkstatt nach, ob wir dort Kupfer und Zinn finden. Dann erweitern wir unser Sortiment.-
Wenn das System 'Steinaxtwerkstatt' ihr Bewußtsein neu stabilisiert hat und die gewählte Adaption sich auch noch als erfolgreich erweist (das muß sie nicht!), dann klingt die Irritation ab und die Krise ist vorbei. Bis zur Eisenzeit vielleicht.

- ifo-Chef Sinn bei n-tv/Busch - da hat sie was gelernt, und da war sie nicht allein. Sinn machte darauf aufmerksam, daß nach Einführung der Hartz-Regelungen nicht mehr jeder dazuverdiente Euro von den Hartz-Sätzen abgezogen wird, sondern bis knapp 1000 € als Zusatzeinkommen stehenbleibt, was den Arbeitsanreiz (und den lebensordnenden Einfluß der Arbeit, WD) stärkt. Seit Brandt (und den starken Lohnsteigerungen dieser Zeit, WD) sei die Sockelarbeitslosigkeit gestiegen, das sei jetzt, trotz Krise, nicht mehr der Fall. Dadurch sei auch das 'Armutsrisiko', wie das "Sozioökonomische Panel" es regelmäßig ermittele, gesunken.-
Auf n-tv wurde das wohl zum ersten Mal, und dann noch so deutlich, dargeboten.

Sonntag, 24. Januar 2010

Heinrich Heine: Lieber etwas mehr




Nicht Bruder Jakob, sondern Onkel James de Rothschild (1792-1868): finanzierte nicht nur den Gare du Nord

Heinrich Heine (1797-1856): "mich bei dem großen Anleihn von 500 Mio. so hoch als möglich zu beteiligen" (an James de R.)


- Kredit: Die Schuldenwirtschaft hat nicht nur die Lombarden, die Fugger und Rothschild reich gemacht, sondern uns alle, man vergleiche die mittelalterliche Rückständigkeit der arabischen Länder mit ihrem islamischen Zinsverbot. Über seine Millionärsonkel Salomon Heine und Jakob (ab 1822 James de) Rothschild hat auch Heine seinen Bücher-Profit speziell aus dem "Buch der Lieder" und dem "Romanzero" in den Eisenbahnbau investiert. Alle sind damit gut gefahren, auch die in der "Holzklasse". Inzwischen hat der Wohlstand die Anlagegelder für den Ruhestand vervielfacht und damit auch das Anlageproblem in eine neue Größenordnung gehoben. Besonders Kleinanleger lieben Derivate, weil der Einsatz viel kleiner ist als bei Aktien, der Gewinnhebel aber viel größer. Das steigert das Risiko, besonders, wenn Kreditfinanzierungen dazukommen. Die Kreditvergabe wurde vielfach, siehe die Häuserkredite, die am Anfang der Finanzkrise standen, zu großzügig gehandhabt. Ganz nach Heines Rat in "Ideen. Das Buch Le Grand": "... ich rathe aber jedem, in solchen Fällen immer einige Groschen mehr zu borgen: denn man kann nicht wissen."

- Eisenbahnen, Straßen: Zwischen 1826 und 1856 " dehnte sich das Streckennetz der europäischen Eisenbahnen explosionsartig von 45 km auf 32.101 km aus. Und die Straßen - allein in Preußen vervierfachte sich das Netz von 3.800 km im Jahre 1816 auf 16.000 km. Diese Veränderungen revolutionierten das Verkehrswesen und waren entscheidend für das wirtschaftliche Wachstum in Europa. Die Transportpreise pro Tonnenkilometer fielen von 18 Pfennigen 1840 auf 10 Pf. im Jahr 1850 und lagen 1860 bei 7 Pf. - ein Produktivitätsanstieg von 4,6% pro Jahr! " (Dietmar Meyersiek in: "Ich Narr des Glücks", D'dorf 1997, S. 189)

Pferd und Esel

Auf eisernen Schienen, so schnell wie der Blitz,
Dampfwagen und Dampfkutschen
Mit dem schwarzbewimpelten Rauchfangmast
Prasselnd vorüberrutschen.
Der Troß kam einem Gehöft vorbei,
Wo über die Hecke guckte
Langhalsig ein Schimmel; neben ihm stand
Ein Esel, der Disteln schluckte.

Mit stierem Blick sah lange das Pferd
Dem Zuge nach. Es zittert
An allen Gliedern, und seufzt und spricht:
Der Anblick hat mich erschüttert!

Wahrhaftig, wär ich nicht von Natur
Bereits gewesen ein Schimmel,
Erbleichend vor Schrecken wär mir die Haut
Jetzt weiß geworden, o Himmel!

Bedroht ist das ganze Pferdegeschlecht
Von schrecklichen Schicksalsschlägen.
Obgleich ein Schimmel, schau ich jedoch
Einer schwarzen Zukunft entgegen.

Uns Pferde tötet die Konkurrenz
Von diesen Dampfmaschinen -
Zum Reiten, zum Fahren wird sich der Mensch
Des eisernen Viehes bedienen.

Und kann der Mensch zum Reiten uns,
Zum Fahren uns entbehren -
Ade der Hafer! Ade das Heu!
Wer wird uns dann ernähren?

Des Menschen Herz ist hart wie Stein;
Der Mensch gibt keinen Bissen
Umsonst. Man jagt uns aus dem Stall,
Wir werden verhungern müssen.

Wir können nicht borgen und stehlen nicht,
Wie jene Menschenkinder,
Auch schmeicheln nicht wie der Mensch und der Hund -
Wir sind verfallen dem Schinder.

So klagte das Roß und seufzte tief.
Der Langohr unterdessen
Hat mit der gemütlichsten Seelenruh
Zwei Distelköpfe gefressen.

Er leckte die Schnauze mit der Zung,
Und gemütlich begann er zu sprechen:
Ich will mir wegen der Zukunft nicht
Schon heute den Kopf zerbrechen.

Ihr stolzen Rosse seid freilich bedroht
Von einem schrecklichen Morgen.
Für uns bescheidne Esel jedoch
Ist keine Gefahr zu besorgen.

So Schimmel wie Rappen, so Schecken wie Fuchs,
Ihr seid am Ende entbehrlich;
Uns Esel jedoch ersetzt Hans Dampf
Mit seinem Schornstein schwerlich.

Wie klug auch die Maschinen sind,
Welche die Menschen schmieden,
Dem Esel bleibt zu jeder Zeit
Sein sicheres Dasein beschieden.

Der Himmel verläßt seine Esel nicht,
Die ruhig im Pflichtgefühle,
Wie ihre frommen Väter getan,
Tagtäglich traben zur Mühle.

Das Mühlrad klappert, der Müller mahlt
Und schüttet das Mehl in die Säcke;
Das trag ich zum Bäcker, der Bäcker backt,
Und der Mensch frißt Bröte und Wecke.

In diesem uralten Naturkreislauf
Wird ewig die Welt sich drehen,
Und ewig unwandelbar wie die Natur,
Wird auch der Esel bestehen.

Moral

Die Ritterzeit hat aufgehört,
Und hungern muß das stolze Pferd.
Dem armen Luder, dem Esel, aber
Wird niemals fehlen sein Heu und Haber.

Heinrich Heine, etwa 1854

Samstag, 23. Januar 2010

Was die Welt im Innersten zusammenhält



Da freut sich der Gärtner: Die Wühlmaus hat sich unter den inzwischen geschmolzenen Abraum-Schneehaufen gegraben - weil es dort, Schnee isoliert (Iglu), etwas wärmer war?

-3/0°C

- Modekonzern Ahlers verlagert Produktion von Polen nach Sri Lanka: 1960 wurde noch vielfach in Deutschland produziert, die Löhne ließen das zu. Die starken Lohnsteigerungen in der Helmut-Schmidt-Zeit vertrieben die Nähbetriebe nach Spanien, Portugal, Nordafrika. Restbestände gingen nach 1989 ostwärts. Inzwischen geht die Verlagerung bis China und Vietnam. Die beliebten Preise ZARAS und H&Ms etc. werden in Fernost genäht. Das ist die beste Entwicklungshilfe. Ist aber für die deutschen Arbeitslosenzahlen ein Problem.-
Vielleicht hilft es, wenn man in Deutschland die Löhne weiter erhöht und die Strom- und Benzinpreise noch stärker künstlich durch den Staat verteuert?

- Opel-Werk in Antwerpen schließt, in deutschen Opelwerken sollen 4000 Stellen gestrichen werden: Weil viele gleichwertige Importautos aus Japan und Korea wegen der dortigen niedrigeren Löhne billiger sind und von europäischen Käufern den guten Opel-Modellen vorgezogen werden.-
Vielleicht hilft es, wenn man in Deutschland die Löhne weiter erhöht und die Strom- und Benzinpreise noch stärker künstlich durch den Staat verteuert?

- Die hochqualifizierten Siemens-Kernkraftwerksstellen gibt es in Deutschland auch nicht mehr - ein koreanisches Konsortium baut in den sonnenreichen Emiraten - nein, kein Solarkraftwerk, das wäre viel zu teuer und viel zu unzuverlässig, denn nachts scheint bekanntlich keine Sonne - nein, auch keine Windmühlen, weil immer noch zu teuer und unproduktiv bei Windstille - ja, das koreanische Konsortium baut, weil die Emirate für ihre Öldollars etwas Zuverlässiges und Preisgünstiges haben wollen, baut natürlich ein Kernkraftwerk.
Ganz nach dem Motto:

Der gute Kern

Strahlt schön hell
und ist fein sauber
stark und billig
kein Abstauber
so ein Kern
man hat ihn gern

Freitag, 22. Januar 2010

Europa, CAESAR, FRANCIS BACON



Das ist nicht Caesar, das ist Francis Bacon (1561-1626)

Die Grünspechte stochern wieder zu zweit im Rasen - minus 2°C / 3°

- CAESAR oder das alte Europa: "(3) Daher ließ Caesar die gesamten Felder der Feinde verwüsten und ihre Dörfer und Gehöfte in Brand setzen, ehe er sein Heer zurückführte und es in Winterlager bei den Aulercern, Lexoviern und ebenso bei den übrigen Stämmen verlegte, die kürzlich noch Krieg gegen uns geführt hatten." Gaius Julius Caesar, De bello Gallico, Der gallische Krieg III, 29 (56 vor Seneca)
"(3) Die Legaten Q. Titurius und L. Cotta, die an der Spitze ihrer Legionen in das Gebiet der Menapier gezogen waren, hatten deren gesamte Felder verwüstet, das Korn geschnitten und die Gehöfte in Brand gesteckt. Da sich die Menapier jedoch alle in überaus dicht bewaldetem Gebiet verborgen hielten, kehrten die Legaten zu Caesar zurück." De bello Gallico IV, 38 (55 vor Seneca)
"(6) Das Glück verhalf Labienus' Plan zum Erfolg, denn da alle einen einzigen verfolgten, wurde Indutiomarus in einer Furt des Flusses gefangengenommen und getötet. Sein Kopf wurde ins Lager gebracht. Auf dem Rückweg verfolgten die Reiter die Feinde, die sie noch erreichen konnten, und machten sie nieder.
(7) Als dies Ereignis bekannt wurde, lösten sich die gesamten Truppen der Eburonen und Nervier auf, die sich schon versammelt hatten. Nach diesem Erfolg hatte Caesar etwas mehr Ruhe in Gallien." De bello Gallico V, 58 (54 vor Seneca)
Und so weiter, und so fort. Caesar liebte diese Art von Kriegs-Saisonenden, die er an das jeweilige Kapitel-/Buchende stellte. Die Eroberung und Eingliederung Galliens in das römische Imperium schuf neue Tatsachen in Europa und führte nicht zuletzt zur Schulsprache Latein im romanisierten Frankreich und nicht nur dort. Bis heute werden die Fenster gelobt, die auch noch immer so heißen (fenestra). Trotz seiner Angriffskriege und Kriegsgreuel hat der Name Caesar seinen guten Klang behalten, wurde seine Kriegsliteratur bis etwa 1970 in der Schule gelesen und werden die römischen Invasoren im Römisch-Germanischen Museum in Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) verehrt. Eroberungen können sich offenbar recht positiv auswirken. -
Dieses alte Europa kann Donald Rumsfeld nicht gemeint haben, als er 2003 vom "alten Europa" sprach.

- FRANCIS BACON oder das alte Europa: Heinrich VII. " bewundernswert: Bauernhöfen und Landgütern eine Mindestgröße zu geben, d.h. sie mit einem Anteil Landes auszustatten, der es dem Untertan ermöglicht, in bescheidenem Auskommen und nicht in unfreier Stellung zu leben, so daß er als Eigentümer und nicht als Mietling seinen Pflug führt. Auf diese Weise wird man ein Land mit solchen Eigenschaften erhalten, wie sie Virgil dem alten Italien zuweist: Ein Land mächtig in Waffen und in der Fruchtbarkeit der Scholle. ..." Bacon, Essays, Von der wahren Größe der Königreiche und Staaten.
Auch diese Stück altes Europa hat Donald Rumsfeld wohl nicht angesprochen. (Menschik erinnert heute in ihrem "Kalendarium" an Rumsfeld und Bacon.)