Samstag, 21. August 2010

Sommermorgen

Sommermorgen


Früh und feucht weht es aus dem Gras
Und Düfte mischen sich aus Erde, Moder und Blüten
Natürlich blinkt der Tau im Netz der Spinne
Und die Sonne funkelt und blitzt im Tropfen am Eimer

Wie ein Dom wölbt sich die Esche in das noch zarte Blau des Himmels
Und andächtige Gedanken breiten sich aus wie Brötchenduft im Bäckerladen
Richterlich steht da die Idylle und hinter ihr die Utopie
Wenn da nicht gerade die Spinne ihre Kiefer ansetzte
Man könnte der beiden Grinsen leicht übersehen

Ein Flugzeug zeichnet in das hohe Blau
Die Turbinen machen Sphärenmusik
Ganz anders klingt da vom Waldweg
Das laute Schneuzen eines homo sapiens
Auf früher Wanderung
Und horch! Die Kreissäge aus der Ferne
Wie vertraut ist uns dieser Ton
Der uns heimholt
Zum emsigen Treiben
In Haus und Garten

Wolf Doleys

Freitag, 20. August 2010

Gute Nachricht





Dieser Herbstbote, ordinär "Mistkäfer" genannt, fiel ins Wasser





Seit 1960 arbeiten die deutschen Kernkraftwerke im Nuklearbereich sicher und störungsfrei, Tag und Nacht, das gibt es in keinem anderen Bereich. Im Bergbau, im Verkehr, bei Großveranstaltungen gibt es jedes Jahr viele Tote und Verletzte. Bei der deutschen Kernkraft nicht.
Die Kilowattstunde kostet in der Erzeugung mit Kernkraft rund 3 Cent, die extrem teure und unzuverlässige Solarstromerzeugung rund 40 Cent (Vgl. "Die Energieversorgung sichern. Eine Denkschrift der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften" ( s. www.awk.nrw.de/ ).
Die Restwertstoffe lagern in den USA oberirdisch; wie schon in der Vergangenheit stattgefunden, sind neue Aufbereitungsverfahren zu erwarten, man hat dann einen schnellen Zugriff.
Übrigens machte der Dipl.-Physiker Matthias Holl, Strahlenschutzbeauftragter Kernkraftwerke, in einem Vortrag vor der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft am 12.4.10 in Essen deutlich, daß Deutschland im Ausland um seine zahlreichen Salzstöcke zur Lagerung beneidet werde; Gorleben sei hervorragend geeignet, nur Parteipolitik habe bisher einen Abschluß der Untersuchungen verhindert.

Es gibt auch gute Nachrichten:
40 für die Kernkraft

Die Liste der Unterzeichner

Josef Ackermann, Vorstandschef der Deutschen Bank
Dietrich Austermann, CDU-Politiker, er war von 2005 bis 2008 Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein
Werner Bahlsen, Bahlsen
Paul Bauwens-Adenauer, Bauwens
Wulf Bernotat, BDI-Vizepräsident, war Eon-Vorstandsvorsitzender
Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft
Manfred Bissinger, Publizist
Herbert Bodner, BDI-Vizepräsident
Wolfgang Clement, Ministerpräsident und Bundeswirtschaftsminister a. D.
Eckhard Cordes, Metro-Vorstandsvorsitzender
Gerhard Cromme, ThyssenKrupp
Michael Fuchs, Unternehmer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag
Ulrich Grillo, Grillo-Werke
Jürgen Großmann, BDI, RWE
Rüdiger Grube, Deutsche Bahn
Christopher W. Grünewald, Papierfabrik Gebr. Grünewald, BDI
Jürgen Hambrecht, BASF-Vorstandsvorsitzenden und BDI-Vizepräsident
Tuomo Hatakka, Vattenfall-Chef
Wolfgang Herrmann, TU München
Horst W. Hippler, KIT
Hans-Peter Keitel, BDI-Präsident
Arndt G. Kirchhoff, Kirchhoff Automotive, BDI
Kurt J. Lauk, Wirtschaftsrat der CDU
Ulrich Lehner, Henkel, BDI-Vizepräsident
Friedhelm Loh, Friedhelm Loh Group, BDI-Vizepräsident
Carsten Maschmeyer, MaschmeyerRürup
Friedrich Merz, Rechtsanwalt
Arend Oetker, BDI-Vizepräsident
Hartmut Ostrowski, Bertelsmann
Bernd Scheifele, HeidelbergCement
Otto Schily, Bundesinnenminister a.D. und Rechtsanwalt
Wolff Schmiegel, Ruhr-Universität Bochum
Ekkehard Schulz, ThyssenKrupp und BDI-Vizepräsident
Johannes Teyssen, Eon
Rainer Thieme, Salzgitter
Jürgen Thumann, BusinessEurope, Ex-Präsident und heutiger Vizepräsident des BDI
Michael Vassiliadis, IG BCE
Hans-Peter Villis, Vorstandschef von EnBW
Gerhard Weber, Gerry Weber International
Werner Wenning, Bayer
Matthias Wissmann, VDA, BDI-Vizepräsident

Bravo!

Donnerstag, 19. August 2010

Energie-Einfuhr in Deutschland





Am liebsten macht er das vor der Tür - der Igel




- Energie-Einfuhr in Deutschland: 415 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten
Energie-Gewinnung im Inland: 141 Mio. Tonnen SKE (FAZ 18.8.10)
Da hat es Norwegen besser. Diese Schere zwischen Einfuhr und Eigenerzeugung spricht dafür, die riesigen Braunkohlevorräte in NRW stärker zu nutzen und, wie die SPD von 1973 es plante, neue (damals sollten es 100 sein) Kernkraftwerke zu bauen. Letztere, weil mit geringsten Mengen von Uran gigantische Energiemengen erzeugt werden können. Ein Grund auch, den Uranbergbau im Osten wiederaufzunehmen.

Mittwoch, 18. August 2010

China droht Taiwan





Mao in der Mao-Bibel von 1967, vom SDS aus der Ostberliner Botschaft Pekings geholt -
wohl einer der größten Politverbrecher aller Zeiten




- "China droht Taiwan mit Gewalt, falls es sich für unabhängig erklären sollte

In dem Bericht hatte das amerikanische Verteidigungsministerium die mangelnde Transparenz bei der chinesischen Aufrüstung kritisiert, weil diese die Möglichkeit von Missverständnissen erhöhe. China rüste massiv auf und dehne seine Reichweite für Militäreinsätze aus. Insbesondere Taiwan gerate gegenüber der Volksrepublik militärisch ins Hintertreffen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Volksrepublik sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an und droht mit Gewalt, falls sich die Inselrepublik formell für unabhängig erklären sollte. Die Regierung in Peking habe ihre Investitionen bei den Nuklearwaffen, Langstreckenraketen, U-Booten, zum Bau von Flugzeugträgern und für die Kriegsführung im Internet deutlich aufgestockt, so Washington." FAZ 18.8.10

Gegen Taiwans Unabhängigkeitserklärung hat Peking sogar Anfang des Jahres ein Kriegsgesetz verabschiedet - offenbar doch wohl, um den Nationalismus und einen nationalistischen Krieg jederzeit innenpolitisch einsetzen zu können. Angesichts der ungeheuren Größe des Landes spielt Taiwan keine geographische Rolle, auch keine strategische. Allerdings ist Taiwan vergleichsweise sehr reich - es hatte keinen Megamassenmörder Mao als absoluten Führer und setzte stärker auf Marktwirtschaft und Demokratie.
Unter dem Gesichtspunkt von Wohlstand und politischer Freiheit sollte sich Peking Taiwan andienen, das wäre ein Friedensfortschritt für ganz Ostasien.

Dienstag, 17. August 2010

Früh bereit hätte nicht gereut





Laubfrosch unter heißt es heute bei 13° und Dauerregen






- Churchill: " Er war im Sommer 1940 ein unvergleichlich großer Mann, ein Vertreter der Menschheit gewesen. Er war das jetzt nicht mehr. Denn es ging ihm und seiner Sache zu gut, was ihn bequem, hartherzig und zynisch machte. " Golo Mann, Dt. Geschichte, S. 947
Churchill wäre wirklich ein großer Mann gewesen, wenn er bereits zuzeiten Versailles Mittel und Wege gefunden hätte - mit Wilson auf irgendeine Weise - einen normalen Friedensschluß herbeizuführen; wenn er späterhin die Weimarer Republik, wenn er Stresemann und Brüning wesentlich unterstützt hätte; wenn er bei der Remilitarisierung des Rheinlandes mit Frankreich auf einen sofortigen Militärschlag gegen Hitler gedrungen hätte, wenn er München verhindert hätte, wenn er Kontakt zu den Anti-Hitler-Generälen aufgenommen hätte:

"Was die Generale Halder, Witzleben, Hoeppner, Beck, Oster samt ihren zivilen Helfern vorbereiteten, war der militärische Staatsstreich, die Verhaftung Hitlers und aller seiner Helfershelfer ... Sendboten, die sie nach London schickten, wurden von dem Premierminister mit äußerster Kälte behandelt; man müsse, meinte Chamberlain, mit der deutschen Regierung arbeiten, nicht mit privaten Hassern ... Das Ausmaß des in München errungenen Sieges der deutschen Erpressungsdiplomatie machte jedes Handeln unmöglich. ... brach der innerdeutsche Widerstand zusammen."
Golo Mann, Dt. Geschichte, S. 887f.

Anm.: Der SPIEGEL widmet, sehr aktuell, Curchill einen Titel.