Sonntag, 4. September 2011

Obama weniger grün hinter den Ohren?





Drei Sauerstoffatome im Winkel - das Ozon




Das waren finstere Zeiten! Man atmete einfach ein, was in der Luft war! Im langen und sonnigen Sommer 1958 muß viel Ozon dabeigewesen sein, denn die UV-Strahlung der Sonne verursacht eine höhere Ozonbildung in Bodennähe.
Damals wurden wir sogar zur Kur ans Meer geschickt, ins "Reizklima" mit mehr Ozon.
Ein paar Jahre später gab es viele Asbestfasern in den Sommerferien, da arbeitete der Verfasser in einer kleinen Manufaktur für sportliche VW-Käfer-Auspuffrohrzierenden. Das war damals Mode, die Rohrenden wurden vergrößert durch verchromte Kurzrohre, die die beiden Auspuffenden blinken ließen. Die Zierrohre besaßen eine Asbestfaserfüllung, sie wurden auf die Standardauspuffrohre einfach aufgeschoben. Viele Zierrohre habe ich gefüllt. Wer weiß, was daraus noch wird. Asthma oder Lungenkrebs ist mir bisher nicht aufgefallen.
Übrigens werden die in diesen finsteren Zeiten Aufgewachsenen immer älter.

Aber diese finsteren Zeiten sind vorbei, es gibt einen Wettlauf bei den Grünfanatikern, die Grenzwerte immer weiter abzusenken.

Auch Obama ritt auf dieser Grünwelle mit und fand die niedrigen Ozonwerte zu hoch. Aber jetzt scheint er langsam ins vernunftfähige Alter zu kommen:

“ Keine Verschärfung der Ozon-Grenzwerte
Obama nicht mehr ganz so grün
Barack Obama hat schon viele seiner Anhänger enttäuscht, weil er ihrer Meinung nach zu oft und zu früh vor den Gegnern einknickt. Nun dürften sie noch mehr grübeln, ob sie ihn nächstes Jahr wieder wählen sollen, denn gestern pfiff Obama die Umweltschutzbehörde EPA zurück. Die wollte ab 2013 schärfere Ozon-Grenzwerte erlassen, um gesundheitsgefährdenden Smog zu mindern. Doch noch bevor die Republikaner zur Attacke geblasen haben, hat der US-Präsident entschieden: Es bleibt es bei den schwachen Vorgaben aus der Bush-Zeit. “ tagesschau.de 4.9.11

Nähere Angaben zu den Meßwerten macht der Artikel nicht, Zahlen sind bei Phil.-Fak.-Absolventen wie Journalisten einfach nicht beliebt.

Ob Obama jetzt auch hinter den Ohren nicht mehr so grün ist?

Samstag, 3. September 2011

Fing groß an und wurde kleiner und kleiner






Denkmal für den bekannten Staubsauger, das unentbehrliche Helferlein in allen Wohnlagen



- Wiegt doch die ganze Scholastik auf: 1901 bekam der englische Ingenieur Cecil Booth (1871-1955) das erste Patent für den Staubsauger in Großbrittannien. Der ähnelte einem großen Kanonenofen, der Saugschlauch wurde von außen in die Fenster der Wohnhäuser geführt.

Freitag, 2. September 2011

Trivial im Trivium

DIE UNIVERSITÄT DES MITTELALTERS - 
Eingangsfakultät für alle / ARTISTENFAKULTÄT der artes liberales: Trivium: Grammatik, Rhetorik, Dialektik Quadrivium: Arithmetik (Rechnen), Geometrie (Euklid nur erste drei Bücher), Astronomie (Berechnung des Osterdatums), Musik (am Rande) Aufbauende Spezialisierung nur für einen kleineren Kreis: - JURISTISCHE FAKULTÄT: Zivilrecht, Kirchenrecht - MEDIZINISCHE FAKULTÄT: Philosophische Medizin nach Galen ("3-Geister-Medizin", Herz als Hitzequelle, Lungen als kühlende Fächer) - Oberste THEOLOGISCHE FAKULTÄT (Vgl. J. Le Goff, Die Geburt Europas im Mittelalter, Mchn. 2004 / J.D. Bernal, Die Wissenschaft in der Geschichte, 1961 / J. Brunschwig, G. Lloyd, Hg., Das Wissen der Griechen, 2000) Im Vergleich mit dem Museion im antik-griechischen Alexandria war dieses Programm der mittelalterlichen Universitäten, die aus den Domschulen hervorgingen, Paris war die erste und wurde 1174 als Universität anerkannt, enger; für einen Archimedes wäre kein Platz gewesen. Von den mittelalterlichen Universitäten schaffte es zunächst nur Padua, sich von dem scholastischen Bildungsschutt zu befreien. Immerhin waren die Universitäten Zentren der philosophisch, philologisch und theologisch beschränkten Gelehrsamkeit.

Donnerstag, 1. September 2011

Wer denn gebunden sein will





Steht im Glauben fest mitten in Dabringhausen - seit 1748



- Gefällt mir: “Vargas Llosa und die Religion

Ungläubig glauben

Ein Ungläubiger heißt den Papst nachträglich willkommen. Doch Mario Vargas Llosas Notizen nach dem Weltjugendtag in Madrid dürften weder den Frommen noch den Unfrommen so richtig gefallen.
FAZ.NET Feuilleton29. August 2011

// Jeder Jeck ist anders, da muß es auch die Katholische Kirche geben. Llosa hat recht, ich hätte etwas Ähnliches in EL PAIS geschrieben angesichts der Ekelhaftigkeit der spanischen Linken, die beim Papstbesuch randaliert haben. Sie erinnern an die linken Greuel im spanischen Bürgerkrieg.
Bringt zuviel Katholizismus so etwas hervor? Organisationen maßen sich gerne zuviel an, religiöse Organisationen im Schulterschluß mit den Staatsbürokraten nutzen das weidlich aus. Da gleichen sie jeder kommunistischen Partei.
Eine konsequente Trennung von Staat und Religion bewahrt die Religonsfunktionäre davor, ihrer Machtgier zu folgen.


- “Wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.”
Leitspruch auf meiner Erstkommunionsurkunde . Mag daran doch glauben, wer will. Die Dinge “an sich” sind schon ziemlich unerkennbar, wie Kant meinte, die “letzten Dinge” können wir getrost offen lassen.
Auf die Dinge hier und jetzt kommt es aber ein bißchen mehr an, und da erscheint die Gemeindearbeit bei den Reformierten in Dabringhausen (zum Beispiel) recht sinnvoll. Für viele. Viel sinnvoller als bei der roten EKD.

- ligare binden, fesseln religatio das Anbinden religio Gottesdienst

Mittwoch, 31. August 2011

Hier haste mal den Euro





Jens Peter Paul
Zwangsumtausch
Wie Kohl und Lafontaine die D-Mark abschafften




- Robert A. Mundell strickt weiter an seinen optimalen Währungsräumen: Er hätte gerne einen Dollar-Euro-Raum mit einer Schwankungsbreite von 1,20-1,40 je Euro, sagte er in Lindau (Neues Weltwährungssystem, NZZ 27.8.11)
Das wäre sicher schön, Anleger und Unternehmen hätten mehr Kalkulationssicherheit, aber schon Keynes hat die Politik falsch eingeschätzt. Natürlich kann man sich verschulden, auch hoch verschulden, wenn man die Schulden wieder abbaut. Genau das leistet die Politik eben nicht, weil sie das Geld in der Demokratie für Stimmenkaufprogramme nutzt. Helmut Schmidts (SPD) begann in großem Stil damit.
Kohl hat bei der Euro-Einführung die Bedenken der Bundesbank gegenüber Belgien, Griechenland und Italien vom Tisch gewischt und jahrelang die betrügerische griechische Politik gedeckt. Wenn nicht Finanzmarktteilnehmer den Schwindel immer erneut zum Thema gemacht hätten, würde auch jetzt noch in Brüssel, Paris und Berlin weitergelogen. Sie tun es ja immer noch, indem sie von einem “Euro-Schutzschirm” und von einer “Eurokrise” reden. Der Euro steht aber ziemlich stabil bei 1,44 . Es gibt eine Staats-Schuldenkrise. Eine Politik-Vertrauenskrise. Nach langen Jahren wurde jetzt auf Vorschlag von speziell Lars Feld (Sachverständigenrat) eine Schuldenbremse für die Zukunft installiert bzw. soll in allen Euro-Staaten installiert werden. Das ist sehr sinnvoll, aber da die Politik vertuscht und verschiebt und das auch zukünftig tun wird, ist es nötig, einen Ausschluß Griechenlands zu veranlassen und einen strikten Automatismus für weitere Betrüger zu beschließen.

Mundells Vorstellungen kann man nur ernstnehmen, wenn eine reine Marktwirtschaft denkbar wäre. Das ist aber völlig ausgeschlossen. Daher sind eigenständige Währungen, man mag es bedauern, die bessere, keineswegs die perfekte Lösung.