Dienstag, 13. September 2011

Schnuckelschlößchenspielchen





In diesem Pariser Schnuckelschlößchen der OECD residieren viele weltfremde Akademiker und hecken allerhand Unsinn aus, zB Pisa-Studien.

(Bild: Pymouss / Wiki.)




Warum mag die Jugendarbeitslosigkeit in Europa fast überall höher sein als in Deutschland mit seinen ca. 8 % ? In Italien zB 25 % . Aber im deutsch-italienischen Südtirol nach Einführung des Autonomiestatus und des deutschen dualen Systems ebenfalls nur ca. 8 %.
Das interessiert die OECD-Herren nicht weiter, ihr Mantra heißt BILDUNG, BILDUNG ÜBER ALLES. Deswegen finden sie das deutsche duale Ausbildungssystem uninteressant. Die Kinder sollen erst einmal alle studieren, egal was, und akademisch verbildet werden.
In der dualen Ausbildung lernen die jungen Leute nicht nur Theoretisches, sondern lernen die betriebliche Praxis partizipierend kennen.
Das stinkt den OECD-Herren mit den roten Socken nach betrieblicher Ausbeutung. Für die praktisch veranlagten Lehrlinge mit schlechten Berufsschulnoten aber kann das heißen, daß sie den Konkurrenten mit den guten Noten vorgezogen werden, weil sie praktisch mehr können. Für die linksgestrickten OECD-Herren kann das aber gar nicht sein, denn ihr Idioten-Mantra heißt BILDUNG, BILDUNG ÜBER ALLES. Wofür diese Bildung gut sein soll, interessiert sie nicht. Für Jugendarbeitslosigkeit fühlen sie sich praktisch nicht zuständig. Nur theoretisch.

Montag, 12. September 2011

zwischen andromeda und mandelkern















wolf doleys

zwischen andromeda und mandelkern


eigentümlich frei
reisen die galaxien
durch den raum
weht der wind
über die erde
spülen die wellen
den sand
wechseln zeit und gestalt

nichts aber bleibt für sich
verbunden und verkettet
alles
schwerkraft und dns
lassen nicht los
von diesen leinen geht nichts

eigentümlich frei
denkt sich der geist
durch hecken und chimären
dünkt sich ein meister
wenn die beta-welle fließt
zwischen stirnlappen
und mandelkern
blitzt bläue auf
im meer
der ventrikel






Der Mandelkern (Amygdala, Corpus amygdaloideum) ist die zentrale Schaltstelle im Gefühlshirn (Limbisches System), das vordere Stirnhirn beherbergt kognitive Leistungen, die Beta-Welle ist die Erregungsschwingung im Gehirn, die Ventrikel sind die innerhirnlichen Flüssigkeitskammern.

Sonntag, 11. September 2011

Von Australien in die Welt der modernen Hirnforschung





Ein Teil des Erbes



The Legacy of Sir John Eccles, FRS, Nobel Laureate
Symposium 2011, September 10-11, Düsseldorf


Er hat einiges geöffnet in der Neurowissenschaft, John Eccles, und er hat viel geschrieben, das bleibt. Und auch in Papierform auffindbar ist in Düsseldorf, am Oskar-Vogt-Institut der Universität, denn dort verblieb der gesamte Nachlaß durch Bemühung besonders von Hans-Joachim Freund (www.nachlassdatenbank.de)(www.uniklinik-duesseldorf.de/eccles).

Die alten Gefährten und Schüler aus aller Welt waren auf dieser Tagung voll des Lobes über Meister Eccles. Offenbar hat er auch über seine Persönlichkeit gewirkt.

SATURDAY
09:00 Opening
Karl Zilles (Düsseldorf): Welcome Address
Hans-Joachim Freund (Düsseldorf): Securing the Eccles Archive
09:20 Overview of Eccles’ work
The Physiological Society Lecture, Thomas A. Sears (London): One Man’s Odyssey
10:00 Working with ‘Prof’: Scholars reflect
Robert F. Schmidt (Würzburg): Canberra Legacy – pre-synaptic inhibition
Per Andersen (Oslo): Canberra Legacy – John Eccles and hippocampal synapses:
Reminiscences of a wonderful apprenticeship
Donald Faber (New York): Buffalo legacy – cerebellum

12:00 Influence of Eccles’ work, directly or indirectly, on other schools
Hans Hultborn (Copenhagen): Motoneurones – the Scandinavian School
Elzbieta Jankowska (Göteborg): From Single Interneurons to Neuronal Networks
Masao Ito (Tokyo): The Cerebellum in a Nutshell – the Japanese School

14:30 Contemporary research in fields of interest to Eccles
Michael Hausser (London): Spatial Distribution of Electrical Excitability
Roger Nicoll (San Francisco): Molecular Dissection of Synaptic Transmission
Ian Forsythe (Leicester): Structure and Function at a Giant Synapse: Approaching the
Biophysical Limits of Information Transmission?

16:30 Central processingin relation to neural networks
Tim Bliss (London): Sir John Eccles and the Early Days of LTP (Long Time Potentiation)
Wolf Singer (Frankfurt): Synchronized Oscillations: A basic mechanism for dynamic
coordination of cortical functions
David A. McCormick (Yale): Dynamics of Cortical Network Activity
19:00 Reception and Dinner (at the Academy)
After-dinner address, Douglas Stuart (Tucson): Our Debt to Sir John Eccles
SUNDAY
09:00 Cerebral cortex and higher level function
Gyorgy Buzsaki (Newark): Oscillatory Activity
Piergiorgio Strata (Torino): The Emotional Cerebellum
Semir Zeki (London): From Colour to Paintings – the objectivity of subjective experience
Henrik Walter (Berlin):The Self and It’s Brain Revisited: Neurophilosophy Today

11:30 Historical perspectives
Richard Rokyta (Prague): Sir John and the Charles Medal
Alfons Labisch (Düsseldorf): Research Opportunities with the Eccles Collection in Düsseldorf

12:30 Conclusion
Venue:
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste /

Samstag, 10. September 2011

Rubikon überschritten?





Jürgen Stark

(Bild: EZB)



- "Der Konflikt in der Notenbank eskaliert
EZB-Chefvolkswirt Stark tritt zurück
In der EZB rumort es. Ihr Chefvolkswirt Jürgen Stark gibt sein Amt vorzeitig auf, bestätigt die Notenbank. Grund sei ein Zerwürfnis über die umstrittenen Staatsanleihenkäufe der EZB, heißt es aus seinem Umfeld. Von Stefan Ruhkamp FAZ 9.9.11
// Erst Axel Weber, jetzt Jürgen Stark - Wer kennt jetzt noch vertrauenswürdige Personen in der oberen Etage der EZB?

- Issing rügt Regierungen und EZB: "Gustav-Stolper-Preis für Otmar Issing
In diesen Wochen muss sich Otmar Issing fühlen wie ein Vater, dessen Kind - der Euro - auf die schiefe Bahn geraten ist. Der frühere Chefvolkswirt … ' wirklich nicht begeistert, daß ich meine ehemalige Institution nicht unterstützen kann'. ' Eine Notenbank die einspringt, weil die Regierungen versagen, gefährdet ihre Unabhängigkeit. " ppl. FAZ 8.9.11

Dänemark, Schweden, Norwegen und England haben es richtiger gemacht und ihre eigene Währung behalten. Das stärkt die Verantwortlichkeit und die Transparenz. Zudem ist die eigene Währung offenbar ein wichtiges Werkzeug, um Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung aufzufangen. Mehr Rechte in Brüssel, das bringt mehr Probleme.

- Obama 2. Versuch, von 9,1 % Arbeitslosigkeit herunterzukommen (Spanien: 15,6% Arb.l., wie EU-Durchschnitt)
Obama hat immer noch kein Konzept für eine in sich konsistente Wirtschaftspolitik. Viel zu spät kommt er mit einem Beschäftigungsprogramm, das wahrscheinlich zu wenig bewirken wird. Steuererleichterungen in einer Zeit, in der die Gewinne ohnehin rückläufig sind, wenn nicht gar ausbleiben, sind nur von beschränkter Wirkung. Es macht auch keinen Sinn, Hochgeschwindigkeitsstrecken zu bauen, wenn dafür neue Schulden aufgenommen werden müssen und ein Großteil der Technik aus dem Ausland bestellt werden muß. Das Geld müßte im Land bleiben und die US-Industrie ertüchtigt werden. Simplifiziert: mit Gleisbauern und Schottersteinanlieferern allein bringt das für die amerikanische Wirtschaft nichts. Die Obama-Administration neigt auch - wie Deutschland - dazu, grüne Technik vorzuschreiben, statt deren Entwicklung der Wirtschaft und Wissenschaft zu überlassen. Die Förderprogramme müssen offener werden. Die beiden männlichen republikanischen Kandidaten-Kanditaten haben möglicherweise in dieser Woche ein überzeugenderes Programm vorgelegt. Ohne Ausgabenkürzungen wird es nicht gehen. Und ohne mehr Industriemontage im Land selbst, nicht in China, geht es auch nicht. Die Löhne sind der größte Kostenblock in einem Unternehmen.

Freitag, 9. September 2011

Ich will euch Ruhe verschaffen






Ruhe ist die erste Religionspflicht - oder :
Die schlafende Gemeinde
von William Hogarth (1697-1764)




- Religiöse Vorstellungen sind unsterblich, weil es bestimmte Menschen zu ihnen drängt. Bestimmte Religionsformen und Orthodoxien können sich lange erhalten, weil sie bereits die Kinder indoktrinieren, dabei vielfach auch durch offensiven Zwang, wie der Verfasser in der katholischen Kirche erleben mußte.
Diesen Zwang kennen alle Religionen, in den Koranschulen herrscht sogar die Gewalt. Das liegt auch am Koran selbst, in dem an vielen Stellen Gewalt und Folter positiv vorkommen. Die Langlebigkeit des Islams verdankt sich zu einem großen Teil dieser hemmungslosen Gewaltbereitschaft und zusätzlich der Tatsache, daß der Islam keine Religion ist, sondern es sich bei ihm, einzigartig, um eine Rechtsreligion handelt, die das gesamte politische und zivile Leben beherrschen will. Die gewaltbereite islamische Orthodoxie hat es seit tausend Jahren vermocht, alle Reformer in ihren Reihen bis heute zu verbannen oder zu töten. Daher der gigantische Zivilisationsrückstand des Nahen Ostens. Selbst Kleinigkeiten wie das Tagesfasten im Ramadan konnten nicht zivilisiert werden und beeinträchtigt das moderne Berufsleben und verursacht viele Verkehrunfälle durch Schwächeanfälle.
Es kann daher nicht verwundern, daß aus dem gewaltbereiten Geist des Koran immer wieder brutale Fanatiker entstehen, die zum Massenmord bereit sind und sich auch noch des “Paradieses” sicher wähnen.

- Ein reformierter und zivilisierter Islam kann am ehesten in den USA entstehen, wohin oft von der islamischen Orthodoxie Verfolgte flüchten. Da die USA bei der Einwanderung auswählen und nicht, wie in Europa, jeden Hilfsarbeiter aus Anatolien hereinlassen, treffen solche Reformer auf offenere Ohren bei Islamgläubigen. Auch die christliche Reformation fand zuerst Eingang bei einer Elite, etwa den Hugenotten.
Hier sei der 2010 verstorbene Ägypter Abu Zaid erwähnt und sein Buch "Mohammed und die Zeichen Gottes" (2008), in dem er für eine Historisierung des Islan eintritt. Er wurde in seiner Heimat wegen “Glaubensverrats” zwangsgeschieden und erhielt zahlreiche Morddrohungen; er floh nach Holland.

- “Zwei Terrorverdächtige in Berlin festgenommen
Moschee durchsucht / Nach Kauf großer Mengen von Chemikalien / "Keine konkrete Gefahr"

mk. BERLIN, 8. September. Nach monatelangen Ermittlungen haben die Berliner Sicherheitsbehörden am Donnerstag zwei Männer unter dem Verdacht festgenommen, eine schwere Straftat vorbereitet zu haben. Ein 24 Jahre alter Deutscher libanesischer Herkunft und ein 28 Jahre alter aus dem Gazastreifen stammender Mann ungewisser Staatsangehörigkeit sollen sich in den Besitz von Chemikalien gebracht haben, mit denen Sprengstoff hergestellt werden kann. Ihre Wohnungen in Kreuzberg und Neukölln sowie die Räume einer Moschee im Stadtteil Wedding, in der die beiden Verdächtigen sich oft aufgehalten haben sollen, wurden durchsucht … “ FAZ 9.9.11