Dienstag, 18. Oktober 2011

Eine Zelle ist kein Mensch





Embryonale Stammzellen, aus denen Ersatzgewebe gewonnen werden kann - zur Heilung schwerer Krankheiten (Parkinson-Krankheit, Diabetes mellitus, Querschnittslähmung)

(Bild: Nissim Benvenisty/Wiki.)


- “Europäischer Gerichtshof: Patentierung von Stammzellen verboten
Produkte aus menschlichen embryonalen Stammzellen dürfen nicht patentiert werden, wenn dazu befruchtete Eizellen zerstört oder geschädigt werden müssen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. …” FAZ

Man darf sie aber wegschütten, die befruchteten Eizellen, das geschieht jeden Tag, denn bei einer künstlichen Befruchtung fallen sehr viel mehr befruchtete Eizellen an als verwendet werden können - nur etwas Sinnvolles damit anfangen, das darf man nicht nach diesem Urteil. Und die medizinische Verwendung in einem größeren Rahmen, die dem forschenden Arzt Brüstle vorschwebt und die durch eine Patentierung ermöglicht wird, diese medizinische Verwendung ersehnen Patienten, denen damit geholfen werden kann.
Stammzellforschung und Stammzellheilungsstrategien dienen dem kranken Menschen - juristischer Dogmatismus schadet ihm.

Montag, 17. Oktober 2011

9-9-9, das wäre fein






Wer sind denn diese Schlipsträger? Und wo ist die Quotenfrau?
Jetzt aber mal hurtig! Nach 45 Jahren übernimmt ab morgen Suzanne Vega die Führungsgitarre und Madonna piepst dazu.








Ja, was muß man oft von bösen
Buben hören oder lesen!
Die zum Beispiel Schäuble heißen,
Trittin oder Gabriel.
Erst haun sie auf die Kassenpauke,
Häufen Schulden auf die Schulden,
Machen Party Wahl für Wahl,
Für Steuerbürger eine Qual,
Doch die andern waren’s dann.

Erst drei Prozent für’s Eigenkapital.
Dann fünf? Oder neun?
Ist doch egal.
Sie greifen in die Steuerkasse
Politprofis eben, der Sonderklasse.

9-9-9! Das kann nicht sein!
Sie wollen Steuern noch und noch.
Neun Pro Einkommens-, Unternehmens- und Mehrwertsteuer,
Das wär Schäuble ein Ungeheuer.
Drüben überm Teich Herm Cain
Will das trotzdem drehn.
Ach, wie wär das scheen!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Neue Richtlinien für die Evolution





300 Jahre Cronenberg - und immer noch keine Vorstandsfrau!
Am besten gleich enteignen durch unbedarfte Politikschwätzerinnen!
(Bild: Cronenberg-Gruppe)




Schon eine Weile her, daß die ersten Vielzeller den Sex erfunden haben, so vor 600 Mio. Jahren, zu Beginn des Erdaltertums. Hat sich bewährt, wurde beibehalten und ausdifferenziert, auch bei ganz neuen Arten wie dem Menschen, den es erst etwa 50tausend Jahre gibt.
Paarbildung ist also uralt, Familie ganz neu. Die Großfamilie wiederum ist älter als die Kleinfamilie, und erst die SPD-Eherechtsreform hat die Flickenfamilie richtig angeschoben. Dabei werden die Kinder oft in die Pfanne gehauen und umgerührt.
Jetzt stehen die Feministinnen und Ideologen vor dem Unternehmenstüren, werfen mit Dreck und Statistiken, und besonders dogmatische Exemplare wie von der Leyen drohen mit einem Vorstandsfrauenquotengesetz. Auch die ungeeigneten Frauen sollen ihr Unwesen per Quote treiben dürfen. Tüchtigkeit und Eignung sollen zweitrangig sein.
Und solche antifeministischen Unternehmen wie die Cronenbergs werden später ganz verboten.

Samstag, 15. Oktober 2011

War das schön warm in der Antarktis!






Bild aus einer Publikation des ZEITTUNNELS WÜLFRATH bei Düsseldorf.
Ein Besuch lohnt besonders für Kinder und kindisch gebliebene Erwachsene wie Schellnhuber, Merkel, Gabriel, Trittin, die glauben, es werde bleiben, wie es schon immer war.




" Buenos Aires. In der Arktis haben Forscher 49 Millionen Jahre alte Fossilien eines Urwals entdeckt. Es handle sich um die ältesten bisher gefunden Teile eines sogenannten Archaeoceten und um die ersten in der Antarktis, erklärte die argentinische Paläontologin Claudia Tambussi am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Das schwedisch-argentinische Paläontologenteam rekonstruierte einen 60 Zentimeter großen Kiefer des Archaeoceten. …" Wiener Zeitung 13.10.11

Das war aber die Antarktis! Gegenüber. Sieht ähnlich aus. Aber die Antarktis schwimmt nicht, sondern ist ein großer Kontinent, und kälter ist es dort auch im größeren Ostteil.
Damals aber nicht, sonst hätten sie diesen kleinen Urwal nicht entdeckt. Die Warmzeit des Erdmittelalters dauerte noch an, die Hamburger hätten sich von Datteln ernähren können, wenn es sie schon gegeben hätte. Im Alt-Tertiär vor 50 Mio. Jahren steckten die Säugetiere aber noch in den Kinderschuhen - 60 cm Kieferlänge für einen Wal, das fing wirklich klein an.
Und den Menschen hatte noch niemand gesehen. Schade eigentlich, wo es so schön warm war, daß man an den Polen baden konnte.

Freitag, 14. Oktober 2011

Rauf, runter, rauf





Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

J.W. Goethe, Selige Sehnsucht
 



Um übereinander herzuziehen haben die Menschen immer Gründe gefunden, gute und schlechte.
Nicht nur Jobs griff Gates an, Scott McNealy, Mitgründer von SUN, tat desgleichen. SUN entstand an der Uni Stanford, daher der Name Stanford University Network. Der Deutsche Andreas von Bechtolsheim war auch dabei, ein Vertriebener des wohlgeordneten deutschen Physikstudiengangs, der große Talente glattbügelt. Diese glorreichen 4, es waren noch andere Pioniere dabei wie Larry Ellison von ORACLE, digitalisierten die Welt, und Jobs und McNealy traten vor Gates’ Schienbein, wo immer es gerade ging. Der Geist des Neuen Testaments taugt vielleicht für das Bestellen alimentierter Pfarrstellen, bei Pionierunternehmen ist er nicht heimisch. Gibt es deswegen im NT-gläubigen Europa fast keine Zukunftsindustrien mehr?
Wer würde sich durchsetzen in der Computerwelt? war damals die Frage. Das war so lange unklar, bis Gates mit Microsoft dort dominierte, wo es auf den Preis und die Verläßlichkeit ankam, bei den Unternehmen. Allerdings lieferte SUN die Computer und Server dort, wo Präzision und hohe Stabilität zuerst zählten.
Apple hatte seine Nische in der Bilderwelt der Werbeagenturen und der Hochschulen, schwächelte aber. Jobs holte deshalb John Sculley, der den Umsatz verhundertfachte, was aber Jobs nicht ganz froh machte. Die beiden Alpha-Tiere traten zum Duell an und Jobs verließ Apple. Aus dem Äpfelchen war ein richtiger Apfel mit 8 Mrd. Umsatz geworden, aber mehr schaffte Sculley nicht, die Unverträglichkeit der Betriebssysteme MacOS, Unix und Microsoft sowie die hohen Apple-Preise verlangten neue, strategische Entscheidungen. Aber welche? Der Apple-Kurs pendelte zwischen 3 und 6 $, was McNealy auf die Idee brachte, Apple zu übernehmen, fast gelang es. Er hätte dem Mac damals das Unix-System verpaßt, das dieser heute erst besitzt. Für beide Unternehmen hätte es einen großen Sprung bedeutet. SUN konnte mit seiner hohen Qualität gegenüber den Preisen von Microsoft und HP nicht mithalten und wurde letztes Jahr von ORACLE übernommen. Bei Apple konnte auch der Deutsche Spindler, der auf den geschaßten Sculley folgte, den gordischen Apfelknoten nicht durchhauen. Der Verwaltungsrat nahm das Rückkehrangebot von Jobs an, der auf eine Multimedia-Konsum-Strategie setzte, und auf seinen Nimbus als alternativer Anti-Bill-Gates-Held.  
Er übernahm von MS das USB-System und sogar die Intel-Architektur und kam mit dem iPod und dem Liedchen-Laden iTunes groß heraus, wie überhaupt das Internet mit den vielen unbedarften Nutzern besonders Apple aus der Stagnation half.
Scott McNealy hätte, wie er vor kurzem sagte, iPod und iPad verhindert ("Mit mir hätte es keine iPods oder iPads gegeben"), er wollte ein ernsthaftes Unternehmen aus dem Apfel schnitzen. Ob er das geschafft hätte, steht dahin. Erfolgreich war letztlich die Unterhaltungsstrategie mit dem mediengängigen Jobs, dem Alternativen, "der seine Drogenerfahrungen nicht missen wollte". So ein bunter Vogel zieht in der Konsumwelt und den Medien. Das iPad (als Tablett-PC) präsentierte HP schon vor ein paar Jahren, da blieb es unbeachtet. Erst die Steve-Jobs-Show machte es zum Erfolg. Die wiederum war angewiesen auf eine esoterische Gemeinde, die Microsoft haßte und jeden Apfel auch mit Wurm für den vierfachen Preis erwarb, wenn ihn nur der Guru zelebrierte. Bei den Inszenierungen spielten die Medien gern mit.

Es war eine spannende Geschichte mit Hollywood-Ende, der Held tot, die Mission erfolgreich. Auch eine Kapital-Geschichte. Nicht die Multimillionen-Schlagersänger wie Michael Jackson und Madonna investierten im Silikontal südlich von Frisko, aber die Wall-Street-Großverdiener taten es. Die legten gerne mal 50 Mio. in den Wagniskapitaltopf, aus dem heraus sich viele Computerfirmen gründeten. Das meiste Geld war verloren, niemand kennt außerhalb Kaliforniens die vielen Unternehmensleichen, die Firmennamen, die es nicht zum Erfolg schafften. Aus vielen Gründen. Weil das Kapital nicht reichte. Weil der Chef löten, aber nicht verkaufen konnte. Weil das Internet zu spät kam, und ähnliches mehr. Aber ohne die Riesenboni der Wallstreet wären es noch mehr gewesen. Manche jedoch schafften es mit den richtigen Egomanen an der Spitze und mit dem Glück der Tüchtigen, das unverzichtbar dazugehört. Apple gehört dazu. Dank der Riesengewinne von Microsoft, das Apple einmal rettete.