Sie stellen alles ins Internet,
ausnahmslos. Nicht alle natürlich, aber die Jüngeren kennen offenbar wenig
Grenzen. Man sieht es jeden Tag. Der Mensch ist eben kommunikativ und er wird
immer mitteilungssüchtiger und gierig nach Beachtung. Die Permissivität wächst ebenfalls
ständig, so daß sich selbst Rechtsanwälte, die auch Fernsehfuzzis sind,
unappetitliche und kriminelle Zwangsprostituierten- und Drogengeschichten
leisten und leisten können, wie der Fall Michel Friedman zeigt. Das hält aber
Medienmenschen nicht davon ab, von einer „digitalen Kränkung des Menschen“ zu
sprechen. Was die Leute auf Facebook und auf anderen Seiten einstellen, stellen
sie aber freiwillig ein. Sie wollen Aufmerksamkeit auf kostengünstigem Wege, und
sie bezahlen mit ihren Daten. Alles bestens. Sie wollen aber durchaus nicht
immer mehr Steuern zahlen für mehr Staatssekretäre der GroKo, für mehr amtlichen
Klimaklamauktourismus und für „Entwicklungshilfe“, die in dunklen Kanälen
versickert. Die Berichte der Rechnungshöfe vermitteln jedes Jahr einen Eindruck
davon, daß Steuermittel oft hemmungslos verschwendet werden. Jetzt wurde mit
570 Milliarden ein neuer Steuereintreibungs-Rekord erreicht! Ohne die reinen
Gemeindesteuern. Die kommen noch dazu. Diese gigantische Summe von 570 Mrd. zogen
Bund und Länder zwangsweise ein. Um damit zu machen, was sie wollen. Die
Nachricht fand weiter keine Resonanz in den Medien. Man könnte meinen, daß hier
eine öffentlich-rechtliche Hand der anderen öffentlich-rechten Hand die
helfende Hand reicht. Und die anderen Medien-Hände mitmachen. Die Bürger sollen
keine Gedanken an das ihnen abgenommene Geld verschwenden. Sie sollen mit
Daten-Geschwätz von ihrer Einkommenseinbuße abgelenkt werden. Die Politiker
wissen schließlich am besten, wofür sie das Geld der anderen ausgeben.
Freitag, 31. Januar 2014
Donnerstag, 30. Januar 2014
Kleine Handreichung für die Eltern pubertierender Kinder
Bei schwererziehbaren Mädchen wird übrigens die Haarlänge als Belohnungsinstrument verwendet - bei gutem Verhalten darf das Haar offen und lang getragen werden.
Damit hatte die junge Merkel kein Problem - kurz, allzeit lernbereit und ehrgeizig war das Motto der FDJlerin. Und ist es bis heute.
"Das Nichtreagierenmüssen auf bestimmte Auslösesituationen ist eine spezifische Eigentümlichkeit des Großhirnwesens Mensch, ist vielleicht die eigentliche Conditio humana." So der Gynäkologe Richard Huber in seinem Buch "Sexualität und Bewußtsein" (1971, S. 144)
Bertolt Brecht sieht das etwas anders, was sicher nicht nur der Unklugheit dieses Autors geschuldet ist, der lebenslang in der Stinkbrühe des Marxismus herumgerührt hat.
Mit der Pubertät jedenfalls fängt der Zirkus an, bei Mädchen ab 9, bei Jungen ab 11 Jahren. Der steigende Östrogen- und Progesteronspiegel wirkt sich bei Mädchen besonders auf den gedächtniswirksamen Hippocampus, den Hypothalamus und das Gefühshirn aus; Testosteron und Vasopressin bei den Jungen wirken sich ebenfalls hirnaktiv aus und bewirken spezifisch Bewegungsdrang, abschweifende Aufmerksamkeit, verändertes Sehverhalten und aggressive Grundstimmung. (Vgl. L. Brizendine, Weibl. Gehirn, Männl. Geh., 2006)
Es liegt auf der Hand, daß in der Pubertät die größten Lernprobleme auftreten, bis die neuen Schaltkreise ihre stabile Form im jungen Erwachsenenalter ausgebildet haben.
In Anlehnung an die junge Merkel könnte man die Daumenregel formulieren, daß regulative Hilfe für die pubertierenden Mädchen von außen die Haarlänge veranschlagen können: je länger die Haare, desto größer könnte das Disziplinproblem sein. Bei den Jungen ist die hochgeschnellte Reizbarkeit und Aggressionsbereitschaft das nicht übersehbare Phänomen. An den Haaren ist was zu erkennen.
Mittwoch, 29. Januar 2014
Le Goff und Robert Sabatino Lopez zu Charlemagne
“Ich schließe mich dem Urteil des großen italienisch-amerikanischen Mediävisten Robert Sabatino Lopez an:
‘Man kann nicht ein Vorspiel zu Europa nennen, was man genaugenommen als Fehlstart definieren muß. Wer heute von Europa spricht, denkt nicht an eine Einheitsreligion oder einen universellen Staat, sondern an einen Komplex politischer Institutionen, weltlichen Wissens, künstlerischer und literarischer Traditionen, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen, die ein Mosaik freier Meinungen und unabhängiger Völker untermauern. Unter diesem Gesichtspunkt wird uns das Karolingerreich als ein bemerkenswerter, aber letztlich fehlgeschlagener Versuch erscheinen.’”
Jacques Le Goff, Die Geburt Europas im Mittelalter, 2000, S. 52f.
Die Franken drängen nach Osten. England, Spanien, Süditalien und slawische Gebiete bleiben karolingerfrei. Spanien und Süditalien sind arabisch besetzt.
(Quelle: Wikip.)
Dienstag, 28. Januar 2014
Karlemann
Krone statt römischer Wasserleitungskultur - Karl, ausnahmsweise mal ohne Schwert, läßt sich von einem Schamanen in Rom die Kaiserkrone aufsetzen
(Bild: Wikimedia)
Karl der Charlemagne starb vor 1200 Jahren, am 28.1.814. Lang her. Wie groß war Karl der Große? Das ist natürlich eine Frage des Maßstabs. Alle Seiten werden wohl darin übereinstimmen, daß der Franke ein großer Krieger war. 44 Jahre regierte er, 42 Jahre führte er Krieg. Der war offenbar sein Lebenselixier und viele nach ihm träumten davon, ihm nachzueifern. Um die eroberten Gebiete und die unterworfenen Stämme dauerhaft zu domestizieren, dachte er an Konstantin und baute auf eine unifizierende Reichsideologie. Den Klerus rüstete er deshalb auf mit dem Mönch Alkuin und seinen Schulen sowie der Reichsherrensprache Latein. Aber die Sprachen Althochdeutsch und Altfranzösisch hatten sich schon ordentlich auseinanderentwickelt, so daß die “Straßburger Eide” Karls des Kahlen und Ludwigs des Deutschen bereits zweisprachig gesprochen werden mußten, um von den beiden Heeren verstanden zu werden. Kommunikationen aber sind die Hauptsache bei einer Unifizierung. Die verschiedenen Teile des auf Gewalt und Christentum gebauten Frankenreiches strebten auseinander und bildeten verschiedene Sprachen und Kulturen aus. So sehr sich regierende Gewalttäter auch bemühten, ein gemeinsames europäisches Frankenreich kam nicht mehr zustande, auch wenn Ludwig 14. und vor allem Napoleon und dann Hitler es noch einmal probierten. Man sollte es dabei belassen und per Europa der Vaterländer sowie dem Freihandel weiterkommen. In dem Maße, wie Englisch als gemeinsam verfügbare Sprache den europäischen Sprachgemeinschaften stärkeren kommunikativen Austausch erlaubt, wird auch eine gewisse gemeinsame europäische Öffentlichkeit entstehen. Die Kulturen ähneln sich zwar aufgrund des gemeinsamen lateinischen Mittelalters, werden aber auch in Zukunft verschieden bleiben. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Es muß nicht alles Eintopf sein.
Im übrigen ist mir alles Große verhaßt, und Karl hätte besser daran getan, wo er schon dauernd alle seine Pfalzen auf dem Kriegspfad im ganzen Reich vollgekackt hat, sich für römische Wasserleitungen zu interessieren, statt für die römische Kaiserkrone. So kann ich ihm leider nur das Gesamturteil “großer Kriegskacker” zuerkennen. Schade eigentlich.Montag, 27. Januar 2014
Anouar Brahem - Leila au pays du carrousel, var. /// Diese jazzartige Musik des tunesischen Lautenspielers Brahem mit französischen Kollegen schätze ich besonders aufgrund ihrer meditativen Dimension. Wer darin etwas von der minimalistischen Landschaft der Sahara hört, greife zu dem Album "Le Voyage de Sahar" von 2006 mit den gleichen Musikern. Tunesien gilt als das westlichste Land in der arabisch Welt, doch es steckt noch tief in der Steinzeit, weswegen die Islamisten die Wahl gewannen und die Regierung stellen. Sie haben jetzt im Rahmen der taqyya eine Verfassung verabschiedet, während eine junge Frau vor Gericht steht, weil sie auf Facebook ein Bild einstellte, wie sie ihren Freund küßt. (Quelle: DLF, Aus Religion u. Ges.) Ein ähnlicher Fall wird dargestellt auf http://www.ansamed.info/ansamed/en/news/sections/generalnews/2013/01/09/Tunisia-stolen-kiss-costs-20-yr-olds-jail-time_8049041.html 2 Monate Gefängnis verhängte das sog. Gericht. Demokratie ohne das Fundament der geschützten individuellen Freiheit taugt nicht viel.
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