Dienstag, 9. Februar 2016

Im Land des Urchristentums


Die Mehrheit der syrischen Opposition will eine weit finsterere Diktatur errichten als es die der alewitischen Assads war und ist. Ihr Symbol ist der emporgereckte Zeigefinger, er bedeutet : ein Staat und eine Religion, die totalitäre Theokratie also. Sie haben Syrien durch den von ihnen begonnenen Bürgerkrieg schwer geschädigt. Ihr Zentrum war und ist u.a. Homs, das mutmaßlich seit 2011 alle Nichtislamisten verlassen haben. Letzteres dürfte auch für Aleppo gelten. Beide Städte sind jetzt Ziel einer Offensive der Regierungstruppen mit Luftunterstützung Rußlands. Ob das die Niederlage der Jihadisten bringt? Dann wäre ein Ende des Bürgerkriegs vielleicht in Sicht. Auf keinen Fall sollte Europa Jihadisten und ihre Familien aufnehmen. Sie gehören dem Salafistenspektrum an, dessen Mutterland Saudi-Arabien ist. Dort gehören die geschlagenen Islamisten hin.

















Montag, 8. Februar 2016

Nietzsche und das Neue Testament











Elisabeth, mir graut vor dir! 
(Bild: Nietzsches Schwester, Hertel/Wikip.)


“Die Behandlung, die ich von seiten meiner Mutter und Schwester erfahre, bis auf diesen Augenblick, flößt mir ein unsägliches Grauen ein …”
Nietzsche, Ecce homo, 1888, Abschnitt 3


" Wenn man auch noch so bescheiden in seinem Anspruch auf intellektuelle Sauberkeit ist, man kann nicht verhindern, bei der Berührung mit dem Neuen Testament etwas wie ein unausprechliches Mißbehagen zu empfinden: denn die zügellose Frechheit des Mitredenwollens Unberufenster über die großen Probleme, ja, ihr Anspruch auf Richtertum in solchen Dingen übersteigt jedes Maß." Nietzsche, Aus dem Nachlaß der Achtzigerjahre (Schlechta III, S. 563)
Nietzsche spannt einfach alles zusammen, was seine schreckliche Erziehung im frommen Pastorenhaus unter dem Regiment zweier bigotter Frauen bewirkt hat - die Frömmelei des Neuen Testaments - und die Arroganz des eingebildeten Weltverstehers. Ein Erzfeuilletonist ist Nietzsche, er formuliert blendend und schreibt viel, obwohl er nur wenige Kenntnisse besitzt. Das Defizit gleicht er aus durch forciertes Meinen und philosophische Spekulation.
Ganz unfreiwillig entdeckt Nietzsche aber auch den positiven Zug des NT: jeder darf mitreden, sei er berufen oder nicht, und das ist ein Grundsatz der Demokratie und der Aufklärung. Und auch des Protestantismus. Bei Kant heißt es in seinem berühmten Aufsatz “Was ist Aufklärung?”: “Daß aber ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es ist, wenn man ihm nur Freiheit läßt, beinahe unausbleiblich.“ Kant dachte zwar nicht an den “großen Haufen”, den Nietzsche die “Crapule” nennt, da fällt er hinter Epikur zurück, aber wir wissen inzwischen, was die Antike wußte, daß nämlich Menschen irren, erare humanum est, im “großen Haufen” irren sie, und außerhalb irren sie ebenfalls. Die Irrtümer der politischen Führer können tatsächlich als die schlimmsten gelten.

Natürlich steckt im Neuen Testament auch viel Geschwurbel, besonders die Bergpredigt darf man nicht zu ernst nehmen. Das haben die Christen auch lange vermieden, heute aber können sie die vielen christlichen Texte nicht mehr in einen konstruktiven Zusammenhang bringen, sie sind dem Neomarxismus erlegen, ihrem säkularen Sproß. Fatal, daß die Politiker die Schwurbelei gegen alle eindringliche Realität mitmachen und ihre Bevölkerung in eine schlimme Zukunft manövrieren.





Sonntag, 7. Februar 2016

Orient und Okzident, immerdar getrennt, vermutlich






"... Zuvor hatte ein ebenfalls im palästinensischen Fernsehen übertragener Auftritt des Jerusalemer Muftis Mohammed Hussein in Israel und im Ausland Empörung hervorgerufen. Der ranghohe muslimische Geistliche hatte während einer offiziellen Feier anlässlich des Jahrestags der Gründung der von Präsident Abbas geführten Fatah-Organisation einen überlieferten Ausspruch (Hadith) des Propheten Mohammed zitiert, der die Ermordung aller Juden zur Vorbedingung für die Auferstehung der Toten macht. 

"Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.'" 

Der Moderator der Veranstaltung hatte den Auftritt des Muftis mit den Worten eingeleitet: "Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens." ..." 

Mörderlob im Fernsehen, FAZ 20.1.12

Samstag, 6. Februar 2016

Zeitzeichen








Der gewählte Sheriff Joe Arpaio (Maricopa County, Arizona) hat übrigens nie "Humanities" an der Philosophischen Fakultät studiert und seinen Gefangenen keine Vorzugsbehandlung versprochen.






Die Philosophie wurde “ancilla theologiae”, die “Magd der Theologie” genannt, im christlich verdunkelten Mittelalter. In dieser Tradition eines haltlosen Spekulierens steht die gesamte Philosophische Fakultät auch heute noch und schickt ihre Absolventen in die Welt hinaus. Anstellung finden sie speziell in den Medien, in Zeitungen und Zeitschriften. Dort treiben sie ihr Köpfe-Verwirr-Spiel, wenn auch nicht alle so gekonnt wie der Ex-Clinton-Beamte David Rothkopf. Er wurde Chefredakteur von “Foreign Policy”, der von Huntington mitgegründeten Zeitschrift für Außenpolitik. In der Außenpolitik ist viel möglich, ein beruflich ungelernter Steinewerfer wie Joschka Fischer kann es sogar zum Außenminister bringen. Rothkopf wirft keine Steine, er haut auf die Pauke:
“ allein in Europa führe das Einströmen von Migranten und Flüchtlingen zu nicht mehr umkehrbaren demographischen Verschiebungen („irreversible demographic shifts“). Resultat: eine große Verschmelzung der Kulturen („a great blending of cultures“).“ (‘Weißer Mann am Ende? Rothkopfs Visionen’, FAZ 3.2.16) Prima.
Da dürfen wir uns auf mehr von dem einstellen, was wir bereits haben: mehr Tote bei arabischen Straßenrennen auf Kudamm und Ring, mehr Transerzahlungen an arabische Großfamilien, mehr Frauenversklavung und Morde an unbotmäßigen Frauen. Bangemachen gilt nicht, sagt Rothkopf. Ob er sich mit diesem genuinen Polit-Blödsinn als Außenminister bei Hillary Clinton ins Gespräch bringen will?





Freitag, 5. Februar 2016

Wo ist eigentlich Schilda?


Demographie und IQ, IQ und Region
“Die im Verhältnis zur alten Bundesrepublik höhere Fruchtbarkeit der Gebildeten und niedrigere Fruchtbarkeit der Unterschicht wirkten sich günstig auf die durchschnittliche Intelligenz in der DDR aus. Der Intelligenzforscher Volkmar Weiss schätzt den Durchschnitts-IQ der zuletzt in der DDR geborenen Kinder wegen der Zusammensetzung der Elternschaft auf 102, für die heute in Gesamtdeutschland Geborenen schätzt er wegen des hohen Unterschichtanteils die durchschnittliche Intelligenz auf 95 Punkte (s. Kap. 3, Anm. 79).”
Thilo Sarrazin: Deutschland, 2010, S. 375

“Dazu passen die Ergebnisse der Bundeswehr aus den Musterungsergebnissen von Wehrpflichtigen. Die dort gemessene ‘Intelligenzleistung’ weist für die süddeutschen Länder signifikant bessere Ergebnisse aus. Es könnte also sein, daß es regionale systematische Unterschiede in der Bildungsfähigkeit einer Population gibt, an der sogar Mehrausgaben relativ wirkungslos abprallen. … daß das Süd-Nord-Gefälle der Intelligenzleistungen ziemlich stabil ist und in abgeschwächter Form auch für das Gebiet der ehemaligen DDR gilt. ” Thilo Sarrazin: Deutschland, 2010, S. 76f. Pos. 1180 (Kindle)

Dazu paßt, daß die Sachsen nicht nur das Stammland der Reformation stellen, sondern später auch stärker industrialisiert waren (Dessauer “Gasmotoren von Oechelhaeuser & Junkers “, Zwickauer August Horch & Cie. Motorwagenwerke AG u.a.). Auch heute sehen Leipzig und Dresden ganz anders aus als Mecklenburg-Vorpommern. Und natürlich die Vorrangstellung des protestantischen Baden-Württembergs mit seinem Auto- und Maschinenbau.