Montag, 29. Juli 2019

Tōru Takemitsu: Rain Tree (1981)

Ökokratie droht



Gujer, NZZ 27.7.19: “Der Liberalismus habe sich überlebt, erklärte er, Multikulturalismus, Homosexualität und der Verrat an traditionellen Werten stiessen auf Ablehnung in den westlichen Gesellschaften. «Migranten können straflos morden, vergewaltigen und plündern», beschrieb der russische Präsident die Lage in Europa.” 

Putin ist ein geschickter KGB-Mann, der sogar Gerhard Schröder als Gasprom-Agenten angeworben hat. Und seine Propaganda ist ebenfalls gut gemacht, er übertreibt nicht sehr stark, währenddessen die noch freiheitlichen Staaten ihre von Putin benannten Schwachpunkte durch Klimaklamauk überdecken wollen. Auch Gujer scheint dem zugeneigt. Natürlich sind die russische Autokratie und der chinesische Totalitarismus keine Alternative zu freiheitlichen Demokratien. Aber wie freiheitlich sind Deutschland, Schweden, Frankreich etc. denn noch? Ihre Propagandaapparate aus rotgrünen Medien, rotgrüner RegierungsPR und rotgrünen Sturmabteilungen wie Greenpeace besitzen die absolute Lufthoheit im öffentlichen Raum, in Schulen und Hochschulen. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist bedroht. Alternative Politiker werden angegriffen, Parteibüro zerstört.  Droht nicht eine Ökokratie? Droht nicht eine steigende Kriminalität, die auch durch unkontrollierte Einwanderung gespeist wird? 
Bei den vielen Fällen von Zuzugskriminalität fällt immer wieder auf, daß Justiz, Polizeiführung und Politik bei Serientätern versagen, ganz nach dem Motto: Wem die Einwanderungspolitik nicht gefällt, der kann ja auswandern. 

Da wird die Freiheit der Bürger gefährlich bedroht und Putin und Xi bedienen sich damit für ihre Propaganda. Die “Sieger der Geschichte” aber haben sich seit 1989 zunehmend zu Ökokraten entwickelt, die die Marktwirtschaft grün und rot schlagen. Nein, der Liberalismus hat sich nicht überlebt. Er ist allerdings unter die Räder des Klimazugs gestoßen worden. 










Sonntag, 28. Juli 2019

Friedrich Schiller: Don Carlos, Infant von Spanien - Kapitel Erster Akt. Der königliche Garten in Aranjuez. Erster Auftritt. Carlos. Domingo. Domingo. Die schönen Tage in Aranjuez Sind nun zu Ende. Eure königliche Hoheit Verlassen es nicht heiterer. ... /// Narciso Yepes - Concierto de Aranjuez (2)

War er heute? /// Bund Neuland - Tag, Der Den Sommer Endet

Infantilisierung der Wohlstandsgesellschaften

Zu: 

Robert Harrison über Wohlstandsbürger: «Nehmen gilt als Menschenrecht, das Geben ist bloss für die Doofen» NZZ 15.4.2019 War der Mensch einst ein Untertan, so führt er sich heute auf wie ein Kind: Alles dreht sich um das eigene Ego. Der Kulturphilosoph Robert P. Harrison diagnostiziert im wohlhabenden Westen eine neue Infantilisierung – und eine Rückkehr zu Stammesgesellschaften. Wie wird das alles enden? Interview: René Scheu, Stanford

“Das Kind ist eingehüllt in sich selbst. Es wächst in grosser Sorglosigkeit auf und bezieht alles auf sich selbst. Das Selbst bildet das Zentrum der kindlichen Wahrnehmung der Wirklichkeit. Erwachsenwerden hingegen ist ein Prozess, in dem die Grenzen des Selbst geöffnet werden, hin zu einem Bewusstsein, dass das Ich zu einem grösseren Kontext gehört, den wir gemeinhin die Welt nennen. Das Kind ist – zusammengefasst – ein weltloses Wesen und darum oftmals sehr glücklich, während der Erwachsene weltlich ist und darum ständig um sein Glück besorgt.”
Hier kann man Harrison uneingeschränkt zustimmen. Seit langem ist eine Infantilisierung am Werk, die auch schon mehrmals thematisiert wurde, etwa bei Neil Postman 1985 in “Wir amüsieren uns zu Tode”, oder bei Christopher Lasch 1979 in “Zeitalter des Narzißmus”. 

Mit wachsendem Wohlstand wächst auch das selbstbezogene Spiel mit unernsten Gegenständen, blühender Sorglosigkeit und Realitätsausblendung zugunsten beliebiger Phantasien.