Dienstag, 29. September 2020

Karys Trance - Zoller/Konitz/Lackerschmid

RADIOAKTIVITÄT

 Alpha-Strahlen sind biologisch die weitaus wirksamsten, aber sie haben nur eine Reichweite von ca. 10 Zentimetern; durch ein Blatt Papier werden sie absorbiert. Beta-Strahlen erreichen knapp 20 Zentimeter, können aber Bleischichten bis zu 1 mm Stärke durchdringen. Gamma-Strahlen sind kurzwellige Lichtstrahlen und reichen mehrere Meter weit. Sie werden nur durch dicke Metallschichten wesentlich geschwächt. (Vgl. u.a. Dorn, Physik, 1967)

Plutonium ist ein Alpha-Strahler, biologisch wirksam, aber schwachaktiv; die Halbwertszeit beträgt bei Pu 238: 87 Jahre, bei Pu 239: 24000 Jahre; je langlebiger der Strahler ist, desto schwächer strahlt er. Je kürzer die Wellenlänge ausfällt, desto energiereicher ist der Strahler.

Jod 131 weist eine kurze Halbwertszeit von 8 Tagen auf und ist ein Betastrahler.

Radium ist ein Gammastrahler (1600 Jahre, 2500 Kiloelektronenvolt). 

Röntgenstrahlung ist kurzwellig und entspricht der energiereichen Gammastrahlung.


Montag, 28. September 2020

Millionenteures Versteckspiel

 Abgebrannte Brennstäbe aus Kernkraftwerken haben wenig Platzbedarf. Ein Endlager ist bei Aufbereitung und Transmutation eigentlich gar nicht nötig, die USA besitzen keines, Rußland ebenfalls nicht. Der Anfall ist außerdem gering.

Trotzdem betreibt die einschlägige Politik seit Jahrzehnten ein groteskes Versteckspiel mit einer Endlagersuche und hat Millionen an Fehlinformationen produziert.
Strahlenschützer Hermann Hinsch gibt Einblick in sein Arbeitsgebiet und seinen ehemaligen Arbeitsort, das Lager für radioaktive Abfälle namens ASSE.









Anna Maria Jopek & Makoto Ozone - Dolina, O Mój Rozmarynie

Macht

 “Die Macht muß ständig in Formen gebracht, muß ständig gezeigt werden; sonst findet sie niemanden, der an sie glaubt und ihr von sich aus, Machteinsatz antizipierend, Rechnung trägt. … Das Sichtbarmachen von Macht kann mehr symbolische oder mehr instrumentelle Wege nehmen. Im Regelfalle sind beide Formen notwendig. Die reine Symbolisierung erzeugt leicht den Eindruck, es handele sich um bloßen Schein, und verführt dazu, die Macht durch Provokation zu testen.”

(Luhmann, Die Politik der Gesellschaft, S. 32)

Situationen, die das Vorzeigen der Macht erlauben - ob geplant oder zufällig - sind daher der Politik stets willkommen. Katastrophen und Krisen erlauben den Machthabern, sich als starke Akteure zu inszenieren.